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| Vereinsführung, Infrastruktur & Finanzen

06.07.2019 - 23:05 Uhr
Vor allem wird interessant sein, inwieweit der neue Mehrheitsaktionär die Macht Simeones sehen wird. Gil Marin und Cerezo werden zwar weiterhin im Verein verbleiben, jedoch besitzen sie nur noch 16% der Anteile am Verein. Mit Mateu Alemany hat man bereits den Ex-Barca Sportdirektor und damit einen durchaus prominenten Mann geholt, ein amerikanischer Konzern, der 1,3 Milliarden investiert, wird natürlich mitreden wollen, gerade was Transfers betrifft, sie Simeone bis dato maßgeblich mitbestimmen konnte. Der Schritt war sicherlich nötig, da der Verein um ehrlich zu sein, finanziell vielen Vereinen in Europa hinterhinkt und nur bedingt konkurrenzfähig ist. Dennoch hoffe ich, dass die Atleti DNA nicht verloren geht, wenn man überlegt, das es das erste Mal ist, dass ein Unternehmen von Übersee sich derartig einkauft.
Zitat von AtleticoFan10
Vor allem wird interessant sein, inwieweit der neue Mehrheitsaktionär die Macht Simeones sehen wird. Gil Marin und Cerezo werden zwar weiterhin im Verein verbleiben, jedoch besitzen sie nur noch 16% der Anteile am Verein. Mit Mateu Alemany hat man bereits den Ex-Barca Sportdirektor und damit einen durchaus prominenten Mann geholt, ein amerikanischer Konzern, der 1,3 Milliarden investiert, wird natürlich mitreden wollen, gerade was Transfers betrifft, sie Simeone bis dato maßgeblich mitbestimmen konnte. Der Schritt war sicherlich nötig, da der Verein um ehrlich zu sein, finanziell vielen Vereinen in Europa hinterhinkt und nur bedingt konkurrenzfähig ist. Dennoch hoffe ich, dass die Atleti DNA nicht verloren geht, wenn man überlegt, das es das erste Mal ist, dass ein Unternehmen von Übersee sich derartig einkauft.


Viele Fußballromantiker werden mir nicht zustimmen. Aber für die Liga ist das der einzige Weg um relevant zu bleiben.
Was soll das heißen "der einzige Weg um relevant zu bleiben"?

Ich bin der Meinung wir haben nie an Relevanz verloren, im Gegenteil hatten wir in jüngster Vergangenheit viele neue Sponsoring Deals abgeschlossen und der Verein hat sich wirtschaftlich in neuen Sphären bewegt.

Ich finde es nun sehr bedauerlich das dieser Schritt letztendlich eingeschlagen wurde. Mal sehen wo die Reise hinführt...

Aupa Atleti!
Die These mit "relevant" finde ich in der Tat sehr überzogen. Atleti war immer relevant genug, dass ein Topteam in der Champions League, ganz egal wie es heißt, nie gerne ins Metropolitano für ein Auswärtsspiel gefahren ist, da Atletico Stadien unter Simeone mit die größten Elefantenfriedhöfe in Europa sind.

Sportlich hatte man immer die Möglichkeiten hier und da große Namen zu holen, aber natürlich ist Atletico vom gesamten Geschäftsmodell nicht mit anderen Klubs vergleichbar.

In den Deal eingebettet ist vor allem eine massive Weiterentwicklung der Infrastruktur um das Metropolitano. Die Jugendakademie soll ausgebaut werden, damit weniger junge Talente den Schritt in die Real- oder Barcajugend oder ins Ausland antreten müssen, sondern damit man sie halten kann. Zudem soll kommerziell viel geschaffen werden, wie ein gutes Hotel, Gastronomie, Freizeit etc. Atleticos Einkünfte abseits des rein sportlichen sind deutlich niedriger als die aller anderen Topklubs, daher wird man versuchen, auch dort Einnahmen zu steigern. Um dies tun zu können, muss man jedoch vorher investieren. Ich bezweifle schon, dass eine Aufpolierung bzw. Niveauhaltung des Kaders plus außersportliche Großinvestitionen aktuell möglich sind.

