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Wolfgang Wolf [Trainer]

07.12.2011 - 10:41 Uhr
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1291
09.08.2012 - 17:32 Uhr
Zitat von Tomminho:
Zitat von nowo:
Zitat von Tomminho:

Der Plan muss aus meiner Sicht sein, so oft wie möglich in die 2. Liga zu kommen, bis die Schulden weg sind - danach kann man planen.
Mit anderen Worten: rund 10 Jahre Ochsentouren und Wechselbäder der Gefühle stehen uns bevor.


Das wird nicht funktionieren.

Warum nicht?


Weil unser Verein vorher insolvent ist.

•     •     •

„Sit intra te concordia et publica felicitas“
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1292
09.08.2012 - 17:35 Uhr
Zitat von nowo:
Zitat von Tomminho:
Zitat von nowo:
Zitat von Tomminho:

Der Plan muss aus meiner Sicht sein, so oft wie möglich in die 2. Liga zu kommen, bis die Schulden weg sind - danach kann man planen.
Mit anderen Worten: rund 10 Jahre Ochsentouren und Wechselbäder der Gefühle stehen uns bevor.


Das wird nicht funktionieren.

Warum nicht?


Die Schulden werden auch in Liga 2 bestenfalls minimal sinken, es sei denn, die Gläubiger verzichten nochmal deutlich.

Haben wir nicht in der letzten Saison ungefähr eine halbe Million abgebaut?
Mit der einen oder anderen erfolgreichen ersten Pokalrunde...
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1293
09.08.2012 - 17:45 Uhr
Zitat von CCRider:
Zitat von twoonke:
Ich finde, man sollte den Begriff "Konzept" auch nicht überbewerten. Wir sind in 5 der letzten 6 Spielzeiten auf- oder abgestiegen. Dadurch mussten immer wieder Veränderungen am Kader und/oder der Führungsetage vorgenommen werden. Wenn wir mal länger in einer Liga bleiben würden, vorzugsweise der zweiten, könnte man auch mal Spieler langfristig binden (und dann auch lukrativ verkaufen) usw. Aus meiner Sicht liegt das Problem nicht im Fehlen eines langfristigen Konzepts, das man bei dem Auf und Ab sowieso nicht durchziehen könnte, sondern eher in einer Reihe von sportlichen, kurzfristigen Fehlern. Die Transferflops der letzten Jahre z.B. hätte man mit einem Konzept nicht verhindern können.


Ich denke, das eine (Auf- bzw. Abstieg) muss das andere (Konzept) nicht zwangsläufig ausschliessen. Was mir beim FCH fehlt ist eine "Grundstruktur". Die Voraussetzungen sind mit der Jugendabteilung ja durchaus vorhanden. Es gibt ja einige Spieler, die durchaus das Zeug haben, sich in den nächsten Jahren zu festen Größen in der 3., 2. möglicherweise sogar 1. Liga zu entwickeln. Wenn man jetzt noch einen Trainer holt, für den (ich schrieb es vor einigen Tagen schonmal, aber ich finde, es passt einfach zu gut) Hansa nicht das Sprungbrett in die Rente, sondern das Sprungbrett in eine lange und erfolgreiche Karriere ist, und dieser Trainer dann die Zeit bekommt, mittelfristig etwas mit unter den gegebenen Voraussetzungen (leere Kassen hier, gute Nachwuchsarbeit da) zu entwickeln, dann wüsste ich keinen Grund, warum man damit nicht auch Erfolg haben sollte. Natürlich, Niederlagen wird es immer wieder geben, genau wie es immer junge Spieler geben wird, die lieber in die 2. Mannschaft eines Erstligisten wechseln als sich die 1. Mannschaft bei einem Drittligisten anzutun. Aber das alles muss man einkalkulieren und darf sich davon vor allem nicht aus dem Konzept bringen lassen! Und erst Recht darf man das nicht als Ausrede nehmen um dieses oder jenes zu rechtfertigen! Mein Lieblingsbeispiel ist da immer der SC Freiburg unter Volker Finke. Jahrelang kannten die nix anderes als die Wörter Auf- bzw. Abstiegskampf! Dennoch haben sie an ihrem Trainer festgehalten! Und warum? Weil er ein Konzept hatte, dass so anscheinend nur in Freiburg funktioniert hat! Warum sollte sowas in klein nicht auch in Rostock möglich sein? Man hat doch eine gute Jugend, man hat doch einen Standortvorteil gegenüber anderen Vereinen (schon alleine wegen der Lage: Strand, Ostsee, Berlin und Hamburg in der Nähe...). Aber Entschuldigung, icjh schweife ab! Das alles gehört nicht unbedingt in diesen Thread.

