SFV und SFV-Teams SFV und SFV-Teams

Nationalmannschaft: Doppelbürger mit Schweizer Pass

11.03.2011 - 17:40 Uhr
Zitat von Rocky1:
Zitat von SAMsg:
"Korrekt" wäre, wenn man für kein U-Team spielen würde, bis man sich entschieden hat. Dann würde einem niemand einen Vorwurf machen können, wenn man sich "gegen die CH" entscheidet. Die Entscheidung selbst wünsche ich niemandem - denn logischerweise ist sie nicht so einfach, wie sich das viele vorstellen.


Doch ich, die sind hier aufgewachsen, haben hier alles gehabt und sollen dann auch für die Schweiz spielen, wenn sie nicht für die Schweiz spielen fühlen sie sich nicht genug als Schweizer, dann sollen sie Ihren Schweizer Pass abgeben und zurück in ihr Land wohnen gehen.

Und bevor hier irgendetwas rassistisches aufkommt, nein ich habe nichts gegen Ausländer so lange sie sich voll Integrieren und zu voll Integrieren gehört für mich sich wie ein Schweizer fühlen und alles für die Schweiz tun..
Toko macht ja auch die Sportler RS für die Schweiz nun entscheidet er sich aber evtl. für Kongo, klar wahrscheinlich aus Sportlichen Gründen, aber wer verspricht mir dass der nun in einem Kriegsfall nicht Plötzlich die eigenen Leute abschiesst ..?
Ich weiss vielleicht ein wenig zu weit hergegriffen.. und hat hier wahrscheinlich auch nichts zu suchen, aber wollte ich mal gesagt haben :D


Rassist. Wollt ich mal gesagt haben.

Dein Beispiel mit dem Kriegsfall ist absoluter Schwachsinn. Bitte verzapf diesen doch woanders. Woher willst du wissen ob diese, die hier aufgewachsen sind, hier alles gehabt haben? Oft können ihre Eltern noch nicht mal Deutsch und diese jungen Leute wachsen zwischen zwei Welten auf.
Wieso muss sich jemand als Schweizer fühlen, um den Schweizer Pass zu haben? Oder den Schweizer Pass haben um in der Schweiz zu leben?
Meine Grosseltern z.B. kommen aus vier verschiedenen Ländern und ich fühle mich mit keinem besonders verbunden. Ich mag meine Heimat, aber deswegen muss ich mich nicht einem Pseudo-Nationalismus hingeben. Wie du siehst gibt es viele verschiedene Lebenssituationen in unserem Land, bedenke dass doch bitte wenn du das nächste mal von dir auf andere schliesst.

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Allgemeine Forderung für die MWA-Auswertung:

Benutzt den Median (Zentraler Mittelwert). Im Vergleich zum arithmetischen Mittel, oft Durchschnitt genannt, ist der Median robuster gegenüber Ausreißern (extrem abweichenden Werten) - also perfekt für die MWA.
Haha, denk was du willst, ich bin kein rassist, habe nur den stolz für die Schweiz, die diejenigen gerade aus dem Balkangebiet auch immer so haben wollen:)

Habe nicht gesagt dass man einen Schweizer Pass haben muss, bin aber der meinung dass derjenige der hier sein Leben verbringen will, einen Schweizer Pass haben sollte aus Respekt dem Land gegenüber.
Du bist also nicht der Meinung dass man sich als Schweizer fühlen muss um einen Schweizer Pass zu haben?? gegenfrage für was braucht man einen Schweizer Pass wenn man sich nicht als Schweizer fühlt?
Okay das mit den zwei Welten mag stimmen. Aber du willst mir nicht erzählen dass es einem Toko, wäre er im Kongo aufgewachsen, genau so gut gegangen wäre wie es im hier ging?

