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Fankultur in Köln

15.03.2012 - 23:46 Uhr
Fankultur in Köln |#6611
05.02.2023 - 09:03 Uhr
Wat ist eigentlich los mit euch? Depressionen sind keine Launen.

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Es sei vermerkt, wenn die Sterne sagen, ich bin schöner als gestern

Fankultur in Köln |#6612
05.02.2023 - 10:26 Uhr
Zitat von itzlinho
Wat ist eigentlich los mit euch? Depressionen sind keine Launen.

Völlig richtig, aber wenn er aktuell wieder jedes Mikro nutzt und gefühlt in jeder Woche 2 Interviews gibt, muss man davon ausgehen, dass er nahezu gesund ist. Jeder vernünftige Therapeut würde dir davon abraten, zurück in dieses Geschäft zu gehen oder zumindest massiv Interviews zu geben…
Das er jetzt wieder Kritik bekommt gehört zum Geschäft und ist seit Rangnick nichts Neues.
Damit muss er leben, ansonsten hätte er sich nicht für diesen Bereich - und schon gar nicht für RB - entscheiden dürfen
Fankultur in Köln |#6613
05.02.2023 - 10:29 Uhr
Zitat von itzlinho
Wat ist eigentlich los mit euch? Depressionen sind keine Launen.


Erstmal sprichst du nen wichtigen Punkt an! Die Krankheit heißt Depression und nicht Burn Out. „Burn Out“ ist keine Behandlungsdiagnose im Katalog der psychischen Erkrankungen(ICD10,ICD11). Es wird meiner Beobachtung meist als Synonym für Depressionen verwendet die unter erhöhter beruflicher/privater oder sonstiger Psychosozialer Belastung entstanden sind. Weil Burn Out gesellschaftlich anerkannter ist als eine Depression zu haben, welche immer noch stigmatisiert wird.

Das man an einer wie er auch immer gelagerten psychischen Erkrankung leidet ist, meiner Meinung nach kein Grund den oder die Betroffene wie ein rohes Ei zu behandeln. Ganz im Gegenteil damit würdigt man die Betroffenen wiederum herab, weil man ihnen eine reduzierte Zurechnungsfähigkeit unterstellt.Max Eberl ist ein erwachsener Mann und daher voll verantwortlich für seine Handlungen. Die Umstände seines Abgang bei Gladbach und seine Wechsel zu RaBa so wie seine stark unterschiedlichen Äußerungen zu RaBa vor und nach seinem Wechsel sind zweifelhaft und hierfür muss er sich auch öffentlich kritisieren lassen.

Das hierfür auf eine mögliche psychische Erkrankung angespielt wird kann man sicherlich kritisieren oder nicht gut finden, aber wie gesagt finde ich das besagt Plakat noch im Rahmen von Parodie und Satire weil „Alzheimer“ eine Erkrankung ist die er sicher nicht hat und einfach eine Überspitzung, dass er sich scheinbar nicht an seine eigenen Aussagen und Werte erinnert das ist ok. Die im Bezugstellung zum BurnOut kann man sicherlich kritisieren und nicht gut finden. Ich finde es in diesem satirischen Zusammenhang hier noch im Rahmen.
Fankultur in Köln |#6614
05.02.2023 - 10:55 Uhr
Als neutraler Beobachtet kann ich nur sagen, die Plakataktion ist ein gutes Beispiel um den Begriff „Fremdschämen“ zu erklären. Beleidigungen sind keine Meinungsäußerung oder Satiere. Warum man solche Leute nicht einfach mit ihren Plakaten aus dem Stadion schmeißen kann. Egal … ich finde die Mannschaft, den Trainer und 95% der Fans gut.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von KSC_OLE_OLE am 05.02.2023 um 10:57 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6615
05.02.2023 - 12:35 Uhr
„ In der ICD-10-GM findet man das Burn-out-Syndrom als Inklusivum unter Z73 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung. Fälle von Burn-out-Syndrom werden somit mit Z73 – als spezifischster Kode für diese Erkrankungen – verschlüsselt“
Zitat von tibu87
Zitat von itzlinho

Wat ist eigentlich los mit euch? Depressionen sind keine Launen.


Erstmal sprichst du nen wichtigen Punkt an! Die Krankheit heißt Depression und nicht Burn Out. „Burn Out“ ist keine Behandlungsdiagnose im Katalog der psychischen Erkrankungen(ICD10,ICD11). Es wird meiner Beobachtung meist als Synonym für Depressionen verwendet die unter erhöhter beruflicher/privater oder sonstiger Psychosozialer Belastung entstanden sind. Weil Burn Out gesellschaftlich anerkannter ist als eine Depression zu haben, welche immer noch stigmatisiert wird.

