Untere Klassen
22.06.2011 - 16:19 Uhr
18.04.2014 - 13:02 Uhr
In meinem persönlichen Navi steht Dresden als Ziel, was will ich da mit einer Dauerkarte in Leipzig.
Hast Du Dich vom gestrigen Schock wieder eingekriegt? VORSICHT hatte ich gesagt, und das gilt auch für die nächsten drei Spiele. Auch die Reli ist noch nicht gesichert, obwohl wir nicht schlechter als die anderen Truppen sind.
Hast Du Dich vom gestrigen Schock wieder eingekriegt? VORSICHT hatte ich gesagt, und das gilt auch für die nächsten drei Spiele. Auch die Reli ist noch nicht gesichert, obwohl wir nicht schlechter als die anderen Truppen sind.
18.04.2014 - 13:06 Uhr
"Kathedrale des Ostdeutschen Fußballs" - Na super. Dann freuen wir uns einfach mal. Ich bin sowieso gespannt wer dann demnächst alles nach Leipzig rennt. Die Bauern aus München haben ja auch einen riesigen Haufen Klatschvolk. Erfolg macht sexy, arr? Kann man wohl nix machen. Aber erwartet nicht von mir, dass ich es auch nur eine Sekunde verstehe.
18.04.2014 - 13:46 Uhr
Anstatt sich zu fragen, was sich in Dresden ändern müßte, damit man auf einen ähnlichen Weg kommt, wie ihn Aue, Union und RB gehen, sind die jenigen mit dem schwarz-gelben Permanent-Make-up und der Dynamo Brille nur in der Lage, durch höchst intellektuelle Statements zu glänzen.
"Kathedrale des Ostens" ist im Übrigen nicht meine Kreation, sondern die eines intelligenten Journalisten.
Nur sie wurde für Dynamo erfunden, und wechselt jetzt den Standort. Schade eigentlich, bei soviel Potential, bei soviel Fußballverrücktheit in einer so schönen Stadt.
Christoph Dickmann heißt der Journalist und er hatte den Ausdruck zum 60-igsten Geburtstag unseres Vereins im vergangenen Jahr geprägt. Und weil es so schön ist, hier der Auszug aus seiner Festrede:
Liebe Dynamo-Feiergemeinde, gleich eingangs sei's gestanden: Dieser Festredner ist seit Kindesbeinen Fan des FC Carl Zeiss Jena. Doch natürlich habe ich auch mit Dynamo Dresden einiges erlebt. Kein DDR-Fußballfan konnte ignorieren, dass die Kathedrale des Ostfußballs in Elbflorenz stand.
Man musste dazu kein Dresdner sein, nur Hörer der samstäglichen Oberliga-Konferenzschaltung auf Radio DDR. Unvergessliche Stunden am alten Röhrenapparat meiner Eltern: Wenn der Reporter – oft der unlängst verstorbene große Werner Eberhardt – sich aus dem Dynamo-Stadion meldete, dann flatterte die Lautsprecher-Bespannung. In Dresden volle Hütte! 30.000 machten Radau. Schaurig gellten die Signalfanfaren. Und konnten es nicht hindern, dass Dynamo 1968 abstieg. Von Dresdens Brücken ließen zerstörte Fans brennende Dynamo-Fahnen in die Elbe sinken. Welche Trauer!, dachte ich erschüttert. Was für eine Fußballstadt!
Sie erstand. 1971 wurde Dynamo Meister und schickte sich an, als erster DDR-Verein das Doppel einzufahren. Das Pokalfinale stieg in Halle, am klatschnassen 20. Juni 1971, ich war dabei. In der 119. Minute zirkelte Ede Geyer einen letzten Dresdner Eckball auf den Schädel von Klaus Sammer. Der rammte die Kugel ins Netz. Ein Sachsenschrei wie eine Wand! Abpfiff, schwarz-gelbe Spielertraube, Platzsturm. Ich stürmte mit. Ich zerrte, wie hundert andere, an irgendeinem Teil des Torwarts Manfred Kallenbach; erbeutete einen Fetzen Trikot, den meine Mutter später in Folie einnähen musste. Ja, unglaublicherweise drang ich mit meinem Kassettentonbandgerät KT 100 in die Kabine der Sieger vor. Ich durfte den Pokal streicheln, und Wolfgang Haustein, Frank Ganzera und der kauzige Trainer Walter Fritzsch sprachen dem 15-Jährigen hochseriöse Interviews ins Mikrofon. Diese Memoiren wirken 2013 wie von einem anderen Stern. Der damalige Fußball unterschied sich vom heutigen durch Nähe, Sesshaftigkeit, urwüchsige Naivität. Spieler waren nicht Söldner, sondern Personifikationen ihres Clubs, exemplarische Bürger ihrer Stadt.
