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Torsten Lieberknecht
Geburtsdatum 01.08.1973
Alter 53
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein 1.FC Kaiserslautern

Torsten Lieberknecht [Trainer]

22.04.2025 - 17:57 Uhr
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4771
11.05.2026 - 15:53 Uhr
Zitat von Newtrial

Wenn du dir da die Performance von Elversberg anschaust könnte man vor Neid erblassen.


Wir sollten dringend aufhören, dauernd in diese Elversberg-Falle zu tappen. Dort herrschen ganz andere Bedingungen. Nicht vergleichbar.

Und da bin ich noch nicht mal beim Druck von außen, weil sie keine Fanforen füllen oder es irgendwen juckt, wie sie spielen. Wichtig ist nur die Rotary-Loge.
Ich spreche von Qualitätsspielern, deren Gehälter und Abfindungen von den Topvereinen übernommen wird. Das Mär vom kleinen Dorfclub glaubt vielleicht der einfältige Frank Buschmann noch. ...
Und dass Reißbrettvereine einen klaren Vorteil haben, ist ja nichts Neues.

Wir müssen mit unseren Bedingungen klar kommen und toxische Vergleiche helfen nicht.

Zitat von Mittelschichtler

....Die Kettenmanns und Hürzelers rennen da draußen herum, man muss sie nur finden. Komischerweise finden immer die gleichen Vereine diese Trainer und wir nehmen immer die vorhersehbarste und mutloseste Wahl.

Naja. Die "spannenden" No-Name-Trainer kommen nicht aus dem Nichts.
Wie gut man Äpfel mit Birnen vergleichen kann, hat man an Jansen gesehen.
Kein junger Trainer wird an den Betze kommen, in der Gewissheit, dass es hier mehr braucht als bei Hoffenheim II, um Erfolg zu haben und man sich direkt mal die Karriere versaut.



Zitat von Newtrial

planlos ist eher die Umsetzung auf dem Platz. Und dass er da nicht zu den Spielern durchdringt, reicht normalerweise schon für eine Demission.

Ja.
Qualitätsspieler nicht zu verprellen ist mir dann auch zu billig, wenn ich zB einen Hanslik habe, den ich nicht für Extra-Meter motivieren muss.

Und ohne diese Extra-Meter taugt kein taktisches Konzept.

Zitat von Newtrial

Ohne dies jetzt an konkreten Beispielen belegen zu können, habe ich aber zu keinem Zeitpunkt ein derartiges Matching von Spieler-Skills auf dem Platz und jeweiliger Taktik bei uns erkennen können.
Gehe ich auch mit. Meine Lieblings-Anti-Matches sind Ritter/Skyttä und Sirch/Sahin. Ohne dies belegen zu können.

Zitat von Newtrial

ist es einfach kein gutes - weil taktisch zu eindimensionales - Coaching? Und in der Frage tue ich mich schwer, Torsten als Person als taktisches Mastermind zu sehen, dessen Ideen für die Spieler lediglich zu hoch sind. Daher die Skepsis, welche aber kommende Saison sehr gerne durch ein neu formiertes Trainerteam mit TL an der Spitze sowie einen neu formierten Kader pulversisiert werden darf.

Gehe ich mit. Da hätte mehr Anpassung stattfinden müssen

In meiner Betze-Bubble gibt es die These, dass TL zu nah am FCK ist. Oder andersrum, es ihm an professioneller Distanz fehlt.

Lieberknecht, in seiner Betzeliebe ratlos, warum er überhaut einen Spieler motivieren muss und die sich nicht von alleine für den Verein zerreißen, wie es für ihn "normal" wäre...

Entweder er bekommt es auf die Reihe, dass die Spieler laufen und dann auch wissen, wann und wohin, oder er ist Geschichte.

Zitat von Hemdl

Zitat von Hegermeister

TL muss mit dem Torwarttrainer an Krahls Pressingressistenz arbeiten

TL muss die Standards auf die Reihe kriegen.


Deine Arbeitshypothese in allen Ehren - aber das sind doch keine Sachen, für die ich mehr als ein Jahr Anlauf- oder Beobachtungszeit brauche, um an diesen zu arbeiten.


Naja, bei Krahl muss man fragen, ob da überhaupt Luft ist.

