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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#1061
29.07.2013 - 11:21 Uhr
Ebenso wie Sport1 nicht auf das Chaos eingegangen ist, vermute ich bei allen eine bewusste Entscheidung hinsichtlich der Kommunikation von Chaos und Gewalt. Nicht mehr Plattform als nötig. Heroisierung und Nachahmer vermeiden.

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Meine einsA mit Sternchen: Der FC Kölle
meine zweite einsA mit Sternchen: der große FC Bayern
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Fankultur in Köln |#1062
29.07.2013 - 11:25 Uhr
@Valen: sehr gutes, knappes Werk über die Entstehung von Gewalt:Joachim Bauer - Schmerzgrenze. Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt.
Neu 18.95 Euro. Als ebook auch anderweitig erhältlich.

Wer mich wegen Werbung sperren mag, soll das tun.

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Meine einsA mit Sternchen: Der FC Kölle
meine zweite einsA mit Sternchen: der große FC Bayern
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Fankultur in Köln |#1063
29.07.2013 - 11:29 Uhr
Vor allem die Falschenwerferei hat mich extrem schockiert. Da haben diverse Leute, die wie ganz normale Familienväter rüberkommen mal eben ihre leere Bierfasche über die Köpfe der Menschen hinweg auf die Straßenbahn gefeuert. Das alles ist sicherlich noch harmlos in Vergeleich zu den 80ern und frühen 90ern. Allerdings konnte man damals die Gewalttäter auf 300 m an ihrem Outfit erkennen. Heutzutage scheint das irgendwie eine Art Massenphänomen zu werden. Ich glaube das die Gewaltbereitschaft deshalb in der breite steigend ist, auch wenn die Schwere der Gewalt als ganzes nachgelassen hat.[/zitat]

Ja, ich stimme dem absolut zu. Ich stand gestern gute 2,5 Stunden vor Anpfiff am Militärring, um dort friedlich ein paar Biere zu trinken. Es war schon ziemlich übel. Vor allem als zwei Fanbusse der Düsseldorfer vorbeifuhren... Das haben unsere 'Fans' es sogar geschafft, die Heckscheibe des einen Buses mit Flaschen- und Steinwürfen zu zerstören. Unfassbar. Man muss sich ja auch mal überlegen, was das bedeutet, mit Kindern ins Stadion zu gehen.... Sowas müssen die nicht unbedingt erleben...
Fankultur in Köln |#1064
29.07.2013 - 11:41 Uhr
Also ich fand es auch erschreckend gestern. Wir waren direkt hinter einem der Fanbusse der Düsseldorfer, die beworfen wurden. Da flogen Flaschen und Leuchraketen direkt an uns vorbei. Einige "Fans" gingen von Auto zu Auto um dort Stunk mit Düsseldorfern anzufangen. So ein Verhalten ist mit nichts zu entschuldigen und beschämend. Ich frage mich aber trotzdem, warum die Düsseldorfer nicht denvorgeschriebenen Weg über Nord eingehalten haben und statt dessen direkt über den Millitaryring gefahren sind?
Fankultur in Köln |#1065
29.07.2013 - 12:34 Uhr
verrückt...ich kam 1 1/2 Stunden vor Spielbeginn im Stadion an und ich hab von den ganzen Flaschen- etc Würfen nichts mitbekommen. Zudem fande ich es auch am Bahnhof Ehrenfeld nicht dramatisch.

Allerdings störte mich schon die ganze Mittelfinger-Fraktion auf dem heimweg.

Zumal ich das logieren der Gästefans in Köln als Unerträglich betrachte, da einfach 45.000 Leute nachhause wollen und ich dreisterweise finde, dann können die 3.000 Gästefans mal eben 20 Minuten warten bis die Rappelvollen Bahnen abgefahren sind. Zusätzlich sind die Hälfte der Plätze in den Gäste-Bahnen eh mit den dicken Polizisten besetzt.
Wenn ich das dann noch mit Schalke vergleiche, wo man sich als Gäste Fan als Strafgefangener fühlt und da einfach in Busse gesteckt wird ohne das man das eigentlich will, hat man es als Gäste-Freund in Köln sehr komfortabel, nur ist es für die Leute, die alle 2 Wochen ihr Geld dahintragen leider nicht so entspannénd.