Die Siebziger wurden Dynamos große Jahre: vier Meistertitel und als gesamtdeutsche Erinnerung die unvergesslich schönen Europapokalduelle mit Bayern München im Herbst 1973. Bayern siegte, Dynamo war kein Verlierer.
"Kathedrale des Ostens" ist im Übrigen nicht meine Kreation, sondern die eines intelligenten Journalisten.
Nur sie wurde für Dynamo erfunden, und wechselt jetzt den Standort. Schade eigentlich, bei soviel Potential, bei soviel Fußballverrücktheit in einer so schönen Stadt.
Christoph Dickmann heißt der Journalist und er hatte den Ausdruck zum 60-igsten Geburtstag unseres Vereins im vergangenen Jahr geprägt. Und weil es so schön ist, hier der Auszug aus seiner Festrede:
Liebe Dynamo-Feiergemeinde, gleich eingangs sei's gestanden: Dieser Festredner ist seit Kindesbeinen Fan des FC Carl Zeiss Jena. Doch natürlich habe ich auch mit Dynamo Dresden einiges erlebt. Kein DDR-Fußballfan konnte ignorieren, dass die Kathedrale des Ostfußballs in Elbflorenz stand.
Man musste dazu kein Dresdner sein, nur Hörer der samstäglichen Oberliga-Konferenzschaltung auf Radio DDR. Unvergessliche Stunden am alten Röhrenapparat meiner Eltern: Wenn der Reporter – oft der unlängst verstorbene große Werner Eberhardt – sich aus dem Dynamo-Stadion meldete, dann flatterte die Lautsprecher-Bespannung. In Dresden volle Hütte! 30.000 machten Radau. Schaurig gellten die Signalfanfaren. Und konnten es nicht hindern, dass Dynamo 1968 abstieg. Von Dresdens Brücken ließen zerstörte Fans brennende Dynamo-Fahnen in die Elbe sinken. Welche Trauer!, dachte ich erschüttert. Was für eine Fußballstadt!
Sie erstand. 1971 wurde Dynamo Meister und schickte sich an, als erster DDR-Verein das Doppel einzufahren. Das Pokalfinale stieg in Halle, am klatschnassen 20. Juni 1971, ich war dabei. In der 119. Minute zirkelte Ede Geyer einen letzten Dresdner Eckball auf den Schädel von Klaus Sammer. Der rammte die Kugel ins Netz. Ein Sachsenschrei wie eine Wand! Abpfiff, schwarz-gelbe Spielertraube, Platzsturm. Ich stürmte mit. Ich zerrte, wie hundert andere, an irgendeinem Teil des Torwarts Manfred Kallenbach; erbeutete einen Fetzen Trikot, den meine Mutter später in Folie einnähen musste. Ja, unglaublicherweise drang ich mit meinem Kassettentonbandgerät KT 100 in die Kabine der Sieger vor. Ich durfte den Pokal streicheln, und Wolfgang Haustein, Frank Ganzera und der kauzige Trainer Walter Fritzsch sprachen dem 15-Jährigen hochseriöse Interviews ins Mikrofon. Diese Memoiren wirken 2013 wie von einem anderen Stern. Der damalige Fußball unterschied sich vom heutigen durch Nähe, Sesshaftigkeit, urwüchsige Naivität. Spieler waren nicht Söldner, sondern Personifikationen ihres Clubs, exemplarische Bürger ihrer Stadt.
Die Siebziger wurden Dynamos große Jahre: vier Meistertitel und als gesamtdeutsche Erinnerung die unvergesslich schönen Europapokalduelle mit Bayern München im Herbst 1973. Bayern siegte, Dynamo war kein Verlierer.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGD-Adlershof53 am 18.04.2014 um 14:01 Uhr bearbeitet
18.04.2014 - 14:09 Uhr
Zitat von Cookie_Monster:
Der BFC ist heute aufgestiegen in die Regio NO.
Oja und sie machen da wie mir ein Freund sagte eine richtig gute und nüchterne Arbeit und denke die werden in der 4.auch eine gute Rolle spielen gleich von Anfang an. Auch wenn wir Dresdner so unsere Probleme mit ihnen hatten, freue ich mich als Ossi natürlich das sie auch langsam aus der Versenkung auftauchen und viell.in 2-3 Jahren dann schon in Liga 3 spielen mit einigen schönen Derbys.
