Vorstand
01.06.2010 - 14:05 Uhr
Jetzt weiß ich endlich an wen mich der Herr Hüneburg erinnert: http://de.wikipedia.org/wiki/David_Cross
Herzlich Willkommen bei Hansa und ein glückliches Händchen bei den Finanzen!
Herzlich Willkommen bei Hansa und ein glückliches Händchen bei den Finanzen!
Zitat von Eisi_pro_HRO:
Zitat von Sinti:
Donnerwetter, dass Kompetenzteam im Vorstand scheint somit einen riesigen Satz gemacht zu haben. Nicht nur das mit Grabow eine Person geht dessen Fähigkeiten stark zu hinterfragen sind, - darauf will ich nicht weiter eingehen - es scheint auch jemand zu kommen, der im Bezug auf Kompetenz, Erfahrung, Menschlichkeit und Alter gut in das neue Kompetenzteam des FCH passt. Das begründe ich mal mit den Aussagen im folgenden Interview.
http://karriere-im-sportmanagement.de/10-fragen-an-christian-hueneburg-vom-1-fc-nuernberg-e-v/Danke für den Link!
Ich muss aber noch sagen, dass ich Grabow trotz aller Antipathien dennoch für fähig in seinem letzten Arbeitsgebiet halte, was v.a. den Bereich der Lizenzierung betrifft. Solltest du andere Informationen haben, kannst du mich aber gerne korrigieren. ;)
Ansonsten natürlich eine gute Entscheidung wider den alten Zöpfen im Verein.
Ich halte Grabow für viel. Aber wenig für fähig. Allein mit welchem gesenkten Kopf immer zur Arbeit gekommen sein muss. Kann mir nur schwer vorstellen, dass er mehr als Dienst nach Vorschrift gemacht hat, nachdem ihm so der Kopf gewaschen wurde. Diese stärke trau ich ihm nicht zu. Aber ich klebe eigentlich nicht gern an der Vergangenheit. Sie ist vor allem dazu da, dass man aus Fehlern lernt und es für die Zukunft besser macht. Das scheint man Hüneburgg geschafft zu haben. (Es gibt im Netz mehrere Christian Hüneburgs, wenn man aber 15min guckt und eins uns eins zusammen zählt, kann man ja heutzutage ein Profil erstellen.
- gebürtig aus MV
- für die Karriere gegangen
- Head of Accounting/Controlling bei einem Fußballbundesligisten (Nürnberg)
- Erfahrung in der Basketballbundesliga (Braunschweig) und bei Eventim
- Sollte er Hüneburg am 9.9.75 geboren sein, ist er bei Hansa bereits seit einigen Jahren Mitglied
Alles ohne Gewähr und natürlich noch viel mehr wenige relevantes zu finden. Wenn jetzt noch die Heimatverbundenheit der Grund ist warum man auf Gehalt verzichtet und von Nürnberg zu Hansa wechselt, finde ich diesen Mann ganz großartig :)
Zitat von Sinti:
Donnerwetter, dass Kompetenzteam im Vorstand scheint somit einen riesigen Satz gemacht zu haben. Nicht nur das mit Grabow eine Person geht dessen Fähigkeiten stark zu hinterfragen sind, - darauf will ich nicht weiter eingehen - es scheint auch jemand zu kommen, der im Bezug auf Kompetenz, Erfahrung, Menschlichkeit und Alter gut in das neue Kompetenzteam des FCH passt. Das begründe ich mal mit den Aussagen im folgenden Interview.
http://karriere-im-sportmanagement.de/10-fragen-an-christian-hueneburg-vom-1-fc-nuernberg-e-v/Danke für den Link!
Ich muss aber noch sagen, dass ich Grabow trotz aller Antipathien dennoch für fähig in seinem letzten Arbeitsgebiet halte, was v.a. den Bereich der Lizenzierung betrifft. Solltest du andere Informationen haben, kannst du mich aber gerne korrigieren. ;)
Ansonsten natürlich eine gute Entscheidung wider den alten Zöpfen im Verein.
