Schlechter Ruf der Werksklubs
19.09.2011 - 23:03 Uhr
28.01.2014 - 22:40 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von jotpe:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von jotpe:
Zitat von SexiestManAlive:
aber daß dadurch die Bundesliga, wie man sie bisher kennt, massiv angegriffen wird, kann man meiner Einschätzung nach kaum abstreiten
1. Es ist wohl nicht zu verleugnen, das es nie gleiche Chancen für jeden Fussballklub gab/gibt
2. Es gab immer einschneidende "Angriffe"/"Eingriffe" in den Fussball. Sei es die Trikotwerbung, Stadionneubauten von Steuergelfern und und und
Und weil sich Dinge geändert haben kann/soll/muss man jede Fehlentwicklung abnicken?
Was machst denn speziell du gegen die Trikotwerbung bei euch? Oder gegen den Stadionnamen?
Was würde wohl passieren wenn sich die HANSA Metallwerke deinem Klub anbieten würden in Form von materieller Unterstützung in Multimillionen Höhe??
Darum geht es nicht. Ich habe nichts gegen Sponsoren im Fußball - ich habe noch nichtmal etwas gegen Gönner. Ich habe aber etwas dagegen wenn man alles was passiert relativiert mit "So ist das heute nunmal". Und das ist es eben NICHT. Wer Bock drauf hat und es gut findet soll es sagen - aber nicht so tun, als wenn etwas allgemeingültig ist. Wenn deine Kinder keinen Anstand mehr haben relativierst du das doch auch nicht mit "Das ist heute eben so"...
Allein das Beispiel mit der Trikotwerbung oder der Kommerzialisierung im Allgemeinen ist ja schon schlagend. Denn natürlich hat sich dadurch der Fußball verändert, die Bundesliga heute ist doch ganz anders aufgestellt als vor 40 Jahren. Ob besser oder schlechter ist mal eine ganz unabhängige Frage - aber man soll doch bitte nicht so tun als habe sich nichts geändert. Ähnlich ist es mit Konzerndivisionen statt Vereinen: Sobald das Beispiel Schule macht, kann man die über die letzten 50 Jahre gewachsene Struktur (eines Erfolgsproduktes, wohlgemerkt) vergessen. Wenn VW jährlich mehr als 20x so viel Gewinn macht wie der Ligaprimus Umsatz, dann kann man sich vorstellen, daß stetiges Wachstum aufgrund erfolgreicher Arbeit in der Vergangenheit mit einem Federstrich weggewischt wird. Kann man ja gut finden; aber dann soll man das bitte so deutlich sagen und nicht die offensichtlichen und bewußt herbeigeführten strukturellen Erdbeben als "graduelle Änderung" und "nichts gegen zu machen" abschwächen. Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
Zitat von jotpe:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von jotpe:
Zitat von SexiestManAlive:
aber daß dadurch die Bundesliga, wie man sie bisher kennt, massiv angegriffen wird, kann man meiner Einschätzung nach kaum abstreiten
1. Es ist wohl nicht zu verleugnen, das es nie gleiche Chancen für jeden Fussballklub gab/gibt
2. Es gab immer einschneidende "Angriffe"/"Eingriffe" in den Fussball. Sei es die Trikotwerbung, Stadionneubauten von Steuergelfern und und und
Und weil sich Dinge geändert haben kann/soll/muss man jede Fehlentwicklung abnicken?
Was machst denn speziell du gegen die Trikotwerbung bei euch? Oder gegen den Stadionnamen?
Was würde wohl passieren wenn sich die HANSA Metallwerke deinem Klub anbieten würden in Form von materieller Unterstützung in Multimillionen Höhe??
Darum geht es nicht. Ich habe nichts gegen Sponsoren im Fußball - ich habe noch nichtmal etwas gegen Gönner. Ich habe aber etwas dagegen wenn man alles was passiert relativiert mit "So ist das heute nunmal". Und das ist es eben NICHT. Wer Bock drauf hat und es gut findet soll es sagen - aber nicht so tun, als wenn etwas allgemeingültig ist. Wenn deine Kinder keinen Anstand mehr haben relativierst du das doch auch nicht mit "Das ist heute eben so"...
