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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#6811
28.02.2024 - 15:15 Uhr
Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen), dann schafft das die DFL nicht aus eigener Kraft und braucht aus meiner Sicht einen strategischen Investor der den Technologie-Stack beherrscht, den man dafür braucht.

So etwas würde zwar auch deben nicht schmecken, die fankultur ausschließlich im Stadion sehen, aber die große Masse würde hier wohl deutlich weniger aufschreien.

Ich persönlich würde mich freuen wenn die Vision Realität würde. Da ist mehr möglich als TV rechte am Sky und dazn zu verticken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Valen am 28.02.2024 um 15:17 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6812
28.02.2024 - 15:29 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen), dann schafft das die DFL nicht aus eigener Kraft und braucht aus meiner Sicht einen strategischen Investor der den Technologie-Stack beherrscht, den man dafür braucht.

So etwas würde zwar auch deben nicht schmecken, die fankultur ausschließlich im Stadion sehen, aber die große Masse würde hier wohl deutlich weniger aufschreien.

Ich persönlich würde mich freuen wenn die Vision Realität würde. Da ist mehr möglich als TV rechte am Sky und dazn zu verticken.


Es ging den Allermeisten aus meiner Sicht aber auch gar nicht um den Einstieg eines Investors. Vielmehr wurde doch in der breiten Masse die fehlende Transparenz angeklagt, so wie @Mr Ripley schon beschrieben hat.

Und ich kann persönlich jeden verstehen, dem das ganze Gebahren der DFL in dieser Angelegenheit suspekt vorkommt. Die ganze Nummer mit der geheimen Abstimmung, dem mutmaßlichen Verhalten von Martin Kind in der Causa, der 50+1-Regel und den Drohgebärden der größeren Klubs stinkt so dermaßen in den Himmel, dass es auf keine Kuhhaut mehr geht.

Zumal dieses ganze Vorhaben doch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Nicht falsch verstehen: Im Prinzip würde ich es begrüßen, wenn sich die Liga digitaler aufstellt. Das aber gerade in Deutschland und damit einem Land, dass es bis heute nicht geschafft hat, flächendeckend eine ausreichende Internetverbindung anzubieten, umsetzen zu wollen, ist ein Himmelfahrtskommando. Da reichen dann auch 600 Millionen Euro wahrscheinlich nicht aus.
Fankultur in Köln |#6813
28.02.2024 - 16:07 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
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67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen),...


Dir ist bekannt, dass diese Geschäftsführerin nicht mehr im Amt ist?

Und davon ab: wenn ich ein mieses Restaurant habe, einen schlechten Koch und mittelmäßige Kellner, sollte ich erstmal an den Fronten arbeiten und nicht mit Onlineverkauf und sonstigen alternativen Vertriebswegen neue Baustellen aufmachen.

Nach 10+x Meistertiteln der Bayern wird dieses Jahr ein "Verein" Meister, der 50+1 seit ende der 70er konsequent umgeht. Die Schere in der Bundeliga ist inzwischen so groß, dass ein Topspieler von Bayern mehr Tore schießt und mehr Geld verdient als ganze Kader am Tabellenende. Eine Liga, die vor zwanzig Jahren von Traditionsvereinen strotzte, besteht inzwischen zur Hälfte aus halbgaren Marketinggags oder Dorfvereinen.

DAS muss man mal konsequent angehen und dann können wir über neue Vertriebswege philosophieren. Denn die 500 Millionen Chinesen werden ihren Dollar/Euro lieber für ein EPL Spiel abdrücken und die Südamerikaner schießen eher auf Real Madrid und Barcelona.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6814
28.02.2024 - 17:35 Uhr
Die Kosten für die digitale Vermarktung wurde doch auf ca. 160 Millionen taxiert. Daß sich die komplette Liga die Kosten von 1,5 Harry Kanes (ohne Gehalt) über einen Zeitraum von mehreren Jahren ohne einen Investor nicht leisten kann, glaub ich schlicht nicht.

Man muss auch keine Anteile an jemanden verkaufen, der bereits Fachwissen im Bereich digitaler Vermarktung besitzt. Für die Kohle kann man sich das Wissen schlicht selber kaufen, im besten Fall wird die DFL zum Investor in Unternehmen, die die digitale Sparte aufbauen können und profitiert so doppelt.