Der BFC ist heute aufgestiegen in die Regio NO.
Oja und sie machen da wie mir ein Freund sagte eine richtig gute und nüchterne Arbeit und denke die werden in der 4.auch eine gute Rolle spielen gleich von Anfang an. Auch wenn wir Dresdner so unsere Probleme mit ihnen hatten, freue ich mich als Ossi natürlich das sie auch langsam aus der Versenkung auftauchen und viell.in 2-3 Jahren dann schon in Liga 3 spielen mit einigen schönen Derbys.
18.04.2014 - 14:09 Uhr
Na dann pack schon mal deinen Sparstrumpf auf den Tisch @Adler, wenn wir uns jetzt hier RB als Vorbild nehmen wollen. Und wer welche Begrifflichkeiten wann und wo schuf ist mir erst einmal vollkommen egal.
RB als nun kommende Kathedrale des Ostens zu bezeichnen schmerzt. Ebenso ist es hart zu sehen, was ein solches Kunstprodukt aus der Bevölkerung für einen Zuspruch erlebt. Es ist wohl nicht anders zu erwarten in Zeiten von Massenphänomen wie Facebook, iPad und Co. Da springt jeder auf den Zug auf und "Hipp" zu sein ist unser aller Ziel. Da kommt die neue Kathedrale, welche uns allen Erstligafußball verspricht natürlich gerade recht. Deshalb auch der Satz mit dem bajuwarischen Klatschpublikum: Diese Leute sind nur wegen des Erfolgs dort! Die kennen keine 16 Unentschieden in der Saison. Die kennen unsere Leiden nicht.
Doch das ist der Punkt wo es bei mir aussetzt, wo bei mir die Hipster-Synapsen wohl nicht richtig verkabelt sind: Ich lehne dieses erfolgversprechende Produkt ab. Ja, ich kann fasst sagen ich hasse es. Ist es rational einen Verein zu hassen? Womöglich nein. Aber wir reden hier von Fantum, von Emotionen, von Fußball. Emotionen sind nicht rational - und deswegen verstehe ich nicht weshalb ich mich nun rechtfertigen soll, dass ich vielleicht die Schwarz-Gelbe Brille aufhabe wenn ich mich gegen RB ausspreche. Na und?
Das Leben ist hart genug. Wenn ich unter der Woche über einer Kalkulation sitze oder ein Meeting vorbereite, dann muss ich rational sein. Im Straßenverkehr, im Laden [...] überall. Also lasst mir meine Emotionen im Fußball. Und lasst mich meinen Unmut äußern, wenn Dresdner (!) und Dresdner Anhänger bald mit rot-weißem Schals in der RB-Arena sitzen und den Haufen auch noch anfeuern. Ich kann und werde es nicht verstehen.
Zudem lieber Adler - sehe ich mich nicht in der Position bzw. auch nicht in der Pflicht als Fan dafür zu sorgen, dass es im Verein läuft. Dazu habe ich gar keine Zeit. So what?
RB als nun kommende Kathedrale des Ostens zu bezeichnen schmerzt. Ebenso ist es hart zu sehen, was ein solches Kunstprodukt aus der Bevölkerung für einen Zuspruch erlebt. Es ist wohl nicht anders zu erwarten in Zeiten von Massenphänomen wie Facebook, iPad und Co. Da springt jeder auf den Zug auf und "Hipp" zu sein ist unser aller Ziel. Da kommt die neue Kathedrale, welche uns allen Erstligafußball verspricht natürlich gerade recht. Deshalb auch der Satz mit dem bajuwarischen Klatschpublikum: Diese Leute sind nur wegen des Erfolgs dort! Die kennen keine 16 Unentschieden in der Saison. Die kennen unsere Leiden nicht.
Doch das ist der Punkt wo es bei mir aussetzt, wo bei mir die Hipster-Synapsen wohl nicht richtig verkabelt sind: Ich lehne dieses erfolgversprechende Produkt ab. Ja, ich kann fasst sagen ich hasse es. Ist es rational einen Verein zu hassen? Womöglich nein. Aber wir reden hier von Fantum, von Emotionen, von Fußball. Emotionen sind nicht rational - und deswegen verstehe ich nicht weshalb ich mich nun rechtfertigen soll, dass ich vielleicht die Schwarz-Gelbe Brille aufhabe wenn ich mich gegen RB ausspreche. Na und?
