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Der Ehemaligen Thread - Teil 6

12.08.2016 - 12:23 Uhr
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#121
04.11.2018 - 14:52 Uhr
Ich wüsste jetzt nicht was ihn großartig konkret für diese Position als so großartig qualifiziert und attraktiv aussehen lässt. In meinen Augen wäre die Verpflichtung einfach nur Fanservice und mediemwirksames Gesicht zusätzlich zu Hammer haben. Begeisterung hält sich in Grenzen. Bin eher Fan von Postenvergabe aufgrund von Qualifikationen und nicht Namen.

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Benutzername hat keinerlei Bezug zur rechtsextremen US-Szene und besteht hier auf der Seite schon ungleich länger als die dortige Verwendung des Wortes.
Er bezieht sich alleine auf Musik bzw. letztendlich einen Breaker aus den 80ern.
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#122
04.11.2018 - 14:59 Uhr
Zitat von Hozzo

Dazu hast du dann eben für die ganzen Versuche dem VfB ein Gesicht zu geben (Stichwort: Corporate Identity) genau das: Ein Gesicht mit dem sich jeder identifizieren kann.



da sind wir dann wieder beim ach so tollen "Stallgeruch" angekommen.

Ganz ehrlich, ich schei.sse auf Identifikation beim Führungspersonal. Alles was da zählen sollte ist Fachkompetenz, Kontakte, Netzwerke Führungsstärke und Teamarbeit.

Generell hab ich nix gegen Klinsmann. Aber was konkret befähigt ihn Sportdirektor beim VfB zu werden? Ist er in den letzten 10 Jahren wirklich nah genug an der BL dran um dieser Aufgabe gewachsen zu sein? Hat er diese Aufgabe schonmal nachweislich gut ausgeführt? Hat er wirklich die Macherqualitäten? Oder ist es mal wieder nur der Wunsch nach einem großen Namen mit Stallgeruch?
3 Buddha Statuen und "mir wollet, mir habbet, mir könnet", reicht mir da nicht aus.
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#123
04.11.2018 - 15:43 Uhr
Warum muss das Eine das Andere ausschließen?

Ich hab keine wissenschaftliche Analyse zu Klinsmanns Arbeit in den letzten 15 Jahren aber wenn man sich die Stationen so anschaut dann fällt auf dass da nachhaltig Konzepte geschaffen wurden von denen profitieren die Vereine/Verbände zum Teil heute noch. Der Ami-Verband ist ja mit der Ära Klinsmann überhaupt erstmal als ernstzunehmende Nummer auf der Bildfläche aufgetaucht und war vorher ein Fussballentwicklungsland.
Auch hätte Löw niemals den Titel holen können ohne seine Vorarbeit, damit meine ich jetzt nicht das Training der DfB-Elf, sondern was zu dieser Zeit nach dem Portugaldesaster an Strukturen aufgebrochen und umgestaltet wurde, davon zehren wir noch heute. Und das ist doch was hier ständig lamentiert wird, oder? Beim VfB scheint es irgendwo zu klemmen und keiner kommt drauf wo obwohl von unseren Chefs jede Woche mindestens einer was von genauen Analysen rumposaunt.

Nähe zur Bundesliga halte ich für absolut überbewertet. Längst ist das Business zu international um dem wirklich große Bedeutungen zukommen lassen zu können. Es spielen bei uns ja auch nicht nur Deutsche die davor schon in der Bundesliga waren. Eichin zum Beispiel kommt aus einer ganz anderen Sportart. Die Grundmechanismen der Ligen hingegen könnte man ja fast schon als Standardtisiert bezeichnen, was daher auch kein Problem sein sollte. Und Reschke gibts ja auch noch Zwinkernd

Aus meinem Posting sollte auch klar hervorgehen dass ich nicht Klinsmann will weil ich gerne einen Ex-Spieler, das Wort "Stallgeruch" hab ich nicht verwendet, haben möchte aber wenn sich die Chance bietet hier zwei Fliegen mit einer Klatsche zu fangen, warum muss man sich dem verschließen? Weil Stallgeruch jetzt auf einmal was Negatives ist?

