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Markus Kauczinski
Geburtsdatum 20.02.1970
Alter 56
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Markus Kauczinski

09.10.2025 - 21:41 Uhr
https://www.tsv1860.de/de/news/artikel/markus-kauczinski-wird-neuer-cheftrainer

Willkommen in Giesing, Markus!

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von fredclever77 am 01.07.2026 um 07:30 Uhr bearbeitet
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Markus Kauczinski |#1
10.10.2025 - 07:53 Uhr
Herzlichen Glückwunsch zur Verpflichtung von Kaucze! Ich halte ihn für eine außerordentlich tollen Menschen und einen guten Trainer. Er versteht es, eine Mannschaft zu stabilisieren, steht aber nicht für Hurra-Fußball.
Er ist ein super Typ: Als junger Journalist hatte ich vor Jahren ein Spiel der KSC-A-Jugend verpasst. Kaucze nahm mich nach dem Abpfiff kurzerhand mit in die Trainerkabine und rettete mich, indem er - objektiv - das Spiel nochmal für mich zusammenfasste.
Markus Kauczinski |#2
10.10.2025 - 10:42 Uhr
Markus Kauczinski ist ein flexibler Trainer, der sowohl im 4-4-2 als auch im 3-4-1-2 oder 3-4-3 spielen kann. Bei seinem früheren Engagement in Wiesbaden zeigte er eine hohe Variabilität im Spielsystem. Dabei gab es im Kader ähnliche Spielertypen wie heute, etwa Max Reinthaler in der Innenverteidigung oder Gülseyerin, der mit einem Spieler wie Voet vergleichbar ist.

Er passt das Spielsystem dem Kader und den Gegner an und lässt nicht immer den gleichen Stiefel spielen. Ich glaube dass wir hier ne gute Mischung zwischen lösungsorientiertem Spiel als auch Brechstange haben, was in Liga 3 auch wichtig ist.

Die Außenverteidiger damals, wie Mockenhaupt und Goppel, unterscheiden sich von unseren aktuellen Spielern. So ist Goppel etwa deutlich stärker einzuschätzen als ein Rittmüller oder Danhof, während Mockenhaupt im Vergleich vielleicht nicht ganz so stark ist wie unsere heutigen LV‘s wie Pfeiffer oder Jakob.

Die beiden Sechser-Positionen sind bei uns aktuell sogar stärker besetzt als damals in Wiesbaden. Im Sturm war Hollerbach und Prtajin schon sehr stark. Sind andere Spielertypen als jetzt da müssen wir und aber auch nicht verstecken. Ich glaube auch dass wir Deniz nicht mehr auf der 6 sondern eher auf der 10 sehen werden.


Wichtig für Mang war auch, mit Kocinski einen erfahrenen Drittligatrainer mit Bundesliga-Hintergrund zu verpflichten, was definitiv gelungen ist.

Zudem hat Kocinski bereits zahlreiche Talente gefördert, darunter bekannte Namen wie Kevin Akpoguma, Hakan Çalhanoğlu, Königsdörfer oder Marvin Mehlem. Das zeigt, dass er auch auf die Jugend setzt und vor allem Spieler weiterentwickeln kann.

Er ist kein Feuerwehrtrainer wie Gianikis oder Patrick Glöckner, sondern jemand, der sein System erst etablieren muss. Mit dem richtigen Momentum, gerade auch im Spiel gegen Duisburg, könnte der Erfolg jedoch schneller eintreten. Spätestens in der Rückrunde sehen wir dann gute Ergebnisse.

Sein Punktdurchschnitt von 1,81 in der Dritten Liga unterstreicht seinen Erfolg und lässt hoffen, dass wir mit ihm ebenfalls erfolgreich sein werden.

Desto mehr ich mit ihm beschäftige desto mehr glaube ich, dass hier eine sehr gute Lösung gefunden wurde.

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Oliver Griss ist schlecht informiert
Markus Kauczinski |#3
10.10.2025 - 21:34 Uhr
Zitat von Hombre248
Zitat von ScottishLion

Zitat von beneg60

Zitat von Hanse-Loewe

Hab mir die PK gerade angehört. Find Markus Kauczinski erfrischend unprätentiös, ungekünstelt und eloquent, macht menschlich einen sehr guten Eindruck.

