Diskussionsrunde

Die Entwicklung der Bundesliga

07.01.2024 - 20:07 Uhr
Die Entwicklung der Bundesliga |#111
17.04.2026 - 01:17 Uhr
Zitat von FCWacker91

Die zweite Liga ist nicht nur momentan ein Geldgrab, sondern wird es immer sein/bleiben.
Jede Liga, oder jeder Fußballverein ist ein Geldgrab.

Ich habe noch nie Investoren verstanden, die sich beim Fußball gute Rendite erwarten.

Die erhoffen sich höchstens eine gute Exit-Strategie, wo sie noch einen dümmeren Investor als sie selbst finden.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 17.04.2026 um 01:19 Uhr bearbeitet
Die Entwicklung der Bundesliga |#112
17.04.2026 - 01:34 Uhr
Zitat von 2MarcJanko1


Was ich mir aber vorstellen könnte wäre eine Reserveliga mit zusätzlichen Vereinen die um den Aufstieg in die Bundesliga mitspielen wollen. Somit hätte man noch einen Puffer zwischen Regionalliga und Bundesliga und junge Talente bekommen Spielpraxis auf einem höheren Niveau als die Regionalliga.

Das kannst du dir vorstellen?

Glaube kaum das irgendein ein Verein auf so eine Liga Lust hätte. Die sudern ja schon wenn in einer 16er Liga vier Amateurteams spielen.
Die Entwicklung der Bundesliga |#113
17.04.2026 - 14:52 Uhr
Zitat von MartinMartin
Zitat von FCWacker91

Die zweite Liga ist nicht nur momentan ein Geldgrab, sondern wird es immer sein/bleiben.
Jede Liga, oder jeder Fußballverein ist ein Geldgrab.

Ich habe noch nie Investoren verstanden, die sich beim Fußball gute Rendite erwarten.

Die erhoffen sich höchstens eine gute Exit-Strategie, wo sie noch einen dümmeren Investor als sie selbst finden.


Da gehts mir gleich. Ich habe das bis heute absolut nicht verstanden, was man sich da erwartet. Komplett unverständlich wirds für mich, wenn man in Lafnitz, Schwadorf oder Wiener Neustadt einsteigt, wo absolut gar keine Fußball-Historie oder Präferenz besteht. Dann hat man einen Bundesligisten mit minimalem Zuschauerschnitt, meistens in einem nicht vorhandenen Infrastruktur-Umfeld in einem maroden Stadion. Inwiefern man da auch nur irgendwie einen Mehrwert erwartet erschließt sich mir nicht. Grödig passt da gut zu meinem Beispiel. Ich meine, es gab ja sogar japanische Champions-League-Fantasien bei den Hornern. Kein einziges Investoren-Projekt war auch nur irgendwie nachhaltig. Bei Wacker wars ja auch eine Katastrophe von vorne bis hinten. Und jetzt ist man fast wieder in derselben Situation. Wobei das für mich mehr Sinn macht, ich glaube schon, dass man da mal Transfergewinne erzielen kann und Spieler ausbilden kann für größere Vereine mit dem ganzen Netzwerk.

Um zum Thema zurückzukommen: Drei Absteiger wären in dem Regionalligen-Modell absolut unmöglich. Wenn jährlich drei Absteiger runtermüssen, sind das drei Existenzen, die irgendwie auf dem Spiel stehen. Bei einem Absteiger pro Jahr senkst du das Risiko halt. Zudem müssen die Vereine wahrscheinlich finanziell in der Bundesliga noch mehr an ihre Grenzen gehen, um den Abstieg und das Fiasko zu verhindern, wenn es gleich drei Absteiger gibt. Da wird erst recht mehr auf mittelmäßige Legionäre anstelle von jungen Talenten gesetzt. Und wenn jetzt jemand sagt: Dem geht man aus dem Weg mit einer eingleisigen zweiten Liga: Dann bitte ich darum eine Seite nach vorne zu blättern und meine Begründung dagegen anzuschauen. Entweder lässt man den Aufsteiger in einem Ligenmodell aus den drei Meistern ausspielen oder es gibt so wie früher ein Playoff zwischen den Meistern und ein Meister muss gegen den Vorletzten aus der Bundesliga ran. So ein Modell gab es früher auch bereits in der zweiten Liga. Ist auch nicht optimal, aber ich glaube viele Optionen gibt es dann halt nicht.

