FC Bayern München II FC Bayern München II
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Hermann-Gerland-Kampfbahn (Stadionthread)

03.11.2009 - 12:47 Uhr
Zitat von Ortler

Also ich bin jetzt nicht in der Hachinger Lokalpolitik tief drin, aber in Zeiten einer Kommunalwahl ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Wünsche der Anwohner sehr schnell in politischen Beschlüssen enden. Zumal dies für die Gemeinde ein Beschluss ohne Risiko sein dürfte.

Zum anderen, sollte die Option Haching existieren kann auch Türkgücü-Ataspor mit seinem Zuschauerschnitt nach Haching gehen. Denn es bleibt dabei, wer nach NRW gehen will, kann auch nach Burghausen oder Haching gehen.


Da wir hier beide recht meinungslastig argumentieren und die Inhalte bereits ausgetauscht sind, können wir es jetzt erstmal dabei belassen. Auflösen müssen es letztlich eh die kommenden Ereignisse. Lassen wir uns überraschen smile

Wo ich aber gerne nachhaken möchte, ist das ureigene FCB Interesse bzgl. eigener Stadionwahl bzw. Neubau.
Das ist nämlich eine Frage völlig unabhängig von den ganzen GWS-Nebengeräuschen, mit Fokus rein auf unsere eigenen Präferenzen und Zukunftsvisionen.
Warum denkst du, dass uns ein eigenes Stadion in passendem Zuschnitt (ähnlich Estadi Johan Cruyff) nicht weit bessere Dienste leisten würde, als das GWS?
Zitat von Landauer

Zitat von Ortler

Also ich bin jetzt nicht in der Hachinger Lokalpolitik tief drin, aber in Zeiten einer Kommunalwahl ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die Wünsche der Anwohner sehr schnell in politischen Beschlüssen enden. Zumal dies für die Gemeinde ein Beschluss ohne Risiko sein dürfte.

Zum anderen, sollte die Option Haching existieren kann auch Türkgücü-Ataspor mit seinem Zuschauerschnitt nach Haching gehen. Denn es bleibt dabei, wer nach NRW gehen will, kann auch nach Burghausen oder Haching gehen.


Da wir hier beide recht meinungslastig argumentieren und die Inhalte bereits ausgetauscht sind, können wir es jetzt erstmal dabei belassen. Auflösen müssen es letztlich eh die kommenden Ereignisse. Lassen wir uns überraschen smile

Wo ich aber gerne nachhaken möchte, ist das ureigene FCB Interesse bzgl. eigener Stadionwahl bzw. Neubau.
Das ist nämlich eine Frage völlig unabhängig von den ganzen GWS-Nebengeräuschen, mit Fokus rein auf unsere eigenen Präferenzen und Zukunftsvisionen.
Warum denkst du, dass uns ein eigenes Stadion in passendem Zuschnitt (ähnlich Estadi Johan Cruyff) nicht weit bessere Dienste leisten würde, als das GWS?


Das beantworte ich mit einer Gegenfrage: Wenn du die Problematik ausblendest, was war/ist den an der HGK so schlecht? Ein Drittligastadion direkt am Trainingsgelände, das einen gewissen Charme hat, in dem die Amateure schon so manche Schlachten und Wunder (man denke an unseren Aufstieg) erlebt haben. Außerdem finde ich das man dort auch relativ gut hinkommt, im Gegensatz zum Campus, wo man gefüllt im Nirwana ist. Und die Sicht auf das Spiel ist manchen anderen Stadien definitiv schlechter (außer auf der Haupttribüne, aber da war ich nur einmal). Was ich aber glaube, auch ein Vorteil ist, wir tragen da nicht die kompletten Erschließungs- /Bau- und Betreibskosten. Geld das man vielleicht dann mehr in die Jugend investiert werden kann zum Beispiel in einen Fußballsimulator.

Edit: Ich bin mir relativ sicher, dass wir diejenigen sind, die Ausziehen. Wir haben da noch immer nachgegeben, wenn es ernst wurde. Also bin ich sicher, dass wir nächste Saison irgendwo anderes spielen (sollte Haching gehen, dann da).

