BVB - Aktie
07.04.2016 - 09:41 Uhr
29.08.2017 - 19:05 Uhr
Zitat von halbgott
Jetzt aber wird es mein Hauptpunkt oder eventuell einzige Punkt sein!
Watzke und Treß erhalten sehr hohe Bonuszahlungen. Diese Bonuszahlungen sind total berechtigt, sie machen einen großartigen Job.
ABER
Man könnte einen großen Teil der Bonuszahlungen mit Aktien vergüten, das hätte viele Vorteile!!
Natürlich wird der Aktienkurs sehr oft klar unter Wert verkauft, es gibt mitunter große Schwankungen, die völlig irrational sind. Ich rede jetzt nicht von der grundsätzlichen Unterbewertung, sondern von der viel zu großen Volalität ganz allgemein, was viele Investoren abschreckt.
Wer jetzt gerade bei Aktienkursen von 7,30 bis 7,70 verkauft hatte, konnte darauf spekulieren, daß er sich die Teile eventuell günstiger wieder zurückholen kann. Bei einem stumpfen Aktienrückkaufprogramm hingegen, gehen einige dieser Schwankungen zurück, das macht den Aktienkurs stabiler und das nützt am langen Ende auch der Kursentwicklung, soll heissen, die faire Bewertung wird schneller erreicht. Man verkauft nicht mehr so schnell, eben weil gewisse Tradingwahrscheinlichkeiten geringer werden.
Zudem hätte es einen psychologischen Effekt. Sehr oft wurde von außen moniert, Watzke hätte keine Aktien. Es wurde auch moniert, daß er schlecht über Aktien im allgemeinen reden würde und über die BVB Aktie im speziellen. Er hätte sich die Börsennotierung nicht ausgesucht, das hätten seine Vorgänger gemacht!
Finanzjournalisten haben diese Aussagen sehr genau registriert, Börse Stuttgart TV, Börsengeflüster und einige andere.
Da sich die Kapitalmarktkommunikation mittlerweile klar gebessert hat, daß z.B. die Fragen der Journalisten bei der Bilanzpressekonferenz zu hören waren, ist ein echter Vorteil, bei der letzten Bilanzpressekonferenz wurde nach den Reden von Watzke und Treß einfach abgeschaltet, wäre es sehr gut, wenn Watzke und Treß, so wie bei vielen, vielen anderen Unternehmen auch, selber Aktien besitzen, weil ihre Bonusvergütungen teilweise über BVB Aktien geschieht.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob nach Spielerverkäufen, Watzke und Treß Millionenzahlungen erhalten oder aber BVB Aktien. Mal angesehen davon, daß sie selber davon Vorteile hätten, eine bessere Geldanlage in den letzten Jahren hätten sie kaum gefunden, es wäre aber auch so, daß jeder Fan BVB Aktien haben könnte.
Die immer wieder aufkommende Frage, ob es wirklich sinnvoll ist eine schwerwiegende unternehmerische Entscheidung zu fällen, indem man "OHNE NOT", was genau die Not war ist ja spekulativ, den besten Spieler verkauft, obwohl dieser noch 4 Jahre Vertrag hat oder obwohl dieser den BVB erpresst hat, ist für viele leichter zu ertragen, wenn Watzke dafür nicht auch noch Millionenzahlungen erhält!
Und wenn Watzke mal gut über die BVB Aktie redet, also faire Bewertung bei jenseits der Milliarde, dann werden seine Aussagen sicherlich glaubwürdiger, wenn er selber BVB Aktien besitzen würde. Geht an der Börse immer um Glaubwürdigkeit!!
Es geht natürlich niemals um steigende Aktienkurse im allgemeinen, niemals. Sondern um die beste Entscheidung für das Unternehmen! Lewandowski zu halten und dann ablösefrei ziehen zu lassen oder die Eintrittspreise unten halten, das sind wichtige Unternehmensentscheidungen, die auch von den Aktionären getragen werden, von mir sowieso. Wenn Watzke aber Aktien besitzen würde, dann wäre viel klarer, worum es geht:
Um das Optimale für den BVB, auch wenn manche Entscheidungen diskutabel sein können.
Jetzt aber wird es mein Hauptpunkt oder eventuell einzige Punkt sein!
Watzke und Treß erhalten sehr hohe Bonuszahlungen. Diese Bonuszahlungen sind total berechtigt, sie machen einen großartigen Job.
ABER
Man könnte einen großen Teil der Bonuszahlungen mit Aktien vergüten, das hätte viele Vorteile!!
Natürlich wird der Aktienkurs sehr oft klar unter Wert verkauft, es gibt mitunter große Schwankungen, die völlig irrational sind. Ich rede jetzt nicht von der grundsätzlichen Unterbewertung, sondern von der viel zu großen Volalität ganz allgemein, was viele Investoren abschreckt.
Wer jetzt gerade bei Aktienkursen von 7,30 bis 7,70 verkauft hatte, konnte darauf spekulieren, daß er sich die Teile eventuell günstiger wieder zurückholen kann. Bei einem stumpfen Aktienrückkaufprogramm hingegen, gehen einige dieser Schwankungen zurück, das macht den Aktienkurs stabiler und das nützt am langen Ende auch der Kursentwicklung, soll heissen, die faire Bewertung wird schneller erreicht. Man verkauft nicht mehr so schnell, eben weil gewisse Tradingwahrscheinlichkeiten geringer werden.
Zudem hätte es einen psychologischen Effekt. Sehr oft wurde von außen moniert, Watzke hätte keine Aktien. Es wurde auch moniert, daß er schlecht über Aktien im allgemeinen reden würde und über die BVB Aktie im speziellen. Er hätte sich die Börsennotierung nicht ausgesucht, das hätten seine Vorgänger gemacht!
Finanzjournalisten haben diese Aussagen sehr genau registriert, Börse Stuttgart TV, Börsengeflüster und einige andere.
Da sich die Kapitalmarktkommunikation mittlerweile klar gebessert hat, daß z.B. die Fragen der Journalisten bei der Bilanzpressekonferenz zu hören waren, ist ein echter Vorteil, bei der letzten Bilanzpressekonferenz wurde nach den Reden von Watzke und Treß einfach abgeschaltet, wäre es sehr gut, wenn Watzke und Treß, so wie bei vielen, vielen anderen Unternehmen auch, selber Aktien besitzen, weil ihre Bonusvergütungen teilweise über BVB Aktien geschieht.
