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Taktiktisch

10.08.2003 - 13:30 Uhr
Zeige Ergebnisse 61-70 von 133.
Taktiktisch |#61
20.10.2020 - 10:50 Uhr
Zitat von ColeWorld
Nächste Woche bitte.



Ob Netz wirklich schon so weit ist, bezweifele ich ein wenig. Ansonsten sehe ich die Sache genauso. Schluss mit 4-2-3-1 oder 4-3-3. Jetzt muss ein System ohne offensive Flügelspieler her, die wir halt nicht haben. Dann gibt es auch kein Loch, das mit Leckie gestopft werden muss.

Dilrosun funktioniert nicht mehr und am letzten Tag des Transferfensters wurde der anvisierte Außenstürmer doch nicht verpflichtet. Dem muss Rechnung getragen werden. Da kommt die Raute ganz richtig. Nach dem geglückten Saisonstart in Bremen, dachte ich, es ginge ohnehin in diese Richtung.

Und dann muss dieses System aber auch Woche für Woche gespielt werden und darf nicht laufend geändert werden. Zeit zum Experimentieren haben wir, wenn die Einspielphase überstanden ist, also frühstens in der Rückrunde.

•     •     •

Schmadtke
Bockenfeld Zewe Zimmermann Baltes
Fach Köhnen
Bommer Seel
Thomas Allofs Klaus Allofs
Taktiktisch |#62
29.12.2020 - 20:11 Uhr
Zitat von Hertha1977

Ich hab da mal ne Frage an die Taktik-Freaks hier, ich bin da nämlich nicht so der Experte.... silent

Wenn Bruno weiter auf sein Sytem mit einem Stürmertyp "Cordoba" setzt und man Piatek (weil er nicht passt) abgeben würde; Macht es dann überhaupt noch Sinn, einen echten RA bzw LA zu verpflichten? Ohne einen MS, der gefüttert werden muss, braucht man ja auch keine Außen mehr, die das Futter liefern. Oder könnten solche Außen für Cordoba auch Sinn machen? RA/LA, die nach innen ziehen und selbst den Abschluss suchen (Lukebakio z.B.) passen ja offenbar besser zu Cordoba.


Bisher spielt Labbadia in einer ähnlichen Angriffsformation wie es beispielsweise Klopp letztes Jahr mit Liverpool getan hat.

Diese stellt sich ungefähr so dar:


-------------------------------Schwolow------------------------------
-------------------Boyata-----------------Torunarigha-------------
---------------------------------Stark-----------------------------------
-----------Darida--------------------------------Guendouzi---------
Pekarik------------------------------------------------Plattenhardt
------------Lukebakio-----Piatek-------Cunha--------------------



Durch diese Formation entsteht ein relativ großes Vakuum in der Transition vom mittleren ins letzte Drittel. Die Breitengeber Pekarik und Plattenhardt gehen zu selten ins Risiko um mit einem Dribbling oder Doppelpass an der Außenlinie durchzubrechen, weshalb die vordere 3er-Reihe häufig auf sich selbst gestellt ist. Auch das Positionsspiel der 3er-Reihe an sich ist problematisch, da Cunha und Lukebakio sich zu selten und zu langsam aus der häufig mannorientierten Bewachung lösen.
Der Spielaufbau von Stark, Guendouzi und Darida ist häufig von einer zu langsamen Entscheidungsfindung geprägt. Gerade Stark fällt hierbei immer wieder dadurch auf, dass er gute Passoptionen verstreichen lässt, da er im Kopf nicht schnell genug ist oder die Spieler sich zu schlecht zum Gegner positionieren, aber auch Guendouzi und vor allem Darida und Tousart haben die gleichen Probleme. Generell stimmen die Abstände zu selten und dadurch gehen viele Transitionsbewegungen in das letzte Drittel verloren, bevor sie überhaupt stattfinden.