Das mit den Buddhastatuen ist auch so ein Unding das immer ausgepackt wird. Ja und? Wer glaubt denn ernsthaft dass das das Geheimnis seines Konzept war?
Das ging daraus hervor dass bei den Bayern unter ihm auch in Sachen Gestaltung der Anlagen etwas getan wurde und u.a. ein Innenarchitekt beauftragt war der das mit seinem Konzept mitgebracht hat. Das sowas überhaupt nach so langer Zeit noch Erwähnung findet ist mir ein Rätsel. Ne witzige Anekdote aber nichts was auch nur irgendwas aussagt oder in Klinsmanns Bewertung Einfluss hat. Geschadet hat der Buddha sicher keinen, das ganze Konzept sicher auch nicht. Ich persönlich hab auch lieber eine schöne Wohnung/Büro/Auto/Fittnesstudio weil ich mich dann wohler fühle.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hozzo am 04.11.2018 um 15:49 Uhr bearbeitet
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#124
04.11.2018 - 20:36 Uhr
Zitat von JoeVFB

Zitat von foo_foo

Diese Struktur ist dummerweise scheiße und gesellschaftsrechtlich unsinnig.
Dietrich ist Präsident des e. V. und damit im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat soll den Vorstand der AG kontrollieren und keine operativen Entscheidungen treffen. Beim VfB haben wir einen äußerst schwachen AG-Vorstand und einen Vereinspräsidenten, der als Aufsichtsrat die Entscheidungen für die AG trifft. Das ist ein Blödsinn sondersgleichen und m. E. so schlichtweg nicht hinzunehmen. Insofern wäre es gut, einen starken Vorstandsvorsitzenden der AG zu haben und dass sich Dietrich auf das konzentriert, wofür ein AR zuständig ist: kontrollieren und nicht ständig operative Entscheidungen treffen. Und hier wäre bspw. ein Klinsmann für den Vorstand eine interessante Personalie und weit entfernt von "viele Köche verderben den Brei". Vielmehr hätten wir dann eine strukturell, gesellschaftsrechtlich gescheite und gesunde Aufgabenteilung. Aktuell haben wir die nicht.

ich verstehe ja die Kernproblematik, aber wie zum Geier kommt man da auf Klinsmann als Lösung? Der Mann ist seit Jahrzehnten Amerikaner. Weiß der überhaupt noch welche Vereine in der BL spielen? Ich bezweifle stark, dass der nur ansatzweise die Muse besitzt sich in die tiefschwäbische VfB Problematik hineinzuarbeiten um sich dann regelmäßig damit herumschlagen zu müssen. Amerika first! wird der dir antworten.

Klinsmann hat den DFB und dessen verkrusteten Strukturen auf links gedreht, gegen Alphatierchen wie MV. Davon profitierte die weitere Entwicklung der DFB-Elf enorm. Das US-Team war in seiner Amtszeit meist ein durchaus ernstzunehmender Gegner, der gegen um einiges größere Fußbalnationen konkurrenzfähig war. Auch schob er im US-Verband einiges an, etwa in der Nachwuchsförderung.

Klinsmann kann sich durchsetzen, Klinsmann kann auf eine durchaus erfolgeiche und nachhaltige Zeit nach seiner aktiven Karriere blicken. Das können Buchwald, Ohlicher oder meinetwegen ein Allgöwer nicht. Und Hitzlsperger sitzt im Präsidium und ist gleichzeitig Angestellter des VfB, auch eher suboptimal.
Klinsmann soll keine Spieler verpflichten, sondern mit Fußballakzent einen Gegenpol zur traditionell beim VfB starken Wirtschaftsfraktion darstellen und zudem als ein gewisses Korrektiv/Ansprechpartner von Reschke fungieren. Klinsmann hat einen großen internationalen Namen und kann ein Türöffner für den VfB auf Märkten und bei Spielern sein.

Ob er im AG-Vorstand sitzt oder im Vereinspräsidium, ist mir ziemlich Latte (wobei ich mit Blick auf das Organigramm eher den Vorstand bevorzugen würde), aber Klinsmann würde ich für eine exzellente Lösung erachten, um beim VfB mindestens ein Gleichgewicht zwischen Sport und Wirtschaft zu erzielen, Reschke auf die Finger zu schauen, neue Ansätze einzubringen und den VfB zu repräsentieren.