Ich bin sehr positiv, auch wenn ich bei der Mannschaft bisserl unsicher bin, wie viel man da rausholen kann am Ende. Aber vielleicht die beste Trainerwahl bei uns seit Ewigkeiten.

Geht mir auch so. Die PK hat meinen Eindruck von ihm bestätigt. Absolut sympathischer Mensch und ein fachlich guter Trainer.
Sehe es auch als die beste Trainerwahl seit langer, langer Zeit an.

Ich bin da komplett bei euch.

Wer keine Zeit hat sich die knapp 40 Minuten lange Pressekonferenz reinzuziehen, der kann sich die Zusammenfassung von Thomas Spiesl bei sechzger.de durchlesen. Der war vor Ort live mit dabei:

https://sechzger.de/kauczinski-manchmal-ist-es-nur-ein-knopfdruck/


Denke die Geduld hat sich ausgezahlt, MaKa ist ein seriöser und erfahrener Coach, hat auch meist erfolgreich gearbeitet, wünsche Ihm einen guten Start und eine erfolgreiche Zeit bei uns. Noch etwas mehr Spielglück als zuletzt und wir können bald wieder jubeln.


Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hatte ihn immer nicht unbedingt positiv abgespeichert, gar nicht, was seine Leistung als Trainer angeht, sondern bezogen auf die Sympathie. Kann aber tatsächlich unterbewusst gewesen sein, weil wir halt meist schlecht aussahen, wenn wir gegen ihn gespielt haben. Auch weil er, vor seiner augenscheinlichen Verbesserung des Lebensstils jetzt, immer mit rotem Kopf unterwegs war, als wäre er ständig auf Druck.

Die erste PK hat mir sehr gut gefallen, sowohl seine Art, als auch seine Aussagen. Er ist ganz klar niemand, dem es wichtig ist, selbst Wertschätzung zu erfahren bzw sich wichtig zu machen, sondern er sieht sich selbst als Teil des Teams in einer Teamsportart. Ich drücke ihm bei uns ganz fest die Daumen und glaube, wir haben eine durchaus sinnvolle Lösung für unseren Verein gefunden. Kleine Randnotiz, RWE wurde durch ihm in seiner "Pause" abgesagt, weil da was auch immer nicht gepasst hat, auch ein Traditionsverein mit tollen Fans, das sehe ich schon als Zeichen, dass er wirklich Bock auf unseren Haufen hat.
Markus Kauczinski |#4
22.10.2025 - 11:36 Uhr
Zitat von Dreijahresplan
Zitat von Jojo1860

Zitat von Dreijahresplan

Also einen "Umschaltspiel"-Kader haben wir tendenziell nicht, aber ich verstehe bei Corleone schon, was er meint. Es gab in den letzten Jahren genug Mannschaften in der Liga, die ohne Ballbesitz sehr gut zurechtgekommen sind und am Ende sogar aufgestiegen sind.

Ich glaube auch, dass man den Drittligafußball so akzeptieren muss, wie er ist. Im Rostocker Forum habe ich vor paar Tagen eine interessante These gelesen, die sinngemäß meinte, dass die Mannschaft, die aktuell "das Spiel macht," eher das Spiel verliert. Das ist aus meiner Sicht nicht stichhaltig zu begründen, aber sie zielt halt irgendwie auf das ab, was auch bei unserem Spiel gegen Duisburg passiert ist.

Duisburg hat lange versucht unseren Block zu überspielen, ist eigentlich nicht wirklich gefährlich geworden und kassiert dann zwei unerwartete Tore in Aktionen, wo sie aufgerückt sind und einen Fehler machen.

@Corleone60
Ich glaube nicht, dass wir Erfolg haben werden, wenn wir nur bunkern werden, weil - wie gesagt - unser Kader eigentlich andere Profile aufweist. Jacobsen zb ist ein klarer Ballbesitzspieler, Volland auch, Deniz auch. Aber generell glaube ich, dass man in der dritten Liga sich auch mal auf einfache Dinge wie Standards besinnen kann und die Defensive Trumpf sein müsste, insbesondere auch die Restverteidigung ist für mich ein großes Thema, bei denen viele Mannschaften verwundbar sind und da sollten wir stabil sein.