Was genau hat das mit Cordoba und Flügelspielern zutun?

Cordoba ermöglicht es im letzten Drittel auch mal Flanken aus dem Halbfeld in den Strafraum zu schlagen. Seine Fähigkeit Bälle festzumachen und auf die Nachrückenden Cunha/Lukebakio abzulegen macht das Hertha-Spiel also deutlich variabler. Seine Strafraumpräsenz macht es zudem schwierig ein so stark mannorientiertes Pressing aufzuziehen, wie es in den letzten Spielen der Fall war. Durch Rotationsbewegungen können Cunha und Lukebakio sich mit Cordoba im Sturm deutlich besser ihren Bewachern entziehen, da Cordoba meist mehrere Gegenspieler bindet.

Meiner Meinung nach braucht man also nicht unbedingt einen Stürmer wie Cordoba, aber man braucht Spieler auf den Außenbahnen, die sich mehr trauen. So lange man da mit Pekarik und Plattenhardt spielt, wird man auch immer auf einen Stürmer angewiesen sein, der vorne Bälle festmacht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von vanscap am 29.12.2020 um 20:20 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#63
07.01.2021 - 18:41 Uhr
Zitat von Landauer

Es gibt keine Systematik, keine Trainerhandschrift, eher Chaostheorie.


Selbstverstänlich gibt es die. Die Frage ist eher, ob sie einem gefällt. Ich sehe das ganze Thema jedenfalls etwas differenzierter, obowohl ich Labbadia nach den Eindrücken gegen Mainz und Freiburg auch mehr als nur kritisch gesehen habe. In unserem Fall macht es aber glaube ich schon Sinn, die Entwicklung von Beginn zu betrachten und zumindest zu hinterfragen, wie es zu den Minusleistungen vor Weihnachten kommen konnte.

Als Labbadia hier übernommen hat, kamen wir aus einer Kombination mit Klinsmann und Nouri, die mMn für den unansehnlichsten Fussball stand, an den ich mich seit dem Wiederaufstieg erinnern kann. Das war grausam, auch taktisch. Mit dem vorhandenen Personal war das nicht akzeptabel und die Entscheidung, in der Corona-Pause zu wechseln, war richtig, auch wenn Preetz für den unentschuldbaren Fehlschuss mit Klinsmann zu wenig öffentliche Kritik bekommen hat. Er kann sich letztlich bei Facebook-Jürgen bedanken, dass dessen historischer Abgang so absurd war, dass er die Unzulänglichkeiten von Preetz ziemlich kaschiert hat. Zumindest in der Öffentlichkeit.

Die Entscheidung für Labbadia war vertretbar, gerade nach dessen hervorragender Arbeit in Wolfsburg. Und der Effekt war nach der Pause direkt ersichtlich und beeindruckend. Man hat Fussball gespielt, der Ansatz war offensiv und die fehlenden Punkte wurden schnell gesammelt. Trotzdem hat man sich - mMn richtigerweise - für einen Umbruch im Sommer entschieden, der v.a. die Struktur der Führungsspieler verändert hat. Das werde ich jetzt nicht nochmal aufwärmen, man sollte aber nicht vergessen, dass man gerade in diesem Bereich keine Nachfolger verpflichtet hat, sondern durchgängig nur Spieler, die sich mal dahin entwicklen können.

Und hier beginnen dann mMn die Probleme. Man wollte auf der letzten Saison aufbauen, hatte aber keinerlei Struktur mehr im Spiel gegen den Ball und unzählige individuelle Fehler. Das Spiel gegen Braunschweig war da stellvertretend. Chancen für locker 10 Tore und am Ende eine Niederlage mit absurden Fehlern. In der Bundesliga ging das auch grundsätzlich so weiter, man praktizierte einfach deutlich zu viele Fehler. Ich sehe darin erstmal noch kein taktisches Versagen, sondern ein klares Anzeichen von fehlender Struktur und Führung auf dem Platz. Zu viele Spieler waren nur mit sich beschäftigt, zu wenige haben geführt.