Ob er zur Verfügung stünde, keine Ahnung. Seine Aussagen etwa zum Vereinsjubiläum lassen zumindest die Hoffnung zu, dass eine Ansprache nicht völlig aussichtslos wäre.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von foo_foo am 04.11.2018 um 20:37 Uhr bearbeitet
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#125
04.11.2018 - 21:04 Uhr
Zitat von justalittlethought

...

Vielen Dank für den Link!
P.S. nach lesen des Artikels: Ich sehe Klinsmann nicht in einer Rolle als Spieler verpflichtender Direktor/Manager. Dafür halte ich ihn nicht für geeignet. Ich sehe ihn in einer ähnlichen Rolle analog zu Beckenbauer und Rummenigge bei den Bayern ab 1991, als sie in einer sportlich kurzzeitig schwierigeren Zeit in den Klub geholt wurden.

P.S. 2: Um es zu konkretisieren: Ich wünsche mir seit über einem Jahrzehnt (auch in diesem Forum) eine starke Führungspersönlichkeit auf höchster VfB-Ebene, die das große Ganze im Auge hat und nicht bspw. die Kaderplanung im Detail vorantreiben muss. Eine Persönlichkeit, die den Sport gegenüber wirtschaftlichen Interessen vertritt, nicht tagesaktuell am Kader gemessen wird und eine Konstante darstellt. Hierfür erachte ich Klinsmann als sehr gut geeignet.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von foo_foo am 04.11.2018 um 21:25 Uhr bearbeitet
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#126
05.11.2018 - 00:39 Uhr
Naja, Klinsmann als Präsident des e.V.. Und dann? Der e.V. hat doch auf die Profimannschaft keinerlei Einfluss mehr. Setzen wir ihn also auf eine Position ohne Macht und dann soll er über die Presse bisschen Rummel machen, damit das Umfeld noch unruhiger ist? Man braucht doch nicht glauben, dass der AR ihn derart installiert, dass er dann den Leuten, die ihn installieren, gefährlich werden könnte... wie soll denn das "aufräumen" funktionieren? Durch Motivationsreden unterlegt mit epischer Musik?

Ich kann Klinsmann in den USA nicht einschätzen, aber gerade dass er beim Sommermärchen nicht der Taktiker war und gerade dass er sich in den langfristigen Konzepten bisher wenig auszeichnete, macht ihn für die jetzige Situation doch eher unpassend. Was soll denn seine Aufgabe sein? Die Mannschaft motivieren und damit Weinzierl als Trainer untergraben? Oder dann in der sportlichen Planung sitzen ohne bisher irgendwelche Nachweise in langfristiger Konzeptarbeit zu haben?Oder holen wir ihn dann als zweiten Team-Manager neben Schäfer, der dann ein bisschen die Köpfe tätschelt?


Ich habe nichts gegen Klinsmann, aber gerade mit Verweis auf das Sommermärchen gibt es doch noch weniger Plätze im Verein. Wir brauchen jemanden, der den Verein langfristig sportlich ausrichtet und das mit Konzepten und Detailarbeit tut. Euphorie und Emotionen helfen in diesen Positionen wenig. Und ansonsten bleiben Beraterpositionen oder Ämter ohne direkten Einfluss auf das Tagesgeschäft.

Klar könnte man sagen, er wird erstmal Präsident e.V. und kann dort erstmal Arbeitsnachweise zeigen was den restlichen Verein betrifft. Und da wäre ich erstmal auch nicht dagegen. Aber glaubt ihr, dass die Leute, die die Entscheidungen treffen, dann auf einen Klinsmann ohne jegliche Macht hören? Oder hoffen wir darauf, dass es genug Interviews gibt, die der sportlichen Führung dann öffentlich Druck machen?