Grundsätzlich fände ich das jetzige System nicht schlecht, nur die 16 Teams in der zweiten Liga, insgesamt 28 Profiteams abzüglich der Amateurteams.. Das geht sich in Österreich ganz klar nicht aus, das haben die letzten Jahre gezeigt. Jetzt muss man gegensteuern. Klar ist, dass ein geeignetes Modell zu finden schwierig wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Top-Teams was ändern möchten. Eine Zwölfer-Liga ist sportlich attraktiver und die zweite Liga in der Konstellation interessanter für die Amateurteams als eine Regionalliga.

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FC Wacker Innsbruck
Die Entwicklung der Bundesliga |#114
17.04.2026 - 17:39 Uhr
Also ich persönlich verstehe nicht warum es beim Thema Aufstockung auf anderen Social Media Seiten immer wieder diese komische Fusionsidee mit der Schweiz gibt da wir anscheinend ein zu kleines Land sind für ne größere Liga - aber auf der anderen Seite stemmt Norwegen ganz locker ne 16er Liga inklusive 16er Unterhaus und es funktioniert. Bodö ist nicht mal halb so gross wie Innsbruck. Überhaupt hat Norwegen ein Drittel weniger Einwohner.
Schweden ist nen ticken Grösser aber auch da funktionierts.

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Dabei seit 12.07.2018
Die Entwicklung der Bundesliga |#115
23.04.2026 - 05:32 Uhr
Mit dem WAC würde ein Verein absteigen der nach 14 Saisonen Bundesliga absteigt. Das war zuletzt mit Mattersburg der Fall. Einen sportlichen Abstieg nach so langer Zeit gab es in Ried?

Saison 11/12 schaute die Endtabelle so aus. Das war die letzte Bundesliga-Saison ohne den WAC.

Salzburg
Rapid
Admira
Austria
Sturm
Ried
Wacker
Mattersburg
Wiener Neustadt
Kapfenberg

WAC ist ein Verein der zum oberen Mittelfeld der Liga gehört. Also das wird denke ich schon einen Einfluss haben auf die Entwicklung der Bundesliga. Vor allem auch deshalb, weil sie einer der wenigen Vereine sind wo ein guter Übergang von Nachwuchs zur Kampfmannschaft existiert.

Aber bezüglich Zuschauerzahlen, Infrastruktur, sportliche Leitung (kein Sportdirektor), langfristige Spielerverträge, ect. fand in den 14 Jahren nicht sehr viel Entwicklung statt.

Mit Kärnten würde es dann neben Burgenland einen zweiten Verein geben ohne einen Bundesligisten.

Für viele wäre es ein Dorfverein weniger in der Bundesliga.
Die Entwicklung der Bundesliga |#116
25.04.2026 - 08:58 Uhr
BWL gestern mit einem 3:0 gegen Altach, die starten gerade auch ein starke Serie im UPO. Freut mich für die Linzer denn Fantechnisch sind sie eine Bereicherung für die Liga.

Ried heute mit der Chance sich den ersten Platz im UPO zu sichern.

Für den WAC sieht es leider schlecht aus, die müssten jetzt auch alle Spiele gewinnen um nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Heute wird wohl die Entscheidung fallen, eine Niederlage gegen den GAK und es ist vermutlich vorbei. Mit einem Sieg wären sie wieder an 1 Punkt herangerückt.
Die Entwicklung der Bundesliga |#117
26.04.2026 - 09:56 Uhr
Zitat von Felizinho

Also ich persönlich verstehe nicht warum es beim Thema Aufstockung auf anderen Social Media Seiten immer wieder diese komische Fusionsidee mit der Schweiz gibt da wir anscheinend ein zu kleines Land sind für ne größere Liga - aber auf der anderen Seite stemmt Norwegen ganz locker ne 16er Liga inklusive 16er Unterhaus und es funktioniert. Bodö ist nicht mal halb so gross wie Innsbruck. Überhaupt hat Norwegen ein Drittel weniger Einwohner.
Schweden ist nen ticken Grösser aber auch da funktionierts.

Einwohner allein sagt halt schon sehr wenig aus, weil der Stellenwert des Fußballs in der Gesellschaft die entscheidende Rolle spielt.

Wenn in China der Stellenwert des Fußballs in der Gesellschaft so hoch wäre wie in Brasilien, wären sie im Fußball eine Weltmacht, aber das ist nicht so. Laut Gemini verfolgen in Brasilien 91 % den Fußball. In China sind es nur 21 %. Die KI haut diese Zahlen raus, aber ich bin mir fast sicher, dass der Unterschied noch größer ist. Bei Österreich schreibt die KI, dass sich 55 % als Fußballfans sehen, aber das ist fix nicht die Realität.