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"Er ist ein Parasit"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Ortler am 21.02.2020 um 16:08 Uhr bearbeitet
Zitat von Ortler

Das beantworte ich mit einer Gegenfrage: Wenn du die Problematik ausblendest, was war/ist den an der HGK so schlecht? Ein Drittligastadion direkt am Trainingsgelände, das einen gewissen Charme hat, in dem die Amateure schon so manche Schlachten und Wunder (man denke an unseren Aufstieg) erlebt haben. Außerdem finde ich das man dort auch relativ gut hinkommt, im Gegensatz zum Campus, wo man gefüllt im Nirwana ist. Und die Sicht auf das Spiel ist manchen anderen Stadien definitiv schlechter (außer auf der Haupttribüne, aber da war ich nur einmal). Was ich aber glaube, auch ein Vorteil ist, wir tragen da nicht die kompletten Erschließungs- /Bau- und Betreibskosten. Geld das man vielleicht dann mehr in die Jugend investiert werden kann zum Beispiel in einen Fußballsimulator.


Was mMn gegen die Nutzung eines kommunalen Stadions / des GWS spricht:

- kommunale Stadien sind mMn gefühlte Wirtschaftsförderung für Bedürftige.
- wir sind solchen Dingen mit unserer dreiviertel Milliarde Umsatz bereits entwachsen.
- öffentliche Stadien eignen sich nicht für eigenes Branding, sie müssen neutral bleiben.
- zudem ist die übermäßige Verdichtung der Bedarfsträger mittlerweile lästig geworden.
- all unsere Teams verfügen aktuell über eine eigene Heimat, nur unsere Amas nicht.
- als Mieter baut man mittels seiner Zahlungen kein EK, bzw. Werte für den Verein auf.
- das GWS ist zu groß für unseren Bedarf, kein Mensch braucht ewig leere Ränge, das ist trostlos.
- das GWS wird zum Profistadion umgebaut und wir zum 5. Rad am Wagen (gekränkter Stolz).

Ich bin wegen obiger Punkte für ein eigenes Stadion zzgl. der üblichen Argumente aus denen man generell ein Eigenheim der Mietwohnung vorzieht. Aber nicht am Campus, sondern entweder am Olypark oder Audi Dome. Aber von weiteren Jahrzehnten als rechtloser Mieter, der ewig nur hin- und her geschubst wird (vgl. unsere Spielorte der letzten 30 Jahre), bin ich nicht begeistert. Auch halte ich Nullkommanull davon, dass einen die LHH ewig ins Umland vertreibt, nur weil sie ihren Sportstättenbedarf ignorieren.

Ich bin sogar überzeugt, dass wir mit einem eigenen 5k Bayernstadion unseren Zuschauerschnitt gg. dem GWS merklich verbessern würden und ein Besuch unserer Amas & Frauen sogar trendy werden könnte. Eine Verdichtung mittels Verkleinerung in einem top-modernen Ministadion könnte viel für die Stimmung und das Selbstwertgefühl tun. Die Frauen sollen deshalb mit, weil der Rasen im Campus Stadion bereits leidet (vgl. Lampen) und ich allgemein nichts von Stadien mit mehr als zwei Teams halte.
Wir haben das Geld, die AA ist abbezahlt und das NLZ auch sehr bald, da gehen uns langsam die Investitionsprojekte ab. Ein Amateurstadion könnte uns für die Zukunft weitere Autonomie bzgl. der Politik und einen weiteren Immobilienwert bringen.

Übrigens, unsere Frauen finden es am Campus viel besser als im GWS weil ihnen das immer zu groß war. Keine Ahnung wie die Amas das sehen, aber ein annähernd gefülltes Stadion kommt wohl für jeden angenehmer rüber als eins das nur zum Bruchteil gefüllt wird. Geisterkulissen sind einfach demotivierend und eine Verdichtung der Kulisse bringt einfach eine bessere Atmosphäre.

