Nationalmannschaft: Doppelbürger mit Schweizer Pass
11.03.2011 - 17:40 Uhr
Wie im Thread "Schweizer Spieler im Ausland" angesprochen, sollen hier Diskussionen über Spieler mit mehreren Nationalitäten geführt werden. Ich möchte das Thema jedoch auf Nationalmannschafts-relevante (U- oder A-Nationalmannschaften) Spieler einschränken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von disler am 19.08.2026 um 19:22 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-7 von 7.
10.09.2012 - 18:19 Uhr
Zitat von Cana19:
Ihr versteht aber etwas falsch, Argjentino möchte Xhaka nicht angreifen weil er sich für die Schweiz entschieden hat, sondern weil er ein solches "falsches Spiel" treibt.
In unseren Medien tut er so als wollte er für Albanien spielen, aber die seien nicht an ihm interessiert gewesen, ihn zu wenig kontaktiert. Davon gibt es sogar ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=H8pvvJdun2w (ab 1:30 erhält er die Fahne von der Fangruppe albanischen Nationalmannschaft "Tifozat Kuq e zi" und sagt: "Vielen Dank für die Fahne, es ist nicht einfach für mich denn ich spiele für die Schweiz auch wenn ich Albaner bin. Albanien hat für mich wenig Interesse gezeigt, und daher kam die Sache mit mir und der Schweiz, aber ich fühle mich dennoch als ganzer Albaner." Könnt ihr von einem Albaner eures Vertrauen übersetzen lassen.) Heisst nicht dass er euch etwas vorspielt, sondern eher uns Albanern, den Albanien hat stark an ihm Interesse gezeigt.
Ich glaube, ich verstehe es richtig. Bzw. habe ich es auch so verstanden, wie du es beschreibst. Dennoch wird in solchen Themen immer viel gesagt - und wenig geschrieben - und gar nie was "unterschrieben". Somit steht am Ende oft einfach "Aussage gegen Aussage", weil keine Fakten (Absichtserklärung oder was in der Art...) vorhanden sind. Und dann kann man glauben wem man will... ;)
Zitat von Cana19:
Nun gestern kam eine grosse Kritik von einem Kosovo-albanischen Journalisten und beschuldigte den Fussballverband von Albanien dass Sie Geld verlangt haben von Xhaka damit er für sie spielt. Daher ist die Wut gross, dann man beschuldigt nun Albanien[und damit auch indirekt Argjentino den er war ja auch daran stark beteiligt] anstatt Xhaka, dass er verloren ging. Darum hat er ja das auch in unserem Forum geschrieben und nicht in eurem. Das hat gar nichts mit dem zu tun, dass er sich für die Schweiz entschieden hat, ist ja immerhin seine Entscheidung.
Argjentino hat im albanischen Forum immer Insiderinfos gegeben und soviel ich weiss ist er einer der Oberen der "Tifozat Kuq e Zi", die ich vorher erwähnt habe und die eng mit dem albanischen Fussballverband arbeitet.
Auch das mit der Kritik des Journalisten habe ich so verstanden. Nur hat das ja neutral betrachtet nichts mit der Schweiz - oder "Xhaka in der CH-Nati" zu tun. Man kann sagen, der albanische Jorunalist hätte eine Falschaussage getätigt. Bzw. soll er seine Beweise hinlegen, wenn denn welche vorhanden sind. Wer weiss - vielleicht hat er welche. Nehmen wir jetzt mal an, dass er keine hat. Trotz dieser Annahme bleibt der Vorwurf gegenüber dem SFV (Stammplatzgarantie/Geldfluss) seitens "Argjentino" bestehen. Und dieser Vorwurf muss neutral betrachtet genauso bewiesen werden, wie jener des Journalisten.
Ein letzter Punkt:
Ich frag mich immer wieder, warum dieses Thema seitens der "nicht Schweizer" derart heiss gekocht wird. Das selbe gilt bei Entscheidungen "gegen" die Schweiz (Kuzmanovic/Rakitic/Frei) - oder solchen, die sich nicht "sofort" entscheiden können (Chiumiento): Warum kann man die Entscheidung dieser Spieler nicht einfach akzeptieren? Natürlich ist es schade, hätte-wenn-und-aber. Nur nützt das nichts... warum muss man davon ausgehen, dass die Schweizer mit albanischer/kosovarischer Vergangenheit ausgepfiffen werden? Warum sollen sie gar als Verräter beschimpft werden? Sie haben eine Entscheidung gefällt, und wir Fussballfans haben diese zu akzeptieren. Punkt. Der Entscheid "andersrum" wäre auch o.k. gewesen. Vor allem dann, wenn sie darauf verzichtet hätten, in U-Nationalteams zu spielen, weil sie sich noch nicht entscheiden konnten.
Es ist immer schwierig, eine solche Entscheidung zu fällen, es gibt zahlreiche Einflussfaktoren. Viele Secondos werden tatsächlich nicht als "echte Schweizer" angeschaut - und im Herkunftsland (ihrer Eltern) aber auch nicht als "Einheimische" (sofern sie keine Fussballer sind ;)). Logisch! Und nach der Entscheidung wird man ausgepfiffen und beschimpft - obwohl man sich nur positiv gegenüber dem Herkunftsland der Eltern äussert, weil man eine Entscheidung gefällt hat?
Schockierend ist für mich, dass alle (teilweise sehr guten) Kollegen albanischer/kosovarischer Herkunft so ticken. Aber ja - man muss ja nicht alles verstehen ;).
Ihr versteht aber etwas falsch, Argjentino möchte Xhaka nicht angreifen weil er sich für die Schweiz entschieden hat, sondern weil er ein solches "falsches Spiel" treibt.