Das Leben ist hart genug. Wenn ich unter der Woche über einer Kalkulation sitze oder ein Meeting vorbereite, dann muss ich rational sein. Im Straßenverkehr, im Laden [...] überall. Also lasst mir meine Emotionen im Fußball. Und lasst mich meinen Unmut äußern, wenn Dresdner (!) und Dresdner Anhänger bald mit rot-weißem Schals in der RB-Arena sitzen und den Haufen auch noch anfeuern. Ich kann und werde es nicht verstehen.
Zudem lieber Adler - sehe ich mich nicht in der Position bzw. auch nicht in der Pflicht als Fan dafür zu sorgen, dass es im Verein läuft. Dazu habe ich gar keine Zeit. So what?
18.04.2014 - 14:19 Uhr
Zitat von 5gegenWilli:
Na dann pack schon mal deinen Sparstrumpf auf den Tisch @Adler, wenn wir uns jetzt hier RB als Vorbild nehmen wollen. Und wer welche Begrifflichkeiten wann und wo schuf ist mir erst einmal vollkommen egal.
RB als nun kommende Kathedrale des Ostens zu bezeichnen schmerzt. Ebenso ist es hart zu sehen, was ein solches Kunstprodukt aus der Bevölkerung für einen Zuspruch erlebt. Es ist wohl nicht anders zu erwarten in Zeiten von Massenphänomen wie Facebook, iPad und Co. Da springt jeder auf den Zug auf und "Hipp" zu sein ist unser aller Ziel. Da kommt die neue Kathedrale, welche uns allen Erstligafußball verspricht natürlich gerade recht. Deshalb auch der Satz mit dem bajuwarischen Klatschpublikum: Diese Leute sind nur wegen des Erfolgs dort! Die kennen keine 16 Unentschieden in der Saison. Die kennen unsere Leiden nicht.
Doch das ist der Punkt wo es bei mir aussetzt, wo bei mir die Hipster-Synapsen wohl nicht richtig verkabelt sind: Ich lehne dieses erfolgversprechende Produkt ab. Ja, ich kann fasst sagen ich hasse es. Ist es rational einen Verein zu hassen? Womöglich nein. Aber wir reden hier von Fantum, von Emotionen, von Fußball. Emotionen sind nicht rational - und deswegen verstehe ich nicht weshalb ich mich nun rechtfertigen soll, dass ich vielleicht die Schwarz-Gelbe Brille aufhabe wenn ich mich gegen RB ausspreche. Na und?
Das Leben ist hart genug. Wenn ich unter der Woche über einer Kalkulation sitze oder ein Meeting vorbereite, dann muss ich rational sein. Im Straßenverkehr, im Laden [...] überall. Also lasst mir meine Emotionen im Fußball. Und lasst mich meinen Unmut äußern, wenn Dresdner (!) und Dresdner Anhänger bald mit rot-weißem Schals in der RB-Arena sitzen und den Haufen auch noch anfeuern. Ich kann und werde es nicht verstehen.
Zudem lieber Adler - sehe ich mich nicht in der Position bzw. auch nicht in der Pflicht als Fan dafür zu sorgen, dass es im Verein läuft. Dazu habe ich gar keine Zeit. So what?
Genau so ist es - sehr schöne Zeilen, Willi!
Na dann pack schon mal deinen Sparstrumpf auf den Tisch @Adler, wenn wir uns jetzt hier RB als Vorbild nehmen wollen. Und wer welche Begrifflichkeiten wann und wo schuf ist mir erst einmal vollkommen egal.
RB als nun kommende Kathedrale des Ostens zu bezeichnen schmerzt. Ebenso ist es hart zu sehen, was ein solches Kunstprodukt aus der Bevölkerung für einen Zuspruch erlebt. Es ist wohl nicht anders zu erwarten in Zeiten von Massenphänomen wie Facebook, iPad und Co. Da springt jeder auf den Zug auf und "Hipp" zu sein ist unser aller Ziel. Da kommt die neue Kathedrale, welche uns allen Erstligafußball verspricht natürlich gerade recht. Deshalb auch der Satz mit dem bajuwarischen Klatschpublikum: Diese Leute sind nur wegen des Erfolgs dort! Die kennen keine 16 Unentschieden in der Saison. Die kennen unsere Leiden nicht.
Doch das ist der Punkt wo es bei mir aussetzt, wo bei mir die Hipster-Synapsen wohl nicht richtig verkabelt sind: Ich lehne dieses erfolgversprechende Produkt ab. Ja, ich kann fasst sagen ich hasse es. Ist es rational einen Verein zu hassen? Womöglich nein. Aber wir reden hier von Fantum, von Emotionen, von Fußball. Emotionen sind nicht rational - und deswegen verstehe ich nicht weshalb ich mich nun rechtfertigen soll, dass ich vielleicht die Schwarz-Gelbe Brille aufhabe wenn ich mich gegen RB ausspreche. Na und?
