Reform der Regionalligen
17.07.2009 - 00:21 Uhr
04.12.2010 - 12:09 Uhr
Zitat
Schlechte Medizin für den Patienten
DFB-Regionalliga-Reform bringt viele Nach- und kaum Vorteile
Die Fußball-Regionalliga krankt. Zum Teil geringes Zuschauerinteresse und Vereine, die mit Geld nicht umgehen können. Als Gegenmittel baut der DFB auf eine Reform. Aus drei sollen ab Juli 2012 fünf Staffeln werden. Gehofft wird, damit mehr Fans zu locken, die mehr Geld in die Kassen klammer Klubs spülen. Ob das gelingt? Nicht nur die SG Sonnenhof Großaspach ist skeptisch.
Von Uwe Flegel
„Wir sind nur benachteiligt.“ SG-Geschäftsführer Thomas Deters ist mit dem Beschluss des DFB-Bundestags Mitte Oktober alles andere als glücklich. Wie die Württemberger überhaupt dagegen waren. Außer den neun Schwaben wehrten sich nicht mehr viele gegen die Änderung. 223 von 255 Delegierten stimmten für ein Modell, von dem Deters sagt: „Man weiß nicht, ob es überhaupt praktikabel ist.“
Bereits fest steht: Sportlich gerecht ist die Reform nicht. Mit Abstand größter Nutznießer: Der Bayrische Fußballverband (nicht ganz 4600 Vereine), der künftig eine eigene vierte Liga bildet. Da derzeit gerade mal 4 Regionalligisten aus Bayern sind, bedeutet dies bei einer erneuten 18er-Staffel, dass nach heutigem Stand mit 14 Teams aus der Bayernliga aufgefüllt werden muss. Die künftige Regionalliga Süd wäre eine bessere Oberliga. Ganz anders sieht es in der geplanten Regionalliga Südwest aus, die neben den Klubs aus Baden-Württemberg, die aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vereinigt (7750). Die Liga hat schon 18 Regionalligisten. Zuwachs von unten ist kaum möglich. Oberligisten wie Aspachs Nachbar SGV Freiberg verkennen die Realitäten. SGV-Geschäftsführer Mirco Supan bejubelt die Reform, weil er darauf baut, dass es 2012 vier Aufsteiger von der baden-württembergischen Ober- in die Regionalliga gibt. Nur: Läuft’s dumm, darf keine Oberligist hoch.
Erschwerend hinzu kommt: In der angestrebten Südwest-Staffel treffen Vereine aus sieben Landesverbänden zusammen. Hessen, Rheinland, und Südwest bilden den Südwestdeutschen Fußballverband. Hessen, die drei Verbände aus dem Ländle und Bayern sind bislang der Süddeutsche Fußballverband. Letzteren dürfte es nach der bayrischen Solo-Nummer vermutlich nicht mehr lange geben. Der DFB macht nicht nur aus drei Ligen fünf, sondern er gibt die Verantwortung dafür auch an die Regionalverbände ab. Deshalb schreit es geradezu danach, dass Hessen und Baden-Württemberg nun eine Ehe mit dem Südwesten eingehen.
Positiv an der Änderung ist, dass die Anforderungen an die Vereine nicht mehr so hoch sein werden. Wenn in Sachen Stadionkapazität aber nur noch Platz für 2000 oder 3000 Fans verlangt wird, bringt das Großaspach aber nichts mehr. Nächste Saison gelten bisher noch die alten Auflagen. Und: Im Fautenhau wird das neue Stadion längst gebaut. Ein zurück gibt es dort nicht mehr. Pfeifendeckel, heißt es aus Sicht des Klubs aus dem Fautenhau auch, was kurze Wege und Zunahme der Nachbarschaftsduelle aufgrund der Reform anbelangt. „Wir haben die gleichen Fahrtkosten wie bisher auch“, sagt Deters. Ein Blick auf die nebenstehende Karte gibt ihm Recht.
Der SG-Geschäftsführer wundert sich ohnehin, wie der Beschluss zustande kam. Die in der IG Regionalliga vereinigten Viertligisten strebten ein anderes Modell an. Sie wollten zwei Staffeln mit normalen Klubs und eine Liga für zweite Mannschaften der Bundesligisten. Ein 2+1-Modell mit einem Aufsteiger aus jeder Liga. Nun gibt’s fünf Staffeln, in der pro Liga sieben zweite Mannschaften spielen dürfen, und eine anschließende Aufstiegsrunde mit den jeweiligen Meistern sowie dem Südwest-Zweiten. Für den DFB ist’s der Konsens aus der Forderung Bayerns (acht Staffeln), der Profiklubs (zweite Mannschaften weiter im Wettbewerb mit anderen Teams) und der IG Regionalliga. Deters fragt sich aber: „Wo ist der Konsens.“ Schließlich seien die Regionalligisten nicht einmal informiert worden, was der Verband vorhat. Das wohl aus gutem Grund, hätten die Viertligisten doch sonst vielleicht unter anderem folgende Fragen gestellt: Warum soll eine verwässerte und sportlich abgewertete Spielklasse für Fans interessanter sein? Warum sollen wegen einer schlechten Reform die immer gleichen Vereine plötzlich lernen, nur das Geld auszugeben, das sie auch einnehmen?
Click here to find out more!
http://www.bkz-online.de/node/224575
Schlechte Medizin für den Patienten
DFB-Regionalliga-Reform bringt viele Nach- und kaum Vorteile
Die Fußball-Regionalliga krankt. Zum Teil geringes Zuschauerinteresse und Vereine, die mit Geld nicht umgehen können. Als Gegenmittel baut der DFB auf eine Reform. Aus drei sollen ab Juli 2012 fünf Staffeln werden. Gehofft wird, damit mehr Fans zu locken, die mehr Geld in die Kassen klammer Klubs spülen. Ob das gelingt? Nicht nur die SG Sonnenhof Großaspach ist skeptisch.
Von Uwe Flegel
„Wir sind nur benachteiligt.“ SG-Geschäftsführer Thomas Deters ist mit dem Beschluss des DFB-Bundestags Mitte Oktober alles andere als glücklich. Wie die Württemberger überhaupt dagegen waren. Außer den neun Schwaben wehrten sich nicht mehr viele gegen die Änderung. 223 von 255 Delegierten stimmten für ein Modell, von dem Deters sagt: „Man weiß nicht, ob es überhaupt praktikabel ist.“
Bereits fest steht: Sportlich gerecht ist die Reform nicht. Mit Abstand größter Nutznießer: Der Bayrische Fußballverband (nicht ganz 4600 Vereine), der künftig eine eigene vierte Liga bildet. Da derzeit gerade mal 4 Regionalligisten aus Bayern sind, bedeutet dies bei einer erneuten 18er-Staffel, dass nach heutigem Stand mit 14 Teams aus der Bayernliga aufgefüllt werden muss. Die künftige Regionalliga Süd wäre eine bessere Oberliga. Ganz anders sieht es in der geplanten Regionalliga Südwest aus, die neben den Klubs aus Baden-Württemberg, die aus Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vereinigt (7750). Die Liga hat schon 18 Regionalligisten. Zuwachs von unten ist kaum möglich. Oberligisten wie Aspachs Nachbar SGV Freiberg verkennen die Realitäten. SGV-Geschäftsführer Mirco Supan bejubelt die Reform, weil er darauf baut, dass es 2012 vier Aufsteiger von der baden-württembergischen Ober- in die Regionalliga gibt. Nur: Läuft’s dumm, darf keine Oberligist hoch.
