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Die Kurve

04.04.2013 - 17:27 Uhr
Die Kurve |#741
17.12.2013 - 11:41 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
Völlig wertungsfrei von meine Seite.

http://www.taz.de/!129357/


Dass es den Verantwortlichen von Celtic eher um Politik geht als um irgendwelche Bengalos steht ja schon länger im Raum - die Uefa reiht sich ähnlich wie die Fifa aber auch hier einseitig moralisierend ein.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht - vor allem weil ich nächstes Jahr mal wieder in Schottland bin und mir auch das ein- oder andere Spiel anschauen wollte.


Interessant übrigens dabei, dass der Autor des taz-Artikels etwas veraltet informiert ist. Green Brigade mögen die ersten relevanten Ultras in Schottland gewesen sein, aber mittlerweile ziehen zB Livingston oder auch die Rangers (Union Bears) massiv nach, zudem gibt es auch in England vermehrt Ultragruppen. Der FC United of Manchester hantiert zB auch gerne mit Pyrotechnik.

Politik ist aber, wie Forever_Hansa richtig schreibt, der interessantere Aspekt. Hierzu muss man anführen, dass Celtic im Allgemeinen und die Green Brigade im Speziellen textlich immer wieder mit der IRA-Thematik spielt. Hier wird gerne verschwiegen, dass die IRA zwar gerne als Freiheitsarmee dargestellt wird, sie im zweiten Weltkrieg aber auch so frei waren, den Nazis im Falle der stattfindenden Operation Seelöwe zur Seite zu stehen. Dabei waren zwischen 1937 und 1944 immer wieder IRA-Vertreter in Deutschland zur Beratung. Das wird interessanterweise auch immer wieder von Fans des Rangers FC kritisiert, die ja allgemeinhin als "die Bösen" im Old Firm gelten, während der "gute" Celtic FC fleißig mit den braun-weißen Konsorten aus der Hansestadt Hamburg kollaboriert. Gleich und gleich gesellt sich gern...

•     •     •

Im Osten geht die Sonne auf und spiegelt sich im Meer.

DuGamlaDuFria, est. 2006
Die Kurve |#742
17.12.2013 - 12:34 Uhr
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
Völlig wertungsfrei von meine Seite.

http://www.taz.de/!129357/


Dass es den Verantwortlichen von Celtic eher um Politik geht als um irgendwelche Bengalos steht ja schon länger im Raum - die Uefa reiht sich ähnlich wie die Fifa aber auch hier einseitig moralisierend ein.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht - vor allem weil ich nächstes Jahr mal wieder in Schottland bin und mir auch das ein- oder andere Spiel anschauen wollte.


Interessant übrigens dabei, dass der Autor des taz-Artikels etwas veraltet informiert ist. Green Brigade mögen die ersten relevanten Ultras in Schottland gewesen sein, aber mittlerweile ziehen zB Livingston oder auch die Rangers (Union Bears) massiv nach, zudem gibt es auch in England vermehrt Ultragruppen. Der FC United of Manchester hantiert zB auch gerne mit Pyrotechnik.

Politik ist aber, wie Forever_Hansa richtig schreibt, der interessantere Aspekt. Hierzu muss man anführen, dass Celtic im Allgemeinen und die Green Brigade im Speziellen textlich immer wieder mit der IRA-Thematik spielt. Hier wird gerne verschwiegen, dass die IRA zwar gerne als Freiheitsarmee dargestellt wird, sie im zweiten Weltkrieg aber auch so frei waren, den Nazis im Falle der stattfindenden Operation Seelöwe zur Seite zu stehen. Dabei waren zwischen 1937 und 1944 immer wieder IRA-Vertreter in Deutschland zur Beratung. Das wird interessanterweise auch immer wieder von Fans des Rangers FC kritisiert, die ja allgemeinhin als "die Bösen" im Old Firm gelten, während der "gute" Celtic FC fleißig mit den braun-weißen Konsorten aus der Hansestadt Hamburg kollaboriert. Gleich und gleich gesellt sich gern...

Das zeigt ja nur, dass die Welt nicht nur schwarz oder weiß ist. Hier einen wenn auch indirekten Zusammenhang zwischen Nazis und St. Pauli herstellen zu wollen, ist trotzdem ein wenig abenteuerlich wenn nicht gar demagogisch.
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt. Und wenn ich unserer eigenen Ultrabewegung was Positives abgewinnen kann, dann ist es die Tatsache, dass sie entscheidend mit dafür gesorgt hat, dass wir Stück für Stück vom Image eines rechten Klubs wegkommen, ohne dass sie dafür offen Politik gemacht hat.

