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Nationalmannschaft: Doppelbürger mit Schweizer Pass

11.03.2011 - 17:40 Uhr
Zitat von Breakgiver:
Zitat von jogggeli:
Zitat von Breakgiver:
Zitat von jogggeli:
Sorry, aber was hier wieder geschrieben wird... Die Entscheidung für welche Nationalmannschaft sich jemand eintscheidet ist m.M. fast immer eine rein sportliche. Die Frage die sich für den jungen Spieler stellt ist: Wo sehe ich die besseren Perspektiven für mich? Ein richtig guter Spieler wird sich dann fast immer für das sportlich erfolgreichere Land entscheiden. Traut er sich das nicht zu dort einen Stammplatz zu holen, entscheidet er sich für das andere Land. Kann man bei allen beobachten.

Rakitic, Petric,-> Kroatien; Behrami, Shaqiri ->Schweiz; Inler, Derdiyok -> Schweiz Özil -> Deutschland, hingegen Altintops und Sahin -> Türkei; Cacau -> Deutschland; Kuzmanovic -> Serbien; Ibrahimovic -> Schweden; Und zu guter Letzt: Alfredo di Stefano -> Argentinien, Kolumbien, Spanien ;)

Mittlerweile hat Stolz und Ehre (egal was in den Balkan-Foren für Unsinn darüber gepostet wird) leider nicht mehr sehr viel mit einer Nationalmannschafts-Berufung zu tun. Man siehe z.B. Nur die beiden Italiener Totti und Nesta, die auf eigenen Wunsch aus der Squadra Azzura ausgetreten sind. Sowas wäre früher unvorstellbar gewesen.


Deine Argumentationsweise verschliesst sich mir gerade. Ich denke z.b Ibrahimovic wäre mit den Serben nicht schlechter gefahren als mit Schweden. Auch Sahin könnte in Deutschland eine gewichtige Rolle spielen. Nein, so einfach ist es doch nicht. Wäre auch schade, wenn Nationalitäten überhaupt keine Rolle mehr spielen würden. Man sollte es nicht übertreiben. Es geht darum ob jemand schon von der Infrastruktur und geregelten Betrieb nachkommen konnte und sich danach von der ganzen Liga/Verband entfernt.


Ibrahimovic ist aber bosnisch-schwedischer Doppelbürger. Sahin ist evtl. Die Ausnahme der Regel. Allerdings haben die Türken damals wahrscheinlich auch sehr um ihn geworben, und haben ihn ja nur aus diesem Grund bereits mit 16/17 in der A-Mannschaft eingesetzt und später auch wieder in der U-21 eingesetzt. Und selbst heute hätte er wohl noch keinen Stammplatz bei den Deutschen.


Ich denke, das es sich dabei immer um einen individuellen Entscheid handelt, was auch ok so ist. Einer braucht dringendst mehr Kohle weil er eine Familie in Afrika ernähren muss, darum wechset er. Der andere hat einen Freund, der bereits für die 2. Nation spielt und will es ihm gleichtun. etc. etc.

Das soll auch so bleiben, nur sollte jemand der spät den Verband wechselt, sich auch bewusst sein (und mit Strafen/monetär oder Sperren rechnen), wo er ausgebildet wurde und es sollte reglementiert werden wie man mit solchen "Spätwechslern" umgehen will. Finanzielle Entschädigung oder eine Sperre für eine gewisse Zeit.


Das finde ich nicht. Soll doch jeder für das Land spielen für das er spielen will.

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Allgemeine Forderung für die MWA-Auswertung:

Benutzt den Median (Zentraler Mittelwert). Im Vergleich zum arithmetischen Mittel, oft Durchschnitt genannt, ist der Median robuster gegenüber Ausreißern (extrem abweichenden Werten) - also perfekt für die MWA.
Zitat von jogggeli:
Sorry, aber was hier wieder geschrieben wird... Die Entscheidung für welche Nationalmannschaft sich jemand eintscheidet ist m.M. fast immer eine rein sportliche. Die Frage die sich für den jungen Spieler stellt ist: Wo sehe ich die besseren Perspektiven für mich? Ein richtig guter Spieler wird sich dann fast immer für das sportlich erfolgreichere Land entscheiden. Traut er sich das nicht zu dort einen Stammplatz zu holen, entscheidet er sich für das andere Land. Kann man bei allen beobachten.