Kauczinski bildet aber in seiner Idee genau das ab, weshalb ich generell ein gutes Gefühl habe.

https://www.transfermarkt.de/3-liga/formtabelle/wettbewerb/L3?saison_id=2025&min=5&max=12

Cottbus und Verl sind zwei Mannschaften, die das Spiel selbst machen. Verl hat traditionell den meisten Ballbesitz der 3. Liga. Entgegen der These, dass das aktuell eher zu Misserfolgen führen würde, sind das derzeit die beiden formstärksten Teams der Liga. Und das wohlgemerkt, obwohl Cottbus und Verl in der Etat-Tabelle sicherlich nicht in der oberen Tabellenhälfte zu finden sind.

Ich gebe euch recht, dass es in der 3. Liga durchaus nicht leicht ist, mit spielerischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Wenn man es aber gut genug macht, dann ist das sehr wohl ein erfolgsversprechendes Rezept. Siehe Elversberg & Magdeburg und mit Abstrichen Bielefeld in der Vorsaison. Gleichzeitig gibt es natürlich auch andere erfolgsversprechende Rezepte. Dass spielerische Ansätze per se kontraproduktiv sind, kann man so pauschal definitiv nicht stehenlassen.


Wenn man sich die letzten 3 Spiele von Cottbus anschaut, die maßgeblich für deren Tabellen- und Formsituation verantwortlich sind, dann hätten diese Spiele allesamt auch anders ausgehen können, der Ballbesitz war aus meiner Sicht hier nicht kausal.

In Rostock waren sie klar unterlegen, da hatte Funk im Tor von CB einen Wahnsinns-Abend erwischt und die haben - ohne zu wissen wie - in Rostock drei Punkte mitgenommen. Auch gg Aachen hatten sie viel Glück, weil die Alemannia wie so oft in der Saison zu viele Chancen gebraucht hat.

Wie ich ja auch andeuten wollte, kann man das Thema drehen und wenden wie man will. Die These "Gegner Spiel machen lassen und dann gewinnen" ist auf eine Saison zu kurz gedacht, das wird nicht in jedem Spiel klappen. Es gibt nicht DIE Lösung, nicht DEN Fußball, den man spielen muss um Erfolg zu haben.

Du hast natürlich recht, dass Cottbus die Spiele zum Teil auch mit einer gehörigen Portion Spielglück gewonnen hat. Insbesondere der Sieg in Rostock war definitiv glücklich. Insgesamt stimmt jedoch die Tendenz: Energie spielt aktiven Offensivfußball und kommt daher immer auf relativ viele Torchancen, die sich entsprechend in vielen Toren widerspiegeln.

Noch deutlich ist das Beispiel des SC Verl, der nach wie vor finanziell zum unteren Viertel der Liga gehört (ich kenne die Zahlen). Kaum ein anderer Verein steht so klar für einen spielerischen Ansatz wie der Sportclub, der sowohl die Spieler- als auch die Trainersuche nach diesem Konzept auswählt und dem Ansatz auch in schwächeren Phasen konsequent treu bleibt - so wie nach dem Saisonstart, als die ersten vier Spiele nicht gewonnen werden konnten.

Verl hat seit Jahren die besten Ballbesitzwerte der Liga und liegt auch bei den xG-Werten in aller Regel auf einem Aufstiegsplatz. Insgesamt fehlt wohl die Qualität im Sturm, um dieses Übergewicht konsequent in Siege umzuwandeln. Aber die Tendenz stimmt ganz klar: Gemessen am finanziellen Input performt Verl Jahr für Jahr über. Das ist längst kein Zufall mehr, sondern Produkt einer klaren Systematik, die auf spielerische Überlegenheit ausgelegt ist.

