Taktiktisch
10.08.2003 - 13:30 Uhr
15.09.2020 - 21:51 Uhr
15.09.2020 - 22:00 Uhr
Zitat von AMMARO97
Ich halte diese Aufstellung für ziemlich realistisch gegen Bremen.
Ich halte diese Aufstellung für ziemlich realistisch gegen Bremen.
Glaube ich auch. Sehe das zumindest derzeit als unsere stärkste Aufstellung an. Offensiv hätte man mit Cordoba, Dilrosun, Redan und Ngankam auch noch einige gute Aktionen. Nur im Mittelfeld klafft aufgrund der Verletzung von Ascacibar, dem bevorstehenden Transfer von Duda und der sowieso bereits offenen Planstelle im ZM ein riesiges Loch. Eigentlich müsste man bis zum Wochenende zumindest noch einen günstigen Duda-Ersatz als Back-Up präsentieren. Die Variante mit Maxi im Mittelfeld möchte ich eher nicht mehr sehen, da mir Platte als LV überhaupt nicht mehr gefällt.
15.09.2020 - 22:09 Uhr
Zitat von AMMARO97
Ich halte diese Aufstellung für ziemlich realistisch gegen Bremen.
Ich halte diese Aufstellung für ziemlich realistisch gegen Bremen.
Rechne auch damit, nur im 433 mit zwei Achten wie gegen Braunschweig
15.09.2020 - 22:19 Uhr
Für mich deutet der Weggang von Duda auch darauf hin das man ins 433 übergeht.
Interessant wird es ob man auch eine dreier Reihe vorne sieht mit Cunha LS Córdoba MS und Piatek RS. Also alle drei vorne etwas mittiger. Wo natürlich mehr Arbeit auf das zm und AV zu kommt. Könnte ich mir als Alternative und Möglichkeit vorstellen. Grade gegen Gegner die tief stehen.
So wie es um Konter und umschalten geht. Hat man Dodi und Dilsruon aktuell.
Ich bin gespannt was sich da so ergibt
15.09.2020 - 22:26 Uhr
Zitat von 1892Blau-Weiss
Für mich deutet der Weggang von Duda auch darauf hin das man ins 433 übergeht.
Interessant wird es ob man auch eine dreier Reihe vorne sieht mit Cunha LS Córdoba MS und Piatek RS. Also alle drei vorne etwas mittiger. Wo natürlich mehr Arbeit auf das zm und AV zu kommt. Könnte ich mir als Alternative und Möglichkeit vorstellen. Grade gegen Gegner die tief stehen.
So wie es um Konter und umschalten geht. Hat man Dodi und Dilsruon aktuell.
Ich bin gespannt was sich da so ergibt
Für mich deutet der Weggang von Duda auch darauf hin das man ins 433 übergeht.
Interessant wird es ob man auch eine dreier Reihe vorne sieht mit Cunha LS Córdoba MS und Piatek RS. Also alle drei vorne etwas mittiger. Wo natürlich mehr Arbeit auf das zm und AV zu kommt. Könnte ich mir als Alternative und Möglichkeit vorstellen. Grade gegen Gegner die tief stehen.
So wie es um Konter und umschalten geht. Hat man Dodi und Dilsruon aktuell.
Ich bin gespannt was sich da so ergibt
Halte ich nicht mal für unwahrscheinlich. Das hat BL bei Wolfsburg mit Mehmedi, Weghorst, Ginzcek ja so ähnlich gespielt.
Auf jeden Fall sind wir jetzt taktisch deutlich flexibler.
16.09.2020 - 01:17 Uhr
Zitat von vanscap
In Wolfsburg hat Labbadia teilweise auch erfolgreich in genau diesem 4-3-1-2 mit Ginczek und Weghorst und dahinter Mehmedi gespielt. Ich denke, dass genau diese beiden Systeme (4-3-3 und 4-3-1-2) auch bei Hertha am ehesten Verwendung finden.
In Wolfsburg hat Labbadia teilweise auch erfolgreich in genau diesem 4-3-1-2 mit Ginczek und Weghorst und dahinter Mehmedi gespielt. Ich denke, dass genau diese beiden Systeme (4-3-3 und 4-3-1-2) auch bei Hertha am ehesten Verwendung finden.
