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Daniel Scherning
Geburtsdatum 29.10.1983
Alter 42
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion Trainer
Akt. Verein SV Wehen Wiesbaden

Daniel Scherning [Trainer]

07.11.2023 - 14:31 Uhr
Daniel Scherning [Trainer] |#531
30.04.2025 - 14:36 Uhr
Zitat von bsjunge
ich habe ja auch mehr als einmal gegen Scherning geschossen. Und war felsenfest davon überzeugt das die Nichtentlassung ein ganz schwerer Fehler vom Verein war und wir quasi vor 4 Wochen abgestiegen sind.
Allerdings haben wir jetzt eine andere Situation das wir sogar über Paltz 14 noch sprechen können ohne dabei zu fantasieren!
Wie dieser turnaround zustande gekommen ist , ist mir ehrlich gesagt immer noch ein Rätsel, lag es wirklich nur daran das Köhler jetzt in der Innenverteidigung steht?
Eigentlich ist mir das auch egal weil jetzt wenn es um die Wurst geht, plötzlich die Ergebnisse kommen und die direkte Konkurrenz schwächelt obendrein.

Und genau deshalb lasse ich im Moment die Einprügelei auf unseren Trainer. Wir alle wollen das unsere Eintracht drin bleibt und was aber auch zur Wahrheit gehört ist das WIE und da hat die Vereinsführung NACH der Saison die Aufgabe jeden Stein umzudrehen und alles zu versuchen das sich sowas nicht zum 4 mal wiederholt und wir die ganze Saison gegen den Abstieg spielen.


Dem stimme ich zu. Nach dem Hertha-Spiel habe ich die nächsten Tage im Viertelstundentakt aufs Handy geschaut in der Hoffnung, die Entlassung wird verkündet.

Aber die letzten Wochen genieße ich in vollen Zügen. Da irre ich mich auch gerne mal und muss klar eingestehen, dass ich das weder Team und schon gar nicht dem Trainer zugetraut hätte.

Dem Trainerthema folge ich interessiert, aber Fokus hat für mich einzig der Klassenerhalt. Danach kann man nochmal ausführlich in die ehrliche, inhaltliche Aufarbeitung gehen und schauen, ob es nächste Saison unter DS besser laufen könnte. Sagt man nein und Platz 14-15 bliebe wohl das Maximum unter DS, dann sollte die Planung in eine andere Richtung gehen.
Daniel Scherning [Trainer] |#532
30.04.2025 - 16:52 Uhr
Denke mir, man sollte die Saison "insgesamt" betrachten und was da veranstaltet wurde, ist nicht in Ordnung. Wenn es am Ende für Platz 14 oder 15 reicht, schön. Freudensprünge kann man jedenfalls nicht machen, wenn man sich vier Spiele mit 5 Gegentoren abschlachten lässt und so eine Hinrunde spielt.

Das ist im Gesamtbild halt einfach eine Saison, wo du den Fernseher einschlagen möchtest. Anders kann man es nicht sagen. Glaube ganze 4-5 Spiele hat mich diese Mannschaft in dieser Saison mal gepackt und überzeugen können. 4-5 von 31.
Daniel Scherning [Trainer] |#533
30.04.2025 - 17:17 Uhr
Zitat von ChainsawJens
Denke mir, man sollte die Saison "insgesamt" betrachten und was da veranstaltet wurde, ist nicht in Ordnung. Wenn es am Ende für Platz 14 oder 15 reicht, schön. Freudensprünge kann man jedenfalls nicht machen, wenn man sich vier Spiele mit 5 Gegentoren abschlachten lässt und so eine Hinrunde spielt.

Das ist im Gesamtbild halt einfach eine Saison, wo du den Fernseher einschlagen möchtest. Anders kann man es nicht sagen. Glaube ganze 4-5 Spiele hat mich diese Mannschaft in dieser Saison mal gepackt und überzeugen können. 4-5 von 31.


So ist es leider. Aber vielen Fans bleiben am Ende nur einzelne Ausreißer wie das starke Spiel in Hamburg oder ein Derby-Sieg gegen Hannover in Erinnerung – auch wenn die 96er an dem Tag quasi gar nicht stattgefunden haben.