Ich halte Grabow für viel. Aber wenig für fähig. Allein mit welchem gesenkten Kopf immer zur Arbeit gekommen sein muss. Kann mir nur schwer vorstellen, dass er mehr als Dienst nach Vorschrift gemacht hat, nachdem ihm so der Kopf gewaschen wurde. Diese stärke trau ich ihm nicht zu. Aber ich klebe eigentlich nicht gern an der Vergangenheit. Sie ist vor allem dazu da, dass man aus Fehlern lernt und es für die Zukunft besser macht. Das scheint man Hüneburgg geschafft zu haben. (Es gibt im Netz mehrere Christian Hüneburgs, wenn man aber 15min guckt und eins uns eins zusammen zählt, kann man ja heutzutage ein Profil erstellen.
- gebürtig aus MV
- für die Karriere gegangen
- Head of Accounting/Controlling bei einem Fußballbundesligisten (Nürnberg)
- Erfahrung in der Basketballbundesliga (Braunschweig) und bei Eventim
- Sollte er Hüneburg am 9.9.75 geboren sein, ist er bei Hansa bereits seit einigen Jahren Mitglied
Alles ohne Gewähr und natürlich noch viel mehr wenige relevantes zu finden. Wenn jetzt noch die Heimatverbundenheit der Grund ist warum man auf Gehalt verzichtet und von Nürnberg zu Hansa wechselt, finde ich diesen Mann ganz großartig :)
Grabow hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen und wirtschaftlichen Verfall des Vereins in den vergangenen Jahren. Ein Mann ohne menschliches Rückrad dessen berufliche Kompetenzen gegen Null tendieren. Warum dieser Mann bis zum aktuellen Zeitpunkt noch im Verein arbeiten darf, ist bezeichnend was für Leute nach wie vor im Verein arbeiten. Beruflich wünsche ich ihm genau das was er unserem Verein angetan hat: den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit! Danke für nichts du "Totengräber"!
Zitat von Kogge86:
Grabow hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen und wirtschaftlichen Verfall des Vereins in den vergangenen Jahren. Ein Mann ohne menschliches Rückrad dessen berufliche Kompetenzen gegen Null tendieren. Warum dieser Mann bis zum aktuellen Zeitpunkt noch im Verein arbeiten darf, ist bezeichnend was für Leute nach wie vor im Verein arbeiten. Beruflich wünsche ich ihm genau das was er unserem Verein angetan hat: den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit! Danke für nichts du "Totengräber"!
Mehr als primitives Nachtreten ist hier offenbar nicht drin. Ungefähr jeder, der damals und derzeit etwas im Verein "geleistet" hat ist zum Teil Schuld an der jetzigen Situation - Vorstände, Aufsichtsräte, Trainer, Spieler und auch die Fans haben einen riesen Batzen dazu beigetragen.
Grabow hat genau einen Fehler begangen: Er hat sich überreden lassen (übrigens von Leuten die hier viele wertschätzen) den Job des Vorstandsvorsitzenden zu übernehmen.
Ich bin gespannt auf Herrn Hüneburg und wünsche gutes Gelingen! Vom Fach scheint er zu sein und das Beste wäre, wenn man von seinem Wirken garnichts mitbekommt, dann hat er einen guten Job gemacht :-)
Grabow hatte maßgeblichen Anteil am sportlichen und wirtschaftlichen Verfall des Vereins in den vergangenen Jahren. Ein Mann ohne menschliches Rückrad dessen berufliche Kompetenzen gegen Null tendieren. Warum dieser Mann bis zum aktuellen Zeitpunkt noch im Verein arbeiten darf, ist bezeichnend was für Leute nach wie vor im Verein arbeiten. Beruflich wünsche ich ihm genau das was er unserem Verein angetan hat: den Abstieg in die Bedeutungslosigkeit! Danke für nichts du "Totengräber"!
Mehr als primitives Nachtreten ist hier offenbar nicht drin. Ungefähr jeder, der damals und derzeit etwas im Verein "geleistet" hat ist zum Teil Schuld an der jetzigen Situation - Vorstände, Aufsichtsräte, Trainer, Spieler und auch die Fans haben einen riesen Batzen dazu beigetragen.
Grabow hat genau einen Fehler begangen: Er hat sich überreden lassen (übrigens von Leuten die hier viele wertschätzen) den Job des Vorstandsvorsitzenden zu übernehmen.