Nachdem der kicker berichtet hat, dass Hertha - trotz der Cordoba-Verpflichtung - weiter fest mit Piatek plant, vermute ich ganz stark, dass Labbadia größtenteils auf ein 4-4-2 mit zwei ZM setzen wird. Er wollte ja unbedingt diesen bulligen Typ Mittelstürmer und ich kann mir nicht vorstellen, dass man 15 Mio. investiert, um entweder ihn oder 23-Mio.-Mann Piatek auf die Bank zu setzen. Sicher kann man immer, je nach Gegner, mit einem der beiden beginnen und den anderen im Verlauf des Spiels einwechseln, aber vorstellen kann ich es mir nicht so recht. Das wäre schon dekadent, wenn man 15 oder 23 Mio. auf der Bank hat, während auf anderen Positionen Billiglösungen herhalten müßten
.Hinzu kommt, dass man mit Duda und Samardzic die beiden nominellen 10er abgibt bzw. abgegeben hat. Okay, auch in seinem "4-3-3" gab es ja nie einen echten 10er. Könnte übrigens ein Grund gewesen sein, warum Samardzic unbedingt weg wollte, weil er gemerkt hat, dass er mit seiner Position kaum Chancen hat... Nur mal so nebenbei. Ein weiterer Aspekt ist, dass man jetzt nur noch einen ZM verpflichten will. Damit hätte man dann mit Mister X, Tousart, Darida und Maier im ZM beide Positionen doppelt besetzt. Mit Ascacibar hätte man zusätzlich nur noch einen DM. Für ein 3er-Mittelfeld wäre der Kader m.E. dauerhaft etwas zu dünn. Und es erklärt im Übrigen auch, warum Labbadia so scharf auf McKennie war, der ja auch nicht gerade der spielerisch starke ZM ist... Ich vermute, Bruno setzt vor der Viererkette auf zwei zweikampfstarke ZM mit guter Übersicht. Gegen Braunschweig ist mir übrigens bereits aufgefallen (kann mich auch täuschen), dass aus dem ZM heraus öfter Diagonalbälle gespielt wurden, als man es bisher von Hertha gewohnt war. Die Rolle des Spielmachers sollen dann die offensiven Außen (Cunha, Mister X, Dilrsoun, Lukebakio - je nachdem, wer spielt) mit übernehmen, die ggf. ja auch den Raum des 10ers besetzen können, wenn sich der Ball auf der jeweils gegenüberliegenden Außenbahn befindet (der entsprechende AV rückt auf die verwaiste Außenposition nach, der ZM sichert dann für seinen AV neben ihm ab). Vorne hast Du dann einen Cordoba, der einen Ball behaupten, sich mit seinem Körper durchsetzen kann und somit im Optimalfall mehrere Abwehrspieler bindet. Entweder, er schließt selber ab oder er schafft Platz für die anderen wie u.a. auch Piatek. Piatek selbst wäre m.E. sehr gut dafür geeignet, um "um Cordoba herum" zu spielen und selbst auch den Raum auf der "10" zu besetzen.
Bei meiner Vermutung ergäbe dann die Kaderplanung auch einigermaßen Sinn, nachdem man ja alle Positionen qualitativ gut doppelt besetzt haben will. Mit Ngankam (für Cordoba) und Redan (für Piatek) hätte man gute Backups, die zwar noch jung sind, aber denen man es durchaus zutrauen würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Hertha1977 am 16.09.2020 um 01:37 Uhr bearbeitet
19.09.2020 - 12:00 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
(...) Erst als es nicht richtig lief beim VfL, rang sich Labbadia zu einschneidenden Veränderungen durch und stellte vom 4-3-3 auf ein 4-4-2 mit Raute im Mittelfeld um, um beide Stürmer spielen zu lassen.Auch für Herthas Kader wäre das eine Möglichkeit, zumal in Bremen Javairo Dilrosun, der als Außenstürmer eher für ein 4-3-3-System taugt, mit Oberschenkelproblemen ausfällt. (....) Wir haben zwei, drei Systeme im Kopf, die ineinanderfließen können“, sagt Labbadia. „Aber die Art und Weise, wie wir Fußball spielen, die soll immer gleich sein.“ Aktiv, offensiv und nach vorne gerichtet nämlich. Tatsächlich hat sich Labbadia in seinen ersten Monaten bei Hertha als recht undogmatisch erwiesen. Bei seinem Debüt im Mai wollte er seine Mannschaft eigentlich in seinem bevorzugten 4-3-3-System spielen lassen. Als er jedoch merkte, dass seine Spieler damit fremdelten, beließ er es einfach beim gewohnten 4-2-3-1.(...)
