Wohltätiger Transferwahnsinn
06.09.2013 - 18:27 Uhr
09.09.2013 - 22:12 Uhr
Zitat von Erwin:
Zitat von Toffeeman:
[...]Wie soll das mit dieser 1%-Abgabe konkret umgesetzt werden, abseits irgendwelcher Phantomdiskussionen a la "find ich gut"?Sorry, hier setzt gar niemand was um, noch setzt jemand was nicht um. Das komplette Forum besteht aus "Phantomdiskussionen", und das einzige, was noch nutzloser ist, ist über die Nutzlosigkeit der "Phantomdiskussionen" zu lamentieren. Und genau das betreiben El_Jogi und Du hier in einem ähnlich lehrmeisternden Ton, wie Du ihn xm0snx vorhältst. Es geht nur um "Find ich gut" oder "Find ich nicht gut". Mehr ist eh nicht drin.
Nein tut es nicht. Ich finde die Idee als Geste auch gut. Damit können wir die Diskussion beschließen. Die Frage nach der Umsetzung hat nichts mit Lehrmeisterei zu tun, sondern einzig damit, daß wenn man dafür ist, einfach Zweifel darüber angebracht sind, ob es beid er Verteilung fair und gerecht zugeht und wer dafür sorgt. Sorry, die Frage muss erlaubt sein. Wenn es Dir reicht zu sagen, dass du das gut findest, gibt es überhaupt keinen Konflikt und Du kannst Dir diesen Post sparen.
Zitat von Erwin:
Ferner ist die Unumsetzbarkeit doch Quatsch. Wenn man das will, geht das sehr einfach, da wurde gar nichts entlarvt. Genauso wie die (vermeintlich korrekten) ordnungspolitischen Exkurse völlig fehl am Platze sind. Wenn UEFA, FIFA oder DFL oder die Clubs beschliessen, aus ihren Budgets irgendwelche sozialen Projekte zu unterstützen, dann interessiert da kein Staat, keine Steuer, keine Sozialabgaben. Dann spendet die jeweilige Organisation für den jeweiligen Zweck, und gut ist. Und das fände ich gut, in Anbetracht der Explosion der Summen, und des sich fortschreitenden Entfernens der Verhältnisse im Fussball von seiner Gesellschaft.
In Anbetracht der Explosion der Summen ist eine grundsätzliche Diskussion über die finanzielle Seite des Fussballs richtig und wichtig. Ob dieser Tropfen auf den heissen Stein hilft, weiss ich nicht, ich bin da eher skeptisch. Mehr Geld ins System zu pumpen, auch wenn es umverteilt wird, heisst nicht automatisch etwas Gutes, da es einfach Verteilungskämpfe mit sich bringt.
1. Spenden die Vereine eh schon Geld für karitative Zwecke.
2. Ist der Fussball ein Spiegel der Gesellschaft, insofern hat er sich nicht entfernt, so finde ich, sondern ist nur da, wo der Rest der Welt sowieso schon ist: nur auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Dafür haben wir Fans gesorgt, wir wollten es so. Wir wollen Stars sehen. Jeder rümpft (zurecht oder nicht) die Nase über Real oder Monaco. Aber das Prinzip ist im Weltfussball das gleiche: Ob 100 Millionen für Bale, 60 für Falcao, 37 für Götze oder 1 Millionen für Spieler XY. Ich empfehle Dir sehr einen Artikel zu lesen der im FFP-Thread gepostet wurde. Da geht es genau um diese Frage.
Nochmals: Wir können hier gern über das Positive der Idee reden, aber das ist dann eine Diskussion die sich auf einer anderen, eher moralischen-diskursiven Ebene bewegt und zum Inhalt hätte, ob die Steuer zu einem Umdenken führen könnte. Wäre schön, wenn dies klappen würde, allein mir fehlt der Glaube, dass noch mehr Geld zu mehr Wohltätigkeit führt, ich glaube das führt eher zum Gegenteil.
Zitat von Toffeeman:
[...]Wie soll das mit dieser 1%-Abgabe konkret umgesetzt werden, abseits irgendwelcher Phantomdiskussionen a la "find ich gut"?Sorry, hier setzt gar niemand was um, noch setzt jemand was nicht um. Das komplette Forum besteht aus "Phantomdiskussionen", und das einzige, was noch nutzloser ist, ist über die Nutzlosigkeit der "Phantomdiskussionen" zu lamentieren. Und genau das betreiben El_Jogi und Du hier in einem ähnlich lehrmeisternden Ton, wie Du ihn xm0snx vorhältst. Es geht nur um "Find ich gut" oder "Find ich nicht gut". Mehr ist eh nicht drin.