•     •     •

"The blacksmith shook his head. He never whistled at his work, unless some disaster (such as frost in May) had duly occurred after he had foretold it. Since he was daily foretelling disasters of every kind, few happened that he had not foretold, and he was able to take credit of them. It was his chief pleasure; so naturally he was reluctant to do anything to avert them."
J.R.R. Tolkien, Farmer Giles of Ham
Fankultur in Köln |#6815
28.02.2024 - 19:45 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Zitat von Valen

Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
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Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
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67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen),...


Dir ist bekannt, dass diese Geschäftsführerin nicht mehr im Amt ist?

Und davon ab: wenn ich ein mieses Restaurant habe, einen schlechten Koch und mittelmäßige Kellner, sollte ich erstmal an den Fronten arbeiten und nicht mit Onlineverkauf und sonstigen alternativen Vertriebswegen neue Baustellen aufmachen.

Nach 10+x Meistertiteln der Bayern wird dieses Jahr ein "Verein" Meister, der 50+1 seit ende der 70er konsequent umgeht. Die Schere in der Bundeliga ist inzwischen so groß, dass ein Topspieler von Bayern mehr Tore schießt und mehr Geld verdient als ganze Kader am Tabellenende. Eine Liga, die vor zwanzig Jahren von Traditionsvereinen strotzte, besteht inzwischen zur Hälfte aus halbgaren Marketinggags oder Dorfvereinen.

DAS muss man mal konsequent angehen und dann können wir über neue Vertriebswege philosophieren. Denn die 500 Millionen Chinesen werden ihren Dollar/Euro lieber für ein EPL Spiel abdrücken und die Südamerikaner schießen eher auf Real Madrid und Barcelona.


Ups... Hab den Abgang von Donata Hopfen tatsächlich verpasst. Im Artikel den ich gelesen hatte stand sie hätte Vertrag bis Ende 2024.

Deine Punkte finde ich total valide. Wieder einen spannenden Wettbewerb zu konstruieren muss das Ziel sein.

Ich frage mich aber wie man das im Status quo verbessern will. Bayern und Leverkusen und die anderen werden ja nicht freiwillig etwas abgeben.

Von daher Stelle ich mir halt schon die Frage, ob ein Investor, der mehr geschäft möglich macht und so neues Geld in die Kassen spült, nicht auch hier Teil der lösung sein kann. Wenn man das Geld pro Verein verteilen würde und der 18 und der 1. gleich viel bekommen, würde die Schere zumindest prozentual kleiner werden ohne dass irgendjemand einbußen bzgl. seines Status Quos machen muss.

Ich glaube einfach, dass die Reduktion der Schere mit Wachstum leichter zu bewerkstelligen ist als aus dem Status quo heraus.
Fankultur in Köln |#6816
28.02.2024 - 20:09 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von Mr Ripley

Zitat von Valen

Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
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Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen),...


Dir ist bekannt, dass diese Geschäftsführerin nicht mehr im Amt ist?

Und davon ab: wenn ich ein mieses Restaurant habe, einen schlechten Koch und mittelmäßige Kellner, sollte ich erstmal an den Fronten arbeiten und nicht mit Onlineverkauf und sonstigen alternativen Vertriebswegen neue Baustellen aufmachen.

Nach 10+x Meistertiteln der Bayern wird dieses Jahr ein "Verein" Meister, der 50+1 seit ende der 70er konsequent umgeht. Die Schere in der Bundeliga ist inzwischen so groß, dass ein Topspieler von Bayern mehr Tore schießt und mehr Geld verdient als ganze Kader am Tabellenende. Eine Liga, die vor zwanzig Jahren von Traditionsvereinen strotzte, besteht inzwischen zur Hälfte aus halbgaren Marketinggags oder Dorfvereinen.

DAS muss man mal konsequent angehen und dann können wir über neue Vertriebswege philosophieren. Denn die 500 Millionen Chinesen werden ihren Dollar/Euro lieber für ein EPL Spiel abdrücken und die Südamerikaner schießen eher auf Real Madrid und Barcelona.


Ups... Hab den Abgang von Donata Hopfen tatsächlich verpasst. Im Artikel den ich gelesen hatte stand sie hätte Vertrag bis Ende 2024.

Deine Punkte finde ich total valide. Wieder einen spannenden Wettbewerb zu konstruieren muss das Ziel sein.

