Spielte 50-mal für Bremen
Im zweiten Anlauf: Werder holt Dinkçi zurück – Marktwert seit Transfer nach Freiburg halbiert
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Werder Bremen hat auf dem Transfermarkt noch einmal nachgelegt. Die Grün-Weißen gaben die Verpflichtung von Eren Dinkçi bekannt. Der 24 Jahre alte Offensivspieler wird nach erfolgreichem Medizincheck am Montag für ein Jahr vom SC Freiburg ausgeliehen. Eine Kaufoption konnte sich der SVW allerdings nicht sichern, auch eine Kaufpflicht ist vom Tisch. Dieses Vertragsdetail galt zuletzt als Knackpunkt in den Verhandlungen. Dem Vernehmen nach soll eine Leihgebühr im niedrigen sechsstelligen Bereich fließen.
Trainer Daniel Thioune freute sich schon vor dem Vollzug des Deals auf den Rückkehrer, der bereits 50 Profieinsätze im Werder-Trikot vorweisen kann. „Qualität ist immer willkommen – und wir wissen um die Qualität von Eren. In dieser Liga kann Tempo schon mal das Ergebnis herstellen“, sagte Thioune laut „Deichstube“ nach Werders Testspiel am Samstag gegen AJ Auxerre (0:1). „Eren kann offensiv drei Positionen spielen, hat sich entwickelt in den letzten Jahren. (…) Zu Düsseldorfer Zeiten habe ich mich schon einmal mit ihm beschäftigen dürfen. Damals hatten wir Kontakt, aber dann kam die Leihe nach Heidenheim. (…) Jetzt ist er gereift. Und wenn er auf dem Markt ist, dann müssen wir uns damit beschäftigen, weil wir aus der Vergangenheit wissen, wie gut er ist und wie gut er noch werden kann.“
„Eren ist ein toller Junge und ein richtig guter Fußballer. Wir sind froh, dass er im nächsten Jahr für Werder auflaufen wird. Er hat nach seinem Weggang aus Bremen viel Erfahrung sammeln können und bereits über 100 Bundesligaspiele bestritten. Er wird unserer Mannschaft sowohl auf als auch neben dem Platz guttun“, sagte Peter Niemeyer, Leiter Lizenzbereich. „Derzeit laboriert er noch an muskulären Problemen und es kann sein, dass er gegen Lüneburg und Freiburg noch nicht zum Einsatz kommen wird. Er wird in dieser Woche noch aufgebaut und soll nächste Woche ins Mannschaftstraining integriert werden. Dennoch sind wir natürlich von der Leihe absolut überzeugt. Eren ist ein Bremer Junge und kennt den Verein sehr gut, so dass er keine großartige Eingewöhnungszeit brauchen wird.“
Dinkçi hatte Werder 2024 für 5 Millionen Euro Ablöse in Richtung Breisgau verlassen, konnte sich dort allerdings nicht nachhaltig durchsetzen. Nachdem er in der vergangenen Spielzeit während der Hinrunde verletzungsbedingt lediglich acht Einsätze verbucht hatte, verlieh Freiburg den Flügelstürmer nach Heidenheim, wo er mit konstanten Leistungen und sechs Scorern in 14 Spielen zu alter Form zurückfand. Auch die Werder-Verantwortlichen waren damals schon interessiert, zogen aber den Kürzeren. Dinkçis Marktwert von 12 Millionen Euro zum Zeitpunkt des Abgangs aus Bremen hat sich inzwischen halbiert. Am Osterdeich werden aktuell lediglich sechs Profis aus Thiounes Kader höher bewertet.
Aus Werder-Sicht spricht für Dinkçi neben der in Heidenheim gezeigten Qualität in erster Linie, dass er an der Weser kaum Eingewöhnungszeit benötigen dürfte. Zudem passt er ins präferierte 4-3-3-System Thiounes, der den Spieler bereits bei früheren Stationen als Transferziel auf dem Zettel gehabt haben soll. Die stärkste Phase seiner Karriere hatte der gebürtige Bremer während seiner ersten Heidenheim-Leihe in der Saison 2023/24, in der ihm an der Seite von Niklas Beste und Tim Kleindienst in 34 Spielen 17 Torbeteiligungen glückten.
Dinkçi sagte über seine Rückkehr: „Bremen ist meine Heimatstadt. Werder ist der Verein, bei dem ich Profi geworden bin. Daher freue ich mich sehr, wieder im Weserstadion und bei Werder spielen zu können. Ich freu mich sehr auf meine neue Mannschaft und auf unsere Fans beim ersten Heimspiel und werde alles dafür geben, mit Werder eine erfolgreiche Saison zu spielen.“
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