| Geburtsdatum | 23.03.1976 |
|---|---|
| Alter | 50 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Geschäftsführer |
| Akt. Verein | SV Kapfenberg |
Robert Schäfer [GF]
08.05.2014 - 22:17 Uhr
07.02.2016 - 11:52 Uhr
Ist im Endeffekt auch egal denn zurück wird ihn sein weg nicht führen. Das Hauptaugenmerk sollte darauf liegen dass wir nen kompetenten Burschen für seine Nachfolge finden. Nulpen gibts ja genug auf dem Markt und die gefühlte Hälfte davon war schon bei Dynamo tätig.
07.02.2016 - 13:02 Uhr
Nieeemand hofft wegen Robert Schäfer, dass Düsseldorf Schwierigkeiten bekommt
Anderseits ist es für uns möglicherweise nicht von Nachteil, wenn ein vergleichsweise finanzstarker Verein, diese geile dritte Liga einmal genießen darf.
Wir brauchen im nächsten Jahr (hoffentlich) auch Vereine in der 2.Liga, mit denen wir finanziell und i.d.R. damit auch sportlich mithalten können.
Einige der Vereine im Abstiegskampf, spielen im nächsten Jahr vermutlich eher um den Aufstieg, als erneut um die Teilnahme in der Ost-Oberliga.
Anmerkung:
Wenn die Schwiegereltern von RS in Düsseldorf wohnen, dann hatte er vermutlich gar keine Wahl, bei einem Angebot aus der Heimat seiner Frau sich gegen die Fortuna zu entscheiden
Anderseits ist es für uns möglicherweise nicht von Nachteil, wenn ein vergleichsweise finanzstarker Verein, diese geile dritte Liga einmal genießen darf.
Wir brauchen im nächsten Jahr (hoffentlich) auch Vereine in der 2.Liga, mit denen wir finanziell und i.d.R. damit auch sportlich mithalten können.
Einige der Vereine im Abstiegskampf, spielen im nächsten Jahr vermutlich eher um den Aufstieg, als erneut um die Teilnahme in der Ost-Oberliga.
Anmerkung:
Wenn die Schwiegereltern von RS in Düsseldorf wohnen, dann hatte er vermutlich gar keine Wahl, bei einem Angebot aus der Heimat seiner Frau sich gegen die Fortuna zu entscheiden
12.02.2016 - 09:48 Uhr
Also anzunehmen, dass sich da einer vor heraufziehenden Problemen drücken will, wäre sicher zu weit hergeholt, aber das sind schon erste Flecken auf der sonst so weißen Weste des Herrn Schäfer. Klar kann man nicht zwangsläufig damit rechnen, dass die Stadt unvermittelt beginnt einen zu erpressen, jedoch sollte ein solches Szenario vor Abschluss von allen Vereinbarungen doch einkalkuliert werden. Wenn man den Aufsichtsrat hört, klingt das so, als hätte da jemand kräftig gepennt bzw. den Mund ein wenig zu voll genommen.
https://mopo24.de/#!nachrichten/fussball-sgd-dynamo-dresden-stadion-streit-millionen-47340
https://mopo24.de/#!nachrichten/fussball-sgd-dynamo-dresden-stadion-streit-millionen-47340
Dieser Beitrag wurde zuletzt von softrockwarrior am 12.02.2016 um 09:56 Uhr bearbeitet
12.02.2016 - 11:07 Uhr
War ja klar das sowas kommt. Mit Kölmel & Co wurde uns wieder nur Honig ums Maul geschmiert.
Wer kann sollte sich auch mal das heutige SZ Interview mit RS reinziehen. Ganz schon schnippig, der will wohl lieber heute als morgen weg hier.
Wer kann sollte sich auch mal das heutige SZ Interview mit RS reinziehen. Ganz schon schnippig, der will wohl lieber heute als morgen weg hier.
12.02.2016 - 11:25 Uhr
Auch wenn es gegen die Regel ist, ich habe es mal reinkopiert. Hat ja nich jeder SZ-Zugang :-)
Dynamo ist überhaupt kein Chaos-Klub“
Knapp zwei Jahre hat Robert Schäfer die Geschäfte des Vereins geführt, im Frühjahr wechselt er zu Fortuna Düsseldorf – das Bilanz-Gespräch.
Von Sven Geisler
In Dresden, das beteuert Robert Schäfer, habe er sich wohlgefühlt und viele interessante Menschen kennengelernt. Trotzdem verlässt er die Stadt und Dynamo. Das bedarf einer Erklärung – und die gibt der Geschäftsführer im SZ-Interview.