Allein das Beispiel mit der Trikotwerbung oder der Kommerzialisierung im Allgemeinen ist ja schon schlagend. Denn natürlich hat sich dadurch der Fußball verändert, die Bundesliga heute ist doch ganz anders aufgestellt als vor 40 Jahren. Ob besser oder schlechter ist mal eine ganz unabhängige Frage - aber man soll doch bitte nicht so tun als habe sich nichts geändert. Ähnlich ist es mit Konzerndivisionen statt Vereinen: Sobald das Beispiel Schule macht, kann man die über die letzten 50 Jahre gewachsene Struktur (eines Erfolgsproduktes, wohlgemerkt) vergessen. Wenn VW jährlich mehr als 20x so viel Gewinn macht wie der Ligaprimus Umsatz, dann kann man sich vorstellen, daß stetiges Wachstum aufgrund erfolgreicher Arbeit in der Vergangenheit mit einem Federstrich weggewischt wird. Kann man ja gut finden; aber dann soll man das bitte so deutlich sagen und nicht die offensichtlichen und bewußt herbeigeführten strukturellen Erdbeben als "graduelle Änderung" und "nichts gegen zu machen" abschwächen. Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
28.01.2014 - 23:54 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
Weswegen ich einen erklärten Gegner "Forever Hansa" und jetzt auch dich frage was ihr persönlich dagegen tut?
Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
Weswegen ich einen erklärten Gegner "Forever Hansa" und jetzt auch dich frage was ihr persönlich dagegen tut?
29.01.2014 - 00:05 Uhr
Zitat von jotpe:
Zitat von SexiestManAlive:
Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
Weswegen ich einen erklärten Gegner "Forever Hansa" und jetzt auch dich frage was ihr persönlich dagegen tut?
Zumindest die Stimme in einem überregionalen Forum erheben. Wás schließlich ein Multiplikator in einer freiheitlichen Gesellschaft ist oder sein kann; und wenn es nur einer Person die Augen öffnet, ist es besser als wenn man geschwiegen hätte. Wenn die DFL will, darf sie mich auch gerne in ihren Vorstand wählen, dann kann ich an deutlich leitenderer Stelle etwas dagegen tun. Dazu erkläre ich mich hiermit bereit. Ach ja, ich habe auch schon einmal mutig den Mittelfinger erhoben, als ich an einem bestimmten autobahnnahen Stadion vorbeigefahren bin.
Welche Rolle spielt das überhaupt? Darf man Russlands Politik nur dann kritisieren, wenn man sich als Pirat in Archangelsk einsperren läßt?
Zitat von SexiestManAlive:
Die Änderung ist nicht graduell, und im Gegensatz zur Gravitation muß man sie auch nicht sehenden Auges akzeptieren, sondern könnte sie verhindern.
Weswegen ich einen erklärten Gegner "Forever Hansa" und jetzt auch dich frage was ihr persönlich dagegen tut?
Zumindest die Stimme in einem überregionalen Forum erheben. Wás schließlich ein Multiplikator in einer freiheitlichen Gesellschaft ist oder sein kann; und wenn es nur einer Person die Augen öffnet, ist es besser als wenn man geschwiegen hätte. Wenn die DFL will, darf sie mich auch gerne in ihren Vorstand wählen, dann kann ich an deutlich leitenderer Stelle etwas dagegen tun. Dazu erkläre ich mich hiermit bereit. Ach ja, ich habe auch schon einmal mutig den Mittelfinger erhoben, als ich an einem bestimmten autobahnnahen Stadion vorbeigefahren bin.
Welche Rolle spielt das überhaupt? Darf man Russlands Politik nur dann kritisieren, wenn man sich als Pirat in Archangelsk einsperren läßt?