Die guten jungen Spieler werden uns aber verlassen und wir können sie nicht halten.
Der Freiburgvergleich hinkt, weil die ein gut geführter Verein sind, der zwischen Liga 1 und 2 wandert. Wir sind quasi Pleite und tingeln zwischen Münster, Aalen und Heidenheim. Bei jedem Abstieg wird es einen Umbruch geben, nach jedem Aufstieg wird der Trainer wackeln, weil die Mannschaft zu schwach ist.
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1294
09.08.2012 - 17:56 Uhr
Zitat von CCRider:
Zitat von twoonke:
Ich finde, man sollte den Begriff "Konzept" auch nicht überbewerten. Wir sind in 5 der letzten 6 Spielzeiten auf- oder abgestiegen. Dadurch mussten immer wieder Veränderungen am Kader und/oder der Führungsetage vorgenommen werden. Wenn wir mal länger in einer Liga bleiben würden, vorzugsweise der zweiten, könnte man auch mal Spieler langfristig binden (und dann auch lukrativ verkaufen) usw. Aus meiner Sicht liegt das Problem nicht im Fehlen eines langfristigen Konzepts, das man bei dem Auf und Ab sowieso nicht durchziehen könnte, sondern eher in einer Reihe von sportlichen, kurzfristigen Fehlern. Die Transferflops der letzten Jahre z.B. hätte man mit einem Konzept nicht verhindern können.


Ich denke, das eine (Auf- bzw. Abstieg) muss das andere (Konzept) nicht zwangsläufig ausschliessen. Was mir beim FCH fehlt ist eine "Grundstruktur". Die Voraussetzungen sind mit der Jugendabteilung ja durchaus vorhanden. Es gibt ja einige Spieler, die durchaus das Zeug haben, sich in den nächsten Jahren zu festen Größen in der 3., 2. möglicherweise sogar 1. Liga zu entwickeln. Wenn man jetzt noch einen Trainer holt, für den (ich schrieb es vor einigen Tagen schonmal, aber ich finde, es passt einfach zu gut) Hansa nicht das Sprungbrett in die Rente, sondern das Sprungbrett in eine lange und erfolgreiche Karriere ist, und dieser Trainer dann die Zeit bekommt, mittelfristig etwas mit unter den gegebenen Voraussetzungen (leere Kassen hier, gute Nachwuchsarbeit da) zu entwickeln, dann wüsste ich keinen Grund, warum man damit nicht auch Erfolg haben sollte. Natürlich, Niederlagen wird es immer wieder geben, genau wie es immer junge Spieler geben wird, die lieber in die 2. Mannschaft eines Erstligisten wechseln als sich die 1. Mannschaft bei einem Drittligisten anzutun. Aber das alles muss man einkalkulieren und darf sich davon vor allem nicht aus dem Konzept bringen lassen! Und erst Recht darf man das nicht als Ausrede nehmen um dieses oder jenes zu rechtfertigen! Mein Lieblingsbeispiel ist da immer der SC Freiburg unter Volker Finke. Jahrelang kannten die nix anderes als die Wörter Auf- bzw. Abstiegskampf! Dennoch haben sie an ihrem Trainer festgehalten! Und warum? Weil er ein Konzept hatte, dass so anscheinend nur in Freiburg funktioniert hat! Warum sollte sowas in klein nicht auch in Rostock möglich sein? Man hat doch eine gute Jugend, man hat doch einen Standortvorteil gegenüber anderen Vereinen (schon alleine wegen der Lage: Strand, Ostsee, Berlin und Hamburg in der Nähe...). Aber Entschuldigung, icjh schweife ab! Das alles gehört nicht unbedingt in diesen Thread.