In Dresden, das beteuert Robert Schäfer, habe er sich wohlgefühlt und viele interessante Menschen kennengelernt. Trotzdem verlässt er die Stadt und Dynamo. Das bedarf einer Erklärung – und die gibt der Geschäftsführer im SZ-Interview.
Die Meldung versprach Kontinuität. Ende Oktober vorigen Jahres verlängerte Dynamo Dresden die Verträge mit den Geschäftsführern: Ralf Minge für den Sport, Robert Schäfer für die Finanzen. Gemeinsam hatten sie den Verein aus der Krise nach dem Zweitliga-Abstieg 2014 geführt, sollten das Aufbauwerk fortsetzen. Doch nun verabschiedet sich einer. Schäfer verlässt die SGD, so ist es mit dem Aufsichtsrat vereinbart, zum 30. April. Ab 1. Mai übernimmt er die Verantwortung als Vorstandsvorsitzender bei Fortuna Düsseldorf.
In einem gemeinsamen Interview mit der Sächsischen Zeitung und der Rheinischen Post erläutert er seine Gründe und zieht Bilanz seines Wirkens in Dresden.
Herr Schäfer, was hat Düsseldorf, was Dresden nicht hat?
Düsseldorf ist für mich ein nächster Schritt, die Aufgabe beinhaltet mehr Verantwortung. Das macht den Reiz aus – neben dem tollen Verein, der tollen Stadt. Das sind Dynamo und Dresden auch.
Das heißt, Sie müssen bei der Fortuna nicht die Macht teilen wie bei Dynamo mit Ralf Minge, sondern treffen auch die sportlichen Entscheidungen?
Darum geht es nicht. Es wird auch in Düsseldorf ein Team geben, es müssen viele mitarbeiten, damit wir erfolgreich sind. Es geht darum, Ideen einzubringen und gestalten zu können.
Einen Spieler, der kurz nach einer Vertragsverlängerung den Verein wechselt, würden die Fans so nennen: Sind Sie ein Söldner?
Wenn ich eine Aufgabe übernehme, gehe ich sie mit voller Leidenschaft an. Natürlich gehört es dazu, meinen eigenen Weg zu verfolgen, und das ist nun mal auch mit Wechseln verbunden. Mir geht es um die Möglichkeit, mich zu entwickeln.
Ihr Vertrag wäre im Juni ausgelaufen. Wieso haben Sie so früh verlängert?
Sie werden es nie erleben, dass der Vertrag mit einer Führungskraft am letzten Tag verlängert wird. Die Einigung enthielt aber von vornherein eine Endoption für beide Parteien. Wir haben jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden. Das war mir wichtig, ich habe nicht gekündigt.
Wenn Sie eine Ausstiegsklausel hatten, waren Sie dann bei der Vertragsverlängerung gedanklich schon auf dem Sprung?
Nein, natürlich nicht! Diese Ausstiegsmöglichkeit war nicht nur mein Wunsch, sondern auch der des Vereins.
Hatten Sie eine Ausstiegsklausel für einen höherklassigen Verein oder war es die für einen befristeten Vertrag ungewöhnliche Kündigungsfrist von einem halben Jahr?
Die Ligazugehörigkeit hat keine Rolle gespielt. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich zu den Vertragsdetails nichts sagen kann und darf.
Wieso haben Sie im Trainingslager behauptet, an den Gerüchten sei nichts dran, obwohl Sie schon mit der Fortuna verhandelt hatten?
Ich habe mich zu den Vereinen immer korrekt verhalten und Dynamo informiert, als ich ein konkretes Angebot hatte. Sich in der Außendarstellung in so einer Situation richtig zu verhalten, ist nicht so leicht. Aber ich gebe zu, die Art und Weise, wie ich mich geäußert habe, war verbesserungsfähig. Mehr gibt es dazu aber auch nicht zu sagen.
Es wird Ihnen vorgeworfen, Dynamo nur als Sprungbrett gesehen zu haben?
Ich muss mich nicht mit jedem Vorwurf auseinandersetzen. Wer sieht, wie ich hier gearbeitet habe, wird sehen, wie ich mich für den Verein eingesetzt habe. Natürlich habe ich wie jeder andere Mensch auch ein persönliches Interesse, in meinem Beruf erfolgreich zu sein. Dafür werde ich mich nicht rechtfertigen. Dynamo war für mich eine reizvolle Aufgabe, weil ich überzeugt war: Dieser Verein kann mehr! Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass er ein schlechtes Image hat, dass die Stadionverträge so hingenommen werden müssen, dass die Darlehen an Herrn Kölmel nicht zurückgezahlt werden können oder die Fernsehrechte nicht vollständig uns gehören.