29.01.2014 - 00:39 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zumindest die Stimme in einem überregionalen Forum erheben. Wás schließlich ein Multiplikator in einer freiheitlichen Gesellschaft ist oder sein kann; und wenn es nur einer Person die Augen öffnet, ist es besser als wenn man geschwiegen hätte. Wenn die DFL will, darf sie mich auch gerne in ihren Vorstand wählen, dann kann ich an deutlich leitenderer Stelle etwas dagegen tun. Dazu erkläre ich mich hiermit bereit. Ach ja, ich habe auch schon einmal mutig den Mittelfinger erhoben, als ich an einem bestimmten autobahnnahen Stadion vorbeigefahren bin.
Mittelfinger rausgestreckt und sich hier im Forum geäussert. Wow. :D
Nun ich hatte jetzt an echte persönliche Massnahmen gedacht. Gut. Soweit hast du halt nicht gedacht.
Zitat von SexiestManAlive:
Welche Rolle spielt das überhaupt? Darf man Russlands Politik nur dann kritisieren, wenn man sich als Pirat in Archangelsk einsperren läßt?
Wie eine simple Frage dich aus dem Konzept bringen kann ist schon erstaunlich. Bleib mal entspannt. Und dann diese Vergleiche :rolleyes
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
Zumindest die Stimme in einem überregionalen Forum erheben. Wás schließlich ein Multiplikator in einer freiheitlichen Gesellschaft ist oder sein kann; und wenn es nur einer Person die Augen öffnet, ist es besser als wenn man geschwiegen hätte. Wenn die DFL will, darf sie mich auch gerne in ihren Vorstand wählen, dann kann ich an deutlich leitenderer Stelle etwas dagegen tun. Dazu erkläre ich mich hiermit bereit. Ach ja, ich habe auch schon einmal mutig den Mittelfinger erhoben, als ich an einem bestimmten autobahnnahen Stadion vorbeigefahren bin.
Mittelfinger rausgestreckt und sich hier im Forum geäussert. Wow. :D
Nun ich hatte jetzt an echte persönliche Massnahmen gedacht. Gut. Soweit hast du halt nicht gedacht.
Zitat von SexiestManAlive:
Welche Rolle spielt das überhaupt? Darf man Russlands Politik nur dann kritisieren, wenn man sich als Pirat in Archangelsk einsperren läßt?
Wie eine simple Frage dich aus dem Konzept bringen kann ist schon erstaunlich. Bleib mal entspannt. Und dann diese Vergleiche :rolleyes
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
29.01.2014 - 00:42 Uhr
Zitat von jotpe:
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
Was soll der Boykott eines einzelnen Produktes bringen? Solange ich nicht gerade ein Monopson (d.h. monopolistischer Nachfrager) bin, wird das niemanden auch nur im Geringsten stören. Ich könnte gar nicht so viel Red Bull weniger trinken bzw. Volkswägen weniger kaufen, als daß das der Konzern auch nur spüren würde; abgesehen davon, daß ich keinen Groll gegen diese Unternehmen an sich oder gar ihre Produkte hege.
Der tatsächliche Hebel für den Einzelnen in einer freiheitlichen Gesellschaft (vulgo: Demokratie) ist die Redefreiheit, nicht der Wahlzettel. Selbst ein Dietmar Hopp wird sein Engagement eher überdenken, wenn der Kurvenfan aus Dortmund ein Lied über die Mutter singt als wenn er eine SAP-Lizenz weniger erwirbt.
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
Was soll der Boykott eines einzelnen Produktes bringen? Solange ich nicht gerade ein Monopson (d.h. monopolistischer Nachfrager) bin, wird das niemanden auch nur im Geringsten stören. Ich könnte gar nicht so viel Red Bull weniger trinken bzw. Volkswägen weniger kaufen, als daß das der Konzern auch nur spüren würde; abgesehen davon, daß ich keinen Groll gegen diese Unternehmen an sich oder gar ihre Produkte hege.