Es ist ein gewaltiger Unterschied, ob nach Spielerverkäufen, Watzke und Treß Millionenzahlungen erhalten oder aber BVB Aktien. Mal angesehen davon, daß sie selber davon Vorteile hätten, eine bessere Geldanlage in den letzten Jahren hätten sie kaum gefunden, es wäre aber auch so, daß jeder Fan BVB Aktien haben könnte.
Die immer wieder aufkommende Frage, ob es wirklich sinnvoll ist eine schwerwiegende unternehmerische Entscheidung zu fällen, indem man "OHNE NOT", was genau die Not war ist ja spekulativ, den besten Spieler verkauft, obwohl dieser noch 4 Jahre Vertrag hat oder obwohl dieser den BVB erpresst hat, ist für viele leichter zu ertragen, wenn Watzke dafür nicht auch noch Millionenzahlungen erhält!
Und wenn Watzke mal gut über die BVB Aktie redet, also faire Bewertung bei jenseits der Milliarde, dann werden seine Aussagen sicherlich glaubwürdiger, wenn er selber BVB Aktien besitzen würde. Geht an der Börse immer um Glaubwürdigkeit!!
Es geht natürlich niemals um steigende Aktienkurse im allgemeinen, niemals. Sondern um die beste Entscheidung für das Unternehmen! Lewandowski zu halten und dann ablösefrei ziehen zu lassen oder die Eintrittspreise unten halten, das sind wichtige Unternehmensentscheidungen, die auch von den Aktionären getragen werden, von mir sowieso. Wenn Watzke aber Aktien besitzen würde, dann wäre viel klarer, worum es geht:
Um das Optimale für den BVB, auch wenn manche Entscheidungen diskutabel sein können.
Bekomme etwas Bauchschmerzen:
Wir haben jetzt Watzke, der den Weg geht, "Keine wilden Sachen" zu machen. Er streicht sich seine Boni über gute Spielerverkäufe ein.
Werden diese Boni in Aktien bezahlt,setzt man sich doch auch einer Gewinnauschüttung aus. Klar kann man Aktien dann verkaufen und erhält die unabhängigkeit, jedoch ist dann nicht der erste dicke Brocken geworfen für höhere Ausschüttungen?
Momentan läuft es so: Watzke &Co machen einen guten Job und bekommen dafür ihren Lohn/Boni. Verlassen sie die Geschäftsleitung ist auch Sense damit.
In Aktien: Das kann dreckig werden... Watzke macht sich persönlich angreifbar bei jeder Gewinnausschüttung.Nicht nur Jetzt, sondern auch in Zukunft. Die Reinheit ist dann nicht mehr so gegeben.
Das wird derbe diskutiert werden. Da kommt jeder schnell drauf und wird anfangen jede kleinste Entscheidung übel zu hinterfragen...
29.08.2017 - 19:57 Uhr
Zitat von Torjubel
Das wird derbe diskutiert werden. Da kommt jeder schnell drauf und wird anfangen jede kleinste Entscheidung übel zu hinterfragen...
Das wird derbe diskutiert werden. Da kommt jeder schnell drauf und wird anfangen jede kleinste Entscheidung übel zu hinterfragen...
Glaube nicht, daß andere das derbe diskutieren würden. Jetzt bekommt er einfach viel Geld, das ist letztlich viel fragwürdiger. Eine Aktie hingegen ist ein völlig relativer Wert. Der Aktienkurs könnte auch sinken, das tut er auch oft genug, liegt in der Natur der Sache. Wenn Du so willst beteiligt er sich an seinem Unternehmen statt extra viel Geld für sich selbst zu bekommen.
Und wenn der Aktienkurs wegen solcher Sachen schneller zu einer fairen Bewertung gelangen könnte, hätte auch Borussia Dortmund direkt Vorteile.
Wenn Watzke die letzte Kapitalerhöhung nicht bei 4,31/4,66 durchgeführt hätte, sondern beim doppelten Preis, weil der Aktienkurs höher gestanden hätte, was der fairen Bewertung entspricht, dann hätte der BVB nicht 140 Mio bekommen, sondern 280 Mio. Das ist ein ganz gewaltiger Unterschied. Von solchen Vorteilen profitiert Borussia Dortmund direkt, bei der letzten Kapitalerhöhung konnte man deswegen teuerst mit Aubameyang und Reus verlängern, obwohl man gerade gegen den Abstieg kämpfte!
Ist ja auch nur ein Vorschlag, wir werden sehen, was dabei rauskommt.
30.08.2017 - 00:14 Uhr
Ich habe sehr ausführlich mit dem Analysten telefoniert und seine Analyse hier kommentiert:
https://bvbaktie.blogspot.de/2017/08/bvb-analyst-oddo-bhf.html
Wer mehr Infos zum Telefongespräch haben will, schickt mir eine kurze Mail
https://bvbaktie.blogspot.de/2017/08/bvb-analyst-oddo-bhf.html
Wer mehr Infos zum Telefongespräch haben will, schickt mir eine kurze Mail
30.08.2017 - 09:11 Uhr
Zitat von Fibonacci1123
Wenn man wie Watzke traditionell der Meinung ist, dass der BVB unterbewertet ist (nannte bei Wonti einen Wert von 1 Milliarde+) und man jetzt massig Kohle zum investieren hat und eine Kurssteigerung erwartet...
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
Wenn man wie Watzke traditionell der Meinung ist, dass der BVB unterbewertet ist (nannte bei Wonti einen Wert von 1 Milliarde+) und man jetzt massig Kohle zum investieren hat und eine Kurssteigerung erwartet...
Würde es Sinn ergeben für den BVB, Aktien zurück zu kaufen?
Ich weiß, es gibt Konzepte wie das "no trade theorem" welche allgemein Handel als unsinnig betrachten, weil der Verkäufer nicht unter Wert verkauft und Kurserwartungen mit einberechnet in die Forderung etc.
Aber der BVB sollte hier von einer Informations-Asymmetrie profitieren, weil der Verein letztlich am meisten Einblick hat, mehr als jeder Anleger und somit eine genauere Einschätzung vornehmen kann.
Würde das SInn ergeben, oder ist das völliger Quatsch?
Finde die Ausführungen von Halbgott bzgl. Der Boni zwar gut, aber was ist denn der Hintergrund deiner Frage mit der Erwähnung, das man nun massig Geld zum investieren hat?
Auf die Steuerlast hat ein Aktienkauf (außer ggfs bei schlechtem Verlauf) & bis auf die Finanzierungskosten in der GuV keine Auswirkungen. Man schichtet nur Geld um in der Bilanz.
Als Investment bringen Spielerkäufe selbst bei geringen Marktwert Steigerungen mehr Rendite als die Aktie.