Aufjedenfall dachte ich mir auf dem Heimweg,dass das Wetter ja gut sei und nach der Stimmung im Stadion es sicherlich eine angenehme Wanderung wird:

Leider war das gar nicht der Fall: Sobald eine Bahn gebimmelt hat, sind Leute wie aufgeschreckte Eichhörnchen zur Fahrbahn gegangen und mussten erstmal gucken wer da in der Bahn sitz. Gerne kamen dann auch Bemerkungen wie "ach sind nur Kölner".
Wenn dann aber wirklich mal eine Bahn mit nur Düsseldörfern kam, wurden die Mittelfinger in die Höhe gestreckt und die Arme ausgebreitet, als ob man 2 zusammengerollte Teppiche transportieren würde. Kann mir auch nicht vorstellen, dass die ganzen "Was - Was,Alter" Sprüche von den Kölnern bei den Bahnfahrenden Düsseldorfern ankamen.

Und es waren einfach so unglaublich viele Menschen die sich da aufgespielt haben, auch jeder Gattung: Über den Muskelshirt-Träger, bis zu dem Flaschensammler über kleine Kinder. Sowas aggressiv-albernes hätte ich den meist Erwachsenen Menschen nicht zugetraut ,obwohl es schon um den Lebenswichtigen Fußball ging.

Statt der angenehmen Volksfeststimmung: Tolle Zweite Halbzeit, gesperrte Straße und Bierchen an jeder Ecke, sich so auf den Gegner einschießen nervt und ist bescheuert.

Wenigstens hatte ich dann von Aachener Straße Gürtel bis Ehrenfeldgürtel wieder was zu lachen. Die Leute in den Autos die da standen müssen sich richtig gefreut haben. Da waren weder Info Schilder aufgestellt noch waren dort Freundliche Polizisten, die den Autofahrern erklären könnten wieso sie da jetzt stehen müssen.Ich übernahm die Rolle gerne, kann mich nur mit diesen ganzen Sicherheitskonzepten nicht anfreunden.

Zudem bin ich auch keine Freund von dem "wir müssen an die Kinder denken" und "so macht das mit der Familie keinen Spass", weil so macht das einfach Niemanden Spass. Ich hätte es auch spassiger gefunden wenn ich 30 Minuten nach Spielende wieder zuhause wär und dann noch kicken gehen könnte, als das man einmal komplett ums Stadion rumlaufen muss und dann noch warten und hoffen muss, das dich jemand in eine Bahn lässt.

Selbst die permanenten rotierenden Propeller Geräusche von dem Hubschrauber fand ich ätzend. Hoffe das all das bald auch anders gelöst werden kann, weil so freue ich mich neben den schlimmen Anstosszeiten auch kaum noch auf die "Spitzenspiele"

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Das Leben ist nicht immer nur Pommes und Disco
Fankultur in Köln |#1066
29.07.2013 - 13:00 Uhr
Auf die Gefahr hin dass ich hier als verharmlosend dargestellt werde (möglicherweise auch zu Recht) behaupte ich, dass das gestern ohne die Provokationen der Düsseldorfer nahezu friedlich abgelaufen wäre. Denn dafür geht uns Ddorf doch rein fussballerisch seit 25 Jahren mehr oder weniger am ***** vorbei, und damit auch dem Großteil der aktuell aktiven FC-Fans.

Aber wer mit nem Flugzeug über Köln kreist und ein dämliches Spruchband "Kölner Opfer - Düsseldorf regiert" ausrollt, 90% (!!!!!) der Fans mit diesen affigen Opfer T-Shirts anreist, diese dann auch noch im Bus an der Scheibe stolz und mutig präsentiert, der "motiviert" eben auch jene Fans, die eigentlich noch keine Rivalität zur Fortuna kenn (von närrischer Rivalität mal abgesehen). Und der muss sich, ich sag's jetzt einfach, auch nicht wundern.

Edit: Natürlich ist jegliche Form der Gewalt abzulehnen, was ich absolut tue. Aber ich laufe nun mal auch nicht mit nem Shirt durch die Bronx auf dem steht "Scheiss N*****. Und wenn doch, bin ich selber Schuld wenn ich da nicht mehr heile rauskomme.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSKChris am 29.07.2013 um 13:07 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#1067
29.07.2013 - 14:09 Uhr
Sorry, aber willst du damit jetzt auf Umwegen sagen (auch wenn du es nicht selber so meinst), ein Provozieren mittels Worten und Bildern rechtfertigt das Werfen von Steinen und Bierflaschen und damit zumindest den Straftatbestand der versuchten Körperverletzung, wenn nicht gar mehr?