Das Leben ist hart genug. Wenn ich unter der Woche über einer Kalkulation sitze oder ein Meeting vorbereite, dann muss ich rational sein. Im Straßenverkehr, im Laden [...] überall. Also lasst mir meine Emotionen im Fußball. Und lasst mich meinen Unmut äußern, wenn Dresdner (!) und Dresdner Anhänger bald mit rot-weißem Schals in der RB-Arena sitzen und den Haufen auch noch anfeuern. Ich kann und werde es nicht verstehen.
Zudem lieber Adler - sehe ich mich nicht in der Position bzw. auch nicht in der Pflicht als Fan dafür zu sorgen, dass es im Verein läuft. Dazu habe ich gar keine Zeit. So what?
Genau so ist es - sehr schöne Zeilen, Willi!
18.04.2014 - 14:22 Uhr
Zitat von SGD-Adlershof53:
Zitat von 5gegenWilli:
Zitat von tiro_libre:
werde es mir wohl live vor ort in der bullen-arena ansehen.
Ich befürchte diesen Dreckhaufen werden wir in Dresden noch schneller sehen als uns lieb ist. Also warum muss man bei denen noch ins Stadion rennen? Weg mit diesem Geschwür... :angry
Auch wenn es Dir nicht passt, dort entsteht gerade die Kathedrale des Ostdeutschen Fußballs, die vor nicht allzu langer Zeit in Dresden stand.
Wir werden dort Bundesliga und Europapokal sehen, und es wird gar nicht mehr so lange dauern.
Wäre in Dresden vielleicht auch möglich, nicht so schnell, aber möglich wäre es durchaus, wenn........., ja wenn es eine Kehrtwendung um 180° geben würde.
rb als vorbild???? dazu fällt mir nichts ein.
frag doch die 9 mitglieder ob sie mit dir bissel singen zu weihnachten.
da wirst wohl nur ein müdes lächeln bekommen. denen ist der verein und der sport sowas von egal. die wollen nur verkaufen.
Zitat von 5gegenWilli:
Zitat von tiro_libre:
werde es mir wohl live vor ort in der bullen-arena ansehen.
Ich befürchte diesen Dreckhaufen werden wir in Dresden noch schneller sehen als uns lieb ist. Also warum muss man bei denen noch ins Stadion rennen? Weg mit diesem Geschwür... :angry
Auch wenn es Dir nicht passt, dort entsteht gerade die Kathedrale des Ostdeutschen Fußballs, die vor nicht allzu langer Zeit in Dresden stand.
Wir werden dort Bundesliga und Europapokal sehen, und es wird gar nicht mehr so lange dauern.
Wäre in Dresden vielleicht auch möglich, nicht so schnell, aber möglich wäre es durchaus, wenn........., ja wenn es eine Kehrtwendung um 180° geben würde.
rb als vorbild???? dazu fällt mir nichts ein.
frag doch die 9 mitglieder ob sie mit dir bissel singen zu weihnachten.
da wirst wohl nur ein müdes lächeln bekommen. denen ist der verein und der sport sowas von egal. die wollen nur verkaufen.
18.04.2014 - 14:30 Uhr
Zitat von SGD-Adlershof53:
Anstatt sich zu fragen, was sich in Dresden ändern müßte, damit man auf einen ähnlichen Weg kommt, wie ihn Aue, Union und RB gehen, sind die jenigen mit dem schwarz-gelben Permanent-Make-up und der Dynamo Brille nur in der Lage, durch höchst intellektuelle Statements zu glänzen.
"Kathedrale des Ostens" ist im Übrigen nicht meine Kreation, sondern die eines intelligenten Journalisten.
Nur sie wurde für Dynamo erfunden, und wechselt jetzt den Standort. Schade eigentlich, bei soviel Potential, bei soviel Fußballverrücktheit in einer so schönen Stadt.
Christoph Dickmann heißt der Journalist und er hatte den Ausdruck zum 60-igsten Geburtstag unseres Vereins im vergangenen Jahr geprägt. Und weil es so schön ist, hier der Auszug aus seiner Festrede:
Liebe Dynamo-Feiergemeinde, gleich eingangs sei's gestanden: Dieser Festredner ist seit Kindesbeinen Fan des FC Carl Zeiss Jena. Doch natürlich habe ich auch mit Dynamo Dresden einiges erlebt. Kein DDR-Fußballfan konnte ignorieren, dass die Kathedrale des Ostfußballs in Elbflorenz stand.