P.S.:
Die Anschaffung eines Simulators wurde bereits entschieden, der dürfte sehr bald Realität am Campus sein.
https://fcbayern.com/de/news/2019/10/fc-bayern-stattet-nachwuchsleistungszentrum-mit-skills.lab-aus
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 21.02.2020 um 17:35 Uhr bearbeitet
Zitat von Landauer

Was mMn gegen die Nutzung eines kommunalen Stadions / des GWS spricht:

- kommunale Stadien sind mMn gefühlte Wirtschaftsförderung für Bedürftige.
- wir sind solchen Dingen mit unserer dreiviertel Milliarde Umsatz bereits entwachsen.
- öffentliche Stadien eignen sich nicht für eigenes Branding, sie müssen neutral bleiben.
- zudem ist die übermäßige Verdichtung der Bedarfsträger mittlerweile lästig geworden.
- all unsere Teams verfügen aktuell über eine eigene Heimat, nur unsere Amas nicht.
- als Mieter baut man mittels seiner Zahlungen kein EK, bzw. Werte für den Verein auf.
- das GWS ist zu groß für unseren Bedarf, kein Mensch braucht ewig leere Ränge, das ist trostlos.
- das GWS wird zum Profistadion umgebaut und wir zum 5. Rad am Wagen (gekränkter Stolz).

Ich bin wegen obiger Punkte für ein eigenes Stadion zzgl. der üblichen Argumente aus denen man generell ein Eigenheim der Mietwohnung vorzieht. Aber nicht am Campus, sondern entweder am Olypark oder Audi Dome. Aber von weiteren Jahrzehnten als rechtloser Mieter, der ewig nur hin- und her geschubst wird (vgl. unsere Spielorte der letzten 30 Jahre), bin ich nicht begeistert. Auch halte ich Nullkommanull davon, dass einen die LHH ewig ins Umland vertreibt, nur weil sie ihren Sportstättenbedarf ignorieren.

Ich bin sogar überzeugt, dass wir mit einem eigenen 5k Bayernstadion unseren Zuschauerschnitt gg. dem GWS merklich verbessern würden und ein Besuch unserer Amas & Frauen sogar trendy werden könnte. Eine Verdichtung mittels Verkleinerung in einem top-modernen Ministadion könnte viel für die Stimmung und das Selbstwertgefühl tun. Die Frauen sollen deshalb mit, weil der Rasen im Campus Stadion bereits leidet (vgl. Lampen) und ich allgemein nichts von Stadien mit mehr als zwei Teams halte.
Wir haben das Geld, die AA ist abbezahlt und das NLZ auch sehr bald, da gehen uns langsam die Investitionsprojekte ab. Ein Amateurstadion könnte uns für die Zukunft weitere Autonomie bzgl. der Politik und einen weiteren Immobilienwert bringen.

Übrigens, unsere Frauen finden es am Campus viel besser als im GWS weil ihnen das immer zu groß war. Keine Ahnung wie die Amas das sehen, aber ein annähernd gefülltes Stadion kommt wohl für jeden angenehmer rüber als eins das nur zum Bruchteil gefüllt wird. Geisterkulissen sind einfach demotivierend und eine Verdichtung der Kulisse bringt einfach eine bessere Atmosphäre.

P.S.:
Die Anschaffung eines Simulators wurde bereits entschieden, der dürfte sehr bald Realität am Campus sein.
https://fcbayern.com/de/news/2019/10/fc-bayern-stattet-nachwuchsleistungszentrum-mit-skills.lab-aus


Deine Argumentation ist aus rein rationaler Sicht natürlich völlig schlüssig und nachvollziehbar.
Du verkennst bei dem ganzen aber, dass die Amateure-Fanszene die HGK eben sehr wohl als ihre Heimat
betrachtet und das Stadion nicht als trostlose Einöde wahrnimmt. Die Stehhalle ist sicherlich kein Stimmungsgrab, sondern wirkt sich eher positiv auf die Stimmung aus. Ich denke für viele Leute die dort regelmäßig stehen, ist vor allem der Kontrast zum Kommerz- und Eventtempel Allianz-Arena das, was die Anziehungskraft der Amateure ausmacht. Das es durch einen Stadionumzug tatsächlich "trendy" wird zu den Amateuren zu gehen bezweifle ich eher. Es sind doch eigentlich seit Jahren die gleichen Fangruppen/Fanclubs, die regelmäßig zu den Amateuren gehen.
Wie gesagt du betrachtest das ganze aus rein wirtschaftlicher Sicht natürlich völlig korrekt. Für viele Leute ist Fußball aber eben auch Emotion. Und aus rein emotionaler Sicht gehören die Amateure ganz klar in die HGK. Von daher wünsche ich mir für die Leute denen die Amateure am Herzen liegen, dass sie auch in Zukunft die Spiele in der HGK besuchen können. Auch wenn ein dauerhafter Auszug leider sehr wahrscheinlich ist.
Danke für deinen inhaltlich absolut nachvollziehbaren Post.

