TV-Gelder: Großes Plus im Vergleich zum Vorjahr – Trio bekommt mehr als alle Zweitligisten
Im Vergleich zur Vorsaison 2025/26 erhalten die 36 Bundes- und Zweitligisten deutlich mehr Geld aus der TV-Vermarktung. Die Rund 1,121 Milliarden Euro, die die Bundesliga (ehemals DFL) an die 36 Teams auszahlt, verteilen sich aber weiterhin äußerst unterschiedlich. Das geht aus der Aufschlüsselung hervor, die den Vereinen zu Wochenbeginn zugesendet wurde und die der „Sport Bild“ vorliegt.
Die drei Top-Verdiener Bayern München, Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen erhalten zusammen etwa mehr als alle 18 Zweitliga-Klubs zusammen. 80 Prozent werden an die Erstligisten ausgeschüttet. Insgesamt erhalten alle 18 Erstliga-Klubs ein Plus gegenüber dem Vorjahr, während im Unterhaus nur sechs Vereine – darunter die drei Absteiger – mit einem geringeren Betrag planen müssen.
Vier-Säulen-Modell: So werden die TV-Gelder verteilt
Der Ligaverband verteilt die Einnahmen aus der Vermarktung der TV-Rechte nach einem Vier-Säulen-Modell: Säule 1 sieht eine Gleichverteilung von 50 Prozent der Gelder vor – die Klubs innerhalb der beiden Ligen erhalten je nach Ligazugehörigkeit den gleichen Betrag. Säule 2 umfasst 43 Prozent und verteilt das Geld anhand einer Fünfjahreswertung nach Leistungen. Diese wird in einem Ranking einer nach Ligen getrennten sowie einer gemeinsamen Fünfjahreswertung erfasst, die nach dem Prinzip 5:4:3:2:1 aufgeteilt ist. Heißt: Das vergangene Jahr zählt fünffach im Vergleich zur Saison vor fünf Jahren. Darüber hinaus kommt ein gemeinsames Zehnjahresranking zum Tragen.
Die Säulen 3 (Nachwuchs) und 4 (Interesse) regeln die Vergabe der verbleibenden vier und drei Prozent. Beim Nachwuchs zählen pro Verein zu zwei Dritteln die Einsatzzeiten in Deutschlang ausgebildeter Spieler bis 23 Jahre – der Local Player – und zu einem Drittel der Anteil der Ausbildung des Spielers ab dem 12. Lebensjahr. Das Interesse wird anhand der Reichweite, der Mitgliederzahlen sowie der durch Marktforschung erhobenen Fan-Popularität ermittelt. 7,5 Prozent der Einnahmen behält dazu die Bundesliga ein und drei Prozent gehen an den DFB.

TV-Gelder: Die Rankings in Bundesliga und 2. Bundesliga
Die Bayern führen das Ranking einmal mehr deutlich an – mit 92,3 Millionen Euro und fast 10 Millionen mehr als der zweitplatzierte BVB. Unter den Top-Sechs der Bundesliga hat sich im Vergleich zu 2025/26 nur an der Höhe der Einnahmen etwas geändert, dahinter hat aber der VfB Stuttgart den siebten Platz erobert, während Union Berlin trotz eines Plus von 3,8 Mio. Euro auf Platz zehn zurückfällt. Die Schwaben sind einer von sechs Bundesligisten mit einem zweistelligen Mio.-Plus beim TV-Geld. Neben den Aufsteigern, die logischerweise dazugehören und wo der SC Paderborn 07 mit einem Sprung um 24 Mio. auf 37,2 Mio. Euro den größten macht, trifft das auch auf die TSG 1899 Hoffenheim (+10,6 Mio. auf 62 Mio. Euro) und den FC Augsburg (+12 auf 52,1 Mio.) zu. An der 10-Mio.-Euro-Marke beim Plus kratzt der SC Freiburg und liegt mit 71,8 Mio. Euro nur knapp hinter RB Leipzig (+4,8 auf 72,9 Mio.) auf Rang sechs.