Der Name Klinsmann ist sicherlich ein großer. Und mittelfristig sicherlich auch für viele Vereine eine Verstärkung, wenn man eine passende Position findet. Aber ich frage mich dann doch... wie soll Klinsmann beim VfB kurz- oder mittelfristig eine Änderung bewirken? Was bringt das Sommermärchen dem VfB 2019?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Totenkopfgitarrist am 05.11.2018 um 00:40 Uhr bearbeitet
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#127
05.11.2018 - 14:01 Uhr
Zitat von 1893

Also ein sollte klar sein. Wenn er als VV der AG kommen würde (was ich begrüße) wird er zu aktuellen Krise wenig beisteuern können sondern eher mittelfristig was bewirken


Ich denke das sollte sowieso jedem klar sein, da es gerade ja angeblich noch keine konkreten Verhandlungen gibt überlappt sich der Prozess noch ein ganzes Stück mit der jetzigen Krise (im besten Falle, also das Klinsmann tatsächlich kommt), und dann wird er ja auch nicht kommen und sofort den Kahlschlag ansetzen können, aus der momentanen Situation muss der Verein selbst rausfinden.

Meine Hoffnungen liegen eher im mittelfristigen Bereich, also irgendwo von Ende Rückrunde und hoffentlich Nichtabstieg beginnend, so dass man im Sommer gerne mal gründlicher durchkehren kann als das bisher gemacht wurde und zur neuen Saison erste Maßnahmen greifen könnten.

Welche Position ein Jürgen Klinsmann genau einnehmen soll bzw. im Endeffekt gehts da ja auch nur um die Bezeichnung, weil wie WD bravourös vormacht die Grenzen fließend sind, ist mir ehrlich gesagt mehr als Latte.
Trainer und Manager wird er nicht werden, das eine schloss er selbst aus, das andere haben wir.

Ob er seine Arbeit als VV aufnimmt, in einer neugeschaffenen Position oder wir ihn als Hausmeister bezeichnen spielt doch absolut keine Rolle, wichtig wäre nur zusätzliche Kompetenz reinzubekommen (in welchen Bereichen Klinsmann Stärken liegen wurde hier schon mehr als ausreichend erwähnt, das kann jeder nachlesen und bewerten ohne es ins polemische zu ziehen) und im besten Fall jemanden zu haben der Reschke die Parts abnimmt die dieser nicht drauf hat (das ist nicht negativ gemeint, dafür kann es viele Gründe geben) und ihn strukturell (im Sinne des VfBs, nicht Reschkes Arbeitsweise) unterstützt und notfalls Vorgaben macht bzw. einfach das Leitbild des Vereins (mit-)aufstellt und dort einbringt.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hozzo am 05.11.2018 um 14:02 Uhr bearbeitet
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#128
07.11.2018 - 09:17 Uhr
Zitat von dein_nachbar
Zitat von sirbartholomeaus

Zitat von danvifb

Jerome Onguéné hat am Wochenende übrigens ein herrliches Fallrückziehertor nach einer Ecke geschossen. Zu sehen z.B. auf seinem Insatgramm und Facebook Account.


Warum haben wir den nochmal abgegeben? oops


Den wollte Reschke unbedingt loswerden und Platz für Badstuber musste ja auch geschaffen werden. Die Ablöse war zudem geschenkt rolleyes


Das hier ist langsam nicht mehr feierlich. Ernsthaft, wo soll das denn noch hinführen? Nur weil Onguene jetzt mal ein Tor per Fallrückzieher macht, war es ein Fehler, ihn abzugeben? ugly

Wer von euch beobachtet ihn denn regelmäßig? Wer hat überhaupt das Tor gesehen? Schaut euch doch nur mal die Leistungsdaten an, wie oft er nicht im Kader stand oder ohne Einsatz im Kader war. In der Euro League kam er überhaupt nur ein einziges Mal (!) zum Einsatz. Außerdem darf ich daran erinnern, dass er bei uns nicht einmal in der II. Mannschaft überzeugen konnte. Im Kader der ersten Mannschaft stand er nie - auch vor Reschke. Das war schon arg wenig in Anbetracht der gezahlten Ablöse und letztendlich ein Fehleinkauf von Schindelmeiser, aber selbst so eine Personaliie versucht man dann, krampfhaft negativ in Richtung Reschke auszulegen. Was kommt als nächstes? Reschke ist Schuld, dass Tobias Werner nicht in der ersten Mannschaft spielt, obwohl wir Bedarf an Flügelspielern hätten?
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#129
11.11.2018 - 01:56 Uhr
Der ehemalige VfBler und St Pauli Profi Benjamin Adrion (Sohn von Rainer Adrion) hat heute in der ARD Quizshow "Ich weiß Alles" 100.000€ für seinen Verein Viva con Aqua gewonnen. Dieser setzt sich dafür ein, dass Menschen überall auf der Welt Zugang zu sauberem Wasser als Lebensgrundlage erhalten.

