1. FC Kaiserslautern 1. FC Kaiserslautern
deadline-day banner

Der Schiri Thread

08.08.2011 - 15:46 Uhr
Der Schiri Thread |#1661
01.11.2025 - 17:11 Uhr
Zitat von Newtrial

@running-man - Danke für deine wertvollen Beiträge, da du ja wirklich Einblick in das System hast. Wie würdest du denn die Leistungsentwicklung der BL-Schiris einschätzen? Handelt es sich bei der Kritik um einen Beobachtungsfehler, weil einzelne herausragende Fehlentscheidungen medial selektiv kommuniziert werden und man unterschätzt, was alles richtig entschieden wird? Zumindest Markus Merk scheint ja nicht dieser Meinung zu sein und geht von einer real sinkenden Entscheidungskompetenz infolge des VAR-Systems aus. Oder liegt letztere eher daran, dass das Spiel zu schnell wird? Was wären deine Handlungsempfehlungen?


Ich kann das natürlich nicht beurteilen, aber ich glaube, dass Markus Merk irrt. Ohne despektierlich klingen zzu wollen, klingt mir da ein wenig der "früher bei uns war alles besser-Rentner" raus.

Ich sehe vor allem zwei Aspekte:

Zum Einen ist der Fußball viel schneller, dynamischer, schneller, athletischer geworden. Viel mehr Zweikämpfe, Tacklings etc., auch taktisch viel ausgefeilter. Wenn ich mir alte Spiele anschaue, hatten die Spieler damals viel mehr Platz und das Geschehen konzentrierte sich viel mehr auf den Ort, an dem der Ball sich gerade befand. Heute muss der Ball immer in Bewegung sein, es muss immer überall attackiert, der Gegner ständig gestresst werden. Das erhöht das Anforderungsprofil an die heutigen Schiris enorm. Ich glaube tatsächlich, dass die Schiedsrichter-"Profis" heute in der Breite eine höhere Qualität haben als in früheren Jahrzehnten - und einen Ahlenfeld kann es ohnehin nicht mehr geben.

Schau Dir mal ein Spiel an, das Merk gepfiffen hat. Da hast Du bei einer enger Abseits-Entscheidung doch bereits aufgrund der Qualität der Fernsehbilder überhaupt nicht die Möglichkeit, halbwegs fundiert etwas zu beurteilen. Mannschaft A und ihre Fans sahen eindeutig Abseits, Mannschaft B und ihre Fans eindeutig kein Abseits - und der Fall war erledigt.

Heute sehen wir in Ultra-HD mit kallibrierten Linien undsehen nahezu 100 %ig, was richtig war oder gewesen wäre - nur der blinde Linienrichter hat es übersehen. Wobei uns auch hier bewußt sein sollte, dass der VAR weitere Kameraperspektiven hat, die das Fernsehen nicht hat. Und manchmal zeigen eben die ersten fünf Einstellungen keinen Kontakt zwischen Abwehrspieler und Stürmer im Strafraum und erst die sechste, die nicht vom Fernsehen kommt, belegt das strafbare Foul.

Und die mediale Aufmerksamkeit tut ihr Übriges. Jeder Schiri-Fehler, der nach unzähligen Wiederhohlungen aus mehreren Perspektiven festgestellt wurde kann jetzt über alle möglichen Kanäle verbreitet und breitgetreten werden.

Das ist alles höchst schwierig. Natürlich gibt es immer noch Fehlentscheidungen, auch schwer nachvollziehbare. Aber die Qualität der Schiedsrichter hat sich m.E. in den Profiligen Deutschland erhöht. Ich habe ja Verständnis für jeden Fans, der sich aufregt. Aber in einer Zeit, in der Schiedsrichtern immer wieder Arroganz vorgeworfen wird, empfinde ich oftmals die Fans als arrogant in ihrer Beurteilung der Schiedsrichterleistungen.

Gruß aus der Pfalz
Dieser Beitrag wurde zuletzt von running-man am 01.11.2025 um 17:15 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#1662
01.11.2025 - 17:19 Uhr
Zunächst danke für deine informativen Antworten, @running-man!