Rakitic, Petric,-> Kroatien; Behrami, Shaqiri ->Schweiz; Inler, Derdiyok -> Schweiz Özil -> Deutschland, hingegen Altintops und Sahin -> Türkei; Cacau -> Deutschland; Kuzmanovic -> Serbien; Ibrahimovic -> Schweden; Und zu guter Letzt: Alfredo di Stefano -> Argentinien, Kolumbien, Spanien ;)

Mittlerweile hat Stolz und Ehre (egal was in den Balkan-Foren für Unsinn darüber gepostet wird) leider nicht mehr sehr viel mit einer Nationalmannschafts-Berufung zu tun. Man siehe z.B. Nur die beiden Italiener Totti und Nesta, die auf eigenen Wunsch aus der Squadra Azzura ausgetreten sind. Sowas wäre früher unvorstellbar gewesen.


Das ist mir persönlich auch aufgefallen. Es ist doch kein Zufall, dass sich Petric, Rakitic und Kuzmanovic gegen die Schweiz entschieden haben. Kroatien und Serbien sind die wohl einzigen Balkan-Länder, die sportlich gesehen höher als unsere Nationalmannschaft einzuschätzen sind (Bosnien ist vl. noch nah dran). Wären die drei oben genannten Spieler Mazedonier oder Albaner würden sie heute mit grösster Wahrscheinlichkeit für die Schweiz spielen. Warum? Weil sie da die besseren Perspektiven sehen würden.

Wenn ein junges Schweizer Talent mit Doppelbürgerschaft im Balkan-Gebiet den Durchbruch zu schaffen scheint, bin ich immer gleich erleichtert, wenn es eben ein Mazedone ist oder einer aus dem Kosovo. Sollten solche Spieler den Durchbruch schaffen, spielen sie auch zu 95% für die Schweiz (Xhaka oder Kasami werden genau diesen Weg einschlagen). Dagegen ist bei Kroaten oder Serben die Sache immer etwas differenzierter zu betrachten. Der sportliche Aspekt ist somit tatsächlich als erste Priorität wichtiger, als jedes "Stolz und Ehre"-Geschwafel.

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"Über langweiligen Fussball zu klagen ist ein wenig so, wie über das traurige Ende von "King Lear" zu klagen; Man begreift irgendwie nicht das Wesentliche."

Fan: Arsenal FC, Schweiz und England
Zitat von mazo89:
Bin dafür dass man keine Jugos mehr ausbildet. Kommt die Zeit, entscheiden Sie sich durch ihren übertrieben grossen Patriotismus eh für das Herkungtsland seiner Eltern.

Das sind Leute einer Generation, die hier in der Schweiz geboren, aufgewachsen und ausgebildet wurden. Die kennen das Herkunftsland der Eltern ausschliesslich durch Ferien und Geschichten.
Dass man sich dennoch für die Balkanländer entscheidet, ist umso erstaunlicher und zeigt die hoffnungslose Situation.

Spielt eigentlich ein "vic" in der Nationalmannschaft? Gibt doch so viele hier in der Schweiz aber kein einziger spielt in der Nati. Soll man sie halt in Exjugoslawien ausbilden.

Ich bin selber Serbe und es stört mich.
:)




Man Man Man, so ein blödsinn!!! Lasst doch die Spieler entscheiden für welches Land sie spielen wollen!!!! Schlau ist das nicht was der Herr Mazo da schreibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Heutzutage sind ja die meisten Schweizer (nicht nur im Fussball) Doppel- oder gar Dreifachbürger. Von daher reden wir hier eigentlich über den Normalfall. Bei den meisten weiss man es einfach nicht, dass sie mehrere Staatsbürgerschaften haben. Auch Leute, die Meier oder Müller oder Vonlanthen oder Barmettler oder Feltscher heissen, haben häufig mehr als einen Pass.

Es ist einfach eine Katastrophe, wenn jemand das Land/den Verband im Fussball einfach so wechseln kann. Bis zu einem gewissen Alter für einen Verband gespielt, danach für einen anderen. So werden Nationalteams zu Klubmannschaften. Dann kann man WM, EM und so weiter vergessen und sich in Zukunft alleine auf die Champions League fokussieren. Länderspiele machen dann keinen Sinn mehr.