Erschwerend hinzu kommt: In der angestrebten Südwest-Staffel treffen Vereine aus sieben Landesverbänden zusammen. Hessen, Rheinland, und Südwest bilden den Südwestdeutschen Fußballverband. Hessen, die drei Verbände aus dem Ländle und Bayern sind bislang der Süddeutsche Fußballverband. Letzteren dürfte es nach der bayrischen Solo-Nummer vermutlich nicht mehr lange geben. Der DFB macht nicht nur aus drei Ligen fünf, sondern er gibt die Verantwortung dafür auch an die Regionalverbände ab. Deshalb schreit es geradezu danach, dass Hessen und Baden-Württemberg nun eine Ehe mit dem Südwesten eingehen.
Positiv an der Änderung ist, dass die Anforderungen an die Vereine nicht mehr so hoch sein werden. Wenn in Sachen Stadionkapazität aber nur noch Platz für 2000 oder 3000 Fans verlangt wird, bringt das Großaspach aber nichts mehr. Nächste Saison gelten bisher noch die alten Auflagen. Und: Im Fautenhau wird das neue Stadion längst gebaut. Ein zurück gibt es dort nicht mehr. Pfeifendeckel, heißt es aus Sicht des Klubs aus dem Fautenhau auch, was kurze Wege und Zunahme der Nachbarschaftsduelle aufgrund der Reform anbelangt. „Wir haben die gleichen Fahrtkosten wie bisher auch“, sagt Deters. Ein Blick auf die nebenstehende Karte gibt ihm Recht.
Der SG-Geschäftsführer wundert sich ohnehin, wie der Beschluss zustande kam. Die in der IG Regionalliga vereinigten Viertligisten strebten ein anderes Modell an. Sie wollten zwei Staffeln mit normalen Klubs und eine Liga für zweite Mannschaften der Bundesligisten. Ein 2+1-Modell mit einem Aufsteiger aus jeder Liga. Nun gibt’s fünf Staffeln, in der pro Liga sieben zweite Mannschaften spielen dürfen, und eine anschließende Aufstiegsrunde mit den jeweiligen Meistern sowie dem Südwest-Zweiten. Für den DFB ist’s der Konsens aus der Forderung Bayerns (acht Staffeln), der Profiklubs (zweite Mannschaften weiter im Wettbewerb mit anderen Teams) und der IG Regionalliga. Deters fragt sich aber: „Wo ist der Konsens.“ Schließlich seien die Regionalligisten nicht einmal informiert worden, was der Verband vorhat. Das wohl aus gutem Grund, hätten die Viertligisten doch sonst vielleicht unter anderem folgende Fragen gestellt: Warum soll eine verwässerte und sportlich abgewertete Spielklasse für Fans interessanter sein? Warum sollen wegen einer schlechten Reform die immer gleichen Vereine plötzlich lernen, nur das Geld auszugeben, das sie auch einnehmen?
Click here to find out more!
http://www.bkz-online.de/node/224575
11.01.2011 - 16:39 Uhr
Die neue 5-gleisige Regionalliga wird ja in den Staffeln
-Nord ( Niedersachsen, Schleswig - H. , Bremen; Hamburg)
-Nordost ( Der Osten halt)
-Bayern
-West (NRW)
-Südwest ( Baden-Würrtemberg, Südwest, Hessen)
spielen. Sehr interessant dürfte aber werden, wie die Quali - Saison für die Oberligen 2011/2012 ausschaut.
Folgende Südwest - Vereine spielen schon heute in der Regionalliga:
Hessen Kassel, SV Darmstadt, Eintracht Frankfurt II, Hoffenheim II, SC Freiburg II, Stuttgarter Kickers, Karlsruhe II, Pfullendorf II, Worms, Sonnenhof Großasbach, FSV Frankfurt II, Wehen II, Eintracht Trier, Kaiserslautern II, Elversberg, Mainz II, Homburg / Saar.
Das sind bereits heute 17 Vereine!! Okay, es werden noch welche auf - oder absteigen. Es kommen aber garantiert auch noch 3 Vereine dazu (Meister der OL Hessen, BW und Südwest).
Die Zahl 17 wird sich aber kaum dramatisch senken.
Das würde bedeuten, das (fast) kein Platz mehr für OL - Qualifikanten vorhanden ist. Zumindest nicht, falls der DFB die neuen RL stur nach Verbandsgrenzen einteilt, und es keine Überläufer gibt.
Dagegen gibt es heute lediglich 4 Vereine aus Bayern: Nürnberg II, Fürth II, 60 München II, Memmingen. Dazu kommt noch der neue Bayernliga - Aufsteiger und eventuelle 3.-Liga - Absteiger. Wenn die neue RL Bayern nur innerhalb Bayerns gilt, und keine Vereine aus anderen Bundesländern "überlaufen", wäre Platz für sagenhafte 13 Vereine aus der heutigen Bayernliga.
Es gibt von daher nur 3 Möglichkeiten:
1. Der DFB teilt die neuen RL ohne Überläufer stur nach Verbandsgrenzen ein. Dann reicht in der Bayernliga Platz 13 zum Aufstieg, während z.B. in der Oberliga Hessen nur der Meister aufsteigt. Na wenn das gerecht ist...
2. Es werden aus allen Oberligen gleich viele Aufsteiger nachrücken. Naja Verbandsstärkere bekommen vielleicht noch ein oder 2 Plätze mehr. Dann wäre die neue RL Südwest derart überfüllt, das so einige in andere Staffeln wechseln müßten, wohl hauptsächlich nach Bayern oder West. Dann würden die Verbandsgrenzen aber arg verwischen. Was vor allem Bayern nicht will, da der Bayerische Fussball - Verband seine eigene Bayernliga behalten will, und nicht noch 5 oder 6 andere Vereine aufnehmen mag.
3. Es qualifizieren sich nächste Saison z.B. nur die besten 13 Südwestvereine für einen Verbleib in der neuen RL Südwest. Da man noch Platz für Nachrücker aus den Oberligen braucht. Dann reicht aber unter Umständen Platz 10 nicht für den Verbleib in der RL.
Dann hätten aber auch die Bayerischen Regionalligisten den Klassenerhalt schon vor der Saison todsicher - es gibt ja nur 5. Und Platz für Nachrücker gibt es eh viel zu viel.
