Arminia Bielefeld Arminia Bielefeld
deadline-day banner
Mitch Kniat
Geburtsdatum 18.11.1985
Alter 40
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Mitch Kniat (Ex-Trainer)

13.06.2023 - 17:40 Uhr
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1371
04.05.2026 - 07:04 Uhr
@Volkie deine Ausführungen sind für mich nur schwer mit dem Menschen Mitch Kniat in Verbindung zu setzen, sind aber ein perfektes Beispiel, weshalb ich öffentliche Kommunikation zunehmend als wirklich anstrengend erlebe.
Denn du nagelst Kniat hier wegen einer Aussage an die Wand und lässt dabei alles außer acht, wofür er in all den Jahren zuvor authentisch stand.
Wer Kniat mal zusammen mit Menschen mit Benachteiligung oder Randgruppen (oder keine Ahnung, wie ich das sprachlich richtig ausdrücke, ohne dass sich jemand daran stört) erlebt hat, der würde wohl nicht zu deinen Forderungen gelangen.
Und ich bin mir zu 100% sicher, dass seine Verwendung des Begriffs "geisteskrank" zu null Prozent mit Bewohnern in Bethel zu tun hat. Dieser Begriff wird heute ganz anders verwendet, als du es vielleicht noch im Kopf hast. Man kann auch sagen "Paris gegen Bayern war ein geisteskrankes Spiel" und hat damit nichtmal ansatzweise irgendeine Menschengruppe im Kopf oder meint es in irgendeiner Weise diffamierend.
Und Kniat hat auch nicht Herrn Stieler als Mensch angegriffen und kritisiert, sondern seine Handlung. Und Handlungen darf man immer kritisieren.
Dass seine Wortwahl missverständlich ist, zeigen sowohl die rote Karte als auch deine Posts. Aber entscheidend ist der Kontext, den Kniat auch gegeben hat. Und wenn man den mit einbezieht, finde ich es wirklich sehr, sehr schwierig, sich als moralische Sprachpolizei zu erheben und alles auszublenden, was er an Mehr an sozialem Engagement geleistet hat. Ggf. war er in den letzten drei Jahren auch viel häufiger und intensiver mit den Menschen aus Bethel in Kontakt als du?
Wie so oft, wenn über nicht konforme Sprache diskutiert wird, lenkt es meist nur von den eigentlichen Problemen ab und es wird mehr heiße Luft als etwas Sinnvolles produziert.
Was ist der nächste Schritt? Wollen wir in Zukunft auch alle Zuschauer (bzw. Zuschauenden) aus dem Stadion verbannen, die sich während des Spiels in ihrer Emotion nicht angemessen ausgedrückt haben?
Ich habe in den letzten Wochen in einigen Posts geschrieben, dass ich einer Entlassung Kniats aus fachlichen (!) Gründen offen gegenüber gestanden hätte. Aber aus menschlichen Gründen würde ich hier jederzeit für ihn in die Bresche springen.
Und den Bezug zu Bethel und dass er deshalb entlassen werden muss, damit Arminia nicht an Ansehen verliert - entschuldige, das finde ich wirklich wild und geht glaube ich an der heutigen Lebenswelt vieler gehörig vorbei.
Edith: Das schreibe ich übrigens als jemand, der im Zivildienst und während des Studiums 6 Jahre intensiv mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat und dem das Leben in Bethel vertraut ist und dem eine Differenziertheit der Sprache sowohl im Berufskontext als auch im privaten Umfeld an sich wichtig ist.

•     •     •

Arminia till I die!