Ich finde, das gehört durchaus hier hin. Wir haben seit zwei Jahren immer eigene Jugendspieler in der Mannschaft, zum großen Teil, ohne dass sie leistungsmäßig abfallen. Und das ist ja Sache des Trainers, der das scheinbar unterstützt, sowie des Sportchefs, und PB hat diesen Kurs ja auch mitgetragen. Das mag bei uns auch eine zur Tugend gemachte Not sein, aber von da bis zu Konzept "Ausbildungsverein" fehlt eigentlich nur, dass man ab und zu auch mal einen Spieler teuer verkauft. Und da kommen uns eben die sportlichen Talfahrten in die Quere, durch die die Verträge vorzeitig enden. Insofern kann man WW nicht vorwerfen, kein Konzept zu verwirklichen, sondern eher, zu wenig Punkte zu holen.

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Niemand von uns ist so dumm wie wir alle zusammen.
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1295
09.08.2012 - 20:02 Uhr
spätestens peter vollmann wird wolf abschießen!

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FC Hansa Rostock e.V. - ein Leben lang...

"Bleiben Sie heiter, irgendwie!"
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1296
09.08.2012 - 20:09 Uhr
Ich denke es wäre das beste, wenn Rostock und Wolfgang Wolf sich voneinander trennen. Ich bin ein Vertreter von kontinuierlicher Trainingsarbeit und nicht gerade Freund vorzeitiger Trainerentlassungen.
Ich glaube aber nicht daran, dass die Entwicklung unter ihm positiv verlaufen wird. Im Folgenden die Punkte, die mir sauer aufstoßen.

Transferpolitik:

Es gibt nicht den Königsweg in Liga 3, um oben mitzuspielen. Die einen haben viel Klasse gehabt (Dynamo vor allem im Sturm, aber auch ein Christian Fiel), andere ein fantastisches Mittelfeld und einen guten Trainer (Hansa), wiederum andere sehr viel Kontinuität und Sachverstand (Braunschweig). Andere setzen auf einen verschworenen Haufen (Regensburg, Haching usw.)
Die Transferpolitik von Hansa überzeugt mich dieses Jahr überhaupt nicht.
Zuletzt haben unterklassige deutsche Clubs mit Spielern (keine Topspieler) aus der holländischen Liga nicht nur gute Erfahrungen gemacht. (z.B. Sibum in Aachen, Muhammadu in Dresden). Ob ein deutscher Drittligist einen Spieler eines englischen Viertligisten holen muss? Eher nicht.
Das Leistungsniveau in den deutschen Ligen ist eben doch recht hoch. Mannschaften wie Unterhaching, Regensburg oder vielleicht sogar jetzt Halle zeigen, dass mit jungen (deutschen) Spielern und in einer guten Mannschaft man sehr viel erreichen kann. Von daher glaube ich hätte Hansa auch etwas weniger "Söldner"holen können und vielleicht auch mehr drittligaerfahrene Spieler oder aufstrebende deutsche Akteure.
Spieler wie Leemanns, Mendy, Geenen und Co sind nicht schlecht, allerdings auf das Drittliganiveau bezogen doch eher Wundertüten.
Die Verpflichtung von Patrick Wolf finde ich nicht sehr glücklich. Holt ein Vater seinen Sohn in den Profifußball in eine 1. Mannschaft muss das schon ein richtig guter sein, sonst hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Vor allem, da ein wirkliches Talent wie Grupe zu einem direkten Konkurrenten abgegeben wird.

Das Fundament hingegen ist ja bei Hansa durch die vielen jungen Akteure gegeben. Als Dresdner registriere ich anerkennend, dass nicht nur letztes Jahr schon wieder neue Jungspunde wie Weilandt, Jordanov, Starke und Grupe ins kalte Wasser geworfen worden.
Dieses Jahr stehen nun Quaschner und Zolinski bereit. Es ist eigentlich unglaublich, dass ein Verein aus dem Osten solch eine Vielzahl an talentierten Spielern bereithält. M. E. sollten man unbedingt auf genau diese Akteure setzen, da man sich als Fan auch gut mit diesen Leuten identifizieren kann und sie somit Leute ins Stadion locken, sich aber auch für den Verein reinhängen.

Aufstellung:

Es kann nicht WWs Ernst sein, dass Pelzer jede Woche spielt, wenn mit Blum und Marcos zwei Alternativen bereitstehen. Pelzer hat uns damals vor 3,5 Jahren verlassen. Sportlich war er absolut nicht in der Lage als Kapitän aufzutreten, trug eine Mitschuld an zahlreichen Gegentoren, schoss den Ball dem Gegner in die Füße und in den Rücken. Das hat sich in den letzten Jahren weder in Ahlen, noch in Rostock wirklich geändert. Mag sein Einsatz auch gut sein, ist die Fehlerquote doch immens.

