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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#6801
20.02.2024 - 17:56 Uhr
Mir ist es ja schon ein wenig suspekt, wenn Leute ihren eigenen Kommentar so toll finden, dass sie ihn gleich an mehreren Stellen im Forum absetzen müssen.

Ist es schade, dass der Fußball an Bedeutung verliert?

Sehe ich nicht so.

Der Fußball in D hat über Jahrzehnte alles platt gemacht. Der Deutsche ließ sich nur noch bei anderen Sportarten vor den Fernseher locken, wenn ein Deutscher/eine Deutsche außergewöhnlich gut war.

Eine buntere Sportlandschaft täte uns definitiv gut.

Mal komplett ausgeklammert, dass "die Ultras" definitiv nicht schuld an dieser Entwicklung sind, sondern eher das Überangebot und die immer weiter zunehmende Kommerzialisierung.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6802
20.02.2024 - 18:58 Uhr
Zitat von Mr Ripley
Der Fußball in D hat über Jahrzehnte alles platt gemacht. Der Deutsche ließ sich nur noch bei anderen Sportarten vor den Fernseher locken, wenn ein Deutscher/eine Deutsche außergewöhnlich gut war.

Eine buntere Sportlandschaft täte uns definitiv gut.


Liegt bei uns aber hauptsächlich an den öffentlich rechtlichen Sendern. Was wird denn überhaupt noch gezeigt, außer ein bisschen Wintersport, weil man sich in dem Sektor noch günstig einkaufen kann?

Als sich die ARD vor vielen Jahren urplötzlich fürs Wimbledon-Finale interessierte, um die Lisicki zeigen zu können, war das schon hochgradig peinlich. Da wurden dann auf die Schnelle für viel Geld die Rechte gesichert. Auch diese permanente Arroganz gegenüber unseren deutschsprachigen Nachbarländern. Dass sich dort mal für unsere "Geschwisterländer" gefreut wird, wenn dort herausragende Leistungen vollbracht werden, Fehlanzeige. Es ist teilweise wirklich beschämend, wie bspw. schweizer Athleten vollkommen missachtet werden, selbst wenn sie als erster ins Ziel einlaufen. Das wird noch nicht mal erwähnt. Lieber auf den vollgerotzten 37. platzierten Deutschen schalten, der gerade fast aus den Skiern fällt.

In der Schweiz wird über SRF Sport fast alles gezeigt. Auch mal komplette Randsportarten, die normalerweise komplett unterm Radar laufen. Das sollte auch grundsätzlich das Angebot des ÖR abdecken. Für alles und jeden was dabei.

Wie gesagt, vieles ist ein hausgemachtes Problem. Die Missachtung anderer Sportarten hat nicht der Fussball zu verantworten, sondern diejenigen, die über die Ausstrahlung entscheiden.

•     •     •

Premier League: 1931, 1933, 1934, 1935, 1938, 1948, 1953, 1971, 1989, 1991, 1998, 2002, 2004, 2026
FA Cup: 1930, 1936, 1950, 1971, 1979, 1993, 1998, 2002, 2003, 2005, 2014, 2015, 2017, 2020
EFL Cup: 1987, 1993
• • •
Lehmann – Lauren, Touré, Campbell, Cole – Ljungberg, Vieira, Gilberto Silva, Pirès – Bergkamp, Henry
Raya – Timber, Saliba, Gabriel, Calafiori – Guimarães, Rice - Saka, Ødegaard, Eze - Havertz
• • •
Victoria Concordia Crescit
North London Forever
Arsenal F.C.
Fankultur in Köln |#6803
21.02.2024 - 05:54 Uhr
Zitat von DonMarvel
Zitat von Mr Ripley

Der Fußball in D hat über Jahrzehnte alles platt gemacht. Der Deutsche ließ sich nur noch bei anderen Sportarten vor den Fernseher locken, wenn ein Deutscher/eine Deutsche außergewöhnlich gut war.

Eine buntere Sportlandschaft täte uns definitiv gut.


Liegt bei uns aber hauptsächlich an den öffentlich rechtlichen Sendern. Was wird denn überhaupt noch gezeigt, außer ein bisschen Wintersport, weil man sich in dem Sektor noch günstig einkaufen kann?