Ob man dies nun alles gut oder schlecht findet, muss wirklich jeder für sich entscheiden. Ich halte vieles davon für risikobehaftet, auch wenn ich nicht bestreite, dass es viele Vorteile gibt. Gil und Cerezo geht es natürlich auch um eine massive Aufwertung des eigenen Vermögens. Der Verein ist seit 2011 wirtschaftlich enorm gewachsen und die beiden Herren sind auch nicht mehr die allerjüngsten und wollen natürlich einiges mitnehmen.
Zitat von jo117
Was soll das heißen "der einzige Weg um relevant zu bleiben"?

Ich bin der Meinung wir haben nie an Relevanz verloren, im Gegenteil hatten wir in jüngster Vergangenheit viele neue Sponsoring Deals abgeschlossen und der Verein hat sich wirtschaftlich in neuen Sphären bewegt.

Ich finde es nun sehr bedauerlich das dieser Schritt letztendlich eingeschlagen wurde. Mal sehen wo die Reise hinführt...

Aupa Atleti!


Um finanziell relevant zu bleiben gegenüber den Premier League Teams. Um Spieler wie Julian Alvarez zu kaufen und die besten Spieler zu behalten. Früher oder später werden Barcelona und Real Madrid mitziehen, so lange Tebas im Amt ist.

Relevant zu bleiben heisst, ihr seid schon ganz oben oder knapp davor, und da wollt ihr auch bleiben.
Zitat von Castilla
Zitat von jo117

Was soll das heißen "der einzige Weg um relevant zu bleiben"?

Ich bin der Meinung wir haben nie an Relevanz verloren, im Gegenteil hatten wir in jüngster Vergangenheit viele neue Sponsoring Deals abgeschlossen und der Verein hat sich wirtschaftlich in neuen Sphären bewegt.

Ich finde es nun sehr bedauerlich das dieser Schritt letztendlich eingeschlagen wurde. Mal sehen wo die Reise hinführt...

Aupa Atleti!


Um finanziell relevant zu bleiben gegenüber den Premier League Teams. Um Spieler wie Julian Alvarez zu kaufen und die besten Spieler zu behalten. Früher oder später werden Barcelona und Real Madrid mitziehen, so lange Tebas im Amt ist.

Relevant zu bleiben heisst, ihr seid schon ganz oben oder knapp davor, und da wollt ihr auch bleiben.



Ich sehe das auch ähnlich wie Castilla & hab das nicht so abwertend verstanden...

Die Premier League ist einfach extrem kaufkräftig, Spielerablösen gehen teilweise durch die Decke & wenn man sieht, wie vermeintlich kleinere Premier League Clubs investieren und welche Gehälter die zahlen, muss man einfach auch schauen, dass man Kapitalerhöhung an Land zieht. Der Deal mit Apollo bringt jede Menge Kapital, welche neben Spieler auch in die Infrastruktur laufen wird. Ohne dem Deal wäre das nicht oder schwer möglich.

Man will die Lücke zu den "Großen" endgültig schließen.

Finde ich das als alter Romantiker schön: Nein, ich hätte es schön gefunden, wenn man irgendwie "unabhängig" bleibt, aber das birgt eben auch große Gefahren & dann müsste man Jahre ohne CL evtl. auch wieder akzeptieren.
Aber wenn man einen Verein wie ein Unternehmen sieht ist das eine sinnvolle Lösung.

•     •     •

N U N C A D E J E S D E C R E E R
Will da gar nicht viel zu schreiben. Aber mir gefällt das nicht so. Das sind einfach Summen, wie auch in der Premier League, da wird mir schwindelig.
Just my 50 cent.
Im Rahmen des neuen Sponsoring-Deals mit Telepark erklärte Oscar Mayo, dass der Verein in diesem Jahr die magische Umsatzmarke von 500 Millionen Euro durchbrechen werde. Atlético würde innerhalb von nur zwei Jahren einen Zuwachs von rund 110 Millionen Euro erzielen.

Rund 25 Prozent stammen aus den Erlösen der La Liga, weitere 25 Prozent aus der Champions League. Die Ticketeinnahmen tragen ebenfalls etwa 25 Prozent zum Wachstum bei, während die verbleibenden 25 Prozent auf deutlich gestiegene Sponsoring-Erlöse zurückzuführen sind.

Dieser wirtschaftliche Aufschwung unterstreicht die zunehmende Stärke und Stabilität von Atlético. Der Verein befindet sich inzwischen in einer Position, nicht mehr gezwungen zu sein, Leistungsträger aus finanziellen Gründen zu verkaufen. Das eröffnet neue Möglichkeiten für eine langfristige und ambitionierte Kaderplanung.