Standards müssen in der zweiten Liga sitzen. Siehe Schalke. Das war gruselig bei uns.

Zitat von Hemdl

Im Winter wurde dann nochmal (!) kräftig investiert und es wurden neue Optionen geholt, man musste im Gegensatz zum Vorjahr (Tomiak) keinen einzigen Leistungsträger abgeben.
Ob ein Leistungsträger geht oder sich so verletzt, dass er nicht mehr spielt, macht keinen Unterschied.
Die Investition in Rasmussen war keine Hilfe. Berisha auch nicht.
Da bleibt von dem Argument und den daraus folgenen nichts übrig.

Zitat von Hemdl

Zitat von Hegermeister

TL hatte dafür Anlauf. Ein neuer Trainer beginnt aus dem Stand und hat die gleichen Aufgaben. Wer hat die höhere Wahrscheinlichkeit?


Keine Ahnung, sag du es mir.
Ich sehe jedenfalls aktuell einen Trainer, der bereits in der Kritik steht und nur durch das Wohlwollen der Vereinsführung im Amt gehalten wird, wo andere längst geflogen wären.


Wie gesagt. Wenn die die Entscheidungen zu Trainern bisher alle richtig waren, könnte diese es auch sein.
Halte ich für wahrscheinlicher, als TL zu feuern und eine Wunderlampe Trainer einer zweiten Mannschaft zu holen, weil es anderswo ja so toll klappt. Der dann wie Sahin erstmal 3/4 Jahr braucht um zu verstehen, dass hier nicht Kuschelhausen ist.

Zitat von Hemdl

sondern einen Trainer, der in seiner Aufgabenstellung am runderneuerten Kader bis jetzt durchaus als gescheitert betrachtet werden kann. Und damit meine ich - wie oben bereits angesprochen - nicht einmal die Implementierung eines neuen Systems, sondern auch der Änderungen in den deutlich kleineren Ebenen, wie eben den Standardsituationen (weil diese halt so herrlich plakativ sind, sorry für die ständige Wiederholung).


Boah, ja, plaktiv. Und halt voll übertrieben. Maßlos gescheitert? Mit einer Truppe Platz 7 erreicht, die von Außen niemand dort sehen würde. Einfach mal raus aus der Blase gehen und zuhören/lesen.
Klar, Totschlag Arguement, der Trainer muss Spieler besser machen. Muss mit dem arbeiten können, was da ist.
Da gehe ich ja mit. Aber es ist wahrlich nicht optimal gelaufen und nur bei wirklich optimalen Verlauf hätten wir besser da stehen können.
Hätte Lieberknecht angefangen, Qualität für Gefolgschaft oder taktische Disziplin zu opfern, wären wir in den Abstiegskampf gerutscht. Da ist Platz 7 weit weg von totalitärem "gescheitert".
Ich bin wirklich kein Freund dieser Vokabel, weder in diesem noch in anderen Kontexten.
Es sagt viel über den aus, der sie benutzt.
Denn es verkennt so vieles, was gut gelaufen ist. Und das ist nicht wenig, auf Platz 7.

Wenn ich aber wenig weiter lesen muss, "Och, dann floppt es halt" - dann frage ich mich ernsthaft, wie denn der Bezug zur Realität so ist. Der FCK in Abstiegsnähe ist ein Energie-Sog. Da führt ein fehlender Punkt schnell zum anderen.

Vor diesem Hintergrund halte ich "gescheitert" für gefährliche Realitätsverachtung. Ich mahne das wirklich und dringend an, Vokabular aus der Phrasenhölle zu überdenken.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem es tabellarisch um nichts mehr ging, haben die Reaktionsspiele immer gepasst. Das ist nicht wenig und weit weg von "gescheitert".

•     •     •

Nichts ersetzt die Romantik eines Flutlichtspiels im Regen... ...und siegen!!

Wir denken nur noch von Grätsche zu Grätsche!

Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 11.05.2026 um 15:57 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4772
11.05.2026 - 15:59 Uhr
Das sind für mich ausreden, die sind Punktgleich mit Heidenheim aufgestiegen fast identischer Etat in der Bundesliga der Heidenheim Kader war auf dem Papier auch nicht viel stärker.