Als sich die ARD vor vielen Jahren urplötzlich fürs Wimbledon-Finale interessierte, um die Lisicki zeigen zu können, war das schon hochgradig peinlich. Da wurden dann auf die Schnelle für viel Geld die Rechte gesichert. Auch diese permanente Arroganz gegenüber unseren deutschsprachigen Nachbarländern. Dass sich dort mal für unsere "Geschwisterländer" gefreut wird, wenn dort herausragende Leistungen vollbracht werden, Fehlanzeige. Es ist teilweise wirklich beschämend, wie bspw. schweizer Athleten vollkommen missachtet werden, selbst wenn sie als erster ins Ziel einlaufen. Das wird noch nicht mal erwähnt. Lieber auf den vollgerotzten 37. platzierten Deutschen schalten, der gerade fast aus den Skiern fällt.

In der Schweiz wird über SRF Sport fast alles gezeigt. Auch mal komplette Randsportarten, die normalerweise komplett unterm Radar laufen. Das sollte auch grundsätzlich das Angebot des ÖR abdecken. Für alles und jeden was dabei.

Wie gesagt, vieles ist ein hausgemachtes Problem. Die Missachtung anderer Sportarten hat nicht der Fussball zu verantworten, sondern diejenigen, die über die Ausstrahlung entscheiden.


In den 90er und noch Anfang 00er hat man zumindest mal die Ruder WM gezeigt. Klar Leichtathletik WM, Tour de France, und ich glaube auch noch die Schwimm WM werden übertragen, aber der Fußball überschattet alle anderen Sportarten. Welch ein Jubel gab es für die WM im Basketball? Da hatten es die Handball Weltmeister bei der WM 2005 in Deutschland zu mehr Aufmerksamkeit gebracht.
Fankultur in Köln |#6804
21.02.2024 - 07:56 Uhr
Zitat von DonMarvel

Zitat von Mr Ripley


Der Fußball in D hat über Jahrzehnte alles platt gemacht. Der Deutsche ließ sich nur noch bei anderen Sportarten vor den Fernseher locken, wenn ein Deutscher/eine Deutsche außergewöhnlich gut war.

Eine buntere Sportlandschaft täte uns definitiv gut.


Liegt bei uns aber hauptsächlich an den öffentlich rechtlichen Sendern. Was wird denn überhaupt noch gezeigt, außer ein bisschen Wintersport, weil man sich in dem Sektor noch günstig einkaufen kann?

Als sich die ARD vor vielen Jahren urplötzlich fürs Wimbledon-Finale interessierte, um die Lisicki zeigen zu können, war das schon hochgradig peinlich. Da wurden dann auf die Schnelle für viel Geld die Rechte gesichert. Auch diese permanente Arroganz gegenüber unseren deutschsprachigen Nachbarländern. Dass sich dort mal für unsere "Geschwisterländer" gefreut wird, wenn dort herausragende Leistungen vollbracht werden, Fehlanzeige. Es ist teilweise wirklich beschämend, wie bspw. schweizer Athleten vollkommen missachtet werden, selbst wenn sie als erster ins Ziel einlaufen. Das wird noch nicht mal erwähnt. Lieber auf den vollgerotzten 37. platzierten Deutschen schalten, der gerade fast aus den Skiern fällt.

In der Schweiz wird über SRF Sport fast alles gezeigt. Auch mal komplette Randsportarten, die normalerweise komplett unterm Radar laufen. Das sollte auch grundsätzlich das Angebot des ÖR abdecken. Für alles und jeden was dabei.

Wie gesagt, vieles ist ein hausgemachtes Problem. Die Missachtung anderer Sportarten hat nicht der Fussball zu verantworten, sondern diejenigen, die über die Ausstrahlung entscheiden.


Fußball als Phänomen und nicht als Protagonist, der eine Schuld trägt.

Derzeit tun die Verantwortlichen auf allen Ebenen ja viel dafür, ihn wieder kleiner zu machen.