Zum Thema Gehalt: Diese Bezüge sind ordentlich, aber doch um Faktoren von dem weg, was ein Bundesligaspieler verdient. Ich stelle mir hier eine viel stärkere Angleichung vor und ein System, in dem die Schiedsrichter gar nichts anderes machen, als sich auf die Spielleitung zu konzentrieren.
Mir ist auch aus Dokus, u.a. mit Aytekin, bekannt, dass es diese Schulungen gibt. Auf mich wirkte das aber stets so, als seien das Blockveranstaltungen, die ein-, zweimal im Jahr stattfinden. Ich würde ein System begrüßen, in dem es ein Fulltime-Job ist, Spiele zu leiten und in der Theorie an den diesbezüglichen Fähigkeiten zu feilen. Falls das in der Realität derart engmaschig sein sollte, gerne korrigieren.

Zitat von running-man
Das sog. Challengingsystem (z.B. aus der Basketball-Bundesliga) wird diskutiert. Aber auch da gibt es Probleme:

- Zum Einen kann das sehr effektiv taktisch genutzt werden, um das Spiel zu verzögern oder noch mehr zu "zerfleddern". Kaum läuft es für den Gegner, störe ich als Trainer den Spielfluß durch eine Eingabe.

- Zum Anderen führt dies zu noch mehr Eingriffen und verlängert Spiel- und Wartezeiten.
Ich sehe die Probleme. Nur hat man ersteren Punkt doch aktuell auch schon durch Wechsel, die dann in aller Form zelebriert werden oder durch vorgetäuschte Verletzungen. Da fällt mir spontan auch ein bestimmter FCK-Spieler ein, der gerade dann gerne mal länger liegen bleibt, wenn der Gegner eine Druckphase hat. Das würde ich in Kauf nehmen, um die sonstigen Unterbrechungen durch VAR-Einsätze loszuwerden.

Zum zweiten Punkt: Man kann die zeitliche Komponente ja regulieren. Zum Beispiel, indem man jeder Mannschaft nur einen Call zugesteht. Oder indem man die Höchstdauer einer Überprüfung limitiert, wie @Newtrial es schon vorgeschlagen hat. Oder indem man die Wechselslots mit dem VAR-Einsatz verknüpft. Ich sehe da schon Möglichkeiten.

Zitat von running-man
-Und außerdem müßte geklärt werden, wer bei einer Eingabe der Trainer letzlich entscheidet:
Weiterhin der Feld-Schiedsrichter wie bei einem VAR-Eingriff? Wird es den Beteiligten reichen, dass sie die Befugnis haben, den Schiri an den Monitor zu schicken, der dann nach kurzem Blick den Kopf schüttelt und bei seiner Meinung bleibt?
Oder wird zusätzlich ein weiterer, ein Ober-Schiedsrichter eingeführt?
Jap, den Punkt sehe ich auch. Ich würde wohl zu letzterem tendieren.

Zitat von running-man
-Und wer stellt eigentlich das Material zur Verfügung, das der Schiedsrichter sich anschauen soll. Das machen derzeit die Operatoren auf Anweisung des VAR. Der Trainer hat keine Operatoren. Soll der Trainer Anweisungen in den Kölner Keller geben können? Das wäre kommunikativ wohl kaum beherrschbar und würde definitiv unendlich Zeit in Anspruch nehemn.
Das verstehe ich nicht ganz. Wenn dem Trainer nach seinem Live-Eindruck eine Situation auffällt, meldet er dies dem vierten Offiziellen unter Angabe seines Verdachts (Foulspiel, Abseits, Tätlichkeit) und die Partie wird unterbrochen. Die Bilder dieser Situation werden im Kölner Keller geprüft, nach meiner Vorstellung wird auch nur dort überprüft. Wenn eine Situation nach dem Live-Eindruck nicht als falsch bewertet reklamiert wird, kann sie nicht, z.B. fünf Minuten später, angefochten werden.