Dieser Beitrag wurde zuletzt von studti am 04.05.2026 um 07:15 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1372
04.05.2026 - 09:26 Uhr
Zitat von studti
@Volkie deine Ausführungen sind für mich nur schwer mit dem Menschen Mitch Kniat in Verbindung zu setzen, sind aber ein perfektes Beispiel, weshalb ich öffentliche Kommunikation zunehmend als wirklich anstrengend erlebe.
Denn du nagelst Kniat hier wegen einer Aussage an die Wand und lässt dabei alles außer acht, wofür er in all den Jahren zuvor authentisch stand.
Wer Kniat mal zusammen mit Menschen mit Benachteiligung oder Randgruppen (oder keine Ahnung, wie ich das sprachlich richtig ausdrücke, ohne dass sich jemand daran stört) erlebt hat, der würde wohl nicht zu deinen Forderungen gelangen.
Und ich bin mir zu 100% sicher, dass seine Verwendung des Begriffs "geisteskrank" zu null Prozent mit Bewohnern in Bethel zu tun hat. Dieser Begriff wird heute ganz anders verwendet, als du es vielleicht noch im Kopf hast. Man kann auch sagen "Paris gegen Bayern war ein geisteskrankes Spiel" und hat damit nichtmal ansatzweise irgendeine Menschengruppe im Kopf oder meint es in irgendeiner Weise diffamierend.
Und Kniat hat auch nicht Herrn Stieler als Mensch angegriffen und kritisiert, sondern seine Handlung. Und Handlungen darf man immer kritisieren.
Dass seine Wortwahl missverständlich ist, zeigen sowohl die rote Karte als auch deine Posts. Aber entscheidend ist der Kontext, den Kniat auch gegeben hat. Und wenn man den mit einbezieht, finde ich es wirklich sehr, sehr schwierig, sich als moralische Sprachpolizei zu erheben und alles auszublenden, was er an Mehr an sozialem Engagement geleistet hat. Ggf. war er in den letzten drei Jahren auch viel häufiger und intensiver mit den Menschen aus Bethel in Kontakt als du?
Wie so oft, wenn über nicht konforme Sprache diskutiert wird, lenkt es meist nur von den eigentlichen Problemen ab und es wird mehr heiße Luft als etwas Sinnvolles produziert.
Was ist der nächste Schritt? Wollen wir in Zukunft auch alle Zuschauer (bzw. Zuschauenden) aus dem Stadion verbannen, die sich während des Spiels in ihrer Emotion nicht angemessen ausgedrückt haben?
Ich habe in den letzten Wochen in einigen Posts geschrieben, dass ich einer Entlassung Kniats aus fachlichen (!) Gründen offen gegenüber gestanden hätte. Aber aus menschlichen Gründen würde ich hier jederzeit für ihn in die Bresche springen.
Und den Bezug zu Bethel und dass er deshalb entlassen werden muss, damit Arminia nicht an Ansehen verliert - entschuldige, das finde ich wirklich wild und geht glaube ich an der heutigen Lebenswelt vieler gehörig vorbei.
Edith: Das schreibe ich übrigens als jemand, der im Zivildienst und während des Studiums 6 Jahre intensiv mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat und dem das Leben in Bethel vertraut ist und dem eine Differenziertheit der Sprache sowohl im Berufskontext als auch im privaten Umfeld an sich wichtig ist.