PS: Was ja auch nicht schlimm ist. Bei diesen großen Sommerturnieren mit Public Viewing und den ganzen Vier-Wochen-Fans sehnte ich mich häufig nach einem regnerischen Montagabend im November mit dem Topspiel der zweiten Liga. tung

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Mr Ripley am 21.02.2024 um 07:59 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6805
28.02.2024 - 00:58 Uhr
Nach massiven Protesten wurden die Investorenpläne der DFL ad acta gelegt. Nun äußerte sich Hans-Joachim Watzke dazu - und betonte, dass das Aus vor allem für die kleineren Vereine negative Folgen haben wird. https://www.kicker.de/durchschnittliche-fans-hatten-kein-problem-watzke-ueber-folgen-des-investor-aus/999043/artikel

Watzke weiß was die Mehrheit will. Das freut mich für ihn, dass er das weiß. Komisch das er dafür nur keine Belege hat.
Solche Behauptungen sind heute Standard. Jeder weiß angeblich, was die „schweigende Mehrheit“ will.

Wir wissen was er will, aber er weiß nicht was die anderen wollen. Er meint zu wissen was die anderen wollen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die meisten mit dem Einstieg eines Investors zufrieden wären, wahrscheinlich sieht es tendenziell so aus, das 1/3 es okay findet 1/3 es relativ egal ist und das letzte Drittel dagegen ist.
Nur weil irgendwelche vereinsbosse es wollen, heißt das nicht, dass das eben auch viele Fans wollen.

Bei Kicker war zu dem Thema ja auch eine Umfrage. Als ich da abgestimmt hatte waren da schon gute 20000 stimmen Eingangen und da waren knapp 80% dagegen. Das ist nicht repräsentativ, unterstützt aber jetzt nicht unbedingt die Aussage von Watzke.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Phycologne am 28.02.2024 um 01:00 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6806
28.02.2024 - 07:40 Uhr
Zitat von Phycologne
Nach massiven Protesten wurden die Investorenpläne der DFL ad acta gelegt. Nun äußerte sich Hans-Joachim Watzke dazu - und betonte, dass das Aus vor allem für die kleineren Vereine negative Folgen haben wird. https://www.kicker.de/durchschnittliche-fans-hatten-kein-problem-watzke-ueber-folgen-des-investor-aus/999043/artikel

Watzke weiß was die Mehrheit will. Das freut mich für ihn, dass er das weiß. Komisch das er dafür nur keine Belege hat.
Solche Behauptungen sind heute Standard. Jeder weiß angeblich, was die „schweigende Mehrheit“ will.

Wir wissen was er will, aber er weiß nicht was die anderen wollen. Er meint zu wissen was die anderen wollen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die meisten mit dem Einstieg eines Investors zufrieden wären, wahrscheinlich sieht es tendenziell so aus, das 1/3 es okay findet 1/3 es relativ egal ist und das letzte Drittel dagegen ist.
Nur weil irgendwelche vereinsbosse es wollen, heißt das nicht, dass das eben auch viele Fans wollen.

Bei Kicker war zu dem Thema ja auch eine Umfrage. Als ich da abgestimmt hatte waren da schon gute 20000 stimmen Eingangen und da waren knapp 80% dagegen. Das ist nicht repräsentativ, unterstützt aber jetzt nicht unbedingt die Aussage von Watzke.


Wenn es aber 1 Drittel okay finden und es einem Drittel egal ist, dann sind eben auch nur ein Drittel dafür. Die zwei Drittel würde ich dann für die schweigende Mehrheit halten. Ich denke auch, dass es der Mehrheit eher egal ist und speziell die Ultras ihrer Empörung nachhängen. Ich habe zumindest von den anderen Tribünen keine Tennisbälle oder ähnliches gesehen. Und die 80 % bei der Kickerumfrage liegen wohl eher daran, dass die Gegner in höherem Maße an dieser Umfrage teilnehmen als die Befürworter oder die Egalen.