Der Unterschied war nicht der Kader – der Unterschied war Frank Schmidt mit einem klaren System gegen Lieberknecht ohne Konzept.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4773
11.05.2026 - 16:04 Uhr
Zitat von mirko79
Das sind für mich ausreden, die sind Punktgleich mit Heidenheim aufgestiegen fast identischer Etat in der Bundesliga der Heidenheim Kader war auf dem Papier auch nicht viel stärker.

Der Unterschied war nicht der Kader – der Unterschied war Frank Schmidt mit einem klaren System gegen Lieberknecht ohne Konzept.


Wer punktgleich mit was ist, bleibt offen.
Aber offensichtlich verstehst du nicht, dass es exakt oberflächliches Abkanzeln als "Ausreden" und Vergleiche mit Vereinen mit ganz anderen Bedingungen sind, die einen gewaltígen Teil des Problems ausmachen.

nun denn, ein Forum ist für alle da

•     •     •

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Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4774
11.05.2026 - 16:20 Uhr
Heidenheim hatte allerdings auch keine Abgänge von Leistungsträgern zu verzeichnen, während bei Darmstadt die zwei besten Spieler der Aufstiegssaison, Pfeiffer und Tietz, gewechselt sind.

Trotzdem waren die Darmstädter Ergebnisse 23/24 sicher kein Bewerbungsschreiben für andere Bundesligisten.

Beste Grüße
Lullaby
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4775
11.05.2026 - 16:27 Uhr
Zitat von Hegermeister
Zitat von mirko79

Das sind für mich ausreden, die sind Punktgleich mit Heidenheim aufgestiegen fast identischer Etat in der Bundesliga der Heidenheim Kader war auf dem Papier auch nicht viel stärker.

Der Unterschied war nicht der Kader – der Unterschied war Frank Schmidt mit einem klaren System gegen Lieberknecht ohne Konzept.


Wer punktgleich mit was ist, bleibt offen.
Aber offensichtlich verstehst du nicht, dass es exakt oberflächliches Abkanzeln als "Ausreden" und Vergleiche mit Vereinen mit ganz anderen Bedingungen sind, die einen gewaltígen Teil des Problems ausmachen.

nun denn, ein Forum ist für alle da


Wenn der Vergleich mit Heidenheim oberflächlich ist, gerne erklären warum. Ich bleibe dabei: Frank Schmidt hat ein klares System, Lieberknecht nicht deswegen ging's direkt wieder runter.
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4776
11.05.2026 - 16:40 Uhr
@Hegermeister - doch, man darf schon Vereinsvergleiche ziehen. Es ist dasselbe Business und wenn da kein Vergleich möglich wäre, hätte man ja auch einen Marc Strauß nicht an den Berg geholt. Ebenso musst du einen Vincent Wagner erstmal finden. Und wenn der dann ein exzellenter Trainer ist und der Abgang von Schlüsselspielern nahtlos und ohne große Namen ersetzt werden kann, hat das auch nichts mit Rotary zu tun, sondern ist einfach absolut professionelles Handwerk - und das wäre es auch bei jedem anderen Verein. Ich erzähle ja hier nicht die "Vom Tellerwäscher zum Millionär"-Mär, das wäre natürlich absurd. Aber rein sportlich üben alle Profivereine dasselbe Handwerk aus, auch wenn die gehandelten Summen natürlich sehr unterschiedlich sind. Aber eine gute Trainerwahl bleibt eine gute Trainerwahl, auch wenn derselbe Mann bei anderen Vereinen vielleicht nicht funktionieren würde. Ich sage daher auch nicht, dass wir mal besser einen Frank Schmidt oder einen Vincent Wagner an den Berg geholt hätten, aber exzellente Arbeit bleibt exzellente Arbeit. Und da sind Elversberg und Heidenheim bei Weitem nicht die einzigen Vereine, die in den letzten Dekaden am großen FCK vorbeigesprintet sind. Und zwar nicht, weil bei uns "das Umfeld" so schwierig ist, sondern weil wir "handwerklich" bei Weitem schlechter gearbeitet haben. Im besten Falle verändert sich dies aktuell und was wir hier gerade verspüren, sind die "Geburtswehen" eines wiederauferstandenen FCK. Im schlimmsten Fall ist dies alles nur ein weiteres Kapitel im Bauerntheater.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Newtrial am 11.05.2026 um 16:42 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4777
11.05.2026 - 16:58 Uhr
Zitat von Newtrial

Wenn der dann ein exzellenter Trainer ist und der Abgang von Schlüsselspielern nahtlos und ohne große Namen ersetzt werden kann, hat das auch nichts mit Rotary zu tun, sondern ist einfach absolut professionelles Handwerk - und das wäre es auch bei jedem anderen Verein. .... Aber rein sportlich üben alle Profivereine dasselbe Handwerk aus

Unter verschiedenen Bedingungen, ist es der gleiche Sport.
Und gute Arbeit unter den gegeben Bedingungen ist gute Arbeit unter den gegebenen Bedingungen.