Man musste dazu kein Dresdner sein, nur Hörer der samstäglichen Oberliga-Konferenzschaltung auf Radio DDR. Unvergessliche Stunden am alten Röhrenapparat meiner Eltern: Wenn der Reporter – oft der unlängst verstorbene große Werner Eberhardt – sich aus dem Dynamo-Stadion meldete, dann flatterte die Lautsprecher-Bespannung. In Dresden volle Hütte! 30.000 machten Radau. Schaurig gellten die Signalfanfaren. Und konnten es nicht hindern, dass Dynamo 1968 abstieg. Von Dresdens Brücken ließen zerstörte Fans brennende Dynamo-Fahnen in die Elbe sinken. Welche Trauer!, dachte ich erschüttert. Was für eine Fußballstadt!
Sie erstand. 1971 wurde Dynamo Meister und schickte sich an, als erster DDR-Verein das Doppel einzufahren. Das Pokalfinale stieg in Halle, am klatschnassen 20. Juni 1971, ich war dabei. In der 119. Minute zirkelte Ede Geyer einen letzten Dresdner Eckball auf den Schädel von Klaus Sammer. Der rammte die Kugel ins Netz. Ein Sachsenschrei wie eine Wand! Abpfiff, schwarz-gelbe Spielertraube, Platzsturm. Ich stürmte mit. Ich zerrte, wie hundert andere, an irgendeinem Teil des Torwarts Manfred Kallenbach; erbeutete einen Fetzen Trikot, den meine Mutter später in Folie einnähen musste. Ja, unglaublicherweise drang ich mit meinem Kassettentonbandgerät KT 100 in die Kabine der Sieger vor. Ich durfte den Pokal streicheln, und Wolfgang Haustein, Frank Ganzera und der kauzige Trainer Walter Fritzsch sprachen dem 15-Jährigen hochseriöse Interviews ins Mikrofon. Diese Memoiren wirken 2013 wie von einem anderen Stern. Der damalige Fußball unterschied sich vom heutigen durch Nähe, Sesshaftigkeit, urwüchsige Naivität. Spieler waren nicht Söldner, sondern Personifikationen ihres Clubs, exemplarische Bürger ihrer Stadt.
Die Siebziger wurden Dynamos große Jahre: vier Meistertitel und als gesamtdeutsche Erinnerung die unvergesslich schönen Europapokalduelle mit Bayern München im Herbst 1973. Bayern siegte, Dynamo war kein Verlierer.
Eines ist Fakt. Dynamo und seine Führungskräfte sollten sich mal ein Beispiel an Vereinen wie Red Bull geführte, dem BVB, Bayern, usw...nehmen. Die sind knallhart auf Profit, Erfolg und Ergebnis eingestellt und das ist es, um was es beim Profifussball hauptsächlich, bzw. in erster Linie geht. Und bei uns in Dresden wäre doch vom Umfeld her alles gegeben was man bräuchte um auch weit weit oben anzugreifen in Liga 1, wenn man in der Vergangenheit angefangen hätte, Professionell zu arbeiten. Leider hat man das nie getan, oder fängt viell.irgendwann viel zu spät an.
Warum nicht damals mit der Stadt zusammen ein Stadion auf dem Heller mit Trainingszentrum, Parkplätzen, guten öffentlichen Anbindungen, Geschäftsstelle und eine 50.000er Multi-Arena???
Warum keine Ausgliederung der Profis und damit das annähern an potenzielle, strategische und potente partner wie es Bayern seit Jahren vormacht??
Warum kriegt man die Problematik der deutlich in der Unterzahl agierenden Problemfans nicht endlich ordentlich in den Griff???
Warum keine Konstanz in der Führungsetage und damit Vertrauen bei Stadt und Partner in der Wirtschaft und beim Verband schaffen???
usw........
Hauptsache einen Verein haben, der teilweise wie eine Gartensparte geführt wird und wo die Fans auch mit in Liga 3 oder 4 oder 5 rennen, weil ja Tradition alles ist was wichtig ist. Erfolg und Nationale und Internationale Erfolge sind doch wurscht, solange man sich nicht dem Kapitalismus öffnet. Dann braucht man aber auch nicht trauern und wütend sein im Moment. Auch die 3.Liga sieht man im Fernsehen und man wird sich schnell (zumindest einige Fans) mit der 3.Liga anfreunden.