Nein tut es nicht. Ich finde die Idee als Geste auch gut. Damit können wir die Diskussion beschließen. Die Frage nach der Umsetzung hat nichts mit Lehrmeisterei zu tun, sondern einzig damit, daß wenn man dafür ist, einfach Zweifel darüber angebracht sind, ob es beid er Verteilung fair und gerecht zugeht und wer dafür sorgt. Sorry, die Frage muss erlaubt sein. Wenn es Dir reicht zu sagen, dass du das gut findest, gibt es überhaupt keinen Konflikt und Du kannst Dir diesen Post sparen.
Zitat von Erwin:
Ferner ist die Unumsetzbarkeit doch Quatsch. Wenn man das will, geht das sehr einfach, da wurde gar nichts entlarvt. Genauso wie die (vermeintlich korrekten) ordnungspolitischen Exkurse völlig fehl am Platze sind. Wenn UEFA, FIFA oder DFL oder die Clubs beschliessen, aus ihren Budgets irgendwelche sozialen Projekte zu unterstützen, dann interessiert da kein Staat, keine Steuer, keine Sozialabgaben. Dann spendet die jeweilige Organisation für den jeweiligen Zweck, und gut ist. Und das fände ich gut, in Anbetracht der Explosion der Summen, und des sich fortschreitenden Entfernens der Verhältnisse im Fussball von seiner Gesellschaft.
In Anbetracht der Explosion der Summen ist eine grundsätzliche Diskussion über die finanzielle Seite des Fussballs richtig und wichtig. Ob dieser Tropfen auf den heissen Stein hilft, weiss ich nicht, ich bin da eher skeptisch. Mehr Geld ins System zu pumpen, auch wenn es umverteilt wird, heisst nicht automatisch etwas Gutes, da es einfach Verteilungskämpfe mit sich bringt.
1. Spenden die Vereine eh schon Geld für karitative Zwecke.
2. Ist der Fussball ein Spiegel der Gesellschaft, insofern hat er sich nicht entfernt, so finde ich, sondern ist nur da, wo der Rest der Welt sowieso schon ist: nur auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtet. Dafür haben wir Fans gesorgt, wir wollten es so. Wir wollen Stars sehen. Jeder rümpft (zurecht oder nicht) die Nase über Real oder Monaco. Aber das Prinzip ist im Weltfussball das gleiche: Ob 100 Millionen für Bale, 60 für Falcao, 37 für Götze oder 1 Millionen für Spieler XY. Ich empfehle Dir sehr einen Artikel zu lesen der im FFP-Thread gepostet wurde. Da geht es genau um diese Frage.
Nochmals: Wir können hier gern über das Positive der Idee reden, aber das ist dann eine Diskussion die sich auf einer anderen, eher moralischen-diskursiven Ebene bewegt und zum Inhalt hätte, ob die Steuer zu einem Umdenken führen könnte. Wäre schön, wenn dies klappen würde, allein mir fehlt der Glaube, dass noch mehr Geld zu mehr Wohltätigkeit führt, ich glaube das führt eher zum Gegenteil.
09.09.2013 - 22:23 Uhr
Na, wie gesagt, bezüglich der Umsetzbarkeit war mein Vorschlag ja schon, das direkt bei den Fernsehgeldern abzuzweigen und nicht bei den Transfergeldern. Dürfte denselben Effekt haben, aber einfacher umzusetzen sein. Aber auch die Umsetzung bei den Transfers sollte nicht so schwer sein, die werden ja ebenfalls bereits alle bei den Ligenverbänden gemeldet, das dürfte nicht schwierig sein.
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.
09.09.2013 - 22:25 Uhr
Zitat von Majo29:
Nur weil du einfach so vor dich hinlebst, schlimme Dinge in der Welt missachtest, und glaubst, dass man gegen gar nichts etwas bewirken kann, müssen das doch noch lange nicht andere Menschen auch tun, oder?
Des Weiteren ist es ein gewaltiger Unterschied, ob du einem Förderverein für Jugendfußball, einer Einrichtung für Obdachlose, einem Altersheim 10.000€ spendest, oder einer Organisation, die weltweit alle Atomkraftwerke abschalten will.
Ich würde Dich bitten, sämtliche persönlichen Unterstellungen zu unterlassen. Du kennst mich nicht und ich kenn dich nicht, in Ordnung? Wie ich lebe, davon hast Du keine Ahnung, also bitte ein bißchen halblang, okay? Ich hege Zeifel daran, daß Umverteilung von Geld etwas bringt, das ist richtig, weil dies auch immer Verteilungskämpfe mit sich bringt. Wir leben in einer ungerechten Welt, die wir so gemacht haben, ansonsten würden wir tatsächlich alle einen Tageslohn spenden, was niemand tut. Auch dies schrieb ich schon öfter: Diese immensen Ablösesummen sind diskussionswürdig, aber wir als Fans sind mit daran Schuld und nur um mein Gewissen mit einer Transfersteuer zu beruhigen ist mir zuwenig. Man sollte über das Grundprinzip reden, was offensichtlich in Schieflage ist!
