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Taktik-Diskussionen

23.08.2013 - 10:12 Uhr
Taktik-Diskussionen |#1611
03.06.2016 - 19:15 Uhr
Zitat von Pepologe
Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner

Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner



Viel zu leicht zu knacken, der Gegner spielt ein 4-4-2-Mittelfeldpressing, stellt Vidal und Sanches zu, dann geht nur noch was über lange Bälle, von Ballverlusten im ZM ganz zu schweigen. Wir brauchen m.E. neben den Abwehrspielern und den zwei ZMs noch einen siebten Spieler, der im Mitteldrittel präsent ist, damit wir da Überzahl haben, sonst können wir unser Spiel nicht durchdrücken, schon gar nicht mit der Dynamiker-Kombination Vidal/Sanches. Sprich du müsstest einen aus Müller-Costa-Robben für z.B. Thiago opfern oder man holt noch die viel zitierte eierlegende Wollmilchsau, die torgefährlich ist und dennoch im Mitteldrittel spielen kann.


Dazu würde ja die Quelle von Pjanic passen. Allerdings sehe ich in ihm nicht diese eierlegende Wollmilchsau^^. Das Müller-Lewandowski-Luxusproblem, stellt Ancelotti ganz schön vor Schwierigkeiten.


Die einzige eierlegende Wollmilchsau, die mir spontan einfiele, wäre Pogba, aber den muss man ja nicht diskutieren, ansonsten musst immer einen Tod sterben, bei einem fehlt das Dribbling für den Flügel, beim nächsten die Torgefahr, dann wieder die strategischen Fähigkeiten im Zentrum, alles jeweils natürlich auf Topniveau. Aber das ist ja grundsätzlich kein großes Problem und kann man immer irgendwie kompensieren, wichtig wäre mir halt tatsächlich nur eine gewisse Torgefahr, da wir mit dem jeweiligen Flügelspieler enorm an Torgefahr einbüßen, wenn der nicht gerade Robben heißt. Den würd ich aber sowieso eher als HS sehen in diesem System, inverse Winger bei einer Doppelspitze halte ich für wenig sinnvoll, Robben als LA genauso.


Wenn wir von dem theoretischen Fall ausgehen, dass es nicht den politischen Druck gibt, beide in die stammelf zu zwängen, würdest du wirklich versuchen, die startelf auf Müller und lewa gemeinsam anzupassen? Oder ist es mit einem von beiden idealer? Kann mir nicht vorstellen, dass pep's Wunschvorstellung so aussieht.


Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.

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"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin
Taktik-Diskussionen |#1612
03.06.2016 - 19:29 Uhr
Zitat von Riga2011
Zitat von Pepologe

Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner

Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner



Viel zu leicht zu knacken, der Gegner spielt ein 4-4-2-Mittelfeldpressing, stellt Vidal und Sanches zu, dann geht nur noch was über lange Bälle, von Ballverlusten im ZM ganz zu schweigen. Wir brauchen m.E. neben den Abwehrspielern und den zwei ZMs noch einen siebten Spieler, der im Mitteldrittel präsent ist, damit wir da Überzahl haben, sonst können wir unser Spiel nicht durchdrücken, schon gar nicht mit der Dynamiker-Kombination Vidal/Sanches. Sprich du müsstest einen aus Müller-Costa-Robben für z.B. Thiago opfern oder man holt noch die viel zitierte eierlegende Wollmilchsau, die torgefährlich ist und dennoch im Mitteldrittel spielen kann.


Dazu würde ja die Quelle von Pjanic passen. Allerdings sehe ich in ihm nicht diese eierlegende Wollmilchsau^^. Das Müller-Lewandowski-Luxusproblem, stellt Ancelotti ganz schön vor Schwierigkeiten.


Die einzige eierlegende Wollmilchsau, die mir spontan einfiele, wäre Pogba, aber den muss man ja nicht diskutieren, ansonsten musst immer einen Tod sterben, bei einem fehlt das Dribbling für den Flügel, beim nächsten die Torgefahr, dann wieder die strategischen Fähigkeiten im Zentrum, alles jeweils natürlich auf Topniveau. Aber das ist ja grundsätzlich kein großes Problem und kann man immer irgendwie kompensieren, wichtig wäre mir halt tatsächlich nur eine gewisse Torgefahr, da wir mit dem jeweiligen Flügelspieler enorm an Torgefahr einbüßen, wenn der nicht gerade Robben heißt. Den würd ich aber sowieso eher als HS sehen in diesem System, inverse Winger bei einer Doppelspitze halte ich für wenig sinnvoll, Robben als LA genauso.


