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Wir werfen einen Blick auf die restliche Fußballwelt - Part I

19.05.2016 - 18:26 Uhr
Zitat von DerKyb
Zitat von Hozzo

Zitat von GuenneSchae

Zitat von dunkelrot1893

Ich denke, das gehört am besten hier her!?
Die Bilder sind ja wirklich sensationell. Nicht nur, dass der Mann in absolut kürzester Zeit 10/15 kg zugenommen hat. Er passt sich auch 1:1 an den Fußball in der Kreisliga an und bewegt sich keinen Meter mehr als er muss.
Edit: bei seinem Kopfballtreffer springt er nicht einmal hoch. 😀
Ich wünsche ihm natürlich viel Vergnügen und dass er tatsächlich die Freude am Fußball wiederfindet. Gleichzeitig muss das aber die BVB Verantwortlichen bis ins Mark treffen, dass man ihn so lange Zeit für so viel Geld "durchgeschleppt" hat.
Ich bin insgesamt immer wieder erstaunt darüber, wie schnell ehemalige Profifußballer körperlich abbauen, sobald sie raus sind aus dem Geschäft.
Erinnere mich da auch an Wesley Snijder, Samir Nasri oder kürzlich auch Higuain sowie der "Klassiker" Ronaldo. Das sind ja Ausnahmeathleten, die ihr gesamtes Leben lang topfit waren.


Für mich ist Ze Roberto immer noch das krasseste Beispiel nach weit über 20 Jahren an Profi-Fussball auf Top-Niveau.

Ich glaube diese Spieler lieben einfach den Fussball, während andere nur lieben, was ihnen der Fussball bringt.


Das ist sicher ein Teil der Wahrheit. Der andere wird sehr viel einfacher sein: Veranlagung und Lebenswandel.

Es gibt ja die Glücklichen, die kulinarisch tun und lassen können was sie wollen, ein Fitnessstudio maximal vom Vorbeifahren kennen und keine Laufschuhe besitzen und trotzdem die wahrsten Hungerhaken sind.

Während viele andere akribisch auf ihre Kalorien achten, regelmäßig Sport verschiedenster Art machen und trotzdem wenig und wenn dann nur langsam passiert. Macht so einer jetzt 15-20 Jahre lang an 4-5 Tagen in der Woche 2x am Tag irgendein gecoachtes Training, wird nach Ernährungsplan bekocht und Fort- und Rückschritte genau getrackt, dann kommt der logischerweise auch in Form und bleibt das auch. Bis das eben aufhört.

Type A ist dann eben weiterhin ein Hungerhaken oder verliert, wenn überhaupt, an Muskelmasse während Type B wahrscheinlich in Monat 1 danach schon 5 kg Fett ansetzt.

Man darf auch nicht vergessen, dass Appetit sehr individuell ist. Hormone wie GLP-1 spielen da eine wichtige Rolle. Und beeinflussen auch wie sich das Hungergefühl im Bezug zu sportlicher Betätigung verändert.

Manche brauchen daher viel Sport um die Balance zu halten. Wenn das Gehirn den Appetit ohne Sport nur minimal verändert, dann benötigt es aktive Arbeit, um entweder andere Strategien zu finden den Hunger zu stillen oder doch wieder ein gewisses Maß an Sport als Ausgleich in den Wochenplan aufzunehmen.
Bei anderen passt der Appetit deutlich besser zum Energieverbrauch und die Essen dann was sie wollen, haben dann aber auch Phasen in denen sie weniger essen, weil sie eben nicht essen wollen.
Zusätzlich gibt es noch "Lebensmittel" wie Chips, die unser Körper gar nicht richtig als Essen identifizieren kann und somit auch keine Hormonreaktion auslöst. Weswegen man eine Tüte Chips wegatmen kann, ohne das es den Hunger stillt.

Bei Leuten wie Süle ist das dann eine Mischung aus Pech(Genetik, Hormone, ...) und Unbedarftheit. Nicht umsonst gibt es auch viele Sportler die sich monatelang abtrainieren, damit der Schock nicht zu extrem wird.