PS: Und ich würde, sollte in Leipzig Europapokal gespielt werden sicher hinfahren und mir das anschauen. Warum denn auch nicht? Weil sich das nicht gehört? Mir doch egal. Wenn RB Leipzig gegen Benfica, Lille, Ajax,...spielt, dann will ich das auch Live erleben. Wenn es schon der Heimatstadtverein nicht auf die Reihe kriegt.
Anstatt sich zu fragen, was sich in Dresden ändern müßte, damit man auf einen ähnlichen Weg kommt, wie ihn Aue, Union und RB gehen, sind die jenigen mit dem schwarz-gelben Permanent-Make-up und der Dynamo Brille nur in der Lage, durch höchst intellektuelle Statements zu glänzen.
"Kathedrale des Ostens" ist im Übrigen nicht meine Kreation, sondern die eines intelligenten Journalisten.
Nur sie wurde für Dynamo erfunden, und wechselt jetzt den Standort. Schade eigentlich, bei soviel Potential, bei soviel Fußballverrücktheit in einer so schönen Stadt.
Christoph Dickmann heißt der Journalist und er hatte den Ausdruck zum 60-igsten Geburtstag unseres Vereins im vergangenen Jahr geprägt. Und weil es so schön ist, hier der Auszug aus seiner Festrede:
Liebe Dynamo-Feiergemeinde, gleich eingangs sei's gestanden: Dieser Festredner ist seit Kindesbeinen Fan des FC Carl Zeiss Jena. Doch natürlich habe ich auch mit Dynamo Dresden einiges erlebt. Kein DDR-Fußballfan konnte ignorieren, dass die Kathedrale des Ostfußballs in Elbflorenz stand.
Man musste dazu kein Dresdner sein, nur Hörer der samstäglichen Oberliga-Konferenzschaltung auf Radio DDR. Unvergessliche Stunden am alten Röhrenapparat meiner Eltern: Wenn der Reporter – oft der unlängst verstorbene große Werner Eberhardt – sich aus dem Dynamo-Stadion meldete, dann flatterte die Lautsprecher-Bespannung. In Dresden volle Hütte! 30.000 machten Radau. Schaurig gellten die Signalfanfaren. Und konnten es nicht hindern, dass Dynamo 1968 abstieg. Von Dresdens Brücken ließen zerstörte Fans brennende Dynamo-Fahnen in die Elbe sinken. Welche Trauer!, dachte ich erschüttert. Was für eine Fußballstadt!
Sie erstand. 1971 wurde Dynamo Meister und schickte sich an, als erster DDR-Verein das Doppel einzufahren. Das Pokalfinale stieg in Halle, am klatschnassen 20. Juni 1971, ich war dabei. In der 119. Minute zirkelte Ede Geyer einen letzten Dresdner Eckball auf den Schädel von Klaus Sammer. Der rammte die Kugel ins Netz. Ein Sachsenschrei wie eine Wand! Abpfiff, schwarz-gelbe Spielertraube, Platzsturm. Ich stürmte mit. Ich zerrte, wie hundert andere, an irgendeinem Teil des Torwarts Manfred Kallenbach; erbeutete einen Fetzen Trikot, den meine Mutter später in Folie einnähen musste. Ja, unglaublicherweise drang ich mit meinem Kassettentonbandgerät KT 100 in die Kabine der Sieger vor. Ich durfte den Pokal streicheln, und Wolfgang Haustein, Frank Ganzera und der kauzige Trainer Walter Fritzsch sprachen dem 15-Jährigen hochseriöse Interviews ins Mikrofon. Diese Memoiren wirken 2013 wie von einem anderen Stern. Der damalige Fußball unterschied sich vom heutigen durch Nähe, Sesshaftigkeit, urwüchsige Naivität. Spieler waren nicht Söldner, sondern Personifikationen ihres Clubs, exemplarische Bürger ihrer Stadt.
Die Siebziger wurden Dynamos große Jahre: vier Meistertitel und als gesamtdeutsche Erinnerung die unvergesslich schönen Europapokalduelle mit Bayern München im Herbst 1973. Bayern siegte, Dynamo war kein Verlierer.
Eines ist Fakt. Dynamo und seine Führungskräfte sollten sich mal ein Beispiel an Vereinen wie Red Bull geführte, dem BVB, Bayern, usw...nehmen. Die sind knallhart auf Profit, Erfolg und Ergebnis eingestellt und das ist es, um was es beim Profifussball hauptsächlich, bzw. in erster Linie geht. Und bei uns in Dresden wäre doch vom Umfeld her alles gegeben was man bräuchte um auch weit weit oben anzugreifen in Liga 1, wenn man in der Vergangenheit angefangen hätte, Professionell zu arbeiten. Leider hat man das nie getan, oder fängt viell.irgendwann viel zu spät an.