Was in Österreichs Fußballlandschaft sicherlich noch eine große Rolle spielt, ist, dass in NÖ und Wien 40 % der Einwohner leben und davon die meisten nur Rapid-Fans sind. Von der Region St. Pölten sind unter den Fußballfans mindestens 90 % Rapidler. Ich bin aus der Region Scheibbs und die meisten sind Rapid-Fans. Da ist nicht viel Platz für andere Vereine.

Dass der Stellenwert des Fußballs in Österreich nicht so hoch ist, merkst du auch daran, dass sich viele schon aufregen, wenn sie für die 2. Liga 50 Euro im Jahr zahlen müssen. In Norwegen, Schweden und in der Schweiz geben sie mehr Geld aus – und das, ohne zusätzlich die deutsche Bundesliga sehen zu können.

Bodø/Glimt als Beispiel zu nehmen, macht aktuell aber wenig Sinn, weil mit solchen Erfolgen hätte auch Wacker Innsbruck deutlich mehr Zuschauer. Bodø/Glimt wird außerdem nicht nur in Bodø Fans haben. Wacker Innsbruck steht ja auch eher für ganz Tirol als nur für Innsbruck, weil es sonst keine emotionale große Konkurrenz gibt. Bodø/Glimt spielt in der Provinz Nordland und dort leben über 240.000 Einwohner. Aber Nordland hat eine größere Fläche als Niederösterreich wo 1,7Mio Menschen leben. Aber dort gibt es dafür kein Rapid. zwinker

Wenn man eine Liga vergleicht sollte man das immer mit einem 10 Jahres-Blick machen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 26.04.2026 um 09:59 Uhr bearbeitet
Die Entwicklung der Bundesliga |#118
26.04.2026 - 10:27 Uhr
Zitat von MartinMartin

Zitat von Boerni95

Das es hier noch nicht zum Thema wurde wundert mich ein wenig.

Ich habe dazu noch nichts geschrieben, weil ich mir bei den aktuellen Gegebenheiten nicht vorstellen kann, dass sich dafür eine Zweidrittelmehrheit finden lässt. Das Geld vom TV-Vertrag wird weniger - warum sollten sie deshalb die Liga vergrößern? Bei einer 16er Liga hat auch Sky mehr Aufwand/Ausgaben? Ob die dazu Lust haben?

Peter K. Wagner beim dbLdW -Podcast und Harald Prantl beim blackfm-Podcast haben zuletzt über diese 16er Liga Diskussion gesprochen. Beide haben etwas Insider-Wissen.

Fazit: Solch eine Reform ist aktuell komplett unrealistisch. Und jeder ist sich einig das so eine 16er Liga aktuell mehr Probleme verursachen würde als das sie Dinge lösen würde.

Sehr gefallen hat mir Josef Pröll beim Gelb-Rot Fußballtalk, weil der hat es auf den Punkt gebracht. Viele Vereine investieren sehr viel Geld für einen Erfolg/Aufstieg. Aber was ist mit den Vereinen die dann den Aufstieg nicht schaffen, oder sich übernehmen?

Dieses Problem wirst auch in einer Regionalliga unterhalb einer Bundesliga haben. Ist ja nicht so als wären in der Regionalliga noch nie Vereine pleite gegangen. Mit so einer Reform würde sich nur die Front verschieben, aber nicht die Probleme verschwinden.

Die einzigen Lösungen für Vereine aus der 2.Liga ist momentan dass sie in Zukunft höhere Transfereinnahmen lukrieren und das es ein gutes Pay-TV Modell gibt.

Wenn man bedenkt das in meiner Lehrzeit noch manche Nationalspieler von Österreich nebenbei arbeiten haben müssen, quasi keine Vollprofis waren, dann hat sich das in meiner Generation stark entwickelt. Und es ist nicht unmöglich das sich auch die 2.Liga in dieser Breite weiterhin entwickelt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 26.04.2026 um 10:29 Uhr bearbeitet
Die Entwicklung der Bundesliga |#119
27.04.2026 - 16:14 Uhr
Zitat von MartinMartin

Die einzigen Lösungen für Vereine aus der 2.Liga ist momentan dass sie in Zukunft höhere Transfereinnahmen lukrieren und das es ein gutes Pay-TV Modell gibt.


Nichts für ungut.. Aber diese Gesetze gelten für jede Liga auf dem Planeten. Ich glaube, dass das jeder gerne hätte. Aktuell musst bei unserer zweiten Liga froh sein, wenn/dass irgendwer ein bisschen was für Rechte dort ausgibt, denn die Liga ist für den Durchschnitts-Österreicher komplett uninteressant. Dementsprechend auch für jeden Pay-TV-Sender. Immerhin zeigt Sky ja scheinbar nächstes Jahr ein Live-Spiel pro Saison.

