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Fankultur in Bielefeld

30.10.2007 - 13:20 Uhr
Fankultur in Bielefeld |#111
14.03.2011 - 19:54 Uhr
Zitat
Zitat von ArminiaBielefeld14:
Gute Frage. Ich beschreibe mal meine Situation.
Ich bin jetzt seit guten 6 Jahren eigentlich immer dabei. Zuhause immer, auswärts 10-15 mal pro Saison und seit einem guten Jahr auch oft bei Amateuren Heimspielen.




Ich bin seit 1978 Arminia Fan. Mein Onkel hat mich als damals 6 jähriger infiziert. So fern es ging hat er mich zu den Heimspieln mitgenommen. Ab 1990 habe ich dann regelmäßig Heim und teilweise Auswärtsspiele besucht. Dann kam die Familie und ich gege seit 1996 hauptsächlich zu den Heimspielen. Auswärtsspiele sind zur Seltenheit geworden.



Zitat
Ich bin eigentlich noch der Meinung, dass man unterstützen muss solange es geht. Solange es noch Sinn macht. Ich denke auch, dass wir immer gut unterstützt haben, aber diese Entwicklung ist einfach zu viel. Ich werde nie an solchen Gesängen teilnehmen die gegen die eigene Mannschaft ist oder die andere Mannschaft bejubeln. Sowas könnte ich als Armine nie machen.
Ich kann es aber auch keinem Übel nehmen, wenn er jetzt verdammt wütend ist,auch wenn die "Oh wie ist das schön"-Sänger oft nur "Schnäppchenfans" sind, also die, die eigentlich nicht da sind. Da viele an dem Stimmungsboykott teilnehmen, bekommen andere Gruppen mehr zu Geltung.

Wir müssen aufhören uns selber zu zerfleischen. Wir sind nicht an dem sportlichen und finanziellen Kollaps Schuld, gegeben wurde bis es eigentlich nicht mehr möglich war, alles! Nach dem Ingolstadtspiel kam die Wende. Auch für mich verständlich.



100 % Agree. Spiegelt genau meine Stimmung wieder.


Zitat
Ich hoffe beim letzten Heimspiel nochmal auf eine gute Stimmung, ohne Boykott. Noch einmal sich selbst und die zweite Liga feiern, mit einem gelungenen Abschied. Vielleicht mit einer ausverkauften Alm? Das wäre für mich ein wunderschöner Abschied :)


Wäre toll, halte ich aber leider für unmöglich.
Fankultur in Bielefeld |#112
14.03.2011 - 21:01 Uhr
Ich sehe das mal so, die Gesänge gehen ja nicht gegen den Verein, den leiben die Fans über alles, alle Gesänge und Rufe sind ja ausschliesslich an die Mannschaft auf dem Platz gerichtet an die Spieler, bis auf wenige Ausnahmen ist da gar kein aufbäumen, kein Biss, kein Ehrgeiz. Bis auf wenige Spieler ist das eine reine Söldnertruppe. Ich habe am Sonntag einige Fans über die Gesänge reden hören und da wurde gesagt, dass die Rufe "Oh wie ist dass schön", "Einer geht noch, einer geht noch rein" und "Auswärtssieg, Auswärtssieg" etc. auch gesungen wurden, weil sich der Gro der Mannschaft verhalten haben, als wären sie Münchner !

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Schwarz-Weiss-Blau ein Leben lang
Fankultur in Bielefeld |#113
14.03.2011 - 21:34 Uhr
Ich bin sicher auch kein Freund von wüsten Beschimpfungen einzelner Spieler oder gar der gesamten Mannschaft.
Angesichts der zumeist desolaten Saisonleistungen halte ich Gesänge wie "Oh wie ist das schön" für noch relativ moderat, dabei schwingt vermutlich eine gewisse Selbstironie mit.

Besonders bitter fand ich "Außer Rübe könnt ihr alle gehn". Den einen oder anderen jungen Burschen werden wir in der nächsten Saison wieder sehen, muss man die noch weiter verunsichern?

Wenn man die heutige Situation mit dem letzten Abschied vom Profifußball vergleicht, dann kann man glücklicherweise feststellen, dass die Fanszene sich in Bielefeld positiv entwickelt hat. Wenn ich da an einige Szenen denke als die Spieler noch durch den Tunnel mussten... :rolleyes

Positiv stimmt mich dennoch der Zuschauerzuspruch in dieser Situation, 15.000 ist schon ziemlich beachtlich. Na klar, es waren immer noch 5.000 Folgetickets dabei, wahrscheinlich werden es demnächst empfindlich weniger, aber ich kann mich noch gut an 2.-Ligaspiele vor nicht einmal 3.000 Zuschauern erinnern.

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Leidenschaft braucht keine Titel
Fankultur in Bielefeld |#114
14.03.2011 - 21:51 Uhr
Zitat von ArminiaBielefeld14:
Wir müssen aufhören uns selber zu zerfleischen. Wir sind nicht an dem sportlichen und finanziellen Kollaps Schuld, gegeben wurde bis es eigentlich nicht mehr möglich war, alles!