Zitat von wildbrando:
Beispiel Bale-Transfer: 1% von 100 Millionen sind 1 Millionen - die gibt Tottenham locker für Jugendförderung und karitative Zwecke aus. Ob sie es jetzt von der Transfersumme nehmen oder vom Festgeldkonto spielt überhaupt keine Rolle.
...
Zitat von Majo29:
Natürlich macht es einen Unterschied, ob Tottenham in seine Jugendprojekte investiert, oder sozial schwache Familien in England auch etwas davon haben, wenn für einen Sportler 100.000.000€ gezahlt werden, dass dieser es absofort 365 Tage im Jahr nicht mehr ganz so nass und etwas wärmer hat. :ugly
Ein Sportverein ist keine staatliche Institution, außerdem, ich schrieb es bereits, gibt es karitative Unternehmungen von Vereinen. Für sozial schwache Familien ist kein Fussbalverein der Welt verantwortlich. Diese sozial und moralisch in die Pflicht zu nehmen ist einfach falsch. Da müsste man zuerst über Stromkonzerne, Mobilfunkunternehmen oder Banken sprechen, die wirkliche eine soziale Verantwortung haben und sich dieser ostmals entziehen. Den Fussball so mit moralischer Bedeutung aufzuladen halte ich für den falschen Weg, sorry und das hat absolut nichts mit sozialer Kälte meinerseits zu tun! Ich war und bin regelmäßig karitativ und unentgeltlich für andere da, eine solche Unterstellung ist nicht nur unredlich sondern geradezu unverschämt!
Nur weil du einfach so vor dich hinlebst, schlimme Dinge in der Welt missachtest, und glaubst, dass man gegen gar nichts etwas bewirken kann, müssen das doch noch lange nicht andere Menschen auch tun, oder?
Des Weiteren ist es ein gewaltiger Unterschied, ob du einem Förderverein für Jugendfußball, einer Einrichtung für Obdachlose, einem Altersheim 10.000€ spendest, oder einer Organisation, die weltweit alle Atomkraftwerke abschalten will.
Ich würde Dich bitten, sämtliche persönlichen Unterstellungen zu unterlassen. Du kennst mich nicht und ich kenn dich nicht, in Ordnung? Wie ich lebe, davon hast Du keine Ahnung, also bitte ein bißchen halblang, okay? Ich hege Zeifel daran, daß Umverteilung von Geld etwas bringt, das ist richtig, weil dies auch immer Verteilungskämpfe mit sich bringt. Wir leben in einer ungerechten Welt, die wir so gemacht haben, ansonsten würden wir tatsächlich alle einen Tageslohn spenden, was niemand tut. Auch dies schrieb ich schon öfter: Diese immensen Ablösesummen sind diskussionswürdig, aber wir als Fans sind mit daran Schuld und nur um mein Gewissen mit einer Transfersteuer zu beruhigen ist mir zuwenig. Man sollte über das Grundprinzip reden, was offensichtlich in Schieflage ist!
Zitat von wildbrando:
Beispiel Bale-Transfer: 1% von 100 Millionen sind 1 Millionen - die gibt Tottenham locker für Jugendförderung und karitative Zwecke aus. Ob sie es jetzt von der Transfersumme nehmen oder vom Festgeldkonto spielt überhaupt keine Rolle.
...
Zitat von Majo29:
Natürlich macht es einen Unterschied, ob Tottenham in seine Jugendprojekte investiert, oder sozial schwache Familien in England auch etwas davon haben, wenn für einen Sportler 100.000.000€ gezahlt werden, dass dieser es absofort 365 Tage im Jahr nicht mehr ganz so nass und etwas wärmer hat. :ugly
Ein Sportverein ist keine staatliche Institution, außerdem, ich schrieb es bereits, gibt es karitative Unternehmungen von Vereinen. Für sozial schwache Familien ist kein Fussbalverein der Welt verantwortlich. Diese sozial und moralisch in die Pflicht zu nehmen ist einfach falsch. Da müsste man zuerst über Stromkonzerne, Mobilfunkunternehmen oder Banken sprechen, die wirkliche eine soziale Verantwortung haben und sich dieser ostmals entziehen. Den Fussball so mit moralischer Bedeutung aufzuladen halte ich für den falschen Weg, sorry und das hat absolut nichts mit sozialer Kälte meinerseits zu tun! Ich war und bin regelmäßig karitativ und unentgeltlich für andere da, eine solche Unterstellung ist nicht nur unredlich sondern geradezu unverschämt!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Toffeeman am 09.09.2013 um 22:34 Uhr bearbeitet
09.09.2013 - 22:33 Uhr
Zitat von Erwin:
Na, wie gesagt, bezüglich der Umsetzbarkeit war mein Vorschlag ja schon, das direkt bei den Fernsehgeldern abzuzweigen und nicht bei den Transfergeldern. Dürfte denselben Effekt haben, aber einfacher umzusetzen sein. Aber auch die Umsetzung bei den Transfers sollte nicht so schwer sein, die werden ja ebenfalls bereits alle bei den Ligenverbänden gemeldet, das dürfte nicht schwierig sein.