In unseren Medien tut er so als wollte er für Albanien spielen, aber die seien nicht an ihm interessiert gewesen, ihn zu wenig kontaktiert. Davon gibt es sogar ein Video: http://www.youtube.com/watch?v=H8pvvJdun2w (ab 1:30 erhält er die Fahne von der Fangruppe albanischen Nationalmannschaft "Tifozat Kuq e zi" und sagt: "Vielen Dank für die Fahne, es ist nicht einfach für mich denn ich spiele für die Schweiz auch wenn ich Albaner bin. Albanien hat für mich wenig Interesse gezeigt, und daher kam die Sache mit mir und der Schweiz, aber ich fühle mich dennoch als ganzer Albaner." Könnt ihr von einem Albaner eures Vertrauen übersetzen lassen.) Heisst nicht dass er euch etwas vorspielt, sondern eher uns Albanern, den Albanien hat stark an ihm Interesse gezeigt.
Ich glaube, ich verstehe es richtig. Bzw. habe ich es auch so verstanden, wie du es beschreibst. Dennoch wird in solchen Themen immer viel gesagt - und wenig geschrieben - und gar nie was "unterschrieben". Somit steht am Ende oft einfach "Aussage gegen Aussage", weil keine Fakten (Absichtserklärung oder was in der Art...) vorhanden sind. Und dann kann man glauben wem man will... ;)
Zitat von Cana19:
Nun gestern kam eine grosse Kritik von einem Kosovo-albanischen Journalisten und beschuldigte den Fussballverband von Albanien dass Sie Geld verlangt haben von Xhaka damit er für sie spielt. Daher ist die Wut gross, dann man beschuldigt nun Albanien[und damit auch indirekt Argjentino den er war ja auch daran stark beteiligt] anstatt Xhaka, dass er verloren ging. Darum hat er ja das auch in unserem Forum geschrieben und nicht in eurem. Das hat gar nichts mit dem zu tun, dass er sich für die Schweiz entschieden hat, ist ja immerhin seine Entscheidung.
Argjentino hat im albanischen Forum immer Insiderinfos gegeben und soviel ich weiss ist er einer der Oberen der "Tifozat Kuq e Zi", die ich vorher erwähnt habe und die eng mit dem albanischen Fussballverband arbeitet.
Auch das mit der Kritik des Journalisten habe ich so verstanden. Nur hat das ja neutral betrachtet nichts mit der Schweiz - oder "Xhaka in der CH-Nati" zu tun. Man kann sagen, der albanische Jorunalist hätte eine Falschaussage getätigt. Bzw. soll er seine Beweise hinlegen, wenn denn welche vorhanden sind. Wer weiss - vielleicht hat er welche. Nehmen wir jetzt mal an, dass er keine hat. Trotz dieser Annahme bleibt der Vorwurf gegenüber dem SFV (Stammplatzgarantie/Geldfluss) seitens "Argjentino" bestehen. Und dieser Vorwurf muss neutral betrachtet genauso bewiesen werden, wie jener des Journalisten.
Ein letzter Punkt:
Ich frag mich immer wieder, warum dieses Thema seitens der "nicht Schweizer" derart heiss gekocht wird. Das selbe gilt bei Entscheidungen "gegen" die Schweiz (Kuzmanovic/Rakitic/Frei) - oder solchen, die sich nicht "sofort" entscheiden können (Chiumiento): Warum kann man die Entscheidung dieser Spieler nicht einfach akzeptieren? Natürlich ist es schade, hätte-wenn-und-aber. Nur nützt das nichts... warum muss man davon ausgehen, dass die Schweizer mit albanischer/kosovarischer Vergangenheit ausgepfiffen werden? Warum sollen sie gar als Verräter beschimpft werden? Sie haben eine Entscheidung gefällt, und wir Fussballfans haben diese zu akzeptieren. Punkt. Der Entscheid "andersrum" wäre auch o.k. gewesen. Vor allem dann, wenn sie darauf verzichtet hätten, in U-Nationalteams zu spielen, weil sie sich noch nicht entscheiden konnten.
Es ist immer schwierig, eine solche Entscheidung zu fällen, es gibt zahlreiche Einflussfaktoren. Viele Secondos werden tatsächlich nicht als "echte Schweizer" angeschaut - und im Herkunftsland (ihrer Eltern) aber auch nicht als "Einheimische" (sofern sie keine Fussballer sind ;)). Logisch! Und nach der Entscheidung wird man ausgepfiffen und beschimpft - obwohl man sich nur positiv gegenüber dem Herkunftsland der Eltern äussert, weil man eine Entscheidung gefällt hat?
Schockierend ist für mich, dass alle (teilweise sehr guten) Kollegen albanischer/kosovarischer Herkunft so ticken. Aber ja - man muss ja nicht alles verstehen ;).
11.09.2012 - 18:49 Uhr
Zitat von SAMsg:
Zitat von BiH-Lukman:
Natürlich die Ehre.Nationalmannschaften sind nicht dafür da,um seine eigene Karriere aufzubauen,dafür gibt es schon Klubs.Bei der Nationalmannschaft muss man sein eigenes Land/das Heimatland seiner Eltern repräsentieren.Für mich ist es eine Herzensangelegenheit.Diese Auffassung hat man zumindest in meinem Heimatland Bosnien und Herzegowina.Das macht unseren Teamgeist noch stärker,da alle Spieler sich verbunden fühlen.
Eine Mannschaft mit 11 Patrioten legt mehr Leidenschaft an den Tag wie eine zusammengewürfelte Mannschaft mit elf Söldnern.
Ich bin mir nicht sicher, dass es da Patrioten braucht. Schau dich mal in der CH um - da ist kaum ein noch so "echter" Schweizer mehr Patriot. :) Daher gibt es in meinen Augen auch keine wirkliche Erwartungshaltung vieler CHer betreffend Patriotismus in der Nationalmannschaft :).