Dennoch sollte Atlético aus meiner Sicht weiterhin auf Nachhaltigkeit setzen. Wirtschaftlicher Erfolg darf nicht dazu verleiten, überhastet hohe Summen für etablierte Stars auszugeben. Stattdessen sollte der Fokus auf entwicklungsfähigen Spielern liegen, die sportlich und finanziell weiteres Potenzial besitzen. Verpflichtungen vom Profil eines Marc Pubill sind hierfür ein gutes Beispiel: junge, talentierte Spieler mit Entwicklungsperspektive, die den Kader verstärken und gleichzeitig den langfristigen Wert des Vereins steigern können.

PSG unter Luis Enrique und Luis Campos könnte als Vorbild dienen. Sie haben eine junge und harmonische Mannschaft. Viele Leistungsträger haben nicht mal ihre Peak erreicht.

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass Atlético den richtigen Weg eingeschlagen hat. Nun gilt es, das Wachstum mit einer klugen Transferstrategie zu verbinden, um die wirtschaftliche Stärke auch nachhaltig in sportlichen Erfolg umzuwandeln.

Aupa Atléti!
Neben Real, Barcelona, Bayern, PSG und City ist Atletico die einzige Mannschaft, die seit fast 15 Jahren ununterbrochen Champions League spielt.

Aber: Genau davon waren stets die finanziellen Spielräume massiv abhängig. Atletico hatte keine maßgebliche andere Einnahmequellen, als alles was mit dem sportlichen Abschneiden zu tun hatte. Weiter kommen heißt mehr TV-Gelder, mehr Prämien, mehr Ticketteinnahmen.

Apollo versucht, Atletico eine solidere Einnahmebasis zu verschaffen, indem man die Infrastruktur um das Stadion massiv ausbauen will und versucht durch Hotels, Malls etc. konstante Pachteinnahmen zu generieren, die zu mehreren Millionen zusätzlich im Jahr führen.

Denn: Atletico hat Geld. Nicht so viel wie viele andere Vereine, aber Atletico hat keine sprudelnde Quelle, wenn die sportlichen Einnahmen ausbleiben. PSG kann theoretisch ein Jahr sich nicht qualifizieren für die CL und Conference League spielen, aber Nasser Al Khelaifi pumpt halt Geld rein und PSG holt trotzdem Wunschspieler.
Diesen Luxus haben wir nicht und werden wir auch durch Apollo nicht unmittelbar bekommen, aber es geht darum, Atletico resilienter zu machen, damit nicht irgendwann ein Absturz wie beim FC Valencia oder FC Sevilla droht, wo ebenfalls der sportliche Erfolg und die Einnahmen daraus die Zukunft bedingten.
Apollo ist eingestiegen, da es die einmalige Chance gibt in einer Weltstadt wie Madrid eine sehr große "Sports City" zu errichten, um mit allen möglichen Sportarten, Gastronomie- und Hotelbetrieben, sowie einer großen Konzertarena richtig viel Geld zu verdienen. Die Kapitalerhöhungen und Zuschüsse dienten nur marginal dem Kaderbudget, sondern vielmehr dieses Mega-Infrastruktur Projekt in Höhe von rund. 350 Mio. Euro zu finanzieren.

Die "gesicherten" CL Einnahmen finanzieren dieses Vorhaben weiterhin und daher werden weiterhin gestandene Spieler verpflichtet, die einem Erfolg "garantieren". Darüber hinaus sieht man sich nicht mehr als Verkäuferverein, sondern als Teil der Elite Teams, und dieses Auftreten wird mit Apollo nochmal verstärkt nach Außen getragen.

Die Fehlinvestition unserer Nachbarn ins Stadion führt übrigens auch dazu, dass alle Weltstars in unserem Metropolitano ihre Events abhalten und nicht im Bernabeu. Bad Bunny spielt einfach 10 Konzerte ab und sichert somit unserem Verein, meiner bescheidenen Einschätzung nach, deutlich über 10 Mio. Euro an Einnahmen. Außerhalb der Fußballpartien ist das Stadion fast schon durchgängig ausgelastet und mit der neuen Konzertarena für rund 20.000 Menschen, sollen auch in Relation kleinere Konzerte abgehalten werden.

Atlético wird in den nächsten Jahren enorm wachsen und LaLiga wird nicht mehr zwei, sondern drei Zugpferde haben.

•     •     •

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