Wenn wir von dem theoretischen Fall ausgehen, dass es nicht den politischen Druck gibt, beide in die stammelf zu zwängen, würdest du wirklich versuchen, die startelf auf Müller und lewa gemeinsam anzupassen? Oder ist es mit einem von beiden idealer? Kann mir nicht vorstellen, dass pep's Wunschvorstellung so aussieht.


Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.


So eine Antwort habe ich erwartet. Bitter, dass dies ein hausgemachtes Problem ist. Der lewa Deal wird wahrscheinlich noch vor pep festgezurrt worden sein. Andererseits glaube ich nicht, dass pep es geschafft hätte, den Transfer zu "verhindern".
Taktik-Diskussionen |#1613
03.06.2016 - 19:47 Uhr
Zitat von Riga2011
Zitat von Pepologe

Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner

Zitat von Riga2011

Zitat von Nitscheaner



Viel zu leicht zu knacken, der Gegner spielt ein 4-4-2-Mittelfeldpressing, stellt Vidal und Sanches zu, dann geht nur noch was über lange Bälle, von Ballverlusten im ZM ganz zu schweigen. Wir brauchen m.E. neben den Abwehrspielern und den zwei ZMs noch einen siebten Spieler, der im Mitteldrittel präsent ist, damit wir da Überzahl haben, sonst können wir unser Spiel nicht durchdrücken, schon gar nicht mit der Dynamiker-Kombination Vidal/Sanches. Sprich du müsstest einen aus Müller-Costa-Robben für z.B. Thiago opfern oder man holt noch die viel zitierte eierlegende Wollmilchsau, die torgefährlich ist und dennoch im Mitteldrittel spielen kann.


Dazu würde ja die Quelle von Pjanic passen. Allerdings sehe ich in ihm nicht diese eierlegende Wollmilchsau^^. Das Müller-Lewandowski-Luxusproblem, stellt Ancelotti ganz schön vor Schwierigkeiten.


Die einzige eierlegende Wollmilchsau, die mir spontan einfiele, wäre Pogba, aber den muss man ja nicht diskutieren, ansonsten musst immer einen Tod sterben, bei einem fehlt das Dribbling für den Flügel, beim nächsten die Torgefahr, dann wieder die strategischen Fähigkeiten im Zentrum, alles jeweils natürlich auf Topniveau. Aber das ist ja grundsätzlich kein großes Problem und kann man immer irgendwie kompensieren, wichtig wäre mir halt tatsächlich nur eine gewisse Torgefahr, da wir mit dem jeweiligen Flügelspieler enorm an Torgefahr einbüßen, wenn der nicht gerade Robben heißt. Den würd ich aber sowieso eher als HS sehen in diesem System, inverse Winger bei einer Doppelspitze halte ich für wenig sinnvoll, Robben als LA genauso.


Wenn wir von dem theoretischen Fall ausgehen, dass es nicht den politischen Druck gibt, beide in die stammelf zu zwängen, würdest du wirklich versuchen, die startelf auf Müller und lewa gemeinsam anzupassen? Oder ist es mit einem von beiden idealer? Kann mir nicht vorstellen, dass pep's Wunschvorstellung so aussieht.


Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.


Ein Transfer - Götze hin oder her - würde ich mir ohnehin noch wünschen. Mir ist das alles zu fragil, zu unausbalanciert und zu risikoreich in Bezug auf Verletzungen. Pogba ist wohl zu teuer (erst recht nach der EM) und durch Sanches ist er noch viel unwahrscheinlicher geworden. Dybala wird nicht wechseln und Griezmann passt nicht. Bleiben nur Hazard, vielleicht Özil oder eine kreative Reschke Lösung.