Fussballer wollen immer gewinnen. Für eine gute Truppe - für guten Teamgeist - braucht es keinen Patriotismus.
Ausserdem bin ich anderer Meinung betreffend dem Argument "Ehre". Der finanzielle Faktor ist nicht zu unterschätzen - ein Nationalspieler kann mit Sponsorenverträgen (die er nicht in diesem Ausmass kriegen dürfte, ohne dass er Nationalspieler ist) schnell mal 1 Mio. zusätzlich verdienen.
Schade, das hier in der Schweiz das Wort Patriotismus gleich in die rechte Ecke geschoben wird, haben wir wohl von Deutschland anekdiert. Ich finde einen gesunden Patriotismus absolut i.o, ich bin gegen den allgemeinen Trend jeden und alles gleichzumachen (oh wir menschen sind doch alle gleich blabla). Dann landen wir irgendwann in Orwells Buch (Tendenzen sind ja klar sichtbar, aber das driftet wohl zu stark ab). Auch im Fussball sollen die Spieler mit irgendwas noch mit Herz dabei sein, und das kann wohl nur noch die Nationalmannschaft sein. Auch die Aussage von Basel99, an Länderspielen seien wohl nur Fanatiker und Extremisten im Schweizerblock ist völliger Humbug, ja ich bin auch kein Fan von Kuhglocken, trotzdem bleibt am Boden. Kommt wohl alle aus Stadtgebieten, da ist das Denken ja gang und gäbe. Dann schickt doch die Hipsters mit den iphones und instagramm hin. Schöne neue Welt in der jede Stadt aus McDonalds und Starbucks und einem Apple Store besteht, es keine Europa Meisterschaft mehr gibt und die Nationalität nicht mehr exisitiert.
Deshalb mag ich die Albaner, die sind mit Herzblut dabei. Natürlich auch manchmal ins negative schwenkend ;) Wir Schweizer sind immer so schön korrekt und durchschnittlich, langweilig und bieder. Wenn jemand mal aus der Masse sticht, gibts auf den Deckel. Müssten wohl die Leaderrolle in der schleichenden Gleichmachung auf dieser Welt übernehmen, den wir geben unsere Identität Stück für Stück ab.
Die Nationalität soll ein Stück Papier werden und dazu sind wir auf bestem Weg. Gut oder schlecht? Die Folgen werden wohl erst später sichtbar sein. Und kommt jetzt ja nicht mit der braunen Keule, liebe User.
Zitat von BiH-Lukman:
Natürlich die Ehre.Nationalmannschaften sind nicht dafür da,um seine eigene Karriere aufzubauen,dafür gibt es schon Klubs.Bei der Nationalmannschaft muss man sein eigenes Land/das Heimatland seiner Eltern repräsentieren.Für mich ist es eine Herzensangelegenheit.Diese Auffassung hat man zumindest in meinem Heimatland Bosnien und Herzegowina.Das macht unseren Teamgeist noch stärker,da alle Spieler sich verbunden fühlen.
Eine Mannschaft mit 11 Patrioten legt mehr Leidenschaft an den Tag wie eine zusammengewürfelte Mannschaft mit elf Söldnern.
Ich bin mir nicht sicher, dass es da Patrioten braucht. Schau dich mal in der CH um - da ist kaum ein noch so "echter" Schweizer mehr Patriot. :) Daher gibt es in meinen Augen auch keine wirkliche Erwartungshaltung vieler CHer betreffend Patriotismus in der Nationalmannschaft :).
Fussballer wollen immer gewinnen. Für eine gute Truppe - für guten Teamgeist - braucht es keinen Patriotismus.
Ausserdem bin ich anderer Meinung betreffend dem Argument "Ehre". Der finanzielle Faktor ist nicht zu unterschätzen - ein Nationalspieler kann mit Sponsorenverträgen (die er nicht in diesem Ausmass kriegen dürfte, ohne dass er Nationalspieler ist) schnell mal 1 Mio. zusätzlich verdienen.
Schade, das hier in der Schweiz das Wort Patriotismus gleich in die rechte Ecke geschoben wird, haben wir wohl von Deutschland anekdiert. Ich finde einen gesunden Patriotismus absolut i.o, ich bin gegen den allgemeinen Trend jeden und alles gleichzumachen (oh wir menschen sind doch alle gleich blabla). Dann landen wir irgendwann in Orwells Buch (Tendenzen sind ja klar sichtbar, aber das driftet wohl zu stark ab). Auch im Fussball sollen die Spieler mit irgendwas noch mit Herz dabei sein, und das kann wohl nur noch die Nationalmannschaft sein. Auch die Aussage von Basel99, an Länderspielen seien wohl nur Fanatiker und Extremisten im Schweizerblock ist völliger Humbug, ja ich bin auch kein Fan von Kuhglocken, trotzdem bleibt am Boden. Kommt wohl alle aus Stadtgebieten, da ist das Denken ja gang und gäbe. Dann schickt doch die Hipsters mit den iphones und instagramm hin. Schöne neue Welt in der jede Stadt aus McDonalds und Starbucks und einem Apple Store besteht, es keine Europa Meisterschaft mehr gibt und die Nationalität nicht mehr exisitiert.
Deshalb mag ich die Albaner, die sind mit Herzblut dabei. Natürlich auch manchmal ins negative schwenkend ;) Wir Schweizer sind immer so schön korrekt und durchschnittlich, langweilig und bieder. Wenn jemand mal aus der Masse sticht, gibts auf den Deckel. Müssten wohl die Leaderrolle in der schleichenden Gleichmachung auf dieser Welt übernehmen, den wir geben unsere Identität Stück für Stück ab.