Das man an einer wie er auch immer gelagerten psychischen Erkrankung leidet ist, meiner Meinung nach kein Grund den oder die Betroffene wie ein rohes Ei zu behandeln. Ganz im Gegenteil damit würdigt man die Betroffenen wiederum herab, weil man ihnen eine reduzierte Zurechnungsfähigkeit unterstellt.Max Eberl ist ein erwachsener Mann und daher voll verantwortlich für seine Handlungen. Die Umstände seines Abgang bei Gladbach und seine Wechsel zu RaBa so wie seine stark unterschiedlichen Äußerungen zu RaBa vor und nach seinem Wechsel sind zweifelhaft und hierfür muss er sich auch öffentlich kritisieren lassen.

Das hierfür auf eine mögliche psychische Erkrankung angespielt wird kann man sicherlich kritisieren oder nicht gut finden, aber wie gesagt finde ich das besagt Plakat noch im Rahmen von Parodie und Satire weil „Alzheimer“ eine Erkrankung ist die er sicher nicht hat und einfach eine Überspitzung, dass er sich scheinbar nicht an seine eigenen Aussagen und Werte erinnert das ist ok. Die im Bezugstellung zum BurnOut kann man sicherlich kritisieren und nicht gut finden. Ich finde es in diesem satirischen Zusammenhang hier noch im Rahmen.


Burn-out und Depressionen sind eben nicht die gleiche Erkrankung. Ein Burnout entwickelt sich aus einer stark überhöhten Stressbelastung im beruflichen Alltag, aus dem der Betroffene nicht mehr herauskommt. Das wird dann zu einem Teufelskreis, der Anfangs zu weniger Schlaf, fehlende Motivation und Antriebslosigkeit führt und damit das Stresslevel noch erhöht und, wenn man nicht gegensteuern zu einer Depression werden kann.
Während eine Depression Medikamentös und mit Psychotherapie über einen längeren Zeitraum behandelt werden muss, kann der klassische burn-out schon mit einer Auszeit bzw. Abfall des Stresses überstanden werden.
Allerdings sollte man sich dann nicht mehr, nach so kurzer Zeit, dem gleichen Stress wieder aussetzen.

Und genau hier könnte man mal einhaken. Nur 10 Monate nach Burnout und Zusammenbruch sich wieder dem gleichen Stress auszusetzen, ist sehr ungewöhnlich. Denn das stresslevel wird ja jetzt wieder ansteigen und die Gefahr ist nach so kurzer Zeit gegeben, dass man in die gleichen Verhaltensmuster zurück fällt.
Kein guter Arzt würde dir raten, nach so kurzer Zeit wieder in den gleichen Job oder die gleiche Belastung zurückzukehren.
Denn auf die Behandlung der Symptome sollte eigentlich auch eine längere Therapie erfolgen, in der man lernt, wie man Stress anders bewältigt als vorher und man sollte seine Lebensumstände umstellen, zb. Eine entspannendes privates Umfeld etc.

Lange Rede, kurzer Sinn: er geht jetzt in einen Job zurück, in dem er im Rampenlicht steht. Er spricht gefühlt gerade mit jeder Zeitung, vor allem auch mit der BILD. Warum sollte man ihn dann, wie ein Vorredner gesagt hat, wie ein rohes Ei behandeln.
Die Plakate sehe ich ebenfalls zu 99 % gelungen und im satirischen Bereich.
Das er sich dann zu Wort meldet und von Selbstmord erzählt, finde ich dann doch ein bisschen to much. Denn eine Depression hatte er eben nicht. Denn dann hätte er erst mal nicht am Leben teilnehmen können. Da wäre es nicht mit 3 Monaten durch die Welt gondeln und seine Jugendliebe wieder entdecken getan gewesen.
Fankultur in Köln |#6616
05.02.2023 - 13:49 Uhr
Zitat von Fohlinho

„ In der ICD-10-GM findet man das Burn-out-Syndrom als Inklusivum unter Z73 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung. Fälle von Burn-out-Syndrom werden somit mit Z73 – als spezifischster Kode für diese Erkrankungen – verschlüsselt“

Burn-out und Depressionen sind eben nicht die gleiche Erkrankung. Ein Burnout entwickelt sich aus einer stark überhöhten Stressbelastung im beruflichen Alltag, aus dem der Betroffene nicht mehr herauskommt. Das wird dann zu einem Teufelskreis, der Anfangs zu weniger Schlaf, fehlende Motivation und Antriebslosigkeit führt und damit das Stresslevel noch erhöht und, wenn man nicht gegensteuern zu einer Depression werden kann.
Während eine Depression Medikamentös und mit Psychotherapie über einen längeren Zeitraum behandelt werden muss, kann der klassische burn-out schon mit einer Auszeit bzw. Abfall des Stresses überstanden werden.
Allerdings sollte man sich dann nicht mehr, nach so kurzer Zeit, dem gleichen Stress wieder aussetzen.