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.
Endlich mal ein konkreter Vorschlag! Danke!
Ich weiss nur eben nicht, ob Vereine das dann irgendwie umgehen würden oder ob man dann nicht bilaterale Abkommen zwischen Vereinen befördert und somit Transfers ins Halblegale rutschen.
Mir geht es nicht darum Vereinen zu unterstellen, sie würden sich davor drücken wollen, im Gegenteil finde ich, daß sie mehr machen als ein Fussballverein eigentlich tun müsste.
Ich finde auch, dass zuviel Geld im Spiel ist, aber mir geht es eben auch um eine grundsätzliche Diskussion um diese Transfergelder, aber da müsste ich mich erst mehr einlesen bezüglich Versteuerung von Transfergeldern und Vereinen etc. Trotzdem bleibe ich dabei, daß der Fussball da der falsche Ansprechpartner ist, da sie weder dafür sorgen, dass ganze Länder in Armut leben noch es eine gute Idee ist sie mit soviel sozialer Verantwortung zu überlasten. Wie gesagt, die Idee ist gut, verpflichtend wäre in meinen Augen eher schwierig.
Na, wie gesagt, bezüglich der Umsetzbarkeit war mein Vorschlag ja schon, das direkt bei den Fernsehgeldern abzuzweigen und nicht bei den Transfergeldern. Dürfte denselben Effekt haben, aber einfacher umzusetzen sein. Aber auch die Umsetzung bei den Transfers sollte nicht so schwer sein, die werden ja ebenfalls bereits alle bei den Ligenverbänden gemeldet, das dürfte nicht schwierig sein.
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.
Endlich mal ein konkreter Vorschlag! Danke!
Ich weiss nur eben nicht, ob Vereine das dann irgendwie umgehen würden oder ob man dann nicht bilaterale Abkommen zwischen Vereinen befördert und somit Transfers ins Halblegale rutschen.
Mir geht es nicht darum Vereinen zu unterstellen, sie würden sich davor drücken wollen, im Gegenteil finde ich, daß sie mehr machen als ein Fussballverein eigentlich tun müsste.
Ich finde auch, dass zuviel Geld im Spiel ist, aber mir geht es eben auch um eine grundsätzliche Diskussion um diese Transfergelder, aber da müsste ich mich erst mehr einlesen bezüglich Versteuerung von Transfergeldern und Vereinen etc. Trotzdem bleibe ich dabei, daß der Fussball da der falsche Ansprechpartner ist, da sie weder dafür sorgen, dass ganze Länder in Armut leben noch es eine gute Idee ist sie mit soviel sozialer Verantwortung zu überlasten. Wie gesagt, die Idee ist gut, verpflichtend wäre in meinen Augen eher schwierig.
09.09.2013 - 22:35 Uhr
Zitat von Erwin:
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.Ja, da gibt es z.B. die gemeinnützige Dietmar-Hopp-Stiftung.
Und man muss ferner auch nicht auf eine konkrete Benennung des "guten Zweckes" bestehen. Ob das am Ende "Brot für die Welt", die "Rhino Foundation" oder "Laureus" wird - mir ists egal, das sollen wahlweise die Klubs autonom bestimmen, oder die Ligenverbände. Da auf ne Festlegung zu bestehen ist doch Trollerei, jeder weiß, was karitative Spenden sind.Ja, da gibt es z.B. die gemeinnützige Dietmar-Hopp-Stiftung.
