Fankultur in Köln
15.03.2012 - 23:46 Uhr
23.11.2024 - 13:38 Uhr
Zitat von EmJaade
Einen ganzen Block zu kriminalisieren finde ich doch etwas sehr hart. Ich finde man könnte erstmal ein paar andere Maßnahmen ergreifen.
1. zwischen Stadion Rundgang und öffentlichem Bereich stehen Zäune. Da kann nach der Körperkontrolle munter durchgereicht werden, was man will. Diese Möglichkeit würde ich zuerst mal unterbinden. Kosten wären geringer als die Strafen.
2. überall im Stadionbereich müsste mit Kameras überwacht werden. Dann könnte man anhand der Klamotten Täter identifizieren, die sich z.B. auf der Toilette eine Haube überziehen. Dann müsste man sich schon komplett umziehen, wenn man unerkannt bleiben will. Das würde es jeden Täter schon deutlich aufwendiger und schwieriger machen.
3. Tickets personalisieren.
4. Die Räumlichkeiten, die Fan Vereine und Organisationen in der Süd als Lager zur Verfügung haben streng kontrollieren am Vortag jedes Spieltags.
Das wären vier recht simple Maßnahmen, deren Kosten niemals an die Höhe der Strafen rankommen, erst recht nicht mittel- und langfristig.
Dazu müsste es der Verein bzw. besser die Vereine aber ernst meinen und einen offiziellen harten Schritt gegen die Straftäter aus den eigenen Fanreihen machen. Das führt aber allerorts zu starkem Gegenwind und den muss man meiden in einer demokratisch gewählten Position.
Zitat von Taktikbock
@Rusher501
Zu erstens: Tickets sind weiterhin nicht personalisiert. Es weiß also niemand, wer eigentlich im Stadion ist. Die Täter sind meist maskiert und von einer Gruppe geschützt und daher keine Einzeltäter. Insgesamt hat das Vorgehen vom Schmuggeln bis Abfackeln von Pyros etwas von organisierter Kriminalität. Dazu gehört ja schon, dass unter den Ordnern Menschen sind, die zu den entsprechenden Gruppierungen gehören. Da helfen auch Kameras nicht. Das heißt vereinfacht, dass man da nicht wirklich etwas machen kann, außer, man sperrt vielleicht die gesamte Tribüne, was auch keiner will. Damit bin ich auch schon auf deinen zweiten Punkt eingegangen.
Daher mein Vorschlag die Kosten auf den Verursacherblock umzulegen, damit der FC dadurch zumindest keinen finanziellen Schaden nimmt. Den Zuschlag können und werden Betroffene auch bezahlen, da bin ich mir sicher. Und ich kann verstehen, dass du das als Unschuldiger auf der Süd ärgerlich findest, aber der Block bzw. dessen Unterrang gehört nunmal gefühlt den Organisationen, die für Pyros und Schlägereien verantwortlich sind. Wenn du dich davon distanzieren willst, bleibt nur der Oberrang in der Süd oder die West- bzw. Osttribüne.
@Rusher501
Zu erstens: Tickets sind weiterhin nicht personalisiert. Es weiß also niemand, wer eigentlich im Stadion ist. Die Täter sind meist maskiert und von einer Gruppe geschützt und daher keine Einzeltäter. Insgesamt hat das Vorgehen vom Schmuggeln bis Abfackeln von Pyros etwas von organisierter Kriminalität. Dazu gehört ja schon, dass unter den Ordnern Menschen sind, die zu den entsprechenden Gruppierungen gehören. Da helfen auch Kameras nicht. Das heißt vereinfacht, dass man da nicht wirklich etwas machen kann, außer, man sperrt vielleicht die gesamte Tribüne, was auch keiner will. Damit bin ich auch schon auf deinen zweiten Punkt eingegangen.
Daher mein Vorschlag die Kosten auf den Verursacherblock umzulegen, damit der FC dadurch zumindest keinen finanziellen Schaden nimmt. Den Zuschlag können und werden Betroffene auch bezahlen, da bin ich mir sicher. Und ich kann verstehen, dass du das als Unschuldiger auf der Süd ärgerlich findest, aber der Block bzw. dessen Unterrang gehört nunmal gefühlt den Organisationen, die für Pyros und Schlägereien verantwortlich sind. Wenn du dich davon distanzieren willst, bleibt nur der Oberrang in der Süd oder die West- bzw. Osttribüne.