Toller Typ und sehr sympathischer Auftritt. daumen-hoch

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Ich bin der Wahrheit verpflichtet, wie ich sie jeden Tag erkenne,
und nicht der Beständigkeit.
(Mohandas Karamchand Gandhi, *1869 †1948)
Der Ehemaligen Thread - Teil 6 |#130
14.11.2018 - 15:00 Uhr
Zitat von StuttgarterBub
Zitat von Suchard

Lehmann wäre so ein Typ den ich gern beim VfB gesehn hätte, kann auch in keinster weise verstehn das ihm manche per se absprechen das er nicht geeignet sei für den Job , das was Lehmann in seiner Vita mitbekommen hat , dazu seine Einstellung und Biss, nach vorne zu streben, haben nicht viele!
Das er nicht der perfekte Analyst ist mag sein , aber ich bin mir sicher das er weis was er tut,die Mechanismen aus dem FF kennt und seinen Weg gehn wird ! Bei seinem letzten Job bei Arsenal als TT wurde er absolut gelobt wie er mit den Jungs umging! hart aber herzlich!

naja, es sagt ja niemand dass er für den job per se geeignet ist. aber, das wird hier im forum ja immer wieder gefordert, es braucht für solch einen posten im besten fall auch sportliche kompetenz. und die hat er mMn bei seinen bisherigen auftritten in der öffentlichkeit nicht nachgewiesen.

Zitat von justalittlethought

Zitat von asc71

Von den Analysen her fand ich Sammer bislang am beeindruckendsten, wobei das auch am Konzept des Senders liegen mag. Ansonsten muss ich glaub schon Jahre zurückgehen bis zu Klopp, dass man den Eindruck hatte, hui, da lernste was dabei...


Ja, Klopp und Sammer sind da sicherlich Ausnahmeerscheinungen. Die Vorberichte von und das dialogische Reporterformat von DAZN finde ich aber auch recht solide.

Lese gerade übrigens Zeit der Strategen von Tobias Escher. Darin verschiedene Trainerportraits, unter anderem Klopp. Er hatte anscheinend in seiner Zeit beim ZDF die Analysesoftware angestoßen (ein Konzept entwickelt, was die können muss und die Entwicklung konzeptuell begleitet), die sie noch heute verwenden und da viel Arbeit reingesteckt. Einzige Bedingung - er durfte die Software kostenlos für seinen Verein nutzen.

Okay ist etwas OT, aber Klopp stand ja einst auch in der Cannstatter Kurve und ist insofern ebenfalls ein Ehemaliger. stark

vergesst mir oli kahn nicht. dessen analysen finde ich eigentlich auch immer ziemlich passend, auch wenn sie natürlich etwas anderer natur und weniger tief sind als die von sammer. das liegt aber glaube ich auch am konzept und an der rolle die kahn spielt. inwieweit zwinker

das escher-buch ist gut, ich hab alle seine bücher. auch das über den hsv. die sind ganz angenehm geschrieben, auch wenn sie meistens nicht sonderlich viel neues beinhalten oder sonderlich in die analytische tiefe gehen. kurz vor dem escher buch haben die cahiers du foot ein buch mit ähnlichem titel rausgebracht, deren analysen und portraits gehen tatsächlich auch mehr in die tiefe. daher fand ich das besser.




Deine Einschätzung zu Lehmann kann ich nachvollziehen.

Hatte einige Diskussionen mit Kahn-Fans (bzw. Hooligans) und kenne die Argumente. Lehmann schießt ab und zu zweifellos übers Ziel hinaus, aber versucht wenigstens dem Zuschauer auch mal ,,andere Einblicke" zu gewähren und die Sachverhalte in einem anderen Blickwinkel zu betrachten.