Jein. Warum war die Alm denn dann nicht voll, als klar wurde, dass der Verein in akuter Finanznot schwebt? Nein, da hat man lieber zu Hause auf dem Sofa die beleidigte Leberwurst gespielt, weil man für die neue Haupttribüne ja auch noch Eintritt zahlen sollte. Dieser Vorwurf geht natürlich nicht an die Leute im Stadion, sondenr an die, die sich Fans nennen und in den Spielen gegen Dortmund, Schalke und Bayern regelmäßig wie Phönix aus der Asche auftauchen und behaupten, sie seien schon gegen "Schwarz-Weiß Lüdenscheid" und den "VfL Sölde" auf der Alm gewesen (kein Schwerz, genau das habe ich von einem Typen gehört. Entweder, der war in den 90ern durchgehend betrunken, oder er kannte die Vereinsnamen wirkllich nicht, ich tippe auf Letzteres)... Wo waren diese Leute, als der Verein sie brauchte?


Zitat von Arminia71:
Besonders bitter fand ich "Außer Rübe könnt ihr alle gehn".


Naja, immerhin lassen sie sich etwas neues einfallen. Vor ein paar Wochen hieß es noch "Außer Eilhoff könnt Ihr alle geh'n!"

Zitat von Arminia71:
Den einen oder anderen jungen Burschen werden wir in der nächsten Saison wieder sehen, muss man die noch weiter verunsichern?


Absolut richtig. Aber im Vergraulen waren wir noch nie besonders schlecht, und man macht eben das, was man am Besten kann. ;)
Dieser Beitrag wurde zuletzt von SvG0815 am 14.03.2011 um 21:56 Uhr bearbeitet
Fankultur in Bielefeld |#115
14.03.2011 - 22:11 Uhr
Zitat von Arminia71:
Ich bin sicher auch kein Freund von wüsten Beschimpfungen einzelner Spieler oder gar der gesamten Mannschaft.
Angesichts der zumeist desolaten Saisonleistungen halte ich Gesänge wie "Oh wie ist das schön" für noch relativ moderat, dabei schwingt vermutlich eine gewisse Selbstironie mit.

Besonders bitter fand ich "Außer Rübe könnt ihr alle gehn". Den einen oder anderen jungen Burschen werden wir in der nächsten Saison wieder sehen, muss man die noch weiter verunsichern?

Wenn man die heutige Situation mit dem letzten Abschied vom Profifußball vergleicht, dann kann man glücklicherweise feststellen, dass die Fanszene sich in Bielefeld positiv entwickelt hat. Wenn ich da an einige Szenen denke als die Spieler noch durch den Tunnel mussten... :rolleyes

Positiv stimmt mich dennoch der Zuschauerzuspruch in dieser Situation, 15.000 ist schon ziemlich beachtlich. Na klar, es waren immer noch 5.000 Folgetickets dabei, wahrscheinlich werden es demnächst empfindlich weniger, aber ich kann mich noch gut an 2.-Ligaspiele vor nicht einmal 3.000 Zuschauern erinnern.


Wieso Abschied vom Profifussball?
Die 3. Liga ist doch eine Profiliga und der Amateurbereich beginnt erst mit der Regionalliga.
Fankultur in Bielefeld |#116
14.03.2011 - 23:29 Uhr
Ich muss ganz ehrlich sagen, mir tut es im Herzen weh, was im Moment geschieht in diesem Verein. Ich bin als kleiner Junge mit dem Arminia-Virus infiziert worden und bin davon nie wirklich geheilt worden und das ist auch gut so. Dem Verein jetzt liegen zu lassen, wäre das Schlimmste. Ich bin kein Dortmund, kein Schalke oder sonst eines anderen Vereins aus der Umgebung Fan und darauf Stolz!
Wir als Fans haben aber die Wahl, dem Verein abschwören und diesen Stümpern überlassen oder erst recht um eine bessere Zukunft für den Verein kämpfen und von unserem Recht auf Mitbestimmung gebrauch machen.
Sicher verstehe ich die Wut, aber den Verein dann einfach so Links liegen zu lassen geht einfach nicht. Da würde doch bei jedem etwas fehlen. Sei es die Bratwurst im Stadion, die Kumpels auf dem Block oder sonst etwas... Aber ich glaube mit dieser Meinung ist man ziemlich alleine in diesen Tagen...
Fankultur in Bielefeld |#117
15.03.2011 - 08:15 Uhr
Zur Zeit schäme ich mich wirklich auf der Südtribüne zu stehen, und es macht auch überhaupt keinen Spaß mehr. Die Schmähgesänge sind angesichts der Lage vielleicht wirklich moderat, aber mir persönlich tun sie weh. Und den Spielern sind sie entweder egal, oder sie treffen diejenigen, die sie nicht verdient haben. Müssen wir denn wirklich noch Frustabbau betreiben? Können wir uns nicht als anständige Fans verabschieden? Ich erwarte beileibe keine Anfeuerungen mehr, selbst mir ist nicht mehr danach zumute. Aber die eigenen Spieler in einer ohnehin ausweglosen Situation beschimpfen? Das hat doch keinen Sinn! Aber nach Sinn oder Unsinn wird im Fußball eh zu selten gefragt, und daher dürfte ich mit meiner altbackenen Meinung ziemlich alleine dastehen.

