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Valentin Stocker
Geburtsdatum 12.04.1989
Alter 37
Nat. Schweiz  Schweiz
Größe 1,79m
Vertrag bis -
Position Linksaußen
Fuß links
Akt. Verein Karriereende

Leistungsdaten:

Valentin Stocker [14]

18.05.2014 - 15:47 Uhr
Valentin Stocker [14] |#701
04.05.2017 - 16:20 Uhr
Hier noch ein Artikel aus der Luzerner Zeitung vom 04.05.2017

Stocker und die Basler Versuchung

Nicola Berger, Berlin

Der Krienser Valentin Stocker sucht bei Hertha Berlin auch im dritten Jahr seine Rolle. In der deutschen Metropole habe er sich vor allem als Mensch entwickelt, sagt er. Eine Rückkehr in die Schweiz schliesst er nicht kategorisch aus.

Wenn Valentin Stocker, 28, über Berlin redet, gerät er schnell ins Schwärmen. Er erzählt, wie er es geniesse, durch Kreuzberg zu streifen, diesen Schmelztiegel der Kulturen im Osten der Stadt. Wie er die Anonymität der Metropole zu schätzen gelernt habe, die endlosen kulinarischen Möglichkeiten. Und er sagt: «Was mich an Berlin so fasziniert, ist die Toleranz. Jeder Mensch hat hier seinen Platz.»

Es sind interessante Worte, die Stocker wählt, denn über seinen eigenen Platz, seine Rolle bei Hertha Berlin wird mitunter kontrovers diskutiert. Seit fast drei Jahren ist Stocker bereits bei der Hertha angestellt. Mal war er Stammkraft, mal Ergänzungsspieler, mal sass er wochenlang auf der Ersatzbank. Die «Berliner Zeitung» setzte über einen Text zu Stocker vor wenigen Wochen diesen Titel: «Das Spielerrätsel». Stockers Dasein bei der Hertha gleicht einer Achterbahnfahrt; die teils heftigen Kontraste wechseln sich teilweise im Monatstakt ab.

Tierschutz und Reflexion

70 Spiele hat Stocker für Hertha absolviert, er kommt auf neun Tore und zwölf Vorlagen. Sind das die Kennzahlen eines gelungenen Transfers? Ist das zufriedenstellend für einen, der 3 Millionen Euro Ablöse kostete? Es sind Fragen, mit denen man sich weniger bei Hertha beschäftigt, wo man mit der Investition nicht unglücklich scheint – und das, obwohl es so wirkt, als könnten Stocker und der strenge Trainer Pal Dardai sich nicht so richtig füreinander erwärmen.

Doch über Stocker diskutiert wird vorab in der Heimat, und bei der Betrachtung der Leistungen Stockers in der Schweiz scheint manchmal der unterschwellige Vorwurf mitzuschwingen, dass der Offensivspieler in Berlin nicht mehr die Unwiderstehlichkeit und Dominanz aus den Tagen im FC Basel erreicht hat, dass aus ihm kein Star geworden ist.

Stocker sitzt an einem Donnerstag im April in einem Café in Berlin-Charlottenburg und zuckt mit den Schultern, als das Gespräch auf dieses Thema fällt. Ein bisschen ist Stocker die Diskussion leid, weil er findet, dass er niemandem etwas beweisen müsse, schliesslich ist das hier sein Leben. Er sagt: «Ich würde den Transfer wieder machen.» Und er sagt auch: «Mein Glück oder Unglück im Leben hängt nicht nur vom Fussball ab.» Es ist eine aussergewöhnliche Aussage, doch Stocker hat nie in das klischierte Bild des Profi-Fussballers gepasst, der sich nur für Autos, Geld und Frauen interessiert. Er sagt: «Die meisten Fussballer leben in einer Blase. Und ich versuche, diese Blase möglichst oft zu verlassen.»

Stocker redet jetzt über Dinge, die sich nicht in Statistiken pressen lassen; er sagt, er habe sich als Mensch weiterentwickelt in Berlin, die Stadt tue ihm gut, er mache sich jetzt mehr Gedanken über den Lauf der Welt und habe gelernt, auch einmal etwas zu hinterfragen. Er hat seine Ernährung umgestellt, er isst weniger Fleisch – und er versucht, sich für den Tierschutz zu engagieren, indem er Projekte in Rumänien und den USA unterstützt.

Je länger das Gespräch mit Stocker dauert, desto weniger dreht es sich um den Fussball. Fast wirkt Stockers Beruf nebensächlich, aber nur weil der Krienser in diesen Tagen nicht vom Ehrgeiz zerfressen scheint, sollte man nicht den Fehler machen, seine Leidenschaft zu unterschätzen. Er sagt: «Ich spiele nun einmal fürs Leben gerne Fussball. Sonst hätte ich die Karriere längst beendet.» Es ist mehr als eine Floskel – Stocker hat diesen Gedanken tatsächlich schon gefasst. Und er sagt offen, dass er sich auf die Zeit nach dem Fussball freue, auf ein Leben mit neuen Inhalten und anderen Werten. Stockers Vertrag in Berlin läuft bis 2018. Will die Hertha für ihn eine Ablösesumme kassieren, müsste sie ihn nach dieser Saison verkaufen. Schon in den letzten Jahren gab es stets Gerüchte und Angebote, 2016 stand ein Wechsel nach Hamburg oder Hoffenheim im Raum. In diesem Sommer dürfte die Transferakte Stocker noch einmal kräftig Fahrt aufnehmen, weil schon heute über seine Rückkehr nach Basel spekuliert wird.