Während ich bei Kahns Analysen meist kurz vor dem Einschlafen bin, da diese mir meistens dermaßen banal rüberkommen dass das mir auch mein 14 jähriger Cousin so ähnlich gesagt hatte.
Ich persönlich sehe einfach absolut keinen Mehrwert/besondere sportliche Kompetenz in Kahns Analysen und verzichte mittlerweile auch darauf (obwohl ich die Analysen generell gerne schaue). Von einem Profi erwarte ich, dass er auch zwischen den Zeilen lesen kann (bzw. will), Einschätzungen abgibt, Vorraussagen trifft. Da hält Kahn sich fast immer raus... Klar, dass er da auch nicht aneckt.

Manchmal habe ich da schon das Fremdschämen bekommen, wo auch der von dir angesprochene Löw oftmals nur die Augen verdreht hat wenn Kahn mal wieder meilenweit ausholt ohne wirklich etwas zu sagen (was du verschweigst aber bei Lehmann erwähnst). Ich bin mir ziemlich sicher dass wenn Löw die Wahl hätte wen er lieber in seinem Team hätte, würde er Lehmann in sein Team holen.



Zudem scheint Kahn ein wesentliches Merkmal verloren gegangen zu sein... Ich erkenne wenig Ehrgeiz, wenig Risiko und sehr wenig Varianz in seinen Fussballanalysen. Wer kein Risiko geht, kann auch keine Fehler machen.
Lehmann macht dagegen oftmals Aussagen und Beurteilungen des Gesamten....auch in die Zukunft hinein. Sprich: Kahn nimmt mMn also eher die beschreibende Rolle ein, während Lehmann oft einen Schritt weiter geht und manchmal auch direkt in die Analyse/Problemlösung geht, wo naturgemäß die Meinungen noch einmal mehr auseinander gehen.
Vergleiche bei uns sieht jeder dass Fehler gemacht wurden (beschreibend), aber über die Lösungswege kann man jahrelang kontrovers streiten....

Bereits vor ein paar Jahren hat Lehmann glaube ich einen Hector vorgeschlagen bevor er Stammspieler wurde, hat z.B. auch das generelle Tempodefizit in der Mannschaft angesprochen.
Viele verdrehten da mal wieder die Augen.... Ich habe das damals genauso gesehen und letztendlich hat er ja auch nicht Unrecht behalten. Hatte damals auch eine Diskussion über diese Punkte, kann mich deswegen noch gut daran erinnern (gibt bestimmt mehr ähnliche Situationen).


Kahn ist im Stil zweifellos souveräner, aber legt eben regelmäßig die gleiche Platte auf und meint wieder den Erklärbär geben zu müssen. Ich bevorzuge da Lehmanns Ansatz der mMn die banalsten Sachen auf dem Fussballfeld als Vorraussetzung sieht und gleich eins weiter ansetzt.

Habe auch das Gefühl das ist gewollt beim ZDF sehr beschreibend/erklärend zu agieren und bis zum Erbrechen einfachste Basics zu wiederholen (die jedem mal aktiven Fussballer bereits aus den Ohren quellen) aufgrund des verhältnismäßig wenig fussballaffinen Publikum bei den Länderspielen.



Lehmann hatte da einen ganz anderen Ansatz und ist eher ,,Spezialist", gibt einzelne mMn sehr interessante Einblicke abseits der meisten Dampfplauderer im Fernsehn.

Für mich bezeichnend dass wir auf den AVs 3,4 Jahre nach Lahm nur Falschgeld da haben rumlaufen sehen und keiner hat mal den Schneid Löw direkt darauf anzusprechen ....Bis eben Lehmann kam und den Finger regelmäßig in die Wunde legte.
Dort habe ich Löw das Erste mal so richtig ,,ertappt" gesehen, da er ihm auch zustimmte, sich zu rechtfertigen versuchte und Besserung gelobte...


Kahn ist ein guter Typ, aber für mich gleichen seine Analysen mit der Frau Hohenstein und Herr Welke oftmals wie ein lockerer Kaffeekranz am Sonntagvormittag mit Keksen.
Ist mMn auch eine Frage des Stils. Lehmann steht für mich (wie bereits) als Spieler eher für den modernen Fussball und ich traue ihm zu innovative Wege zu gehen und sich dabei auch durchzusetzen.


Kahn würde ich aufgrund seiner Art eher administrative wie operative Aufgaben anvertrauen, ähnlich wie Hitz bei uns.
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