Beim Heimspiel gegen Hannover kam Mitch ca. 45 Minuten vor Anpfiff unten an den Block. Da saßen ein paar junge Menschen mit Down Syndrom aus Bethel, denen er noch ein Trikot vorbei gebracht hat. Ich bin dann mit meinem Neffen noch schnell runter um nach einem Foto zu fragen. Mitch war da sehr herzlich und hat sich nicht nur die Zeit genommen noch ein kurzes Gespräch mit den beiden Jugendlichen und der Begleitperson zu führen, sondern hat sich auch noch für ein Foto mit meinem Neffen zur Verfügung gestellt. Hinter uns waren auch noch 2-3 Kinder die er dann ran gewunken hat.
Was ich damit sagen will, sportlich kann man sich diese Saison sicher über ihn streiten, aber Menschlich, und da stimme ich @studti 100% zu, halte ich sehr große Stücke auf Mitch und fände es einen herben Verlust für den Verein, sollten wir ihn verlieren.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1373
04.05.2026 - 11:00 Uhr
Zitat von studti
@Volkie deine Ausführungen sind für mich nur schwer mit dem Menschen Mitch Kniat in Verbindung zu setzen, sind aber ein perfektes Beispiel, weshalb ich öffentliche Kommunikation zunehmend als wirklich anstrengend erlebe.
Denn du nagelst Kniat hier wegen einer Aussage an die Wand und lässt dabei alles außer acht, wofür er in all den Jahren zuvor authentisch stand.
Wer Kniat mal zusammen mit Menschen mit Benachteiligung oder Randgruppen (oder keine Ahnung, wie ich das sprachlich richtig ausdrücke, ohne dass sich jemand daran stört) erlebt hat, der würde wohl nicht zu deinen Forderungen gelangen.
Und ich bin mir zu 100% sicher, dass seine Verwendung des Begriffs "geisteskrank" zu null Prozent mit Bewohnern in Bethel zu tun hat. Dieser Begriff wird heute ganz anders verwendet, als du es vielleicht noch im Kopf hast. Man kann auch sagen "Paris gegen Bayern war ein geisteskrankes Spiel" und hat damit nichtmal ansatzweise irgendeine Menschengruppe im Kopf oder meint es in irgendeiner Weise diffamierend.
Und Kniat hat auch nicht Herrn Stieler als Mensch angegriffen und kritisiert, sondern seine Handlung. Und Handlungen darf man immer kritisieren.
Dass seine Wortwahl missverständlich ist, zeigen sowohl die rote Karte als auch deine Posts. Aber entscheidend ist der Kontext, den Kniat auch gegeben hat. Und wenn man den mit einbezieht, finde ich es wirklich sehr, sehr schwierig, sich als moralische Sprachpolizei zu erheben und alles auszublenden, was er an Mehr an sozialem Engagement geleistet hat. Ggf. war er in den letzten drei Jahren auch viel häufiger und intensiver mit den Menschen aus Bethel in Kontakt als du?
Wie so oft, wenn über nicht konforme Sprache diskutiert wird, lenkt es meist nur von den eigentlichen Problemen ab und es wird mehr heiße Luft als etwas Sinnvolles produziert.
Was ist der nächste Schritt? Wollen wir in Zukunft auch alle Zuschauer (bzw. Zuschauenden) aus dem Stadion verbannen, die sich während des Spiels in ihrer Emotion nicht angemessen ausgedrückt haben?
Ich habe in den letzten Wochen in einigen Posts geschrieben, dass ich einer Entlassung Kniats aus fachlichen (!) Gründen offen gegenüber gestanden hätte. Aber aus menschlichen Gründen würde ich hier jederzeit für ihn in die Bresche springen.
Und den Bezug zu Bethel und dass er deshalb entlassen werden muss, damit Arminia nicht an Ansehen verliert - entschuldige, das finde ich wirklich wild und geht glaube ich an der heutigen Lebenswelt vieler gehörig vorbei.
Edith: Das schreibe ich übrigens als jemand, der im Zivildienst und während des Studiums 6 Jahre intensiv mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat und dem das Leben in Bethel vertraut ist und dem eine Differenziertheit der Sprache sowohl im Berufskontext als auch im privaten Umfeld an sich wichtig ist.



Ich erkenne an, dass die ganze Angelegenheit eine gewisse Komplexität hat und daher nicht leicht zu bewerten ist. Die Meinungen in verschiedenen Foren fallen auch sehr unterschiedlich aus. Und das akzeptiere ich auch.

Ich sage nicht, dass Kniat einen schlechten Charakter hat. Ich halte nur sein Kommunikationsverhalten für unbedarft. Mit dieser Äußerung hat er sich aber erstmals nicht als würdiger Repräsentant des Vereins gezeigt. An öffentliche und offizielle Äußerungen eines exponierten Repräsentanten des Vereins müssen höhere Erwartungen angelegt werden als an irgendwelche Kneipengespräche. Da kann man nicht irgendwelche missverständlichen Begriffe aus der Straßensprache bringen, die sensibel sind. Die Aussage steht jetzt bundesweit in der Presse. Das halte ich für einen Imageschaden.
Wir alle kennen auch aus unserer Jugend gezielte provokative Spielereien mit Begriffen in der Jugendsprache. Aber es war immer klar, dass man so nicht offiziell reden kann. Den Unterschied scheint Kniat nicht zu kennen. Und das nenne ich unbedarft. Und Begriffe aus dem Themenfeld Krankheit und Behinderung sind sensibel. Dafür sollte man in einer so exponierten Stellung Reflexionsvermögen aufweisen. Daher meine zusätzliche Bezugnahme auf Bethel.