Warum spielt Weilandt nicht? Warum kam Starke bisher auf Null Einsatzminuten? Die jungen Spieler aus der Region, die gleichzeitig auch talentiert sind, sind das Fundament von Hansa. Weilandt und Jordanov haben in Liga 2 ihre ersten Erfahrungen gesammelt und sollten sich nun in Liga 3 beweisen müssen.

Ich habe kein Hansatraining bisher gesehen, deshalb bleiben meine Beobachtungen hier eher kurz.

Spielweise:

Mal ganz ehrlich in 3 von 4 Saisonspielen hat die Mannschaft bisher völlig versagt.
Einzig gegen Babelsberg ist ein 4:1 ein klares Ergebnis, bei der man der Mannschaft egal, ob auch dort Fehler gemacht wurden, dies nicht groß vorwerfen soll. Begonnen hat das Dilemma ja praktisch mit dem 1. Spiel Hansas gegen die Stadtauswahl was man 2:3 verlor. Schon dies sagt einiges aus. Ich bezeichne so ein Spiel jetzt einfach mal als unverlierbar, das darf NICHT passieren. Konnte man damals davon ausgehen, dass das Ergebnis dadurch zustande kommt, dass die Akteure noch nicht groß miteinander gespielt hatten, wurde ich sehr negativ überrascht als gegen die Stuttgarter Kickers die Mannschaft auftrat, als würde sie das allererste Mal miteinander Fußball spielen. Es gab KEIN Abwehrverhalten, kein wirkliches Offensivspiel, riesige Lücken zwischen den Mannschaftsteilen. Das Ergebnis war nicht nur glücklich, sondern unfassbar glücklich. Dass Hansa so stark doch nicht ist, zeigen die beiden Auswärtsergebnisse von 0:3 und 2:5. Die beiden Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Weiterhin sind die Fehler sehr hoch, die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen ebenso. Inzwischen die Ergebnisse katastrophal.

Wolfs Ambitionen und Einschätzungen:

Das Saisonziel von Hansa lautet Aufstieg. Mal abgesehen davon, dass das mit diesem Kader sehr gewagt ist, müssten dafür entweder die neuen Spieler solche Essweins, Occeans, Schnatterers sein, dass sie die Qualität haben, Spiele allein zu entscheiden, ODER müsste die Mannschaft als eine wirkliche Mannschaft auftreten und gemeinsam, kämpfen, verschieben, angreifen, kurzum ein "System" oder zumindest eine Spielweise zumindest in Ansätzen erkennen lassen. Beides ist m. E. nicht der Fall. Hier droht eine Überschätzung des Potenzials.

Hinzukommt, dass WW die Situation zu unterschätzen scheint. Nach Bergers 2 Geniestreichen und dem restlichen Abtauchen gegen Stuttgart sprach Wolf davon, dass dies nur 50% seines Leistungsniveaus gewesen seien. Das halte ich für sehr verhängnisvoll. Berger hat im letzten Jahr in Bochum nicht annähernd zeigen können, warum er verpflichtet wurde. In Regensburg hat er sich nahtlos ins Defensivkonzept Weinzierls eingereiht, in Offenbach unter Wolf eine Serie mit Toren und Vorlagen geglänzt, sonst ist er allerdings immer wieder untergetaucht. Deshalb denke ich war das eher ein typisches Spiel für ihn, als ein untypisches. Ähnlich ist es beim Kapitän. Er spielt genau das was er kann und das jede Woche. Eine Steigerung zu erwarten, obwohl ein Spieler seit 3 Jahren bereits so spielt, ist der Realität nicht angemessen.

Kurzum ich denke, dass Wolf viele der erfahrenen Spieler überschätzt und die jungen Spieler, die ja in Liga 2 auch wirklich die Fehler gemacht haben, eher unterschätzt oder ihre Leistungen nicht wirklich würdigt. Er hat ja in einem Interview (Hansafantv denke ich), klar gesagt, dass man wegen der Unerfahrenheit der jungen Leute abgestiegen sei und die Lehre daraus sein müsse, dass Hansa erfahrene Akteure brauche. Weder ein Berger noch ein Pelzer (auch andere nicht) können allerdings vorweggehen.