Natürlich sind vor einer Reform viele Details zu klären. Ein hartes Ausschlusskriterium erkenne ich ehrlich gesagt aber nicht.
Der Schiri Thread |#1663
01.11.2025 - 17:37 Uhr
Zitat von running-man
Zitat von Newtrial
@running-man - Danke für deine wertvollen Beiträge, da du ja wirklich Einblick in das System hast. Wie würdest du denn die Leistungsentwicklung der BL-Schiris einschätzen? Handelt es sich bei der Kritik um einen Beobachtungsfehler, weil einzelne herausragende Fehlentscheidungen medial selektiv kommuniziert werden und man unterschätzt, was alles richtig entschieden wird? Zumindest Markus Merk scheint ja nicht dieser Meinung zu sein und geht von einer real sinkenden Entscheidungskompetenz infolge des VAR-Systems aus. Oder liegt letztere eher daran, dass das Spiel zu schnell wird? Was wären deine Handlungsempfehlungen?
Ich kann das natürlich nicht beurteilen, aber ich glaube, dass Markus Merk irrt. Ohne despektierlich klingen zzu wollen, klingt mir da ein wenig der "früher bei uns war alles besser-Rentner" raus.
Ich sehe vor allem zwei Aspekte:
Zum Einen ist der Fußball viel schneller, dynamischer, schneller, athletischer geworden. Viel mehr Zweikämpfe, Tacklings etc., auch taktisch viel ausgefeilter. Wenn ich mir alte Spiele anschaue, hatten die Spieler damals viel mehr Platz und das Geschehen konzentrierte sich viel mehr auf den Ort, an dem der Ball sich gerade befand. Heute muss der Ball immer in Bewegung sein, es muss immer überall attackiert, der Gegner ständig gestresst werden. Das erhöht das Anforderungsprofil an die heutigen Schiris enorm. Ich glaube tatsächlich, dass die Schiedsrichter-"Profis" heute in der Breite eine höhere Qualität haben als in früheren Jahrzehnten - und einen Ahlenfeld kann es ohnehin nicht mehr geben.
Schau Dir mal ein Spiel an, das Merk gepfiffen hat. Da hast Du bei einer enger Abseits-Entscheidung doch bereits aufgrund der Qualität der Fernsehbilder überhaupt nicht die Möglichkeit, halbwegs fundiert etwas zu beurteilen. Mannschaft A und ihre Fans sahen eindeutig Abseits, Mannschaft B und ihre Fans eindeutig kein Abseits - und der Fall war erledigt.
Heute sehen wir in Ultra-HD mit kallibrierten Linien undsehen nahezu 100 %ig, was richtig war oder gewesen wäre - nur der blinde Linienrichter hat es übersehen. Wobei uns auch hier bewußt sein sollte, dass der VAR weitere Kameraperspektiven hat, die das Fernsehen nicht hat. Und manchmal zeigen eben die ersten fünf Einstellungen keinen Kontakt zwischen Abwehrspieler und Stürmer im Strafraum und erst die sechste, die nicht vom Fernsehen kommt, belegt das strafbare Foul.
Und die mediale Aufmerksamkeit tut ihr Übriges. Jeder Schiri-Fehler, der nach unzähligen Wiederhohlungen aus mehreren Perspektiven festgestellt wurde kann jetzt über alle möglichen Kanäle verbreitet und breitgetreten werden.
Das ist alles höchst schwierig. Natürlich gibt es immer noch Fehlentscheidungen, auch schwer nachvollziehbare. Aber die Qualität der Schiedsrichter hat sich m.E. in den Profiligen Deutschland erhöht. Ich habe ja Verständnis für jeden Fans, der sich aufregt. Aber in einer Zeit, in der Schiedsrichtern immer wieder Arroganz vorgeworfen wird, empfinde ich oftmals die Fans als arrogant in ihrer Beurteilung der Schiedsrichterleistungen.
Gruß aus der Pfalz

Danke auch dafür! daumen-hoch Welches Fazit ergibt sich denn daraus:

Variante A: Das Spiel ist viel schneller und dezentrierter geworden, aber auch die Schiris sind besser geschult und halten im Großen und Ganzen Schritt. Es gibt keinen grundlegenden Reformbedarf!

Variante B: Das Spiel wird in einem Umfang komplexer, der grundlegende Reformen erforderlich macht: Das VAR-System ist dafür ein notwendiger Schritt. Weitere Optionen (Challenge, Oberschiri etc.) können auch sinnvoll sein, dafür sind abe vor der Einführung zunächst komplexe Probleme zu lösen.