•     •     •

You can fool some people sometimes, but you can`t fool all the people all the time.
(Robert Nesta Marley)

Emanzipate Yourselves from mental Slavery, none but ourselves can free our Minds.
(Robert Nesta Marley)
Fankultur in Köln |#6807
28.02.2024 - 08:28 Uhr
Zitat von marley66

Zitat von Phycologne

Nach massiven Protesten wurden die Investorenpläne der DFL ad acta gelegt. Nun äußerte sich Hans-Joachim Watzke dazu - und betonte, dass das Aus vor allem für die kleineren Vereine negative Folgen haben wird. https://www.kicker.de/durchschnittliche-fans-hatten-kein-problem-watzke-ueber-folgen-des-investor-aus/999043/artikel

Watzke weiß was die Mehrheit will. Das freut mich für ihn, dass er das weiß. Komisch das er dafür nur keine Belege hat.
Solche Behauptungen sind heute Standard. Jeder weiß angeblich, was die „schweigende Mehrheit“ will.

Wir wissen was er will, aber er weiß nicht was die anderen wollen. Er meint zu wissen was die anderen wollen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die meisten mit dem Einstieg eines Investors zufrieden wären, wahrscheinlich sieht es tendenziell so aus, das 1/3 es okay findet 1/3 es relativ egal ist und das letzte Drittel dagegen ist.
Nur weil irgendwelche vereinsbosse es wollen, heißt das nicht, dass das eben auch viele Fans wollen.

Bei Kicker war zu dem Thema ja auch eine Umfrage. Als ich da abgestimmt hatte waren da schon gute 20000 stimmen Eingangen und da waren knapp 80% dagegen. Das ist nicht repräsentativ, unterstützt aber jetzt nicht unbedingt die Aussage von Watzke.


Wenn es aber 1 Drittel okay finden und es einem Drittel egal ist, dann sind eben auch nur ein Drittel dafür. Die zwei Drittel würde ich dann für die schweigende Mehrheit halten. Ich denke auch, dass es der Mehrheit eher egal ist und speziell die Ultras ihrer Empörung nachhängen. Ich habe zumindest von den anderen Tribünen keine Tennisbälle oder ähnliches gesehen. Und die 80 % bei der Kickerumfrage liegen wohl eher daran, dass die Gegner in höherem Maße an dieser Umfrage teilnehmen als die Befürworter oder die Egalen.

Auf der nordtribüne werden mir sogar teilweise trinkpäckchen abgenommen,
Ich bin nicht so erfahren im schmuggeln wie die Ultras, dass ich da tatsächlich irgendwelche Tennisbälle oder fernsteuerbare Autos hätte mit reinschmuggeln können.

Bei der Abstimmung wäre die dfl mit ihrem Vorschlag bei 1/3 okay 1/3 egal und 1/3 dagegen aber nicht durchgekommen…

Und bei der Umfrage vom Kicker, war das Ergebnis eher klar dagegen.
Die deutschen Fußballfans lehnen mehrheitlich den anvisierten Einstieg eines Investors bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) ab. 58,0 Prozent von 1800 Befragten sprachen sich in einer repräsentativen Umfrage der Voting-Plattform FanQ im Auftrag des SID gegen die Beteiligung eines Geldgebers aus, nur 33,7 Prozent Fans sind dafür.


Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Phycologne am 28.02.2024 um 08:32 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6808
28.02.2024 - 08:50 Uhr
Wenn sich ein Fußball Fan im Stadion nicht den Tennisball - Protesten anschließt, kann man daraus nicht die Schlussfolgerung ziehen, dieser Fan habe keine ( ablehnende) Meinung zum Investoreneinstieg.
( nicht jeder geht zum protestieren, zb ukraine Krieg, auf die Straße, hat aber dennoch eine ablehnende Haltung)

Die kicker Umfrage ist für mich durchaus repräsentativ.
Gefragt wurde unter geneigten Fußball Fans, welche daher auch den kicker lesen.
Wer sich mit dem Thema beschäftigt hat, nimmt an der Abstimmung teil.

Watzke beklagt, die ultras haben sich zum Mehrheitsführer aufgeschwungen.
Er unterstellt Fußball Fans, eine unkritische Masse von Konsumenten zu sein, denen es egal sei, welches Produkt sie konsumieren, bzw weiß es für sie.
Mit keinem Wort geht er auf die Mitglieder der Vereine ein, welche natürlich ein Mitspracherecht bei dem Votums ihres Vereins haben, siehe Hannover 96.