Kurz zusammengefasst: Entweder die nächste Oberligasaison wird total ungerecht(was die Aufstiegsplätze anbelangt), oder der Bayerische Fussballverband kann seine eigene interne viertklassige Bayernliga vergessen...
Wird sicher interessant, was sich der DFB da ainfallen lassen wird.
-Nord ( Niedersachsen, Schleswig - H. , Bremen; Hamburg)
-Nordost ( Der Osten halt)
-Bayern
-West (NRW)
-Südwest ( Baden-Würrtemberg, Südwest, Hessen)
spielen. Sehr interessant dürfte aber werden, wie die Quali - Saison für die Oberligen 2011/2012 ausschaut.
Folgende Südwest - Vereine spielen schon heute in der Regionalliga:
Hessen Kassel, SV Darmstadt, Eintracht Frankfurt II, Hoffenheim II, SC Freiburg II, Stuttgarter Kickers, Karlsruhe II, Pfullendorf II, Worms, Sonnenhof Großasbach, FSV Frankfurt II, Wehen II, Eintracht Trier, Kaiserslautern II, Elversberg, Mainz II, Homburg / Saar.
Das sind bereits heute 17 Vereine!! Okay, es werden noch welche auf - oder absteigen. Es kommen aber garantiert auch noch 3 Vereine dazu (Meister der OL Hessen, BW und Südwest).
Die Zahl 17 wird sich aber kaum dramatisch senken.
Das würde bedeuten, das (fast) kein Platz mehr für OL - Qualifikanten vorhanden ist. Zumindest nicht, falls der DFB die neuen RL stur nach Verbandsgrenzen einteilt, und es keine Überläufer gibt.
Dagegen gibt es heute lediglich 4 Vereine aus Bayern: Nürnberg II, Fürth II, 60 München II, Memmingen. Dazu kommt noch der neue Bayernliga - Aufsteiger und eventuelle 3.-Liga - Absteiger. Wenn die neue RL Bayern nur innerhalb Bayerns gilt, und keine Vereine aus anderen Bundesländern "überlaufen", wäre Platz für sagenhafte 13 Vereine aus der heutigen Bayernliga.
Es gibt von daher nur 3 Möglichkeiten:
1. Der DFB teilt die neuen RL ohne Überläufer stur nach Verbandsgrenzen ein. Dann reicht in der Bayernliga Platz 13 zum Aufstieg, während z.B. in der Oberliga Hessen nur der Meister aufsteigt. Na wenn das gerecht ist...
2. Es werden aus allen Oberligen gleich viele Aufsteiger nachrücken. Naja Verbandsstärkere bekommen vielleicht noch ein oder 2 Plätze mehr. Dann wäre die neue RL Südwest derart überfüllt, das so einige in andere Staffeln wechseln müßten, wohl hauptsächlich nach Bayern oder West. Dann würden die Verbandsgrenzen aber arg verwischen. Was vor allem Bayern nicht will, da der Bayerische Fussball - Verband seine eigene Bayernliga behalten will, und nicht noch 5 oder 6 andere Vereine aufnehmen mag.
3. Es qualifizieren sich nächste Saison z.B. nur die besten 13 Südwestvereine für einen Verbleib in der neuen RL Südwest. Da man noch Platz für Nachrücker aus den Oberligen braucht. Dann reicht aber unter Umständen Platz 10 nicht für den Verbleib in der RL.
Dann hätten aber auch die Bayerischen Regionalligisten den Klassenerhalt schon vor der Saison todsicher - es gibt ja nur 5. Und Platz für Nachrücker gibt es eh viel zu viel.
Kurz zusammengefasst: Entweder die nächste Oberligasaison wird total ungerecht(was die Aufstiegsplätze anbelangt), oder der Bayerische Fussballverband kann seine eigene interne viertklassige Bayernliga vergessen...
Wird sicher interessant, was sich der DFB da ainfallen lassen wird.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jenwe am 11.01.2011 um 16:47 Uhr bearbeitet
11.01.2011 - 20:40 Uhr
Gerecht wäre es wenn Bayern und Baden-Württemberg eine Regionalliga zusammen bekämen, ohne Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Es wäre doch arg ungerecht wenn aus der meiner Meinung nach stärksten Oberliga Deutschlands, der Oberliga Baden-Württemberg, entweder nur der Meister oder sogar gar keiner aufsteigen würde :o . Man muss sich das mal vor Augen führen das in der Oberliga BaWü mit Waldhof Mannheim, Reutlingen und Ulm ab nächster Saison drei Traditionsvereine mit riesigem Fanpotential (vor allem Waldhof, der heute nach RW Essen wohl den besten Zuschauerschnitt aller Oberligisten in Deutschland hat) spielen. Hinzu kommen noch aufstrebenden Vereine wie Astoria Walldorf, Normannia Gmünd, FV Villingen, TSG Balingen, Bahlinger SC, FSV Hollenbach oder der VfL Kirchheim sowie wohl die Aufsteiger aus der Verbandsliga Württemberg SV Göppingen, und es könnte über die Relegation dann auch noch die Reserven des VfR Aalen oder des 1.FC Heidenheim aufsteigen, sowie aus der Verbandsliga Nordbaden der VfR Mannheim. Wie soll man da dann rechtfertigen das aus Bayern dann der 13. aufsteigen darf, während solche Vereine das nachsehen hätten??? Attraktiv aus bayerischer Sicht wäre höchstens Bayern Hof, Schweinfurt, Bayreuth, Würzburg oder Bamberg auch von Fanpotential.
Wenn nicht stur nach Verbandsgrenzen eingeteilt werden würde, könnten alle BaWü-Vereine östlich von Stuttgart nach Bayern wechseln. Illertissen z.B. ist schon Bayern, Ulm fast, Hollenbach keine 20km weg, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Aalen und Heidenheim sind auch im Umkreis von 20 - 40km von der bayerischen Grenze entfernt. Einzig diese Tatsache würde das ganze etwas abmildern aus BaWü-Sicht.
Wenn nicht stur nach Verbandsgrenzen eingeteilt werden würde, könnten alle BaWü-Vereine östlich von Stuttgart nach Bayern wechseln. Illertissen z.B. ist schon Bayern, Ulm fast, Hollenbach keine 20km weg, Schwäbisch Gmünd, Göppingen, Aalen und Heidenheim sind auch im Umkreis von 20 - 40km von der bayerischen Grenze entfernt. Einzig diese Tatsache würde das ganze etwas abmildern aus BaWü-Sicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von TSVLeinzell_CS am 11.01.2011 um 20:50 Uhr bearbeitet
11.01.2011 - 21:12 Uhr
Zitat von TSVLeinzell_CS:
Gerecht wäre es wenn Bayern und Baden-Württemberg eine Regionalliga zusammen bekämen, ohne Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Es wäre doch arg ungerecht wenn aus der meiner Meinung nach stärksten Oberliga Deutschlands, der Oberliga Baden-Württemberg, entweder nur der Meister oder sogar gar keiner aufsteigen würde
Sollte aus der OL-BW keiner aufsteigen, weil man ein etwaiges Relegationsspiel verliert, steht das m.E. im widerspruch zu deiner Grundaussage, nämlich, dass die OLBW die stärkste OL wäre - Und das nur der Meister auf steigt, ist de facto auch schon jetzt der fall....