Danke für den Beitrag.

Grundsätzlich verstehe ich die Häme gegenüber Süle hier nicht.

Da verzichtet einer auf viel Geld in Saudi-Arabien oder so und kickt dafür mit den alten Kumpels in der Kreisliga, um Spass am Fußball zu haben.

Und er ist offenbar ein Typ, der eben leicht an Gewicht zulegt (zum Großteil ist das genetisch bedingt) und nicht unbedingt ein restrained healthy eater ist, der seine Kalorien zählt und offenbar auch nicht jeden Morgen eine Stunde durch die Gegend joggt. Ich habe ihn ja auch kritisiert, dass er als hochbezahlter Profi nicht entsprechend professionell lebt, denn das gehört dann mMn zur Leistung, die ein Profi bringen muss, dazu. Aber jetzt ist er Kreisligakicker, der nur noch aus Spass kickt, da kann er erstmal machen, was er will.

Inzwischen ist er offenbar umgezogen, trainiert 2 Mal die Woche Fußball mit seinen Kumpels, spielt am Wochenende etwas, um zumindest einigermaßen fit und beweglich zu bleiben und die Gewichtszunahme womöglich in Grenzen zu halten - das ist doch dann vernünftig.

Grundsätzlich sind 60% der deutschen Männer (nach der zugegebenermaßen absurden BMI-Definition von 25) übergewichtig und 20% adipös. Gottseidank nicht in diesem Forum, weil Bewegung (in diesem Falle Texte mit den Fingern tippen) hält ja fit und schlank. 😉
Schön, hier ließt man ja mehr vernünftiges über Gewicht, Sport und den Körper als auf den vielgeklickten Kanälen auf YT. zwinker

Ich, als jemand, der von der Statur schon auch süleske Züge hat, möchte ich kurz meine persönliche Erfahrung als Hobbysportler teilen. Mein letzter Halbmarathon, was mein aktuelles Ziel ist, liegt schon über 10 Jahre zurück. Zwischenzeitlich haben sich bestimmt mindestens 25kg mehr unbemerkt an meinen Körper gehaftet. Und das ist langfristig nichts, was ich empfehlen kann. Auch nicht bei Süle, und das soll keine Häme sein, ist halt absolut ungesund für den Körper. Wenn man seine Größe und Breite anschaut, dann sind Schäden in den Knien und Hüften quasi vorprogrammiert. Und da rede ich noch nicht über Bluthochdruck und nächtliche Atemaussetzer, die er dann in 5-10 Jahren bekommen wird. Das ist dann der Punkt, bei dem man bezüglich seines Lebenswandels zu grübeln beginnt. So heißt es ja auch immer, der eine kann essen soviel er will und der andere nicht. Und wenn man erst mal 30 oder gar 40 ist, dann ist es sowieso zu spät. Das ist natürlich nicht ganz falsch, aber schon auch übertrieben. Bei den meisten kann man sich schon erklären, woher das Gewicht kommt oder warum es nicht kommt, wenn man genau hinschaut. Die Leute Ü30 oder Ü40 bauen halt irgendwann auf dem Sofa jedes Jahr ein paar Gramm Muskeln ab und gleichzeitig gibt es leckeres Abendessen mit 600 kcal, von dem man bis zum Schlafengehen gesättigt ist und dann gibt es noch das Abendessen mit über 2000 kcal, bei dem man nach 2 Stunden noch das Knabberzeug benötigt. Und schwups hat man 15 kg mehr auf den Rippen und weiß gar nicht woher das kommt und die Ausreden sind schon parat. Mit Mitte 30 geht das einfach nicht mehr. Und ich sage: Glatte Lüge. Jeden Tag 45 Minuten zusätzliche Bewegung und kalorienreiches Essen am Abend streichen und ein Jahr später ist man wieder fit. Inzwischen jogge ich wieder 40km pro Woche und ich fühl mich wieder fast wie Anfang 20. Und dann kommen wir wieder zu Süle zurück. Er hatte jede Möglichkeit sich leckeres Essen zubereiten zu lassen und bei seinem Körper als Profisportler kann er auch mal 4000 kcal am Tag zu sich nehmen. Das muss man erstmal schaffen. Jetzt als Teilzeitsportler müsste er bestimmt auf 2500 kcal runter, wenn er nicht zunehmen möchte. Ich habe in meinem Umfeld auch ein paar Sportler, die Umstellung haben nicht alle direkt geschafft. So kann man sich halt jeden Woche ein kilo pures Körperfett auf die Hüfte zaubern, wenn man nicht aufpasst.
Zitat von Hozzo
Zitat von GuenneSchae