Aber ja ich denke das ist der falsche Thread für so eine Diskussion ;)
Oje... natürlich meinte ich Kerim Frei!!! Und nicht Adili. Sorry, schwach von mir :)
Und in diesem Fall darf man Toko wirklich keinen Vorwurf machen. Er hätte sehr gerne für die Schweiz gespielt und hat dies immer mit Leidenschaft getan! Aber er ist auch nicht blöd, kennt die Stärke der Schweiz im ZM und sieht, dass um ihn herum bei GC alle anderen bereits bei der Schweiz dabei waren (Hajrovic, Ben Khalifa) oder im Gespräch sind (Zuber). Und er nicht.
Wenn er dann bei einem Afrika Cup (wo DR Kongo übrigens nicht immer dabei ist und es für das Land eine grosse Sache ist) dabei sein kann , dann finde ich es in Ordnung, dies in Betracht zu ziehen.
Besser als Salatic, der ewig auf ein Aufgebot wartete und jetzt auch für BIH nicht mehr so interessant ist.
Der Fall Toko wird es in Zukunft bei vielen Spielern geben, welche keine Perspektiven bei der Schweiz sehen. Das ist auch absolut verständlich und darf man ihnen nicht übel nehmen.
Nikci, Moubandje, T.Xhaka, Abrashi, Mustafi, Ademi, V.Basha, M.Basha, S.Hajrovic sind z.B. solche Kandidaten....
Soweit ich mich recht erinnere war ja Toko bereits früher bei der Nati von Kongo nicht? Und ist dann in die U21 der Schweiz und jetzt wechselt er wieder zurück.

Ich finde das überhaupt nicht Verrat, klar hat sich die SFL für seinen Pass bemüht und alles, aber wenn er die Chance hat ans CAN zu gehen würde ich auch nicht nein sagen.
Ausserdem wurde er ja wahrscheinlich vom Verband dort kontaktiert. Was würdet ihr sagen wenn ihr z.B. Verkäufer in der Migros seit und keine Aussicht auf einen Job als Fillialleiter, dann kommt Coop und bietet euch ne Stelle als ebendieses an, würdet ihr nein sagen?
Und wenn dann müsste man eher sagen "Schmarotzer" und nicht "Verräter".

Ich habs zwar schon im anderen Thread gefragt, aber muss der Kongo jetzt irgendwie ne Ausbildungsentschädigung zahlen wie das z.B. beim Wechsel von Adili zu Basel der Fall ist oder gibts das nur auf Klubebene?

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FC Sion + Crewe Alexandra
Zitat von LXLucien:

Ich habs zwar schon im anderen Thread gefragt, aber muss der Kongo jetzt irgendwie ne Ausbildungsentschädigung zahlen wie das z.B. beim Wechsel von Adili zu Basel der Fall ist oder gibts das nur auf Klubebene?


Von so etwas habe ich noch nie gehört, das gibts wohl nur auf Klubebene. Ausserdem ist ja die Nationalmannschaft nicht unbedingt ein "Ausbilder" das ist eher der Verein.
Zitat von Cana19:
Zitat von LXLucien:

Ich habs zwar schon im anderen Thread gefragt, aber muss der Kongo jetzt irgendwie ne Ausbildungsentschädigung zahlen wie das z.B. beim Wechsel von Adili zu Basel der Fall ist oder gibts das nur auf Klubebene?


Von so etwas habe ich noch nie gehört, das gibts wohl nur auf Klubebene. Ausserdem ist ja die Nationalmannschaft nicht unbedingt ein "Ausbilder" das ist eher der Verein.