Letztes Jahr ist Jena abgestiegen, weil Heiko Weber die Mannschaft planlos zusammengesetzt hat und auch auf dem Spielfeld ihr nicht das nötige Rüstzeug verschafft hat. In seinen Aussagen hatte ich immer das Gefühl, dass er die gesamte Situation unterschätzt.
Ich als Dresdenfan möchte nicht, dass Rostock Ähnliches widerfahren wird.
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1297
09.08.2012 - 20:17 Uhr
Zitat von Sgdfanatic:


Transferpolitik:

Es gibt nicht den Königsweg in Liga 3, um oben mitzuspielen. Die einen haben viel Klasse gehabt (Dynamo vor allem im Sturm, aber auch ein Christian Fiel), andere ein fantastisches Mittelfeld und einen guten Trainer (Hansa), wiederum andere sehr viel Kontinuität und Sachverstand (Braunschweig). Andere setzen auf einen verschworenen Haufen (Regensburg, Haching usw.)
Die Transferpolitik von Hansa überzeugt mich dieses Jahr überhaupt nicht.
Zuletzt haben unterklassige deutsche Clubs mit Spielern (keine Topspieler) aus der holländischen Liga nicht nur gute Erfahrungen gemacht. (z.B. Sibum in Aachen, Muhammadu in Dresden). Ob ein deutscher Drittligist einen Spieler eines englischen Viertligisten holen muss? Eher nicht.
Das Leistungsniveau in den deutschen Ligen ist eben doch recht hoch. Mannschaften wie Unterhaching, Regensburg oder vielleicht sogar jetzt Halle zeigen, dass mit jungen (deutschen) Spielern und in einer guten Mannschaft man sehr viel erreichen kann. Von daher glaube ich hätte Hansa auch etwas weniger "Söldner"holen können und vielleicht auch mehr drittligaerfahrene Spieler oder aufstrebende deutsche Akteure.
Spieler wie Leemanns, Mendy, Geenen und Co sind nicht schlecht, allerdings auf das Drittliganiveau bezogen doch eher Wundertüten.
Die Verpflichtung von Patrick Wolf finde ich nicht sehr glücklich. Holt ein Vater seinen Sohn in den Profifußball in eine 1. Mannschaft muss das schon ein richtig guter sein, sonst hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Vor allem, da ein wirkliches Talent wie Grupe zu einem direkten Konkurrenten abgegeben wird.

Das Fundament hingegen ist ja bei Hansa durch die vielen jungen Akteure gegeben. Als Dresdner registriere ich anerkennend, dass nicht nur letztes Jahr schon wieder neue Jungspunde wie Weilandt, Jordanov, Starke und Grupe ins kalte Wasser geworfen worden.
Dieses Jahr stehen nun Quaschner und Zolinski bereit. Es ist eigentlich unglaublich, dass ein Verein aus dem Osten solch eine Vielzahl an talentierten Spielern bereithält. M. E. sollten man unbedingt auf genau diese Akteure setzen, da man sich als Fan auch gut mit diesen Leuten identifizieren kann und sie somit Leute ins Stadion locken, sich aber auch für den Verein reinhängen.



wenn man bei transfers aber einen haufen mitverdient, macht man das so! hansaherz halt...

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FC Hansa Rostock e.V. - ein Leben lang...

"Bleiben Sie heiter, irgendwie!"
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1298
09.08.2012 - 20:33 Uhr
Zitat von Sgdfanatic:
Ich denke es wäre das beste, wenn Rostock und Wolfgang Wolf sich voneinander trennen. Ich bin ein Vertreter von kontinuierlicher Trainingsarbeit und nicht gerade Freund vorzeitiger Trainerentlassungen.
Ich glaube aber nicht daran, dass die Entwicklung unter ihm positiv verlaufen wird. Im Folgenden die Punkte, die mir sauer aufstoßen.