10.09.2013 - 14:42 Uhr
Viel wurde schon dazu gesagt – mMn zu eindimensional. Ich halte den Transfer weder für unmoralisch, noch für unökonomisch. Diskussion und (andere) Meinung erlaubt und erwünscht!
http://3hundertsechzig.com/2013/09/10/bale-transfer-moralisch-und-okonomisch-vertretbar/
http://3hundertsechzig.com/2013/09/10/bale-transfer-moralisch-und-okonomisch-vertretbar/
10.09.2013 - 16:42 Uhr
Zitat von Toffeeman:
Zitat von Majo29:
Nur weil du einfach so vor dich hinlebst, schlimme Dinge in der Welt missachtest, und glaubst, dass man gegen gar nichts etwas bewirken kann, müssen das doch noch lange nicht andere Menschen auch tun, oder?
Des Weiteren ist es ein gewaltiger Unterschied, ob du einem Förderverein für Jugendfußball, einer Einrichtung für Obdachlose, einem Altersheim 10.000€ spendest, oder einer Organisation, die weltweit alle Atomkraftwerke abschalten will.
Ich würde Dich bitten, sämtliche persönlichen Unterstellungen zu unterlassen. Du kennst mich nicht und ich kenn dich nicht, in Ordnung? Wie ich lebe, davon hast Du keine Ahnung, also bitte ein bißchen halblang, okay? Ich hege Zeifel daran, daß Umverteilung von Geld etwas bringt, das ist richtig, weil dies auch immer Verteilungskämpfe mit sich bringt. Wir leben in einer ungerechten Welt, die wir so gemacht haben, ansonsten würden wir tatsächlich alle einen Tageslohn spenden, was niemand tut. Auch dies schrieb ich schon öfter: Diese immensen Ablösesummen sind diskussionswürdig, aber wir als Fans sind mit daran Schuld und nur um mein Gewissen mit einer Transfersteuer zu beruhigen ist mir zuwenig. Man sollte über das Grundprinzip reden, was offensichtlich in Schieflage ist!
Zitat von wildbrando:
Beispiel Bale-Transfer: 1% von 100 Millionen sind 1 Millionen - die gibt Tottenham locker für Jugendförderung und karitative Zwecke aus. Ob sie es jetzt von der Transfersumme nehmen oder vom Festgeldkonto spielt überhaupt keine Rolle.
...
Zitat von Majo29:
Natürlich macht es einen Unterschied, ob Tottenham in seine Jugendprojekte investiert, oder sozial schwache Familien in England auch etwas davon haben, wenn für einen Sportler 100.000.000€ gezahlt werden, dass dieser es absofort 365 Tage im Jahr nicht mehr ganz so nass und etwas wärmer hat. :ugly
Ein Sportverein ist keine staatliche Institution, außerdem, ich schrieb es bereits, gibt es karitative Unternehmungen von Vereinen. Für sozial schwache Familien ist kein Fussbalverein der Welt verantwortlich. Diese sozial und moralisch in die Pflicht zu nehmen ist einfach falsch. Da müsste man zuerst über Stromkonzerne, Mobilfunkunternehmen oder Banken sprechen, die wirkliche eine soziale Verantwortung haben und sich dieser ostmals entziehen. Den Fussball so mit moralischer Bedeutung aufzuladen halte ich für den falschen Weg, sorry und das hat absolut nichts mit sozialer Kälte meinerseits zu tun! Ich war und bin regelmäßig karitativ und unentgeltlich für andere da, eine solche Unterstellung ist nicht nur unredlich sondern geradezu unverschämt!
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
Zitat von Majo29:
Nur weil du einfach so vor dich hinlebst, schlimme Dinge in der Welt missachtest, und glaubst, dass man gegen gar nichts etwas bewirken kann, müssen das doch noch lange nicht andere Menschen auch tun, oder?
Des Weiteren ist es ein gewaltiger Unterschied, ob du einem Förderverein für Jugendfußball, einer Einrichtung für Obdachlose, einem Altersheim 10.000€ spendest, oder einer Organisation, die weltweit alle Atomkraftwerke abschalten will.
Ich würde Dich bitten, sämtliche persönlichen Unterstellungen zu unterlassen. Du kennst mich nicht und ich kenn dich nicht, in Ordnung? Wie ich lebe, davon hast Du keine Ahnung, also bitte ein bißchen halblang, okay? Ich hege Zeifel daran, daß Umverteilung von Geld etwas bringt, das ist richtig, weil dies auch immer Verteilungskämpfe mit sich bringt. Wir leben in einer ungerechten Welt, die wir so gemacht haben, ansonsten würden wir tatsächlich alle einen Tageslohn spenden, was niemand tut. Auch dies schrieb ich schon öfter: Diese immensen Ablösesummen sind diskussionswürdig, aber wir als Fans sind mit daran Schuld und nur um mein Gewissen mit einer Transfersteuer zu beruhigen ist mir zuwenig. Man sollte über das Grundprinzip reden, was offensichtlich in Schieflage ist!