Ich glaube auch nicht, dass eine Entschädigung fällig wird. Ausbildner ist ja in erster Linie GCZ und nicht der SFV. Allerdings soll es ja auch schon vorgekommen sein, dass Verbände Spieler mit einem Handgeld geködert haben. Allerdings kann ich mir das beim Kongo grad nicht so vorstellen...
Natürlich wird die Hauptarbeit in den Clubs gemacht, jedoch steckt auch der Verband viele Resourcen in jeden einzelnen Spieler und daher ist es immer schlecht wenn einer den Verband wechselt.. Toko hat jetzt nur U21 gespielt wegen dem Pass und so, aber diverse andere Spieler wurden als Kapitän an U-Turniere geschickt und als sie soweit waren für die A-Nati zu spielen, haben sie mal so den Verband gewechselt. Durchaus möglich, dass dort einiges Geld an den Spieler selber fliesst, immer hin ist das ein für deren Verband gratis ausgebildeter Spieler.
Toko ist auch erst 22. Klar, die meisten Spieler welche eine Nati-Karriere in der Schweiz machen, werden schon mit 19 oder 20 erstmals aufgeboten.. Nur kann sich Toko sicher noch weiterentwickeln und auch der Nati-Kapitän Inler war 22 bei seinem ersten Spiel, sofern ich das richtig nachgeschlagen hab. Aber ja, wenn er das gerne möchte und es möglich ist, dann soll er dafür spielen wo er 120% geben will..

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Dennis Hediger: Ich bin nicht der typische Fussballer, da ich doch einigermassen fit bin. Vielleicht ein wenig über dem Schnitt.
Zitat von X_Ray:
Natürlich wird die Hauptarbeit in den Clubs gemacht, jedoch steckt auch der Verband viele Resourcen in jeden einzelnen Spieler und daher ist es immer schlecht wenn einer den Verband wechselt.. Toko hat jetzt nur U21 gespielt wegen dem Pass und so, aber diverse andere Spieler wurden als Kapitän an U-Turniere geschickt und als sie soweit waren für die A-Nati zu spielen, haben sie mal so den Verband gewechselt. Durchaus möglich, dass dort einiges Geld an den Spieler selber fliesst, immer hin ist das ein für deren Verband gratis ausgebildeter Spieler.
Toko ist auch erst 22. Klar, die meisten Spieler welche eine Nati-Karriere in der Schweiz machen, werden schon mit 19 oder 20 erstmals aufgeboten.. Nur kann sich Toko sicher noch weiterentwickeln und auch der Nati-Kapitän Inler war 22 bei seinem ersten Spiel, sofern ich das richtig nachgeschlagen hab. Aber ja, wenn er das gerne möchte und es möglich ist, dann soll er dafür spielen wo er 120% geben will..


Ja aber wie will man sowas definieren? Wie hoch soll die Summe sein? Wer soll sie zahlen? Der andere Verband hat dem Spieler nicht gesagt er soll mal in den Schweizer Juniorenteams Erfahrungen sammeln und dann wechseln. Und wenn ein Spieler bereit wäre nun eine Summe für sich zu zahlen, nur um nicht mehr die Schweiz zu repräsentieren, würde ich als Schweizer Verband froh sein dass dieser Fussballer weg ist. Ausserdem hat der Verband den Spieler ja auch nicht mit einer Geldsumme verpflichtet sondern einfach nominiert. Es verbessert dadurch den Status des Fussballers, aber der Fussballer gibt es ja auch zurück mit einem guten Spiel z.b.

Das Hauptszenario ist folgendermassen, Person X ist 15 Jahre alt, spielt beim FC Basel und sein grösster Traum ist es Fussballer zu werden. Er hat den türkischen und den schweizerischen Pass. SFV Scouts entdecken das Talent und möchten ihn einladen, der türkische Verband hat keinen Schimmer wer er ist, den er spielt ja in der Schweiz. Ich behaupte mal nur 1% würde ablehnen mit der Behauptung, für mich kommt nur die Türkei in Frage, den dass ist eine Riesenchance für einen Fussballer. Damit erhöht er sich die Chancen ins Profigeschäft einzusteigen. Aber alle müssen damit rechnen, dass falls er wirklich talentiert ist, bald der türkische Verband anklopft und er mit Sicherheit auch die Türkei im Hinterkopf hat.