Da beginnen dann aber die Fehler, die ich Labbadia zuschreiben würde. Auf die Gegentorflut wurde mit einem deutlich defensiverem Ansatz reagiert. Das ist grundsätzlich okay, wir haben als Reaktion dann aber auf einmal mit einer Art Raute aus Stark, Guendouzi, Darida und Cunha gespielt (teilweise auch Toussart), die für mich taktisch vollkommen unsinnig war. Ab dem Zeitpunkt hat die Raumaufteilung mit dem Ball überhaupt nicht mehr funktioniert. Warum Labbadia sich in diesem System über fehlendes Flügelspiel beschwert hat, werde ich jedenfalls niemals verstehen. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass uns Flügelspieler fehlen. Mit der steigenden Form von Dilrosun wurde das Problem zumindest kurzfristig wieder etwas besser. Dennoch hat dieses System und seine Taktik unser Spiel extrem gelähmt.

Gegen Schalke hat man nun endlich wieder im eigentlich gewohnten 4-3-3 gespielt und das sah bedeutend besser aus. Und nein, meiner Meinung nach lag das nicht hauptsächlich am personellen Wechsel von Stark zu Toussart. Auch mit Toussart auf der 6 hätte die Raute mit Guendouzi, Darida und Cunha nicht funktioniert. Wenn man das momentane System beibehält, bin ich eigentlich überzeugt davon, dass es fussballerisch in den nächsten Wochen weiterhin besser aussehen wird. Aber Labbadia braucht jetzt eben auch Punkte. Und ein solches "Experiment" darf er sich definitiv nicht nochmal erlauben. Bei mir hat er durchaus ordentlich Kredit verspielt. Trotzdem halte ich seinen Ansatz des Fussballs grundsätzlich für nicht verkehrt, er muss es im nächsten Schritt eben schaffen, den Ballbesitz in die gegnerische Hälfte zu verlagern und allgemein mehr Chancen zu erspielen. Ein zusätzlicher Flügespieler wäre da sicherlich hilfreich. Grundsätzlich scheint das Verhältniss zwischen Trainer und Team jedenfalls noch zu stimmen. Jetzt liegts an Labbadia zu beweisen, dass er die Mannschaft entwickeln kann und das ein funktionierendes System gefunden wird.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"
Taktiktisch |#64
26.01.2021 - 11:57 Uhr
Hallo Ihr Lieben,

ich hab mal ein wenig in den Zahlen der bisherigen Saison gekramt. Bruno ist ja Geschichte und es geht auch gar nicht ums Nachtreten. Aber ich finde ein gewisses Detail sehr bemerkenswert in dieser Saison.

Man kann sich ja trefflich über neue Spieler, verfehlte Kaderzusammenstellung und ungenügende Grundformationen unterhalten. Aber gerade in den letzten Spielen hatte ich jeweils den Eindruck als würde etwas Grundlegendes fehlen. Also bin ich dem mal nachgegangen und bin auf die Mannschafts-Laufleistung gestoßen.

Prinzipiell sagt die ja in einem Spiel nicht besonders viel aus. Aber ich habe sie mal rein faktisch für die komplette bisherige Saison betrachtet - immer im Zusammenhang mit dem Ertrag und dem jeweiligen Gegner.

Hertha punktete bisher in 9 von 18 Spielen. In 8 dieser 9 Spiele, in denen es am Ende Punkte gab spulte das Team mehr Kilometer ab als der Gegner (im neunten Spiel lief man fast genauso viel wie der Gegner). In ALLEN* Partien, die verloren wurden, lief das Team jedes Mal weniger als der Gegner (*Ausnahmen jeweils gegen Dortmund und gegen Bayern - dort verlor man auch, aber erzielte einige Tore ).