Zitat von wildbrando:
Beispiel Bale-Transfer: 1% von 100 Millionen sind 1 Millionen - die gibt Tottenham locker für Jugendförderung und karitative Zwecke aus. Ob sie es jetzt von der Transfersumme nehmen oder vom Festgeldkonto spielt überhaupt keine Rolle.
...
Zitat von Majo29:
Natürlich macht es einen Unterschied, ob Tottenham in seine Jugendprojekte investiert, oder sozial schwache Familien in England auch etwas davon haben, wenn für einen Sportler 100.000.000€ gezahlt werden, dass dieser es absofort 365 Tage im Jahr nicht mehr ganz so nass und etwas wärmer hat. :ugly
Ein Sportverein ist keine staatliche Institution, außerdem, ich schrieb es bereits, gibt es karitative Unternehmungen von Vereinen. Für sozial schwache Familien ist kein Fussbalverein der Welt verantwortlich. Diese sozial und moralisch in die Pflicht zu nehmen ist einfach falsch. Da müsste man zuerst über Stromkonzerne, Mobilfunkunternehmen oder Banken sprechen, die wirkliche eine soziale Verantwortung haben und sich dieser ostmals entziehen. Den Fussball so mit moralischer Bedeutung aufzuladen halte ich für den falschen Weg, sorry und das hat absolut nichts mit sozialer Kälte meinerseits zu tun! Ich war und bin regelmäßig karitativ und unentgeltlich für andere da, eine solche Unterstellung ist nicht nur unredlich sondern geradezu unverschämt!
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
10.09.2013 - 18:30 Uhr
Zitat von mr_niceguy:
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
Dann fände ich es aber ehrlicher und besser darüber zu sprechen, welche grundsätzliche Schieflage es in einem Gemeinwesen gibt, wenn Fussballvereine dafür Sorge tragen sollen, ob freiwillig oder erzwungen, dass Sozialleistungen an bedürftige Menschen gezahlt werden sollen. Ich fände es auch gut, wenn Vereine von sich aus anderen helfen, das tun sie auch weithin, aber für die Dinge, die Du beschrieben hast, ist eindeutig der Staat zuständig.
Desweiteren wäre die Frage, warum man Transfers nicht insgesamt deckelt. Ich verstehe Deinen und den Ansatz von anderen Diskutierenden durchaus: Lieber etwas helfen als gar nicht, aber warum wird dann eine Grundsatzdiskussion über das Ausmaß der Transfersummen aus dem Weg gegangen? Warum findet sich der Vorschlag von Hans Sarpei nicht in einem FAZ- oder SPIEGEL-Artikel? Warum setzt sich der DFB dafür nicht ein? Wenn wir hier diskutieren können, warum wird dann diese Diskussion nicht dort geführt, wo die Leute sitzen, die sie umsetzen können?
Weil niemand, einschliesslich einem Großteil der Fans null Interesse hat wirklich etwas an den Zuständen zu ändern, ich auch nicht, ich nehme mich da als Fan nicht aus, der regelmäßig Fussball schaut. Tendenzen zu öffentlichem Protest sind da, wenn man an die Demonstrationen in Brasilien denkt, insgeheim, auch da schließe ich mich ein wollen wir nichts anderes als diesen Zirkus, wir wollen Spieler mit Marktwerten etikettieren und damit wir nicht ein ganz so schlechtes Gewissen haben müssen wenn Bale oder Götze in unseren Stadien spielen, erfindet man eine solche Idee.
Ich finde diesen altruistischen Grundgedanken sehr lobenswert, er ist lediglich falsch adressiert. Aber das geht jetzt wirklich zu sehr ins Politisch-Moralische.
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
Dann fände ich es aber ehrlicher und besser darüber zu sprechen, welche grundsätzliche Schieflage es in einem Gemeinwesen gibt, wenn Fussballvereine dafür Sorge tragen sollen, ob freiwillig oder erzwungen, dass Sozialleistungen an bedürftige Menschen gezahlt werden sollen. Ich fände es auch gut, wenn Vereine von sich aus anderen helfen, das tun sie auch weithin, aber für die Dinge, die Du beschrieben hast, ist eindeutig der Staat zuständig.
Desweiteren wäre die Frage, warum man Transfers nicht insgesamt deckelt. Ich verstehe Deinen und den Ansatz von anderen Diskutierenden durchaus: Lieber etwas helfen als gar nicht, aber warum wird dann eine Grundsatzdiskussion über das Ausmaß der Transfersummen aus dem Weg gegangen? Warum findet sich der Vorschlag von Hans Sarpei nicht in einem FAZ- oder SPIEGEL-Artikel? Warum setzt sich der DFB dafür nicht ein? Wenn wir hier diskutieren können, warum wird dann diese Diskussion nicht dort geführt, wo die Leute sitzen, die sie umsetzen können?