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Warnemünde+Wandsbek
Die Kurve |#743
17.12.2013 - 12:50 Uhr
Die Jungs sagen ja selbst von sich, dass sie sich als politisch aktive Gruppe sehen. Dass das in der Form in UK und gerade in Stadien nicht gerne gesehen ist ist schon klar. Mich würde es nicht wundern, wenn Celtic als Verein von Oben gedrückt wird - aber das ist Spekulation.
Die Kurve |#744
17.12.2013 - 13:03 Uhr
Zitat von nordost:
Das zeigt ja nur, dass die Welt nicht nur schwarz oder weiß ist. Hier einen wenn auch indirekten Zusammenhang zwischen Nazis und St. Pauli herstellen zu wollen, ist trotzdem ein wenig abenteuerlich wenn nicht gar demagogisch.


Huch, da haben wir aneinander vorbei geredet, mir ging es weniger um rechts-links, sondern um die Verlogenheit, die Celtics Doppelmoral im Fanbereich auf der einen Seite und St. Paulis Doppelmoral in verschiedensten anderen Aspekten auf der anderen verbindet.

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.

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Im Osten geht die Sonne auf und spiegelt sich im Meer.

DuGamlaDuFria, est. 2006
Die Kurve |#745
17.12.2013 - 14:58 Uhr
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.


Das gilt doch aber in erster Linie für Deutschland und einiger vereinzelte Länder oder.?

Wenn ich mir da halt Italien, Schottland, Ägypten, Türkei oder den Balkan so anschaue...

•     •     •

Es ist ein Jammer, dass die
Dummköpfe so selbstsicher sind
und die Klugen so voller Zweifel.

Bertrand Arthur William Russell

Dieser Beitrag wurde zuletzt von lusor am 17.12.2013 um 15:04 Uhr bearbeitet
Die Kurve |#746
17.12.2013 - 15:46 Uhr
Zitat von lusor:
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.


Das gilt doch aber in erster Linie für Deutschland und einiger vereinzelte Länder oder.?

Wenn ich mir da halt Italien, Schottland, Ägypten, Türkei oder den Balkan so anschaue...


Und selbst in Deutschland ist das doch wohl auch a) nicht immer der Fall oder b) falsch oder c) ein schöner Deckmantel für die eigene politische Unpolitisiertheit. Eben je nach Verein und Fan-/Ultragruppe. (wenn ich mal an Braunschweig, Duisburg, Aachen und mit Abstrichen auch an uns denke)
Die Kurve |#747
17.12.2013 - 16:03 Uhr
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.


Das gilt doch aber in erster Linie für Deutschland und einiger vereinzelte Länder oder.?

Wenn ich mir da halt Italien, Schottland, Ägypten, Türkei oder den Balkan so anschaue...


Und selbst in Deutschland ist das doch wohl auch a) nicht immer der Fall oder b) falsch oder c) ein schöner Deckmantel für die eigene politische Unpolitisiertheit. Eben je nach Verein und Fan-/Ultragruppe. (wenn ich mal an Braunschweig, Duisburg, Aachen und mit Abstrichen auch an uns denke)


Die Abstriche kannst du langsam streichen.
Seit geraumer Zeit sind wieder verstärkt Gestalten mit politisch eindeutigen Aussagen, auf der Süd zu sichten.Ich spreche da nicht von dem üblichen Thor Steinar Dorfpöbel.

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„Sit intra te concordia et publica felicitas“
Die Kurve |#748
17.12.2013 - 16:26 Uhr
Zitat von HROyal:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.


Das gilt doch aber in erster Linie für Deutschland und einiger vereinzelte Länder oder.?

Wenn ich mir da halt Italien, Schottland, Ägypten, Türkei oder den Balkan so anschaue...


Und selbst in Deutschland ist das doch wohl auch a) nicht immer der Fall oder b) falsch oder c) ein schöner Deckmantel für die eigene politische Unpolitisiertheit. Eben je nach Verein und Fan-/Ultragruppe. (wenn ich mal an Braunschweig, Duisburg, Aachen und mit Abstrichen auch an uns denke)


Die Abstriche kannst du langsam streichen.
Seit geraumer Zeit sind wieder verstärkt Gestalten mit politisch eindeutigen Aussagen, auf der Süd zu sichten.Ich spreche da nicht von dem üblichen Thor Steinar Dorfpöbel.


International muss man sicherlich zwischen Ultras, die sich an revolutionären Aktionen in ihrem eigenen Land beteiligen und ideologiepolitischen Ultras unterscheiden. Erstere, wie in der Türkei oder in Ägypten wurden von den deutschen Sportmedien auch ziemlich schubladengepresst, damit sich die Stories in Deutschland besser lesen, bzw. einfach besser verstanden wird, warum aufeinmal verfeindete Ultragruppen miteinander demonstrieren. Klare ideologiebestimmte Ultras wie in Livorno oder St. Pauli sind die Minderheit. Natürlich gibt es überall vereinzelt Splittergruppen, wie in Bremen, Braunschweig, Aachen (jeweils beidseitig, links wie rechts), Lüttich oder auch bei Celtic, aber die gesamte Szene sieht sich dann oft, wenn sie denn nicht wie bei den deutschen Gruppen zerstritten ist, als ein großes ganzes an. Gutes Beispiel ist auch hier wie so oft Union, wo eine Gruppe wie Crimark seit Jahren geduldet wird, weil sie sich nicht politisch zeigt.