Variante C: Es geht gar nicht so sehr um das eigentliche Spielgeschehen, vielmehr liegt das Hauptproblem in der gestiegenen medialen Aufmerksamkeit in Verbindung mit erweiterten technischen Möglichkeiten und einer dadurch getriggerten Empörungskultur der Fans. Wir sollten daher alle mal runterkommen.

Variante D: Es ist ein wilder MIx aus mehreren der genannten Faktoren und Patentlösungen im Sinne eines "großen Wurfs" sind schlicht nicht zu haben. Man muss daher immer teil- und kleinschrittig Innovationen testen, einführen und ggf. auch wieder aufgeben (Beispiel: obligatorischer Handshake 70 Minuten vor dem Spiel).

Wie würdest du dich dazu verhalten?

•     •     •

502 Bad Gateway
nginx
Der Schiri Thread |#1664
01.11.2025 - 17:45 Uhr
Zitat von FCK-Tribun

...

Zitat von running-man

-Und wer stellt eigentlich das Material zur Verfügung, das der Schiedsrichter sich anschauen soll. Das machen derzeit die Operatoren auf Anweisung des VAR. Der Trainer hat keine Operatoren. Soll der Trainer Anweisungen in den Kölner Keller geben können? Das wäre kommunikativ wohl kaum beherrschbar und würde definitiv unendlich Zeit in Anspruch nehemn.
Das verstehe ich nicht ganz. Wenn dem Trainer nach seinem Live-Eindruck eine Situation auffällt, meldet er dies dem vierten Offiziellen unter Angabe seines Verdachts (Foulspiel, Abseits, Tätlichkeit) und die Partie wird unterbrochen. Die Bilder dieser Situation werden im Kölner Keller geprüft, nach meiner Vorstellung wird auch nur dort überprüft. Wenn eine Situation nach dem Live-Eindruck nicht als falsch bewertet reklamiert wird, kann sie nicht, z.B. fünf Minuten später, angefochten werden.

Natürlich sind vor einer Reform viele Details zu klären. Ein hartes Ausschlusskriterium erkenne ich ehrlich gesagt aber nicht.


Der Trainer braucht nicht über den vierten Offiziellen den Kölner Keller auf eine strittige Entscheidung hinzuweisen, die dieser überprüfen soll denn der Kölner Keller überprüft bereits jetzt ALLES!

Der VAR ist kein einsamer Mann, der in Köln am Fernseher ein Fußballspiel schaut. Der VAR ist vielmehr ein Team, das aus einem Video Assistant Referee (VAR), seinem Assistenten, dem Assistant
Video Assist Referee (AVAR) sowie dem Operator und (in der Bundesliga, nicht in der 2. Bundesliga) dessen Assistenten besteht.

Es werden permanent alle Spielsituationen und jede einzelne Schiedsrichterentscheidung begutachtet. Möchte der VAR eine Szene überprüfen, fordert er vom Operator diejenigen Perspektiven an, die er am geeignetsten hält. Der AVAR informiert den Feldschiedsrichter über die Überprüfung. Während der VAR die Szene überprüft, verfolgt der AVAR das Spiel weiter. Sieht der VAR eine Fehlentscheidung, greift er ein, falls nicht, gibt er "check complete".

Bei jedem Tor wird die konplette APP (Attacking-Position-Phase) nochmals kontrolliert, d.h. die gesamte Spielzeit seit Balleroberung durch die angreifende Mannschaft wird nochmal auf Regelverstöße der angreifenden Mannschaft überprüft. Deshalb dauert es so lange und daher kommen die "Absets im Vorfeld-" oder "Foul im Vorfeld- Entscheidungen".

Was soll also nun die Beanstandung des Trainers auslösen?
Wie soll dieser Prozess gemanagt werden?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass auf Basis des Trainer-Eingriffs ein anderes Ergebnis zu Tage gefördert wird?

Ich persönlich glaube, das Challenging-System würde eventuell der Volksseele das Gefühl von etwas "Mitspracherecht" vermitteln, den Trainern ein taktisches Mittel für Verzögerungen an die Hand geben (und damit der Fangemeinde ein weiteres Argument gegen das VAR-System), das VAR-System aber nicht verbessern.