Nach 18 Spieltagen ist das mehr als ein Zufall. Man kann zu dem Schluss kommen, dass Hertha mehr läuferisch investieren muss als der Gegner, um Punkte einzufahren.

Und natürlich ist hier auch klar ein Ansatz zu erkennen für einen neuen Trainer. Wenn der jeweilige Gegner einen höheren Aufwand betreibt als die eigene Mannschaft, dann ist Hertha derzeit nicht in der Lage, das spielerisch auszugleichen. Und solange das so ist (ändert sich ja nicht auf Knopfdruck), muss man aus meiner Sicht darauf achten, stets mehr zu investieren als es der jeweilige Gegner tut.

In meiner persönlichen Ansicht deckt sich das mit der Beobachtung, dass eben nicht stets die gesamte Mannschaft verschiebt bzw. nachrückt und dass auf diese Weise auch Lücken entstehen, die dann zu Kontrollverlust und zu Gegentoren führen.

Quelle: https://www.sport.de/fussball/deutschland-bundesliga/se35753/2020-2021/ro109214/spieltag/md18/teamstatistik-laufleistung/

Was sagt Ihr?

P.S.: ich hatte das ähnlich schon mal neulich im BL-Thread gepostet, aber dieser ist ja quasi kein geeigneter Diskussions-Thread für solche Angelegenheiten.

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Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden
Taktiktisch |#65
26.01.2021 - 13:59 Uhr
Ich bin bereit für eine weitere spielerische Betrachtung beim Thema Statistik, die keine rein taktische ist, aber ich finde keinen geeigneteren Thread. Also verzeiht mir, falls ich am Thema vorbei schreibe:

Offensivkraft bei Hertha

Ausgangslage
Hertha hat ja nur wenige torgefährliche Spieler in den eigenen Reihen in dieser Saison. Sechs Spieler haben derzeit mehr als ein Tor erzielt. Diese sechs sind Matheus Cunha (6), Jhon Cordoba (5), Krzysztof Piatek (4), Dodi Lukebakio (3), Peter Pekarik (2) und Matteo Guendouzi (2).
Ich betrachte für den weiteren Verlauf allerdings nur Tore, die nicht als Strafstoß erzielt wurden. Ergo: Cunha -2.

Was ich mir angeschaut habe
Ich wollte wissen, ob einige Hertha-Spieler statistisch gesehen torgefährlicher sind als andere und wie sie allgemein "erwartbar" treffen.

A) Das erste, was ich mir angeschaut habe ist der Wert der Tore im Vergleich zur Einsatzzeit:

Tore pro 90 Minuten Einsatzzeit
JC - 0,50
KP - 0,42
MC - 0,27
DL - 0,22
MG - 0,16
PP - 0,14

B) Dann wollte ich wissen, wie viele Tore statistisch erwartbar waren für die Feldpositionen und Situationen, in denen die Spieler waren. dazu gibt es den xGoal Wert. Wenn der Wert besonders nach oben hin abweicht, dann könnte man auf die Idee kommen, dass der Torabschluss des jeweiligen Spielers verbessert werden sollte. Wenn er nach unten abweicht, dann scheint es aus statistischer Betrachtung her vernünftig, diesen Spieler mannschaftstaktisch vermehrt in Abschlusspositionen zu bringen.

Spieler / Tore / xGoal
JC / 5 / 4,6
MC / 4 / 3,1
KP / 4 / 2,7
DL / 3 / 4,1
PP / 2 / 1,1
MG / 2 / 0,6

Interessant ist hier, dass eigentlich alle Akteure statistisch gesehen überperformen - einige deutlich - bis auf Dodi Lukebakio, wobei PP und MG (auch positionsbedingt) deutlich in ihren Werten abfallen.