Wie sollte es weitergehen? Ich befürchte, dass man die Rechtfertigung, dass sei eben Jugendslang oder so ähnlich, auch vor dem Sportgericht benutzen wird. Ob das dort zieht, halte ich für fraglich. Schließlich kann das auch als mangelnde Einsicht gewertet werden. Schlimmer ist aber die öffentliche Wirkung, dass der Verein diese Sichtweise dann offiziell vertritt. Die Frage ist dann ja, wo eigentlich die Grenze ist (ich habe hier u.a. Krankheit/Behinderung als "no go" genannt). Eine reuige Einsicht, sich im Ton vergriffen zu haben, wäre besser. Dann gibt es aber vermutlich 2 Spiele Sperre.

Für diese ganze Ebene spielt es keine Rolle, was Stieler gemacht hat. Und dass Stieler beleidigt worden ist, ist auch nachrangig. Schlimmer ist die unbedachte Verwendung solch sensibler Begriffe.

Wenn Mitch hier Trainer bleibt, muss der Verein für ein gutes Coaching dieser Führungskraft sorgen. Es geht nicht nur darum, dass er in PKs besser reden kann (woran man augenscheinlich gearbeitet hat), sondern dass er seine öffentliche Rolle mit mehr Bedachtheit ausüben kann. Ein gutes Herz zu haben (was ich ihm auch unterstelle), reicht da nicht immer.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1374
04.05.2026 - 11:07 Uhr
Den Kopf des Trainers zu fordern ist ja nicht unüblich, wenn der Erfolg nicht so eintrifft, wie es sich mache erhoffen.
Dabei werden häufig nicht die Gegebenheiten, sondern viele weitere Faktoren ausgeblendet.

Ich kann mich nicht an eine solche mannschaftliche Geschlossenheit erinnern, wie es unter Mitch der Fall ist.
Und das erreicht man nur durch Menschlichkeit und dem daraus resultierenden Charakter.
In keinem Interview habe ich das Gefühl, dass er nicht das sagt, was er auch meint.
Was haben wir schon für Schwätzer gehabt...

In fast jeder anderen Stadt würde man Denkmäler bauen aber bei uns fordert man den Kopf des Trainers.
Von 2000 - 2023 haben wir 37Mal den Trainer gewechselt! Darauf bin ich nicht stolz.
Die durchschnittliche Amtszeit eines Trainers in der Bundesliga beträgt 14 Monate also 1,2 Jahre bei uns 0,62 Jahre. In Teilen liegt das auch daran, dass unser sehr schnell mit dem Trainer hardert.
Es scheint bei uns eine Art Kurzschlussreaktion zu sein, wenn Arminia nicht die Wunschpunkte der Fans erreicht.

Ich sage Euch was...Kniat wird ruckzuck einen neuen Verein finden und wir uns im Anschluss ärgern.

Ich gebe hier den Kritikern Recht, denn aus meiner Sicht sind einige falsche Entscheidungen getroffen worden (aus meiner Sicht eines Hobbyfussballers).

Kniats Sprachjargon mag vielleicht etwas einfach klingen, aber wahrscheinlich bringt er es damit häufig bei seinen Spielern auf den Punkt.

Ich bin jetzt niemand, der geisteskrank verwendet, aber ich hsbe es schon häufig gehört. Es war auch für mich erst befremdlich, aber das Wort hat sich in der Gessekschaft pber mehrere Jahre etabliert.
Gerade in der Fussballszene wird es immer wieder verwendet.
Gerade ein Stieler, der als Schiri in diesem Metier arbeitet, wird es garantiert schon häufiger gehört haben.
Demnach gehe ich davon aus, dass das Gesprochene ausgewertet wird und Kniat 1 Spiel Strafe bekommt.
Das wäre ein Kompromiss. Die DFL wird jetzt seinen Schiri schützen und deshalb die Entscheidung nicht gänzlich wegfallen lassen.