Daher ist für mich Verl der klarste Beweis dafür, dass spielerische Mittel in der 3. Liga sehr wohl erfolgsversprechend sein KÖNNEN. Alleine wie hochverdient Verl am Samstag in Saarbrücken mit 4:2 gewonnen hat, ist absolut imponierend. Im Ludwigspark dermaßen dominant zu spielen und so verdient zu gewinnen, das gelingt nur sehr sehr selten jemand.

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Markus Kauczinski |#5
22.10.2025 - 14:53 Uhr
Also dieses Argument der Eingespieltheit ist für mich irgendwie keins. Zumindest, wenn man den Fußball als den Teamsport wahrnimmt, der er ist. Wenn wir mal die 18 Spieler mit den meisten Einsatzminuten, welche demnach den erweiterten Personalstamm darstellen, sehen wir bei den 3 genannten Clubs folgendes Bild:

Bei 1860 sind 8 von diesen 18 Spielern neu, bei Verl ebenso. Bei Cottbus sind es gar derer 10. Dass nur bei uns ein "Einspielen" und eine Konstanz im Kader nicht stattfindet, ist einfach eine Lüge, die vielfach genutzt wurde, um Werner zu diskreditieren. Es ist einfach der absolute Standard in dieser halbgaren Ausbildungsliga, dass Vereine ihren Personalstamm jährlich zu 50-70% austauschen (müssen). Auch ein Ulm, ein Elversberg oder sonst wer hat nicht jahrelang denselben Kader gehabt und ist durch "Konstanz" aufgestiegen. Da hat man einfach je eine sehr gute Saison gehabt, wo viele Rädchen, von denen viele neu waren (!) ineinandergriffen. In Elversberg sieht man im Moment, dass es dort mehr als eine Eintagsfliege war und dort wirklich gute Leute in Ruhe arbeiten können - in Ulm eher nicht.
Ich glaube viele Leute sind immer noch von der Anfangszeit in Liga 3 geblendet, als wir gefühlt 3 Saisons auf viele gleiche Spieler und Stützen setzen konnten. Das ist aber a) auch nicht erfolgreich gewesen und b) eben die absolute Ausnahme.

Am Ende müssen auch bei uns viele Rädchen ineinandergreifen, damit man sportlichen Erfolg generiert. Marktübliche Mechanismen und Aktionen anzugreifen und damit Unruhe oder den sprichwörtlichen Sand ins Getriebe zu werfen - das sind genau die Faktoren, warum man bei uns die Maschine so viel schwerer in Gang bekommt, als in Elversberg.

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casselfornia x giasing

Dieser Beitrag wurde zuletzt von fredclever77 am 23.10.2025 um 07:30 Uhr bearbeitet
Markus Kauczinski |#6
23.10.2025 - 10:15 Uhr
Zitat von Corleone60
Ich will keine allgemeinen theoretischen Systemdiskussionen losbrechen sondern beziehe mich auf uns.

Verl und Cottbus sind keine repräsentativen Beispiele für uns, weil deren Kader über mehrere Spielzeiten gewachsen ist.
Bei uns hat Werner Tabula rasa gespielt und Spieler sowie Trainer wild durchgewürfelt, wie ich bereits damals im Werner-Thread bereits kritisiert habe.

Wie Jürgen und Corvee schon richtig angemerkt haben, ist diese Aussage von dir falsch. Beide Vereine hatten im Sommer einen vergleichbaren Umbruch wie wir. Gerade Verl musste etliche absolute Leistungsträger ziehen lassen (Lokotsch, Begner, Baack, Kammerbauer, Köhler, Mikic) und auch Cottbus hatte eine ziemlich starke Fluktuation (u.a. Krauß, Copado. Halbauer, Breitschneider, Kusic und Möker weg, die alle erw. Stammspieler waren).

Anders als bei uns wird dort aber seit Tag 1 der Sommervorbereitung an einem bestimmten Spielkonzept gearbeitet und dieses wurde nicht nach fünf Spieltagen über den Haufen geworfen. Deswegen sind bei beiden mittlerweile deutlich mehr Automatismen zu erkennen als bei uns, sodass man vielleicht den Eindruck bekommen kann, dass diese Mannschaften schon länger so zusammenspielen - auch wenn das absolut nicht der Fall ist.