Mergim Brahimi hat z.b. vor einem Jahr in einem Interview bei einer albanischen Zeitung behauptet, dass er nun für die Schweiz spielen würde, wenn die Schweiz ihn vor Albanien nominiert hätte. Dannach hat man ihn gefragt, ob er sich dann nicht als Verräter sehen würde, aber er meinte nur, er will Fussballer werden, und die Schweiz würde ihm so helfen.

Das beste wäre ja wenn Person X gleich von Anfang an auswählen kann ob er für die Türkei oder für die Schweiz spielen möchte. Aber das geht meistens nicht wegen vielen anderen Faktoren. Ich finde dass der Spieler fairerweise wenigstens sagen soll "Ja ich spiele für diese NM, aber die andere NM kommt für mich auch in Frage". Wenn ich mich richtig erinnere hatte z.b. Kerim Frei behauptet für ihn kommt nur die Schweiz in Frage, hat dann aber der Schweiz den Rücken gekehrt, das geht natürlich nicht.
Zitat von Cana19:

Ausserdem hat der Verband den Spieler ja auch nicht mit einer Geldsumme verpflichtet sondern einfach nominiert. Es verbessert dadurch den Status des Fussballers, aber der Fussballer gibt es ja auch zurück mit einem guten Spiel z.b.


Mit einem guten Spiel in einer Juniorenauswahl? Was bringt das dem Verband? Was für den Verband schlussendlich zählt, sind die Pflichtspiele der A-Nationalmannschaft. Dort kann der Spieler dem Verband etwas zurückgeben. Alles, was vorher passiert, ist die Investition des Verbandes in den Spieler.

Das entscheidende ist auch nicht das Finanzielle, sondern dass der Spieler in seinem Jahrgang einen Platz belegt hat (zum Beispiel als Sturmspitze), gefördert und eingesetzt worden ist. Wenn der Verband von Anfang an gewusst hätte, dass der Spieler den Verband wechselt, dann hätten sie einen anderen Stürmer stattdessen aufbieten und fördern können. So hat der Verband dann am Ende keinen Stürmer in diesem Jahrgang. Das ist nicht fair und nicht korrekt.

Die Ausbildung in den Schweizer Klubs ist integraler Bestandteil der Ausbildung des Fussballverbands. In der Schweiz sind die Klubs Teil eines ganzen Systems, welches vom Verband koordiniert wird, mit speziellen Trainingsplänen, Wettbewerben, Fördergeldern. Die Klubs bilden die Spieler Hand in Hand mit dem Verband aus. Sie bilden sie nicht nur für den Klub, sondern auch für die Schweizer Nati aus.

Ausserdem sind Nationalmannschaften schon immer in erster Linie Verbandsauswahlen gewesen. Es spielt die SFV-Auswahl gegen die DFB-Auswahl beispielsweise. In Ländern, wo der Verband im Wappen eine andere Farbe hat, als die Nationalflagge, spielt die "Nationalmannschaft" normalerweise in den Verbandsfarben - zum Beispiel Deutschland, die Niederlande, Italien etc.

Es geht um einen friedlichen Wettstreit, welche Verbandsauswahl besser ist - welcher Verband die besseren Spieler ausgebildet hat. Dass ein Spieler auch für ein Land spielen darf, wo er nur den Pass besitzt, aber nicht dort aufgewachsen ist, wurde irgendwann mal auch erlaubt - es ist aber nicht die eigentliche Idee der Länderspiele.

Zitat von Cana19:
Das Hauptszenario ist folgendermassen, Person X ist 15 Jahre alt, spielt beim FC Basel und sein grösster Traum ist es Fussballer zu werden. Er hat den türkischen und den schweizerischen Pass. SFV Scouts entdecken das Talent und möchten ihn einladen, der türkische Verband hat keinen Schimmer wer er ist, den er spielt ja in der Schweiz.


Was ja eben zeigt, wie seltsam es wäre, wenn er für die Türkei spielen würde. Die haben keine Ahnung wer er ist, also warum soll so jemand für die Türkei spielen? Er ist nicht in der Türkei in die Schule und hat mit dem Türkischen Fussball nichts zu tun.
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