Kniat muss in Zukunft ein wenug Fingerspitzengefühl beweisen.
Ein Schiri der an dem Tag nicht gut war und in der Vergangenheit immer wieder auffällig war, darf man so nicht angehen.
Allerdings muss die DFL sich auch mal intern Gedanken machen, wieso Stieler so häufig auffällig ist.

Kniat ist für mich ein guter Trainer. Denn zur eigentlich Taktik, wo er selber sagt, dass er noch lernen muss, gehört einfach mehr.
Nicht ohne Grund, haben wor nach dieser Saison so wenige Spieler verloren. Das hat auch mit Kniats Umgang und der eigenen Indentifikation mit dem Club zu tun.
Selbstverständlich muss man, wenn man die Klasse hält, eine spielerische Verbesserung erkennen, sollte auch entsprechende Spieler verpflichtet werden.
Aus Dritt- u. Viertligaspielern hat Kniat Zweitligaspieler geformt.

Was wollt Ihr denn? Einen Trainer der eine Floskel nach der anderen raushaut, ein Team wo jeder Spieler nur an sich selber denkt?
All das hatten wir schon und ich vermisse es kein Stück, zumal uns das jedes Mal in den Abgrund befördert hatte.

Ich verstehe auch ein Stück weit die Angst eines Abstieges, denn die ist auch in mir.
Trotzdem bin ich überzeugt, dass Kniat trotz der taktischen Mängel (aus unserer Sicht) der richtige ist.
Herzblut, eine sympathische Art und ein besonders feines Händchen im Umgang mit den Spielern.

•     •     •

Arminia!!!
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1375
04.05.2026 - 11:21 Uhr
Zitat von Volkie


Die Aussage steht jetzt bundesweit in der Presse. Das halte ich für einen Imageschaden.

(...) Schlimmer ist aber die öffentliche Wirkung, dass der Verein diese Sichtweise dann offiziell vertritt.


Kannst du mir Beispiele nennen, die zeigen, wie die bundesweite Presse reagiert, sodass wir einen Imageschaden davontragen könnten? Ich habe diesbezüglich nämlich überhaupt gar nichts wahrgenommen, was in diese Richtung tendiert.
Auch in anderen Vereinsforen habe ich noch nichts davon gelesen, dass das negativ bewertet wird.
Generell ist Arminia bundesweit ja relativ unbedeutend, sodass weder ein Hahn danach kräht, wenn uns ein berechtigter Elfmeter verwehrt wird und ebenso wenig interessiert es das Gros der deutschen Bevölkerung, was unser Trainer sagt.
Ich glaube nicht an einen Imageverlust und sehe auch keine Anzeichen dafür.

Und dass Mitch sich manchmal ungeschickt ausdrückt - geschenkt. Aber bei einem Verein wie dem unsrigen ist es wichtiger, dass er die Sprache der Spieler spricht als sich eloquent auszudrücken.
Ich selber achte wie gesagt auch sehr auf meine Sprache und die der anderen. Und trotzdem passierte es mir im Affekt, dass ich z.B. hier bei TM Verwarnungen für meine Ausdrucksweise kassiert habe. Das passiert leider, wenn man sich über emotionale Themen austauscht.
Ich finde es krass, welche Maßstäbe mittlerweile an Menschen in der Öffentlichkeit gestellt werden - da müssen Trainer, Politiker oder andere direkt um ihren Job fürchten, weil sie nur einmal ein falsches Wort verwendet haben und es geht nicht mehr um die geleistete Arbeit in ihrem Bereich, sondern es wird sich an Nebensächlichkeiten aufgehängt, die z.T. vollkommen aufgebauscht und bewusst falsch ausgelegt werden. So aus meiner Sicht auch hier.
Ich würde den Maßstäben, die heutzutage als Person des öffentlichen Lebens gefordert werden, sich zu jeder Zeit unter vollkommener Kontrolle zu haben, mit Sicherheit nicht gerecht werden.

•     •     •

Arminia till I die!
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1376
04.05.2026 - 11:25 Uhr
Das Thema wird wieder heißer gekocht als es gegessen wird. Vor wenigen Jahren hätte diese Äußerung keinen interessiert, heut zu tage bricht die ganze Welt zusammen. Mit einem Spiel Sperre werden wir leben müssen und gegen Berlin sitzt er dann wieder auf der Bank.