Mit solchen Ergebnissen haben Sie sich in Dresden ein gutes Standing erarbeitet. Wieso gehen Sie gerade jetzt?
Mir geht es nicht darum, gefeiert zu werden, abgesehen davon, dass ich das nicht alleine erreicht habe. Es waren Ralf Minge, der Aufsichtsrat, die Fans mit ihren Sonderumlagen und dem Bayern-Spiel, die Mitarbeiter … Ich gehe jetzt, weil wir die Punkte, die mir wichtig waren, gemeinsam erreicht haben. Es gibt noch genug Themen, aber ein paar Grundparameter sind geregelt und Dynamo steht auf sicheren Füßen. Daran arbeite ich mit Hochdruck bis zum Wechsel.
Wann wird das sein? Düsseldorf hat verkündet, dass Sie dort „spätestens“ zum 1. Mai anfangen.
Dazu ist alles gesagt.
Die Tendenz geht aber schon zu einem früheren Termin?
Alles, was man dazu sagen kann, haben die Vereine bekannt gegeben. Wenn es andere Entwicklungen gibt, werden wir das sagen.
Sie würden auch eher gehen?
Ich spekuliere nicht, sondern nenne den Stand, wie er vereinbart ist.
Im Interview mit der Bild-Zeitung sagten Sie diese Woche, Sie wollten erst gehen, wenn Sie wichtige Dinge zu Ende geführt haben. Es hieß aber, Sie wollten sofort wechseln?
Natürlich ist es für mich wichtig, möglichst früh in Düsseldorf Verantwortung übernehmen zu können. Für mich war aber auch immer klar, dass das einvernehmlich erfolgen soll.
Werden Sie noch alles abschließen?
Natürlich werde ich vor allem die Lizenzierung betreuen. Im Übrigen bin ich zuversichtlich, dass weitere Vereinbarungen wie zum Beispiel die Verträge mit Herrn Dr. Kölmel bald unterschriftsreif sein werden.
Dynamo genießt den zweifelhaften Ruf als Chaos-Klub, galt als unregierbar. Wie haben Sie den Verein erlebt?
Überhaupt nicht als Chaos. Was ich schon vorher mitbekommen hatte bei Spielen von Dynamo in München: ein hoher Organisationsgrad zum Beispiel bei den Fans und den Mitarbeitern. Dynamo ist überhaupt kein Chaos-Klub, sondern ein in vielen Bereichen sehr gut organisierter Verein. Es haben vielleicht nicht immer alle in eine Richtung gearbeitet, was in der Vergangenheit zu Problemen geführt hat. Worauf Ralf Minge und ich aufbauen konnten, war ein allseitiges Verständnis, dass es so nicht weitergehen kann und soll.
Was haben Sie anders gemacht als Vorgänger?
Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe versucht, die Kraft zu identifizieren, die Dynamo ausmacht. Das ist die Kraft der vielen, des demokratischen Traditionsvereins. Und ich habe versucht, ehrliche Arbeit abzuliefern und partizipativ zu sein, also viele mitzunehmen bei Entscheidungen.
Trotzdem gab es auch während Ihrer Amtszeit schwere Fan-Ausschreitungen und ein Geisterspiel. Ist der Verein bei dem Thema jetzt weiter oder täuscht die momentane Ruhe?
Wir dürfen nicht nachlassen in dem Bemühen, mit Gruppen zu sprechen. Der Dialog ist die Basis. Aber in Einzelfällen muss man konsequent sein, zum Beispiel, indem wir DFB-Strafen auf identifizierte Täter umlegen. Dazu werden wir in Kürze etwas vermelden können.
Auf welche Ergebnisse Ihrer Arbeit sind Sie besonders stolz?
Es ist schwierig, von sich zu sprechen, wenn man im Team gearbeitet und etwas im Team erreicht hat. Wenn ich es darauf erweitern darf, haben wir gemeinsam etwas Wichtiges geschafft: Dynamo Dresden zu zeigen, dass wir das können, dass wir unsere Ziele zusammen erreichen können, dass wir Probleme lösen können wie das Kölmel-Darlehen oder die Stadionkosten in den Griff zu kriegen. Es ist möglich, in Deutschland positiv als ein Verein wahrgenommen zu werden, bei dem etwas Gutes wächst.
Und warum wollen Sie die Früchte nicht ernten mit dem Aufstieg?