Aber diese Bedingungen muss man benennen.

Und die Bedingungen in Heidenheim - mit dem Jahrhunderttrainer Schmidt- sind andere.
@mirko79 angefangen damit, dass dort wesentlich mehr Geduld und Leidensbereitschaft herrscht, als bei uns. Hier wäre Frank Schmidt schon längst weg gewesen. Und das lässt sich allein anhand dieses Threads nicht vom Tisch weisen.

Zitat von Newtrial

.Im besten Falle verändert sich dies aktuell und was wir hier gerade verspüren, sind die "Geburtswehen" eines wiederauferstandenen FCK. Im schlimmsten Fall ist dies alles nur ein weiteres Kapitel im Bauerntheater.


Jap. Die Tabellen der ersten und zweiten Liga erzählen die Geschichten, wie Retorten-Clubs oder Clubs mit einer gehörigen Portion externem Geld einen Vorteil haben, weil sie sich einen-zwei-drei handwerkliche Fehler mehr leisten können, die kein Reporter ans Licht zerrt, weils niemand juckt. Und dann bei halbwegs guter bis sehr guter Arbeit vor den gewachsenen, manchmal verwachsenen aber stets vom hungrigem Umfeld und nach auflageträchtigen Headlines hungrigen Medien getriebenen Vereinen mit emotionalisierbarer Fanbase stehen.


Natürlich erzählen sie auch Geschichten von gnadenlos miesem Geldverbrennen durch hundsmiserable Arbeit. Keine Frage. Da reihen wir uns dann bis zur Insolvenz nahtlos ein.

Die Insolvenz hat uns Luft verschafft, Dinge neu tun zu können.
Wenn wir Entscheidungsmuster mal ändern. Sonst bleibt halt alles beim alten. Ist ja auch schön, so im vertrauten...

Edit: und mit neuen Entscheidungsmustern meine ich nicht, Kontinuität um jeden Preis. Aber wir müssen lernen, Dinge wie besondere Druckressilienz in unser Handeln einzubauen. Das verlangt viel. Unter anderem richtige, andere Vergleiche und Maßstäbe zu finden.

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Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 11.05.2026 um 17:05 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4778
11.05.2026 - 17:04 Uhr
Zitat von Hegermeister
Ob ein Leistungsträger geht oder sich so verletzt, dass er nicht mehr spielt, macht keinen Unterschied.
Die Investition in Rasmussen war keine Hilfe. Berisha auch nicht.
Da bleibt von dem Argument und den daraus folgenen nichts übrig.


Ist halt die Frage, ob die Spieler keine Hilfe sind, weil sie individuell zu schwach sind.
Oder eben, weil der Trainer diese nicht sinnstiftend und entsprechend ihrer Qualitäten einsetzen kann.

Und die Frage kann man hier durchaus unterschiedlich beantworten, beachtet man auch die Formkurve anderer Spieler in der Rückrunde, die definitiv qualitativ wie auch persönlich eine Bereicherung für diese Mannschaft sind und waren.
Wie schon des Öfteren geschrieben - den Daumen bei den Neuzugängen im Winter zu senken, während zeitgleich auch der Rest des Kaders in Sachen Form und Leistung in den Keller gerauscht ist, halte ich für zu billig.


Zitat von Hegermeister

Wie gesagt. Wenn die die Entscheidungen zu Trainern bisher alle richtig waren, könnte diese es auch sein.
Halte ich für wahrscheinlicher, als TL zu feuern und eine Wunderlampe Trainer einer zweiten Mannschaft zu holen, weil es anderswo ja so toll klappt. Der dann wie Sahin erstmal 3/4 Jahr braucht um zu verstehen, dass hier nicht Kuschelhausen ist.