Kontakt zu Marco Streller

Im FCB ist mit Marco Streller gerade ein enger Vertrauter Stockers zum Sportchef aufgestiegen. Kann Stocker sich einen Transfer nach Basel vorstellen? Gibt es Kontakt? Oder lockt erst ein anderes Abenteuer, weil er auch in zwei, drei, vier Jahren noch nach Basel wechseln könnte? Stocker windet sich mit der Antwort. Nach ein paar Sekunden Bedenkzeit sagt er: «Natürlich stehe ich mit Marco in Kontakt, aber mit seiner neuen Tätigkeit hat das wenig zu tun, wir verstehen uns sehr gut. Und vor dem Saisonende will ich mir über meine Zukunft keine Gedanken machen. Sollten wir mit Hertha die Qualifikation für die Europa League schaffen, ist das sehr reizvoll.»

Ein bisschen lässt sich Stocker dann doch aus der Reserve locken. Dann nämlich, wenn man von ihm wissen will, was erfüllender ist: in der glamourösen Bundesliga zu spielen, sporadisch nur, beim Mittelfeldklub Hertha? Oder mit Basel als Führungsspieler Titel an Titel reihen? Stocker findet die Frage «krass», aber dann sagt er: «Bei der Meisterfeier auf dem Barfüsserplatz zu stehen, das ist etwas Einzigartiges, emotional ist das erfüllender.» Wahrscheinlich stimmt es, dass es für jeden Menschen einen Platz in Berlin gibt. Aber jener des Fussballers Valentin Stocker liegt möglicherweise in Basel.
Valentin Stocker [14] |#702
04.05.2017 - 18:24 Uhr
Ich habe mich immer gewundert, warum aus hertha und Stocker kein wirkliches Paar wurde. Vielleicht macht er ja in den letzten Spielen die entscheidenden Tore. Aber Dardai schätzt ihn auch offenbar nicht so sehr. Meines Erachtens wird er nicht bleiben.

•     •     •

seit 1974 Fan von Hertha BSC, was nicht heißt, dass ich alles gut finde, was im Verein geschieht.
Valentin Stocker [14] |#703
04.05.2017 - 19:58 Uhr
Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.

•     •     •

>> Ich bin ganz anderer Meinung, als Sie, aber was Sie da schreiben,
ist gründlich recherchiert und verdient eine ausgewogene Diskussion.<<

kein Internet-Kommentar, jemals
Valentin Stocker [14] |#704
04.05.2017 - 21:25 Uhr
Zitat von LichtBerlin
Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.
Valentin Stocker [14] |#705
04.05.2017 - 22:56 Uhr
Zitat von JulianF

Zitat von LichtBerlin

Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.

Bitte NICHT! Wir wollen MENSCHEN und keine Maschinen. Stocker ist ein feiner Kerl und das Interview ist noch mal mega sympathisch und ich hoffe eines Tages wirst du deine Worte vielleicht auch klüger wählen.

Er passt nicht ganz zu der modern werdenden Hertha. Die Bundesliga ist für seine Geschwindigkeit (die nicht da ist) eine Nummer zu groß und da kann man niemanden den Fehler machen. Er hat trotzdem immer sein bestes gegeben, mal sah es Weltkasse aus - mal Kreisklasse aber er war immer mit Herzblut dabei.

Und wenn er dabei auch ein Leben neben dem Fußball lebt - umso schöner.

•     •     •

Hertha BSC - Liverpool FC - Carl-Zeiss Jena

#HaHoHe - #YNWA

Dieser Beitrag wurde zuletzt von HeelPhakdi am 04.05.2017 um 22:56 Uhr bearbeitet
Valentin Stocker [14] |#706
05.05.2017 - 07:44 Uhr
Zitat von JulianF
Zitat von LichtBerlin

Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.

Lieber JulianF, machst du das auch, Dein Leben deiner Arbeit unterordnen??
"Ich arbeite um zu Leben, Ich lebe nicht um zu arbeiten".
Ich finde dass Stöcker dass richtig macht.

•     •     •

Hertha BSC & Torquay United FC

Das ausgiebige praktizieren von Niveau verstößt gegen keine der hiesigen Regelungen!

"Die Mutter der Idioten ist immer schwanger!"
italienisches Sprichwort
Valentin Stocker [14] |#707
05.05.2017 - 08:24 Uhr
Zitat von JulianF

Zitat von LichtBerlin

Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.