C) Wer gibt eigentlich statistisch gesehen die vielversprechendsten Vorlagen. Auch hierzu gibt es einen statistischen Pointer, den xAssist-Wert, der den xGoal-Wert der Schüsse bewertet, zu denen ein Spieler den Assist geliefert hat - auch hier wieder um die Einsatzzeit bereinigt, also pro 90 Minuten Einsatzzeit. Hier wurden nur Spieler betrachtet, die wenigstens in 50% der Spiele zum Einsatz kamen (und zudem Dilrosun, der ja verletzungsbedingt wenig Spielzeit sammeln konnte):

Mathew Leckie - 0,25
Vladimir Darida - 0,20
Matheus Cunha - 0,20
Maxi Mittelstädt - 0,17
Jhon Cordoba - 0,13
Dodi Lukebakio - 0,11
Krzysztof Piątek - 0,10
Javairo Dilrosun - 0,10

Interessant hier, dass auf seine Einsatzzeit bezogen Leckie die Vorlagen gibt, die statistisch gesehen am meisten Torgefahr bedeuten sollten.
Dass auch Mittelstädt "oben" mit auftaucht, überrascht (zumindest mich) genauso. Ein Jessic Ngankam trotz zehn Einsätzen taucht in dieser Statistik als komplett harmlos mit 0,0 auf.

Nur mal so im Vergleich hab ich die letzte Statistik mal für erfolgreichere Vereine erstellt, damit man die Zahlen vielleicht etwas einordnen kann. Weil ich da nicht auf einen Personalvergleich hinaus will, sind die Zahlen einfach der Größe nach vom statistisch jeweils besten Spieler abwärts angegeben (und ganz unten die Gesamtdifferenz der Top-8):

Hertha / BMG / Bayern / Frankfurt
0,25 / 0,32 / 0,42 / 0,38
0,20 / 0,27 / 0,42 / 0,33
0,20 / 0,21 / 0,41 / 0,25
0,17 / 0,15 / 0,39 / 0,21
0,13 / 0,14 / 0,39 / 0,20
0,11 / 0,13 / 0,22 / 0,19
0,10 / 0,09 / 0,22 / 0,15
0,10 / 0,09 / 0,16 / 0,11
--------------------------------
---- / +0,14 / +1,37 / +0,56*
Zudem hat Frankfurt zur Winterpause einen Spieler abgegeben mit dem Wert von 0,25 (Dost) und einen geholt, der bisher 0,35 hat (Jovic), der aber in den Stats nicht auftaucht bislang.

Ich will natürlich noch einmal erwähnen, dass dies alles statistische Zahlenspielereien sind und bitte - glaubt nur Statistiken, die Ihr selbst gefälscht habt.

Aber vielleicht gibt es ja einige User, die solchen Spielereien doch etwas abgewinnen können.

Quelle: https://fbref.com/en/squads/2818f8bc/Hertha-BSC-Stats

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Borussia ein Leben lang ++ Im Zeichen der Raute geboren ++ Leidenschaft kommt von Leiden

Dieser Beitrag wurde zuletzt von rossini am 26.01.2021 um 14:00 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#66
08.02.2021 - 12:34 Uhr
Taktisch wird es jetzt darauf ankommen, dass sich für den Endspurt der Saison eine Mannschaft findet. Einige Punkte halte ich für extrem wichtig, um endlich unsere PS auf die Straße zu bekommen:

  • Cunha muss endlich wieder im Zentrum spielen. Auf LA wirkt er immer mehr verschenkt und seine kreative Interpretation der Position führt auch zu Instabilität auf der linken defensiven Außenbahn.
  • Sobald Khedira fit ist wird er spielen. Das wird mindestens ein prominentes Opfer im ZM mit sich ziehen. Ich tippe auf Guendouzi. Den wird sich Pal wie gegen die Bayern als erfrischenden Einwechselspieler zurückbehalten. Tousart scheint immer besser zurecht zu finden, weshalb ich ihn als Balleroberer aktuell gesetzt sehe. Santi kann auch noch wichtig werden - gerade, wenn man mal in einem 4-3-3 spielen möchte.
  • Dass Radonjic sich einen Startplatz erspielt, steht für mich außer Frage. Zu schwach die Konkurrenz auf den Außen. Ich hoffe, dass er zündet. Bei Lukebakio schmerzt die Berücksichtigung ein wenig, da ich ihn für eine Gefährdung unseres Spieles sehe. Ich setze aber immer noch, evtl etwas naiv, auf den Pal-Effekt. Sollte er aber weiterhin so spielen wie gewohnt, wird sich sogar ein Leckie an ihm vorbeischieben. Unsere Außen wechseln unter Pal ja oftmals ihre Positionen, weshalb es fast schon egal ist, auf welcher Seite sie starten. Ich wäre aber ein Fan davon, wenn wir unsere Flügel nicht mehr invers besetzen.
  • Im Sturm scheint mit Piatek den Dardai-Fußball jetzt schon besser zu verinnerlichen als ihm das unter Labbadia jemals geglückt ist. Man sieht einfach, dass ihm Umschaltfußball besser zu Gesicht steht. Ich denke, dass auch Pal das erkannt hat.
  • Die Abwehr stellt sich fast schon von selbst auf. Unabhängig von der Verletzung von Toru, sehe ich Alderete aktuell vor ihm. Ob Platte spielt, wenn er fit ist, wird sich zeigen - ich gehe davon aus. Auf Rechts ist an Pekarik kein vorbeikommen. Leider liegt das aber eher an den schwachen Back-ups. Stark halte ich immer noch für nicht wirklich hilfreich - da freue ich mich auf ein Boyata-Comeback. Aber jetzt müssen wir mit dem arbeiten, was zur Verfügung steht.
  • Im Tor gehe ich weiter von Jarstein aus - vermutlich aber nicht lange, da seine ersten Aussetzer gegen Bayern schon begonnen haben.


Wir brauchen jetzt echt so etwas wie eine kleine Serie mit dem einen oder anderen unerwarteten Punkt, damit wir nicht bis zu den letzten 2 Spieltagen im Abstiegskampf stecken. Vor dieser mentalen Belastung habe ich bei unserem Team wirklich Angst. Gegen die nächsten 4 Gegner (Stuttgart, Leipzig, Wolfsburg und Augsburg) sollten es mindestens 6 Punkte werden, damit man sich wieder etwas Luft verschafft. Bielefeld hat im gleichen Zeitraum (Bremen?) Bayern, Wolfsburg, Dortmund und Union vor der Brust.

Diese 4 Spiele werden enorm richtungsweisend, da man sich mit harter Arbeit und etwas Glück endlich mal stabilisieren könnte und somit den Grundstein für bessere Zeiten legt. Jedes Spiel ist ab jetzt jedenfalls eine Art Endspiel und so sollten es die Jungs auch angehen.
Taktiktisch |#67
30.04.2021 - 13:41 Uhr
Ich hoffe, dass man das erste Spiel so angeht!
Jarstein fällt aus, daher ist Schwolow gesetzt.
Mittelstädt stellt sich von allein auf, da Netz verletzt ist und Platte noch Fitnessrückstand hat.
Zeefuik ebenso, da die Alternativen Klünter und Pekarik zu defensiv sind und Leckie qualitativ abfällt.
Die Dreierkette hat in letzter Zeit sehr gut funktioniert und ist auch eingespielt, daher würde ich da auf keinen Fall etwas ändern, zumal Boyata noch ein wenig Trainingspraxis benötigt. Vielleicht könnte man ihn ja, je nach Spielstand, ja einwechseln. Alderete wird wohl aktuell hinter Dardai und Torunarigha erst die Nr. 3 als LIV sein.
Khedira und Tousart sollten gesetzt sein auf der Doppelsechs. Sie bringen die Sicherheit in die Zentrale. Santi kann dann als Einwechsler für Khedira reinkommen um dessen Kräfte zu schonen und noch mal einen positiven Impuls im Spiel zu bringen.
Guendouzi könnte dann in der offensiven Rolle hoffentlich an seine guten Leistungen aus der Hinrunde anknüpfen. Vielleicht hat die Pause ihm da sogar gut getan.
Im Sturm würde ich zu Beginn gerne Córdoba (als Wandspieler und Wuchtstürmer) und Cunha (als Satellit der um Cordoba herumwuselt) sehen. Das könnte ich mir auch für die neue Saison gut vorstellen, wenn man auch zukünftig auf einen Zweiersturm setzt. Cunha als 10'er ist mir zu weit vom Tor weg und ist eben nicht der geniale Ballverteiler. So einen muss man dann im Sommer neu holen. Mit Piatek und Radonjic kann man offensiv noch gut wechseln.