Ich sehe die Korrelation zwischen Lieberknecht entlassen und einen absoluten Neuling als Trainer einsetzen nicht unbedingt, du etwa?
Unabhängig davon muss an der Stelle die nicht ganz zynische Frage erlaubt sein, was den Neuling dann von Lieberknecht unterscheiden würde, der ja jetzt auch schon länger als ein Jahr an der Mannschaft rumbastelt und dem - zumindest den Aussagen hier nach - auch erst vor 3-4 Wochen gewisse Dinge klar geworden sind?
Warum ist das bei Lieberknecht die "Anlaufphase", was bei anderen dann als grundlegende Verständnisfrage ob ihres Arbeitsumfeldes beschrieben wird?

Zitat von Hegermeister

Boah, ja, plaktiv. Und halt voll übertrieben. Maßlos gescheitert?


Ja, plakativ.
Wenn die Aufgabenstellung gelautet hat uns zu verbessern und spielerisch etwas neues, besseres zu implementieren - dann ist Lieberknecht hier gescheitert. Betrachtet man die spielerische und ergebnistechnische Talfahrt mit zunehmender Dauer seiner Beschäftigung hier, dann kann man das durchaus auch als "maßlos gescheitert" beschreiben.
Mir ist klar, dass sich jetzt an dieser Begrifflichkeit wieder aufgehangen wird. Aber das juckt mich ehrlich gesagt recht wenig, wenn man die Rückrunde betrachtet, in der man trotz der Vorbereitungen, besseren Integration der Neuzugänge und längerer Arbeitsgrundlage statt Verbesserungen eben zunehmend Auflösungserscheinungen und einen zunehmend ratloseren Trainer sah.
Der Vergleich zu den Aussagen Hengens bei der Demission von Anfang wurde ja schon oft genug gezogen. Nimmt man die als Grundlage um die Nachhaltigkeit von Lieberknechts Wirken hier zu beurteilen - wie würde das Fazit ausfallen? Auch und gerade im Hinblick auf die sinkende Formkurve und den erneuten Kaderumbruch im Sommer?

Zitat von Hegermeister

Wenn ich aber wenig weiter lesen muss, "Och, dann floppt es halt" - dann frage ich mich ernsthaft, wie denn der Bezug zur Realität so ist. Der FCK in Abstiegsnähe ist ein Energie-Sog. Da führt ein fehlender Punkt schnell zum anderen.


Keine Ahnung wer dieses "Och, dann floppt es halt" geschrieben hat - ich war es jedenfalls nicht. Alles was ich schrieb war, dass die Möglichkeit natürlich auch besteht. Ebenso wie die Möglichkeit besteht, dass wir die aktuelle Form- und Ergebniskrise fortsetzen, die uns in der Rückrunde auf eine Ebene mit diversen Abstiegskandidaten gebracht hat. Denn im Gegensatz zu irgendwelchen Szenarien und Gedankenspielchen ob hypothetischer Trainernovizen sind diese Ergebnisse tatsächlich Realität.

Zitat von Hegermeister

Vor diesem Hintergrund halte ich "gescheitert" für gefährliche Realitätsverachtung. Ich mahne das wirklich und dringend an, Vokabular aus der Phrasenhölle zu überdenken.

Bis zu dem Zeitpunkt, an dem es tabellarisch um nichts mehr ging, haben die Reaktionsspiele immer gepasst. Das ist nicht wenig und weit weg von "gescheitert".