Ich habe keine Lust, mich nun auch noch über die lieben "Mitarminen" aufzuregen, und daher bleibe ich künftig wohl besser zu Hause oder besuche noch das eine oder andere Auswärtsspiel. Nicht weil Heidinger das vorgeschlagen hat, ich fand seine Äußerung sehr gut und finde es nur schade, dass er dies zurückgezogen hat. Vermutlich hat da aber sanfter Druck nachgeholfen. Für einen Spieler gehört es sich einfach nicht, sich kritisch gegenüber den Fans zu äußern. Auch dann nicht, wenn der Spieler eigentlich immer kämpferisch vorn mit dabei ist.

Meine Gretchenfrage ist Folgende:
Wenn weder die Spieler, noch der Vorstand, noch die Fans zu einer Vereinsidentifikation beitragen - was ist dann der DSC? Nur Erinnerungen?

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Schau dich hier um und dann in dich hinein - denn jeder braucht 'nen Platz um glücklich zu sein - wir laden dich und deine Leute ein - um heute da zu sein wo man sich liebt - in der Stadt die es nicht gibt ...
Fankultur in Bielefeld |#118
15.03.2011 - 10:21 Uhr
Zitat von Leijona:


Meine Gretchenfrage ist Folgende:
Wenn weder die Spieler, noch der Vorstand, noch die Fans zu einer Vereinsidentifikation beitragen - was ist dann der DSC? Nur Erinnerungen?


Für viele ist der Verein scheinbar ein Ort, an welchem man sich über sienen Bausparvertrag unterhält und nebenbei auf "Schuuuuuuuuuuuuuuleeeeeeeer!!!" rumhackt...
Weißt ja, wen ich meine...

•     •     •

Man kann viele Affären und Liebschaften haben, aber nur einen Verein!

3. Liga Klappe die Zweite.

Fankultur in Bielefeld |#119
15.03.2011 - 13:21 Uhr
Bevor sich bei Arminia etwas ändert muß sich bei jedem einzelen etwas ändern
Wir erwarten das uns die Wirtschaft das Geld hinterher schmeißt,sind aber nicht in der Lage das Stadion voll zu bekommen... Warum sollen sie sich mit etwas identifizieren was keinen interessiert ?
Wir müssen es einfach hinbekommen einen Bezug zum Verein zu entwickeln und nicht zu der Spielklasse in der wir uns gerade befinden,denn die können wir letztendlich nicht garantieren

Wenn ich sehe wie man sich teilweise hier selbst zerfleischt und nach Schuldigen sucht macht man in meinen Augen den Fehler das wesentliche aus den Augen zu verlieren:den Verein !!!

Die Leute die schon mal Verantwortung in einem Verein übernommen haben wissen vielleicht was ich meine, es macht keinen Sinn jetzt alles in Frage zu stellen sondern Geschlossenheit in seinem eigenen Umfeld zu zeigen ohne dabei wie ein Ja-sager zu wirken

Kritik ist wichtig,es kommt halt nur auf die Form an wie man sie äußert

Im übrigen habe ich diese Zeiten schon einmal erlebt und trotzdem habe ich diesem Verein niemals den Rücken zu gekehrt und werde es auch niemals tun,dafür durfte ich hier viel zu schöne Momente erleben mit meinen Freunden die wie ich seit fast 30 jahren Arminia die Treue halten...
Fankultur in Bielefeld |#120
15.03.2011 - 13:33 Uhr
Hi hab ja auch schon mitbekommen das viele Fanaktionen vom Verein von vornerein gestoppt/verboten wurden, ohne genauer daruaf einzugehen.
Allerdings finde ich sollten wir Fans mal zeigen was es beduetet, sich zu verweigern.
Man müsste es mal durchgesetzt bekommen z.b. ein weisses Lacken über der kompletten Süd drüberzuziehen, ab der Mannschaftsaufstellung, über das Stadionlied und in den ersten 5 bis 10 min vom Spiel. Auf diesen Lacken müsste nur sowas stehen wie "Jetzt verweigern mal wir". Die Beschimpfungen und Schmärufe würden nicht stattfinden und man würde zeigen, dass auch wir Fans uns nichts alles gefallen lassen und auch wir uns verweigern, die Mannschaft zu helfen, genau wie die Mannschaft es verweigert für den Verein, für UNSEREN Verein, den DSC sich den ***** aufzureissen

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