Okay, bzgl der Bewertung könnte man einiges erreichen jedoch wird diese aufgrund der geringeren Rendite + bleibender Steuerlast "teuerer" erkauft & da man sich ohnehin nicht als Börsenunternehmen sieht, spielt die Bewertungs Kosmetik eine geringe bis gar keine Rolle.
Gut, längerfristig könnte man den Rendite Verlust ggfs eindämmen (Steuern zahlt man auf steigende Kurse sowieso) vor allem durch eine Kapitalerhöhung, die nicht geplant ist. Zudem wäre es eine Entscheidung auf spekulativer Basis.
Kurzum, unternehmenspolitisch macht dies bis auf evtl. Bei den Boni wenig Sinn.
30.08.2017 - 09:49 Uhr
"Unternehmerisch wenig sinnvoll" lässt mir die Fußnägel hochrollen!
Zum einen hat Halbgott den Vorteil für die Firma doch just davor erklärt. Zum anderen sollte man auch langsam mal zusehen, dass man die Aktionäre etwas an den Laden bindet. Wir hatten da eine massive Verwässerung , die hat uns Aktionäre richtig viel Wert gekostet. Jetzt war Zahltag, da sind die Aktionäre auch einfach mal dran! Der Kader quillt langsam über, da ist nicht mehr viel dran zu tun. Aber mal 2 Mio Aktien zurück kaufen wäre ein feine Sache. Das gibt die erwähnte Kursstabilität, man hätte eine schönere Zahl da stehen als 92 Mio Aktien, man schützt sich etwas vor einer Übernahme wenn Ismaik demnächst die 50+1 killt. Und es wäre nach Jahren der "Mirdochegal!" Einstellung von Watzke zur Aktie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Aktionäre gehören nun mal dazu, wenn Watzke das nicht gefällt, soll er kündigen! Es wird sich schon ein Manager finden, der sich nicht so daran stört.
Zum einen hat Halbgott den Vorteil für die Firma doch just davor erklärt. Zum anderen sollte man auch langsam mal zusehen, dass man die Aktionäre etwas an den Laden bindet. Wir hatten da eine massive Verwässerung , die hat uns Aktionäre richtig viel Wert gekostet. Jetzt war Zahltag, da sind die Aktionäre auch einfach mal dran! Der Kader quillt langsam über, da ist nicht mehr viel dran zu tun. Aber mal 2 Mio Aktien zurück kaufen wäre ein feine Sache. Das gibt die erwähnte Kursstabilität, man hätte eine schönere Zahl da stehen als 92 Mio Aktien, man schützt sich etwas vor einer Übernahme wenn Ismaik demnächst die 50+1 killt. Und es wäre nach Jahren der "Mirdochegal!" Einstellung von Watzke zur Aktie ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die Aktionäre gehören nun mal dazu, wenn Watzke das nicht gefällt, soll er kündigen! Es wird sich schon ein Manager finden, der sich nicht so daran stört.
30.08.2017 - 10:32 Uhr
Quelle: www.fool.de
Treffsicher hatte das Internationale Zentrum für Sport-Studien (CIES) bereits Anfang 2017 behauptet, dass der Franzose der wertvollste Spieler der Bundesliga sei.
Immer mehr Medien auch in Deutschland weisen auf CIES hin, zuletzt war es das Handelsblatt. Wird spannend, ob Bankhaus Lampe und GSC Research weiterhin ausschließlich die Bewertungen von transfermarkt.de nennen, ich habe das mal in den Kommentaren etwas ausführlicher erläutert: Die Marktwerte der BVB Spieler
https://bvbaktie.blogspot.de/2017/07/die-marktwerte-der-bvb-spieler.html
30.08.2017 - 12:23 Uhr
Gestern hatte ich über zwei Stunden mit dem Analysten telefoniert. Da ging es nicht darum, "huch wie toll sind Sie eigentlich?", da würde man ja kaum zwei Stunden telefonieren. Es ging um Kritik meinerseits, ich finde seine Angaben zum Umsatz sehr optimistisch und wollte wissen, unter welchen Bedingungen dieses Umsatzziel 556 Mio erreicht werden solle.
Er nannte Bundesliga Platz 2, Pokalviertelfinale bei zwei Heimspielen, CL Achtelfinale (RB Leipzig in Gruppenphase raus, Bayern Viertelfinale, diese Angaben sind wichtig für den Marktpool)
Außerdem geht er von einer leichten Aufstockung beim Puma Vertrag aus. Den Emre Mor Deal hatte er schon drin, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Analyse vom 28.8. noch nicht in trockenen Tüchern war.
Diese Umsatzerwartung ist bei den Zielen natürlich ambitioniert, allerdings sollte man auch beachten, daß die bisherigen Umsatzerwartungen, die er zu Beginn einer Saison erstellt hatte, ganz klar übertroffen wurden, entweder weil es sportlich klar besser lief (letztes Jahr Pokalsieg und CL Viertelfinale) oder weil es Transfereinnahmen gab oder sogar beides gleichzeitig.
Zwar sind diese Umsatz- und Gewinnerwartungen sicherlich ambitioniert, ich kann ihn dabei aber nicht wirklich kritisieren, es müsste nur ein Spieler für 10 Mio verkauft werden und alles ist anders. So etwas kann man aber seriöserweise nicht prognostizieren.
Beim Kursziel und der fairen Bewertung hatte ich auch einige Kritikpunkte, bzw. bei seinen vorherigen Analysen. Im letzten Sommer stand der Aktienkurs bei 4 Euro und er erhöhte das Kursziel auf 6 Euro, d.h. er benannte ein Kurspotential von satten 50%
Tatsächlich stieg der Aktienkurs schon im Oktober bis 5,88. Da der Analyst aber bei den Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 durch ständige Anpassungen am Ende viel zu optimistisch war und auch die Zahlen zum ersten Quartal in 16/17 klar unter seinen Erwartungen waren (geringere Transfereinnahmen als vermutet, höhere Personalkosten) hatte er nach dem stark gestiegenem Aktienkurs das Kursziel nicht mehr erhöht, daraus folgt, daß er das Rating von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt hatte.
Daraufhin verkauften einige institutionelle Anleger mit denen er direkten Kontakt unterhält, z.B. Artisan sechsstellig und der Aktienkurs sank sehr schnell bis unter 4,80
Wenn man jetzt böswillig ist, könnte man sagen, er hat absichtlich Fehler gemacht, um sich oder anderen Vorteilen zu verschaffen. Für mich sah das auch sehr merkwürdig aus, daher hatte ich auch da mit ihm Kontakt.