Der tatsächliche Hebel für den Einzelnen in einer freiheitlichen Gesellschaft (vulgo: Demokratie) ist die Redefreiheit, nicht der Wahlzettel. Selbst ein Dietmar Hopp wird sein Engagement eher überdenken, wenn der Kurvenfan aus Dortmund ein Lied über die Mutter singt als wenn er eine SAP-Lizenz weniger erwirbt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SexiestManAlive am 29.01.2014 um 00:46 Uhr bearbeitet
29.01.2014 - 01:20 Uhr
Zitat von SexiestManAlive:
Zitat von jotpe:
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
Was soll der Boykott eines einzelnen Produktes bringen? Solange ich nicht gerade ein Monopson (d.h. monopolistischer Nachfrager) bin, wird das niemanden auch nur im Geringsten stören. Ich könnte gar nicht so viel Red Bull weniger trinken bzw. Volkswägen weniger kaufen, als daß das der Konzern auch nur spüren würde; abgesehen davon, daß ich keinen Groll gegen diese Unternehmen an sich oder gar ihre Produkte hege.
Nun ich fahre weder VW noch trinke ich Produkte des RBKonzerns.
Ist jedenfalls eher ein Statement als lediglich hier zu posten oder an einemStadion vorbeizufahren und den Mittelfinger rauszustrecken oder? Wie siehst du das?
Zitat
Der tatsächliche Hebel für den Einzelnen in einer freiheitlichen Gesellschaft (vulgo: Demokratie) ist die Redefreiheit, nicht der Wahlzettel. Selbst ein Dietmar Hopp wird sein Engagement eher überdenken, wenn der Kurvenfan aus Dortmund ein Lied über die Mutter singt als wenn er eine SAP-Lizenz weniger erwirbt.
Mit so einer Aussage versuchst du dich doch nur zu rechtfertigen.
Natürlichkann ich als Einzelner nichts verändern, aber fürmich selber kann ich eben auf eine SAP Lizenz verzichten oder auf einen VW oder oder und hab damit einen Teil für mich selber getan.
Du redest lediglich.
Zitat von jotpe:
Andere Leute boykottieren schonmal Produkte.
Was soll der Boykott eines einzelnen Produktes bringen? Solange ich nicht gerade ein Monopson (d.h. monopolistischer Nachfrager) bin, wird das niemanden auch nur im Geringsten stören. Ich könnte gar nicht so viel Red Bull weniger trinken bzw. Volkswägen weniger kaufen, als daß das der Konzern auch nur spüren würde; abgesehen davon, daß ich keinen Groll gegen diese Unternehmen an sich oder gar ihre Produkte hege.
Nun ich fahre weder VW noch trinke ich Produkte des RBKonzerns.
Ist jedenfalls eher ein Statement als lediglich hier zu posten oder an einemStadion vorbeizufahren und den Mittelfinger rauszustrecken oder? Wie siehst du das?
Zitat
Der tatsächliche Hebel für den Einzelnen in einer freiheitlichen Gesellschaft (vulgo: Demokratie) ist die Redefreiheit, nicht der Wahlzettel. Selbst ein Dietmar Hopp wird sein Engagement eher überdenken, wenn der Kurvenfan aus Dortmund ein Lied über die Mutter singt als wenn er eine SAP-Lizenz weniger erwirbt.
Mit so einer Aussage versuchst du dich doch nur zu rechtfertigen.
Natürlichkann ich als Einzelner nichts verändern, aber fürmich selber kann ich eben auf eine SAP Lizenz verzichten oder auf einen VW oder oder und hab damit einen Teil für mich selber getan.
Du redest lediglich.
29.01.2014 - 01:35 Uhr
Zitat von jotpe:
Du redest lediglich.
Erstens halte ich wie gesagt den Multiplikator der wie auch immer gearteten öffentlichen Rede für deutlich höher als den stillen Verzicht auf Konsum.