Zitat von TSVLeinzell_CS:
:o . Man muss sich das mal vor Augen führen das in der Oberliga BaWü mit Waldhof Mannheim, Reutlingen und Ulm ab nächster Saison drei Traditionsvereine mit riesigem Fanpotential (vor allem Waldhof, der heute nach RW Essen wohl den besten Zuschauerschnitt aller Oberligisten in Deutschland hat) spielen.
Und was hat das mit der RL-Reform zu tun? Die spielen doch jetzt schon in der Oberliga, mit außnahme der Ulmer, welche allerdings als sicherer absteiger feststehen. Und auch bisher gibt es nur einen Aufstiegsplatz. Desweiteren steigern doch viele Vereine, mit gutem Zuschauerzuspruch, die attraktivität der ganzen Liga? Und die attraktivität war doch der Knackpunkt der aktuellen RL....
Zitat von TSVLeinzell_CS:
Hinzu kommen noch aufstrebenden Vereine wie Astoria Walldorf, Normannia Gmünd, FV Villingen, TSG Balingen, Bahlinger SC, FSV Hollenbach oder der VfL Kirchheim sowie wohl die Aufsteiger aus der Verbandsliga Württemberg SV Göppingen, und es könnte über die Relegation dann auch noch die Reserven des VfR Aalen oder des 1.FC Heidenheim aufsteigen, sowie aus der Verbandsliga Nordbaden der VfR Mannheim. Wie soll man da dann rechtfertigen das aus Bayern dann der 13. aufsteigen darf, während solche Vereine das nachsehen hätten??? Attraktiv aus bayerischer Sicht wäre höchstens Bayern Hof, Schweinfurt, Bayreuth, Würzburg oder Bamberg auch von Fanpotential.
Mal im Ernst - geht es um die attraktivität, dann kann uns (also auch dem Südwesten) nichts besserer passieren, als ein zusammenlegen des Saarlands, RLP und BW .
Man stelle sich nur mal vereine wie Worms, Mannheim, Reutlingen, Ulm, Neunkirchen, Pirmasens, Homburg etc. pp in einer Liga vor. Wie gesagt, von der attraktivität kaum zu überbieten - sportlich halt eine echte Hürde.
Aber eine atraktive Liga, bei denen bestenfalls viele Mannschaften aufsteigen, sind ein Widerspruch in sich.
Also du musst dich schon entscheiden, für was du argumentierst - Für den sportlich, leichteren weg, sprich eine OL aus bayerischen und Baden-Württembergischen vereinen, oder für eine attraktivere Liga, dann ist doch die einteilung, so wie sie vorgesehen ist, optimal.
Ich bin definitiv für letzteres!
Gerecht wäre es wenn Bayern und Baden-Württemberg eine Regionalliga zusammen bekämen, ohne Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Es wäre doch arg ungerecht wenn aus der meiner Meinung nach stärksten Oberliga Deutschlands, der Oberliga Baden-Württemberg, entweder nur der Meister oder sogar gar keiner aufsteigen würde
Sollte aus der OL-BW keiner aufsteigen, weil man ein etwaiges Relegationsspiel verliert, steht das m.E. im widerspruch zu deiner Grundaussage, nämlich, dass die OLBW die stärkste OL wäre - Und das nur der Meister auf steigt, ist de facto auch schon jetzt der fall....
Zitat von TSVLeinzell_CS:
:o . Man muss sich das mal vor Augen führen das in der Oberliga BaWü mit Waldhof Mannheim, Reutlingen und Ulm ab nächster Saison drei Traditionsvereine mit riesigem Fanpotential (vor allem Waldhof, der heute nach RW Essen wohl den besten Zuschauerschnitt aller Oberligisten in Deutschland hat) spielen.
Und was hat das mit der RL-Reform zu tun? Die spielen doch jetzt schon in der Oberliga, mit außnahme der Ulmer, welche allerdings als sicherer absteiger feststehen. Und auch bisher gibt es nur einen Aufstiegsplatz. Desweiteren steigern doch viele Vereine, mit gutem Zuschauerzuspruch, die attraktivität der ganzen Liga? Und die attraktivität war doch der Knackpunkt der aktuellen RL....
Zitat von TSVLeinzell_CS:
Hinzu kommen noch aufstrebenden Vereine wie Astoria Walldorf, Normannia Gmünd, FV Villingen, TSG Balingen, Bahlinger SC, FSV Hollenbach oder der VfL Kirchheim sowie wohl die Aufsteiger aus der Verbandsliga Württemberg SV Göppingen, und es könnte über die Relegation dann auch noch die Reserven des VfR Aalen oder des 1.FC Heidenheim aufsteigen, sowie aus der Verbandsliga Nordbaden der VfR Mannheim. Wie soll man da dann rechtfertigen das aus Bayern dann der 13. aufsteigen darf, während solche Vereine das nachsehen hätten??? Attraktiv aus bayerischer Sicht wäre höchstens Bayern Hof, Schweinfurt, Bayreuth, Würzburg oder Bamberg auch von Fanpotential.
Mal im Ernst - geht es um die attraktivität, dann kann uns (also auch dem Südwesten) nichts besserer passieren, als ein zusammenlegen des Saarlands, RLP und BW .
Man stelle sich nur mal vereine wie Worms, Mannheim, Reutlingen, Ulm, Neunkirchen, Pirmasens, Homburg etc. pp in einer Liga vor. Wie gesagt, von der attraktivität kaum zu überbieten - sportlich halt eine echte Hürde.
Aber eine atraktive Liga, bei denen bestenfalls viele Mannschaften aufsteigen, sind ein Widerspruch in sich.
Also du musst dich schon entscheiden, für was du argumentierst - Für den sportlich, leichteren weg, sprich eine OL aus bayerischen und Baden-Württembergischen vereinen, oder für eine attraktivere Liga, dann ist doch die einteilung, so wie sie vorgesehen ist, optimal.
Ich bin definitiv für letzteres!
11.01.2011 - 21:38 Uhr
Das ist nicht der Punkt. Es geht nicht darum, welche Oberliga die stärkste ist, oder welche OL mehr "aufstrebene" Vereine hat. Das Fan - Potential spielt (sportlich) überhaupt keine Rolle. Es entscheiden nächte Saison nur Platzierungen und nicht irgendwelche Potentiale.