Transferpolitik:

Es gibt nicht den Königsweg in Liga 3, um oben mitzuspielen. Die einen haben viel Klasse gehabt (Dynamo vor allem im Sturm, aber auch ein Christian Fiel), andere ein fantastisches Mittelfeld und einen guten Trainer (Hansa), wiederum andere sehr viel Kontinuität und Sachverstand (Braunschweig). Andere setzen auf einen verschworenen Haufen (Regensburg, Haching usw.)
Die Transferpolitik von Hansa überzeugt mich dieses Jahr überhaupt nicht.
Zuletzt haben unterklassige deutsche Clubs mit Spielern (keine Topspieler) aus der holländischen Liga nicht nur gute Erfahrungen gemacht. (z.B. Sibum in Aachen, Muhammadu in Dresden). Ob ein deutscher Drittligist einen Spieler eines englischen Viertligisten holen muss? Eher nicht.
Das Leistungsniveau in den deutschen Ligen ist eben doch recht hoch. Mannschaften wie Unterhaching, Regensburg oder vielleicht sogar jetzt Halle zeigen, dass mit jungen (deutschen) Spielern und in einer guten Mannschaft man sehr viel erreichen kann. Von daher glaube ich hätte Hansa auch etwas weniger "Söldner"holen können und vielleicht auch mehr drittligaerfahrene Spieler oder aufstrebende deutsche Akteure.
Spieler wie Leemanns, Mendy, Geenen und Co sind nicht schlecht, allerdings auf das Drittliganiveau bezogen doch eher Wundertüten.
Die Verpflichtung von Patrick Wolf finde ich nicht sehr glücklich. Holt ein Vater seinen Sohn in den Profifußball in eine 1. Mannschaft muss das schon ein richtig guter sein, sonst hinterlässt das einen faden Beigeschmack. Vor allem, da ein wirkliches Talent wie Grupe zu einem direkten Konkurrenten abgegeben wird.

Das Fundament hingegen ist ja bei Hansa durch die vielen jungen Akteure gegeben. Als Dresdner registriere ich anerkennend, dass nicht nur letztes Jahr schon wieder neue Jungspunde wie Weilandt, Jordanov, Starke und Grupe ins kalte Wasser geworfen worden.
Dieses Jahr stehen nun Quaschner und Zolinski bereit. Es ist eigentlich unglaublich, dass ein Verein aus dem Osten solch eine Vielzahl an talentierten Spielern bereithält. M. E. sollten man unbedingt auf genau diese Akteure setzen, da man sich als Fan auch gut mit diesen Leuten identifizieren kann und sie somit Leute ins Stadion locken, sich aber auch für den Verein reinhängen.

Aufstellung:

Es kann nicht WWs Ernst sein, dass Pelzer jede Woche spielt, wenn mit Blum und Marcos zwei Alternativen bereitstehen. Pelzer hat uns damals vor 3,5 Jahren verlassen. Sportlich war er absolut nicht in der Lage als Kapitän aufzutreten, trug eine Mitschuld an zahlreichen Gegentoren, schoss den Ball dem Gegner in die Füße und in den Rücken. Das hat sich in den letzten Jahren weder in Ahlen, noch in Rostock wirklich geändert. Mag sein Einsatz auch gut sein, ist die Fehlerquote doch immens.

Warum spielt Weilandt nicht? Warum kam Starke bisher auf Null Einsatzminuten? Die jungen Spieler aus der Region, die gleichzeitig auch talentiert sind, sind das Fundament von Hansa. Weilandt und Jordanov haben in Liga 2 ihre ersten Erfahrungen gesammelt und sollten sich nun in Liga 3 beweisen müssen.

Ich habe kein Hansatraining bisher gesehen, deshalb bleiben meine Beobachtungen hier eher kurz.

Spielweise:

Mal ganz ehrlich in 3 von 4 Saisonspielen hat die Mannschaft bisher völlig versagt.
Einzig gegen Babelsberg ist ein 4:1 ein klares Ergebnis, bei der man der Mannschaft egal, ob auch dort Fehler gemacht wurden, dies nicht groß vorwerfen soll. Begonnen hat das Dilemma ja praktisch mit dem 1. Spiel Hansas gegen die Stadtauswahl was man 2:3 verlor. Schon dies sagt einiges aus. Ich bezeichne so ein Spiel jetzt einfach mal als unverlierbar, das darf NICHT passieren. Konnte man damals davon ausgehen, dass das Ergebnis dadurch zustande kommt, dass die Akteure noch nicht groß miteinander gespielt hatten, wurde ich sehr negativ überrascht als gegen die Stuttgarter Kickers die Mannschaft auftrat, als würde sie das allererste Mal miteinander Fußball spielen. Es gab KEIN Abwehrverhalten, kein wirkliches Offensivspiel, riesige Lücken zwischen den Mannschaftsteilen. Das Ergebnis war nicht nur glücklich, sondern unfassbar glücklich. Dass Hansa so stark doch nicht ist, zeigen die beiden Auswärtsergebnisse von 0:3 und 2:5. Die beiden Ergebnisse sprechen eine klare Sprache. Weiterhin sind die Fehler sehr hoch, die Lücken zwischen den Mannschaftsteilen ebenso. Inzwischen die Ergebnisse katastrophal.