In der 2. Bundesliga geht das größte Plus mit 2,1 Mio. Euro an den 1. FC Kaiserslautern (jetzt 10,9 Mio. Euro), der damit im Vergleich aber dennoch nur auf den zwölften Platz kommt. Das größte Minus kassiert zum Vorjahr derweil Absteiger VfL Wolfsburg, der vorher bei rund 50 Mio. Euro stand und nun nur noch 24,2 Mio. Euro kassiert. Auch der 1. FC Heidenheim 1846 (-15,5 auf 21,7 Mio.) und der FC St. Pauli (-12,5 auf 20,3 Mio.) haben deutliche Verluste bei den TV-Geldern. Beim VfL Bochum (-1,4 auf 18,6 Mio.) und Holstein Kiel (-1,9 auf 14,9 Mio.) macht sich der Abstieg 2025 ebenso noch bemerkbar macht wie das Abschneiden auf den Rängen 9 und 12.

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Letzte Beiträge Newsforum
Also ich hab das mal überschlagen.
Würde man nach Einschaltquoten gehen würde Bayern deutlich weniger bekommen.
Es geht um das Gesamtprodukt Bundesligaübertragung.
Die Spiele werden nicht einzeln verkauft sondern als Gesamtpaket
Damit das einen möglichst hohen Wert erzielt muss also das Gesamtprodukt möglichst attraktiv sein.
Und das heißt es müssen spannende Spiele über die ganze Saison sein
Das sind sie nicht
Wir haben mit Bayern einen Club wo die spannendste Frage des Spieltages nur die Frage wie hoch sie gewinnen ist in fast allen Spielen
Dann haben wir eine Reihe von Vereinen (BVB,Leverkusen, Leipzig) wo das spannendste dran ist in welcher Reihenfolge sie in die Champions League einziehen.
Dahinter haben wir ein paar Clubs (Frankfurt, Stuttgart, Freiburg, Hoffenheim etc.etc.) wo es ein bisschen spannender wird, da unklar ist ob sie Außreiser nach oben in die Champions League Region oder ins Mittelfeld fallen am Ende
und ganz unten haben wir die drei Aufsteiger jedes Jahr plus zwei, drei Kandidaten die bis zum Schluß um den Klassenerhalt spielen.
Das steht fast schon vor der Saison fest und Abweichungen davon sind selten
Das ist ein langweiliges Produkt!
Der einzige Grund, warum es in Deutschland nicht vollkommen langweilig ist, ist die hiesige Fankultur.
Die lässt sich nunmal nicht übertragen.
Wie langweilig das wirklich ist sieht man bei der Auslandsvermarktung.
Während überall auf der Welt die Menschen die halbe Premier League in auswendig kennen, haben sie bei der Bundesliga spätestens beim dritten Teilnehmer schon Probleme den Namen des Clubs zu nennen.
Und es ist auch kein Wunder wenn man sich solche Tabellen anschaut.
Ein Club müsste über Jahre hinweg besser abschneiden als die Vereine vor ihm um überhaupt die Einnahmen generieren zu können um die Spieler die er dafür benötigt zu kaufen oder zu halten.
Der Verteilungsschlüssel MUSS gleichmäßiger werden, wenn die Bundesliga interessanter werden soll
- Gesamtmarktwert:
- 1,08 Mrd. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- Vincent Kompany
- Kadergröße:
- 28
- Letzter Transfer:
- Bara Sapoko Ndiaye
- Gesamtmarktwert:
- 529,20 Mio. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- Niko Kovac
- Kadergröße:
- 28
- Letzter Transfer:
- Joey Veerman
- Gesamtmarktwert:
- 516,95 Mio. €
- Wettbewerb:
- Bundesliga
- Trainer:
- Carles Martínez
- Kadergröße:
- 33
- Letzter Transfer:
- Facundo Medina
- Gesamtmarktwert:
- 154,15 Mio. €
- Wettbewerb:
- 2. Bundesliga
- Tabellenstand:
- 4.
- Trainer:
- Tobias Strobl
- Kadergröße:
- 35
- Letzter Transfer:
- Alexander Bernhardsson