Gruß aus der Pfalz
Dieser Beitrag wurde zuletzt von running-man am 01.11.2025 um 17:47 Uhr bearbeitet
Der Schiri Thread |#1665
01.11.2025 - 18:03 Uhr
Mit Einführung des VAR sollte man eigentlich das ganze "Schirisystem" neu denken. Mit VAR ist ein Abseits, und mit Torlinientechnik ein Treffer der nicht gegeben wird eigentlich gar nicht mehr möglich. Die Frage ist zu was braucht man noch den klassischen Linienrichter wenn in wenigen Sekunden eine künstliche Linie gezogen werden kann. Es wäre viel besser wenn Schiri und Linienrichter sich auf den Spielfluss konzentrieren.

Es ist nur meine Meinung, aber ich würde den VAR für Dinge nur nutzen für Dinge die klar geregelt sind im Fußball. Abseits, Tor, vielleicht noch Handspiel oder Tätlichkeit abseits des Spielgeschehens. Man sieht doch fast wöchentlich das Tatsachenentscheidungen trotz Videobeweis Tatsachenentscheidungen bleiben, nur mit extremen Zeitverzug. Der Elfer für Nürnberg gegen uns ist doch das beste Beispiel, der ist nicht richtiger oder falscher mit dem VAR. Am Ende wird es immer unfaire Entscheidungen geben und manchmal hat man Glück und manchmal Pech... das muss man einfach akzeptieren.

Dieses verlassen auf den VAR sehe ich aber auch kritisch, wie es momentan praktiziert wird. Im Zweifel wird sich darauf verlassen das der VAR die falsche Entscheidung grade zieht, nur nicht zu früh pfeifen... zumindest kommt es mir so vor.

Ich verstehe es absolut das dieses Hilfsmittel sich so weit verselbstständigt hat... würde vermutlich jeden so gehen. Ich sehe es bei mir und ChatGPT, früher musste ich noch Tutorials schauen, Bücher wälzen und in Foren stöbern um meine Programme zu schreiben. Letzte Woche z.B. hab ich der KI gesagt bitte schreib mir ein Python Programm das XYZ macht... hat 30 Minuten mit ein paar Anpassungen gedauert. Wenn man die Möglichkeit hat benutzt man die Hilfsmittel maximal, daher wäre ich dafür das man es gar nicht benutzen dürfte... zumindest nicht für Dibge die der Schiri selber können muss, und das sind für mich kurzfristige Entscheidungen treffen die trotz VAR nie wirklich aufgelöst werden können.

•     •     •

Keep on running,
and keep on fighting,
run for the best of your life!
Der Schiri Thread |#1666
02.11.2025 - 18:45 Uhr
Zitat von Master_K
Warum versagt in unserem Stadion eigentlich ab und an wieder die Technik, welche den Schiedsrichter unterstützen soll?

Gegen den FCN gab es einen Ausfall des VAR-Systems und die Linie musste nachkalibriert werden...

und damals gegen Fürth gab es 3 Spiele Sperre für Tomiak, obwohl es keine Videoaufzeichnung gab...

https://www.kicker.de/nach-taetlichkeit-tomiak-fehlt-fck-bis-in-den-dezember-977883/artikel

Sorry, aber gibt es keine Backup-Technik, welche den Schiri stützt?


Und erneut hat die Technik versagt… Heute in Düsseldorf

•     •     •

Kaiserslautern!

Der Schiri Thread |#1667
02.11.2025 - 18:57 Uhr
Kann mir jemand erklären wo der Mehrwert liegt, dass ein Schiri jetzt laut ins Mikro sagen muss: "ABSEits!" , anstatt das er Freistoss gibt und auf den Videoleinwanden "VAR: Abseits" steht?
Das ist doch nur nochmal ne Schleife mehr für nix.
Soll das den Eindruck vermitteln, dass der Schiri die Oberhand behält?