Weil es mir nicht auf Ruhm ankommt. Ich bin glücklich, wenn ich weiß, dass es hier stabil weitergeht. Und wenn der Aufstieg perfekt ist, werde ich mich darüber freuen, egal, wo ich bin. Erst einmal müssen wir aber noch ein paar Spiele gewinnen, mit 50 Punkten ist noch niemand aufgestiegen.
Stimmt es, dass Sie für den Wechsel zur Fortuna sogar auf Ihre Aufstiegsprämie verzichten?
Noch mal: Zu Vertragsinhalten äußere ich mich nicht.
Die Düsseldorfer schweben in der zweiten Liga in Abstiegsgefahr. Steigen Sie nächste Saison wieder auf?
Ich gehe davon aus, dass der Klassenerhalt geschafft wird.
Ihr Vertrag gilt aber auch bei Abstieg in die 3. Liga?
Ja.
Sie sind in Braunschweig geboren …
Das steht überall, ist aber falsch. Ich bin in Darmstadt geboren, habe aber nur zwei Jahre dort gelebt. Tatsächlich bin ich natürlich Braunschweiger.
Sie haben in München gearbeitet, gehen jetzt von Dresden nach Düsseldorf. Was bedeuten Wurzeln für Sie?
Was ist Heimat? Gute Frage. Wo meine Familie ist. Meine Freunde sind über Deutschland verteilt – auch in Düsseldorf. Ich bin aber, glaube ich, langsam bereit, Wurzeln zu schlagen.
Weil Sie im Mai Vater werden?
Darauf freue ich mich riesig.
War die Familienplanung auch ein Grund für den Wechsel?
Die Entscheidung fiel klar wegen der Position. Dass Verwandte meiner Frau dort leben, ist schön, aber nur ein Nebeneffekt.
Werden Sie Ihre guten Kontakte nutzen, um Spieler von Dynamo zur Fortuna zu holen, wie es Fans fürchten?
Das weiß ich zu trennen. Ich konzentriere mich jetzt auf meine Aufgabe hier. In Düsseldorf übernehme ich Verantwortung, wenn es so weit ist.
Sie sind doch sicher bereits in die Saisonvorbereitung eingebunden?
Es bleibt dabei, was ich gerade gesagt habe.
Was raten Sie Ihrem Nachfolger, damit er bei Dynamo bestehen kann?
Er muss sich sein eigenes Bild machen, dann wird er auch erfolgreich sein.
Was bleibt Ihnen von Dresden in Erinnerung?
Vor allem die Menschen, die ich kennenlernen durfte und das Wissen, was sie in den vergangenen 25 Jahren geleistet haben. Davon hatte ich keine Vorstellung, bevor ich hierhergekommen bin. Ich habe unglaublich beeindruckende Geschichten gehört, mit welchen Lebensumbrüchen Menschen hier klargekommen sind. Vor dem, was sie geleistet haben, habe ich größten Respekt.
Dynamo ist überhaupt kein Chaos-Klub“
Knapp zwei Jahre hat Robert Schäfer die Geschäfte des Vereins geführt, im Frühjahr wechselt er zu Fortuna Düsseldorf – das Bilanz-Gespräch.
Von Sven Geisler
In Dresden, das beteuert Robert Schäfer, habe er sich wohlgefühlt und viele interessante Menschen kennengelernt. Trotzdem verlässt er die Stadt und Dynamo. Das bedarf einer Erklärung – und die gibt der Geschäftsführer im SZ-Interview.
In Dresden, das beteuert Robert Schäfer, habe er sich wohlgefühlt und viele interessante Menschen kennengelernt. Trotzdem verlässt er die Stadt und Dynamo. Das bedarf einer Erklärung – und die gibt der Geschäftsführer im SZ-Interview.
Die Meldung versprach Kontinuität. Ende Oktober vorigen Jahres verlängerte Dynamo Dresden die Verträge mit den Geschäftsführern: Ralf Minge für den Sport, Robert Schäfer für die Finanzen. Gemeinsam hatten sie den Verein aus der Krise nach dem Zweitliga-Abstieg 2014 geführt, sollten das Aufbauwerk fortsetzen. Doch nun verabschiedet sich einer. Schäfer verlässt die SGD, so ist es mit dem Aufsichtsrat vereinbart, zum 30. April. Ab 1. Mai übernimmt er die Verantwortung als Vorstandsvorsitzender bei Fortuna Düsseldorf.
In einem gemeinsamen Interview mit der Sächsischen Zeitung und der Rheinischen Post erläutert er seine Gründe und zieht Bilanz seines Wirkens in Dresden.
Herr Schäfer, was hat Düsseldorf, was Dresden nicht hat?