Diese wenigen Highlights überdecken dann plötzlich eine komplette Saison voller Tiefpunkte, in der man regelmäßig unter die Räder kam und in der fußballerisch über weite Strecken kaum etwas zu sehen war. In Braunschweig hat man manchmal das Gefühl, dass ein, zwei gute Spiele reichen, um alles andere zu vergessen – inklusive der Tatsache, dass wir uns überhaupt erst selbst in diese gefährliche Lage gebracht haben.

Und dann wird das Minimalziel Klassenerhalt gefeiert, als wäre man aufgestiegen. Diese Anspruchslosigkeit ist, so ehrlich muss man sein, mittlerweile auch Teil unserer Vereins-DNA geworden. Dabei sollte genau das der Punkt sein, an dem man endlich mal ansetzen muss.

•     •     •

Domi Kumbela – Dennis Kruppke
Mirko Boland
Norman Theuerkauf - Marc Pfitzner
Damir Vrancic
Ken Reichel – Deniz Dogan – Ermin Bicakcic – Benjamin Kessel
Jasmin Fejzic

Trainer: Torsten Lieberknecht

Ein Jahrzehnt voller Herz, Leidenschaft und Löwenmut – Danke für alles!
Daniel Scherning [Trainer] |#534
30.04.2025 - 19:01 Uhr
Ich möchte weder etwas schön reden, noch möchte ich Partei ergreifen.

Aber es geht nicht an, dass auf der einen Seite Ausreißer genannt werden, die aber nicht zählen sollen ( z.B. Kackstadt, 2x HSV, …) auf der anderen Seite die Ausreißer ( abschlachten, …) aber zählen sollen und müssen.

Entweder es wird komplett betrachtet oder man kann es auch gleich lassen.
Wer eine Analyse oder Betrachtung voreingenommen angeht, kann niemals ergebnisoffen sein, für den steht das Ergebnis ja bereits vorher fest.

Wer möchte, kann sich gerne die Hinrunden- gegen die Rückrundentabelle anschauen.
Da sollte schon eine Entwicklung ( zumindest von den Ergebnissen) erkennbar sein.

Es kommt halt auf die Absprungbasis an, die zugrunde gelegt wird.
Wer erwartet hat, dass nach drei Jahren zweite Liga jetzt endlich um die einstelligen Plätze gespielt werden muss, der wird nach wie vor vom Saisonverlauf enttäuscht sein.

Wer erwartet hat, dass es eine schwere Saison wird ( siehe z.B. Experteneinschätzungen von GSN, NDR, etc) der sieht die Mannschaft, auch hier über die komplette Saison betrachtet, durchaus im Soll.

Es gibt ja auch Stimmen, die behaupten, es gebe keine Spielphilosophie.
Dem ist aber nicht so, da Eintracht durchaus eine Spielstrategie verfolgt, Konterfussball.
Nicht umsonst zählen die gegnerischen Trainer immer wieder auf, welche Gefahr von Eintracht aus geht und dass unbedingt auf die Absicherung geachtet werden muss.

Am wenigsten Punkte wurden geholt, als Eintracht versucht hat selbst mitzuspielen und über Ballbesitz etwas zu kreieren.

Mir persönlich ist es lieber, gegen die Aufsteiger nicht gut zu spielen, aber das Saisonziel zu erreichen, als in Schönheit zu sterben. In den Spielen also zumeist die bessere Mannschaft zu sein, aber nicht zu punkten.

Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

Ich hoffe auf eine umfassende, ergebnisoffene Analyse nach der Saison, wo offen alle Parameter angesprochen werden.
Von der Kaderzusammenstellung, über Peripherie, Trainingsmethoden bis hin zu den Aufstellungen und Wechseln an den Spieltagen.
Daniel Scherning [Trainer] |#535
30.04.2025 - 20:52 Uhr
Zitat von Prill
Ich möchte weder etwas schön reden, noch möchte ich Partei ergreifen.

Aber es geht nicht an, dass auf der einen Seite Ausreißer genannt werden, die aber nicht zählen sollen ( z.B. Kackstadt, 2x HSV, …) auf der anderen Seite die Ausreißer ( abschlachten, …) aber zählen sollen und müssen.