Die Nationalität soll ein Stück Papier werden und dazu sind wir auf bestem Weg. Gut oder schlecht? Die Folgen werden wohl erst später sichtbar sein. Und kommt jetzt ja nicht mit der braunen Keule, liebe User.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Breakgiver am 11.09.2012 um 19:10 Uhr bearbeitet
14.09.2012 - 01:34 Uhr
Zitat von Apemantus:
Na ja, eigentlich wurde es ja nur gestrichen, weil die Verbände, die ein Interesse daran haben, in der Mehrheit sind gegenüber Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich usw...
Die Sache ist ja auch: Wenn Chancengleichheit hergestellt werden sollte, hat sie sich doch jetzt ins Gegenteil verkehrt. Schwächere Verbände sind, sofern der Spieler nicht bereits mit 18 ein "Götze" ist, im Vorteil, weil sie die Spieler ohne großes Murren sofort in den A-Kader berufen können, während man in Mitteleuropa nur beschämt angelächelt werden würde, würde man hier die gleiche Nominierungspraxis durchführen.
Verbände wie zB die Türkei oder Albanien können also problemlos den Spieler bis in die U21 des jeweiliges Landes ausbilden lassen, und greifen dann zu, weil gefühlte 99% der Spieler noch nicht gut genug sind für die jeweilige A-Nationalmannschaft. Und Geduld ist bei der jungen Generation keine Tugend mehr ;)
klar wurde es gestrichen, weil die mehrheit dafür war, aber der hintergrund ist halt, dass man die spieler praktisch nicht abwerben kann, wenn es da auch noch eine altersbegrenzung gibt. ich will jetzt auch nicht sagen was richtig ist oder nicht, wollte nur das "keiner hätte einen nachteil, wenn sich die spieler mit 18 festspielen würden" nicht einfach so stehen lassen.
zum zweiten teil:
in der praxis ist es nicht so. kein großes talent nimmt einfach schnell die einladung eines deutlich schwächeren verbandes an (außer es klopft ein land mit einer sicheren em- oder wm-teilnahme an, wie es unter anderem einige afrikanische verbände gemacht haben). die großen talente spielen in der regel bis zum ende der u21 für den größeren verband und schauen dann nach einiger zeit, wie groß die chance ist, beim größeren verband zu spielen. wenn die perspektive für die kommenden 1-3 jahre schlecht ist kommt man ins grübeln.
ich nenne dir sogar ein paar recht aktuelle beispiele aus der schweiz:
orhan mustafi, pajtim kasami, admir mehmedi und die hajrovic-brüder hatten angebote von makedonien vorliegen und alle haben uns einen korb gegeben, sie wollen es sich in zukunft noch mal überlegen, die übliche antwort. orhan mustafi würde jetzt vllt. annehmen, aber momentan ist er auch für uns uninteressant. muhamed demiri hat dagegen unser angebot angenommen, der war allerdings meilenweit von der schweizer a-nati entfernt.
von daher, auch wenn die regelung einiges zulässt, so schlimm ist sie für die größeren verbände nicht. außerdem sollte man eines nicht vergessen, wie sehr sollte ein schweizer einem spieler nachtrauern, der die möglichkeit hatte a-nationalspieler der schweizer zu werden, sich aber für ein anderes land entschied? sollte man nicht eher froh sein, dass so einer nicht dieses land repräsentiert? ;)
Na ja, eigentlich wurde es ja nur gestrichen, weil die Verbände, die ein Interesse daran haben, in der Mehrheit sind gegenüber Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich usw...
Die Sache ist ja auch: Wenn Chancengleichheit hergestellt werden sollte, hat sie sich doch jetzt ins Gegenteil verkehrt. Schwächere Verbände sind, sofern der Spieler nicht bereits mit 18 ein "Götze" ist, im Vorteil, weil sie die Spieler ohne großes Murren sofort in den A-Kader berufen können, während man in Mitteleuropa nur beschämt angelächelt werden würde, würde man hier die gleiche Nominierungspraxis durchführen.
Verbände wie zB die Türkei oder Albanien können also problemlos den Spieler bis in die U21 des jeweiliges Landes ausbilden lassen, und greifen dann zu, weil gefühlte 99% der Spieler noch nicht gut genug sind für die jeweilige A-Nationalmannschaft. Und Geduld ist bei der jungen Generation keine Tugend mehr ;)
klar wurde es gestrichen, weil die mehrheit dafür war, aber der hintergrund ist halt, dass man die spieler praktisch nicht abwerben kann, wenn es da auch noch eine altersbegrenzung gibt. ich will jetzt auch nicht sagen was richtig ist oder nicht, wollte nur das "keiner hätte einen nachteil, wenn sich die spieler mit 18 festspielen würden" nicht einfach so stehen lassen.
zum zweiten teil:
in der praxis ist es nicht so. kein großes talent nimmt einfach schnell die einladung eines deutlich schwächeren verbandes an (außer es klopft ein land mit einer sicheren em- oder wm-teilnahme an, wie es unter anderem einige afrikanische verbände gemacht haben). die großen talente spielen in der regel bis zum ende der u21 für den größeren verband und schauen dann nach einiger zeit, wie groß die chance ist, beim größeren verband zu spielen. wenn die perspektive für die kommenden 1-3 jahre schlecht ist kommt man ins grübeln.
ich nenne dir sogar ein paar recht aktuelle beispiele aus der schweiz:
orhan mustafi, pajtim kasami, admir mehmedi und die hajrovic-brüder hatten angebote von makedonien vorliegen und alle haben uns einen korb gegeben, sie wollen es sich in zukunft noch mal überlegen, die übliche antwort. orhan mustafi würde jetzt vllt. annehmen, aber momentan ist er auch für uns uninteressant. muhamed demiri hat dagegen unser angebot angenommen, der war allerdings meilenweit von der schweizer a-nati entfernt.