Auch eine Ausbildungsentschädigung bringt nicht wirklich etwas. Denn der Verlust ist nicht in Geld aufzuwiegen und zu messen. Man hätte stattdessen einem anderen gleichaltrigen Spieler die Chance in den Juniorenauswahlen geben können. Der hätte sich international beweisen können und hätte dann auch gute Chancen gehabt, ein Angebot aus dem Ausland zu bekommen. Aber das ist im Nachhinein nicht mehr möglich. Diese Jahre sind unwiederbringlich vorbei und verloren. Man hat dann aus diesem Jahrgang keinen Spieler auf dieser Position und der andere Verband hat gleich zwei.
Ich wäre dafür, dass bei Doppelbürgern die erste gelöste Lizenz zählt. So könnten nur noch Doppelbürger, die in einem Drittstaat ausgebildet wurden, zwischen den Ländern wählen. Die Nationalmannschaft soll kein Wunschkonzert sein, sonst ist der ganze Reiz weg.

In der Schweiz hat übrigens sowieso fast jeder die Möglichkeit Doppelbürger zu werden. Schliesslich leben wir in einem klassischen Migrationsland und bis zu den Grosseltern lässt sich meistens ein zweiter Pass finden.

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********************** TM.ch Tippspielsieger 2011/2012 ***********************
Gavranovic wird für euch spielen laut einem Interview auf index.hr. Die Seite ist zwar relativ unseriös, aber ich glaube kaum, dass sie ein volles Interview fälschen würden.

Meine Übersetzung (sie passt so ziemlich, wort wörtlich):

Die Situation ist so, dass ich die Einberufung der Schweiz bekommen und ich nicht mehr lang Zeit zum überlegen habe. Wie sehr ich es mir auch als Kind gewünscht hatte für Kroatien zu spielen, denke ich, dass ich diese Möglichkeit nicht mehr habe. Von der schweizerischen Seite habe ich viel größeres Interesse gespührt, und auf sowas kann man nicht immun bleiben. Ich hab noch ein paar Tage zum überlegen, aber real gesehen gibts da nicht viel zum ändern. Hitzfeld ist ein ausgezeichneter Trainer, er spricht gut von mir, und was will sich ein Fußballer anderes wünschen.

In der Schweiz gibts keine derart große Konkurrenz wie in Kroatien. Für mich ist das eine große Chance zum Etablieren. Ich denke, dieser Weg ist einfacher und zudem riskiere ich nichts. So, wenn ich auf die Einberufung von kroatischer Seite warten würden, wer weiß wann die oder ob die überhaupt kommen würde. Meine Karriere steht auf dem Spiel, ich darf mich nicht spielen.

Meine Freunde, Brüder und Cousins würden sich wünschen, dass ich für Kroatien spiele, die Eltern und nächsten Freunde akzeptieren jede meiner Entscheidungen.


Der Rest des Interviews betrifft Schalke, etc. und ich habe keine Lust, das auch zu übersetzen.
Glückwunsch. Er hat sich für euch entschieden, wenn ich auch denke, dass dies aus den falschen Gründen geschehen ist.
Zitat von Jonah:
blubdiblub

Zitat von Gavranovic:
«Seit ich Profi bin, ist für mich klar, dass ich für die Schweiz spielen will

http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Gavranovic-will-fuer-die-Schweiz-spielen-28480223

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Altes Brot ist nicht hart, kein Brot, das ist hart
Ist doch klar, dass Gavra nun jedem Medium der beiden involvierten Ländern das sagen wird, was diese hören wollen.

Man kann davon ausgehen, dass sein Herz eben für beide Nationen schlägt, und er sich auch aufgrund des Bemühens von OH nun für die Schweiz entschieden hat. Dass man hierbei irgendwelche Sympathieschwerpunkte herauslesen will, ist doch Schwachsinn.

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"I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered."

/George Best/
Hat sich erledigt:

"Jetzt ists definitiv: Mario Gavranovic (21) reist mit der Schweizer A-Nati am nächsten Donnerstag nach Sofia, um am Samstag (26. März, 17.45 Uhr) das wichtige EM-Qualifikationsspiel gegen Bulgarien zu bestreiten."

http://www.blick.ch/sport/fussball/nati/ja-zur-schweiz-168812
Ben Khalifa hat ja noch kein Pflichtspiel (einfach zwei Freundschaftsspiele) für die Schweiz absolviert. Damit besteht laut Fifa-Statuten nach wie vor die Gefahr, dass er Tunesien auflaufen könnte.
Seid Ihr nach wie vor überzeugt, dass er auch künftig für die Schweiz spielen wird?

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