Ich bin gespannt auf Herrn Hüneburg und wünsche gutes Gelingen! Vom Fach scheint er zu sein und das Beste wäre, wenn man von seinem Wirken garnichts mitbekommt, dann hat er einen guten Job gemacht :-)
Quelle: www.svz.de
„An jedem Eiskiosk wird seriöser gearbeitet“, antwortet die bekennende Fußballverweigerin gestern.
In der Tat mussten sich Zeugen aus der Führungsetage von Hansa ein bisschen fühlen wie selbst auf der Anklagebank. Hansa-Vorstand Rainer Friedrich zum Beispiel, heute wie zur Tatzeit auch Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH & Co.KG. Die Hansa-Tochter kümmert sich als Dienstleister um die Belange des Stadions und eben auch um den Ticketverkauf.
Auch ihm ist offensichtlich nie aufgefallen, dass die Abrechnung über Jahre manipuliert wurde. „Haben Sie die Abrechnung mal kontrolliert, wenigstens stichprobenartig?“, fragt ein Schöffe. „Nein“, sagt der Vorstand. „Aber waren Sie nicht auch für das Finanzielle verantwortlich?“. Der Vorstand verweist zaghaft auf den Mutter-Verein. „Aber wie ist denn ohne Controlling eine korrekte Abrechnung möglich?“, bohrt der Schöffe nach, der nicht nur Hansa-Mitglied ist, sondern auch Finanzbeamter. Doch, doch, man hätte schon kontrollieren müssen, räumt der Vorstand dann ein.
„Gab es mal eine Inventur?“, fragt der hartnäckige Schöffe dann auch den Leiter des Ticketbereichs, Guido G.‘s damaligen direkten Vorgesetzten. „Nein, warum?“, antwortet dieser Zeuge. Na weil das zur Buchhaltung dazu gehöre, meint der Schöffe. Und weil dann möglicherweise schon eher aufgefallen wäre, dass es die Tickets, die G. als zurückgegeben deklarierte, gar nicht gab
Ohne Worte. :rolleyes
In der Tat mussten sich Zeugen aus der Führungsetage von Hansa ein bisschen fühlen wie selbst auf der Anklagebank. Hansa-Vorstand Rainer Friedrich zum Beispiel, heute wie zur Tatzeit auch Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH & Co.KG. Die Hansa-Tochter kümmert sich als Dienstleister um die Belange des Stadions und eben auch um den Ticketverkauf.
Auch ihm ist offensichtlich nie aufgefallen, dass die Abrechnung über Jahre manipuliert wurde. „Haben Sie die Abrechnung mal kontrolliert, wenigstens stichprobenartig?“, fragt ein Schöffe. „Nein“, sagt der Vorstand. „Aber waren Sie nicht auch für das Finanzielle verantwortlich?“. Der Vorstand verweist zaghaft auf den Mutter-Verein. „Aber wie ist denn ohne Controlling eine korrekte Abrechnung möglich?“, bohrt der Schöffe nach, der nicht nur Hansa-Mitglied ist, sondern auch Finanzbeamter. Doch, doch, man hätte schon kontrollieren müssen, räumt der Vorstand dann ein.
„Gab es mal eine Inventur?“, fragt der hartnäckige Schöffe dann auch den Leiter des Ticketbereichs, Guido G.‘s damaligen direkten Vorgesetzten. „Nein, warum?“, antwortet dieser Zeuge. Na weil das zur Buchhaltung dazu gehöre, meint der Schöffe. Und weil dann möglicherweise schon eher aufgefallen wäre, dass es die Tickets, die G. als zurückgegeben deklarierte, gar nicht gab
Zitat von HROyal:
www.svz.de:
„An jedem Eiskiosk wird seriöser gearbeitet“, antwortet die bekennende Fußballverweigerin gestern.
In der Tat mussten sich Zeugen aus der Führungsetage von Hansa ein bisschen fühlen wie selbst auf der Anklagebank. Hansa-Vorstand Rainer Friedrich zum Beispiel, heute wie zur Tatzeit auch Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH & Co.KG. Die Hansa-Tochter kümmert sich als Dienstleister um die Belange des Stadions und eben auch um den Ticketverkauf.