von daher, auch wenn die regelung einiges zulässt, so schlimm ist sie für die größeren verbände nicht. außerdem sollte man eines nicht vergessen, wie sehr sollte ein schweizer einem spieler nachtrauern, der die möglichkeit hatte a-nationalspieler der schweizer zu werden, sich aber für ein anderes land entschied? sollte man nicht eher froh sein, dass so einer nicht dieses land repräsentiert? ;)
03.01.2013 - 03:31 Uhr
Zitat von X_Ray:
Natürlich wird die Hauptarbeit in den Clubs gemacht, jedoch steckt auch der Verband viele Resourcen in jeden einzelnen Spieler und daher ist es immer schlecht wenn einer den Verband wechselt.. Toko hat jetzt nur U21 gespielt wegen dem Pass und so, aber diverse andere Spieler wurden als Kapitän an U-Turniere geschickt und als sie soweit waren für die A-Nati zu spielen, haben sie mal so den Verband gewechselt. Durchaus möglich, dass dort einiges Geld an den Spieler selber fliesst, immer hin ist das ein für deren Verband gratis ausgebildeter Spieler.
Toko ist auch erst 22. Klar, die meisten Spieler welche eine Nati-Karriere in der Schweiz machen, werden schon mit 19 oder 20 erstmals aufgeboten.. Nur kann sich Toko sicher noch weiterentwickeln und auch der Nati-Kapitän Inler war 22 bei seinem ersten Spiel, sofern ich das richtig nachgeschlagen hab. Aber ja, wenn er das gerne möchte und es möglich ist, dann soll er dafür spielen wo er 120% geben will..
Ja aber wie will man sowas definieren? Wie hoch soll die Summe sein? Wer soll sie zahlen? Der andere Verband hat dem Spieler nicht gesagt er soll mal in den Schweizer Juniorenteams Erfahrungen sammeln und dann wechseln. Und wenn ein Spieler bereit wäre nun eine Summe für sich zu zahlen, nur um nicht mehr die Schweiz zu repräsentieren, würde ich als Schweizer Verband froh sein dass dieser Fussballer weg ist. Ausserdem hat der Verband den Spieler ja auch nicht mit einer Geldsumme verpflichtet sondern einfach nominiert. Es verbessert dadurch den Status des Fussballers, aber der Fussballer gibt es ja auch zurück mit einem guten Spiel z.b.
Das Hauptszenario ist folgendermassen, Person X ist 15 Jahre alt, spielt beim FC Basel und sein grösster Traum ist es Fussballer zu werden. Er hat den türkischen und den schweizerischen Pass. SFV Scouts entdecken das Talent und möchten ihn einladen, der türkische Verband hat keinen Schimmer wer er ist, den er spielt ja in der Schweiz. Ich behaupte mal nur 1% würde ablehnen mit der Behauptung, für mich kommt nur die Türkei in Frage, den dass ist eine Riesenchance für einen Fussballer. Damit erhöht er sich die Chancen ins Profigeschäft einzusteigen. Aber alle müssen damit rechnen, dass falls er wirklich talentiert ist, bald der türkische Verband anklopft und er mit Sicherheit auch die Türkei im Hinterkopf hat.
Mergim Brahimi hat z.b. vor einem Jahr in einem Interview bei einer albanischen Zeitung behauptet, dass er nun für die Schweiz spielen würde, wenn die Schweiz ihn vor Albanien nominiert hätte. Dannach hat man ihn gefragt, ob er sich dann nicht als Verräter sehen würde, aber er meinte nur, er will Fussballer werden, und die Schweiz würde ihm so helfen.
Das beste wäre ja wenn Person X gleich von Anfang an auswählen kann ob er für die Türkei oder für die Schweiz spielen möchte. Aber das geht meistens nicht wegen vielen anderen Faktoren. Ich finde dass der Spieler fairerweise wenigstens sagen soll "Ja ich spiele für diese NM, aber die andere NM kommt für mich auch in Frage". Wenn ich mich richtig erinnere hatte z.b. Kerim Frei behauptet für ihn kommt nur die Schweiz in Frage, hat dann aber der Schweiz den Rücken gekehrt, das geht natürlich nicht.
Natürlich wird die Hauptarbeit in den Clubs gemacht, jedoch steckt auch der Verband viele Resourcen in jeden einzelnen Spieler und daher ist es immer schlecht wenn einer den Verband wechselt.. Toko hat jetzt nur U21 gespielt wegen dem Pass und so, aber diverse andere Spieler wurden als Kapitän an U-Turniere geschickt und als sie soweit waren für die A-Nati zu spielen, haben sie mal so den Verband gewechselt. Durchaus möglich, dass dort einiges Geld an den Spieler selber fliesst, immer hin ist das ein für deren Verband gratis ausgebildeter Spieler.
Toko ist auch erst 22. Klar, die meisten Spieler welche eine Nati-Karriere in der Schweiz machen, werden schon mit 19 oder 20 erstmals aufgeboten.. Nur kann sich Toko sicher noch weiterentwickeln und auch der Nati-Kapitän Inler war 22 bei seinem ersten Spiel, sofern ich das richtig nachgeschlagen hab. Aber ja, wenn er das gerne möchte und es möglich ist, dann soll er dafür spielen wo er 120% geben will..