Düsseldorf ist für mich ein nächster Schritt, die Aufgabe beinhaltet mehr Verantwortung. Das macht den Reiz aus – neben dem tollen Verein, der tollen Stadt. Das sind Dynamo und Dresden auch.
Das heißt, Sie müssen bei der Fortuna nicht die Macht teilen wie bei Dynamo mit Ralf Minge, sondern treffen auch die sportlichen Entscheidungen?
Darum geht es nicht. Es wird auch in Düsseldorf ein Team geben, es müssen viele mitarbeiten, damit wir erfolgreich sind. Es geht darum, Ideen einzubringen und gestalten zu können.
Einen Spieler, der kurz nach einer Vertragsverlängerung den Verein wechselt, würden die Fans so nennen: Sind Sie ein Söldner?
Wenn ich eine Aufgabe übernehme, gehe ich sie mit voller Leidenschaft an. Natürlich gehört es dazu, meinen eigenen Weg zu verfolgen, und das ist nun mal auch mit Wechseln verbunden. Mir geht es um die Möglichkeit, mich zu entwickeln.
Ihr Vertrag wäre im Juni ausgelaufen. Wieso haben Sie so früh verlängert?
Sie werden es nie erleben, dass der Vertrag mit einer Führungskraft am letzten Tag verlängert wird. Die Einigung enthielt aber von vornherein eine Endoption für beide Parteien. Wir haben jetzt eine einvernehmliche Lösung gefunden. Das war mir wichtig, ich habe nicht gekündigt.
Wenn Sie eine Ausstiegsklausel hatten, waren Sie dann bei der Vertragsverlängerung gedanklich schon auf dem Sprung?
Nein, natürlich nicht! Diese Ausstiegsmöglichkeit war nicht nur mein Wunsch, sondern auch der des Vereins.
Hatten Sie eine Ausstiegsklausel für einen höherklassigen Verein oder war es die für einen befristeten Vertrag ungewöhnliche Kündigungsfrist von einem halben Jahr?
Die Ligazugehörigkeit hat keine Rolle gespielt. Ich bitte jedoch um Verständnis, dass ich zu den Vertragsdetails nichts sagen kann und darf.
Wieso haben Sie im Trainingslager behauptet, an den Gerüchten sei nichts dran, obwohl Sie schon mit der Fortuna verhandelt hatten?
Ich habe mich zu den Vereinen immer korrekt verhalten und Dynamo informiert, als ich ein konkretes Angebot hatte. Sich in der Außendarstellung in so einer Situation richtig zu verhalten, ist nicht so leicht. Aber ich gebe zu, die Art und Weise, wie ich mich geäußert habe, war verbesserungsfähig. Mehr gibt es dazu aber auch nicht zu sagen.
Es wird Ihnen vorgeworfen, Dynamo nur als Sprungbrett gesehen zu haben?
Ich muss mich nicht mit jedem Vorwurf auseinandersetzen. Wer sieht, wie ich hier gearbeitet habe, wird sehen, wie ich mich für den Verein eingesetzt habe. Natürlich habe ich wie jeder andere Mensch auch ein persönliches Interesse, in meinem Beruf erfolgreich zu sein. Dafür werde ich mich nicht rechtfertigen. Dynamo war für mich eine reizvolle Aufgabe, weil ich überzeugt war: Dieser Verein kann mehr! Es ist nicht in Stein gemeißelt, dass er ein schlechtes Image hat, dass die Stadionverträge so hingenommen werden müssen, dass die Darlehen an Herrn Kölmel nicht zurückgezahlt werden können oder die Fernsehrechte nicht vollständig uns gehören.
Mit solchen Ergebnissen haben Sie sich in Dresden ein gutes Standing erarbeitet. Wieso gehen Sie gerade jetzt?
Mir geht es nicht darum, gefeiert zu werden, abgesehen davon, dass ich das nicht alleine erreicht habe. Es waren Ralf Minge, der Aufsichtsrat, die Fans mit ihren Sonderumlagen und dem Bayern-Spiel, die Mitarbeiter … Ich gehe jetzt, weil wir die Punkte, die mir wichtig waren, gemeinsam erreicht haben. Es gibt noch genug Themen, aber ein paar Grundparameter sind geregelt und Dynamo steht auf sicheren Füßen. Daran arbeite ich mit Hochdruck bis zum Wechsel.
Wann wird das sein? Düsseldorf hat verkündet, dass Sie dort „spätestens“ zum 1. Mai anfangen.
Dazu ist alles gesagt.
Die Tendenz geht aber schon zu einem früheren Termin?
Alles, was man dazu sagen kann, haben die Vereine bekannt gegeben. Wenn es andere Entwicklungen gibt, werden wir das sagen.