Was am Ende ein netter Euphemismus dafür ist, dass es diese "Reaktionsspiele" überhaupt - und dann auch noch in dieser Anzahl - brauchte, dass es irgendwann eben um nichts mehr ging und dann Lieberknecht die Mannschaft auch nicht mehr im Ansatz motivieren/erreichen konnte. Werbung sieht anders aus.
Zum Thema "Vokabular aus der Phrasenhölle" noch einmal abschließend: Lieberknecht trat hier an uns defensiv zu stabilisieren, tabellarisch zu verbessern und uns spielerisch (positiv) zu entwickeln, das waren die Zielsetzung und den Anspruch, den man nach dem Trainerwechsel hatte. Und nach mehr als einem Jahr kann man durchaus festhalten, dass wir defensiv trotz vieler Neuzugänge und dem Vorhandensein individuell wirklich guter Spieler niemals eine defensive Stabilität erreicht haben, tabellarisch uns nicht verbessert haben (was mir persönlich komplett egal wäre, wenn der Rest mich positiv stimmt) und wir spielerisch keinerlei Fortschritte gemacht haben, sondern vielmehr seit Monaten um die Mannschaft, Motivation und die Fassung ringen, sobald uns das Spiel nicht buchstäblich in Sachen Spielverlauf in die Hände fällt. Hätte es schlimmer laufen können? Natürlich, definitiv. Das ändert doch aber nichts daran, dass Lieberknecht nicht die Ziele erreicht hat, die man sich eigentlich erhofft hat - selbst wenn der Tabellenplatz absolut in Ordnung ist.
@Newtrial hat es ja passend zusammengefasst - ich wäre bei weitem nicht so pessimistisch und streng, hätte die Entwicklung in umgekehrter Reihenfolge stattgefunden. Von schlecht zu besser. Tatsache ist aber, dass wir eben zunehmend schlechter wurden. Der Unterschied ist, dass du das in weiten Teilen auf die Tabellensituation schiebst, während ich in Anbetracht der Detailfragen wie den Standardsituationen und fehlenden Entwicklungen in anderen - deutlich kleinteiligeren - Bereichen eben die grundsätzliche Frage stelle, ob das als Ausrede/Entschuldigung wirklich taugt. Und ob das ganze mit ein paar Neuzugängen wirklich so easy zu lösen ist, wenn das gleiche schon mit den Neuzugängen im letzten Jahr nicht geklappt hat und man Leute wie Hanslik ziehen lässt, die eigentlich wie die Faust aufs Auge passen müssten, sind das eben nicht nur leere Worte.

•     •     •

Mein Leben hab ich dir vermacht, jeden Tag und jede Nacht!
Forza FCK, rot-weiß-rot olé!
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4779
11.05.2026 - 17:12 Uhr
Ich steige hier wieder aus, weil wir uns im Kreis drehen.

Und das hängt maßgeblich an Formulierungen wie dieser...
Zitat von Hemdl

auch der Rest des Kaders in Sachen Form und Leistung in den Keller gerauscht ist,


"In den Keller gerauscht" ernsthaft?
Kuck auf die Tabelle von Hin und Rückrunde. Dann könnte man wohlwollen noch bedenken, dass wir in der Rückrunde mehr Auswärtsspiele hatten.

Keller? Ernsthaft?
Auf der Grundlage solcher Übertreibungen ist einfach keine sinnvolle Diskussion möglich

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Hate the Game, not the Player!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hegermeister am 11.05.2026 um 17:32 Uhr bearbeitet
Torsten Lieberknecht [Trainer] |#4780
11.05.2026 - 17:37 Uhr
Zitat von Hegermeister
Ich steige hier wieder aus, weil wir uns im Kreis drehen.

Und das hängt maßgeblich an Formulierungen wie dieser...
Zitat von Hemdl

auch der Rest des Kaders in Sachen Form und Leistung in den Keller gerauscht ist,


"In den Keller gerauscht" ernsthaft?
Kuck auf die Tabelle von Hin und Rückrunde. Dann könnte man wohlwollen noch bedenken, dass wir in der Rückrunde mehr Auswärtsspiele hatten.

Keller? Ernsthaft?
Auf der Grundlage solcher Übertreibungen ist einfach keine sinnvolle Diskussion möglich


Da kann man ja mit einer simplen Gegenfrage antworten: Welchem Spieler würdest du denn eine gute Rückrunde attestieren?
Mir fällt da nur Sahin ein, der in der Hinrunde mehr zu kämpfen hatte. Aber sonst?

Was ist dann an meiner Beschreibung, die im übrigen im Gesamtkontext sich auf die Form und Leistung der Spieler insbesondere in Bezug auf die Leistung der winterlichen Neuzugänge bezog, derart überzogen? Oder anders gefragt: Wenn die Spieler, die schon da waren allesamt ihre Leistungen nicht einmal im Ansatz steigern oder wenigstens konservieren konnten, inwiefern lassen sich dann Aussagen über die Qualität der Neuzugänge im Winter treffen, nur weil diese sich diesem Niveau angepasst haben?

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