Ja aber wie will man sowas definieren? Wie hoch soll die Summe sein? Wer soll sie zahlen? Der andere Verband hat dem Spieler nicht gesagt er soll mal in den Schweizer Juniorenteams Erfahrungen sammeln und dann wechseln. Und wenn ein Spieler bereit wäre nun eine Summe für sich zu zahlen, nur um nicht mehr die Schweiz zu repräsentieren, würde ich als Schweizer Verband froh sein dass dieser Fussballer weg ist. Ausserdem hat der Verband den Spieler ja auch nicht mit einer Geldsumme verpflichtet sondern einfach nominiert. Es verbessert dadurch den Status des Fussballers, aber der Fussballer gibt es ja auch zurück mit einem guten Spiel z.b.
Das Hauptszenario ist folgendermassen, Person X ist 15 Jahre alt, spielt beim FC Basel und sein grösster Traum ist es Fussballer zu werden. Er hat den türkischen und den schweizerischen Pass. SFV Scouts entdecken das Talent und möchten ihn einladen, der türkische Verband hat keinen Schimmer wer er ist, den er spielt ja in der Schweiz. Ich behaupte mal nur 1% würde ablehnen mit der Behauptung, für mich kommt nur die Türkei in Frage, den dass ist eine Riesenchance für einen Fussballer. Damit erhöht er sich die Chancen ins Profigeschäft einzusteigen. Aber alle müssen damit rechnen, dass falls er wirklich talentiert ist, bald der türkische Verband anklopft und er mit Sicherheit auch die Türkei im Hinterkopf hat.
Mergim Brahimi hat z.b. vor einem Jahr in einem Interview bei einer albanischen Zeitung behauptet, dass er nun für die Schweiz spielen würde, wenn die Schweiz ihn vor Albanien nominiert hätte. Dannach hat man ihn gefragt, ob er sich dann nicht als Verräter sehen würde, aber er meinte nur, er will Fussballer werden, und die Schweiz würde ihm so helfen.
Das beste wäre ja wenn Person X gleich von Anfang an auswählen kann ob er für die Türkei oder für die Schweiz spielen möchte. Aber das geht meistens nicht wegen vielen anderen Faktoren. Ich finde dass der Spieler fairerweise wenigstens sagen soll "Ja ich spiele für diese NM, aber die andere NM kommt für mich auch in Frage". Wenn ich mich richtig erinnere hatte z.b. Kerim Frei behauptet für ihn kommt nur die Schweiz in Frage, hat dann aber der Schweiz den Rücken gekehrt, das geht natürlich nicht.
25.06.2013 - 11:55 Uhr
Zitat von Giann:
Zitat von Cana19:
Ich würde mal sagen dass 90% aller Albaner, lieber für die Schweizer Junioren auflaufen würden, als für die albanischen, weil diese momentan viel schwächer sind, und die schweizer Junioren Ihnen auch besser helfen für Ihre Karriere. Da geht es nicht nur um eine Wahl nach Ihrem Herz sondern auch um Ihre Karriere. Ich denke der nächste Fall wird demnächst Armin Alesevic vom FC Zürich.
Das ist, was mich am meisten ärgert. Die Spieler lassen sich hier schön und gut ausbilden, weil in der Schweiz die bessere Nachwuchsförderung vorhanden ist, um nacher der Schweiz den Rücken zu kehren.
Mir ist egal, wenn sich ein Hajrovic für Bosnien entscheidet, aber zu verdanken hat er es der Schweiz, dass er es überhaupt in jene N11 schafft. Hier sollte mindestens eine Art Ausbildungsentschädigung an den SFV gezahlt werden müssen. Denn z.B jetzt ein Hajrovic hat Geld gekostet und ausserdem nahm er einem anderen potenziellen Natispieler den Ausbildungsplatz weg. :/:
Ich kann das verstehen, aber sind wir mal ehrlich. Welchen starken Spieler hatte die Schweiz in den letzten 5 Jahren verloren? Klar, Abrashi und Hajrovic sind gute Kicker, aber die waren auch kein grosses Thema in der Schweizer Nati. Solange die anderen Verbände nicht mit einer EM oder WM Teilnahme daherkommen, werden sich die Spieler in den meisten Fällen für die Schweiz entscheiden. Dann, wenn diese Verbände stärker werden(bestes Beispiel, Kroatien), werden die auch nicht mehr gross angewiesen sein auf die Spieler in der Schweiz. Ich denke dass in Zukunft nicht jeder bosnisch-stämmige Spieler das Glück haben wird so sehr vom Bosnischen Verband umworben zu werden wie es momentan Hajrovic hatte. Ich denke auch dass Hajrovic bei manchen Bosniern nicht gerne gesehen wird, aber man ist NOCH momentan auf diese Spieler angewiesen. Gleiches gilt für Abrashi, der mal behauptete er könne Petric und Rakitic nicht verstehen, aber jetzt spielt er für Albanien. Trotzdem waren alle Albaner froh, solch einen Spieler für sich zu haben.
Neustes Beispiel: http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/kommt-es-in-albanien-zum-xhaka-bruderduell-id2350547.html
Ich verstehe bei dieser Geschichte zwei Dinge nicht. 1. Wieso ihm ein paar Schweizer "nachheulen" bei den Kommentaren. 2. Wieso Albanien ihn überhaupt will. mMn unterdurchschnittlicher Kicker, der nur durch seinen Bruder bekannt ist.
Zitat von Cana19:
Ich würde mal sagen dass 90% aller Albaner, lieber für die Schweizer Junioren auflaufen würden, als für die albanischen, weil diese momentan viel schwächer sind, und die schweizer Junioren Ihnen auch besser helfen für Ihre Karriere. Da geht es nicht nur um eine Wahl nach Ihrem Herz sondern auch um Ihre Karriere. Ich denke der nächste Fall wird demnächst Armin Alesevic vom FC Zürich.
Das ist, was mich am meisten ärgert. Die Spieler lassen sich hier schön und gut ausbilden, weil in der Schweiz die bessere Nachwuchsförderung vorhanden ist, um nacher der Schweiz den Rücken zu kehren.