Zweitens habe ich in den letzten 32 Jahren keinen VW gekauft und sicher auch schon seit 3 Jahren kein Red Bull mehr getrunken; vielleicht mal in einem Club. Ohnehin trinke ich wenig Energy Drinks, früher habe ich mir aber aus preislichen Gründen lieber die billige Pampe vom Plus gegenüber ("Booster") eingeschüttet. Das hatte zwar in keinster Weise etwas mit bewußtem Boykott der Produkte (wieso auch, ich habe wie gesagt nichts gegen die Unternehmen an sich) zu tun, aber dennoch verhalte ich mich alleine von den meßbaren Fakten her so wie sich der innigste Boykotteur nicht besser verhalten könnte. Allerdings habe ich noch keinem VW den Außenspiegel abgetreten. Würdest du das denn für angemessen halten?
Drittens würde ich es für vollständig absurd halten, den Autor Christopher Clark, der sich eben in seinem Buch "Die Schlafwandler" mit der Schuldfrage am Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt hat, zu fragen: "Aha, aber was hast du gegen den Ersten Weltkrieg getan, sag!"
Viertens könnte ich bei Bedarf (und falls ich die entsprechende Muße finde) ein durchaus ausgereiftes Brainstorming / im Detail wenig ausgereiftes Konzept zu Papier bringen bzw. ins Forum stellen, welchen Prinzipien eine entsprechende und auch europaweit durchführbare Regelung folgen müßte, um den beschriebenen Cheat-Modus zu verhindern. Falls das ein Vertreter der DFL lesen würde und noch dazu bei denen überhaupt der Wunsch bestünde, die Bundesliga nicht zugunsten von offenen oder verkappten Konzerndivisionen ihrer Seele zu entkernen, wäre damit sicher mehr getan als durch einen Verzicht auf Red Bull.
Fünftens, und das muß man immer wieder erwähnen, habe ich heute weder ein Red Bull getrunken noch eine SAP-Lizenz erworben noch eine Aspirin eingeworfen und zu allem Überfluß auch auf den Spontankauf eines VW verzichtet. Ich bin auch nicht nach Abu Dhabi oder Katar geflogen und habe nicht mit Öl einer Abramowitsch-Firma geheizt. Zumindest mein privates Konsumverhalten dürfte dich also ruhig schlafen lassen.
Sechstens halte ich tatsächlich die Auseinandersetzung mit dem Thema und den zu erwartenden Folgen für die Bundesliga für spannend, weil mich die Bundesliga interessiert. Ich wüßte nicht, wieso man sich deswegen rechtfertigen sollte, nur weil man heute ausnahmsweise kein VW-Werk angezündet hat.
Du redest lediglich.
Erstens halte ich wie gesagt den Multiplikator der wie auch immer gearteten öffentlichen Rede für deutlich höher als den stillen Verzicht auf Konsum.
Zweitens habe ich in den letzten 32 Jahren keinen VW gekauft und sicher auch schon seit 3 Jahren kein Red Bull mehr getrunken; vielleicht mal in einem Club. Ohnehin trinke ich wenig Energy Drinks, früher habe ich mir aber aus preislichen Gründen lieber die billige Pampe vom Plus gegenüber ("Booster") eingeschüttet. Das hatte zwar in keinster Weise etwas mit bewußtem Boykott der Produkte (wieso auch, ich habe wie gesagt nichts gegen die Unternehmen an sich) zu tun, aber dennoch verhalte ich mich alleine von den meßbaren Fakten her so wie sich der innigste Boykotteur nicht besser verhalten könnte. Allerdings habe ich noch keinem VW den Außenspiegel abgetreten. Würdest du das denn für angemessen halten?
Drittens würde ich es für vollständig absurd halten, den Autor Christopher Clark, der sich eben in seinem Buch "Die Schlafwandler" mit der Schuldfrage am Ersten Weltkrieg auseinandergesetzt hat, zu fragen: "Aha, aber was hast du gegen den Ersten Weltkrieg getan, sag!"