Wolfs Ambitionen und Einschätzungen:

Das Saisonziel von Hansa lautet Aufstieg. Mal abgesehen davon, dass das mit diesem Kader sehr gewagt ist, müssten dafür entweder die neuen Spieler solche Essweins, Occeans, Schnatterers sein, dass sie die Qualität haben, Spiele allein zu entscheiden, ODER müsste die Mannschaft als eine wirkliche Mannschaft auftreten und gemeinsam, kämpfen, verschieben, angreifen, kurzum ein "System" oder zumindest eine Spielweise zumindest in Ansätzen erkennen lassen. Beides ist m. E. nicht der Fall. Hier droht eine Überschätzung des Potenzials.

Hinzukommt, dass WW die Situation zu unterschätzen scheint. Nach Bergers 2 Geniestreichen und dem restlichen Abtauchen gegen Stuttgart sprach Wolf davon, dass dies nur 50% seines Leistungsniveaus gewesen seien. Das halte ich für sehr verhängnisvoll. Berger hat im letzten Jahr in Bochum nicht annähernd zeigen können, warum er verpflichtet wurde. In Regensburg hat er sich nahtlos ins Defensivkonzept Weinzierls eingereiht, in Offenbach unter Wolf eine Serie mit Toren und Vorlagen geglänzt, sonst ist er allerdings immer wieder untergetaucht. Deshalb denke ich war das eher ein typisches Spiel für ihn, als ein untypisches. Ähnlich ist es beim Kapitän. Er spielt genau das was er kann und das jede Woche. Eine Steigerung zu erwarten, obwohl ein Spieler seit 3 Jahren bereits so spielt, ist der Realität nicht angemessen.

Kurzum ich denke, dass Wolf viele der erfahrenen Spieler überschätzt und die jungen Spieler, die ja in Liga 2 auch wirklich die Fehler gemacht haben, eher unterschätzt oder ihre Leistungen nicht wirklich würdigt. Er hat ja in einem Interview (Hansafantv denke ich), klar gesagt, dass man wegen der Unerfahrenheit der jungen Leute abgestiegen sei und die Lehre daraus sein müsse, dass Hansa erfahrene Akteure brauche. Weder ein Berger noch ein Pelzer (auch andere nicht) können allerdings vorweggehen.

Letztes Jahr ist Jena abgestiegen, weil Heiko Weber die Mannschaft planlos zusammengesetzt hat und auch auf dem Spielfeld ihr nicht das nötige Rüstzeug verschafft hat. In seinen Aussagen hatte ich immer das Gefühl, dass er die gesamte Situation unterschätzt.
Ich als Dresdenfan möchte nicht, dass Rostock Ähnliches widerfahren wird.


Danke fuer deine ausfuehrungen.sehr gut zu lesen und nachvollziehbar und das als dresdner!!! ;-) reffender analysiert als manch eigener anhaenger!!!

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Video kills the Radiostar!!!!
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1299
09.08.2012 - 21:30 Uhr
Wer Trainer und Sohn hat, hat die Problme vorprogramiert.... es ist sooo traurig, dass unsere Mannschaft so geschwächt wird durch die Abwehr....wie kann man nur Vater und Sohn verpflichten.....
Wolfgang Wolf [Trainer] |#1300
09.08.2012 - 21:50 Uhr
Zitat von Sweetpassion:
Wer Trainer und Sohn hat, hat die Problme vorprogramiert.... es ist sooo traurig, dass unsere Mannschaft so geschwächt wird durch die Abwehr....wie kann man nur Vater und Sohn verpflichten.....


wahnsinnig viel aussagekraft in diesem beitrag!

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No Brandenburg
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