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"Fußball sollte man nicht im Fernsehen angucken. Wenn ich in München leben würde, dann will ich Bayern München doch nicht im Fernsehen sehen, dann will ich doch ins Stadion. Es gibt doch nichts Langweiligeres als ein Fußballspiel im Fernsehen anzusehen. Also im Vergleich zum Stadion. Das ist, als würde ich mir einen Liebesfilm anschauen und dabei meinen Hund in den Armen haben."

Die argentinische Legende César Luís Menotti im Gespräch mit dem Deutschlandfunk
Taktik-Diskussionen |#1614
04.06.2016 - 11:26 Uhr
Zitat von Riga2011

Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.

Fußball ist eben manchmal mehr als das Hinarbeiten zur besten taktischen Variabilität oder einer entsprechenden Idealstrategie. Und so war es im Saisonfinale auch Pep selbst, der mal auf einen verzichtete, mal beide (in ungeahnterer Form) brachte, aber z.B. nie Götze mehr als entlastend einbaute, obwohl der Monate im Training und Jahre unter Pep spielte. Aufstellungspolitik? 0. Im Gegenteil, das war zeitweise Hofierung par ex­cel­lence. Was der eine als politischen Druck wahrnimmt, sieht der andere als Kalkül des Trainers an. So unterschiedlich kann es aussehen.

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„Katar ist ein Ehrenland“
Taktik-Diskussionen |#1615
04.06.2016 - 11:34 Uhr
Zitat von slice66
Zitat von Riga2011

Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.

Fußball ist eben manchmal mehr als das Hinarbeiten zur besten taktischen Variabilität oder einer entsprechenden Idealstrategie. Und so war es im Saisonfinale auch Pep selbst, der mal auf einen verzichtete, mal beide (in ungeahnterer Form) brachte, aber z.B. nie Götze mehr als entlastend einbaute, obwohl der Monate im Training und Jahre unter Pep spielte. Aufstellungspolitik? 0. Im Gegenteil, das war zeitweise Hofierung par ex­cel­lence. Was der eine als politischen Druck wahrnimmt, sieht der andere als Kalkül des Trainers an. So unterschiedlich kann es aussehen.


Wenn es keine Vereinspolitik gäbe, würde Lewandowski gar nicht in München spielen, dass das kein Pep-Transfer war, zeigt ja schon die Chronologie, mit dem Polen war man sich schon weit vor Pep einig, wenn es der BVB zugelassen hätte, hätten die den ja schon 2012 statt Mandzukic geholt. Ribéry hat ja damals bereits öffentlich Werbung für Lewy gemacht, bis Watzke dann sagte: "Lewandowski ist unverkäuflich." Er sollte Recht behalten zwinker

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"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin
Taktik-Diskussionen |#1616
04.06.2016 - 11:37 Uhr
Was haltet ihr davon??

http://www.telegraph.co.uk/football/2016/06/03/carlo-ancelotti-exclusive-this-is-how-to-win-euro-2016/
Taktik-Diskussionen |#1617
04.06.2016 - 11:42 Uhr
Weil der Verein als einzige Konstante einen Spieler verpflichtet, vielleicht auch vorverpflichtet, ist das Politik? Das ist Kadermanagement. Ein MS, ein halber und Götze als Spieler der Mitte (links draußen kann er jetzt auch wieder, laut Interview). Das ist ein Rahmen für viele Ideen, letztlich setzte sich (abseits von Robben) das Spiel mit Müller und Lewy selbst dann durch, als man wieder mehrere Optionen hatte und Götze längst länger wieder dabei als überhaupt verletzt war. Während man hier Vidal in die letzte Reihe diskutierte, spielte dann Kimmich. Auch Politik? Ne, Pep, der sich taktisch mehr zu bewegen scheint als jene, die an "seinen" Büchern hängen.

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„Katar ist ein Ehrenland“
Taktik-Diskussionen |#1618
04.06.2016 - 11:48 Uhr
Zitat von Riga2011
Zitat von slice66

Zitat von Riga2011

Wenn es keinen politischen Druck gegeben hätte/geben würde, würde ich einen der beiden eher heute als morgen verkaufen, da geht's nicht um individuelle Klasse, da geht's einfach um taktische Variabilität, die so einfach nahezu komplett flach fällt. Wenn ich mit dem Kader Fußball-Manager spielen würde: Lewy verkaufen, Ribery abgeben, Götze verlängern, Pjanic holen, Pogba holen und man spielt ein klassisches 4-3-3 mit Müller bzw. ein 4-3-1-2 mit Götze oder Pogba ganz vorne.

