Trainerdiskussion/Wunschtrainer
07.12.2011 - 07:45 Uhr
Heute wird das Thema Trainer zwar erstmal ad acta gelegt, aber irgendwann wird es bestimmt wieder aktuell.
Hier noch der Link zum vorherigen Thread:
http://www.transfermarkt.de/de/wunschtrainer/topic/ansicht_22_59587_seite100.html
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http://www.transfermarkt.de/de/wunschtrainer/topic/ansicht_22_59587_seite100.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von hansainhamburg am 16.04.2014 um 16:14 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-4 von 4.
10.04.2013 - 13:11 Uhr
Quelle: www.alemannia-brett.de
1. Dazu: Er möchte auch im Falle eines sportlich ernsthaft drohenden oder gar feststehenden Abstiegs Gericht/Gläubigerversammlung alternativ Szenarien darlegen, wie sich welche Entscheidung, die er ja gar nicht zu treffen hat, auswirken könnte.
2. Des weiteren:
Die Übertragung der Fußballlizenz auf den Verein sei bereits beantragt, sagte er, bzw es sei so etwas wie eine "verbindliche Auskunft" iSd Steuerrechts vom DFB zu dieser Frage beantragt.
Wenn die Alemannia Aachen GmbH keinen Fußballbetrieb mehr habe, werde das Verfahren sofort eröffnet mit der Auflösung und dem Erlöschen der Gesellschaft am Ende des Verfahren. Das scheint mir völlig realistisch.
Der Verein könne sich jedoch nicht ohne die Alemannia Aachen GmbH halten. Das Wort "Konzern" fiel wieder einmal. Warum, wurde -jedenfalls mir- nicht klar.
Auf Nachfragen ergab sich eindeutig, daß der Verein nie eine Entnahme bei der GmbH getätigt hat, die GmbH den Verein also nie unterstützt hat. Im Gegenteil, der Verein sei jetzt in großen Schwierigkeiten, weil die kfm. Geschäftsführung der Fußballprofis Teile des Vereinsvermögens, auf das sie unerklärlicherweise (unbemerkten?) Zugriff hatte, für das Profifußballgeschäft verbraucht hat und der Rückzahlungsanspruch jetzt selbstverständlich wertlos sei.
Wenn das alles so ist, warum bloß die kostbare Fußballlizenz (RL oder OL, mal sehen, das hängt von der zur Verfügung stehenden Spielstätte ab) unbedingt in den Verein holen?
Nachwuchsfußball koste Geld, solle trotz aller gebotener Sparsamkeit aber nicht eingestellt werden, weil ja "alles da" sei, Busse usw., sagte Mönig zwischenzeitlich. Warum Busse nicht zur Insolvenzmasse gehören und warum sie nur mit Nachwuchsfußballern fahren können, hab ich nicht verstanden.
Volleyball könne sich ohnehin nicht halten, ohne "weitere Zahlungen" aus der Fußball-GmbH, das sei völlig klar, hörten wir bereits im Eingangsstatement, eine Begründung jedoch nicht. Im Gegenteil bestätigten Mönig und Kutsch später auf Nachfrage, daß zwischen Verein und GmbH Darlehen flossen mit dem Ergebnis, daß unterm Strich in einem den Verein gefähdenden Umfang dessen Vermögen beim Profifußball versumpft ist (s.o.).
Kutsch erklärte auf Nachfragen, der der Erstligamannschaft wiederholt für die Saison zugesagte Zuschuß sei schließlich doch noch verspätet gezahlt. Das bedeute, ein Teil sei gezahlt worden und ein Teil sei verwendet worden, um alte Verbindlichkeiten (erbrachte Abrechnungsleistungen, Sozialversicherung etc), die der Abteilung/Mannschaft zuzurechnen seien, zu begleichen.
Kutsch führte dazu trocken aus, jede Abteilung müsse halt die von ihr verursachten Kosten tragen.
Ich nehme an, daß deswegen den Profifußballern als erstes einmal die Verbindlichkeiten die ihre Alemannia Aachen GmbH dem Verein nicht mehr zurückzahlen kann, verrechnet werden, wenn ihre Lizenz erfolgreich aus der Alemannia Aachen GmbH heraus geholt werden sein wird. Wenn dafür der Insolvenzmasse der Alemannia Aachen GmbH, in der auch immer noch die Namensrechte des Vereins und die Rechte an der Marke Tivoli etc stecken sollen, etwas gezahlt werden müßte, was Mönig erwog, müßte das alles natürlich ebenso verrechnet und gleich in Abzug gebracht werden.
Alles andere wäre billige Kraemerei, die ja längst abgeschafft ist.
Kurz: Es scheint noch immer kein Licht am Ende des Tunnels, "wir" haben aber dennoch eine Vorstellung wie er aussehen könnte und hoffen, daß es ungefähr stimmt.