Zu HROyal: Ja, das fällt mir auch auf, auch auswärts. Tue mich persönlich auch eher schwer damit, "die Politik aus dem Stadion rauszuhalten", weil Faschoabschaum bleibt Faschoabschaum. Man muss beobachten, wie sich das entwickelt, denke aber, dass hier Leute eingreifen werden, wenn es in irgendeiner Form ernst wird.

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Im Osten geht die Sonne auf und spiegelt sich im Meer.

DuGamlaDuFria, est. 2006
Die Kurve |#749
17.12.2013 - 17:00 Uhr
Zitat von DuGamlaDuFria:
Zitat von HROyal:
Zitat von Forever_Hansa:
Zitat von lusor:
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zitat
Ultras sind in den allermeisten Fällen eher links, zumindest klar gegen rechts. Mir ist bekannt, dass es unrühmliche Ausnahmen z.B. in Italien gibt.


Falsch. Ultras sind in ihrem Selbstverständnis unpolitisch.


Das gilt doch aber in erster Linie für Deutschland und einiger vereinzelte Länder oder.?

Wenn ich mir da halt Italien, Schottland, Ägypten, Türkei oder den Balkan so anschaue...


Und selbst in Deutschland ist das doch wohl auch a) nicht immer der Fall oder b) falsch oder c) ein schöner Deckmantel für die eigene politische Unpolitisiertheit. Eben je nach Verein und Fan-/Ultragruppe. (wenn ich mal an Braunschweig, Duisburg, Aachen und mit Abstrichen auch an uns denke)


Die Abstriche kannst du langsam streichen.
Seit geraumer Zeit sind wieder verstärkt Gestalten mit politisch eindeutigen Aussagen, auf der Süd zu sichten.Ich spreche da nicht von dem üblichen Thor Steinar Dorfpöbel.


International muss man sicherlich zwischen Ultras, die sich an revolutionären Aktionen in ihrem eigenen Land beteiligen und ideologiepolitischen Ultras unterscheiden. Erstere, wie in der Türkei oder in Ägypten wurden von den deutschen Sportmedien auch ziemlich schubladengepresst, damit sich die Stories in Deutschland besser lesen, bzw. einfach besser verstanden wird, warum aufeinmal verfeindete Ultragruppen miteinander demonstrieren. Klare ideologiebestimmte Ultras wie in Livorno oder St. Pauli sind die Minderheit. Natürlich gibt es überall vereinzelt Splittergruppen, wie in Bremen, Braunschweig, Aachen (jeweils beidseitig, links wie rechts), Lüttich oder auch bei Celtic, aber die gesamte Szene sieht sich dann oft, wenn sie denn nicht wie bei den deutschen Gruppen zerstritten ist, als ein großes ganzes an. Gutes Beispiel ist auch hier wie so oft Union, wo eine Gruppe wie Crimark seit Jahren geduldet wird, weil sie sich nicht politisch zeigt.

Zu HROyal: Ja, das fällt mir auch auf, auch auswärts. Tue mich persönlich auch eher schwer damit, "die Politik aus dem Stadion rauszuhalten", weil Faschoabschaum bleibt Faschoabschaum. Man muss beobachten, wie sich das entwickelt, denke aber, dass hier Leute eingreifen werden, wenn es in irgendeiner Form ernst wird.


Dein Wort in Gottes Ohr.
Die schweigende Masse hat bei der Auslöschung der UR und der Verdrängung vom Fanclub Netzwerk auch geschwiegen oder mit Achselzucken reagiert.
Was man auch bei der Art und Weise nachvollziehen kann,das man schlicht Angst hat das Wort zu erheben.

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„Sit intra te concordia et publica felicitas“
Die Kurve |#750
17.12.2013 - 17:33 Uhr
Zitat von DuGamlaDuFria:

Zu HROyal: Ja, das fällt mir auch auf, auch auswärts. Tue mich persönlich auch eher schwer damit, "die Politik aus dem Stadion rauszuhalten", weil Faschoabschaum bleibt Faschoabschaum. Man muss beobachten, wie sich das entwickelt, denke aber, dass hier Leute eingreifen werden, wenn es in irgendeiner Form ernst wird.


Na ob das die richtige Herangehensweise ist. Das erfordert wohl eher ein konzertiertes Auftreten aller Beteiligten, um so etwas schon im Keim zu ersticken und eine frühzeitige Sensibilisierung von Vereinsseite aus. Da geht Prävention klar vor Appeasement.

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Einmal Rüganer, immer Rüganer.
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