Mir ist egal, wenn sich ein Hajrovic für Bosnien entscheidet, aber zu verdanken hat er es der Schweiz, dass er es überhaupt in jene N11 schafft. Hier sollte mindestens eine Art Ausbildungsentschädigung an den SFV gezahlt werden müssen. Denn z.B jetzt ein Hajrovic hat Geld gekostet und ausserdem nahm er einem anderen potenziellen Natispieler den Ausbildungsplatz weg. :/:
Ich kann das verstehen, aber sind wir mal ehrlich. Welchen starken Spieler hatte die Schweiz in den letzten 5 Jahren verloren? Klar, Abrashi und Hajrovic sind gute Kicker, aber die waren auch kein grosses Thema in der Schweizer Nati. Solange die anderen Verbände nicht mit einer EM oder WM Teilnahme daherkommen, werden sich die Spieler in den meisten Fällen für die Schweiz entscheiden. Dann, wenn diese Verbände stärker werden(bestes Beispiel, Kroatien), werden die auch nicht mehr gross angewiesen sein auf die Spieler in der Schweiz. Ich denke dass in Zukunft nicht jeder bosnisch-stämmige Spieler das Glück haben wird so sehr vom Bosnischen Verband umworben zu werden wie es momentan Hajrovic hatte. Ich denke auch dass Hajrovic bei manchen Bosniern nicht gerne gesehen wird, aber man ist NOCH momentan auf diese Spieler angewiesen. Gleiches gilt für Abrashi, der mal behauptete er könne Petric und Rakitic nicht verstehen, aber jetzt spielt er für Albanien. Trotzdem waren alle Albaner froh, solch einen Spieler für sich zu haben.
Neustes Beispiel: http://www.blick.ch/sport/fussball/superleague/kommt-es-in-albanien-zum-xhaka-bruderduell-id2350547.html
Ich verstehe bei dieser Geschichte zwei Dinge nicht. 1. Wieso ihm ein paar Schweizer "nachheulen" bei den Kommentaren. 2. Wieso Albanien ihn überhaupt will. mMn unterdurchschnittlicher Kicker, der nur durch seinen Bruder bekannt ist.
08.11.2014 - 18:35 Uhr
Zitat von Suedkurve_Zueri
Sollen sie doch für ihr land entscheiden, wenigstens ein paar Jubel verweigerer weniger bei uns. Soll er halt dort starke leistungen zeigen. Immerhin keiner der dem sonst so auf Ultra Patriot macht wie G.Xhaka oder Shaqiri die keine Eier hatten sich für Albanien zu entscheiden, obwohl sie ohr uhrsprungsland ja so lieben.
Find ich Gut und klasse von den Ajetis. Nur Patriotische Spieler können erfolgreich sein bei einer NM.
Sollen sie doch für ihr land entscheiden, wenigstens ein paar Jubel verweigerer weniger bei uns. Soll er halt dort starke leistungen zeigen. Immerhin keiner der dem sonst so auf Ultra Patriot macht wie G.Xhaka oder Shaqiri die keine Eier hatten sich für Albanien zu entscheiden, obwohl sie ohr uhrsprungsland ja so lieben.
Find ich Gut und klasse von den Ajetis. Nur Patriotische Spieler können erfolgreich sein bei einer NM.
"von den Ajetis"
Es ist Arlind, der sich für Albanien entschieden hat, die anderen beiden sind weiterhin Schweizer U-Nationalspieler.
Wobei man eigentlich nicht von einer Entscheidung (Arlind) Ajetis reden kann. Er hätte keine realistischen Chance für die Schweizer Nati gehabt, daher hat er sich nicht gegen die CH-Nati entschieden.
Er hatte die Wahl zwischen Albanien-Nati und gar keine Nationalmannschaft - da ist die Wahl nicht sehr schwierig. Vor allem, da er dort durchaus Chancen auf Einsätze hat, da Albanien qualitativ etwa eine RSL-Mannschaft ist.
Besorgniserregend ist dieser Entscheid aber schon. Nicht direkt wegen Arlind, sondern wegen seinen Brüdern. Es ist natürlich völlig klar, dass der Albanische Verband nun auch bei ihnen anklopfen wird und da auch Arlind seine Finger im Spiel haben könnte, wenn es darum geht, für welche Nation seine Brüder spielen werden. Die beiden wären ein grösserer Verlust als Arlind - vor allem Albian.
Die Schweiz sollte Albian unbedingt binden, was aktuell aber nicht geht, da Paulo Sousa ihn beim FCB nicht aufstellt. Wenn er wenigstens wieder ein paar Mal in der RSL zum Einsatz kommen würde, könnte man ein Nati-Aufgebot von ihm in der Öffentlichkeit rechtfertigen. So aber, ist es einfach zu offensichtlich, wenn man ihn nun aufbieten würde.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von puderix am 08.11.2014 um 18:37 Uhr bearbeitet
11.08.2015 - 00:13 Uhr
Zitat von globi_helveticus
Also die albanische Taktik ist für die Schweiz auch nichts... soll man - weil ich Tarashaj, Garcia, Rodriguez, Oberlin, etc. z.B. interessante Optionen fand... jetzt (!!!) reihenweise solche Spieler an Pflichtspiele (!!! anders ginge ja nicht) mitschleppen und "ums verrecken" ein paar Minuten "rein werfen" ins Spiel?
Egal welcher Spielstand, vermutlich... das käme noch dazu.
Die Frage ist berechtigt. Hat der alb. auch Nachwuchsarbeit? - erfolgreiche jedenfalls nicht, siehe Jugendteams.