3. Unter den anderen Informationen, die es gestern auch noch gab, will ich noch eine sehr wichtige hervorheben: Zwei Mitglieder des VR (die nicht da waren und namentlich nicht genannt wurden) und eines des Vorstandes (das da war und genannt wurde), haben den Verein (TSV) mit großen Spenden über das Jahresende gebracht, sonst wäre jetzt längst schon alles aus. Dafür gebührt denen auf jeden Fall ganz aufrichtiger tiefer Dank!
ich denke, das legt die aktuelle Situation ganz gut dar
2. Des weiteren:
Die Übertragung der Fußballlizenz auf den Verein sei bereits beantragt, sagte er, bzw es sei so etwas wie eine "verbindliche Auskunft" iSd Steuerrechts vom DFB zu dieser Frage beantragt.
Wenn die Alemannia Aachen GmbH keinen Fußballbetrieb mehr habe, werde das Verfahren sofort eröffnet mit der Auflösung und dem Erlöschen der Gesellschaft am Ende des Verfahren. Das scheint mir völlig realistisch.
Der Verein könne sich jedoch nicht ohne die Alemannia Aachen GmbH halten. Das Wort "Konzern" fiel wieder einmal. Warum, wurde -jedenfalls mir- nicht klar.
Auf Nachfragen ergab sich eindeutig, daß der Verein nie eine Entnahme bei der GmbH getätigt hat, die GmbH den Verein also nie unterstützt hat. Im Gegenteil, der Verein sei jetzt in großen Schwierigkeiten, weil die kfm. Geschäftsführung der Fußballprofis Teile des Vereinsvermögens, auf das sie unerklärlicherweise (unbemerkten?) Zugriff hatte, für das Profifußballgeschäft verbraucht hat und der Rückzahlungsanspruch jetzt selbstverständlich wertlos sei.
Wenn das alles so ist, warum bloß die kostbare Fußballlizenz (RL oder OL, mal sehen, das hängt von der zur Verfügung stehenden Spielstätte ab) unbedingt in den Verein holen?
Nachwuchsfußball koste Geld, solle trotz aller gebotener Sparsamkeit aber nicht eingestellt werden, weil ja "alles da" sei, Busse usw., sagte Mönig zwischenzeitlich. Warum Busse nicht zur Insolvenzmasse gehören und warum sie nur mit Nachwuchsfußballern fahren können, hab ich nicht verstanden.
Volleyball könne sich ohnehin nicht halten, ohne "weitere Zahlungen" aus der Fußball-GmbH, das sei völlig klar, hörten wir bereits im Eingangsstatement, eine Begründung jedoch nicht. Im Gegenteil bestätigten Mönig und Kutsch später auf Nachfrage, daß zwischen Verein und GmbH Darlehen flossen mit dem Ergebnis, daß unterm Strich in einem den Verein gefähdenden Umfang dessen Vermögen beim Profifußball versumpft ist (s.o.).
Kutsch erklärte auf Nachfragen, der der Erstligamannschaft wiederholt für die Saison zugesagte Zuschuß sei schließlich doch noch verspätet gezahlt. Das bedeute, ein Teil sei gezahlt worden und ein Teil sei verwendet worden, um alte Verbindlichkeiten (erbrachte Abrechnungsleistungen, Sozialversicherung etc), die der Abteilung/Mannschaft zuzurechnen seien, zu begleichen.
Kutsch führte dazu trocken aus, jede Abteilung müsse halt die von ihr verursachten Kosten tragen.
Ich nehme an, daß deswegen den Profifußballern als erstes einmal die Verbindlichkeiten die ihre Alemannia Aachen GmbH dem Verein nicht mehr zurückzahlen kann, verrechnet werden, wenn ihre Lizenz erfolgreich aus der Alemannia Aachen GmbH heraus geholt werden sein wird. Wenn dafür der Insolvenzmasse der Alemannia Aachen GmbH, in der auch immer noch die Namensrechte des Vereins und die Rechte an der Marke Tivoli etc stecken sollen, etwas gezahlt werden müßte, was Mönig erwog, müßte das alles natürlich ebenso verrechnet und gleich in Abzug gebracht werden.
Alles andere wäre billige Kraemerei, die ja längst abgeschafft ist.
Kurz: Es scheint noch immer kein Licht am Ende des Tunnels, "wir" haben aber dennoch eine Vorstellung wie er aussehen könnte und hoffen, daß es ungefähr stimmt.
3. Unter den anderen Informationen, die es gestern auch noch gab, will ich noch eine sehr wichtige hervorheben: Zwei Mitglieder des VR (die nicht da waren und namentlich nicht genannt wurden) und eines des Vorstandes (das da war und genannt wurde), haben den Verein (TSV) mit großen Spenden über das Jahresende gebracht, sonst wäre jetzt längst schon alles aus. Dafür gebührt denen auf jeden Fall ganz aufrichtiger tiefer Dank!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von baltic_storm am 10.04.2013 um 13:13 Uhr bearbeitet
08.05.2013 - 14:45 Uhr
Quelle: www.haz.de
Doll hofft auf den Sommer
Wenn er auf der Stadiontribüne sitzt, wird in Doll der Trainer aktiviert. "Wir Fußballer fiebern immer mit, ich analysiere dann die Spiele und mache mir Notizen", berichtet der frühere Mittelfeldspieler, der noch häufig für die DFB-Traditionsmannschaft aufläuft. Stress wie Neururer empfindet Doll in der arbeitsfreien Zeit nicht. Zudem habe es auch immer Kontakte zu Clubs gegeben - auch im Ausland.