Entweder es wird komplett betrachtet oder man kann es auch gleich lassen.
Wer eine Analyse oder Betrachtung voreingenommen angeht, kann niemals ergebnisoffen sein, für den steht das Ergebnis ja bereits vorher fest.

Wer möchte, kann sich gerne die Hinrunden- gegen die Rückrundentabelle anschauen.
Da sollte schon eine Entwicklung ( zumindest von den Ergebnissen) erkennbar sein.

Es kommt halt auf die Absprungbasis an, die zugrunde gelegt wird.
Wer erwartet hat, dass nach drei Jahren zweite Liga jetzt endlich um die einstelligen Plätze gespielt werden muss, der wird nach wie vor vom Saisonverlauf enttäuscht sein.

Wer erwartet hat, dass es eine schwere Saison wird ( siehe z.B. Experteneinschätzungen von GSN, NDR, etc) der sieht die Mannschaft, auch hier über die komplette Saison betrachtet, durchaus im Soll.

Es gibt ja auch Stimmen, die behaupten, es gebe keine Spielphilosophie.
Dem ist aber nicht so, da Eintracht durchaus eine Spielstrategie verfolgt, Konterfussball.
Nicht umsonst zählen die gegnerischen Trainer immer wieder auf, welche Gefahr von Eintracht aus geht und dass unbedingt auf die Absicherung geachtet werden muss.

Am wenigsten Punkte wurden geholt, als Eintracht versucht hat selbst mitzuspielen und über Ballbesitz etwas zu kreieren.

Mir persönlich ist es lieber, gegen die Aufsteiger nicht gut zu spielen, aber das Saisonziel zu erreichen, als in Schönheit zu sterben. In den Spielen also zumeist die bessere Mannschaft zu sein, aber nicht zu punkten.

Jetzt habe ich viel mehr geschrieben als ich eigentlich wollte.

Ich hoffe auf eine umfassende, ergebnisoffene Analyse nach der Saison, wo offen alle Parameter angesprochen werden.
Von der Kaderzusammenstellung, über Peripherie, Trainingsmethoden bis hin zu den Aufstellungen und Wechseln an den Spieltagen.


Danke dir für deinen differenzierten Beitrag, den ich so unterstütze.
In Summe ist mir die Diskussion um DS zu einfach. Mir scheinen manche Beiträge so, als gäbe es nur eine Meinung - bzw. kann es nur eine "richtige" Meinung geben, eine Medaillie hat aber immer zwei Seiten. Es gibt eben nicht nur schwarz oder weiß - hat auch aus meiner Sicht nichts mit "Entwicklung" oder "Ansprüchen" zu tun, sondern mit der knallharten Realität.

Ich habe ja bereits angekündigt, meine Meinung darüber kundzutun, weshalb ich der Meinung bin das DS auch über die Saison hinaus Trainer bleiben sollte - ich möchte das thematisch gerne auch unterteilen. Fangen wir mit dem Trainer an sich an.

Für DS spricht aus meiner Sicht:
- Er ist authentisch. Zumindest kommt es mir so vor, als lebe er und sei er genau das, was er sagt / zeigt. Er ist nicht dieser 0815-Trainer, den du ans Sky-Mikrofon gestellt bekommst und der dir dann irgendwas von "inversen Außenverteidigern" erzählt. Er spricht eine klare Sprache, die jeder nachvollziehen kann. Einzig allein die Wörter "Box" und "Komponente" kann ich nicht mehr hören.

- Er hat bewiesen das er mit Druck und den Erwartungen in Braunschweig umgehen kann. Sei es in der vergangenen Saison als er als Feuerwehrmann kam, oder eben auch in dieser Saison, mit der er mehrfach mit dem Rücken zur Wand stand.