Zitat von dunkelrot1893

Ich denke, das gehört am besten hier her!?
Die Bilder sind ja wirklich sensationell. Nicht nur, dass der Mann in absolut kürzester Zeit 10/15 kg zugenommen hat. Er passt sich auch 1:1 an den Fußball in der Kreisliga an und bewegt sich keinen Meter mehr als er muss.
Edit: bei seinem Kopfballtreffer springt er nicht einmal hoch. 😀
Ich wünsche ihm natürlich viel Vergnügen und dass er tatsächlich die Freude am Fußball wiederfindet. Gleichzeitig muss das aber die BVB Verantwortlichen bis ins Mark treffen, dass man ihn so lange Zeit für so viel Geld "durchgeschleppt" hat.
Ich bin insgesamt immer wieder erstaunt darüber, wie schnell ehemalige Profifußballer körperlich abbauen, sobald sie raus sind aus dem Geschäft.
Erinnere mich da auch an Wesley Snijder, Samir Nasri oder kürzlich auch Higuain sowie der "Klassiker" Ronaldo. Das sind ja Ausnahmeathleten, die ihr gesamtes Leben lang topfit waren.


Für mich ist Ze Roberto immer noch das krasseste Beispiel nach weit über 20 Jahren an Profi-Fussball auf Top-Niveau.

Ich glaube diese Spieler lieben einfach den Fussball, während andere nur lieben, was ihnen der Fussball bringt.


Das ist sicher ein Teil der Wahrheit. Der andere wird sehr viel einfacher sein: Veranlagung und Lebenswandel.

Es gibt ja die Glücklichen, die kulinarisch tun und lassen können was sie wollen, ein Fitnessstudio maximal vom Vorbeifahren kennen und keine Laufschuhe besitzen und trotzdem die wahrsten Hungerhaken sind.

Während viele andere akribisch auf ihre Kalorien achten, regelmäßig Sport verschiedenster Art machen und trotzdem wenig und wenn dann nur langsam passiert. Macht so einer jetzt 15-20 Jahre lang an 4-5 Tagen in der Woche 2x am Tag irgendein gecoachtes Training, wird nach Ernährungsplan bekocht und Fort- und Rückschritte genau getrackt, dann kommt der logischerweise auch in Form und bleibt das auch. Bis das eben aufhört.

Type A ist dann eben weiterhin ein Hungerhaken oder verliert, wenn überhaupt, an Muskelmasse während Type B wahrscheinlich in Monat 1 danach schon 5 kg Fett ansetzt.


Ouh das triggert vieles bei mir. Aber für einen anderen Blickwinkel bin ich doch gerne da.

1. Hungerhaken können wir gerne als Begriff weiterverwenden, wenn wir dann auf der anderen Seite wieder bei fetter Qualle/Sau etc. einsteigen dürfen. Bodyshaming funktioniert in beide Richtungen.

2. Sind die Hungerhaken wirklich die Glücklichen? Als (eher) Hungerhaken kann ich sagen ich empfand in meiner depressiven Phase das Hungern als deutlich einfacher und weniger stressig als das Kalorien reinprügeln zuvor. Du musst nicht aktiv was einkaufen/kochen/essen, weiterhin schont es massiv den Geldbeutel. Klar das Hungergefühl ist zwar nicht schön. Das Gefühl ständig Nahrung reinzuprügeln, bis dir jede noch so geile Mahlzeit zum Hals raushängt (auch langfristig), aber ebenso wenig.