Den Abstieg muss diese Mannschaft auch verhindern, wenn der Trainer mal nicht auf der Bank sitzen kann.

Diese Thematik sollte nicht darüber entscheiden, ob er weiter Trainer bleibt oder nicht. Wie viele Trainer haben sich grobe Schnitzer im Verhalten erlaubt und sitzen trotzdem weiterhin auf der Bank von Bundesligisten (z.B. Kwasniok, Anfang)

Die Entscheidung sollte sich einzig und allein aus sportlichen Gründen ergeben.

•     •     •

Schwarz - Weiß - Blau
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1377
04.05.2026 - 11:27 Uhr
So. Mitch Kniat hat sich laut n-tv.de von vorgestern einsichtig gezeigt und zwar pronto und nicht wie sonst oft üblich nach quälend langen Salami-Taktiken. Das finde ich Top! Das sieht nach echter Einsicht aus, auch wenn das Statement knapp ist und man nicht weiß, warum genau er das nun bereut. Und ja, das ganze ist damit überregional Thema. Durch die Entschuldigung nun gewesen, hoffe ich. Ärgerlich, dass in der NW nichts von diesem Zitat steht, sondern praktisch das Gegenteil: keine Einsicht. Dann hätte ich nicht so vehement gepostet.

Hier das Zitat:

"Dass er seiner Mannschaft beim Auswärtsspiel in Kaiserslautern am kommenden Freitag fehlt, nannte Kniat "scheiße". Das treffe ihn "brutal hart", nachdem er in der vergangenen Saison bei einem Spiel bei 1860 München gelbgesperrt gefehlt hatte. "Ich habe mich echt gestrafft dieses Jahr", fand Kniat und sagte über seinen Satz zu Stieler: "Ich darf das definitiv nicht sagen, das ist mein Fehler und tut mir brutal leid.""

Quelle: https://www.n-tv.de/sport/fussball/Zweitliga-Trainer-leidet-brutal-nach-Schiri-Kritik-id30779008.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Volkie am 04.05.2026 um 11:31 Uhr bearbeitet
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1378
04.05.2026 - 14:13 Uhr
Zitat von tw6253
Das Thema wird wieder heißer gekocht als es gegessen wird. Vor wenigen Jahren hätte diese Äußerung keinen interessiert, heut zu tage bricht die ganze Welt zusammen. Mit einem Spiel Sperre werden wir leben müssen und gegen Berlin sitzt er dann wieder auf der Bank.

Den Abstieg muss diese Mannschaft auch verhindern, wenn der Trainer mal nicht auf der Bank sitzen kann.

Diese Thematik sollte nicht darüber entscheiden, ob er weiter Trainer bleibt oder nicht. Wie viele Trainer haben sich grobe Schnitzer im Verhalten erlaubt und sitzen trotzdem weiterhin auf der Bank von Bundesligisten (z.B. Kwasniok, Anfang)

Die Entscheidung sollte sich einzig und allein aus sportlichen Gründen ergeben.


Besser hätte man es wahrscheinlich kaum zusammenfassen können.

Ich fand die Reaktionen auf die Geisteskrank-Aussage völlig überzogen und die rote Karte unberechtigt. Niemand, der das Wort in den Mund nimmt, will damit irgendwen persönlich beleidigen. Ich kenne das viel mehr als eine Art "Floskel" die man benutzt um zu unterstreichen, wie sehr man sich über eine Situation beispielsweise aufregen kann. Das handelt ein Schiri mit Fingerspitzengefühl anders.

Nicht desto trotz muss Kniat schon hier und da mal aufpassen, dass er mit seiner großen Klappe und seiner aufbrausenden Art es sich nicht verscherzt bei den Offiziellen. Es gibt Schiris die merken sich das und greifen dann eben schnell zur Karte wie jetzt am Wochenende.

So oder so ist es trotzdem richtig, dass Kniat sich entschuldigt, auch wenn ich denke, dass er das nicht Ernst meint 😉. Menschlich kann man ihm wirklich wenig vorwerfen und ich habe lieber einen Trainer, der mal dicke Lippe riskiert als einen, der nur in Floskeln redet oder um den heißen Brei herumredet. Am besten wäre natürlich jemand, der sich da irgendwo in der Mitte ansiedelt.