Einen ganzen Block zu kriminalisieren finde ich doch etwas sehr hart. Ich finde man könnte erstmal ein paar andere Maßnahmen ergreifen.
1. zwischen Stadion Rundgang und öffentlichem Bereich stehen Zäune. Da kann nach der Körperkontrolle munter durchgereicht werden, was man will. Diese Möglichkeit würde ich zuerst mal unterbinden. Kosten wären geringer als die Strafen.
2. überall im Stadionbereich müsste mit Kameras überwacht werden. Dann könnte man anhand der Klamotten Täter identifizieren, die sich z.B. auf der Toilette eine Haube überziehen. Dann müsste man sich schon komplett umziehen, wenn man unerkannt bleiben will. Das würde es jeden Täter schon deutlich aufwendiger und schwieriger machen.
3. Tickets personalisieren.
4. Die Räumlichkeiten, die Fan Vereine und Organisationen in der Süd als Lager zur Verfügung haben streng kontrollieren am Vortag jedes Spieltags.
Das wären vier recht simple Maßnahmen, deren Kosten niemals an die Höhe der Strafen rankommen, erst recht nicht mittel- und langfristig.
Dazu müsste es der Verein bzw. besser die Vereine aber ernst meinen und einen offiziellen harten Schritt gegen die Straftäter aus den eigenen Fanreihen machen. Das führt aber allerorts zu starkem Gegenwind und den muss man meiden in einer demokratisch gewählten Position.
Bis zu deinem letzen Satz stimme ich voll zu. Dem aber überhaupt nicht. Als ob die Mehrheit unserer Mitglieder Bock auf dieses vereinsschädigende Verhalten haben. Man hätte hier insbesondere nach Nizza knallhart Änderungen durchsetzen müssen und können. Das Ganze kombiniert mit einer MV, an der viele „Normale“ teilnehmen können. zB Samstags übern Tag, gerne auch mit gratis Hoddies als Anreiz. Dass hat man nicht gewollt oder sich nicht getraut. Hier liegt meiner Meinung nach das größte Versagen des Vorstandes in seiner Amtszeit.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Eilperfelder am 23.11.2024 um 13:39 Uhr bearbeitet
23.11.2024 - 14:32 Uhr
Joa, wir können natürlich weiter versuchen einen Hochhausbrand mit Messbechern voll Wasser zu bekämpfen und sich x weitere lustige Maßnahmen ausdenken.
Alternativ könnte man auch endlich mal aufhören dieses Thema zu verteufeln und beginnen mit den Fanorganisationen vernünftige Lösungen zu finden. Erfolgreiche Pilotprojekte gibt es im Ausland genug, siehe Schweiz und/oder Skandinavien.
Ich will das Thema nicht wieder groß aufrollen, aber die Möglichkeiten bestehen. Die Bereitschaft zu Kompromissen seitens der Fangruppierungen hat bestanden. Inklusive Diskussionen über Abbrennzonen, verantwortliche geschulte Personen usw. Dank DFB, DFL und Co. ist dieses Thema nun schon bald 15 Jahre Geschichte.
Und ich bin froh, dass sich der FC immer wieder gegen diese dummdämlichen Strafen ausspricht, die keinerlei Wirkung zeigen.
Leider wird sich dieses Thema so schnell nicht mehr erledigen, da die Fronten verhärtet und die Dickköpfe auf Verbands- und Fangruppierungsseite immer sturer geworden sind.
Alternativ könnte man auch endlich mal aufhören dieses Thema zu verteufeln und beginnen mit den Fanorganisationen vernünftige Lösungen zu finden. Erfolgreiche Pilotprojekte gibt es im Ausland genug, siehe Schweiz und/oder Skandinavien.
Ich will das Thema nicht wieder groß aufrollen, aber die Möglichkeiten bestehen. Die Bereitschaft zu Kompromissen seitens der Fangruppierungen hat bestanden. Inklusive Diskussionen über Abbrennzonen, verantwortliche geschulte Personen usw. Dank DFB, DFL und Co. ist dieses Thema nun schon bald 15 Jahre Geschichte.
Und ich bin froh, dass sich der FC immer wieder gegen diese dummdämlichen Strafen ausspricht, die keinerlei Wirkung zeigen.