Tatsache ist, daß er zwar im Sommer 2016 das große unmittelbare Kurspotential erkannt hatte, aber danach etwas den Überblick verlor, denn es wurden zwar seine hochgesteckten Erwartungen verfehlt, aber keineswegs die Erwartungen des Marktes insgesamt.
Gab ja auch noch andere Analysten, Bankhaus Lampe hatte das Kursziel von 5 auf 7 erhöht, daraufhin stieg der Aktienkurs intraday +10% es war das höchste Intradayplus aller Zeiten bei der BVB Aktie. Lampe hatte viel viel tiefere Erwartungen als Oddo.
Danach hatte Oddo aber immer weiter den Überblick verloren. Der Aktienkurs stieg und sie sind der Nachrichtenlage nur hinterher gerannt, statt die Dinge zu antizipieren. Wer diesen Analysen folgte, hatte keinen Vorteil. Die Kursziele von Seydler also 6,00 und danach 6,50 wurden sehr schnell erreicht. Als er auf 7,50 hochstellte, wurde dieses Kursziel einen Tag später mit 7,70 übertroffen.
Jetzt könnte man sagen, der Markt spinnt, der Markt ist viel euphorischer als der Analyst, warum eigentlich???
Dazu müsste man wissen, daß der Analyst auch gleichzeitig die faire Bewertung viel höher angesetzt hatte und diese faire Bewertung von vielen Quellen, u.a. Watzke auf der Bilanzpressekonferenz bestätigt wurde. Ein geringeres Kurspotential zu vermuten, weil Trump mit Nordkorea durchdreht oder weil der Markt insgesamt schwächelt, ist ja legitim. Wenn der Markt aber eine Beziehung zu diesen Dingen weitgehend verneint, was man ebenso nachvollziehen kann, dann orientiert sich der Markt eben mehr an den unternehmsspezifischen Dingen und macht unmittelbar vor der HV keine langanhaltende Konsolidierung.
Folgendes hatte Seydler im Mai 2016 prognostiziert:
2016/17 Umsatz 305 Mio
2017/18 Umsatz 325 Mio
Damit wurde seine Schätzung für 16/17 um glatt 100 Mio übertroffen, die Enttäuschung die er komnstruiert hatte, bezog sich natürlich nur auf die ständigen Anpassungen die er vornehmen musste.
Beim Umsatz für 17/18 musste er die Schätzung um sagenhafte 231 Mio nach oben anpassen, dies obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hatte!!! Das Klischee, es ginge hier nur um die sportlichen Erfolge, dies wäre eine Fanboyaktie, ist damit eindrucksvoll widerlegt. Auch um hohe Transfereinnahmen kann es kaum gehen, man hatte natürlich keine 231 Mio Transfereinnahmen.
Die Unterstellung, er würde absichtsvoll zu niedrig prognostizieren ist auch falsch, niemand hatte etwas wesentlich anderes prognostiziert, die Erwartungen wurde von jedem übertroffen, inkl. meiner Wenigkeit. Daß die Erwartungen der Analysten und auch von Borussia Dortmund, die zu Beginn der Saison erstellt wurden, Jahr für Jahr klar übertroffen wurden, ist seit 7 Jahren der Fall, bei der Umsatzschätzung keine einzige Ausnahme.
Die Ex-Transferumsätze sind 7 Jahre durchgehend gestiegen, keine Ausnahme. Ob man Meister wird oder plötzlich gegen den Abstieg kämpft, ob man glorreich das CL Finale erreicht oder plötzlich "nur" noch EL spielt und da enttäuschend bereits im Viertelfinale ausscheidet, ist egal, jedes Jahr gab es höhere Ex-Transferumsätze.
Und dann mal was zum Nettogewinn an sich. Oddo schätzt für diese Saison einen Nettogewinn von 73 Millionen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten und auch der höchste Gewinn in der Geschichte der Bundesliga. Dies als Einmaleffekt abzutun, wäre nicht besonders schlau, denn der Buchwert steigt dadurch eklatant und nachhaltig. Beim Götze Rekordtransfers stand der Aktienkurs nach dem CL Finale im Sommer 2013 bei 3,05. Obwohl klar war, daß der damalige Rekordgewinn einmalig war, stieg der Aktienkurs bis Sommer 2014 bis 5,199
Die Kapitalerhöhung bei klar höheren Aktienkursen als noch in 2013 wäre ohne die Rekordgewinne nicht möglich gewesen, sagte Watzke, die Rekordgewinne brachten klar steigende Aktienkurse, nur deswegen gab es die Kapitalerhöhung.
Deswegen könnte dieser Dembele Transfer einiges bewirken, was eben nachhaltig ist. Dennoch wartet der Markt erst mal ab, wie sich die Sache ohne Dembele rein sportlich entwickelt. Wenn man jetzt durch diese klare Schwächung die CL verpasst, wäre das Ganze sehr schnell relativ, denn wenn man danach wieder die CL verpasst, kann man getrost sagen, daß die Transferpolitik gescheitert wäre und das hätte selbstverständlich Auswirkungen auf den Aktienkurs!
Bei dem Toptransfer Kagawa in 2012 passierte mit dem Aktienkurs zunächst gar nichts, erst als die Saison begann und man erfolgreich war, stieg der Kurs. Beim viel wichtigeren Götze Transfer sank sogar der Aktienkurs direkt 5%. Die Steigerungen danach kamen erst bei Beginn der Saison, das wesentliche wie immer unmittelbar vor der HV. Bei den Toptransfers Hummels/Gündogan/Miki war es ähnlich. Es war eine Gewinnverfünffachung zu erwarten und der Aktienkurs bewegte sich monatelang überhaupt nicht. Erst als die Saison begann, stieg der Aktienkurs.
Schließlich der 100 Mio Toptransfer Pogba bei Juventus Turin. Da passierte sehr lange nichts, danach gab es aber auch aufgrund der sportlichen Erfolge ausgehend vom Tief bei 0,201 eine Verfünffachung des Aktienkurses bis 1,05. Ohne den Toptransfer wäre das kaum möglich gewesen. In den Jahren davor wurde Juventus 5x hintereinander Meister und mit dem Aktienkurs passierte nichts wesentliches.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, dies hier stellt keine Handlungsempfehlung dar.
Er nannte Bundesliga Platz 2, Pokalviertelfinale bei zwei Heimspielen, CL Achtelfinale (RB Leipzig in Gruppenphase raus, Bayern Viertelfinale, diese Angaben sind wichtig für den Marktpool)
Außerdem geht er von einer leichten Aufstockung beim Puma Vertrag aus. Den Emre Mor Deal hatte er schon drin, obwohl dieser zum Zeitpunkt der Analyse vom 28.8. noch nicht in trockenen Tüchern war.