Und genau hier könnte man mal einhaken. Nur 10 Monate nach Burnout und Zusammenbruch sich wieder dem gleichen Stress auszusetzen, ist sehr ungewöhnlich. Denn das stresslevel wird ja jetzt wieder ansteigen und die Gefahr ist nach so kurzer Zeit gegeben, dass man in die gleichen Verhaltensmuster zurück fällt.
Kein guter Arzt würde dir raten, nach so kurzer Zeit wieder in den gleichen Job oder die gleiche Belastung zurückzukehren.
Denn auf die Behandlung der Symptome sollte eigentlich auch eine längere Therapie erfolgen, in der man lernt, wie man Stress anders bewältigt als vorher und man sollte seine Lebensumstände umstellen, zb. Eine entspannendes privates Umfeld etc.

Lange Rede, kurzer Sinn: er geht jetzt in einen Job zurück, in dem er im Rampenlicht steht. Er spricht gefühlt gerade mit jeder Zeitung, vor allem auch mit der BILD. Warum sollte man ihn dann, wie ein Vorredner gesagt hat, wie ein rohes Ei behandeln.
Die Plakate sehe ich ebenfalls zu 99 % gelungen und im satirischen Bereich.
Das er sich dann zu Wort meldet und von Selbstmord erzählt, finde ich dann doch ein bisschen to much. Denn eine Depression hatte er eben nicht. Denn dann hätte er erst mal nicht am Leben teilnehmen können. Da wäre es nicht mit 3 Monaten durch die Welt gondeln und seine Jugendliebe wieder entdecken getan gewesen.


Diese Z-Diagnose Z73 besagt primär, dass dem Arzt bzw. Ärztin ein Behandlungsaufwand dadurch entsteht, dass ein Patient zum Arzt kommt und darüber berichtet das er Stress auf der Arbeit oder im privaten hat und darunter leidet. Die Z-Diagnosen haben aber nicht den Wert einer vollen Erkrankung deswegen gibt es dazu auch keine Therapeutischen Empfehlungen weil Stress auf der Arbeit zum Leben dazu gehört.

Die dazugehörigen Erkrankung sind am ehesten die Anpassungsstörung (ICD10:F43.2) und wenn jmd in Folge von Belastung auf der Arbeit Schlafstörungen, gedrückte Stimmung, reduzierte Belastbarkeit, reduzierte Konzentration und Appetit über einen Zeitraum von über 2 Wochen beklagt dann sind bereits die Kriterien für eine depressive Störung(ICD10:F32x) erfüllt.

Letzteres wird auf die meisten zutreffen die wegen der Symptome im Job kurzer treten müssen bspw. diesen sogar aufgeben. Für die beiden Erkrankungen Depression und Anpassungsstörung gibt es dann auch Therapie Empfehlungen mit Psychotherapie und Antidepressiva.

Also streng genommen findet man den Begriff „Burn Out“ aus dem oben genannten Gründen NICHT im Katalog der psychischen Erkrankungen sondern nur „die Kontaktanlässe bei Problemen aufgrund erschwerter Lebensführung bspw. Bei beruflicher Belastung“ (ICD10:Z73). Die keine Erkrankung umschreibt. Daher kann man den Verfasser des Plakats eigentlich noch nichtmal vorwerfen, dass sie sich über eine Erkrankung Eberls lustig gemacht hätten, weil Burn Out nicht die volle Krankheitsnosologie erfüllt und somit streng genommen nicht als Erkrankung gilt und Eberl sicher nicht unter Alzheimer leidet.

Bezweifle aber dass das den Verfassern bewusst gewesen ist!Unschuldigugly
Dieser Beitrag wurde zuletzt von tibu87 am 05.02.2023 um 14:02 Uhr bearbeitet
Fankultur in Köln |#6617
05.02.2023 - 14:06 Uhr
Zitat von itzlinho
Wat ist eigentlich los mit euch? Depressionen sind keine Launen.