19.09.2020 - 16:07 Uhr
Interessant, dass wir realtaktisch heute wohl tatsächlich eher ein 4-3-1-2 sehen. Damit haben wir wohl unser System gefunden, dass sowohl Cordoba, als auch Piatek auf dem Platz sehen könnte.
22.09.2020 - 13:31 Uhr
Da mir die Taktik-Diskussion aktuell zu kurz kommt und ich weiß, dass wir hier durchaus den ein oder anderen Taktikfuchs im Forum haben, wollte ich den Thread mal hochholen.
Wir haben gegen Bremen also im 4-3-1-2 gespielt. Ein sehr interessantes System, was perfekt zum Kader zu passen scheint. Überraschend kommt es trotzdem, da wir alle ja immer von Offensiven-Flügeln ausgegangen sind. Doch auf genau diesen Außen sind wir imho überhaupt nicht optimal besetzt. Für LA haben wir einen formschwankenden Dilrosun und einen Cunha, den wir allem im Zentrum lieber sehen würden. Für RA haben wir Dodi, der auf dieser Position sein Potential nur ansatzweise ausschöpfen kann.
Das neue System löst also viele Probleme. Cunha und Dodi ins Zentrum - Piatek bekommt Entlastung durch einen Sturmpartner und wir sind nicht mehr abhängig von Dilrosuns oder Lukebakios Tagesform über die Außen.
Die Frage, die im Raum steht lautet: Wird Labbadia dieses System beibehalten oder hält er am geliebten 4-3-3 fest? Wenn er klug ist, passt er sich an.
Unsere Einkaufsliste verändert sich dementsprechen aber auch etwas. Einen weiteren Außenspieler halte ich dann für überflüssig. Deutlich mehr in den Fokus rücken dann die ZMs sowie die AVs.
Was so ein 4-3-1-2 braucht haben wir gegen Bremen ganz gut gesehen. Du brauchst ein sehr laufstarkes ZM mit guter defensiver Absicherung. Du brauchst ein eingespieltes und funktionierendes Pressing. Mich hat überrascht, das zweiteres schon so gut aussah. Du brauchst taktisch intelligente AVs, die genau wissen, wann sie in welche Räume zu laufen haben.
Bei den AVs sehe ich uns solide aufgestellt ohne akuten Handlungsbedarf. Größte Baustelle wäre aktuell die Position des DMs. Stark hat das zwar anständig gemacht - gegen pressingsträrkere Gegner wird er aber ziemlich ins Schwimmen kommen. Es braucht also ein DM, der einerseits pressingresistent und bestenfalls robust, andererseits aber auch spielstark ist. Eventuell könnte sogar Tousart diese Rolle übernehmen auch wenn er mir als ZM im Halbraum wirklich gut gefallen hat. Vor allem seine Pressingläufe waren auffällig gut. Als DM bräuchte er diese nicht mehr so.
Die zweite Baustelle wäre die des ZMs, der neben Tousart den offensiveren Part übernehmen müsste. Darida hat das gegen Bremen recht ordentlich gemacht, trotzdem aber klare Schwächen offenbart. Es liegt ihm nicht nach Ballannahme durch eine kluge Bewegung die Pressinglinie des Gegners zu durchbrechen. Das könnte Maier vermutlich sogar besser. Bei ihm fehlt mir aber die richtige Entscheidung im letzten Drittel. Er strahlt einfach nicht genug Torgefahr (in Form von Assists und Pre-Assists) aus. Hier würde ein weiterer Neuzugang imho zu einer massiven Qualitätssteigerung unseres Angriffsspiels führen.
Aber zurück zum 4-3-1-2. Durch Cordoba, Lukebakio und Piatek können wir uns hier enorm flexibel präsentieren. Je nach Gegner kann man sich entweder für die schnellere oder robustere Variante entscheiden. Die Variante mit Dodi in der S11 hätte sogar noch den Vorteil, dass man extrem schnell auf ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 umstellen könnte. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.
Alles in Allem bin ich zuversichtlich, dass sich mit dem 4-3-1-2 eine unerwartete Antwort auf unseren recht zusammengewürfelt zu erscheinenden Kader finden wird. Taktisch werden wir so deutlich flexibler und unberechenbarer. Das 4-3-3 klingt auf dem papier zwar nach dem schöneren System, ist in der Praxis für unseren kader aber nicht das Optimalste. Wir werden sehen, ob das Bremenspiel eine Art Erleuchtung für Labbadia war. Der große Vorteil ist, dass Preetz jetzt noch 2 Wochen Zeit hätte, um die neuen Baustellen zu schließen.