•     •     •

With your feet in the air and your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head will collapse
But there's nothing in it
And you'll ask yourself

Where is my mind
Der Schiri Thread |#1668
02.11.2025 - 19:01 Uhr
Zitat von Foegli
Kann mir jemand erklären wo der Mehrwert liegt, dass ein Schiri jetzt laut ins Mikro sagen muss: "ABSEits!" , anstatt das er Freistoss gibt und auf den Videoleinwanden "VAR: Abseits" steht?
Das ist doch nur nochmal ne Schleife mehr für nix.
Soll das den Eindruck vermitteln, dass der Schiri die Oberhand behält?


Für mich auch schwachsinnig. Wäre nur interessant mit einer kurzen Begründung - was heute ja nicht erforderlich war. Ich hätte seinerzeit gegen Paderborn gerne mal gewusst, warum das Tor kein Abseits war, obwohl der erste Spieler klar zum Ball geht und dahinter der den dann reinköpft.
Der Schiri Thread |#1669
02.11.2025 - 19:14 Uhr
Zitat von Foegli
Kann mir jemand erklären wo der Mehrwert liegt, dass ein Schiri jetzt laut ins Mikro sagen muss: "ABSEits!" , anstatt das er Freistoss gibt und auf den Videoleinwanden "VAR: Abseits" steht?
Das ist doch nur nochmal ne Schleife mehr für nix.
Soll das den Eindruck vermitteln, dass der Schiri die Oberhand behält?


Nein, das soll für mehr Transparenz sorgen! grins

Kostet tatsächlich nochmal mehr Zeit und erscheint mir persönlich an Albernheit kaum zu überbieten, zumal so manch ein Schiri offensichtlich erkennbar selber nicht die geringste Lust darauf hat.

Zum Stichwort "Der Schiri behält die Oberhand": Der ARD-Audio-Kommentator hat heute - in Anbetracht der erneut endlosen VAR-Prüfung - folgende Idee geäußert: Eine Zeitfrist, innerhalb derer die VAR-Prüfung abgeschlossen sein müsste, ansonsten solle halt die auf dem Platz vom Schiri getroffene Entscheidung gelten.

Fänd' ich nicht so schlecht, z.B. so mit zwei Minuten Frist. Wird aber natürlich nicht passieren.

•     •     •

"Es war 'ne geile Zeit!" (Dirk Schuster, Ende November '23)
Der Schiri Thread |#1670
02.11.2025 - 20:17 Uhr
Zitat von bongarce

Zum Stichwort "Der Schiri behält die Oberhand": Der ARD-Audio-Kommentator hat heute - in Anbetracht der erneut endlosen VAR-Prüfung - folgende Idee geäußert: Eine Zeitfrist, innerhalb derer die VAR-Prüfung abgeschlossen sein müsste, ansonsten solle halt die auf dem Platz vom Schiri getroffene Entscheidung gelten.

Vielleicht wäre uns allen zunächst mehr geholfen, wenn sich die Unparteiischen – neben den teils sehr tendenziösen Entscheidungen durch den VAR oder anderer technischen Hilfsmittel – wieder stärker auf ihre eigentlichen Kernkompetenzen konzentrieren würden, sofern das überhaupt noch möglich ist.

Tim Breithaupt zieht heute nach rund zwanzig Minuten im Mittelfeld Ivan Prtajin klar am Trikot und sieht dafür völlig zu Recht Gelb. Der Schiedsrichter entscheidet daraufhin auf Freistoß FCK.

In meiner Idealvorstellung hätte der Unparteiische in dieser Szene jedoch den Vorteil laufen lassen – eine Konter- bzw. Umschaltsituation, in der mindestens drei Lautrer mehr oder weniger frei auf das Tor von Florian Kastenmeier hätten zulaufen können.

Ohne es statistisch belegen zu können, häufen sich solche Fehler im Zuge der aktuellen VAR-Diskussion zunehmend, obwohl sie früher zum absoluten Standardrepertoire der Unparteiischen gehörten und deutlich souveräner umgesetzt wurden – zumindest meiner subjektiven Wahrnehmung nach.

Man merkt den Schiedsrichtern förmlich an, dass ihre Autonomie in der Entscheidungsfindung immer deutlicher abnimmt – und zwar nicht nur in den entscheidenden Szenen, die tatsächlich einer zweiten Überprüfung durch den VAR bedürfen.

Gruß,
W7
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Wingman_7 am 02.11.2025 um 20:26 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.