Ich frage mich aber wie man das im Status quo verbessern will. Bayern und Leverkusen und die anderen werden ja nicht freiwillig etwas abgeben.

Von daher Stelle ich mir halt schon die Frage, ob ein Investor, der mehr geschäft möglich macht und so neues Geld in die Kassen spült, nicht auch hier Teil der lösung sein kann. Wenn man das Geld pro Verein verteilen würde und der 18 und der 1. gleich viel bekommen, würde die Schere zumindest prozentual kleiner werden ohne dass irgendjemand einbußen bzgl. seines Status Quos machen muss.

Ich glaube einfach, dass die Reduktion der Schere mit Wachstum leichter zu bewerkstelligen ist als aus dem Status quo heraus.

Ich glaube auch nicht, dass die Großen freiwillig einen Teil Ihrer Pfründe abtreten - und noch weniger glaube ich, dass zusätzlich Einnahmen gleichmäßig auf die Vereine aufgeteilt würden. MMn sehen die großen Vereine einfach nicht die Notwendigkeit, das Produkt Bundesliga ausgeglichener zu gestalten. Und ich denke auch, dass das eine vorrangiges Ziel sein sollte, denn nur so kann in meinen Augen die Attraktivität gesteigert werden.

Der Deal würde mMn nicht dazu führen, dass die Schere sich nicht weiter öffnet - im Gegenteil: Es ist wie im echten Leben: Wer mehr Kohle hat, hat mehr Möglichkeiten bei weniger Risiko Gelder besser zu investieren und dementsprechend langfristig weiter die Schere auseinandergehen zu lassen.

Ich kann mir gut vorstellen, dass noch mehr Geld im System dazu führt, dass die Liga auf Dauer noch langweiliger wird.

Ist das hier überhaupt noch Thema des Fadens?
Fankultur in Köln |#6817
28.02.2024 - 21:01 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von Mr Ripley

Zitat von Valen

Zitat von Walper2000

Zitat von Phycologne

Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.


Vor allem durchblicken das Thema doch nur die wenigsten. Die Mehrheit verbindet mit einem Investor irgendeinen reichen Scheich oder Oligarchen, der statt Rennpferde in eine fußballliga imvestiert.

Das lehnt man natürlich ab da es die Identität der Liga killen würde.

Wenn ich mir aber anschaue, was die DFL Geschäftsführerin vor hat (die digitalste Liga der Welt schaffen),...


Dir ist bekannt, dass diese Geschäftsführerin nicht mehr im Amt ist?

Und davon ab: wenn ich ein mieses Restaurant habe, einen schlechten Koch und mittelmäßige Kellner, sollte ich erstmal an den Fronten arbeiten und nicht mit Onlineverkauf und sonstigen alternativen Vertriebswegen neue Baustellen aufmachen.

Nach 10+x Meistertiteln der Bayern wird dieses Jahr ein "Verein" Meister, der 50+1 seit ende der 70er konsequent umgeht. Die Schere in der Bundeliga ist inzwischen so groß, dass ein Topspieler von Bayern mehr Tore schießt und mehr Geld verdient als ganze Kader am Tabellenende. Eine Liga, die vor zwanzig Jahren von Traditionsvereinen strotzte, besteht inzwischen zur Hälfte aus halbgaren Marketinggags oder Dorfvereinen.

DAS muss man mal konsequent angehen und dann können wir über neue Vertriebswege philosophieren. Denn die 500 Millionen Chinesen werden ihren Dollar/Euro lieber für ein EPL Spiel abdrücken und die Südamerikaner schießen eher auf Real Madrid und Barcelona.


Ups... Hab den Abgang von Donata Hopfen tatsächlich verpasst. Im Artikel den ich gelesen hatte stand sie hätte Vertrag bis Ende 2024.

Deine Punkte finde ich total valide. Wieder einen spannenden Wettbewerb zu konstruieren muss das Ziel sein.

Ich frage mich aber wie man das im Status quo verbessern will. Bayern und Leverkusen und die anderen werden ja nicht freiwillig etwas abgeben.