Viertens könnte ich bei Bedarf (und falls ich die entsprechende Muße finde) ein durchaus ausgereiftes Brainstorming / im Detail wenig ausgereiftes Konzept zu Papier bringen bzw. ins Forum stellen, welchen Prinzipien eine entsprechende und auch europaweit durchführbare Regelung folgen müßte, um den beschriebenen Cheat-Modus zu verhindern. Falls das ein Vertreter der DFL lesen würde und noch dazu bei denen überhaupt der Wunsch bestünde, die Bundesliga nicht zugunsten von offenen oder verkappten Konzerndivisionen ihrer Seele zu entkernen, wäre damit sicher mehr getan als durch einen Verzicht auf Red Bull.
Fünftens, und das muß man immer wieder erwähnen, habe ich heute weder ein Red Bull getrunken noch eine SAP-Lizenz erworben noch eine Aspirin eingeworfen und zu allem Überfluß auch auf den Spontankauf eines VW verzichtet. Ich bin auch nicht nach Abu Dhabi oder Katar geflogen und habe nicht mit Öl einer Abramowitsch-Firma geheizt. Zumindest mein privates Konsumverhalten dürfte dich also ruhig schlafen lassen.
Sechstens halte ich tatsächlich die Auseinandersetzung mit dem Thema und den zu erwartenden Folgen für die Bundesliga für spannend, weil mich die Bundesliga interessiert. Ich wüßte nicht, wieso man sich deswegen rechtfertigen sollte, nur weil man heute ausnahmsweise kein VW-Werk angezündet hat.
29.01.2014 - 01:49 Uhr
Wobei Du (SMA) natürlich auch darauf achten solltest, das Substitutprodukte nicht zufällig den genannten Firmen in die Karten spielen (das genannte Booster?). Wenn Du heute beispielsweise mit einem MAN-Bus (VW) gefahren bist, hast Du schon wieder gegen eben jene Prinzipien verstoßen.
Ansonsten bin ich voll und ganz bei Dir. Ich habs mittlerweile aufgegeben.
Und dein Konzept würde mich brennend interessieren.
Ansonsten bin ich voll und ganz bei Dir. Ich habs mittlerweile aufgegeben.
Und dein Konzept würde mich brennend interessieren.
29.01.2014 - 08:30 Uhr
Zitat von Bergpartisan:
Und dein Konzept würde mich brennend interessieren.
Mich auch. Zudem es interessant wäre heutzutage zu sehen wieviele Fussballfans mittels einer Petition an die DFL zu mobilisieren wären.
Und dein Konzept würde mich brennend interessieren.
Mich auch. Zudem es interessant wäre heutzutage zu sehen wieviele Fussballfans mittels einer Petition an die DFL zu mobilisieren wären.
29.01.2014 - 10:42 Uhr
Zitat von Bergpartisan:
Wobei Du (SMA) natürlich auch darauf achten solltest, das Substitutprodukte nicht zufällig den genannten Firmen in die Karten spielen (das genannte Booster?). Wenn Du heute beispielsweise mit einem MAN-Bus (VW) gefahren bist, hast Du schon wieder gegen eben jene Prinzipien verstoßen.
Da müsste er schon zum Öff Öff werden. Gerade VW steckt mittlerweile in so vielen Produkten drin, die direkt oder indirekt von jedem von uns konsumiert werden...
Wobei Du (SMA) natürlich auch darauf achten solltest, das Substitutprodukte nicht zufällig den genannten Firmen in die Karten spielen (das genannte Booster?). Wenn Du heute beispielsweise mit einem MAN-Bus (VW) gefahren bist, hast Du schon wieder gegen eben jene Prinzipien verstoßen.
Da müsste er schon zum Öff Öff werden. Gerade VW steckt mittlerweile in so vielen Produkten drin, die direkt oder indirekt von jedem von uns konsumiert werden...
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