Fußball ist eben manchmal mehr als das Hinarbeiten zur besten taktischen Variabilität oder einer entsprechenden Idealstrategie. Und so war es im Saisonfinale auch Pep selbst, der mal auf einen verzichtete, mal beide (in ungeahnterer Form) brachte, aber z.B. nie Götze mehr als entlastend einbaute, obwohl der Monate im Training und Jahre unter Pep spielte. Aufstellungspolitik? 0. Im Gegenteil, das war zeitweise Hofierung par ex­cel­lence. Was der eine als politischen Druck wahrnimmt, sieht der andere als Kalkül des Trainers an. So unterschiedlich kann es aussehen.


Wenn es keine Vereinspolitik gäbe, würde Lewandowski gar nicht in München spielen, dass das kein Pep-Transfer war, zeigt ja schon die Chronologie, mit dem Polen war man sich schon weit vor Pep einig, wenn es der BVB zugelassen hätte, hätten die den ja schon 2012 statt Mandzukic geholt. Ribéry hat ja damals bereits öffentlich Werbung für Lewy gemacht, bis Watzke dann sagte: "Lewandowski ist unverkäuflich." Er sollte Recht behalten zwinker


Wobei man beim Lewa Transfer sicher berücksichtigen muss, dass er für lau zu haben war. So einen Gratis Transfer schließt du vielleicht die nächsten 20 Jahre nicht mehr ab. Wenn man gemein wäre, hätte man damals auch sagen können, man holt ihn nur, um ihn mit Rendite weiterzuverkaufen. Ein Arbitrage Geschäft in Reinform sozusagen. Ich muss auch ehrlich eingestehen, dass ich mir von Lewa, was die Teilnahme am Spielfluss angeht, vielleicht mehr vorgestellt hatte. Da trügte mich wieder einmal das damalige Dortmunder Spielsystem. Sprich: er ist für mich heute mehr Abschlussstürmer/weniger mitspielender Stürmer als ich zu Dortmunder Zeiten den Eindruck hatte. Auch bei der Ballverarbeitung und Abschirmung mit Rücken zum Tor hatte ich ihn ganz anders in Erinnerung. Insofern kann man bei dem Transfer finde ich im Nachhinein wenig Vorwürfe geltend machen.

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"Fußball sollte man nicht im Fernsehen angucken. Wenn ich in München leben würde, dann will ich Bayern München doch nicht im Fernsehen sehen, dann will ich doch ins Stadion. Es gibt doch nichts Langweiligeres als ein Fußballspiel im Fernsehen anzusehen. Also im Vergleich zum Stadion. Das ist, als würde ich mir einen Liebesfilm anschauen und dabei meinen Hund in den Armen haben."

Die argentinische Legende César Luís Menotti im Gespräch mit dem Deutschlandfunk
Taktik-Diskussionen |#1619
04.06.2016 - 11:52 Uhr
Zitat von slice66

Weil der Verein als einzige Konstante einen Spieler verpflichtet, vielleicht auch vorverpflichtet, ist das Politik? Das ist Kadermanagement. Ein MS, ein halber und Götze als Spieler der Mitte (links draußen kann er jetzt auch wieder, laut Interview). Das ist ein Rahmen für viele Ideen, letztlich setzte sich (abseits von Robben) das Spiel mit Müller und Lewy selbst dann durch, als man wieder mehrere Optionen hatte und Götze längst länger wieder dabei als überhaupt verletzt war. Während man hier Vidal in die letzte Reihe diskutierte, spielte dann Kimmich. Auch Politik? Ne, Pep, der sich taktisch mehr zu bewegen scheint als jene, die an "seinen" Büchern hängen.