Auch ihm ist offensichtlich nie aufgefallen, dass die Abrechnung über Jahre manipuliert wurde. „Haben Sie die Abrechnung mal kontrolliert, wenigstens stichprobenartig?“, fragt ein Schöffe. „Nein“, sagt der Vorstand. „Aber waren Sie nicht auch für das Finanzielle verantwortlich?“. Der Vorstand verweist zaghaft auf den Mutter-Verein. „Aber wie ist denn ohne Controlling eine korrekte Abrechnung möglich?“, bohrt der Schöffe nach, der nicht nur Hansa-Mitglied ist, sondern auch Finanzbeamter. Doch, doch, man hätte schon kontrollieren müssen, räumt der Vorstand dann ein.
„Gab es mal eine Inventur?“, fragt der hartnäckige Schöffe dann auch den Leiter des Ticketbereichs, Guido G.‘s damaligen direkten Vorgesetzten. „Nein, warum?“, antwortet dieser Zeuge. Na weil das zur Buchhaltung dazu gehöre, meint der Schöffe. Und weil dann möglicherweise schon eher aufgefallen wäre, dass es die Tickets, die G. als zurückgegeben deklarierte, gar nicht gabOhne Worte. :rolleyes
ganz ehrlich, da fehlen mir die worte...
den sportlichen anspruch 2.liga haben und noch nichmal das 1x1 der buchführung handhaben können ...
www.svz.de:
„An jedem Eiskiosk wird seriöser gearbeitet“, antwortet die bekennende Fußballverweigerin gestern.
In der Tat mussten sich Zeugen aus der Führungsetage von Hansa ein bisschen fühlen wie selbst auf der Anklagebank. Hansa-Vorstand Rainer Friedrich zum Beispiel, heute wie zur Tatzeit auch Geschäftsführer der Ostseestadion GmbH & Co.KG. Die Hansa-Tochter kümmert sich als Dienstleister um die Belange des Stadions und eben auch um den Ticketverkauf.
Auch ihm ist offensichtlich nie aufgefallen, dass die Abrechnung über Jahre manipuliert wurde. „Haben Sie die Abrechnung mal kontrolliert, wenigstens stichprobenartig?“, fragt ein Schöffe. „Nein“, sagt der Vorstand. „Aber waren Sie nicht auch für das Finanzielle verantwortlich?“. Der Vorstand verweist zaghaft auf den Mutter-Verein. „Aber wie ist denn ohne Controlling eine korrekte Abrechnung möglich?“, bohrt der Schöffe nach, der nicht nur Hansa-Mitglied ist, sondern auch Finanzbeamter. Doch, doch, man hätte schon kontrollieren müssen, räumt der Vorstand dann ein.
„Gab es mal eine Inventur?“, fragt der hartnäckige Schöffe dann auch den Leiter des Ticketbereichs, Guido G.‘s damaligen direkten Vorgesetzten. „Nein, warum?“, antwortet dieser Zeuge. Na weil das zur Buchhaltung dazu gehöre, meint der Schöffe. Und weil dann möglicherweise schon eher aufgefallen wäre, dass es die Tickets, die G. als zurückgegeben deklarierte, gar nicht gabOhne Worte. :rolleyes
ganz ehrlich, da fehlen mir die worte...
den sportlichen anspruch 2.liga haben und noch nichmal das 1x1 der buchführung handhaben können ...
Ohne die (damaligen) Abläufe zu kennen ist es natürlich einfach Floskeln wie "1x1 der Buchführung" zu bringen. In der Tat konnten die Abläufe nur schwer verständlich dargestellt werden und sowohl dieser eigenartige Schöffe als auch die Richterin hatten da Verständnisprobleme. In der Tat aber, und da zeigten beide Realitätsferne und ihren Berufen geschuldete Ahnungslosigkeit, sind diese Abläufe, die bei Hansa doch über das Maß an Sicherheit eines Kioskes hinausgingen, allen Geschäften in denen Barverkäufe stattfinden gleich. Und damit auch die genutzte Art der Manipulationsmöglichkeit. Welchen Sinn und Aufwand eine Inventur nach jedem Spiel gehabt hätte spielte keine Rolle. Bei einer sonst üblichen halb- oder jährlichen Inventur wäre da gar nichts aufgefallen. Auch war es gar nicht möglich, die Dinge in dieser Form zu kontrollieren, da die einzelnen Bargeldbehälter und später das Gesamtpaket verplombt waren und unmittelbar in die Verantwortung der Geldboten und der Bank übergingen.