Wir haben gegen Bremen also im 4-3-1-2 gespielt. Ein sehr interessantes System, was perfekt zum Kader zu passen scheint. Überraschend kommt es trotzdem, da wir alle ja immer von Offensiven-Flügeln ausgegangen sind. Doch auf genau diesen Außen sind wir imho überhaupt nicht optimal besetzt. Für LA haben wir einen formschwankenden Dilrosun und einen Cunha, den wir allem im Zentrum lieber sehen würden. Für RA haben wir Dodi, der auf dieser Position sein Potential nur ansatzweise ausschöpfen kann.
Das neue System löst also viele Probleme. Cunha und Dodi ins Zentrum - Piatek bekommt Entlastung durch einen Sturmpartner und wir sind nicht mehr abhängig von Dilrosuns oder Lukebakios Tagesform über die Außen.
Die Frage, die im Raum steht lautet: Wird Labbadia dieses System beibehalten oder hält er am geliebten 4-3-3 fest? Wenn er klug ist, passt er sich an.
Unsere Einkaufsliste verändert sich dementsprechen aber auch etwas. Einen weiteren Außenspieler halte ich dann für überflüssig. Deutlich mehr in den Fokus rücken dann die ZMs sowie die AVs.
Was so ein 4-3-1-2 braucht haben wir gegen Bremen ganz gut gesehen. Du brauchst ein sehr laufstarkes ZM mit guter defensiver Absicherung. Du brauchst ein eingespieltes und funktionierendes Pressing. Mich hat überrascht, das zweiteres schon so gut aussah. Du brauchst taktisch intelligente AVs, die genau wissen, wann sie in welche Räume zu laufen haben.
Bei den AVs sehe ich uns solide aufgestellt ohne akuten Handlungsbedarf. Größte Baustelle wäre aktuell die Position des DMs. Stark hat das zwar anständig gemacht - gegen pressingsträrkere Gegner wird er aber ziemlich ins Schwimmen kommen. Es braucht also ein DM, der einerseits pressingresistent und bestenfalls robust, andererseits aber auch spielstark ist. Eventuell könnte sogar Tousart diese Rolle übernehmen auch wenn er mir als ZM im Halbraum wirklich gut gefallen hat. Vor allem seine Pressingläufe waren auffällig gut. Als DM bräuchte er diese nicht mehr so.
Die zweite Baustelle wäre die des ZMs, der neben Tousart den offensiveren Part übernehmen müsste. Darida hat das gegen Bremen recht ordentlich gemacht, trotzdem aber klare Schwächen offenbart. Es liegt ihm nicht nach Ballannahme durch eine kluge Bewegung die Pressinglinie des Gegners zu durchbrechen. Das könnte Maier vermutlich sogar besser. Bei ihm fehlt mir aber die richtige Entscheidung im letzten Drittel. Er strahlt einfach nicht genug Torgefahr (in Form von Assists und Pre-Assists) aus. Hier würde ein weiterer Neuzugang imho zu einer massiven Qualitätssteigerung unseres Angriffsspiels führen.
Aber zurück zum 4-3-1-2. Durch Cordoba, Lukebakio und Piatek können wir uns hier enorm flexibel präsentieren. Je nach Gegner kann man sich entweder für die schnellere oder robustere Variante entscheiden. Die Variante mit Dodi in der S11 hätte sogar noch den Vorteil, dass man extrem schnell auf ein 4-3-3 oder 4-2-3-1 umstellen könnte. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt.
Alles in Allem bin ich zuversichtlich, dass sich mit dem 4-3-1-2 eine unerwartete Antwort auf unseren recht zusammengewürfelt zu erscheinenden Kader finden wird. Taktisch werden wir so deutlich flexibler und unberechenbarer. Das 4-3-3 klingt auf dem papier zwar nach dem schöneren System, ist in der Praxis für unseren kader aber nicht das Optimalste. Wir werden sehen, ob das Bremenspiel eine Art Erleuchtung für Labbadia war. Der große Vorteil ist, dass Preetz jetzt noch 2 Wochen Zeit hätte, um die neuen Baustellen zu schließen.
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