Diese Umsatzerwartung ist bei den Zielen natürlich ambitioniert, allerdings sollte man auch beachten, daß die bisherigen Umsatzerwartungen, die er zu Beginn einer Saison erstellt hatte, ganz klar übertroffen wurden, entweder weil es sportlich klar besser lief (letztes Jahr Pokalsieg und CL Viertelfinale) oder weil es Transfereinnahmen gab oder sogar beides gleichzeitig.
Zwar sind diese Umsatz- und Gewinnerwartungen sicherlich ambitioniert, ich kann ihn dabei aber nicht wirklich kritisieren, es müsste nur ein Spieler für 10 Mio verkauft werden und alles ist anders. So etwas kann man aber seriöserweise nicht prognostizieren.
Beim Kursziel und der fairen Bewertung hatte ich auch einige Kritikpunkte, bzw. bei seinen vorherigen Analysen. Im letzten Sommer stand der Aktienkurs bei 4 Euro und er erhöhte das Kursziel auf 6 Euro, d.h. er benannte ein Kurspotential von satten 50%
Tatsächlich stieg der Aktienkurs schon im Oktober bis 5,88. Da der Analyst aber bei den Zahlen zum Geschäftsjahr 2015/16 durch ständige Anpassungen am Ende viel zu optimistisch war und auch die Zahlen zum ersten Quartal in 16/17 klar unter seinen Erwartungen waren (geringere Transfereinnahmen als vermutet, höhere Personalkosten) hatte er nach dem stark gestiegenem Aktienkurs das Kursziel nicht mehr erhöht, daraus folgt, daß er das Rating von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt hatte.
Daraufhin verkauften einige institutionelle Anleger mit denen er direkten Kontakt unterhält, z.B. Artisan sechsstellig und der Aktienkurs sank sehr schnell bis unter 4,80
Wenn man jetzt böswillig ist, könnte man sagen, er hat absichtlich Fehler gemacht, um sich oder anderen Vorteilen zu verschaffen. Für mich sah das auch sehr merkwürdig aus, daher hatte ich auch da mit ihm Kontakt.
Tatsache ist, daß er zwar im Sommer 2016 das große unmittelbare Kurspotential erkannt hatte, aber danach etwas den Überblick verlor, denn es wurden zwar seine hochgesteckten Erwartungen verfehlt, aber keineswegs die Erwartungen des Marktes insgesamt.
Gab ja auch noch andere Analysten, Bankhaus Lampe hatte das Kursziel von 5 auf 7 erhöht, daraufhin stieg der Aktienkurs intraday +10% es war das höchste Intradayplus aller Zeiten bei der BVB Aktie. Lampe hatte viel viel tiefere Erwartungen als Oddo.
Danach hatte Oddo aber immer weiter den Überblick verloren. Der Aktienkurs stieg und sie sind der Nachrichtenlage nur hinterher gerannt, statt die Dinge zu antizipieren. Wer diesen Analysen folgte, hatte keinen Vorteil. Die Kursziele von Seydler also 6,00 und danach 6,50 wurden sehr schnell erreicht. Als er auf 7,50 hochstellte, wurde dieses Kursziel einen Tag später mit 7,70 übertroffen.
Jetzt könnte man sagen, der Markt spinnt, der Markt ist viel euphorischer als der Analyst, warum eigentlich???
Dazu müsste man wissen, daß der Analyst auch gleichzeitig die faire Bewertung viel höher angesetzt hatte und diese faire Bewertung von vielen Quellen, u.a. Watzke auf der Bilanzpressekonferenz bestätigt wurde. Ein geringeres Kurspotential zu vermuten, weil Trump mit Nordkorea durchdreht oder weil der Markt insgesamt schwächelt, ist ja legitim. Wenn der Markt aber eine Beziehung zu diesen Dingen weitgehend verneint, was man ebenso nachvollziehen kann, dann orientiert sich der Markt eben mehr an den unternehmsspezifischen Dingen und macht unmittelbar vor der HV keine langanhaltende Konsolidierung.
Folgendes hatte Seydler im Mai 2016 prognostiziert:
2016/17 Umsatz 305 Mio
2017/18 Umsatz 325 Mio
Damit wurde seine Schätzung für 16/17 um glatt 100 Mio übertroffen, die Enttäuschung die er komnstruiert hatte, bezog sich natürlich nur auf die ständigen Anpassungen die er vornehmen musste.
Beim Umsatz für 17/18 musste er die Schätzung um sagenhafte 231 Mio nach oben anpassen, dies obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hatte!!! Das Klischee, es ginge hier nur um die sportlichen Erfolge, dies wäre eine Fanboyaktie, ist damit eindrucksvoll widerlegt. Auch um hohe Transfereinnahmen kann es kaum gehen, man hatte natürlich keine 231 Mio Transfereinnahmen.
Die Unterstellung, er würde absichtsvoll zu niedrig prognostizieren ist auch falsch, niemand hatte etwas wesentlich anderes prognostiziert, die Erwartungen wurde von jedem übertroffen, inkl. meiner Wenigkeit. Daß die Erwartungen der Analysten und auch von Borussia Dortmund, die zu Beginn der Saison erstellt wurden, Jahr für Jahr klar übertroffen wurden, ist seit 7 Jahren der Fall, bei der Umsatzschätzung keine einzige Ausnahme.
Die Ex-Transferumsätze sind 7 Jahre durchgehend gestiegen, keine Ausnahme. Ob man Meister wird oder plötzlich gegen den Abstieg kämpft, ob man glorreich das CL Finale erreicht oder plötzlich "nur" noch EL spielt und da enttäuschend bereits im Viertelfinale ausscheidet, ist egal, jedes Jahr gab es höhere Ex-Transferumsätze.
Und dann mal was zum Nettogewinn an sich. Oddo schätzt für diese Saison einen Nettogewinn von 73 Millionen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten und auch der höchste Gewinn in der Geschichte der Bundesliga. Dies als Einmaleffekt abzutun, wäre nicht besonders schlau, denn der Buchwert steigt dadurch eklatant und nachhaltig. Beim Götze Rekordtransfers stand der Aktienkurs nach dem CL Finale im Sommer 2013 bei 3,05. Obwohl klar war, daß der damalige Rekordgewinn einmalig war, stieg der Aktienkurs bis Sommer 2014 bis 5,199
Die Kapitalerhöhung bei klar höheren Aktienkursen als noch in 2013 wäre ohne die Rekordgewinne nicht möglich gewesen, sagte Watzke, die Rekordgewinne brachten klar steigende Aktienkurse, nur deswegen gab es die Kapitalerhöhung.