Leider wird sich dieses Thema so schnell nicht mehr erledigen, da die Fronten verhärtet und die Dickköpfe auf Verbands- und Fangruppierungsseite immer sturer geworden sind.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von broichinator am 23.11.2024 um 14:41 Uhr bearbeitet
26.11.2024 - 13:19 Uhr
Zitat von Eilperfelder
Bis zu deinem letzen Satz stimme ich voll zu. Dem aber überhaupt nicht. Als ob die Mehrheit unserer Mitglieder Bock auf dieses vereinsschädigende Verhalten haben. Man hätte hier insbesondere nach Nizza knallhart Änderungen durchsetzen müssen und können. Das Ganze kombiniert mit einer MV, an der viele „Normale“ teilnehmen können. zB Samstags übern Tag, gerne auch mit gratis Hoddies als Anreiz. Dass hat man nicht gewollt oder sich nicht getraut. Hier liegt meiner Meinung nach das größte Versagen des Vorstandes in seiner Amtszeit.
Zitat von EmJaade
Einen ganzen Block zu kriminalisieren finde ich doch etwas sehr hart. Ich finde man könnte erstmal ein paar andere Maßnahmen ergreifen.
1. zwischen Stadion Rundgang und öffentlichem Bereich stehen Zäune. Da kann nach der Körperkontrolle munter durchgereicht werden, was man will. Diese Möglichkeit würde ich zuerst mal unterbinden. Kosten wären geringer als die Strafen.
2. überall im Stadionbereich müsste mit Kameras überwacht werden. Dann könnte man anhand der Klamotten Täter identifizieren, die sich z.B. auf der Toilette eine Haube überziehen. Dann müsste man sich schon komplett umziehen, wenn man unerkannt bleiben will. Das würde es jeden Täter schon deutlich aufwendiger und schwieriger machen.
3. Tickets personalisieren.
4. Die Räumlichkeiten, die Fan Vereine und Organisationen in der Süd als Lager zur Verfügung haben streng kontrollieren am Vortag jedes Spieltags.
Das wären vier recht simple Maßnahmen, deren Kosten niemals an die Höhe der Strafen rankommen, erst recht nicht mittel- und langfristig.
Dazu müsste es der Verein bzw. besser die Vereine aber ernst meinen und einen offiziellen harten Schritt gegen die Straftäter aus den eigenen Fanreihen machen. Das führt aber allerorts zu starkem Gegenwind und den muss man meiden in einer demokratisch gewählten Position.
Zitat von Taktikbock
@Rusher501
Zu erstens: Tickets sind weiterhin nicht personalisiert. Es weiß also niemand, wer eigentlich im Stadion ist. Die Täter sind meist maskiert und von einer Gruppe geschützt und daher keine Einzeltäter. Insgesamt hat das Vorgehen vom Schmuggeln bis Abfackeln von Pyros etwas von organisierter Kriminalität. Dazu gehört ja schon, dass unter den Ordnern Menschen sind, die zu den entsprechenden Gruppierungen gehören. Da helfen auch Kameras nicht. Das heißt vereinfacht, dass man da nicht wirklich etwas machen kann, außer, man sperrt vielleicht die gesamte Tribüne, was auch keiner will. Damit bin ich auch schon auf deinen zweiten Punkt eingegangen.
Daher mein Vorschlag die Kosten auf den Verursacherblock umzulegen, damit der FC dadurch zumindest keinen finanziellen Schaden nimmt. Den Zuschlag können und werden Betroffene auch bezahlen, da bin ich mir sicher. Und ich kann verstehen, dass du das als Unschuldiger auf der Süd ärgerlich findest, aber der Block bzw. dessen Unterrang gehört nunmal gefühlt den Organisationen, die für Pyros und Schlägereien verantwortlich sind. Wenn du dich davon distanzieren willst, bleibt nur der Oberrang in der Süd oder die West- bzw. Osttribüne.