Ich will auch gar nicht ein Plädoyer für offensiv ausgelegten Ballbesitzfußball aussprechen. Ich denke auch, dass man gerade als namhafter Aufstiegsanwärter alles können muss - das hat auch Kauczinski sinngemäß auf seiner Antritts-PK gesagt. Sehr wohl möchte ich mich aber gegen die Aussagen wehren, dass ein primär offensiv ausgelegter Ballbesitzfußball in der 3. Liga nicht erfolgreich sein kann oder dass dieser nur mit eingespielten Mannschaften möglich sei.

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Markus Kauczinski |#7
21.11.2025 - 11:03 Uhr
Zitat von Downlow2009

Mang hat doch selbst gesagt, dass wir nicht mehr so weitermachen können und wir endlich raus aus der dritten Liga müssen.


Was wir ja denke ich alle so sehen.
Dass er das öffentlich so formuliert muss nicht zwingend ein Zeichen von Ungeduld sein, sondern kann auch bewusst so gemacht sein um ein Stückweit zur Einigung der verschiedenen Lager beizutragen. Es war/ist ja immer mit ein Hauptkritikpunkt und eine Art "Totschlagargument" von vielen gewesen, dass der e.V. ja gar nicht aus der Liga raus will und der sportliche Erfolg egal wäre. Dem Argument kann man nun genau diese Aussage von Mang entgegenhalten. Eine Aussage kann also immer verschiedene Ebenen haben und aus verschiedenen Gründen getätigt worden sein.

Zitat von Downlow2009
Deswegen hat Mang ja bei der ersten Krise gleich alles in Frage gestellt und das komplette sportliche Entscheidungsteam entlassen. Ach komm, das glaubst du doch wirklich selber nicht, dass Mang ein geduldiger Mensch ist.


a) Das ist Deine Interpretation, dass er aufgrund der gerade thematisierten Aussage ("so schnell wie möglich aus der Liga raus") Werner und Glöckner entlassen hat. Das kannst Du aber nicht einfach als gegeben hinstellen.
b) Ist da wieder diese Denke, dass Mang als Einzelperson mal eben nebenbei die beiden wichtigsten Personalien im Fußballbereich entlässt. So läuft das aber in der Realität nicht ab. Solche Entscheidungen sind zum einen so gut wie nie Kurzschlusshandlungen, sondern reifen über einen längeren Zeitraum (darf ich z.B. daran erinnern, dass mindestens Glöckner schon immer eher kritisch gesehen wurde, auch hier in diesem Forum). Zum anderen werden solche Entscheidungen im Plenum getroffen. Zu glauben, dass das ein Alleingang von Mang aufgrund von Ungeduld war ist doch einfach recht weit an der Realität vorbei.


Zitat von Downlow2009
Ich gebe zu, Mang ist für mich ein Selbstdarsteller ohne wirklichen Plan und auch ohne wirkliche sportliche Kompetenz. Die Ironie dabei, genau das unterstellt er ja Werner und Reisinger. Für mich hat Mang immer noch nicht begriffen, dass er sich sein eigenes Grab schaufelt.


Ich finde, dass das sehr harte Aussagen sind über jemanden, den man persönlich nicht kennt und der erst seit ein paar Monaten im Amt ist. Zumal Du tatsächlich zu glauben scheinst, dass Mang wie eine Art "Sonnenkönig" agieren würde. Was man so hört ist die Zusammenarbeit intern zwischen den einzelnen Gremien so eng wie seit Ewigkeiten nichtmehr (auch zwischen HAM und e.V. btw).

Zitat von Downlow2009
Die Worte sind hart, aber in den 4 Monaten hat er halt genau das bewiesen. Er hat ja noch richtig Glück, dass er mit Paula wenigstens einen Mann mit sportlicher Kompetenz hat. Ohne ihn wäre Mang ja mal so wirklich aufgeschmissen. Das ist meine ehrliche Meinung. Akzeptier sie oder auch nicht.


Ich akzeptiere Deine Meinung, finde allerdings, dass da, auch in dieser Passage wieder, doch sehr viel an eigener Interpretation und mittlerweile auch Vorurteil und persönlicher Antipathie oder ähnlichem mit dabei ist, was Du ja teilweise so oder so ähnlich selbst sagst (im Mang-Thread).