Ich habe aber schlechte Nachrichten:
Soweit mir bekannt, zieht der FCB II nach Haching und wird sich dort langfristig eingraben. Dazu soll es sowohl mit der Gemeinde wie auch mit der SpVgg bereits feste Vereinbarungen geben. Diese Infos sind aus einer zuverlässigen Quelle.

Die einzige Chance auf eine Rückkehr des FCB ins GWS liegt zukünftig im Auszug von entweder Sechzig oder TG. Wie realistisch deren Absturz in die Niederungen, oder alternative Stadionbaupläne in der 1. Liga sind, muss jeder für sich bewerten. Ich würde die nicht sonderlich mutige Prognose wagen, dass der FCB mindestens die nächsten 15 Jahre nicht ins GWS zurückkehren wird, womöglich aber noch viel länger, oder sogar nie wieder...

Damit sind diese romantischen GWS Träume sowieso Geschichte und es bringt überhaupt nichts, dahingehend noch irgendwelchen 11 Freunde Ideologien nachzuweinen.
Manchmal ist es sinnvoller sich einer neuen Situation zu stellen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Ein indianisches Sprichwort lautet, "wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab".

Dieses über Jahrzehnte anhaltende Nomadentum unserer Amateure ist mittlerweile einfach unwürdig, weil unsere Selbstbestimmung dabei komplett auf der Strecke bleibt. Angesichts dieser Ausgangslage werbe ich bewusst für den Bau eines eigenen Amateurstadions.

Wem das zu kühl technokratisch daher kommt, der darf mir gern argumentativ vermitteln, welchen sentimentalen Gegenwert denn fortan der Hachinger Sportpark für uns bietet.
Heißt das Ding dann Sebastian-Hoeneß-Kampfbahn und wird ersatzweise zum neuen Kulturdenkmal der Ama-Ultras gejazzt?
Das ist trotz der griffigen Polemik nicht böse gemeint, sondern diese soll vielmehr verdeutlichen, in welcher Lage wir uns hier tatsächlich befinden. Es wird nämlich Zeit für konsequente Entscheidungen zur eigenen Zukunftsgestaltung. Ein "weiter so" wird es sowieso nicht für uns geben.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Landauer am 22.02.2020 um 11:46 Uhr bearbeitet
Auf Haching habe ich sowas von keine Lust... da spiele ich lieber in der AA oder im Oly........

Dadurch wird der Zuschauerschnitt nicht ansteigen..

@Landauer wieso wehren sich die Bayern gegen einen Stadionneubau?
Zitat von Landauer
Danke für deinen inhaltlich absolut nachvollziehbaren Post.

Ich habe aber schlechte Nachrichten:
Soweit mir bekannt, zieht der FCB II nach Haching und wird sich dort langfristig eingraben. Dazu soll es sowohl mit der Gemeinde wie auch mit der SpVgg bereits feste Vereinbarungen geben. Diese Infos sind aus einer zuverlässigen Quelle.

Die einzige Chance auf eine Rückkehr des FCB ins GWS liegt zukünftig im Auszug von entweder Sechzig oder TG. Wie realistisch deren Absturz in die Niederungen, oder alternative Stadionbaupläne in der 1. Liga sind, muss jeder für sich bewerten. Ich würde die nicht sonderlich mutige Prognose wagen, dass der FCB mindestens die nächsten 15 Jahre nicht ins GWS zurückkehren wird, womöglich aber noch viel länger, oder sogar nie wieder...

Damit sind diese romantischen GWS Träume sowieso Geschichte und es bringt überhaupt nichts, dahingehend noch irgendwelchen 11 Freunde Ideologien nachzuweinen.
Manchmal ist es sinnvoller sich einer neuen Situation zu stellen und entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Ein indianisches Sprichwort lautet, "wenn du merkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab".

Dieses über Jahrzehnte anhaltende Nomadentum unserer Amateure ist mittlerweile einfach unwürdig, weil unsere Selbstbestimmung dabei komplett auf der Strecke bleibt. Angesichts dieser Ausgangslage werbe ich bewusst für den Bau eines eigenen Amateurstadions.