Und für den Fall, das die neue RL Südwest schon mit 18 Vereinen voll ist und der Meister aus der Oberliga Baden - Würrtemberg (wie auch andere Meister aus Hessen, Südwest) in eine Relegation müssen: Es kann und darf nicht sein, das der Meister in Hessen eventuell nicht(!) direkt aufsteigt, aber in Bayern Platz 13 reicht. Die Überbevorteiling Bayerns ist schlichtweg eine riesige Ungerechtigkeit. Was die Anzahl der Aufstiegsplätze anbelangt. Ich frage mich nur, warum das die sogenannten Herren Experten beim DFB nicht erkennen.
Wenn mann die Aufstiegsplätze gerecht auf alle Oberligen verteilt, kann man nicht nach Verbandsgrenzen einteilen. Dann würden im Südwesten 26 und in Bayern 10 Vereine spielen...
Der Bayerische Verband hat nur ein einziges Ziel: Die Bayernliga auf das 4. Level zu heben.
die eigentlichen Regionalligen sind ihm völlig egal, hauptsache die Bayernliga wird aufgewertet.
Es sollen ja auch pro Staffel nur 7 Reserven spielen dürfen. Manch Verband hat ja jetzt schon mehr... Ein weitere Konfliktherd.
Das jetzt von aktuell 54 Regionalligisten nur 5 aus Bayern kommen, hat sicher schon seinen sprtlichen Grund. Unabhängig von Weiden.
So oder so, egal wie es nun entschieden wird: Es wird einen riesigen Aufschrei geben.
Entweder aus den Oberligen BW, Hessen oder Südwest, die so gut wie keine Aufsteiger in die neue RL Südwest entsenden können. Oder vom Bayerischen Verband, die keine "reine" Bayernlige bekommen, was ihnen aber quasi zugesagt wurde.
Und für den Fall, das die neue RL Südwest schon mit 18 Vereinen voll ist und der Meister aus der Oberliga Baden - Würrtemberg (wie auch andere Meister aus Hessen, Südwest) in eine Relegation müssen: Es kann und darf nicht sein, das der Meister in Hessen eventuell nicht(!) direkt aufsteigt, aber in Bayern Platz 13 reicht. Die Überbevorteiling Bayerns ist schlichtweg eine riesige Ungerechtigkeit. Was die Anzahl der Aufstiegsplätze anbelangt. Ich frage mich nur, warum das die sogenannten Herren Experten beim DFB nicht erkennen.
Wenn mann die Aufstiegsplätze gerecht auf alle Oberligen verteilt, kann man nicht nach Verbandsgrenzen einteilen. Dann würden im Südwesten 26 und in Bayern 10 Vereine spielen...
Der Bayerische Verband hat nur ein einziges Ziel: Die Bayernliga auf das 4. Level zu heben.
die eigentlichen Regionalligen sind ihm völlig egal, hauptsache die Bayernliga wird aufgewertet.
Es sollen ja auch pro Staffel nur 7 Reserven spielen dürfen. Manch Verband hat ja jetzt schon mehr... Ein weitere Konfliktherd.
Das jetzt von aktuell 54 Regionalligisten nur 5 aus Bayern kommen, hat sicher schon seinen sprtlichen Grund. Unabhängig von Weiden.
So oder so, egal wie es nun entschieden wird: Es wird einen riesigen Aufschrei geben.
Entweder aus den Oberligen BW, Hessen oder Südwest, die so gut wie keine Aufsteiger in die neue RL Südwest entsenden können. Oder vom Bayerischen Verband, die keine "reine" Bayernlige bekommen, was ihnen aber quasi zugesagt wurde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jenwe am 11.01.2011 um 21:42 Uhr bearbeitet
12.01.2011 - 19:19 Uhr
http://www.fsverlangenbruck.de/fussball/wendelsteiner_anstoss
denke das ist ganz aufschlussreich, einfach mal durchlesen!
denke das ist ganz aufschlussreich, einfach mal durchlesen!
12.01.2011 - 19:53 Uhr
Da könnte ja jeder kommen :rolleyes . Zum Beispiel hätten sich der Württembergische Fussballverband zusammen mit dem Nordbadischen und Südbadischen Fussballverband zusammentun können, und die Oberliga BaWü genauso auf Regionalliga-Ebene hieven können.
Das darf nie und nimmer durchgesetzt werden :ugly
Das darf nie und nimmer durchgesetzt werden :ugly
13.01.2011 - 10:52 Uhr
Zur Erinnerung: die beschlossene Reform - 5 Gruppen - ist mit großer Mehrheit verabschiedet worden.
Dies ist ein Kompromiss, der auf breite Zustimmung von Landesverbänden, Profi- und Amateur
vereinen traf.
Probleme damit haben hauptsächliche jene Vereine, die in der RL mit "Semiprofis" antreten, "mit Gewalt" nach oben wollen oder eben schlicht und einfach mehr ausgeben als in dieser Liga einzunehmen ist.
Wenn man 5 Gruppen macht (darüber kann man streiten, aber es ist entschieden), dann müssen Bayern und die NRW-Landesverbände jeweils ihre eigene RL bekommen, das ergibt sich aus der Zahl der Vereine/Aktiven/Mannschaften. Ob es den Bayern sportlich gut bekommt, ist eine andere Frage. z.B. bei der SpVgg Greuther Fürth wird die Bayernliga für die U23 als Rückschritt gesehen.
Was man in der Diskussion nicht vergessen darf: es gibt nicht nur eine neue Gruppeneinteilung, sondern die Anforderungen und Auflagen bezüglich Infrastruktur, Hauptamtliche Mitarbeiter etc. werden deutlich zurückgeschraubt. In Zukunft wird es wieder möglich sein, dass ein "Dorfverein" auch ohne großes Stadion, Pressearbeitsplätzen, Hauptamtliche Geschäftsstelle etc. Viertklassig spielen kann, wenn er will oder nicht anders kann. Sofern sie sich sportlich qualifizieren, dürfen also in Zukunft auch z.B. Erlangen-Bruck, Seligenporten, Heimstetten, Zweibrücken-Niederauerbach, Auersmacher...RL spielen. Keiner ist mehr gezwungen, wegen zu hoher DFB-Auflagen oder mangelhafter Infrastruktur auf die RL zu verzichten oder finanzielles Risiko zu gehen.
Irgendwo muss die Schnittstelle zwischen Profis und Amateuren zu liegen kommen.
Es gibt im Prinzip drei Typen von RL-Vereinen:
die U23-Teams der Proficlubs - für die wirds sportlich z.T. ein Rückschritt
die "echten" Amateurvereine - die können jetzt in der für sie höchstmöglichen Liga spielen ohne finanziellen Genickbruch zu riskieren
die Semiprofis mit (zu) hohen Zielen - die müssen eben genau kalkulieren und Ziele definieren
In ein paar Jahren wird man sehen, ob diese Reform tragfähig ist oder eine neue her muss.
Dies ist ein Kompromiss, der auf breite Zustimmung von Landesverbänden, Profi- und Amateur
vereinen traf.