- Entwicklung: entgegen der scheinbar anhaltenden Meinung das er es nicht schafft, Spieler zu entwickeln, sehe ich das nicht so. Er hat einen Kaufmann in der vergangenen Saison zum ZM gemacht, diese Saison einen Köhler in die IV entwickelt, einen Marie auf 2-Liga Niveau gebracht und das allerwichtigste aus meiner Sicht: unter SEINER Regie hat sich ein Phillippe erst entwickelt. Er hat ihn im letzten Jahr zum Spiel gegen Wiesbaden reingeworfen und ihm seitdem kontinuierlich das Vertrauen geschenkt. Zudem: schaut man sich die Rückrunde mit der Hinserie an, so stellt man verwundert fest das wir in diesem Jahr (14 Spiele) bisher 3 Niederlagen kassiert haben.

- Coach: neben seiner fachlichen Expertise (die er ja dank nachgewiesener UEFA-Pro-Lizenz hat - und die man btw. auch nicht einfach so bekommt -> jeder der sich selbst als Trainer entwickelt hat weiß, wovon ich spreche), ist ein Coach eben nicht nur ein "Fußballlehrer", sondern auch ein Menschenfänger. Anders ist es nicht zu erklären, das er die Störgeräusche in der Mannschaft zu klein wie möglich hält. Er hat die Kabine stets und nicht nur in den positiven Phasen, hinter sich gehabt. Mehrfach und unabhängig der Spieler wurde ihm bescheinigt, ein guter Coach zu sein. In einem 30-Mann Kader ist es nicht einfach, einem Raebiger, Sane, WOC etc. zu erklären, warum es dieses mal wieder nicht für den Kader reicht. Er zeigt aber scheinbar Perspektiven und Alternativen auf, was in unserer Gesamtsituation mehr als notwendig ist. Das Ziel, die Mannschaft und der Verein, steht über allem.

- Siege und Niederlagen: Ist es schön, sich mehrere Packungen mit 5 Gegentoren einzufangen? Nein. Ist das "normal": nein. Erstrebenswert? Auch nicht. Wurde das jemals heruntergspielt? Nein. Ist es schlimm gegen direkte Konkurenz "wenig Punkte" geholt zu haben? Nein. Kleiner Sidefact: gegen Fürth (direkter Konkurrent) haben wir gewonnen und verloren, gegen alle anderen unentschieden gespielt (Hinspiel in Ulm ausgenommen). Somit hat nur Ulm als einziger Konkurrent einen Mehrwert durch uns erhalten. Diese Teams sind keine Selbstläufer. Da spielen auch Spieler, die richtig gut kicken können. Es sind eben keine Pflichtsiege.

Thematisch möchte ich nun einen Switch machen und auf die Rahmenbedingungen eingehen, die wir im Gesamtverein haben:

Warum schaffen wir es nun also nicht, mal eine Saison "Ruhe" zu haben? Das liegt neben den gefühlt 600-Transferbewegungen im letzten Sommer, der Umbruch für Umbruch nach sich zieht, vor allem an Dingen wie:
- Katastrophales NLZ - Infrastrukturell sowie sportlich. Da kommt nix, gar nix. Seit Jahren nix. Und da wird auch nichts kommen, zumindest nicht mit ernsthaften Einsatzchancen. Das größte Potential hatte aus meiner Sicht ein Rami Zouaoui. Wir spielen im NLZ-Bereich halt einfach eine untergeordnete Rolle - möglicherweise gibts hier auch zu viel gute / größere in der näheren Umgebungen.

Aus eigenen Hospitationserfahrungen bei WOB, Hannover und Hamburg kann ich sagen. Das sind ganz andere Welten. Und das ist auch okay.

- Finanzen und Sponsoren: wie es um unsere Finanzen steht, hat ja Wolle Benz gestern ausführlich erklärt. Zudem sind wir auch hier wieder im Dreieck WOB, Hannover und Hamburg, wo potentiell große Sponsoren eher andere Engangements antreten. Wir leben in der Sponsoren-Thematik hauptsächlich von dem lokalen Bezug.