Weil niemand, einschliesslich einem Großteil der Fans null Interesse hat wirklich etwas an den Zuständen zu ändern, ich auch nicht, ich nehme mich da als Fan nicht aus, der regelmäßig Fussball schaut. Tendenzen zu öffentlichem Protest sind da, wenn man an die Demonstrationen in Brasilien denkt, insgeheim, auch da schließe ich mich ein wollen wir nichts anderes als diesen Zirkus, wir wollen Spieler mit Marktwerten etikettieren und damit wir nicht ein ganz so schlechtes Gewissen haben müssen wenn Bale oder Götze in unseren Stadien spielen, erfindet man eine solche Idee.
Ich finde diesen altruistischen Grundgedanken sehr lobenswert, er ist lediglich falsch adressiert. Aber das geht jetzt wirklich zu sehr ins Politisch-Moralische.
10.09.2013 - 19:25 Uhr
Zitat von Toffeeman:
Zitat von mr_niceguy:
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
Dann fände ich es aber ehrlicher und besser darüber zu sprechen, welche grundsätzliche Schieflage es in einem Gemeinwesen gibt, wenn Fussballvereine dafür Sorge tragen sollen, ob freiwillig oder erzwungen, dass Sozialleistungen an bedürftige Menschen gezahlt werden sollen. Ich fände es auch gut, wenn Vereine von sich aus anderen helfen, das tun sie auch weithin, aber für die Dinge, die Du beschrieben hast, ist eindeutig der Staat zuständig.
Desweiteren wäre die Frage, warum man Transfers nicht insgesamt deckelt. Ich verstehe Deinen und den Ansatz von anderen Diskutierenden durchaus: Lieber etwas helfen als gar nicht, aber warum wird dann eine Grundsatzdiskussion über das Ausmaß der Transfersummen aus dem Weg gegangen? Warum findet sich der Vorschlag von Hans Sarpei nicht in einem FAZ- oder SPIEGEL-Artikel? Warum setzt sich der DFB dafür nicht ein? Wenn wir hier diskutieren können, warum wird dann diese Diskussion nicht dort geführt, wo die Leute sitzen, die sie umsetzen können?
Weil niemand, einschliesslich einem Großteil der Fans null Interesse hat wirklich etwas an den Zuständen zu ändern, ich auch nicht, ich nehme mich da als Fan nicht aus, der regelmäßig Fussball schaut. Tendenzen zu öffentlichem Protest sind da, wenn man an die Demonstrationen in Brasilien denkt, insgeheim, auch da schließe ich mich ein wollen wir nichts anderes als diesen Zirkus, wir wollen Spieler mit Marktwerten etikettieren und damit wir nicht ein ganz so schlechtes Gewissen haben müssen wenn Bale oder Götze in unseren Stadien spielen, erfindet man eine solche Idee.
Ich finde diesen altruistischen Grundgedanken sehr lobenswert, er ist lediglich falsch adressiert. Aber das geht jetzt wirklich zu sehr ins Politisch-Moralische.
Da hast du recht, allein die tatsache, dass dies ueberhaupt erst zur diskussion kommen musste, zeigt ja, dass vieles immer noch falsch laeuft in unserer gesellschaft, und theoretisch gehoert dies ja auch nicht in den fussball (bzw 'sollte nicht gehoeren'), aber vielleicht gelangt dieser vorschlag ja durch die verbreitung u.a. Hier an die richtige person, oder zumindest an jemanden, der dabei helfen koennte - also macht es ja doch irgendwie sinn diese diskussion hier zu fuehren.
Sportvereine haben doch eigtl immer auch eine verantwortung der gemeinde gegenueber (viele vereine wurden zb gegruendet um die kids von den strassen fernzuhalten), also wenn man diesen gedanken weiterfuehrt waere es doch nur logisch, dass internationale/groessere vereine auch mehr verantwortung der allgemeinen bevoelkerung ggnueber haben.
Glaubst du wirklich, dass man sport und politik/soziales strikt trennen sollte, und es gar keine ueberschneidungen geben sollte?
Zitat von mr_niceguy:
Geht jetzt zwar sehr ins politische, aber wenn auch nur eine familie es nicht schafft ihren kindern zb 1 warme mahlzeit, eine decke uebern kopf uswusf. Zu liefern, sollten alle menschen, vereine, firmen etc. in der verantwortung stehen und dabei mithelfen die situation zu verbessern. Neoliberales bla-bla, klar, ich weiss - aber trotzdem, wenn die moeglichkeit bestehen wuerde, mit einer teilabgabe der summen I'm fussball etwas zu verbessern, dann sollte dies auch geschehen.