Deswegen könnte dieser Dembele Transfer einiges bewirken, was eben nachhaltig ist. Dennoch wartet der Markt erst mal ab, wie sich die Sache ohne Dembele rein sportlich entwickelt. Wenn man jetzt durch diese klare Schwächung die CL verpasst, wäre das Ganze sehr schnell relativ, denn wenn man danach wieder die CL verpasst, kann man getrost sagen, daß die Transferpolitik gescheitert wäre und das hätte selbstverständlich Auswirkungen auf den Aktienkurs!
Bei dem Toptransfer Kagawa in 2012 passierte mit dem Aktienkurs zunächst gar nichts, erst als die Saison begann und man erfolgreich war, stieg der Kurs. Beim viel wichtigeren Götze Transfer sank sogar der Aktienkurs direkt 5%. Die Steigerungen danach kamen erst bei Beginn der Saison, das wesentliche wie immer unmittelbar vor der HV. Bei den Toptransfers Hummels/Gündogan/Miki war es ähnlich. Es war eine Gewinnverfünffachung zu erwarten und der Aktienkurs bewegte sich monatelang überhaupt nicht. Erst als die Saison begann, stieg der Aktienkurs.
Schließlich der 100 Mio Toptransfer Pogba bei Juventus Turin. Da passierte sehr lange nichts, danach gab es aber auch aufgrund der sportlichen Erfolge ausgehend vom Tief bei 0,201 eine Verfünffachung des Aktienkurses bis 1,05. Ohne den Toptransfer wäre das kaum möglich gewesen. In den Jahren davor wurde Juventus 5x hintereinander Meister und mit dem Aktienkurs passierte nichts wesentliches.
Alle Angaben sind ohne Gewähr, dies hier stellt keine Handlungsempfehlung dar.
30.08.2017 - 16:06 Uhr
Man sollte die Frage nach der Bedeutung des sportlichen Erfolges für die wirtschaftliche Entwicklung und den Aktienkurs differenzieren.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Einzelne Spiele oder auch einzelne Saisons sind für die wirtschaftliche Entwicklung uninteressant, auch wenn der Comeback-Effekt der Jahre nach 2009 bis 2013 abgeflaut ist.
(Der Aktienkurs hat mit der wirtschaftlichen Entwicklung niemals 1:1 zu tun; daher kann es zum Beispiel nach einem verlorenen Spiel, dem Ausscheiden aus einem K.O-Wettbewerb oder dem Verpassen der CL mit dem Kurs mehr oder weniger abwärts gehen; auch muss es bei wirtschaftlich gesunder Entwicklung nicht unbedingt aufwärts gehen – da die Aktie vom Markt und der von ganz vielen Dingen abhängig ist...)
Nach der Übergangsphase (Beinahe-Katastrophe 2015; Tuchel-Zwischenspiel) geht es jetzt in die schwierige Phase der Verstetigung, der nachhaltigen Entwicklung.
Das A und O ist der sportliche Erfolg und das heißt die nachhaltige Etablierung des BVB in den Top-Ten der Uefa-Rangliste. Auch wenn die für die Topf-Verteilung keine Rolle spielt, für den BVB im Werben um Sponsoren schon.
Überwintern in den internationalen Wettbewerben ist also m.E. in 3 von 4 Saisons Pflicht (in der EL gibt es auch gute Punkte für die Rangliste), die Quali für die CL grundsätzlich immer erreicht werden.
Nun gibt es Gegenwind durch die Umgestaltung der finanziellen Ressourcen in Fußballeuropa (und durch China, irgendwann die USA auch weltweit): Der Wettbewerb wird zumindest hinsichtlich der finanziellen Möglichkeiten härter, einmal werden Spieler leichter zu locken sein (jüngstes Beispiel Keita von RB!), andererseits wird es schwieriger mit den Anderen mitzuhalten.
Der BVB hat sich 2013 gerade rechtzeitig weit genug oben positioniert und seine Position in der Zwischenphase gehalten. Jetzt gibt es m.E. schon einen gewissen Zwang zum Erfolg; ganz passend fliegt gerade die CL-Final-Saison aus der Wertung, es gilt also nachzulegen, um den einstelligen Rangplatz zu halten.
Damit verbunden ist aus meiner Sicht schon ein gewisses Risiko, das allerdings nicht sofort zum Tragen kommt. Neben dem Einmaleffekt durch den Dembele-Verkauf spielen gerade die vielen positiven Effekte (Opel-Deal, TV-Vertrag, CL-Gelder und mittelfristig auch diese S5 Geschichte) die Rolle eines Wachstumskatalysators.
Gerade der Dembele-Vertrag bietet m.E. viele Chancen, Dinge beschleunigt in die Wege zu leiten, die sonst stückweise geschehen müssten. Neben Vertragsverlängerungen (v.a. Pulisic) und Neuverpflichtungen könnten verschiedene andere Dinge angegangen werden.
Was mir ein bisschen fehlt, ist die Adaption der gewaltigen Umwälzungen technologischer und gesellschaftlicher Natur in dem, was der BVB tut.
Digitalisierung (mehr als freies WLAN im Stadion, hoffe ich)
Big Data
Elektrifizierung und Vernetzung des Verkehrs (gerade hier: wie will sich der BVB in der neuen Mobilitätswelt aufstellen?)
Medien (BVB-Total ist m.E. viel zu sehr auf klassisches TV-Format zugeschnitten; man sollte mal ein bisschen gen Youtube schauen, da gibt es reichlich Material für Verbesserungen)
Finanzen (der BVB bietet ja schon Strom an, warum nicht weitergehende Produkte / Projekte, z.B. Kooperationen mit bankfernen Startups für maschinengesteuertes Anlegen usw.)
M.E. wäre das Dembele-Geld verschwendet, wenn es in einen Aktienrückkauf gesteckt würde. Eher würde ich neue Aktien bei kommenden Hochständen ausgeben, um weiteres Kapital zu erhalten.
Dann die Frage des Stadions. Ich glaube, ich wäre für einen Abriss und Neubau, um den Standort zu halten und ein größeres, moderneres (s.o.) und mit vielen hochpreisigen Plätzen versehen, ohne die vielen Stehplätze zu verringern. Der BVB spielt so lange in Gelsenkirchen; unter der Woche brauchen die das Stadien eh´ nicht so schnell wieder.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Einzelne Spiele oder auch einzelne Saisons sind für die wirtschaftliche Entwicklung uninteressant, auch wenn der Comeback-Effekt der Jahre nach 2009 bis 2013 abgeflaut ist.