3. Als Hungerhaken musst du genau so krass auf deine Kalorien/Mahlzeiten achten.. Abends hart einen heben wird schwierig, weil du eigentlich morgens um 8 direkt wieder nachschaufeln musst. Jogginganfrage von Freunden ist per se gestrichen, zu viel Kalorienverbrennung für zu wenig Muskelaufbau. Mit dem Fahrrad zur Arbeit kann man machen, bedeutet halt (nochmal) eine Mahlzeit mehr zum Ausgleich. Darum kümmern + bezahlen...
Und du musst immer(!) irgendwelche Kalorien dabei haben. Spontan mal 3-4 Stunden wandern oder zum See mit Freunden ohne irgendwas kann dir da die ganze Woche verhauen. Alle 2-3 Stunden muss irgendwas rein in den Körper. Im Gegensatz zu seinem Süle ist die Zeit hier nicht dein Freund, sondern Feind. In der Ausbildung hatte ich damals entsprechend keine Chance, weil es um 9 halt fix Frühstück gab und um 12 Mittag, bis 17 Uhr wurde dann aber ohne Pause meist durchgearbeitet, auch körperlich.

P.S. Schonmal mit (richtig) vollem Magen versucht zu schlafen?

Als es mich dann nach sichtbaren Erfolgen komplett verspult hat (Essstörung), hab ichs aufgegeben und bin mit mir mittlerweile da auch im Reinen. Áb und zu Fitness, die Essgewohnheit nicht alles reinzuprügeln musst du aber auch erstmal abstellen und den Kopf da ausmachen. Klappt mittlerweile halbwegs. Ein Partner/in der einem da ein gutes Gefühl gibt (auch das kann Jahre dauern) hilft natürlich extrem, so viel Glück haben aber nicht viele.

Wichtig war tatsächlich auch das die ungefragten Kommentare (meistens der 50+ Generation) weniger geworden sind, die häufig der Meinung waren das mit 20kg zu viel da in die andere Richtung ein Freifahrtsschein herrscht. Aber ist schon noch ein weiter Weg in der Gesellschaft in beide Richtungen.

Ich bin mir sicher du hast so nicht gemeint, den "Rant" wollte ich auch nur pauschal mal als Denkanstoß hier reinsetzen. Mich hats halt brutal getroffen weil ich genau in der Pumpergeneration (Karl Ess ist ja jüngst erst wieder ein Thema geworden, von da isses dann auch zu Andrew Tate nicht mehr weit) drin war.

Klar jeder Mensch ist anders, es gibt natürlich auch Vorteile für mich (nur nicht für den Geldbeutel) und ich hab auch sicher irgendwo Glück.
Aber klar ist schon auch, das Süles (wie auch Ze Roberto) körperliche Veranlagung ihn auch dahin gebracht haben, wo er lange war. Wenn du mit 16 schon so ein Schrank bist und ein bisschen kicken kannst, bist du beim Fußball recht schnell in einem Bereich, von dem 100.000 jedes Jahr träumen. Mit Anfang 30 Multimillionär, in den größten Stadien gespielt, die großen Titel gewonnen. Am WE jetzt beim Hobbykick noch hunderte Menschen zujubeln, kann man machen. Und da reden wir noch nicht über X-Beine, Plattfüße, Eingewachsene Zehennägel, Knieprobleme, Knorpelschäden (Nagelsmann lässt grüßen)...die so einen Weg ebenfalls verhindern.

•     •     •

------------Giroud----Klose---------
Pires-------S. Cazorla------Mahrez
---------S. Dié---Khedira------------
-Hummels--Koscielny--Van Dijk-
----------------Cech--------------------
Zitat von justalittlethought


Danke für den Beitrag.