•     •     •

Dirro
Fankultur in Köln |#6809
28.02.2024 - 14:15 Uhr
Zitat von Phycologne
Nach massiven Protesten wurden die Investorenpläne der DFL ad acta gelegt. Nun äußerte sich Hans-Joachim Watzke dazu - und betonte, dass das Aus vor allem für die kleineren Vereine negative Folgen haben wird. https://www.kicker.de/durchschnittliche-fans-hatten-kein-problem-watzke-ueber-folgen-des-investor-aus/999043/artikel

Watzke weiß was die Mehrheit will. Das freut mich für ihn, dass er das weiß. Komisch das er dafür nur keine Belege hat.
Solche Behauptungen sind heute Standard. Jeder weiß angeblich, was die „schweigende Mehrheit“ will.

Wir wissen was er will, aber er weiß nicht was die anderen wollen. Er meint zu wissen was die anderen wollen.
Ich wage zu bezweifeln, dass die meisten mit dem Einstieg eines Investors zufrieden wären, wahrscheinlich sieht es tendenziell so aus, das 1/3 es okay findet 1/3 es relativ egal ist und das letzte Drittel dagegen ist.
Nur weil irgendwelche vereinsbosse es wollen, heißt das nicht, dass das eben auch viele Fans wollen.

Bei Kicker war zu dem Thema ja auch eine Umfrage. Als ich da abgestimmt hatte waren da schon gute 20000 stimmen Eingangen und da waren knapp 80% dagegen. Das ist nicht repräsentativ, unterstützt aber jetzt nicht unbedingt die Aussage von Watzke.


Die Thematik ist ja durchaus vielschichtig und darf man nicht auf den Investorendeal reduzieren, wie es Watzke tut.

- es fehlt Transparenz, man kann ja immer mit den roten Linien kommen, aber ist das nicht wieder nur so ein Schlagwort das alles und nicht bedeutet?

- zur fehlenden Transparenz passt die geheime Abstimmung, die dann auch zu einem fragwürdigen Ergebnis führt, wenn die wählenden Vereinsvertreter gegen das Votum des Vereins stimmen.

- womit wir bei der Causa 50 + 1 wären und man sich fragen muss, ob die Regeln eingehalten werden, wenn dann Leute wie Kind (in diesem Fall) oder Hopp (in vielen anderen Situationen) wie Könige agieren.

- die Kurzfristigkeit führte außerdem dazu, dass nicht alle Vereine ihre Mitglieder befragen konnten. Da kann man sich auf Fragen, ob die kurzen Fristen nicht System haben.

•     •     •

Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6810
28.02.2024 - 15:07 Uhr
Zitat von Phycologne


Bei der Umfrage sind sogar 62% dagegen
https://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-fanproteste-mehrheit-der-stadionbesucher-und-tv-fussballfans-lehnt-dfl-investorendeal-ab-a-f35d7ea8-8485-46e5-8043-a1ef3f2dfc0c

Bei Kicker haben 56000 Menschen abgestimmt
https://www.kicker.de/klub-fuer-klub-das-denken-die-fans-ueber-einen-dfl-investor-950551/artikel
67,6% sind hier dagegen.

Ich sag’s mal so, es gibt mehr Belege dafür, dass die Fans dagegen sind, als dafür


Bei solchen Umfragen ist es immer schwer, die Relevanz der Abstimmung einzuordnen.
56000 Menschen klingen viel. Aber zu welcher Basis?

Haben 500.000 Menschen die Umfrage gesehen und und 444.000 Menschen interessiert das Thema nicht und haben deshalb nicht abgestimmt?

Dann bekommt die Umfrage schon einen ganz anderen Blickwinkel und dann ist es nicht mehr die Mehrheit, die gegen den Investor bzw. das Modell sind. Der Mehrheit ist es dann schlichtweg egal.

Aber diese Daten liegen ja leider niemanden hier vor.

Deshalb, Umfragen gut und schön, aber sie lassen auch immer viel Interpretationsspielraum, für jede Seite.
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