Wem das zu kühl technokratisch daher kommt, der darf mir gern argumentativ vermitteln, welchen sentimentalen Gegenwert denn fortan der Hachinger Sportpark für uns bietet.
Heißt das Ding dann Sebastian-Hoeneß-Kampfbahn und wird ersatzweise zum neuen Kulturdenkmal der Ama-Ultras gejazzt?
Das ist trotz der griffigen Polemik nicht böse gemeint, sondern diese soll vielmehr verdeutlichen, in welcher Lage wir uns hier tatsächlich befinden. Es wird nämlich Zeit für konsequente Entscheidungen zur eigenen Zukunftsgestaltung. Ein "weiter so" wird es sowieso nicht für uns geben.


Als Bayern Fan außerhalb Münchens, der aber seit langer Zeit hier und bei den 60ern im Stadion-Thread mitliest, gibt es für mich ehrlich gesagt auch nur eine Lösung: wir müssen versuchen unser eigenes Stadion für die Zweite und unsere Frauen zu bekommen.

So sehr ich das GWS auch mag, ich auch lieber da drin bleiben wollen würde etc, so sehe ich darin einen Kampf den wir mit ziemlicher Sicherheit verlieren werden, und nach den Infos von dir Landauer, auch haben. Da bringen einem nichts auf Traidition und Sentimentalität zu pochen, auch wenn diese begründet sind, wir werden aus diversen Gründen als diejenigen betrachtet die es am wenigstens "verdient" haben im GWS zu bleiben. Wir können argumentieren, dass es ohne die Zweite und die Frauen gar kein GWS mehr geben würde, das die ganzen Forderungen die 1860 und ihre Fans bezüglich dem GWS der Stadt ggü. äußern nichtig sind, wenn wir nicht über die letzten Jahre zwei Mannschaften in dem Stadion beheimatet gelassen hätten. Wir können sicherlich auch argumentieren, dass wir ja beim Campus ein 5k Stadion hätten bauen wollen und die Diskussion somit nicht wäre (und sicherlich auch anders geplant worden wäre um Fanproblematiken weitestgehend zu vermeiden), es wird nichts bringen.

Die Befindlichkeiten von 1860 und TG werden als höher eingestuft, wir sind die mit dem 75k Stadion im Norden, die mit dem Geld, die mit dem 2,5k Stadion auf dem Campus, der Verein die "nur" die Zweite und die Frauen darin kicken lässt. Das lässt sich in diversen Zeitungsberichten, Meinungen und Äußerungen erkennen, manchen anderen Fans, Reportern und Politikern war es ja nicht mal zu blöde zu behaupten, dann solle man halt das 2,5k ausbauen, obwohl man es wollte, und tun dann so als ob dies nie zur Debatte stand oder dass man schon die Frauen abgezogen hat damit die Zweite, 1860 und TG im GWS kicken können.

Damit wird man sich weitestgehend abfinden müssen, deswegen wäre es wichtiger die Zukunft des Vereines für die Zweite und Frauen angeht klar zu bestimmen und zu festigen: wir brauchen unser eigenes 5k Stadion, so wie es auch andere Clubs haben. Sei es am Campus, auf dem Olympiagelände oder wo es sonst in unmittelbarer Reichweite ist. Dann tragen wir auch für das GWS, falls was mit 1860/TG passieren sollte, keine Verantwortung mehr und sind nur noch für uns selbst verantworlich. Die Stadt macht bisher auch kaum Anstalten aus eigener Hand ein passendes Stadion zu bauen, das GWS wird demnächst umgebaut, das Olympiastadion auch. Eigentlich liegt ein solches Stadion im Interesse mehrere Parteien in der Diskussion, aber das scheint bisher kein wirkliches Thema zu sein, und die Zeit drängt.

•     •     •

"Just because we own these teams doesn't mean they belong to us."
[Rebecca in Ted Lasso]
Zitat von mf_fcbb
Auf Haching habe ich sowas von keine Lust... da spiele ich lieber in der AA oder im Oly........
Dadurch wird der Zuschauerschnitt nicht ansteigen..

@Landauer wieso wehren sich die Bayern gegen einen Stadionneubau?