Grundsätzlich verstehe ich die Häme gegenüber Süle hier nicht.

Da verzichtet einer auf viel Geld in Saudi-Arabien oder so und kickt dafür mit den alten Kumpels in der Kreisliga, um Spass am Fußball zu haben.

Und er ist offenbar ein Typ, der eben leicht an Gewicht zulegt (zum Großteil ist das genetisch bedingt) und nicht unbedingt ein restrained healthy eater ist, der seine Kalorien zählt und offenbar auch nicht jeden Morgen eine Stunde durch die Gegend joggt. Ich habe ihn ja auch kritisiert, dass er als hochbezahlter Profi nicht entsprechend professionell lebt, denn das gehört dann mMn zur Leistung, die ein Profi bringen muss, dazu. Aber jetzt ist er Kreisligakicker, der nur noch aus Spass kickt, da kann er erstmal machen, was er will.


Ich gehe da auch mit, Your Body your Choice. Und ich nehme ich auch ab das er es in Dortmund lange bestmöglich probiert hat. Aber ehrlich gesagt habe ich keine großen Unterschiede vom Kreisligasüle zum Frühling/Sommer Süle in Dortmund gesehen. Ein paar Kilos sicher noch, geschenkt.

Und da muss ich schon fragen, bist du dir sicher das der Typ noch irgendeinen gutbezahlten (langfristigen) Profivertrag bekommen hätte? Auch in Saudi Arabien sind sie nicht so blind, die wollen fitte (und bekannte) Gesichter. Katar vielleicht noch, aber ich glaube (sichtbares) Übergewicht ist dann wirklich bei allen ein NoGo, die solche Entscheidungen treffen.

Ich hatte in einem Vorpost nur was von "Pech" gelesen bzgl Süle und das fand ich halt sehr problematisch. Das ist ein Typ, der rennt mit 1,95m und über 100kg fast 35km/h in der Spitze, hat dazu ein Top Ballgefühl. Hatte (meines Wissens) die ganze Jugend hindurch keine ernsthaften Verletzungsprobleme. Der darf mit 17 in der Bundesliga spielen. Für die U21 debütiert er kurz nach seinem 19. Geburtstag. Wird mit 20 Jahren Nationalspieler. Darf mit 20 Jahren sogar schon bei Olympia mitmachen.

Das sind die Dinge, die kommen nicht nur durch harte Arbeit, sondern auch massives Glück bzgl. der körperlichen Voraussetzungen. Wenn man das was von Pech schreibt, weil er sich (salopp gesagt) parallel nicht den x-ten Döner reinziehen darf, dann kann man aber mal bei ungefähr 6 Milliarden Menschen (wenns reicht) mal vorher ansetzen. Nochmal, der wurde mit 17 Jahren Bundesligaprofi. Ich glaube in dem Alter war ich noch bei 1,60 mit 50kg.

Das ist übrigens auch immer spannend zu lesen bei Undav. Auch hier sei gesagt, der hat für den Profifußball mit Sicherheit körperlich bessere Vorrausetzungen gehabt als 99,9% der Leute hier im Forum.

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------------Giroud----Klose---------
Pires-------S. Cazorla------Mahrez
---------S. Dié---Khedira------------
-Hummels--Koscielny--Van Dijk-
----------------Cech--------------------
Zitat von Der-Tor-im-zm
Zitat von justalittlethought

Danke für den Beitrag.

Grundsätzlich verstehe ich die Häme gegenüber Süle hier nicht.

Da verzichtet einer auf viel Geld in Saudi-Arabien oder so und kickt dafür mit den alten Kumpels in der Kreisliga, um Spass am Fußball zu haben.