Diese ganzen Argumente zeigen aus meiner Sicht eins: die Fußballwelt ist mehr, als nur eine kontinuierlliche Entwicklung. Die beste und langfristigste Entwicklung hatten wir, als Konstanz auf dem Stuhl des Sportdirektors / Sport-Vorstand und Konstanz auf dem Stuhl des Trainers war (Marc Arnold; Torsten Lieberknecht). Zudem glaube ich ganz fest das es - Stand heute 30.04.2025 - keinen Trainer gibt, der diesen Job besser machen könnte als DS. Zumindest niemand, der in unserer Range liegt. Auch ein Pep Guardiola würde aus Szabo keinen Haaland machen. Und ein Max Marie wird auch kein Rodri.

Wie dolle wurde am Anfang die Verpflichtung von Miro Klose zerissen - auch der ist in allen seinen vorhigern Stationen gescheitert. Bei ihm ging die positive Entwicklung aber schneller. Weil Nürnberg ein ganz anderer Club, mit einem ganz anderen NLZ / Unterbau (siehe alleine diese Saison Janisch u. Forkel bspw) ist.

Ich traue DS in der kommenden Saison eine Entwicklung der Mannschaft zu. Und ich hoffe auch sehr das er sich das alles nicht zu sehr zu Herzen genommen hat. Denn auch DS ist ein Mensch und solche Situationen und Kritiken, die teilw. beschämend und vor allem ganz weit unter der Gürtellinie waren, gehen an keinem Spurlos vorbei.

•     •     •

Am Ende fragt man sich immer woran es jelegen hat!
Daniel Scherning [Trainer] |#536
01.05.2025 - 07:22 Uhr
Sehr schöner Beitrag @PASUBS, bitte mehr davon.

Ich habe einfach keinen Bock mehr, dieses ewige Gejammer, wie schlecht und schei$$e doch alles ist, zu lesen. Immer ist das Glas halb leer, immer und immer wieder die selbe Leier.

Insofern, Mutige voran und bietet den Dauernörglern Paroli daumen-hoch

Ich für meinen Teil war auch sehr frustriert über die Klatschen in dieser Saison, habe aber trotzdem immer einen engagierten Trainer an der Seitenlinie gesehen. Ich erinnere gerne an den Kopfschüttler Härtel oder den Abwinker Breitenreiter, sowas will ich hier nicht sehen.

DS passt!
Daniel Scherning [Trainer] |#537
01.05.2025 - 07:42 Uhr
@Prill
@PASUBS und
@BTSV4me

Daumen hoch für eure äußerst sachlichen Beiträge!

•     •     •

Einmal Löwe - immer Löwe!
Daniel Scherning [Trainer] |#538
01.05.2025 - 08:06 Uhr
Nach der letzten Saison und der Übernahme von Scherning und dem darauffolgenden Klassenerhalt mit einer starken Rückrunde, haben wir uns hier wohl alle eine bessere Saison sowie eine erkennbare Entwicklung der Mannschaft gewünscht.

Scherning wollte es Anfang der Saison mit einem spielerischen Ansatz probieren und das ging bekanntlich in die Hose. Da hat er wohl die Qualität des Kaders falsch eingeschätzt.

Er hat dann umgestellt und es begann eine Phase mit dem Derbysieg und dem Hinspielsieg gegen den HSV, wo man dachte, dass die Truppe stabil geworden ist und ein System mit der passenden Taktik gefunden wurde.

Dann gab es, auch durch viele Verletzte, einen kompletten Einbruch. Hier wirkte Scherning schon fast etwas hilflos und hatte keinen Ansatz, etwas dieser Phase entgegenzuwirken.

In der Winterpause stand er zur Debatte und durfte weitermachen. Es wurden Verstärkungen wie Tempelmann, Baas, Hoffmann und Tachie verpflichtet und die Qualität der Mannschaft deutlich erhöht, sodass man die Klasse halten muss. Gerade wenn man die Kader mit Regensburg, Münster und Ulm vergleicht.

Die Rückrunde war dann ein Auf und Ab mit guten und schlechten Auftritten. Negativer Höhepunkt war die Klatsche gegen Berlin und der fast sicheren Entlassung von Scherning als Folge.

Danach kam ein eher schwacher Auftritt gegen Münster und ein sehr glücklicher Sieg gegen Paderborn. Dieser hat die Mannschaft richtig gepusht und sie haben dann tolle Spiele gegen den HSV und Lautern gezeigt und extrem wichtige Punkte für den Klassenerhalt geholt.