Richtiger "facepalm" augen-zuhalten
Wir haben es hier immer noch mit Menschen zu tun. Was passiert, wenn so etwas wie von dir hier erwartet, zeigen Beispiele wie Enke oder auch Rafati!
Ich hoffe inständig das dieses denken irgendwann mal nur noch der Pressegeier überlassen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kevin_Prince_17 am 05.05.2017 um 08:29 Uhr bearbeitet
Valentin Stocker [14] |#708
05.05.2017 - 08:55 Uhr
Ich denke und hoffe inständig, dass JulianF's nicht die Meinung der breiten Masse ist.
Manche Leute vertreten solche Meinungen, vermutlich weil sie sich nicht in andere hineinversetzen können. Allein das ist traurig genug.

Ich find das Interview von Stocker super. Fand schon immer dass er sehr klug und sympathisch wirkt, das hat er damit nochmal bestätigt. Und mich hat es darin weiterhin bestätigt, warum ich mir seinen Namen aufs Trikot flocken ließ. Ein Schweizer, der Berlin liebt, ob er spielt oder nicht, das macht mich schon stolz. Er lässt den Kopf nicht hängen, das mag ich an ihm sehr. smile

•     •     •

Sinn macht was Spaß macht!

Valentin Stocker [14] |#709
05.05.2017 - 09:56 Uhr
Zitat von Kevin_Prince_17
Zitat von JulianF

Zitat von LichtBerlin

Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.


Richtiger "facepalm" augen-zuhalten
Wir haben es hier immer noch mit Menschen zu tun. Was passiert, wenn so etwas wie von dir hier erwartet, zeigen Beispiele wie Enke oder auch Rafati!
Ich hoffe inständig das dieses denken irgendwann mal nur noch der Pressegeier überlassen wird.


In der normalen Arbeitswelt haben wir es auch mit Menschen zu tun, von denen die meisten mit einem vergleichbaren Arbeitsaufwand ca. 8 - 10 Jahre arbeiten müssen, um soviel wie ein durchschnittlicher Fußballprofi in nur einem Monat zu verdienen.
Und wer als Angestellter nur 150.000 Euro im Jahr verdienen will, muß sein Privatleben in aller Regel total vergessen und wird nicht selten nach wenigen Jahren mit einem Burnout gefeuert.
Darüber hinaus haben Fußballprofis wegen ihrer exclusiven Gehälter regelmäßig die Möglichkeit, dem Stress nach wenigen Jahren adieu zu sagen und für den Rest ihres Lebens die Füße hochzulegen.
Auch will ich hier Stockers Engagement für bedrohte Tierarten nicht kritisieren, würde es aber für angebrachter halten, wenn er sich sozial für jene einsetzen würde, die ihm von ihrem schmalen Budget sein exclusives, um nicht zu sagen obszönes, Gehalt finanzieren.
Valentin Stocker [14] |#710
05.05.2017 - 10:08 Uhr
Zitat von JulianF
Zitat von Kevin_Prince_17

Zitat von JulianF

Zitat von LichtBerlin

Menschlich ist Stocker ein richtig feiner und schlauer Mensch (der nicht nur alles dm Fußball unterordnet und sein leben danach bewertet).
Wie das sportlich weitergeht wird man sehen.



Ich weiß ja nicht, wieviel Sie verdienen, aber ich bin der Meinung, daß man für 150.000 Euro im Monat von einem Fußballspieler erwarten kann und auch sollte, daß er sein Leben komplett dem Fußball unterordnet.


Richtiger "facepalm" augen-zuhalten
Wir haben es hier immer noch mit Menschen zu tun. Was passiert, wenn so etwas wie von dir hier erwartet, zeigen Beispiele wie Enke oder auch Rafati!
Ich hoffe inständig das dieses denken irgendwann mal nur noch der Pressegeier überlassen wird.


In der normalen Arbeitswelt haben wir es auch mit Menschen zu tun, von denen die meisten mit einem vergleichbaren Arbeitsaufwand ca. 8 - 10 Jahre arbeiten müssen, um soviel wie ein durchschnittlicher Fußballprofi in nur einem Monat zu verdienen.
Und wer als Angestellter nur 150.000 Euro im Jahr verdienen will, muß sein Privatleben in aller Regel total vergessen und wird nicht selten nach wenigen Jahren mit einem Burnout gefeuert.
Darüber hinaus haben Fußballprofis wegen ihrer exclusiven Gehälter regelmäßig die Möglichkeit, dem Stress nach wenigen Jahren adieu zu sagen und für den Rest ihres Lebens die Füße hochzulegen.
Auch will ich hier Stockers Engagement für bedrohte Tierarten nicht kritisieren, würde es aber für angebrachter halten, wenn er sich sozial für jene einsetzen würde, die ihm von ihrem schmalen Budget sein exclusives, um nicht zu sagen obszönes, Gehalt finanzieren.


Du stehst in deinem "Normalen" Arbeitsleben natürlich auch so im Fokus der Öffentlichkeit und der Presse.
Diese Menschen können gar kein Normales Leben mehr führen.
Da finde ich es schon erstaunlich das er so Bodenständig geblieben ist.
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