Probleme damit haben hauptsächliche jene Vereine, die in der RL mit "Semiprofis" antreten, "mit Gewalt" nach oben wollen oder eben schlicht und einfach mehr ausgeben als in dieser Liga einzunehmen ist.
Wenn man 5 Gruppen macht (darüber kann man streiten, aber es ist entschieden), dann müssen Bayern und die NRW-Landesverbände jeweils ihre eigene RL bekommen, das ergibt sich aus der Zahl der Vereine/Aktiven/Mannschaften. Ob es den Bayern sportlich gut bekommt, ist eine andere Frage. z.B. bei der SpVgg Greuther Fürth wird die Bayernliga für die U23 als Rückschritt gesehen.
Was man in der Diskussion nicht vergessen darf: es gibt nicht nur eine neue Gruppeneinteilung, sondern die Anforderungen und Auflagen bezüglich Infrastruktur, Hauptamtliche Mitarbeiter etc. werden deutlich zurückgeschraubt. In Zukunft wird es wieder möglich sein, dass ein "Dorfverein" auch ohne großes Stadion, Pressearbeitsplätzen, Hauptamtliche Geschäftsstelle etc. Viertklassig spielen kann, wenn er will oder nicht anders kann. Sofern sie sich sportlich qualifizieren, dürfen also in Zukunft auch z.B. Erlangen-Bruck, Seligenporten, Heimstetten, Zweibrücken-Niederauerbach, Auersmacher...RL spielen. Keiner ist mehr gezwungen, wegen zu hoher DFB-Auflagen oder mangelhafter Infrastruktur auf die RL zu verzichten oder finanzielles Risiko zu gehen.
Irgendwo muss die Schnittstelle zwischen Profis und Amateuren zu liegen kommen.
Es gibt im Prinzip drei Typen von RL-Vereinen:
die U23-Teams der Proficlubs - für die wirds sportlich z.T. ein Rückschritt
die "echten" Amateurvereine - die können jetzt in der für sie höchstmöglichen Liga spielen ohne finanziellen Genickbruch zu riskieren
die Semiprofis mit (zu) hohen Zielen - die müssen eben genau kalkulieren und Ziele definieren
In ein paar Jahren wird man sehen, ob diese Reform tragfähig ist oder eine neue her muss.
13.01.2011 - 15:50 Uhr
Ich weiß, das die Reform verabschiedet wurde. Mit großer Mehrheit. Die 5 Gruppen sind die eine Sache, aber deren Auswirkungen auf die Oberligen eine andere.
Es werden 38 Plätze frei. Für den Fall das nächste Saison kein Verein aus der RL absteigen muß. Was ich aber nicht glaube, ich denke mal es steigt wenigstens der letzte ab. Was Platz für (mindestens) 41 Nachhrücker macht. Bei starrer Einteilung nach Verbandsgrenzen bekommt Bayern 13 Nachrücker. Memmingen, 60 München II, Fürth II, Nürnberg II und der diesjährige Bayernligameister sind ja schon dabei. (Es sei denn, nächste Saison wird einer letzter).
13 von 39 macht mal eben 33%. Ein Drittel aller Neu -Regionalligisten kommt aus Bayern.
Das ist die Ungerechtigkeit.
Auflagen / Anforderungen kann man auch heute senken. Dazu bedarf es keiner Staffel - Aufblähung.
Das andere Thema wird die Aufstiegsregelung. Es soll ja 6 "Anwärter" geben. Aus dem Südwesten 2, da es der dann größte Verband wird. Das seh ich ja noch ein.
Aber die Tatsache, das man nicht ohne Relegation nach oben kommt, ist auch so ne Sache.
Viele meinen ja "Wer in der Relegation scheitert, hat es nicht verdient aufzusteigen" seh ich halt bisschen anders. Wer am ende oben steht, hat es immer verdient aufzusteigen. Kein Verein kann vor dem allerletzten Spiel planen. Egal wie riesig der Vorsprung auch ist. Ich möcht nicht 10 Pkt Vorsprung haben, und dann scheitern. Auch möchte ich nicht in einer Relegation als "normaler" Verein gegen Dortmund II und Wolfsburg II spielen müssen. Das die dann ein paar Bundesligaspieler einsetzten, um aufzusteigen, ist vorhersehbar.
Naja egal wie es der DFB macht, einer schreit ganz sicher. Hab es weiter oben ja schon mehrfach geschrieben. Allen kann man es nie recht machen, aber gerechter als jetzt allemal.
Es werden 38 Plätze frei. Für den Fall das nächste Saison kein Verein aus der RL absteigen muß. Was ich aber nicht glaube, ich denke mal es steigt wenigstens der letzte ab. Was Platz für (mindestens) 41 Nachhrücker macht. Bei starrer Einteilung nach Verbandsgrenzen bekommt Bayern 13 Nachrücker. Memmingen, 60 München II, Fürth II, Nürnberg II und der diesjährige Bayernligameister sind ja schon dabei. (Es sei denn, nächste Saison wird einer letzter).
13 von 39 macht mal eben 33%. Ein Drittel aller Neu -Regionalligisten kommt aus Bayern.
Das ist die Ungerechtigkeit.
Auflagen / Anforderungen kann man auch heute senken. Dazu bedarf es keiner Staffel - Aufblähung.
Das andere Thema wird die Aufstiegsregelung. Es soll ja 6 "Anwärter" geben. Aus dem Südwesten 2, da es der dann größte Verband wird. Das seh ich ja noch ein.
Aber die Tatsache, das man nicht ohne Relegation nach oben kommt, ist auch so ne Sache.
Viele meinen ja "Wer in der Relegation scheitert, hat es nicht verdient aufzusteigen" seh ich halt bisschen anders. Wer am ende oben steht, hat es immer verdient aufzusteigen. Kein Verein kann vor dem allerletzten Spiel planen. Egal wie riesig der Vorsprung auch ist. Ich möcht nicht 10 Pkt Vorsprung haben, und dann scheitern. Auch möchte ich nicht in einer Relegation als "normaler" Verein gegen Dortmund II und Wolfsburg II spielen müssen. Das die dann ein paar Bundesligaspieler einsetzten, um aufzusteigen, ist vorhersehbar.