Jeder Mensch mit auch nur einer Handvoll funktionierender Hirnzellen lässt sich doch von solchen verbalen Provokationen nicht aus der Reserve locken, wer sowas mit sich machen lässt, ist geistig schon sehr stumpfsinnig. Es gehört leider immer noch zum Fußball-Alltag, weil niemand diesen Kindern klarmacht, was für einen Dreck sie da mit ihrem Leben anfangen, und ihnen eine Perspektive bietet, bzw. sie diese nicht nutzen.

Anstatt sich als Reaktion auf die Aktionen der Düsseldorfer eine schöne, kreative Gegenaktion mit Plakaten, Sprüchen, oder Sonstigem zu überlegen, werden Steine und Bierflaschen geschmissen. Bravo. IQ irgendwo auf Niveau eines Kuhfladens.

So ein Gesocks will ich nicht mehr sehen, man kann seinen Frust auch ausleben, ohne die rivalisierenden Fans und vor allem eigenen Fans und Kinder zu verletzen.
Und wer meint, er müsse unbedingt irgendwo angestaute Aggressionen auslassen, soll sich halt selber in die Fr***e hauen, oder mehrmals gegen einen Laternenpfahl laufen. Schaden kanns ja offensichtlich eh nicht mehr.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bierle am 29.07.2013 um 14:11 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#1068
29.07.2013 - 14:12 Uhr
Zitat von KSKChris:
Auf die Gefahr hin dass ich hier als verharmlosend dargestellt werde (möglicherweise auch zu Recht) behaupte ich, dass das gestern ohne die Provokationen der Düsseldorfer nahezu friedlich abgelaufen wäre. Denn dafür geht uns Ddorf doch rein fussballerisch seit 25 Jahren mehr oder weniger am ***** vorbei, und damit auch dem Großteil der aktuell aktiven FC-Fans.

Aber wer mit nem Flugzeug über Köln kreist und ein dämliches Spruchband "Kölner Opfer - Düsseldorf regiert" ausrollt, 90% (!!!!!) der Fans mit diesen affigen Opfer T-Shirts anreist, diese dann auch noch im Bus an der Scheibe stolz und mutig präsentiert, der "motiviert" eben auch jene Fans, die eigentlich noch keine Rivalität zur Fortuna kenn (von närrischer Rivalität mal abgesehen). Und der muss sich, ich sag's jetzt einfach, auch nicht wundern.

Edit: Natürlich ist jegliche Form der Gewalt abzulehnen, was ich absolut tue. Aber ich laufe nun mal auch nicht mit nem Shirt durch die Bronx auf dem steht "Scheiss N*****. Und wenn doch, bin ich selber Schuld wenn ich da nicht mehr heile rauskomme.


Danke! Man erntet das was man sät und das sind die Ddorfer diesmal selber schuld. Das unsere Szene ein gewisses "Potenzial" hat ist bekannt und wenn dann der gegnerische Anhang meint die zwei Wochen vor dem Spiel für jegliche, noch so peinliche Provokation zu nutzen, muss man sich auch im klaren sein was das für Folgen haben kann. Ich denke beim nächsten Derby was bei uns stattfindet, wird es im Vorfeld auf seiten Düsseldorfs deutlich ruhiger werden.

Und nein, ich finde es auch nicht gut, wenn man Flaschen auf Busse,Bahnen etc. geworfen werden. Es war allerdings sonnenklar, dass das nach den ereignissen in den Tagen vor dem Spiel passieren wird.
Fankultur in Köln |#1069
29.07.2013 - 14:48 Uhr
Was mich gestern sehr gewundert hat, ist das gestern immer wieder Fortuna Fans hinter der Südtrebüne rumspaziert sind, die werden doch auch über die Anfahrtswege Informiert, oder ich Informiere mich selber über die Gegebenheiten vor Ort, das ist schon sehr Leichtsinnig, zu allem anderen sag ich nur Rivalität ja, Gewalt in jeglicher Form nein, wobei ich da einen Ausgestreckten Mittelfinger nicht dazu zähle.
Fankultur in Köln |#1070
29.07.2013 - 14:56 Uhr
Ich stimme ja mit allem überein, aber Stinkefinger ich bitte euch, in der heutigen Zeit ist der so geläufig, und bei einem Derby naja, ein bisschen Emotionen gehören auch dazu.
Was Gewalt angeht bin ich absolut bei euch.

Ich war auch schon früh im Stadion hab einiges nicht mitbekommen, aber ich hab gehört das ein D´dorfer vor der Nordseite zusammengeschalgen wurde weil er alleine in D´dorf Klamotten rumlief...
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