Jarstein, Plattenhardt, Netz, Lukebakio fallen für Mainz definitiv noch aus, Boyata und Löwen werden sicherlich noch geschont damit sie sich nicht auf Grund zu früher Belastung verletzen. Man muss die Breite des Kaders in den 6 Spielen nutzen, da wäre es kontraproduktiv, wenn Rückkehrer gleich wieder ausfallen.

•     •     •

Achtung: Dies spiegelt, wenn überhaupt, nur meine Meinung wieder! Sucht euch 'ne eigene! Ach ja: Sollte jemand ein Problem mit mir haben, kann er es gerne behalten. Ist ja sein Problem!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von HerthaFansince1989 am 30.04.2021 um 13:45 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#68
21.07.2021 - 13:51 Uhr
Die Aufstellung hat erstmal nix mit dem Spielsystem zu tun.
Bei einem 442, 433 oder was auch immer handelt es sich um eine Formation oder Grundordnung.
Sie beschreibt nur, welche Spieler für welchen Raum zuständig ist.

Das Spielsystem beschreibt dann wie diese Räume bespielt werden sollen.
Wenn von einem einheitlichen Spielsystem gesprochen wird ist, in der Regel keine Formation gemeint.
Sondern Ballbesitz- oder Umschaltfußball, flacher oder hoher Aufbau, Pressinglinien, Pressingauslöser etc. etc.
Das Spielsystem kann im 433 das gleiche wie im 4231 sein. Nur sind die Räume da anders besetzt.

•     •     •

Wer das in der willkürlichen, aber konventionellen Anordnung der Grapheme an erster Stelle stehende Zeichen artikuliert, verpflichtet sich dadurch stillschweigend zur subsequenziellen Artikulation des zweiten.

Meine kognitive Aktivität manifestiert meine Existenz
Taktiktisch |#69
16.08.2021 - 11:29 Uhr
1/2

Was von vielen Usern bereits angemerkt wurde, möchte ich hier nochmal deutlicher darstellen: Unser Kader eignet sich am ehesten für eine 3er-Kette.
In meinen Augen wäre diese Aufstellung die stärkste, die man aus dem aktuellen Kader bilden kann. Natürlich weist aber auch diese Aufstellung einige Schwachstellen auf. Jedoch könnte man diese mit 2-3 gezielten Transfers beheben: 2 neue Schienenspieler müssten verpflichtet werden, da Maxi und Zeefuik bestenfalls gute BackUps sind. Außerdem müsste man den zur Finanzierung anscheinend benötigten und sich abzeichnenden Cunha-Abgang kompensieren.
Setzt man auf eine 4er-Kette, sehe ich Bedarf für mindestens 4 Neuzugänge für die Startelf (RA, LA, RV, LV), was angesichts der kurzen verbleibenden Zeit für Transfers und der bereits begonnen Saison unrealistisch erscheint.
Warum eignet sich der Kader für mich eher für eine 3er- als für eine 4er-Kette?
1. wir haben 4 starke Innenverteidiger mit Stammplatzambitionen
2. das bestehende Vakuum auf den Außen lässt sich mit weniger Transfers füllen