Die Frage nach dem Controlling war berechtigt, nur war dies der Job und die Verantwortung des Angeklagten. Und das ist der Kernpunkt des Problems, wer kontrolliert den Kontrolleur und von wem wird dieser wiederum kontrolliert ? Und wie weit ist das vom Unternehmen zumutbar beliebig auszudehnen ? Das Gericht hatte die Vorstellung das jede Vereinsebene dies für alle darunter liegenden tun müsse, also letztlich der Aufsichtsrat die Kassierer zu prüfen habe. Das ist Unsinn, an irgendeiner Stelle steht beim Barverkauf in jedem Unternehmen eine Vertrauensperson, wenn der Chef nicht selbst an der Kasse steht/stehen kann. Das geht meist gut , aber manchmal eben auch nicht.
Ich habe sowas ähnliches schon mal im Gaststättengewerbe erlebt, damit das mal anschaulich wird. Jemand ist Eigentümer von 2 Kneipen. Physisch kann er nur eine davon führen, für die 2. stellt er jemanden ein. Es gibt dort eine gut gehende Schnapssorte, die man etwa für das 7fache des EKP verkauft. Der Angestellte bringt sich nun ausm Discounter jeden Tag 2 Flaschen für 5 € selbst mit und verkauft die auf eigene Rechnung an die Gäste und nimmt sich das entsprechende Bargeld dafür aus der Kasse. Täglich 50-60 Euro. Von der Menge her fällt das nicht auf, da der Durchschnitt bei 20 Flaschen pro Tag liegt. Was nützt da eine Inventur, wie will man das außer durch Zufall herausfinden ? Zumal er das jederzeit lassen kann, wenn er Verdacht einer Kontrolle schöpft ?
Die Frage nach dem Controlling war berechtigt, nur war dies der Job und die Verantwortung des Angeklagten. Und das ist der Kernpunkt des Problems, wer kontrolliert den Kontrolleur und von wem wird dieser wiederum kontrolliert ? Und wie weit ist das vom Unternehmen zumutbar beliebig auszudehnen ? Das Gericht hatte die Vorstellung das jede Vereinsebene dies für alle darunter liegenden tun müsse, also letztlich der Aufsichtsrat die Kassierer zu prüfen habe. Das ist Unsinn, an irgendeiner Stelle steht beim Barverkauf in jedem Unternehmen eine Vertrauensperson, wenn der Chef nicht selbst an der Kasse steht/stehen kann. Das geht meist gut , aber manchmal eben auch nicht.
Ich habe sowas ähnliches schon mal im Gaststättengewerbe erlebt, damit das mal anschaulich wird. Jemand ist Eigentümer von 2 Kneipen. Physisch kann er nur eine davon führen, für die 2. stellt er jemanden ein. Es gibt dort eine gut gehende Schnapssorte, die man etwa für das 7fache des EKP verkauft. Der Angestellte bringt sich nun ausm Discounter jeden Tag 2 Flaschen für 5 € selbst mit und verkauft die auf eigene Rechnung an die Gäste und nimmt sich das entsprechende Bargeld dafür aus der Kasse. Täglich 50-60 Euro. Von der Menge her fällt das nicht auf, da der Durchschnitt bei 20 Flaschen pro Tag liegt. Was nützt da eine Inventur, wie will man das außer durch Zufall herausfinden ? Zumal er das jederzeit lassen kann, wenn er Verdacht einer Kontrolle schöpft ?
In der Tat ist das - gerade bei einem recht kleinen Unternehmen wie dem FCH - schwer. Ich denke aber auch, dass man sich jetzt Gedanken machen wird, dass soetwas nicht wieder passiert. Zumindest an den Endpunkten kann und sollte man ein 4-Augen-Prinzip anwenden. Warum man nicht einfach die zurückgegangenen Karten mal stichprobenartig prüft verstehe ich auch nicht.
Im Grunde hat HG aber vollkommen Recht - wo am Ende etwas bar verkauft wird lässt sich Betrug so gut wie nicht verhindern. Nur könnte man eben Mechanismen einführen, die eine Entdeckung wahrscheinlicher machen - nur muss man hier eben auf die Kosten-Nutzen-Rechnung schauen um sich nicht zu verzetteln.