(Der Aktienkurs hat mit der wirtschaftlichen Entwicklung niemals 1:1 zu tun; daher kann es zum Beispiel nach einem verlorenen Spiel, dem Ausscheiden aus einem K.O-Wettbewerb oder dem Verpassen der CL mit dem Kurs mehr oder weniger abwärts gehen; auch muss es bei wirtschaftlich gesunder Entwicklung nicht unbedingt aufwärts gehen – da die Aktie vom Markt und der von ganz vielen Dingen abhängig ist...)
Nach der Übergangsphase (Beinahe-Katastrophe 2015; Tuchel-Zwischenspiel) geht es jetzt in die schwierige Phase der Verstetigung, der nachhaltigen Entwicklung.
Das A und O ist der sportliche Erfolg und das heißt die nachhaltige Etablierung des BVB in den Top-Ten der Uefa-Rangliste. Auch wenn die für die Topf-Verteilung keine Rolle spielt, für den BVB im Werben um Sponsoren schon.
Überwintern in den internationalen Wettbewerben ist also m.E. in 3 von 4 Saisons Pflicht (in der EL gibt es auch gute Punkte für die Rangliste), die Quali für die CL grundsätzlich immer erreicht werden.
Nun gibt es Gegenwind durch die Umgestaltung der finanziellen Ressourcen in Fußballeuropa (und durch China, irgendwann die USA auch weltweit): Der Wettbewerb wird zumindest hinsichtlich der finanziellen Möglichkeiten härter, einmal werden Spieler leichter zu locken sein (jüngstes Beispiel Keita von RB!), andererseits wird es schwieriger mit den Anderen mitzuhalten.
Der BVB hat sich 2013 gerade rechtzeitig weit genug oben positioniert und seine Position in der Zwischenphase gehalten. Jetzt gibt es m.E. schon einen gewissen Zwang zum Erfolg; ganz passend fliegt gerade die CL-Final-Saison aus der Wertung, es gilt also nachzulegen, um den einstelligen Rangplatz zu halten.
Damit verbunden ist aus meiner Sicht schon ein gewisses Risiko, das allerdings nicht sofort zum Tragen kommt. Neben dem Einmaleffekt durch den Dembele-Verkauf spielen gerade die vielen positiven Effekte (Opel-Deal, TV-Vertrag, CL-Gelder und mittelfristig auch diese S5 Geschichte) die Rolle eines Wachstumskatalysators.
Gerade der Dembele-Vertrag bietet m.E. viele Chancen, Dinge beschleunigt in die Wege zu leiten, die sonst stückweise geschehen müssten. Neben Vertragsverlängerungen (v.a. Pulisic) und Neuverpflichtungen könnten verschiedene andere Dinge angegangen werden.
Was mir ein bisschen fehlt, ist die Adaption der gewaltigen Umwälzungen technologischer und gesellschaftlicher Natur in dem, was der BVB tut.
Digitalisierung (mehr als freies WLAN im Stadion, hoffe ich)
Big Data
Elektrifizierung und Vernetzung des Verkehrs (gerade hier: wie will sich der BVB in der neuen Mobilitätswelt aufstellen?)
Medien (BVB-Total ist m.E. viel zu sehr auf klassisches TV-Format zugeschnitten; man sollte mal ein bisschen gen Youtube schauen, da gibt es reichlich Material für Verbesserungen)
Finanzen (der BVB bietet ja schon Strom an, warum nicht weitergehende Produkte / Projekte, z.B. Kooperationen mit bankfernen Startups für maschinengesteuertes Anlegen usw.)
M.E. wäre das Dembele-Geld verschwendet, wenn es in einen Aktienrückkauf gesteckt würde. Eher würde ich neue Aktien bei kommenden Hochständen ausgeben, um weiteres Kapital zu erhalten.
Dann die Frage des Stadions. Ich glaube, ich wäre für einen Abriss und Neubau, um den Standort zu halten und ein größeres, moderneres (s.o.) und mit vielen hochpreisigen Plätzen versehen, ohne die vielen Stehplätze zu verringern. Der BVB spielt so lange in Gelsenkirchen; unter der Woche brauchen die das Stadien eh´ nicht so schnell wieder.
03.09.2017 - 23:42 Uhr
Zitat von Gorgoroth
Man sollte die Frage nach der Bedeutung des sportlichen Erfolges für die wirtschaftliche Entwicklung und den Aktienkurs differenzieren.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Man sollte die Frage nach der Bedeutung des sportlichen Erfolges für die wirtschaftliche Entwicklung und den Aktienkurs differenzieren.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Im Mai 2016 hatte Seydler für 16/17 305 Mio Umsatz geschätzt, das wurde um fette 100 Mio (!) geschlagen, der Umsatz lag in 2016/17 bei 406 Mio.
Im Mai 2016 gab Seydler auch eine Schätzung für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2017/18 ab, nämlich 325 Mio. In der letzten Studie hatte Marcus Silbe diese Schätzung um schier unglaubliche 231 Mio (!!!!!!!!!!!) nach oben anpassen müssen! So eine krasse Anhebung erlebt man an der Börse äußerst selten!
+231 Mio, obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hat, also keinerlei besseren sportlichen Ergebnisse gab und die Transfereinnahmen lagen auch nicht ansatzweise so hoch lagen! Wenn man um 231 Mio anheben muss, obwohl sportlich noch gar nichts passiert ist, dann sollte klar sein, daß andere Dinge extrem wichtiger sind!
Der Nettogewinn wird laut Oddo nun bei 73 Mio liegen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten, nirgendwo hatte er das geschätzt, nicht ansatzweise. Die Buchmacherquoten für einen Dembele Wechsel lagen bei 1,16 und der Aktienkurs stand bei 6,30. Es war also eine vergleichsweise einfache Wette, kein einziger Analyst kommt auf die Idee, daß es irgendeine Bedeutung für den Aktienkurs haben könnte? Wieso?
Die Erwartungen sämtlicher Analysten wurden klar und deutlich geschlagen, die BVB Aktie wird mittlerweile mit einem einstelligem KGV gehandelt, was extrem selten passiert, quasi nie. Das Bezeichnende an dem Dembele Deal aber ist der große Unterschied zu den vorherigen Jahren mit Toptransfers:
Die sehr hohen Transfereinnahmen werden nicht mehr komplett reinvestiert. Nächstes Jahr hätte man bei CL Teilnahme 30 Mio höhere Einnahmen wg. der CL Reform, dazu sichere Dembele Bonuszahlungen. So eindeutig wie gerade jetzt war es bei der BVB Aktie äußerst selten.