So oder so kann man Mitch daraus jetzt keinen Strick drehen. Trotzdem hoffe ich nach wie vor auf eine Trennung nach der Saison. Aus sportlichen Gründen.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1379
04.05.2026 - 14:49 Uhr
Zitat von studti
@Volkie deine Ausführungen sind für mich nur schwer mit dem Menschen Mitch Kniat in Verbindung zu setzen, sind aber ein perfektes Beispiel, weshalb ich öffentliche Kommunikation zunehmend als wirklich anstrengend erlebe.
Denn du nagelst Kniat hier wegen einer Aussage an die Wand und lässt dabei alles außer acht, wofür er in all den Jahren zuvor authentisch stand.
Wer Kniat mal zusammen mit Menschen mit Benachteiligung oder Randgruppen (oder keine Ahnung, wie ich das sprachlich richtig ausdrücke, ohne dass sich jemand daran stört) erlebt hat, der würde wohl nicht zu deinen Forderungen gelangen.
Und ich bin mir zu 100% sicher, dass seine Verwendung des Begriffs "geisteskrank" zu null Prozent mit Bewohnern in Bethel zu tun hat. Dieser Begriff wird heute ganz anders verwendet, als du es vielleicht noch im Kopf hast. Man kann auch sagen "Paris gegen Bayern war ein geisteskrankes Spiel" und hat damit nichtmal ansatzweise irgendeine Menschengruppe im Kopf oder meint es in irgendeiner Weise diffamierend.
Und Kniat hat auch nicht Herrn Stieler als Mensch angegriffen und kritisiert, sondern seine Handlung. Und Handlungen darf man immer kritisieren.
Dass seine Wortwahl missverständlich ist, zeigen sowohl die rote Karte als auch deine Posts. Aber entscheidend ist der Kontext, den Kniat auch gegeben hat. Und wenn man den mit einbezieht, finde ich es wirklich sehr, sehr schwierig, sich als moralische Sprachpolizei zu erheben und alles auszublenden, was er an Mehr an sozialem Engagement geleistet hat. Ggf. war er in den letzten drei Jahren auch viel häufiger und intensiver mit den Menschen aus Bethel in Kontakt als du?
Wie so oft, wenn über nicht konforme Sprache diskutiert wird, lenkt es meist nur von den eigentlichen Problemen ab und es wird mehr heiße Luft als etwas Sinnvolles produziert.
Was ist der nächste Schritt? Wollen wir in Zukunft auch alle Zuschauer (bzw. Zuschauenden) aus dem Stadion verbannen, die sich während des Spiels in ihrer Emotion nicht angemessen ausgedrückt haben?
Ich habe in den letzten Wochen in einigen Posts geschrieben, dass ich einer Entlassung Kniats aus fachlichen (!) Gründen offen gegenüber gestanden hätte. Aber aus menschlichen Gründen würde ich hier jederzeit für ihn in die Bresche springen.
Und den Bezug zu Bethel und dass er deshalb entlassen werden muss, damit Arminia nicht an Ansehen verliert - entschuldige, das finde ich wirklich wild und geht glaube ich an der heutigen Lebenswelt vieler gehörig vorbei.
Edith: Das schreibe ich übrigens als jemand, der im Zivildienst und während des Studiums 6 Jahre intensiv mit Menschen mit Behinderungen gearbeitet hat und dem das Leben in Bethel vertraut ist und dem eine Differenziertheit der Sprache sowohl im Berufskontext als auch im privaten Umfeld an sich wichtig ist.

sehr starker post.
Mitch Kniat (Ex-Trainer) |#1380
05.05.2026 - 08:43 Uhr
Ich glaube nicht, dass Mitch da wen persönlich oder eine Gruppe mit angreifen wollte. Das ist einfach seine Art sich auszudrücken.
Auf der anderen Seite ist "geisteskrank" eine ableistische Aussage und damit ist die rote Karte für mich zu 100% berechtigt.
Am Ende müssen wir das glaube aber auch nicht größer machen als es ist.
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.