Naja egal wie es der DFB macht, einer schreit ganz sicher. Hab es weiter oben ja schon mehrfach geschrieben. Allen kann man es nie recht machen, aber gerechter als jetzt allemal.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von jenwe am 13.01.2011 um 15:54 Uhr bearbeitet
23.01.2011 - 22:28 Uhr
SCP: Task-Force verhindert Zwangsabstieg
Die Ära Walk, Krane und Vobiller geht zu Ende – Geänderte Vereinsstrukturen und neuer Vorstand sollen Rettung bringen
Von Anthia Schmitt
PFULLENDORF Nur knapp ist der Regionalligist SC Pfullendorf im vergangenen Jahr der Insolvenz und damit dem Zwangsabstieg entgangen. Dies wurde bei der seit Juli vergangenen Jahres überfälligen Hauptversammlung am Freitag klar. Hauptursache war die langwierige Erkrankung von Manager Hans-Hermann Krane, die den Verein, so Hermann Stengele vom Projektteam bei der Präsentation des ernüchternden Zahlenwerks, „handlungsunfähig“ werden ließ. „Durch die Krankheit von Hans-Hermann Krane kam der Sportclub ins Wanken“, sagte Stengele, der vom Vorstand beauftragt worden war, die Finanzlage für die Mitglieder darzustellen, „die ganze Struktur des Vereins war auf Krane und Strobel abgestimmt.“ Mit aller Deutlichkeit wies Stengele außerdem darauf hin, dass verpasste Chancen im DFB-Pokal und auch das Wegbrechen der Fernsehgelder und der Ausstieg der Alno aus dem Sponsorenpool zur fatalen Situation beitrugen. „Man sieht in den Bilanzen, in welchen Jahren wir im DFB-Pokal waren“, sagte Stengele.
Bereits beim Jahresabschluss und gleichzeitigen Saisonstart am 30. Juni 2010 war der Verein demnach in einer finanziellen Schieflage mit 94000 Euro, obwohl schon seit 2009 die Kosten beständig heruntergefahren worden waren, unter anderem auch die Personalkosten für die Mannschaft. Früh zeichnete sich für die laufende Saison ein noch größerer Schiefstand ab. Alle Einnahmen abgerechnet hätten – bei einem weiteren, so geplanten finanziellen Verlauf der Saison 2010/2011 ganze 555000 Euro gefehlt. Eine eilig ins Leben gerufene „Task-Force“ mit Hermann Schwelling an der Spitze versuchte zu retten, was zu retten war. Mit Gläubigern wurden Verhandlungen geführt und Vergleiche vereinbart, gleichzeitig „bettelte“ man Sponsoren und Gönner um zusätzliche Mittel an, akquirierte neue Sponsoren, handelte Stundungen aus, reduzierte den Materialaufwand, stellte der Mannschaft die schwierige Lage vor, drückte die Personalkosten auf 624000 Euro und fand neue Bürgen für den Kontokorrentkredit in Höhe von 60 000 Euro. „Alle waren sich einig, dass es der SCP wert ist, dass man sich ins Zeug legt“, sagte Schwelling. Er klopfte erfolgreich an die Türen, vor allem auch an seine eigene. 175000 Euro sollten aus dem Schuldenerlass fließen, 140000 Euro wurden schließlich daraus, weitere 147000 Euro kamen von Sponsoren und Gönnern, so dass der Bedarf am Jahresende um fast 200 000 Euro auf 357 600 Euro schrumpfte. „Wir haben keine Bankkredite mehr, aber Verpflichtungen anderen gegenüber“, sagte Stengele. Aktuell laute die Aufgabe, den Verein durch die Rückrunde zu manövrieren. Immerhin 300 000 Euro, 50 000 Euro pro Monat, werden für den Spielbetrieb bis zum Saisonende gebraucht. Einige tausend Euro fehlen derzeit noch in der Rechnung.
Mitgliedsbeiträge erhöht
„Bei dieser Hilfe hat jeder die Verpflichtung, nicht dagegen zu reden“, wandte sich Stengele mit Nachdruck an die Mitglieder, „die Task-Force hat dafür gesorgt, dass der Sportclub nicht in die Insolvenz geht.“ Ziel sei nach wie vor der Klassenerhalt, ob es gelingt, werde sich zeigen. Um den Verein auf Dauer finanziell zu stärken, wurde eine Beitragserhöhung beschlossen. Aktive Mitglieder zahlen ab der neuen Saison 90 Euro statt bisher 36 Euro, passive 60 Euro statt 36 Euro. Für Jugendliche beträgt der künftige Mitgliedsbeitrag 120 Euro statt 60 Euro sowie 60 Euro statt 30 Euro für das zweite Kind. Aus einem Teil der Beiträge soll ein Sozialfonds gegründet werden, der Kindern aus finanziell schwachen Familien eine Mitgliedschaft ermöglicht.
Trumvirat tritt ab
Zugleich ging mit dieser Versammlung eine Ära des SC Pfullendorf zu Ende: Das langjährige Triumvirat aus Präsident Manfred Walk, Manager Hans-Hermann Krane und Geschäftsführer Manfred Vobiller stand bei den außerordentlichen Neuwahlen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Ebenso legte der zweite Vorsitzende, Simon Hennig, sein Amt nieder. „Es war eine schöne, aber auch harte Zeit“, verabschiedete sich Walk nach 37 Jahren sichtlich gerührt aus dem Amt und listete eine riesige Zahl an Freunden und Wegbegleitern aus der langen Zeit auf. Manfred Vobiller ließ nach 35 Jahren die sportlichen Höhepunkte Revue passieren, darunter die Aufstiegsspiele in die Zweite Bundesliga oder das Spiel in Geislingen, das den SCP einst vor dem Abstieg in die Oberliga bewahrte. „Alle Beteiligten haben das Beste gegeben“, würdigte Pfullendorfs Bürgermeister Thomas Kugler die hohen Verdienste des langjährigen Führungsteams, das von der Versammlung nicht nur einstimmig entlastet, sondern auch mit langanhaltendem und respektvoll im Stehen gespendetem Beifall verabschiedet wurde.
Arthur Nothdurft, ehemaliger Chef des Küchenherstellers Alno und über viele Jahrzehnte Hauptsponsor des SCP, besuchte anlässlich der Verabschiedung des bisherigen Vorstands erstmals eine Hauptversammlung des Vereins. Er dankte für die „lange, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und sagte: „Es tut mir sehr leid, dass es nicht spontan gelungen ist, diesen Ausstieg von Alno, den ich so nicht gemacht hätte, auszugleichen. An den scheidenden Vorstand wandte er sich mit den Worten: „Sie haben einen ungünstigen Zeitpunkt für den Ausstieg gewählt, Ihre Arbeit ist nicht nach der aktuellen Situation zu bewerten, sondern nach den erfolgreichen 30 Jahren.“
„Ich hoffe, dass die Stelle des Koordinators nicht dem Rotstift zum Opfer fällt“, sagte Jugendleiter Hubert Blum, der von zahlreichen Erfolgen des Nachwuchses berichtete, besorgt. Dass der SCP mit allen Jugendmannschaften sehr gut dastehe, trage die Handschrift von Koordinator Walter Schneck und sei dessen Erfolg.