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Still not loving Ismaik!

Sechzig München gibts nur in Giesing!

1860 München und Fußball in Berlin und Brandenburg

Markus Kauczinski |#8
05.03.2026 - 14:51 Uhr
Was mir bei der ganzen Diskussion um unsere (langfristige) sportliche Leistungsfähigkeit zu sehr vergessen wird, ist die Tatsache, dass wir seitdem Markus Kauczinski da ist, fast durchgehend konstant stark punkten. Und das sind mittlerweile 17 Ligaspiele.

In diesen 17 Spielen haben wir einen beeindruckenden Punkteschnitt von 1,94 Punkten pro Spiel eingefahren. Auf 27 Spiele gerechnet wären das 52 Punkte - also genau so viele Punkte, wie das Spitzenduo Cottbus und Osnabrück auf dem Konto hat.

10 Siegen stehen drei Remis und vier Niederlagen gegenüber. Das ist die Bilanz eines Aufsteigers.

Wir reißen kein Feuerwerk ab und die meisten Spiele sind verdammt eng, aber die Ergebnisse haben System. Markus Kauczinski hatte mit diesem Fußball quasi auf all seinen Stationen Erfolg. Und das nicht nur kurzfristig.

Auch ich denke mir während unserer Spiele immer wieder, dass das nicht auf Dauer gutgehen kann, wie wir spielen. Aber Kaucze scheint da einfach das richtige Rezept gefunden zu haben.

Der Blick auf diese Daten lässt mich verhalten hoffen, dass wir auch in der restlichen Saison so weitermachen werden und vielleicht tatsächlich noch mal oben ranschmecken. Auf 38 Spieltage gerechnet kämen wir mit dem Kauczinski-Punkteschnitt auf 74 Punkte. Das reicht fast immer zum direkten Aufstieg... Und ausgehend von unserer Ausgangslage mit 45 Punkten, würde ein Schnitt von 1,94 Punkten auf die nächsten 11 Spiele gerechnet 66 Punkte am Saisonende ergeben. Das hätte in der Vergangenheit meistens zumindest für Platz drei gereicht.

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Dieser Beitrag wurde zuletzt von Jojo1860 am 05.03.2026 um 14:53 Uhr bearbeitet
Markus Kauczinski |#9
08.04.2026 - 12:57 Uhr
Zitat von Diver1234
[

Ich denke mal, es wird so sein wie immer, guter Start / oder dann gutes Zwischenintermezzo und dann fliegt wieder mal der Trainer und das Dilemma beginnt von vorne, never ending Story!

*patenedit*
Zitierklammern richtig gesetzt


Oder wir lassen dem Coach mal wirklich eine 3. Spielzeit, dass er den Kader auf sein Spiel besser ausrichten kann. Einen Trainer, der nachweislich Erfahrung und Erfolge zu verbuchen hat, die Liga kennt, was will man mehr? Letztlich kann es dann ja wieder nur um zwei Dinge gehen:
Trainer hat die Mannschaft verloren. Da hat aber Kauczinski die Erfahrung, dass es nicht passieren sollte.
Andere Ausrichtung... und dann steht man wieder vor dem x-ten Umbruch, beginnt von vorne...das macht es dann sicher auch nicht besser und dann geht das Spiel von vorne los... wieder und immer wieder.