Ich habe die Sache in einem neuen Blogpost zusammengefasst:
Ein paar Fakten zur BVB Aktie
http://bvbaktie.blogspot.de/2017/09/ein-paar-fakten-zur-bvb-aktie.html
05.09.2017 - 13:52 Uhr
Zitat von halbgott
Im Mai 2016 hatte Seydler für 16/17 305 Mio Umsatz geschätzt, das wurde um fette 100 Mio (!) geschlagen, der Umsatz lag in 2016/17 bei 406 Mio.
Im Mai 2016 gab Seydler auch eine Schätzung für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2017/18 ab, nämlich 325 Mio. In der letzten Studie hatte Marcus Silbe diese Schätzung um schier unglaubliche 231 Mio (!!!!!!!!!!!) nach oben anpassen müssen! So eine krasse Anhebung erlebt man an der Börse äußerst selten!
+231 Mio, obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hat, also keinerlei besseren sportlichen Ergebnisse gab und die Transfereinnahmen lagen auch nicht ansatzweise so hoch lagen! Wenn man um 231 Mio anheben muss, obwohl sportlich noch gar nichts passiert ist, dann sollte klar sein, daß andere Dinge extrem wichtiger sind!
Der Nettogewinn wird laut Oddo nun bei 73 Mio liegen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten, nirgendwo hatte er das geschätzt, nicht ansatzweise. Die Buchmacherquoten für einen Dembele Wechsel lagen bei 1,16 und der Aktienkurs stand bei 6,30. Es war also eine vergleichsweise einfache Wette, kein einziger Analyst kommt auf die Idee, daß es irgendeine Bedeutung für den Aktienkurs haben könnte? Wieso?
Die Erwartungen sämtlicher Analysten wurden klar und deutlich geschlagen, die BVB Aktie wird mittlerweile mit einem einstelligem KGV gehandelt, was extrem selten passiert, quasi nie. Das Bezeichnende an dem Dembele Deal aber ist der große Unterschied zu den vorherigen Jahren mit Toptransfers:
Die sehr hohen Transfereinnahmen werden nicht mehr komplett reinvestiert. Nächstes Jahr hätte man bei CL Teilnahme 30 Mio höhere Einnahmen wg. der CL Reform, dazu sichere Dembele Bonuszahlungen. So eindeutig wie gerade jetzt war es bei der BVB Aktie äußerst selten.
Ich habe die Sache in einem neuen Blogpost zusammengefasst:
Ein paar Fakten zur BVB Aktie
http://bvbaktie.blogspot.de/2017/09/ein-paar-fakten-zur-bvb-aktie.html
Zitat von Gorgoroth
Man sollte die Frage nach der Bedeutung des sportlichen Erfolges für die wirtschaftliche Entwicklung und den Aktienkurs differenzieren.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Man sollte die Frage nach der Bedeutung des sportlichen Erfolges für die wirtschaftliche Entwicklung und den Aktienkurs differenzieren.
Selbstverständlich steht und fällt alles beim BVB mit dem Erfolg auf dem Platz, allerdings ebenso selbstverständlich nicht kurz- und mittelfristig.
Im Mai 2016 hatte Seydler für 16/17 305 Mio Umsatz geschätzt, das wurde um fette 100 Mio (!) geschlagen, der Umsatz lag in 2016/17 bei 406 Mio.
Im Mai 2016 gab Seydler auch eine Schätzung für das jetzt laufende Geschäftsjahr 2017/18 ab, nämlich 325 Mio. In der letzten Studie hatte Marcus Silbe diese Schätzung um schier unglaubliche 231 Mio (!!!!!!!!!!!) nach oben anpassen müssen! So eine krasse Anhebung erlebt man an der Börse äußerst selten!
+231 Mio, obwohl die Saison noch gar nicht richtig angefangen hat, also keinerlei besseren sportlichen Ergebnisse gab und die Transfereinnahmen lagen auch nicht ansatzweise so hoch lagen! Wenn man um 231 Mio anheben muss, obwohl sportlich noch gar nichts passiert ist, dann sollte klar sein, daß andere Dinge extrem wichtiger sind!
Der Nettogewinn wird laut Oddo nun bei 73 Mio liegen, es wäre der höchste Gewinn aller Zeiten, nirgendwo hatte er das geschätzt, nicht ansatzweise. Die Buchmacherquoten für einen Dembele Wechsel lagen bei 1,16 und der Aktienkurs stand bei 6,30. Es war also eine vergleichsweise einfache Wette, kein einziger Analyst kommt auf die Idee, daß es irgendeine Bedeutung für den Aktienkurs haben könnte? Wieso?
Die Erwartungen sämtlicher Analysten wurden klar und deutlich geschlagen, die BVB Aktie wird mittlerweile mit einem einstelligem KGV gehandelt, was extrem selten passiert, quasi nie. Das Bezeichnende an dem Dembele Deal aber ist der große Unterschied zu den vorherigen Jahren mit Toptransfers:
Die sehr hohen Transfereinnahmen werden nicht mehr komplett reinvestiert. Nächstes Jahr hätte man bei CL Teilnahme 30 Mio höhere Einnahmen wg. der CL Reform, dazu sichere Dembele Bonuszahlungen. So eindeutig wie gerade jetzt war es bei der BVB Aktie äußerst selten.
Ich habe die Sache in einem neuen Blogpost zusammengefasst:
Ein paar Fakten zur BVB Aktie
http://bvbaktie.blogspot.de/2017/09/ein-paar-fakten-zur-bvb-aktie.html
Auch Bankhaus Lampe musste die Prognosen klar nach oben anpassen, ich habe die neue Analyse in einem neuen Blogpost beurteilt: http://bvbaktie.blogspot.de/2017/09/bvb-analyst-bankhaus-lampe.html
Das Kursziel wurde auf 9,40 erhöht, die Besonderheit hier ist, daß Lampe nicht zwischen fairer Bewertung und Kursziel unterscheidet, so wie es Oddo tut, die eine faire Bewertung bei 11,48 angeben.
Sowohl bei der Umsatzschätzung als auch in der Substanzanalyse ist Lampe also krass konservativer als Oddo, wenn sie bei ihrem Bewertungsmodell bleiben, also sich auf den gestiegenen Kaderwert bei transfermarkt.de konzentrieren, dann könnte man mühelos das weitere Potential erkennen, bzw. was dies für künftige Analysen bedeuten könnte.
Das unmittelbare Kurspotential ist natürlich vollkommen spekulativ, das sagte ich schon sehr oft!! Jeder muss das für sich berechnen!
Aber es sei gesagt, daß nach der letzten Kurszielerhöhung von Lampe zahlreiche institutionelle Anleger eingestiegen sind und daher der Aktienkurs ziemlich rasch gestiegen ist.
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