Man konnte ja offenbar nicht mal für die österreichische Bundesliga einen guten TV-Vertrag aushandeln - auch, weil da halt nicht genug Interesse da war/ist scheinbar. Sonst hätten sie die Eigenvermarktung probiert umzusetzen. Und das ist jetzt kein österreichisches Problem. Abgesehen von den Top 3-4 Ligen ist halt bei dem absoluten Überangebot an Pay-TV bzgl. Fußball für alles darunter wenig Spielraum.

Und das mit den höheren Transfereinnahmen ist halt dieselbe Illusion. Ich nehme da immer gerne das Beispiel Wacker Innsbruck her, selbst in der Bundesliga. Man wollte jahrelang ein Ausbildungsverein sein und mit Transfereinnahmen nach oben kommen. Geendet hat es in Konkursen. Der einzige Weg stabil zu bleiben ist es, wenn die Wirtschaft und Politik hinter dir steht. Siehe LASK. Da ging es nach Reichel ganz schnell nach oben. Es gab immer wieder mal gute Transfers für einen Zweitligisten. Aber nie nachhaltig und jährlich. Das geht sich halt einfach auch nicht aus. Bei den Spielern die in der zweiten Liga spielen handelt es sich um Spieler, die irgendwo im Ausland gescheitert sind oder nie den Durchbruch hatten. Bei Österreichern, die zu dem Zeitpunkt durch den Roster gefallen sind oder aus den Akademien gefallen sind. Natürlich wirst da immer wieder Spieler wie Wimmer, Seidl oder Harakaté finden. Aber nicht jedes Jahr in einer Art und Weise, dass Transfereinnahmen ein sicherer und großer Teil des Budgets werden.

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FC Wacker Innsbruck
Die Entwicklung der Bundesliga |#120
02.08.2026 - 19:08 Uhr
Wir hatten in der Bundesliga seit dem Red-Bull-Pressingfußball viele Entwicklungen. Zuerst kam das Balljagen à la Roger Schmidt. Viele haben versucht, es nachzumachen. Die Raute hat Sturm Graz erfolgreich von Salzburg kopiert. Duelle zwischen Salzburg und Sturm Graz haben sehr oft nicht gut ausgesehen, weil es nur um zweite Bälle und Sprints ging.

Es entstand auch ein Kampf zwischen den Philosophien Ballbesitzfußball und Pressingfußball. Viele Vereine haben von Trainer zu Trainer diese Philosophien gewechselt. Und letzte Saison hat die Dreierabwehr Titel gewonnen. Jetzt versuchen viele, dieses System zu perfektionieren.

Wenn eine Dreierabwehr gegen eine Dreierabwehr spielt, schaut das genauso grauslich aus, wie wenn eine Pressingmannschaft auf eine Pressingmannschaft trifft. Das konnte man gerade beim Spiel WAC gegen Austria Wien beobachten.

Was kommt als nächstes? Klopp hat bei der DFB-Pressekonferenz gemeint, dass er es interessant fand, dass die Dreierabwehr bei der WM verloren hat und die Zukunft der 10er auf den Flügelpositionen liegt. Beim Spiel Salzburg gegen Hartberg hat das wie ein typisches WM-Spiel „Groß gegen Klein“ ausgesehen, wenn es gegen eine Dreierkette ging. Je länger das Spiel gedauert hat, umso schwieriger wurde es für die Außenpositionen, die Stabilität aufrechtzuerhalten und weiterhin Nadelstiche zu setzen.

In der Bundesliga setzen sehr viele Teams auf eine 3er Abwehr und es wird sehr spannend sein welche Lösungen Salzburg findet, weil für sie wird ein System mit drei IV nicht reichen, weil sie so ihre Rolle als Favorit nicht gerecht werden können. Gegen Hartberg haben sie sehr offensive AV gebraucht und man hat recht deutlich gemerkt das es ein Damir Redzic als Flügelspieler bei vielen Spielsituationen zu wenig ist. Das mit Enrique Aguilar auf der anderen Seite ein 10er gespielt hat ist eine klare Ansage in welche Richtung das gehen könnte. Dadurch das so viele Teams mit einer 3er Abwehr spielen wird es 10er in den Halbräumen und sehr gute AV brauchen.
Denke das sie deshalb noch einen 10er holen der ein halber Flügelspieler ist.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MartinMartin am 02.08.2026 um 19:10 Uhr bearbeitet
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