Im Grunde hat HG aber vollkommen Recht - wo am Ende etwas bar verkauft wird lässt sich Betrug so gut wie nicht verhindern. Nur könnte man eben Mechanismen einführen, die eine Entdeckung wahrscheinlicher machen - nur muss man hier eben auf die Kosten-Nutzen-Rechnung schauen um sich nicht zu verzetteln.
@ Forever : Es ist zwar in der Form allenfalls noch eingeschränkt möglich, das neue IT-System verbucht die Karten direkt weil mit der FIBU verbunden, es sind also tatsächlich nur noch so viele Karten im Umlauf, wie verkauft/ausgegeben wurden und denen muss am Ende ein exakter Geldwert gegenüber stehen, sonst stimmt die Abrechnung nicht, es gibt also im Grunde nur so viele Rohlinge wie Karten gebucht wurden. Das Problem war ja, das Geld gegen überschüssige Rohlinge ausgetauscht wurde (die auch beliebig nachgedruckt werden konnten) und dazu die Einnahmen erst gebucht wurden, nachdem sie realisiert wurden, also als die Manipulation bereits stattgefunden hat. Deshalb stimmten die manipulierten Zahlen bei Geld und Karten auch immer überein und wurden durchgereicht. Zudem hatte der Angeklagte jobbedingt Admin-/Zugriffsrechte auf die IT und konnte diese auch manipulieren. Im Grunde hätte man den Karten- und Geldfluss voneinander trennen müssen, aber auch das gibt nicht die Gewähr dafür, das dann die Beteiligten gemeinsame Sache machen. Es ist wie es ist, zur damaligen Zeit war ohne größeren finanziellen und personellen Aufwand die Sicherheit nicht ohne Weiteres zu erhöhen und mE in einem den Umständen entsprechenden Rahmen. Deshalb verwunderten die Auffassungen des bekannten Schöffen und der Richterin auch, völlig praxisfremd. Man kann ja mal versuchen sich das vorzustellen, im Durchschnitt hat Hansa 300.000 Karten pro Saison verkauft und geschätzt 20.000-30.000 Rohlinge pro zukünftiges Spiel auf Vorrat. Jetzt sollen sich nach jedem Heimspiel mehrere Personen oder die Geschäftsführung da hinstellen und das für mehrere Saisons nachzählen zzgl zukünftiger Rohlinge ? Ich kenn keinen Verein der hauptamtliche Schnipselzähler beschäftigt, zudem hat die Vielzahl der Kartenkategorien, vermischt noch mit rabattierten und Freikarten das Ganze erheblich unübersichtlich gemacht.
Scheiße gelaufen, aber man muss froh sein, das da nicht noch mehr Leute mit drinhingen und restlos weg ist das Geld offenbar auch nicht. Also eher Glück im Unglück.
edit: Mit den Stichproben... Der Angeklagte hat das schon ziemlich clever gemacht. Die manipulierten Karten waren hübsch verteilt auf die verschiedenen Bereiche, wäre das in nur einem Bereich aufgeflogen, wäre die Zahl so klein gewesen, das man das unter Zählfehler hätte verbuchen können. Auch war das anhand der tatsächlich im Stadion vorhandenen Zuschauer unmöglich festzustellen, hier redet man über 200 Karten pro Spiel, also vllt 70 Stk pro Tribüne für die es relevante Tageskartenverkäufe gibt, dann noch mal unterteilt in die Blöcke. Auch damit hatte das Gericht arge Probleme.
Scheiße gelaufen, aber man muss froh sein, das da nicht noch mehr Leute mit drinhingen und restlos weg ist das Geld offenbar auch nicht. Also eher Glück im Unglück.
edit: Mit den Stichproben... Der Angeklagte hat das schon ziemlich clever gemacht. Die manipulierten Karten waren hübsch verteilt auf die verschiedenen Bereiche, wäre das in nur einem Bereich aufgeflogen, wäre die Zahl so klein gewesen, das man das unter Zählfehler hätte verbuchen können. Auch war das anhand der tatsächlich im Stadion vorhandenen Zuschauer unmöglich festzustellen, hier redet man über 200 Karten pro Spiel, also vllt 70 Stk pro Tribüne für die es relevante Tageskartenverkäufe gibt, dann noch mal unterteilt in die Blöcke. Auch damit hatte das Gericht arge Probleme.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von heiligergreif am 25.03.2014 um 09:30 Uhr bearbeitet
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