@Rusher501
Zu erstens: Tickets sind weiterhin nicht personalisiert. Es weiß also niemand, wer eigentlich im Stadion ist. Die Täter sind meist maskiert und von einer Gruppe geschützt und daher keine Einzeltäter. Insgesamt hat das Vorgehen vom Schmuggeln bis Abfackeln von Pyros etwas von organisierter Kriminalität. Dazu gehört ja schon, dass unter den Ordnern Menschen sind, die zu den entsprechenden Gruppierungen gehören. Da helfen auch Kameras nicht. Das heißt vereinfacht, dass man da nicht wirklich etwas machen kann, außer, man sperrt vielleicht die gesamte Tribüne, was auch keiner will. Damit bin ich auch schon auf deinen zweiten Punkt eingegangen.
Daher mein Vorschlag die Kosten auf den Verursacherblock umzulegen, damit der FC dadurch zumindest keinen finanziellen Schaden nimmt. Den Zuschlag können und werden Betroffene auch bezahlen, da bin ich mir sicher. Und ich kann verstehen, dass du das als Unschuldiger auf der Süd ärgerlich findest, aber der Block bzw. dessen Unterrang gehört nunmal gefühlt den Organisationen, die für Pyros und Schlägereien verantwortlich sind. Wenn du dich davon distanzieren willst, bleibt nur der Oberrang in der Süd oder die West- bzw. Osttribüne.
Einen ganzen Block zu kriminalisieren finde ich doch etwas sehr hart. Ich finde man könnte erstmal ein paar andere Maßnahmen ergreifen.
1. zwischen Stadion Rundgang und öffentlichem Bereich stehen Zäune. Da kann nach der Körperkontrolle munter durchgereicht werden, was man will. Diese Möglichkeit würde ich zuerst mal unterbinden. Kosten wären geringer als die Strafen.
2. überall im Stadionbereich müsste mit Kameras überwacht werden. Dann könnte man anhand der Klamotten Täter identifizieren, die sich z.B. auf der Toilette eine Haube überziehen. Dann müsste man sich schon komplett umziehen, wenn man unerkannt bleiben will. Das würde es jeden Täter schon deutlich aufwendiger und schwieriger machen.
3. Tickets personalisieren.
4. Die Räumlichkeiten, die Fan Vereine und Organisationen in der Süd als Lager zur Verfügung haben streng kontrollieren am Vortag jedes Spieltags.
Das wären vier recht simple Maßnahmen, deren Kosten niemals an die Höhe der Strafen rankommen, erst recht nicht mittel- und langfristig.
Dazu müsste es der Verein bzw. besser die Vereine aber ernst meinen und einen offiziellen harten Schritt gegen die Straftäter aus den eigenen Fanreihen machen. Das führt aber allerorts zu starkem Gegenwind und den muss man meiden in einer demokratisch gewählten Position.
Bis zu deinem letzen Satz stimme ich voll zu. Dem aber überhaupt nicht. Als ob die Mehrheit unserer Mitglieder Bock auf dieses vereinsschädigende Verhalten haben. Man hätte hier insbesondere nach Nizza knallhart Änderungen durchsetzen müssen und können. Das Ganze kombiniert mit einer MV, an der viele „Normale“ teilnehmen können. zB Samstags übern Tag, gerne auch mit gratis Hoddies als Anreiz. Dass hat man nicht gewollt oder sich nicht getraut. Hier liegt meiner Meinung nach das größte Versagen des Vorstandes in seiner Amtszeit.
Sehe das ähnlich und würde das an einer Stelle sogar noch schärfer formulieren: Dass die Fanclubs diese Räumlichkeiten haben, ist ein Entgegenkommen des Vereins. Wenn das missbraucht wird, muss man eben sukzessive die Lagerflächen kleiner machen oder ggfs. ganz entziehen. Das ist dann schade um die Choreos, aber man muss hier endlich mal dran arbeiten, dass diese selbstauferlegten "Gesetze" der "aktiven Fanszene" ein Ende haben. Das Durchreichen von Pyro und anderem Gedöns ist ja nichtmal mehr ein offenes Geheimnis, das wird ja einfach völlig offen praktiziert. Als fünften Punkt würde ich auch noch hinzufügen, dass das "Überrennen" der Drehkreuze erschwert werden muss. Das passiert ja auch immer wieder, um Leute reinzubringen, die sonst nicht reinkommen würden. Und grundsätzlich finde ich das Agieren mit Kameras auch eine gute Lösung. Wird überall sonst auch gemacht und funktioniert, warum also ausgerechnet im Stadion nicht? Es muss in irgendeiner Weise Konsequenzen für die Leute haben, die konsequent jede Regel mit Füßen treten, sonst wird sich nichts ändern. Und die, die hier schreiben, dass Strafen nichts bringen und man sich an einen Tisch setzen muss, ignorieren halt, dass die "Fanszenen" in aller Regel nur mit Ultimaten arbeiten, sämtliche Vereinbarungen eh beim nächsten Spiel wieder missachten und eben die ganz krassen Id*oten in ihren Reihen schützen. Und solange das der Fall ist, muss man sich in einem Rechtsstaat mit den Mitteln wehren, die im Rechtsstaat eben zur Verfügung stehen. Stimmung kann man auch machen, ohne ständig Regeln zu brechen.