Klar ist das Vereinspolitik, du bist ja derjenige, der hier "Politik" so negativ konnotiert, nicht ich. Wenn die den für ein Mördergehalt verpflichten, soll er natürlich auch spielen, ist halt die Frage, ob man dann Pep als Trainer bzw. zusätzlich noch Götze verpflichten muss, so dass man dann drei zentrale Spieler für die vorderste Linie hat, die alle im zweistelligen Millionenbereich liegen und dementsprechend in den großen Spielen spielen müssen, wenn es keine PR-Katastrophe geben soll, vgl. Atlético-Hinspiel ("wie kann er den Müller draußen lassen?"). Daher finde ich deine Formulierung, dass sich das Spiel mit Müller und Lewy "durchsetzte" knapp vor komisch, ja klar, muss er die zwei spielen lassen. Ich hätte ja gerne mal gesehen, was passiert wäre, wenn er Müller oder Lewy monatelang nur abwechselnd hätte spielen lassen, da wäre hier wohl ein mediales Gewitter epischen Ausmaßes losgebrochen. Weiß jetzt auch nicht, was das mit Vidal und Kimmich zu tun hat, zumal ich es relativ logisch fand, Vidal als gelernten AV auch hinten zu diskutieren, dass es bei Kimmich noch nicht fürs Mittelfeld reicht und er ihn dementsprechend ganz hinten gebracht hat, wo der Gegnerdruck geringer ist, leuchtet ja ein, steht aber auch in keinem Buch, zumindest ist mir diesbezüglich keines bekannt, dir ja scheinbar schon, sofern das nicht wieder ein billiger Ausflug auf die persönliche Schiene war zwinker

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"Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod, den Steuern und einem neuen Innenverteidiger."

Benjamin Franklin

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Riga2011 am 04.06.2016 um 11:54 Uhr bearbeitet
Taktik-Diskussionen |#1620
04.06.2016 - 12:11 Uhr
Wer hier "Vereinspolitik" negativ färbt, sollte klar sein. Da reicht ein Blick in sämtliche Threads, die Kaderplanung und Co (nur am Rande) thematisieren. zwinker

Pep hat Lahm umgestellt, Pep hat Müller wiederholt in wichtigen Spielen mal draußengelassen, selbst ohne Lewy musste er das in Madrid damals schlucken, 14/15 gab der Kader nicht mehr her (bzw. reichte Götze da schon nicht als Spieler neben Lewy oder Müller, um das Paar anders aussehen zu lassen - und so sauer wie man auf Mario war, hätte man damals wohl nicht gegen einen guten Götze rebelliert). Jeweils auswärts, jeweils im Hinspiel. Vielleicht steckt ein Plan dahinter, vielleicht aber ließ er sich überreden. Imho recht deutlich, dass ihn Kalle, der permanent den roten Teppich ausbreitete und Uli, der irgendwann ganz andere Sorgen hatte, da nicht entscheidend reinfunkten. Generell scheint mir Pep auch nicht gerade wankelmütig zu erscheinen, wenn er bis zum bitteren Ende seiner Linie treu bleibt, um sich vom Umfeld umstimmen zu lassen. Vielleicht ist es eben nicht nur die Spielweise, die aufstellt, sondern auch die beste 11, welche für diese Spiele in aller Aktualität gebaut ist.

Das Märchen von den drei Abschlussspielern für ganz vorn kannst du noch 10 Jahre predigen. Müller spielte gegen das kleine Madrid variabler, Götze sieht sich in jedem Interview als 10, 8er oder neuerdings sogar wieder außen. Die Möglichkeiten, alle drei zu bringen, nahm Pep auch wahr, in der HR, als Götze kurz nach der ersten N11-Schicht heiß lief. Ein überzeugter Trainer baut den auch 2-3 Monate nach Trainingsrückkehr wieder gewichtig ein, wenn "er" es denn möchte.

Warum der Verweis zu Kimmich? Weil über Wochen gepredigt wurde, wie Vidal da oder dort perfekt reinpasst. Und was passierte? Kimmich spielte und Vidal nicht einmal in einer erwarteten (von vorhergehenden Einsätzen abgewandelten) Funktion? Auch Politik? Ne, Pep. Jener Pep, der Lewy und Müller aufbot, das Spiel anpasste, "sein" Spiel variabler gestaltete. Und was passiert hier? Man hängt an alten Mustern und Gedanken von anno 2013 und würde lieber mal eben einen Lewy wegjagen, obwohl man nicht einmal weiß, was Carlo so vorhat. Nagut, man "weiß" ja wieder, wie der so tickt. Nur wer glaubt daran?

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