Der Auftritt gegen Regensburg war dann wieder sehr ernüchternd und die Mannschaft wirkte so, als können Sie mit dem Druck in der Favoritenrolle so gar nicht klarkommen. Dieses Muster zieht sich schon die komplette Saison, wenn man an die Auftritte gegen die Aufsteiger denkt. 6 Spiele kein Sieg ist eine sehr ernüchternde Bilanz.

Positiv will ich hervorheben, dass Scherning die Mannschaft gegen bessere Teams in der Regel gut einstellen kann und man dort ordentlich punktet. Die Rückrunde sieht Punktetechnisch gut aus.

Negativ waren die fragwürdigen Auftritte wie bei den hohen Niederlagen wie gegen Köln, Düsseldorf und Hertha. Verlieren kann man, aber so wehrlos "abgeschlachtet" zu werden ist in der Häufigkeit nicht akzeptabel.

Dazu schafft es Scherning wohl noch nicht die Mannschaft mental da hinzubekommen, dass sie mit der Favoritenrolle zurecht kommen, um gegen die "Kleineren" Siege einzufahren.


Wenn wir den Klassenerhalt hoffentlich schaffen, stehen wir im Endeffekt da, wo wir letzte Saison standen. Eine große Entwicklung hat nicht stattgefunden. Traue ich Scherning diese Entwicklung langfristig zu? Ehrlich gesagt bin ich mir da unschlüssig. Bei mir ist es gerade 50/50.

Ich will noch hinzufügen, dass wir die Qualität der Transfers, die wir im Winter hatten, unbedingt im Sommer brauchen, um eine bessere Grundlage für Scherning oder den neuen Trainer zu haben. Hier muss sich Kessel auch ein gutes Stück steigern.
Daniel Scherning [Trainer] |#539
01.05.2025 - 09:51 Uhr
@Joker93 inzwischen bin ich auch bei 50/50 ob er der richtige für die Zukunft ist. Vor ein paar Wochen waren es noch 0/100 gegen Ihn bei mir.
Immerhin haben wir inzwischen ungefähr jedes 4. Spiel gewonnen. Dazu kommen noch 10 Unendschieden. Das es noch besser geht steht außer Frage.
Wie man am gestrigen Abend im Tempel erfahren konnte gehört jetzt wohl auch eine Sportpsychologin zum Stab. Schade nur das man sich dieses Instrument anscheinend erst so spät in der Saison bedient hat!

https://www.eintracht.com/news/artikel/aufschlussreiche-fanversammlung-im-eintracht-stadion-1
(siehe Trainerposition und Anpassungen)

Und wenn ich mir so die alternativen und realistisch bezahlbaren Trainer auf den Markt anschaue weis ich nicht ob da wirklich jemand besseres dabei ist.
Vielleicht ist Kontinuität in unseren Fall doch gut...

•     •     •

alter Löwe

Dieser Beitrag wurde zuletzt von bsjunge am 01.05.2025 um 09:53 Uhr bearbeitet
Daniel Scherning [Trainer] |#540
01.05.2025 - 12:52 Uhr
Sollte der Klassenerhalt geschafft werden bin ich zu 100% dafuer DS weiterzubeschaeftigen. Ich glaube das er so reflektiert ist das er aus den letzten 2 Jahren die richtigen Schluesse zieht, wie es geht und wie es nicht geht. Desweiteren hat er einen hervorragenden Draht zur Manschaft und diese bekanntlich hinter sich, trotzdessen der sportliche Erfolg wenn ueberhaupt zum Ende der Saison sich einstellt. (Hoffen wir mal)

Wenn wir ueber die Weiterentwicklung von Manschaften sprechen und dies DS nicht zutrauen, muss man aber auch mal nach rechts und links schauen. Tietz in Magdeburg und Horst Steffen in Elversberg ist dies sicherlich gelungen, alle anderen Trainern, das sind dann insgesamt 20+, die sich versuchen durften, haben ihre jeweiligen Manschaften nicht wesentlich weiterentwickelt, mehrheitlich trotz wesentlich besserer Rahmenbedingungen.
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