26.11.2024 - 16:22 Uhr
Pharisäer
Ich habe noch nie einen Bengalo im Block gezündet, mich haben die Rauchschwaden aus dem Gästeblock auch schon gestört und doch finde ich den Anblick einer gelungenen Choreo inklusive Pyrro bei einem Fußballspiel "geil". Dass dabei gegen geltendes Recht verstoßen wird, ist mir bewusst. Bei Verstößen gibt es im Rechtsstaat bzgl. des Strafmaßes immer Abstufungen und die Strafe sollte in einem annehmbaren Verhältnis zur Tat stehen. Gleiches gilt für die Aufklärung der Tat.
Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern.
Ich teile die Verärgerung über die Strafzahlungen des FC- stehe bei diesem Thema aber offensichtlich unserem Präsidium dabei näher als manch anderer. Diese Strafzahlungen haben nun seit längerer Zeit keinen faktischen Nutzen, bei keinem betroffenen Verein. Andere Wege können angeblich nicht beschritten werden und erinnern mich an: "Das nicht Können ist der Vorwand, das nicht Wollen ist der Grund.
Warum will niemand, der könnte gegen den Einsatz von Pyrrotechnik im Stadion massiv und effektiv vorgehen?
Aus Vereinssicht: Weil die gleichen Leute, die die Fackel halten ,ihr letztes Hemd für den Verein geben und auch bei widrigstem Wetter zu Auswärtsspielen fahren, um ihr Team zu unterstützen. Es sind dies Gruppierungen, die ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung regelmäßig wahrnehmen, ohne dass diese in der Öffentlichkeit goutiert werden. Diese Leute sind den Verantwortlichen der Vereine in der Regel persönlich bekannt und damit auch in anderen Facetten als dem bloßen Kurvenrowdy, der ein Bengalo anzündet.
Aus Verbandssicht: Folge dem Geld.
Aus staatlicher Sicht: Manche Bundesländer trainieren ihre Hundertschaften regelmäßig bei Fußballspielen. Fußballfans haben insbesondere auswärts keine Lobby. Selbst die härtesten Polizeiführer überlegen sich einen Eingriff in der Kurve zweimal. Weil solche Aktionen ganz schnell unverhältnismäßig werden und mehr Gewalt hervorrufen als Gefahren abwehren.
Die Vermarkter: Die TV-Anstalten freuen sich allesamt über solche Bilder und sei es, weil sie wieder eine never-ending Story mit schönen Bildern präsentieren können.
Mit sportlichen Grüßen
Ich habe noch nie einen Bengalo im Block gezündet, mich haben die Rauchschwaden aus dem Gästeblock auch schon gestört und doch finde ich den Anblick einer gelungenen Choreo inklusive Pyrro bei einem Fußballspiel "geil". Dass dabei gegen geltendes Recht verstoßen wird, ist mir bewusst. Bei Verstößen gibt es im Rechtsstaat bzgl. des Strafmaßes immer Abstufungen und die Strafe sollte in einem annehmbaren Verhältnis zur Tat stehen. Gleiches gilt für die Aufklärung der Tat.
Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern.
Ich teile die Verärgerung über die Strafzahlungen des FC- stehe bei diesem Thema aber offensichtlich unserem Präsidium dabei näher als manch anderer. Diese Strafzahlungen haben nun seit längerer Zeit keinen faktischen Nutzen, bei keinem betroffenen Verein. Andere Wege können angeblich nicht beschritten werden und erinnern mich an: "Das nicht Können ist der Vorwand, das nicht Wollen ist der Grund.