1. wegen der Befindlichkeit der Ultras zum GWS und weil das Geld kostet (ca 10-15mio)
2. weil man in punkto GWS-Stellungskrieg stur ist und erstmal jedem in die Suppe spucken will
3. weil dafür vom FCB das Ziel Neubau kommuniziert werden müsste, was aber nicht der Fall ist
Nachtrag:

Wenn man sich durch den Kopf gehen lässt, wie die Ausgangslage aller Beteiligten beim Thema GWS aussieht und welche Perspektiven es denn überhaupt gibt, dann kommt man eigentlich zu gar keinem anderen Schluss:

- Vertragsstabilität mit der Stadt ist eine Illusion
- politisch gesehen unterliegt "der rote Multimillionär" sowohl Sechzig (blaues Rathaus) wie auch der TG (ethnische Diskriminierungsdebatte)
- das GWS wird auf Sicht kommender Jahrzehnte für den FCB blockiert sein, weil zwei Proficlubs mit ihren 1. Mannschaften zwingend darauf angewiesen sind
- der Bedarf an innerstädtischen Spielstätten ist größer als das Angebot
- kein politischer Konsens im Rathaus für den Bau eines neuen kommunalen Profifußballstadions
- keiner außer dem FCB hat die finanzielle Potenz, daran selbst etwas zu ändern
- basierend auf ethisch-sozialer Verantwortung gg. dem Münchener Stadtfußball (unser Ursprung), wäre es die absolute Königslösung, wenn der reiche FCB hier aus klarem Eigeninteresse, aber eben auch _zum langfristigen Wohl aller Betroffenen_ eine eigene Baumaßnahme in Angriff nehmen würde

Klar juckt das in diesen egoistischen Poker-Debatten rund um das GWS keinen, aber wer selbst derartigen Wohlstand genießt (schuldenfrei bei 750 mio Umsatz) und in einer völlig anderen finanziellen Global Player Galaxie unterwegs ist (DeLoitte Platz 4), als die betroffenen kleinen Drittligisten, der kommt nicht länger umhin sich selbst endlich einzugestehen, dass wir bzgl. Sechzig & TG in keinster Weise von Wettbewerb oder gar Rivalität reden. tongue

Der FCB täte besser daran, sich angesichts seiner Eigenschaft als nationaler Marktführer und mittelfristig absehbarer "Milliardenkonzern" endlich auch seiner eigenen sozialen Verantwortung in der Landeshauptstadt zu stellen.
Und zwar indem er keine symbolischen "Sozialwohnungen" im Stadtfußball mehr für sich selbst reklamiert und ein eigenes Bauprojekt forciert, das zeitgleich allen Beteiligten dauerhaft aus der Klemme hilft (auch dem Rathaus!). Diese ideale Gelegenheit nicht zu nutzen wäre sehr kurzsichtig.

Der Münchener Stadtfußball hat seit Jahrzehnten einen sehr, sehr schweren Stand in der Landeshauptstadt und wenn der FCB als Münchener Stadtclub selbst einen werthaltigen Beitrag dazu leisten würde, dass einige Probleme in dieser Stadt fortan kleiner werden, dann wäre das nur absolut angemessen. Ja der OBB Ude hat's klar verbockt, aber der ist weg und es geht jetzt darum wie man das Kind aus dem Brunnen holt und nicht um Vergangenheitsbewältigung.

Wer selbst im absoluten Wohlstand lebt, der sollte auch etwas zurückgeben können.
Den FCB Hilfe eV kenne ich, aber ich rede hier von unserem eigenen Ursprung, dem Münchener Stadtfußball. Das erscheint mir als unsere wahre Basis ebenso wichtig, wie höchst willkürlich gewählte PR-Hilfeprojekte in aller Welt. In diesem Fall wäre das zugleich aber auch derartiger Eigennutz des FCB, dass die hierzu offensichtlich bitter notwendige Überzeugungsarbeit schon regelrecht grotesk anmutet. Ein solches Win-Win Szenario kann man gar nicht übersehen.
Zitat von Landauer
Nachtrag:

Wenn man sich durch den Kopf gehen lässt, wie die Ausgangslage aller Beteiligten beim Thema GWS aussieht und welche Perspektiven es denn überhaupt gibt, dann kommt man eigentlich zu gar keinem anderen Schluss:

- Vertragsstabilität mit der Stadt ist eine Illusion
- politisch gesehen unterliegt "der rote Multimillionär" sowohl Sechzig (blaues Rathaus) wie auch der TG (ethnische Diskriminierungsdebatte)
- das GWS wird auf Sicht kommender Jahrzehnte für den FCB blockiert sein, weil zwei Proficlubs mit ihren 1. Mannschaften zwingend darauf angewiesen sind
- der Bedarf an innerstädtischen Spielstätten ist größer als das Angebot
- kein politischer Konsens im Rathaus für den Bau eines neuen kommunalen Profifußballstadions
- keiner außer dem FCB hat die finanzielle Potenz, daran selbst etwas zu ändern
- basierend auf ethisch-sozialer Verantwortung gg. dem Münchener Stadtfußball (unser Ursprung), wäre es die absolute Königslösung, wenn der reiche FCB hier aus klarem Eigeninteresse, aber eben auch _zum langfristigen Wohl aller Betroffenen_ eine eigene Baumaßnahme in Angriff nehmen würde

Klar juckt das in diesen egoistischen Poker-Debatten rund um das GWS keinen, aber wer selbst derartigen Wohlstand genießt (schuldenfrei bei 750 mio Umsatz) und in einer völlig anderen finanziellen Global Player Galaxie unterwegs ist (DeLoitte Platz 4), als die betroffenen kleinen Drittligisten, der kommt nicht länger umhin sich selbst endlich einzugestehen, dass wir bzgl. Sechzig & TG in keinster Weise von Wettbewerb oder gar Rivalität reden. tongue

Der FCB täte besser daran, sich angesichts seiner Eigenschaft als nationaler Marktführer und mittelfristig absehbarer "Milliardenkonzern" endlich auch seiner eigenen sozialen Verantwortung in der Landeshauptstadt zu stellen.
Und zwar indem er keine symbolischen "Sozialwohnungen" im Stadtfußball mehr für sich selbst reklamiert und ein eigenes Bauprojekt forciert, das zeitgleich allen Beteiligten dauerhaft aus der Klemme hilft (auch dem Rathaus!). Diese ideale Gelegenheit nicht zu nutzen wäre sehr kurzsichtig.

Der Münchener Stadtfußball hat seit Jahrzehnten einen sehr, sehr schweren Stand in der Landeshauptstadt und wenn der FCB als Münchener Stadtclub selbst einen werthaltigen Beitrag dazu leisten würde, dass einige Probleme in dieser Stadt fortan kleiner werden, dann wäre das nur absolut angemessen. Ja der OBB Ude hat's klar verbockt, aber der ist weg und es geht jetzt darum wie man das Kind aus dem Brunnen holt und nicht um Vergangenheitsbewältigung.

Wer selbst im absoluten Wohlstand lebt, der sollte auch etwas zurückgeben können.
Den FCB Hilfe eV kenne ich, aber ich rede hier von unserem eigenen Ursprung, dem Münchener Stadtfußball. Das erscheint mir als unsere wahre Basis ebenso wichtig, wie höchst willkürlich gewählte PR-Hilfeprojekte in aller Welt. In diesem Fall wäre das zugleich aber auch derartiger Eigennutz des FCB, dass die hierzu offensichtlich bitter notwendige Überzeugungsarbeit schon regelrecht grotesk anmutet. Ein solches Win-Win Szenario kann man gar nicht übersehen.


Du scheinst ja echt den Durchblick bei dieser schwierigen Stadionthematik zu haben. Habe nun schon mehrfach sehr gute und absolut konstruktive Beiträge von dir gelesen - Hut ab und DANKE dafür an dieser Stelle.

Auch bei den anderen Usern die hier im Thread teils sehr gute Beiträge verfassen wollte ich mich bedanken. Mich als „Roten“ und Amateure-Beobachter treibt die ganze Stadionthematik (genau wie die meisten von euch) natürlich schon etwas länger um, genauso lange lässt sie mich aber auch oftmals ratlos zurück. Warum ist es nur so verdammt schwer in einer reichen 1,5 Millionen Metropole wie München für drei Vereine (Bayern II, 1860 & Türkgükcu) eine würdige und zukunftsträchtige Spielstätte zu finden? Das GWS ist nun leider wirklich keine Lösung für drei Vereine im Profifußball. Zudem steht immer noch das massive Problem der Übergangslösung für die Zeit des Umbaus im Grünwalder für zwei Vereine im Raum.
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