Ist doch gar nicht der Punkt. Seit der Typ bei Red Bull ist, trollt er rum (oder ihm wurde eine Gehirnwäsche verpasst). RBL als Traumverein und die große Liebe, die "dieser Verein" in Leipzig erzeuge - immer mit Spitzen gegen seinen Ex-Verein versehen. Oder die Aussage, dass der Fußball finanziell überdrehe (als Vertreter der fleischgewordenen Kommerzialisierungsmaschinerie des Fußballs formuliert). Ernsthaft, Max?

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Auf jede schwierige Frage gibt es eine einfache Antwort, die meistens falsch ist.

Lookman = good man
Fankultur in Köln |#6618
05.02.2023 - 14:32 Uhr
Keinem (hoffentlich) geht es um das Thema Burnout. Da kann man nur hoffen dass man wieder gesund wird. Ein anderes Thema ist sein Abgang bei Gladbach ("das ist nicht mehr mein Fußball ")
Das wird einfach, wie ich auch finde, zurecht infrage gestellt und scheint geradezu unlogisch dann 6 Monate später wieder einzusteigen - und das nicht in Gladbach, sondern bei RB Leipzig, der eben noch weiter von dem Fußball entfernt ist, den alle lieben. Für mich ist da einfach was faul, und das bleibt es auch noch in 20 Jahren, egal wie der liebe Max sich dazu äußert.
Das Wort "Burnout " kann man da einfach rauslassen - es geht für mich um andere Dinge.
Fankultur in Köln |#6619
05.02.2023 - 15:01 Uhr
Zitat von -SB72-
Keinem (hoffentlich) geht es um das Thema Burnout. Da kann man nur hoffen dass man wieder gesund wird. Ein anderes Thema ist sein Abgang bei Gladbach ("das ist nicht mehr mein Fußball ")
Das wird einfach, wie ich auch finde, zurecht infrage gestellt und scheint geradezu unlogisch dann 6 Monate später wieder einzusteigen - und das nicht in Gladbach, sondern bei RB Leipzig, der eben noch weiter von dem Fußball entfernt ist, den alle lieben. Für mich ist da einfach was faul, und das bleibt es auch noch in 20 Jahren, egal wie der liebe Max sich dazu äußert.
Das Wort "Burnout " kann man da einfach rauslassen - es geht für mich um andere Dinge.

Das mag deine persönliche Einschätzung sein.

Ich kaufe Eberl es schon ab, dass er damals aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist.
Da es aber schon früher Gerüchte um RB und Bayern gab, verstehe ich auch jeden, der dass nicht so sieht.

Trotzdem denke ich, dass man das nicht von außen bewerten sollte. (Das ist zumindest meine Meinung)

Nur finde ich es dann Banane, sich 6 Monate später hinzustellen wie ein Bauern Opfer und jede 2 Sekunde ein Mikro suche um irgendetwas zu erzählen.
Das finde ich so dermaßen merkwürdig, dass ich persönlich dann schon Fragezeichen entwickle.

So kann man halt von einem der höchstgeschätztesten zu einer fragwürdigen Person werden.



Wir brauchen aber wirklich nicht über irgendwelche Banner sprechen. Ich glaube da sind sich hier so gut wie alle einig, dass die weit unter der Gürtellinie waren und nichts mit Intellekt zu tun hatten/haben.
Fankultur in Köln |#6620
05.02.2023 - 16:08 Uhr
Was mich an Eberls Verhalten extrem gestört hat:

Er hat über das gesamte Geschäft hergezogen, dass es nicht mehr sein Fußball ist usw. Und dann geht man nichtmal ein Jahr später nach Leipzig. Nach LEIPZIG! Um klarzustellen, dass das kein Tippfehler war, nochmal ausführlich: RED... BULL... LEIPZIG!

Das ist in etwa so, als würde der Betreiber meines Dorf-Kiosk seinen Laden schließen mit der Begründung "Ich weiß nicht, irgendwie ziehe ich den Kunden ja das Geld aus der Tasche", um dann ein Jahr später als Hedge-Fonds-Manager in London zu arbeiten ugly

Kann man natürlich machen, ist ein freies Land. Kann man aber als Fan halt such sch..ße und verlogen finden. Was nicht bedeutet, dass Beleidigungen und Kommentare unter der Gürtellinie okay sind. Er ist immerhin noch ein Mensch, und vielleicht war er auch wirklich ernsthaft krank und ist da anfällig.
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