Warum will niemand, der könnte gegen den Einsatz von Pyrrotechnik im Stadion massiv und effektiv vorgehen?
Aus Vereinssicht: Weil die gleichen Leute, die die Fackel halten ,ihr letztes Hemd für den Verein geben und auch bei widrigstem Wetter zu Auswärtsspielen fahren, um ihr Team zu unterstützen. Es sind dies Gruppierungen, die ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung regelmäßig wahrnehmen, ohne dass diese in der Öffentlichkeit goutiert werden. Diese Leute sind den Verantwortlichen der Vereine in der Regel persönlich bekannt und damit auch in anderen Facetten als dem bloßen Kurvenrowdy, der ein Bengalo anzündet.
Aus Verbandssicht: Folge dem Geld.
Aus staatlicher Sicht: Manche Bundesländer trainieren ihre Hundertschaften regelmäßig bei Fußballspielen. Fußballfans haben insbesondere auswärts keine Lobby. Selbst die härtesten Polizeiführer überlegen sich einen Eingriff in der Kurve zweimal. Weil solche Aktionen ganz schnell unverhältnismäßig werden und mehr Gewalt hervorrufen als Gefahren abwehren.
Die Vermarkter: Die TV-Anstalten freuen sich allesamt über solche Bilder und sei es, weil sie wieder eine never-ending Story mit schönen Bildern präsentieren können.
Mit sportlichen Grüßen
26.11.2024 - 16:46 Uhr
Zitat von Goatstar71
(...) Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern. (...)
(...) Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern. (...)
Damit ich das richtig verstehe: Du hälst also die organisierten Hools und ihre Taten für gewaltfrei?
26.11.2024 - 17:00 Uhr
@Spaaamer
Ich halte nicht alle organisierten Fans und auch nicht jeden Ultra für einen Hool und erlaube mir eine differenzierte Sicht auf die Szene. Ich lehne körperliche Gewalt ab, jedenfalls zum Nachteil Unbeteiligter. Wenn Kämpfer mit- und gegeneinander kämpfen, schau ich gelegentlich sogar hin.
Ich hoffe, du kannst mich jetzt besser verstehen.
Ich halte nicht alle organisierten Fans und auch nicht jeden Ultra für einen Hool und erlaube mir eine differenzierte Sicht auf die Szene. Ich lehne körperliche Gewalt ab, jedenfalls zum Nachteil Unbeteiligter. Wenn Kämpfer mit- und gegeneinander kämpfen, schau ich gelegentlich sogar hin.
Ich hoffe, du kannst mich jetzt besser verstehen.
26.11.2024 - 17:42 Uhr
Zitat von Goatstar71
@Spaaamer
Ich halte nicht alle organisierten Fans und auch nicht jeden Ultra für einen Hool und erlaube mir eine differenzierte Sicht auf die Szene. Ich lehne körperliche Gewalt ab, jedenfalls zum Nachteil Unbeteiligter. Wenn Kämpfer mit- und gegeneinander kämpfen, schau ich gelegentlich sogar hin.
Ich hoffe, du kannst mich jetzt besser verstehen.
@Spaaamer
Ich halte nicht alle organisierten Fans und auch nicht jeden Ultra für einen Hool und erlaube mir eine differenzierte Sicht auf die Szene. Ich lehne körperliche Gewalt ab, jedenfalls zum Nachteil Unbeteiligter. Wenn Kämpfer mit- und gegeneinander kämpfen, schau ich gelegentlich sogar hin.
Ich hoffe, du kannst mich jetzt besser verstehen.
Ok - klang fast schon wie ein Persilschein. So klingt es differenzierter.
26.11.2024 - 18:48 Uhr
Zitat von Goatstar71
Pharisäer
Ich habe noch nie einen Bengalo im Block gezündet, mich haben die Rauchschwaden aus dem Gästeblock auch schon gestört und doch finde ich den Anblick einer gelungenen Choreo inklusive Pyrro bei einem Fußballspiel "geil". Dass dabei gegen geltendes Recht verstoßen wird, ist mir bewusst. Bei Verstößen gibt es im Rechtsstaat bzgl. des Strafmaßes immer Abstufungen und die Strafe sollte in einem annehmbaren Verhältnis zur Tat stehen. Gleiches gilt für die Aufklärung der Tat.
Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern.