Schaut man sich obige Aufstellung an und wirft anschließend einen Blick auf den Kader, fällt auf, dass wir auf nahezu jeder Position doppelt besetzt sind. Die einzige Ausnahmen davon bilden die Außenpositionen:

Schwolow -> Jarstein??/Körber
Stark -> Klünter
Boyata -> Stark/Jordan/Marton
Jordan -> Marton
Santi -> Tousart
Serdar -> Prince
Jovetic -> Dilrosun/Richter
Piatek -> Selke
Cunha -> Lukebakio/Richter

Wie meine Planung umgesetzt aussehen könnte, folgt im nächsten Beitrag…
Dieser Beitrag wurde zuletzt von PaulBSC am 16.08.2021 um 11:42 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#70
01.09.2021 - 11:51 Uhr
Nach dem Abgang von Dilrosun muss es ja fast auf ein 3-5-2 hinauslaufen. Das System, mit welchem Bobic in Frankfurt Erfolge gefeiert hat.

Im Tor ist ja allgemein bekannt, dass ich nicht viel von Schwolow halte und mir Christensen wünsche.

Die Innenverteidigung stellt eigentlich das Prunkstück der Mannschaft dar. Boyata, Stark, Torunarigha, Dardai und auch Klünter haben gezeigt, dass sie diese Positionen auf solidem bis gehobenen Bundesliganiveau spielen können. Hier muss die Basis für eine erfolgreiche Saison liegen.

Auf der rechten Seite sehe ich mit Zeefuik sogar einen Spieler, der mir in dem System gut gefällt. Er ist schnell, wuchtig, und kommt relativ häufig am Gegenspieler vorbei. Dazu gewinnt er jedes Kopfballduell und konnte zum Ende der letzten Saison auch häufiger im gegnerischen Strafraum gefährlich auftauchen. Pekarik ist für dieses System leider relativ ungeeignet, da ihm das Tempo und die Laufstärke fehlen.

Links ist Plattenhardt wohl erstmal gesetzt. Er schlägt sehr gute Flanken und Standards, weshalb im aktuellen Team kaum auf ihn verzichtet werden kann. Was ihm leider fehlt ist das Tempo, aber ich denke mit einer leicht asymetrischen Ausrichtung kann man dies auffangen, da Plattenhardt auch selten für gefährliche Flanken zur Grundlinie durchlaufen muss, sondern diese auch aus dem Halbfeld schlagen kann.

Im Mittelfeld ist für mich vor allem eine Frage wichtig: Wer spielt neben Serdar? Tousart und Ascacibar könnte ich mir hier beide vorstellen, aktuell hat bei mir Tousart die Nase vorne.

In der Offensive ist Belfodil wohl erstmal gesetzt. Er ist für mich ein guter Stürmer, der das Vertrauen des Trainers braucht und ich kann mir vorstellen, dass er in die Ibisevic-Rolle reinwachsen kann. Daneben würde ich Piatek oder Jovetic sehen, quasi die Jovic-Position, da beide eine sehr gute Schusstechnik und eine kurze Zündschnur haben. Selke steht für mich aktuell hinten an und muss sich nach den letzten doch sehr dürftigen Leistungen und der Verletzung als Herausforderer präsentieren. Richter auf der 10 macht die Rebic Position, auch hier kann man durchaus Ähnlichkeiten im Skillset erkennen, auch wenn Richter die Bulligkeit des Kroaten abgeht.

Maolida und Ekkelenkamp sind beides sehr spannende Spieler, die ich aber nicht direkt als Stammspieler einplanen würde, da ich ihre aktuelle Leistungsfähigkeit in der Bundesliga schwer einschätzen kann. Potenziell sind es aber meiner Meinung nach beides Spieler, die der Mannschaft weiterhelfen können.
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