Drei Trainerkandidaten um Blessin
VfL Wolfsburg erwägt Beförderung von Hecking – Favorit Schäfer nicht zu bekommen
©IMAGO
Dieser Artikel erschien auf Transfermarkt in seiner ersten Fassung am 05.05. um 15:53 Uhr und wurde mit Informationen zur Trainersuche aktualisiert.
Der VfL Wolfsburg befindet sich nach der Freistellung von Sportchef Peter Christiansen Anfang März noch immer auf der Suche nach einem neuen starken Mann. Als Lösung kommt womöglich einer infrage, der schon bei den Wölfen angestellt ist. Wie die „Bild“ berichtet, spielt in den Überlegungen der Bosse auch der aktuelle Trainer Dieter Hecking eine Rolle. Für dessen Nachfolge kursieren derweil mehrere Namen.
Es soll diskutiert werden, Hecking zur neuen Saison zu befördern. Das Engagement des 61-Jährigen als Coach beschränkt sich auf die verbleibenden Saisonspiele, der Routinier könnte im Anschluss in neuer Rolle länger im Klub bleiben. Entweder als Sport-Geschäftsführer oder als eine Art Berater mit Entscheidungskompetenzen, wie das Blatt schreibt. Erstgenannte Option scheint die bevorzugte zu sein.
Für Hecking wäre die Chefposition keine neue, weil er als Sportvorstand von 2020 bis 2024 schon für den 1. FC Nürnberg gearbeitet hat. Der langjährige Bundesliga-Trainer – lediglich neun Übungsleiter brachten es in der Ligahistorie auf mehr Einsätze als Hecking – gilt aber nicht Top-Kandidat der Wolfsburger Führung. Eine Rückkehr von RB Leipzigs Marcel Schäfer sei die Wunschlösung, angesichts dessen laufenden Vertrages bis 2028 aber kaum zu bewerkstelligen. Auch die gehandelten Fabian Wohlgemuth (bis 2027 beim VfB Stuttgart) und Andreas Schicker (bis 2029 bei der TSG Hoffenheim) seien nicht zu bekommen. Deshalb rücke nun Hecking als möglicher Christiansen-Nachfolger in den Fokus.
Zunächst geht es für den VfL Wolfsburg um den Klassenerhalt. Vor dem 33. Spieltag belegen die Niedersachsen Relegationsrang 16 – punktgleich mit dem FC St. Pauli, der am 34. Spieltag im direkten Duell am Millerntor für den ersten Bundesliga-Abstieg der Wölfe sorgen könnte. Unter Rückkehrer Hecking zeigte die Tendenz zuletzt leicht nach oben. Nach einem Remis und drei Niederlagen zum Auftakt gab es jüngst einen Sieg und zwei Unentschieden, weshalb zumindest der Weg über die Relegation wieder realistisch ist. Im Sommer bahnt sich aber unabhängig von der Liga ein großer Umbruch auf allen Ebenen an.
Sollte der Klassenerhalt gelingen, wäre der „Sport Bild“ zufolge auch eine Verlängerung mit Hecking als Trainer möglich. Die Wölfe sondieren aber auch den Markt, wenngleich es keine Verhandlungen gibt. Ein hohes Standing genießt demnach Danny Röhl, der erst im Oktober bei den Glasgow Rangers angeheuert hat und dort geschätzt wird. Bei einigen Verantwortlichen sei vor dem Showdown in der Bundesliga zudem ausgerechnet St. Paulis Alexander Blessin ein Top-Kandidat. Auf der Liste stehe auch Thomas Reis, der seit seinem Aus bei Samsunspor im Februar ohne Verein ist.
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