Ich teile die Verärgerung über die Strafzahlungen des FC- stehe bei diesem Thema aber offensichtlich unserem Präsidium dabei näher als manch anderer. Diese Strafzahlungen haben nun seit längerer Zeit keinen faktischen Nutzen, bei keinem betroffenen Verein. Andere Wege können angeblich nicht beschritten werden und erinnern mich an: "Das nicht Können ist der Vorwand, das nicht Wollen ist der Grund.
Warum will niemand, der könnte gegen den Einsatz von Pyrrotechnik im Stadion massiv und effektiv vorgehen?
Aus Vereinssicht: Weil die gleichen Leute, die die Fackel halten ,ihr letztes Hemd für den Verein geben und auch bei widrigstem Wetter zu Auswärtsspielen fahren, um ihr Team zu unterstützen. Es sind dies Gruppierungen, die ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung regelmäßig wahrnehmen, ohne dass diese in der Öffentlichkeit goutiert werden. Diese Leute sind den Verantwortlichen der Vereine in der Regel persönlich bekannt und damit auch in anderen Facetten als dem bloßen Kurvenrowdy, der ein Bengalo anzündet.
Aus Verbandssicht: Folge dem Geld.
Aus staatlicher Sicht: Manche Bundesländer trainieren ihre Hundertschaften regelmäßig bei Fußballspielen. Fußballfans haben insbesondere auswärts keine Lobby. Selbst die härtesten Polizeiführer überlegen sich einen Eingriff in der Kurve zweimal. Weil solche Aktionen ganz schnell unverhältnismäßig werden und mehr Gewalt hervorrufen als Gefahren abwehren.
Die Vermarkter: Die TV-Anstalten freuen sich allesamt über solche Bilder und sei es, weil sie wieder eine never-ending Story mit schönen Bildern präsentieren können.
Mit sportlichen Grüßen

Pharisäer
Ich habe noch nie einen Bengalo im Block gezündet, mich haben die Rauchschwaden aus dem Gästeblock auch schon gestört und doch finde ich den Anblick einer gelungenen Choreo inklusive Pyrro bei einem Fußballspiel "geil". Dass dabei gegen geltendes Recht verstoßen wird, ist mir bewusst. Bei Verstößen gibt es im Rechtsstaat bzgl. des Strafmaßes immer Abstufungen und die Strafe sollte in einem annehmbaren Verhältnis zur Tat stehen. Gleiches gilt für die Aufklärung der Tat.
Der Gedanke, die organisierte Fanszene als latent kriminell zu framen und im Anschluss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des Rechtsstaates zu bedrängen, besorgt mich mehr, als die gewaltfreien Verfehlungen von überwiegend jungen Männern.
Ich teile die Verärgerung über die Strafzahlungen des FC- stehe bei diesem Thema aber offensichtlich unserem Präsidium dabei näher als manch anderer. Diese Strafzahlungen haben nun seit längerer Zeit keinen faktischen Nutzen, bei keinem betroffenen Verein. Andere Wege können angeblich nicht beschritten werden und erinnern mich an: "Das nicht Können ist der Vorwand, das nicht Wollen ist der Grund.
Warum will niemand, der könnte gegen den Einsatz von Pyrrotechnik im Stadion massiv und effektiv vorgehen?
Aus Vereinssicht: Weil die gleichen Leute, die die Fackel halten ,ihr letztes Hemd für den Verein geben und auch bei widrigstem Wetter zu Auswärtsspielen fahren, um ihr Team zu unterstützen. Es sind dies Gruppierungen, die ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung regelmäßig wahrnehmen, ohne dass diese in der Öffentlichkeit goutiert werden. Diese Leute sind den Verantwortlichen der Vereine in der Regel persönlich bekannt und damit auch in anderen Facetten als dem bloßen Kurvenrowdy, der ein Bengalo anzündet.
Aus Verbandssicht: Folge dem Geld.
Aus staatlicher Sicht: Manche Bundesländer trainieren ihre Hundertschaften regelmäßig bei Fußballspielen. Fußballfans haben insbesondere auswärts keine Lobby. Selbst die härtesten Polizeiführer überlegen sich einen Eingriff in der Kurve zweimal. Weil solche Aktionen ganz schnell unverhältnismäßig werden und mehr Gewalt hervorrufen als Gefahren abwehren.