(Erschienen: 23.01.2011 21:25)
http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/pfullendorf/pfullendorf-sport_artikel,-SCP-Task-Force-verhindert-Zwangsabstieg-_arid,5019555.html
Die Ära Walk, Krane und Vobiller geht zu Ende – Geänderte Vereinsstrukturen und neuer Vorstand sollen Rettung bringen
Von Anthia Schmitt
PFULLENDORF Nur knapp ist der Regionalligist SC Pfullendorf im vergangenen Jahr der Insolvenz und damit dem Zwangsabstieg entgangen. Dies wurde bei der seit Juli vergangenen Jahres überfälligen Hauptversammlung am Freitag klar. Hauptursache war die langwierige Erkrankung von Manager Hans-Hermann Krane, die den Verein, so Hermann Stengele vom Projektteam bei der Präsentation des ernüchternden Zahlenwerks, „handlungsunfähig“ werden ließ. „Durch die Krankheit von Hans-Hermann Krane kam der Sportclub ins Wanken“, sagte Stengele, der vom Vorstand beauftragt worden war, die Finanzlage für die Mitglieder darzustellen, „die ganze Struktur des Vereins war auf Krane und Strobel abgestimmt.“ Mit aller Deutlichkeit wies Stengele außerdem darauf hin, dass verpasste Chancen im DFB-Pokal und auch das Wegbrechen der Fernsehgelder und der Ausstieg der Alno aus dem Sponsorenpool zur fatalen Situation beitrugen. „Man sieht in den Bilanzen, in welchen Jahren wir im DFB-Pokal waren“, sagte Stengele.
Bereits beim Jahresabschluss und gleichzeitigen Saisonstart am 30. Juni 2010 war der Verein demnach in einer finanziellen Schieflage mit 94000 Euro, obwohl schon seit 2009 die Kosten beständig heruntergefahren worden waren, unter anderem auch die Personalkosten für die Mannschaft. Früh zeichnete sich für die laufende Saison ein noch größerer Schiefstand ab. Alle Einnahmen abgerechnet hätten – bei einem weiteren, so geplanten finanziellen Verlauf der Saison 2010/2011 ganze 555000 Euro gefehlt. Eine eilig ins Leben gerufene „Task-Force“ mit Hermann Schwelling an der Spitze versuchte zu retten, was zu retten war. Mit Gläubigern wurden Verhandlungen geführt und Vergleiche vereinbart, gleichzeitig „bettelte“ man Sponsoren und Gönner um zusätzliche Mittel an, akquirierte neue Sponsoren, handelte Stundungen aus, reduzierte den Materialaufwand, stellte der Mannschaft die schwierige Lage vor, drückte die Personalkosten auf 624000 Euro und fand neue Bürgen für den Kontokorrentkredit in Höhe von 60 000 Euro. „Alle waren sich einig, dass es der SCP wert ist, dass man sich ins Zeug legt“, sagte Schwelling. Er klopfte erfolgreich an die Türen, vor allem auch an seine eigene. 175000 Euro sollten aus dem Schuldenerlass fließen, 140000 Euro wurden schließlich daraus, weitere 147000 Euro kamen von Sponsoren und Gönnern, so dass der Bedarf am Jahresende um fast 200 000 Euro auf 357 600 Euro schrumpfte. „Wir haben keine Bankkredite mehr, aber Verpflichtungen anderen gegenüber“, sagte Stengele. Aktuell laute die Aufgabe, den Verein durch die Rückrunde zu manövrieren. Immerhin 300 000 Euro, 50 000 Euro pro Monat, werden für den Spielbetrieb bis zum Saisonende gebraucht. Einige tausend Euro fehlen derzeit noch in der Rechnung.
Mitgliedsbeiträge erhöht
„Bei dieser Hilfe hat jeder die Verpflichtung, nicht dagegen zu reden“, wandte sich Stengele mit Nachdruck an die Mitglieder, „die Task-Force hat dafür gesorgt, dass der Sportclub nicht in die Insolvenz geht.“ Ziel sei nach wie vor der Klassenerhalt, ob es gelingt, werde sich zeigen. Um den Verein auf Dauer finanziell zu stärken, wurde eine Beitragserhöhung beschlossen. Aktive Mitglieder zahlen ab der neuen Saison 90 Euro statt bisher 36 Euro, passive 60 Euro statt 36 Euro. Für Jugendliche beträgt der künftige Mitgliedsbeitrag 120 Euro statt 60 Euro sowie 60 Euro statt 30 Euro für das zweite Kind. Aus einem Teil der Beiträge soll ein Sozialfonds gegründet werden, der Kindern aus finanziell schwachen Familien eine Mitgliedschaft ermöglicht.
Trumvirat tritt ab
Zugleich ging mit dieser Versammlung eine Ära des SC Pfullendorf zu Ende: Das langjährige Triumvirat aus Präsident Manfred Walk, Manager Hans-Hermann Krane und Geschäftsführer Manfred Vobiller stand bei den außerordentlichen Neuwahlen nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung. Ebenso legte der zweite Vorsitzende, Simon Hennig, sein Amt nieder. „Es war eine schöne, aber auch harte Zeit“, verabschiedete sich Walk nach 37 Jahren sichtlich gerührt aus dem Amt und listete eine riesige Zahl an Freunden und Wegbegleitern aus der langen Zeit auf. Manfred Vobiller ließ nach 35 Jahren die sportlichen Höhepunkte Revue passieren, darunter die Aufstiegsspiele in die Zweite Bundesliga oder das Spiel in Geislingen, das den SCP einst vor dem Abstieg in die Oberliga bewahrte. „Alle Beteiligten haben das Beste gegeben“, würdigte Pfullendorfs Bürgermeister Thomas Kugler die hohen Verdienste des langjährigen Führungsteams, das von der Versammlung nicht nur einstimmig entlastet, sondern auch mit langanhaltendem und respektvoll im Stehen gespendetem Beifall verabschiedet wurde.
Arthur Nothdurft, ehemaliger Chef des Küchenherstellers Alno und über viele Jahrzehnte Hauptsponsor des SCP, besuchte anlässlich der Verabschiedung des bisherigen Vorstands erstmals eine Hauptversammlung des Vereins. Er dankte für die „lange, intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ und sagte: „Es tut mir sehr leid, dass es nicht spontan gelungen ist, diesen Ausstieg von Alno, den ich so nicht gemacht hätte, auszugleichen. An den scheidenden Vorstand wandte er sich mit den Worten: „Sie haben einen ungünstigen Zeitpunkt für den Ausstieg gewählt, Ihre Arbeit ist nicht nach der aktuellen Situation zu bewerten, sondern nach den erfolgreichen 30 Jahren.“
„Ich hoffe, dass die Stelle des Koordinators nicht dem Rotstift zum Opfer fällt“, sagte Jugendleiter Hubert Blum, der von zahlreichen Erfolgen des Nachwuchses berichtete, besorgt. Dass der SCP mit allen Jugendmannschaften sehr gut dastehe, trage die Handschrift von Koordinator Walter Schneck und sei dessen Erfolg.
(Erschienen: 23.01.2011 21:25)
http://www.schwaebische.de/region/sigmaringen-tuttlingen/pfullendorf/pfullendorf-sport_artikel,-SCP-Task-Force-verhindert-Zwangsabstieg-_arid,5019555.html
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.