Würden die nur halb so viel Einsatz zeigen, wie wenn's um z.B. Spieler aus der Schweiz rekrutieren... wär's wohl anders.
Zitat von jogggeli
Natürlich geht es darum. Der Schweizer Verband verfolgt da meiner Meinung seine Interessen z.T. einfach nicht konsequent genug... Man sollte einfach das gleiche tun und die Spieler zu Qualispielen einladen, einmal spielen lassen und dann abwarten wie sie sich entwickeln.
Zitat von Paganethos
Hat Albanien denn gar keine eigenen Spieler, oder warum lädt man einen 20 jährigen Stürmer ein der noch überhaupt nichts gezeigt hat? Oder geht es schlicht darum, ihn an Albanien zu binden?
Zitat von AdamLallana
Bezüglich Tarashaj habe ich folgenden albanischen Artikel gefunden, aus dem ich herauslesen kann dass ihn Tramezzani, der Co-Trainer Albaniens, schon beim Zürcher Derby besucht hat. Er hat nun seine Einladung erhalten, jetzt liegt der Entscheid bei ihm, sagt der albanische Trainer.
http://sportekspres.com/tarashaj-shkelqen-de-biazi-ftesen-e-ka-po-pres/
Oberlin tut noch immer weh, dass er den FCZ verlassen hat.
Bezüglich Tarashaj habe ich folgenden albanischen Artikel gefunden, aus dem ich herauslesen kann dass ihn Tramezzani, der Co-Trainer Albaniens, schon beim Zürcher Derby besucht hat. Er hat nun seine Einladung erhalten, jetzt liegt der Entscheid bei ihm, sagt der albanische Trainer.
http://sportekspres.com/tarashaj-shkelqen-de-biazi-ftesen-e-ka-po-pres/
Oberlin tut noch immer weh, dass er den FCZ verlassen hat.

Hat Albanien denn gar keine eigenen Spieler, oder warum lädt man einen 20 jährigen Stürmer ein der noch überhaupt nichts gezeigt hat? Oder geht es schlicht darum, ihn an Albanien zu binden?
Natürlich geht es darum. Der Schweizer Verband verfolgt da meiner Meinung seine Interessen z.T. einfach nicht konsequent genug... Man sollte einfach das gleiche tun und die Spieler zu Qualispielen einladen, einmal spielen lassen und dann abwarten wie sie sich entwickeln.
Also die albanische Taktik ist für die Schweiz auch nichts... soll man - weil ich Tarashaj, Garcia, Rodriguez, Oberlin, etc. z.B. interessante Optionen fand... jetzt (!!!) reihenweise solche Spieler an Pflichtspiele (!!! anders ginge ja nicht) mitschleppen und "ums verrecken" ein paar Minuten "rein werfen" ins Spiel?
Egal welcher Spielstand, vermutlich... das käme noch dazu.
Die Frage ist berechtigt. Hat der alb. auch Nachwuchsarbeit? - erfolgreiche jedenfalls nicht, siehe Jugendteams.
Würden die nur halb so viel Einsatz zeigen, wie wenn's um z.B. Spieler aus der Schweiz rekrutieren... wär's wohl anders.
Wobei man nicht wirklich von einer Taktik sprechen kann. Wer die albanischen Stürmer mal genauer anschaut, merkt schnell dass dort ein großes Problem ist. Dieses Jahr wurde nur ein Tor von einem Stürmer erzielt und das war von Bekim Balaj gegen Portugal. Das ist aber auch nur ein Stürmer der in Kroatien kickt. Armando Sadiku ist uns auch bekannt, galt als großes Talent einst bei Locarno, leider immer noch nicht den Durchbruch beim FCZ geschafft. Cikalleshi ist ein interessanter Spieler, da er technisch was drauf hat aber seine Torausbeute ist sehr mangelhaft. Da könnte ein Tarashaj durchaus Stammspieler sein.
Die albanische Liga genießt einen schlechten Ruf, talentierte Spieler suchen schon früh den Weg ins Ausland aber haben Probleme, da sie keinen EU-Pass haben. Gleiches gilt für Mazedonien und Bosnien, die in etwa gleiche miserable Jugendarbeit haben. Die Kosovarische Liga, ist ein Ghetto, die dürfen ja nicht mal international spielen. Seit ein bisschen mehr Geld in die albanische Liga rein gepumpt wird, wird es dort auch besser, wie man ja momentan an Skenderbeu Korce sieht. Dennoch weit entfernt von der Schweiz.
Deshalb ist man angewiesen auf Talente in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland und die Skandinavien. Auch in Kroatien kommen immer mehr albanische Talente hervor. Wieso sollte man dass auch nicht tun, viele Fußballer fühlen sich noch sehr verbunden mit Ihrem Heimatland. Früher waren halt die Misserfolge der albanischen Nationalmannschaft nicht so interessant für die albanischen Fußballern, was auch der Grund ist wieso sie sich mehr für die Nationalmannschaft der "Wahlheimat" entschieden haben. Dies war ja bei den Kroaten oder Serben nicht unbedingt so. Nun ist auch Albanien auf gutem Wege, weshalb sich auch Spieler wie Djimsiti, Abrashi ect. sich für Albanien entscheiden, obwohl sie kleine Chancen für die Schweiz hätten. Dennoch gab es in letzter Zeit keinen albanischen Spieler der sich wirklich für eine der zwei Nationalmannschaften entscheiden musste, wie es z.b. bei Rakitic war. Dies wird aber bald eintreten denke ich, wenn nicht bei Tarashaj dann wahrscheinlich bei Albian Ajeti. Sonst prophezeie ich mal das demnächst Alban Pnishi, Florent Hadergjonaj und vielleicht sogar Hekuran Kryeziu für Albanien auflaufen könnten.
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