Sie würden auch eher gehen?
Ich spekuliere nicht, sondern nenne den Stand, wie er vereinbart ist.
Im Interview mit der Bild-Zeitung sagten Sie diese Woche, Sie wollten erst gehen, wenn Sie wichtige Dinge zu Ende geführt haben. Es hieß aber, Sie wollten sofort wechseln?
Natürlich ist es für mich wichtig, möglichst früh in Düsseldorf Verantwortung übernehmen zu können. Für mich war aber auch immer klar, dass das einvernehmlich erfolgen soll.
Werden Sie noch alles abschließen?
Natürlich werde ich vor allem die Lizenzierung betreuen. Im Übrigen bin ich zuversichtlich, dass weitere Vereinbarungen wie zum Beispiel die Verträge mit Herrn Dr. Kölmel bald unterschriftsreif sein werden.
Dynamo genießt den zweifelhaften Ruf als Chaos-Klub, galt als unregierbar. Wie haben Sie den Verein erlebt?
Überhaupt nicht als Chaos. Was ich schon vorher mitbekommen hatte bei Spielen von Dynamo in München: ein hoher Organisationsgrad zum Beispiel bei den Fans und den Mitarbeitern. Dynamo ist überhaupt kein Chaos-Klub, sondern ein in vielen Bereichen sehr gut organisierter Verein. Es haben vielleicht nicht immer alle in eine Richtung gearbeitet, was in der Vergangenheit zu Problemen geführt hat. Worauf Ralf Minge und ich aufbauen konnten, war ein allseitiges Verständnis, dass es so nicht weitergehen kann und soll.
Was haben Sie anders gemacht als Vorgänger?
Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe versucht, die Kraft zu identifizieren, die Dynamo ausmacht. Das ist die Kraft der vielen, des demokratischen Traditionsvereins. Und ich habe versucht, ehrliche Arbeit abzuliefern und partizipativ zu sein, also viele mitzunehmen bei Entscheidungen.
Trotzdem gab es auch während Ihrer Amtszeit schwere Fan-Ausschreitungen und ein Geisterspiel. Ist der Verein bei dem Thema jetzt weiter oder täuscht die momentane Ruhe?
Wir dürfen nicht nachlassen in dem Bemühen, mit Gruppen zu sprechen. Der Dialog ist die Basis. Aber in Einzelfällen muss man konsequent sein, zum Beispiel, indem wir DFB-Strafen auf identifizierte Täter umlegen. Dazu werden wir in Kürze etwas vermelden können.
Auf welche Ergebnisse Ihrer Arbeit sind Sie besonders stolz?
Es ist schwierig, von sich zu sprechen, wenn man im Team gearbeitet und etwas im Team erreicht hat. Wenn ich es darauf erweitern darf, haben wir gemeinsam etwas Wichtiges geschafft: Dynamo Dresden zu zeigen, dass wir das können, dass wir unsere Ziele zusammen erreichen können, dass wir Probleme lösen können wie das Kölmel-Darlehen oder die Stadionkosten in den Griff zu kriegen. Es ist möglich, in Deutschland positiv als ein Verein wahrgenommen zu werden, bei dem etwas Gutes wächst.
Und warum wollen Sie die Früchte nicht ernten mit dem Aufstieg?
Weil es mir nicht auf Ruhm ankommt. Ich bin glücklich, wenn ich weiß, dass es hier stabil weitergeht. Und wenn der Aufstieg perfekt ist, werde ich mich darüber freuen, egal, wo ich bin. Erst einmal müssen wir aber noch ein paar Spiele gewinnen, mit 50 Punkten ist noch niemand aufgestiegen.
Stimmt es, dass Sie für den Wechsel zur Fortuna sogar auf Ihre Aufstiegsprämie verzichten?
Noch mal: Zu Vertragsinhalten äußere ich mich nicht.
Die Düsseldorfer schweben in der zweiten Liga in Abstiegsgefahr. Steigen Sie nächste Saison wieder auf?
Ich gehe davon aus, dass der Klassenerhalt geschafft wird.
Ihr Vertrag gilt aber auch bei Abstieg in die 3. Liga?
Ja.
Sie sind in Braunschweig geboren …
Das steht überall, ist aber falsch. Ich bin in Darmstadt geboren, habe aber nur zwei Jahre dort gelebt. Tatsächlich bin ich natürlich Braunschweiger.
Sie haben in München gearbeitet, gehen jetzt von Dresden nach Düsseldorf. Was bedeuten Wurzeln für Sie?