Warum nicht damals mit der Stadt zusammen ein Stadion auf dem Heller mit Trainingszentrum, Parkplätzen, guten öffentlichen Anbindungen, Geschäftsstelle und eine 50.000er Multi-Arena???
Warum keine Ausgliederung der Profis und damit das annähern an potenzielle, strategische und potente partner wie es Bayern seit Jahren vormacht??
Warum kriegt man die Problematik der deutlich in der Unterzahl agierenden Problemfans nicht endlich ordentlich in den Griff???
Warum keine Konstanz in der Führungsetage und damit Vertrauen bei Stadt und Partner in der Wirtschaft und beim Verband schaffen???
usw........
Hauptsache einen Verein haben, der teilweise wie eine Gartensparte geführt wird und wo die Fans auch mit in Liga 3 oder 4 oder 5 rennen, weil ja Tradition alles ist was wichtig ist. Erfolg und Nationale und Internationale Erfolge sind doch wurscht, solange man sich nicht dem Kapitalismus öffnet. Dann braucht man aber auch nicht trauern und wütend sein im Moment. Auch die 3.Liga sieht man im Fernsehen und man wird sich schnell (zumindest einige Fans) mit der 3.Liga anfreunden.
PS: Und ich würde, sollte in Leipzig Europapokal gespielt werden sicher hinfahren und mir das anschauen. Warum denn auch nicht? Weil sich das nicht gehört? Mir doch egal. Wenn RB Leipzig gegen Benfica, Lille, Ajax,...spielt, dann will ich das auch Live erleben. Wenn es schon der Heimatstadtverein nicht auf die Reihe kriegt.
18.04.2014 - 14:39 Uhr
Natürlich schmerzt das lieber @willi, wenn man sieht, wo man stehen könnte, aber eben dort leider aus den verschiedensten Gründen nicht steht.
Ich weiß nicht, wie viele das Retortenbaby letzendlich annehmen. Zuletzt waren es schon fast 25.000. Retortenbaby ist nicht schlecht, am Ende bleibt es aber trotzdem ein Baby und später wird keiner mehr danach fragen.
Mit meinem Sparstrumpf käme Dynamo nicht weit, aber ich denke, dass es schon den einen oder anderen Investor geben würde, der sein Geld auf den Tisch legen würde, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden, und nicht emotional sondern rational gehandelt würde.
Und um diese Rahmenbedingungen geht es mir in erster Linie, weil sie der Schlüssel sind, um an unsere Tradition anzuknüpfen.
Wenn diese stimmen würden, dann würde sich unser aller Leiden, auch das der 16 Unentschieden, vielleicht im Nebel auflösen.
Im Übrigen @Gunnar, das ist der Kern, den Du ansprichst - Professionalität in einem intelligenten Umfeld.
Ich weiß nicht, wie viele das Retortenbaby letzendlich annehmen. Zuletzt waren es schon fast 25.000. Retortenbaby ist nicht schlecht, am Ende bleibt es aber trotzdem ein Baby und später wird keiner mehr danach fragen.
Mit meinem Sparstrumpf käme Dynamo nicht weit, aber ich denke, dass es schon den einen oder anderen Investor geben würde, der sein Geld auf den Tisch legen würde, wenn die Rahmenbedingungen stimmen würden, und nicht emotional sondern rational gehandelt würde.
Und um diese Rahmenbedingungen geht es mir in erster Linie, weil sie der Schlüssel sind, um an unsere Tradition anzuknüpfen.
Wenn diese stimmen würden, dann würde sich unser aller Leiden, auch das der 16 Unentschieden, vielleicht im Nebel auflösen.
Im Übrigen @Gunnar, das ist der Kern, den Du ansprichst - Professionalität in einem intelligenten Umfeld.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SGD-Adlershof53 am 18.04.2014 um 14:44 Uhr bearbeitet
18.04.2014 - 14:45 Uhr
Zitat von SGD-Adlershof53:
Wenn diese stimmen würden, dann würde sich unser aller Leiden, auch das der 16 Unentschieden, vielleicht im Nebel auflösen.
Da würde sich als Großsponsor doch 1&1 regelrecht anbieten . ;)
Wenn diese stimmen würden, dann würde sich unser aller Leiden, auch das der 16 Unentschieden, vielleicht im Nebel auflösen.
Da würde sich als Großsponsor doch 1&1 regelrecht anbieten . ;)
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