Ex-Bremer Young entscheidet
Bielefeld schießt Werder erneut aus dem Pokal – Leverkusen und Union geben sich keine Blöße
©IMAGO
Der SV Werder Bremen hat im DFB-Pokal erneut gegen Arminia Bielefeld den Kürzeren gezogen. Wie schon im Viertelfinale der Vorsaison, beim 2:1 im Februar dieses Jahres, setzten sich die Ostwestfalen gegen die Grün-Weißen durch. Den entscheidenden Treffer erzielte DSC-Angreifer und Ex-Werderaner Isaiah Young erst in der Nachspielzeit. Nach nicht einmal einer Stunde hatte Werders Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt Gelb-Rot gesehen.
Für Arminia ist es sogar bereits der dritte Pokalerfolg gegen die Bremer; neben dem Triumph in der vergangenen Saison war für Werder auch 2015 im Achtelfinale auf der Bielefelder Alm Schluss.
Beide Mannschaften starteten mit hohem Tempo in das erwartet intensive Duell. Die erste große Chance hatten die Gäste. Marco Grüll schoss nach Zuspiel von Justin Njinmah aus spitzem Winkel haarscharf an der langen Ecke vorbei (14.). Kurz darauf gab es den ersten Schreckmoment für die Hausherren: Tim Handwerker musste mit Problemen am Oberschenkel vom Platz (20.). Mit fortlaufender Spielzeit und abflachendem Tempo übernahm Werder zunehmend das Kommando. Felix Agu zielte nach einer Hereingabe von Patrice Covic über das Tor (33.). Bremens Keeper Michael Zetterer, der wohl vor einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt steht, blieb weitgehend beschäftigungslos. Ein Freistoß von Stefano Russo an der Strafraumkante flog über sein Tor (39.).
Direkt nach Wiederanpfiff klärte Zetterer eine flache Hereingabe von Joel Grodowski, die im Strafraum keinen Abnehmer fand. Dann wurde es wild: Bremens Bittencourt sah nach Fouls an Sam Schreck (52.) und zwei Minuten später an Marvin Mehlem Gelb-Rot. In der hektischen Phase schoss Arminias Julian Kania zunächst aus der Mittellinie über das Tor (55.), wenig später landete sein Hackentrick in den Armen von Zetterer (57.). Bielefeld ließ sich von der aufgeheizten Stimmung auf den Rängen puschen und drängte nach vorn. Ein weiterer Weitschuss von Kania ging jedoch erneut über das Tor (69.). Auf der Gegenseite parierte Jonas Kersken gegen Grüll (82.). Nach dem Ende der regulären Spielzeit jubelten die Hausherren dann endlich: Nach einem Konter auf der rechten Seite über Benjamin Boakye gab der eingewechselte Flügelspieler auf die linke Seite rüber auf Young, der völlig blank in der 93. Minute zum Siegtor einschob.
Bayer Leverkusen siegt nach Gewitter – Union Berlin souverän
Erik ten Hag hat ein turbulentes Pflichtspiel-Debüt als Trainer von Bayer Leverkusen erlebt. Ein Fehlstart blieb dem Niederländer beim hart erkämpften und lange Zeit nicht souveränen 4:0 (1:0) in der ersten Pokalrunde bei Viertligist SG Sonnenhof Großaspach aber erspart.
Nachdem die Partie wegen eines Gewitters für fast 40 Minuten unterbrochen war, traf Stürmer Patrik Schick für den favorisierten Bundesligisten in der 32. Minute. Nach der Pause schwächte sich Großaspach gleich doppelt: Kapitän Volkan Celiktas sah Gelb-Rot (66.), sein Teamkollege Mert Tasdelen sogar glatt Rot (82.). Die weiteren Leverkusener Tore erzielten Arthur (74.), Christian Kofane (84.) und Alejandro Grimaldo per Elfmeter (87.).
Der 1. FC Union Berlin ist mühelos in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart setzte sich mit 5:0 (3:0) beim Regionalligisten FC Gütersloh durch. Es ist das zehnte Jahr in Folge, in dem Union mindestens in die zweite Runde einzieht. Von einem Erstrunden-Aus war Union auch diesmal weit entfernt. Vor 9.236 Zuschauern im ausverkauften Ohlendorf-Stadion führten Robert Skov (19.) per Freistoß sowie die Innenverteidiger Leopold Querfeld (34.) und Danilho Doekhi (43.) jeweils nach einer Ecke die Mannschaft schon früh auf die Siegerstraße. In der Schlussphase trafen noch Andrej Ilic (78.) und Woo-yeong Jeong (90.+4) zum Endstand.
Im Ludwigspark ließ der Überraschungs-Halbfinalist von 2024, der 1. FC Saarbrücken, zunächst keinen Klassen-Unterschied gegen den 1. FC Magdeburg erkennen. Fast aus dem Nichts konterten dann aber die Gäste die Saarländer aus: Martijn Kaars traf zum 1:0 (43.). Neuzugang Rayan Ghrieb (45.+2, 59.) legte zweimal für Magdeburg nach, ehe Tim Civeja (67.) auf 1:3 verkürzte.
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