Was ist Heimat? Gute Frage. Wo meine Familie ist. Meine Freunde sind über Deutschland verteilt – auch in Düsseldorf. Ich bin aber, glaube ich, langsam bereit, Wurzeln zu schlagen.
Weil Sie im Mai Vater werden?
Darauf freue ich mich riesig.
War die Familienplanung auch ein Grund für den Wechsel?
Die Entscheidung fiel klar wegen der Position. Dass Verwandte meiner Frau dort leben, ist schön, aber nur ein Nebeneffekt.
Werden Sie Ihre guten Kontakte nutzen, um Spieler von Dynamo zur Fortuna zu holen, wie es Fans fürchten?
Das weiß ich zu trennen. Ich konzentriere mich jetzt auf meine Aufgabe hier. In Düsseldorf übernehme ich Verantwortung, wenn es so weit ist.
Sie sind doch sicher bereits in die Saisonvorbereitung eingebunden?
Es bleibt dabei, was ich gerade gesagt habe.
Was raten Sie Ihrem Nachfolger, damit er bei Dynamo bestehen kann?
Er muss sich sein eigenes Bild machen, dann wird er auch erfolgreich sein.
Was bleibt Ihnen von Dresden in Erinnerung?
Vor allem die Menschen, die ich kennenlernen durfte und das Wissen, was sie in den vergangenen 25 Jahren geleistet haben. Davon hatte ich keine Vorstellung, bevor ich hierhergekommen bin. Ich habe unglaublich beeindruckende Geschichten gehört, mit welchen Lebensumbrüchen Menschen hier klargekommen sind. Vor dem, was sie geleistet haben, habe ich größten Respekt.
12.02.2016 - 12:14 Uhr
Zitat von F1953
Anmerkung:
Wenn die Schwiegereltern von RS in Düsseldorf wohnen, dann hatte er vermutlich gar keine Wahl, bei einem Angebot aus der Heimat seiner Frau sich gegen die Fortuna zu entscheiden :zwinker:
Anmerkung:
Wenn die Schwiegereltern von RS in Düsseldorf wohnen, dann hatte er vermutlich gar keine Wahl, bei einem Angebot aus der Heimat seiner Frau sich gegen die Fortuna zu entscheiden :zwinker:
Ob Verwandte in diesem Fall die Schwiegereltern sind, weiß ich aktuell nicht, werde es aber herausfinden.
In Verbindung mit seiner Vaterschaft im Mai, wäre das jedoch natürlich auch ein privates Argument für ihn.
Da hätte er es angebotsmäßig ja kaum besser treffen können.
Wenn man alles zusammenführt, ist sein Wechsel zu uns natürlich immer besser zu begreifen.
Er hat die Möglichkeit bei Fortuna viel zu bewegen. Es ist natürlich auch eine Beförderung positionsmäßig,
vom kaufm. Geschäftsführer zum Vorstandsvorsitzenden. Das dies auch eine finanzielle Verbesserung
sein dürfte, davon kann man wohl ausgehen. Es ist genauso wie in der freien Wirtschaft. Wenn da ein
Führungsmitarbeiter ein Angebot bekommt, das neben der höheren Position, mehr Verantwortung und
Einflußnahmemöglichkeit, bessere Verdienstmöglichkeiten und ein gutes und lebenswertes Umfeld bietet,
(ich denke das Dresden und Düsseldorf wohl beides gute Adressen zum Leben und Arbeiten sind)
dann würden im anderen Bereichen sicher viele sagen: "Ja warum macht er es den dann nicht?"
Wenn man beide Vereinsbrillen einfach mal abnimmt, so denke ich ist seine Entscheidung verständlich.
Das in Dresden jetzt etwas zum Vorschein kommt, das vielleicht ein paar Kratzer verursachen könnte,
(Investitionrücklage von 250.00.-€ ) ist blanke Lokalpolitik. Wenn der Stadtrat in Dresden das im Dezember
2014 beschlossen hat, zusätzlich zum Ligabetrieb von 2,3 Mio.€ auch noch bis 2019 1,5 Mio.€ zusätzlich
mit beizutragen, dann ist das ein großartiger Vertragsabschluss für Dynamo Dresden. Das Städte gerne
erst sehr spät ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, ist überall so, nicht nur in Dresden.
Ihm daraus jetzt etwas Negatives auslegen zu wollen, ist kein gutes Verhalten.
Wenn man fair bleibt, dann sollte man seinen Verantwortungsbereich daran messen, bei welchem Stand
er seine Tätigkeit aufgenommen hat und bei welchem Stand er seine Tätigkeit beendet hat. Im Saldo hat
Dynamo Dresden wohl einen sehr guten Schnitt bei ihm gemacht.