Von daher Stelle ich mir halt schon die Frage, ob ein Investor, der mehr geschäft möglich macht und so neues Geld in die Kassen spült, nicht auch hier Teil der lösung sein kann. Wenn man das Geld pro Verein verteilen würde und der 18 und der 1. gleich viel bekommen, würde die Schere zumindest prozentual kleiner werden ohne dass irgendjemand einbußen bzgl. seines Status Quos machen muss.

Ich glaube einfach, dass die Reduktion der Schere mit Wachstum leichter zu bewerkstelligen ist als aus dem Status quo heraus.


Natürlich kann man das eine tun ohne das andere zu lassen, aber mir fehlt komplett das Problembewusstsein in der DFL. In Deutschland will NIEMAND Augsburg gegen Mainz, Hoffenheim gegen Heidenheim oder Wolfsburg gegen Leverkusen sehen. Wie will man es denn dann an einen internationalen Markt bringen?

Ich bin mit meiner Ablehnung kein übertriebener Traditionalist, sondern mich stört das Unausgegorene.

Zu deinem letzten Satz: da habe ich meine Zweifel. Muss zugeben, dass ich mich mit dem ersten Deal, der abgelehnt wurde, mehr beschäftigt hatte und der hätte die Schere weiter geöffnet. Insbesondere beim Verteilungsschlüssel muss ein Umdenken einsetzen. Es ist schlichtweg falsch sportlichen Erfolg mit mehr Geld zu belohnen. Da braucht es nur einen Grundschüler um die langfristige (Fehl-)Entwicklung abzuschätzen.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6818
28.02.2024 - 22:29 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Es ist schlichtweg falsch sportlichen Erfolg mit mehr Geld zu belohnen. Da braucht es nur einen Grundschüler um die langfristige (Fehl-)Entwicklung abzuschätzen.


Zumindest ist es falsch dies als einziges Kriterium zu tun.

So wie die Verteilung aktuell läuft, hast du eigentlich nur die Chance permanent finanziell ans Limit zu gehen in der Hoffnung daß es sportlich klappt und man an den nächst größeren Fleischtopf kommt.

Dumm ist halt nur, dass diese Rechnung so meist nicht aufgeht. Vor allem bei den größeren Vereinen nicht, die ja auch schon reihenweise die Liga verlassen haben.

Was halt fehlt ist die Möglichkeit das Interesse am eigenen Verein zu vermarkten. Hier würden dann die Vereine mit starker fanbase profitieren, wahrscheinlich auch unabhängig vom sportlichen Erfolg. Das geht durch die zentrale Vermarktung der TV rechte gerade leider nicht wirklich. Alles wird wieder auf Basis der Tabellenplätze verteilt.

Würden sich die Vereine selbst vermarkten können, wäre der Kuchen in Summe sicherlich kleiner. Einige Vereine würden aber deutlich profitieren.
Fankultur in Köln |#6819
29.02.2024 - 07:17 Uhr
Zitat von Valen
Zitat von Mr Ripley

Es ist schlichtweg falsch sportlichen Erfolg mit mehr Geld zu belohnen. Da braucht es nur einen Grundschüler um die langfristige (Fehl-)Entwicklung abzuschätzen.


Zumindest ist es falsch dies als einziges Kriterium zu tun.


Wenn du an Wettbewerb interessiert bist, der neben den Geschichten abseits des Platzes, entscheidend für den Unterhaltungswert ist, darf es nicht mal ein Kriterium sein, sondern man müsste sich eher an den U.S. Amerikanern orientieren und die Schwachen stärken.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6820
29.02.2024 - 09:20 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Zitat von Valen

Zitat von Mr Ripley


Es ist schlichtweg falsch sportlichen Erfolg mit mehr Geld zu belohnen. Da braucht es nur einen Grundschüler um die langfristige (Fehl-)Entwicklung abzuschätzen.


Zumindest ist es falsch dies als einziges Kriterium zu tun.


Wenn du an Wettbewerb interessiert bist, der neben den Geschichten abseits des Platzes, entscheidend für den Unterhaltungswert ist, darf es nicht mal ein Kriterium sein, sondern man müsste sich eher an den U.S. Amerikanern orientieren und die Schwachen stärken.


Auch aufgrund des Auf- und Abstiegs kann man unser System nicht gänzlich vergleichen. Dennoch wiederhole ich mich gerne: Wir spielen seit den 90ern Monopoly. Und Monopoly ist nach drei Runden eigentlich schon langweilig.
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