Wenn wir hoch wollen, brauchen wir Kontinuität und Qualität bei GF/SD und Trainer. Letzterer hat Qualität, Paula dürfte auch nicht ganz verkehrt sein.
Dann braucht es noch Kontinuität beim Budget. Mal rauf, mal runter, so kann man nicht planen. Wir müssten mal 2, 3 Jahre ein verbindliches und auch einigermaßen hohes Budget haben (so hoch wie die Saison sollte es schon sein, dass man nicht wieder einen Umbruch mit der Prämisse "Sparen, sparen, sparen" hat. Dann kann es was werden. Dazu braucht es aber Geduld. Wenn ich sehe, wie hier teils schon wieder Fackeln und Mistgabeln rausgeholt werden nach dem gestrigen Spiel und unser Forum ja eh noch besonnener als der durchschnittliche Fan im Löwenkosmos ist, dann sehe ich da schwarz. Unser Präsident hat bisher auch nicht grad Beständigkeit versprüht, aber gut, dass kann jetzt ein einmaligs Tabula rasa gewesen sein und er setzt sich auch mal für einen kühlen Kopf und Kontinuität ein. Das war der einzige Vorteil von Reisinger. So doof es klingt, aber seine Untätigkeit hat uns wenigsten vor dem üblichen Löwenaktionismus bewahrt, bis Ismaik und Power Gorenzel durch Jacobacci als SD/Trainer in Personalunion ersetzen ließen.
Markus Kauczinski |#10
08.04.2026 - 14:34 Uhr
Kauczinski ist mit Abstand der beste Trainer, den wir seit Jahren hatten. Er hat einen Kader mit Verletzungsproblemen und einer fragwürdigen Zusammenstellung übernommen und das absolut Beste rausgeholt in dieser Saison (keine Abstiegssorgen, zwischenzeitlich oben mitgespielt, Chance auf den DFB-Pokal bewahrt).

Waren die Hoffnungen vor der Saison andere? Ja.
Gab es zwischendurch Sorgen, wo die Reise auch hingehen könnte? Ja.
Spielen wir eine sorgenfreie Saison? Ja.

Kauczinski hat es nicht nur geschafft, die Mannschaft soweit zu stabilisieren, dass wir hinten oft sicher stehen. Er hat der Mannschaft auch einen, den Mitteln angepassten, Spielstil verpasst, den wir spielen können (lange Bälle nach vorne und Standards). Ist er damit zufrieden und will er was anderes spielen? Absolut - da muss man sich nur die PKs und die Interviews nach den Spielen anhören. Kauczinski nimmt das, was er hier vorfindet und versucht das Maximum herauszuholen.

Was bei der Betrachtung von ihm zu kurz kommt, meiner Ansicht nach, ist, dass er außerdem aktiv versucht junge Spieler einzubinden und zu testen. Wir haben in dieser Saison schon viele junge Spieler in der Startformation oder ganze Halbzeiten gesehen (Faßmann, Althaus, Dordan, Husic, Lippmann) und sie haben alle einigermaßen gut performt. Das braucht auch Mut von einem Trainer und Glaubwürdigkeit hinsichtlich des Leistungsprinzips.

Ich hoffe, dass Kauczinski hier lange Trainer bleibt und wirken darf. Er ist extrem sympatisch. Er bringt Ruhe in den Verein. Er nimmt Kader und Situation an, wie sie ist. Er macht das beste draus.

Was wollen wir mehr?

(Letzter Kommentar: Causa Niederlechner. Meine Vermutung (Achtung: Vermutung) ist, dass Niederlechner Probleme hat den Spielstil der 3. Liga anzunehmen und sich Anspruch und Wirklichkeit einfach zu weit voneinander entfernt haben im Laufe der Saison. Ich habe die Vermutung, dass das Spiel in 1. und 2. BL dahingehend anders ist, dass Stürmer Fouls ziehen können und es ein Understanding gibt, dass diese im Regelfall gepfiffen werden (Kontakt von hinten, auf den Ball fallen lassen ==> Foulpfiff), da das Tempo so viel höher ist, dass das Spiel sich also "selbst pfeift". Das funktioniert in Liga 3 einfach nicht und er war nicht in der Lage die fehlenden (Fehlentscheidungen, weil Sorge vor Starbonus) Pfiffe anzunehmen und sein Spiel anzupassen. Entsprechend wirkten seine Auftritte - zunehmend frustriert, zunehmend nach Innen gerichtet gegen die eigene Mannschaft, hadernd mit den Mitspielern. Warum Kauczinski ihn nicht berücksichtigt hat, verstehe ich vor dem Hintergrund schon, weil er Leute eingesetzt hat, die die Liga besser angenommen haben (und zusätzlich nicht i der Winterpause verletzt waren, wenn ich mich richtig erinnere).)
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