(Eine Bemessungsgrundlage die auch auf andere Bereiche angewendet werden kann, wie ich es in meiner
Signatur mit unserem Ex-Trainer gemacht habe. Nur mal so als Beispiel.
)
12.02.2016 - 13:53 Uhr
Zitat von ESPRIT-Arena
Das in Dresden jetzt etwas zum Vorschein kommt, das vielleicht ein paar Kratzer verursachen könnte,
(Investitionrücklage von 250.00.-€ ) ist blanke Lokalpolitik. Wenn der Stadtrat in Dresden das im Dezember 2014 beschlossen hat, zusätzlich zum Ligabetrieb von 2,3 Mio.€ auch noch bis 2019 1,5 Mio.€ zusätzlich mit beizutragen, dann ist das ein großartiger Vertragsabschluss für Dynamo Dresden. Das Städte gerne erst sehr spät ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, ist überall so, nicht nur in Dresden.
Ihm daraus jetzt etwas Negatives auslegen zu wollen, ist kein gutes Verhalten.
Das in Dresden jetzt etwas zum Vorschein kommt, das vielleicht ein paar Kratzer verursachen könnte,
(Investitionrücklage von 250.00.-€ ) ist blanke Lokalpolitik. Wenn der Stadtrat in Dresden das im Dezember 2014 beschlossen hat, zusätzlich zum Ligabetrieb von 2,3 Mio.€ auch noch bis 2019 1,5 Mio.€ zusätzlich mit beizutragen, dann ist das ein großartiger Vertragsabschluss für Dynamo Dresden. Das Städte gerne erst sehr spät ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen, ist überall so, nicht nur in Dresden.
Ihm daraus jetzt etwas Negatives auslegen zu wollen, ist kein gutes Verhalten.
Nur gab es eben keinen Vertragsabschluss, da der Vertrag vom Verein aus nie unterzeichnet wurde.

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Cookie_Monster am 12.02.2016 um 13:54 Uhr bearbeitet
12.02.2016 - 14:01 Uhr
Zitat von Cookie_Monster
Nur gab es eben keinen Vertragsabschluss, da der Vertrag vom Verein aus nie unterzeichnet wurde.
Nur gab es eben keinen Vertragsabschluss, da der Vertrag vom Verein aus nie unterzeichnet wurde.

Laut meiner Lesart der Berichte doch. Nur die Ergänzungsvereinbarung wohl noch nicht.
Da wir aber das Vertragswerk nicht vorliegen haben, können wir darüber nur spekulieren. Das eine fehlende
Ergänzungsvereinbarung ein Vertragswerk in dieser Größe unwirksam werden lässt, dürfte jedoch höchst
ungewöhnlich sein. Normalerweise läuft sowas im Vertragswesen unter Sonstiges.
12.02.2016 - 14:34 Uhr
Zitat von ESPRIT-Arena
Laut meiner Lesart der Berichte doch. Nur die Ergänzungsvereinbarung wohl noch nicht.
Da wir aber das Vertragswerk nicht vorliegen haben, können wir darüber nur spekulieren. Das eine fehlende
Ergänzungsvereinbarung ein Vertragswerk in dieser Größe unwirksam werden lässt, dürfte jedoch höchst
ungewöhnlich sein. Normalerweise läuft sowas im Vertragswesen unter Sonstiges.
Zitat von Cookie_Monster
Nur gab es eben keinen Vertragsabschluss, da der Vertrag vom Verein aus nie unterzeichnet wurde. :zwinker:
Nur gab es eben keinen Vertragsabschluss, da der Vertrag vom Verein aus nie unterzeichnet wurde. :zwinker:
Laut meiner Lesart der Berichte doch. Nur die Ergänzungsvereinbarung wohl noch nicht.
Da wir aber das Vertragswerk nicht vorliegen haben, können wir darüber nur spekulieren. Das eine fehlende
Ergänzungsvereinbarung ein Vertragswerk in dieser Größe unwirksam werden lässt, dürfte jedoch höchst
ungewöhnlich sein. Normalerweise läuft sowas im Vertragswesen unter Sonstiges.

Du hast recht, es geht um die Ergänzungsvereinbarung. Hatte ich so nicht gelesen, aber danke für den Hinweis.
Wenn jedoch vereinbart wurden, dass der Vertrag nur im seiner Gesamtheit, also inkl. der Ergänzungsvereinbarung, gilt, dann könnte die Stadt durchaus im Recht sein.
Das werden wir aber spätestens dann wohl morgen wissen, wenn das Geld ausgezahlt, oder eben nicht, wurde.
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