Und er ist offenbar ein Typ, der eben leicht an Gewicht zulegt (zum Großteil ist das genetisch bedingt) und nicht unbedingt ein restrained healthy eater ist, der seine Kalorien zählt und offenbar auch nicht jeden Morgen eine Stunde durch die Gegend joggt. Ich habe ihn ja auch kritisiert, dass er als hochbezahlter Profi nicht entsprechend professionell lebt, denn das gehört dann mMn zur Leistung, die ein Profi bringen muss, dazu. Aber jetzt ist er Kreisligakicker, der nur noch aus Spass kickt, da kann er erstmal machen, was er will.


Ich gehe da auch mit, Your Body your Choice. Und ich nehme ich auch ab das er es in Dortmund lange bestmöglich probiert hat. Aber ehrlich gesagt habe ich keine großen Unterschiede vom Kreisligasüle zum Frühling/Sommer Süle in Dortmund gesehen. Ein paar Kilos sicher noch, geschenkt.

Und da muss ich schon fragen, bist du dir sicher das der Typ noch irgendeinen gutbezahlten (langfristigen) Profivertrag bekommen hätte? Auch in Saudi Arabien sind sie nicht so blind, die wollen fitte (und bekannte) Gesichter. Katar vielleicht noch, aber ich glaube (sichtbares) Übergewicht ist dann wirklich bei allen ein NoGo, die solche Entscheidungen treffen.

Ich hatte in einem Vorpost nur was von "Pech" gelesen bzgl Süle und das fand ich halt sehr problematisch. Das ist ein Typ, der rennt mit 1,95m und über 100kg fast 35km/h in der Spitze, hat dazu ein Top Ballgefühl. Hatte (meines Wissens) die ganze Jugend hindurch keine ernsthaften Verletzungsprobleme. Der darf mit 17 in der Bundesliga spielen. Für die U21 debütiert er kurz nach seinem 19. Geburtstag. Wird mit 20 Jahren Nationalspieler. Darf mit 20 Jahren sogar schon bei Olympia mitmachen.

Das sind die Dinge, die kommen nicht nur durch harte Arbeit, sondern auch massives Glück bzgl. der körperlichen Voraussetzungen. Wenn man das was von Pech schreibt, weil er sich (salopp gesagt) parallel nicht den x-ten Döner reinziehen darf, dann kann man aber mal bei ungefähr 6 Milliarden Menschen (wenns reicht) mal vorher ansetzen. Nochmal, der wurde mit 17 Jahren Bundesligaprofi. Ich glaube in dem Alter war ich noch bei 1,60 mit 50kg.

Das ist übrigens auch immer spannend zu lesen bei Undav. Auch hier sei gesagt, der hat für den Profifußball mit Sicherheit körperlich bessere Vorrausetzungen gehabt als 99,9% der Leute hier im Forum.

Pech war klar im Kontext des Profisportlers am Karriereende gemeint. Und diese Umstellung fällt einfach nicht jedem Sportler gleich leicht/schwer. Das ist nunmal so.
Im selben Satz habe ich aber auch von Unbedarftheit gesprochen, weil es für viele betroffene Spieler nicht gänzlich überraschend sein dürfte. Wenn man auf diese Warnsignale nicht reagiert und nicht mit einem Plan oder professioneller Hilfe gegensteuert, dann ist man natürlich auch selbst dafür verantwortlich. Aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass jeder den selben Aufwand betreiben muss, um seine Figur zu halten.
Manche reduzieren den Sport und ohne etwas tun oder überhaupt darüber nachdenken zu müssen auch die Kalorienzufuhr. Andere sind so sportbesessen, dass sie einfach auf andere Sportarten umsteigen und weiterhin Unmengen Kalorien verbrennen. Und dann gibt es eben solche, die mit der Kalorienreduktion zu kämpfen haben, weil Hormone dem Gehirn sagen, dass es mehr sein muss.
Global gesehen ist man zwar im Glück, wenn man überhaupt zu viel Essen kann, unter Peers hat man trotzdem Pech, wenn man Kämpfe führen muss, die andere nicht haben.

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Die Zukunft ist jene Zeit, in der unsere Geschäfte gut gehen, unsere Freunde treu sind und unser Glück gesichert ist.
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