Ausserdem wird dies uU auch positive effekte auf den fussball haben. Entweder fuehrt dies dann dazu dass bald vernuenftige summen gezahlt werden, und wenn der transferwahnsinn einfach fortbesteht dann ist wenigstens ein paar beduerftigen menschen etwas geholfen.
Sollte uebrigens gleichermassen fuer banken, mobilfunk, etc. Gelten.
Dann fände ich es aber ehrlicher und besser darüber zu sprechen, welche grundsätzliche Schieflage es in einem Gemeinwesen gibt, wenn Fussballvereine dafür Sorge tragen sollen, ob freiwillig oder erzwungen, dass Sozialleistungen an bedürftige Menschen gezahlt werden sollen. Ich fände es auch gut, wenn Vereine von sich aus anderen helfen, das tun sie auch weithin, aber für die Dinge, die Du beschrieben hast, ist eindeutig der Staat zuständig.
Desweiteren wäre die Frage, warum man Transfers nicht insgesamt deckelt. Ich verstehe Deinen und den Ansatz von anderen Diskutierenden durchaus: Lieber etwas helfen als gar nicht, aber warum wird dann eine Grundsatzdiskussion über das Ausmaß der Transfersummen aus dem Weg gegangen? Warum findet sich der Vorschlag von Hans Sarpei nicht in einem FAZ- oder SPIEGEL-Artikel? Warum setzt sich der DFB dafür nicht ein? Wenn wir hier diskutieren können, warum wird dann diese Diskussion nicht dort geführt, wo die Leute sitzen, die sie umsetzen können?
Weil niemand, einschliesslich einem Großteil der Fans null Interesse hat wirklich etwas an den Zuständen zu ändern, ich auch nicht, ich nehme mich da als Fan nicht aus, der regelmäßig Fussball schaut. Tendenzen zu öffentlichem Protest sind da, wenn man an die Demonstrationen in Brasilien denkt, insgeheim, auch da schließe ich mich ein wollen wir nichts anderes als diesen Zirkus, wir wollen Spieler mit Marktwerten etikettieren und damit wir nicht ein ganz so schlechtes Gewissen haben müssen wenn Bale oder Götze in unseren Stadien spielen, erfindet man eine solche Idee.
Ich finde diesen altruistischen Grundgedanken sehr lobenswert, er ist lediglich falsch adressiert. Aber das geht jetzt wirklich zu sehr ins Politisch-Moralische.
Da hast du recht, allein die tatsache, dass dies ueberhaupt erst zur diskussion kommen musste, zeigt ja, dass vieles immer noch falsch laeuft in unserer gesellschaft, und theoretisch gehoert dies ja auch nicht in den fussball (bzw 'sollte nicht gehoeren'), aber vielleicht gelangt dieser vorschlag ja durch die verbreitung u.a. Hier an die richtige person, oder zumindest an jemanden, der dabei helfen koennte - also macht es ja doch irgendwie sinn diese diskussion hier zu fuehren.
Sportvereine haben doch eigtl immer auch eine verantwortung der gemeinde gegenueber (viele vereine wurden zb gegruendet um die kids von den strassen fernzuhalten), also wenn man diesen gedanken weiterfuehrt waere es doch nur logisch, dass internationale/groessere vereine auch mehr verantwortung der allgemeinen bevoelkerung ggnueber haben.
Glaubst du wirklich, dass man sport und politik/soziales strikt trennen sollte, und es gar keine ueberschneidungen geben sollte?
10.09.2013 - 19:45 Uhr
Zitat von mr_niceguy:
Sportvereine haben doch eigtl immer auch eine verantwortung der gemeinde gegenueber (viele vereine wurden zb gegruendet um die kids von den strassen fernzuhalten), also wenn man diesen gedanken weiterfuehrt waere es doch nur logisch, dass internationale/groessere vereine auch mehr verantwortung der allgemeinen bevoelkerung ggnueber haben.
Tun sie schon,denn sie zahlen weit aus mehr Steuern als andere Vereine.
Sportvereine haben doch eigtl immer auch eine verantwortung der gemeinde gegenueber (viele vereine wurden zb gegruendet um die kids von den strassen fernzuhalten), also wenn man diesen gedanken weiterfuehrt waere es doch nur logisch, dass internationale/groessere vereine auch mehr verantwortung der allgemeinen bevoelkerung ggnueber haben.
Tun sie schon,denn sie zahlen weit aus mehr Steuern als andere Vereine.
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