Die Vermarkter: Die TV-Anstalten freuen sich allesamt über solche Bilder und sei es, weil sie wieder eine never-ending Story mit schönen Bildern präsentieren können.
Mit sportlichen Grüßen

Oje, die organisierte Fanszene als Hort sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung zu bezeichnen ist schon sehr fragwürdig. Wenn man hört und sieht, was im Stadion und auf dem Weg dorthin von den Massen von sich gegeben wird, was dabei alles zu Bruch geht, beschädigt oder beschmiert wird, wer angepöbelt und bedroht wird - dann ist das alles andere als sozial und gesellschaftlich verantwortungsvoll. Sportsgeist, Fairness, Respekt vor handelnden Personen (vor allem denen des sportlichen Gegners und der spielleitenden Personen) wären dafür Kriterien. Die Gruppierungen haben sich aber schon länger einen rechtsfreien Raum geschaffen in dem einzelne Personen unbehelligt oder gar von der Masse bewundert Straftaten und Ordnungswidrigkeiten begehen können. Solange es innerhalb der Fanszene nicht zu einem Umdenken kommt, halte ich diese sehr wohl für tendenziös kriminell (incl. Mittäterschaft, Verdunkelung). Oder warum muss sonst ein großes Polizeiaufgebot vor Ort sein, wenn sich die Fanszene auf den Weg zum Stadion begibt?
Dazu passt dann auch die Meldung von heute, nach der Eintracht Braunschweig aufgrund der Identifizierung von mindestens zwei Tätern eine Reduzierung der Strafe um satte 50 Prozent erreicht hat. Hier ging es um Sachbeschädigung in Höhe von über 122.000 Euro. Das war alles andere als "gewaltfreie Verfehlungen von überwiegend jungen Männern". Dass dabei mindestens 69 Böller, 42 Bengalische Feuer, 15 Rauchtöpfe, sieben Raketen, fünf Feuerwerksbatterien sowie zwei Leuchtspuren eingesetzt wurden ist nur die Garnierung der Straftaten.
08.12.2024 - 10:31 Uhr
Quelle: www.express.de
Unter der Woche hat die Pyro-Show beim Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC für Aufsehen gesorgt. Ein Kommentar.
Ich bin ja kein vehementer Gegner von Pyrotechnik, so lange es nicht in Gewalt ausartet wie bspw in Belgrad. Aber dieser Kommentar ist nun wirklich unsäglich und das Peinlichste, was ich von jemandem mit der Berufsbezeichnung Journalist seit langer Zeit gelesen habe. Bei all den schiefen Vergleichen weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, und lass es daher gleich.
08.12.2024 - 11:15 Uhr
Zitat von KSKChris
Aber dieser Kommentar ist nun wirklich unsäglich und das Peinlichste, was ich von jemandem mit der Berufsbezeichnung Journalist seit langer Zeit gelesen habe. Bei all den schiefen Vergleichen weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, und lass es daher gleich.
Quelle: www.express.de
Unter der Woche hat die Pyro-Show beim Pokalspiel des 1. FC Köln gegen Hertha BSC für Aufsehen gesorgt. Ein Kommentar.
Ich bin ja kein vehementer Gegner von Pyrotechnik, so lange es nicht in Gewalt ausartet wie bspw in Belgrad. Aber dieser Kommentar ist nun wirklich unsäglich und das Peinlichste, was ich von jemandem mit der Berufsbezeichnung Journalist seit langer Zeit gelesen habe. Bei all den schiefen Vergleichen weiß ich nicht, wo ich anfangen soll, und lass es daher gleich.
Unfassbar…
„Dass die Fans mit vereinzelten Pyro-Shows dem FC finanziell schaden, ist zudem mehr als fraglich. Kritiker wollen dies vielleicht nicht wahrhaben, aber die Fans unterstützen dabei indirekt soziale Projekte. Der Großteil der Strafen fließt in die Stiftungen des DFB und kommt damit wohltätigen Zwecken zugute. Ein Umstand, der den Fan-Szenen allerdings eher als Randaspekt in die Karten spielt.“
Ja ne is klar
Ich gebe Dir recht - das ist so haarsträubend, da weiß man gar nicht was man dazu sagen soll. Macht mich auch sprachlos…
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