Viel länger als bis zum Sommer, wenn die Bundesliga in ihre neue Saison geht, möchte Doll aber nicht mehr warten: "Ich hoffe, dass es bald wieder los geht."
klingt eher nicht nach 3. Liga und Hansa ;)
Wenn er auf der Stadiontribüne sitzt, wird in Doll der Trainer aktiviert. "Wir Fußballer fiebern immer mit, ich analysiere dann die Spiele und mache mir Notizen", berichtet der frühere Mittelfeldspieler, der noch häufig für die DFB-Traditionsmannschaft aufläuft. Stress wie Neururer empfindet Doll in der arbeitsfreien Zeit nicht. Zudem habe es auch immer Kontakte zu Clubs gegeben - auch im Ausland.
Viel länger als bis zum Sommer, wenn die Bundesliga in ihre neue Saison geht, möchte Doll aber nicht mehr warten: "Ich hoffe, dass es bald wieder los geht."
Dieser Beitrag wurde zuletzt von baltic_storm am 08.05.2013 um 15:03 Uhr bearbeitet
05.04.2014 - 19:37 Uhr
Quelle: www.t-online.de
Uwe Rapolder war noch vor wenigen Jahren die heißeste Trainer-Aktie im deutschen Fußball-Geschäft und gilt als erster Konzepttrainer des Landes, lange bevor die Klopps, Tuchels und Co. ins Rampenlicht rückten. Rapolder hat ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium, spricht vier Sprachen und tauschte sich zuletzt mit den Trainergrößen Erkisson, Mancini, Hitzfeld und Ferguson über die neuesten Entwicklungen im Fußball aus. Im Interview mit t-online.de spricht der 54-Jährige über die taktische Ausrichtung von Real Madrid, Barcelona, warum Dortmund eher letztes Jahr die Königsklasse hätte gewinnen können und erklärt, was Jürgen Klopp mit dunkler Materie zu tun hat.
Herr Rapolder, das Wort Konzepttrainer ist heute in aller Munde. Was viele nicht wissen: Sie waren der Erste, der in Deutschland so genannt wurde.
Das war im Jahr 2004, als ich Trainer bei Arminia Bielefeld war. Jürgen Klopp, Ralf Rangnick und ich waren etwas später die drei Protagonisten des Konzepttrainers. Wir waren die Modernisierer des deutschen Fußballs, wenn man so will. Jürgen Klinsmann und Joachim Löw haben das später national salonfähig gemacht. Dann hat diese Art zu Arbeiten eine viel größere Aufmerksamkeit bekommen, weil die Nationalmannschaft auch so gearbeitet hat.
Bundesliga - Videos
Frankfurt will Wölfe-Bankdrücker Helmes
Van Buyten vor Verlängerung. Diego bleibt ein Wolf. zum Video
Worauf basiert die Arbeit eines Konzepttrainers?
Hier geht es vor allem um das Spiel gegen den Ball. Forechecking, Pressing, das Spiel vom eigenen Strafraum fernhalten. Das muss mit der gesamten Mannschaft organisiert stattfinden. Auch das Spiel mit Ball läuft nach festen Prinzipien ab und wird methodisch einstudiert. Ralf Rangnick und die Stuttgarter Schule verfolgten ebenfalls diese Philosophie.
Was war das Neue, das Sie diesem System hinzugefügt haben?
Ich habe verstärkt das Eintrainieren von Automatismen vorangetrieben. Also zusätzlich zum Spiel gegen den Ball das Spiel mit dem Ball weiterentwickelt. So dass bei Ballgewinn sofort bestimmte Spielzüge eingeleitet wurden und blind abgelaufen sind. Das trug vor allen Dingen der Entwicklung des Spiels Rechnung, das immer schneller wurde, weil die Spielräume durch taktisches Verhalten verkürzt wurden. Die Zeiten, in denen sich ein Spielmacher in alle Ruhe orientieren konnte, waren damals eigentlich schon vorbei.
Wie hat sich das Spiel seitdem weiterentwickelt?
Jetzt läuft es im Prinzip durch Kombinationen im Verbund ab. Das muss nicht immer das schnelle Spiel in die Spitze sein. Das können auch Dreiecke sein, die immer wieder gebaut werden müssen. Und das berühmte Tiki-Taka der Spanier ist schon wieder eine Weiterentwicklung.
Wie würden Sie diesen Spielstil der spanischen Nationalmannschaft und des FC Barcelona genau beschreiben?
Sie spielen den Ball zwar auch oft vertikal, also in Richtung des gegnerischen Tors, aber es ist nicht mehr so, dass sie mit fünf, sechs Ballkontakten vor dem gegnerischen Tor auftauchen wollen. Sie wollen vielmehr über Ballbesitz zum Erfolg kommen. Eigentlich spielen Spanien mehr und Barcelona eher weniger einen Verteidigungsfußball. Sie sagen sich: Solange wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor schießen. Sie spielen also für den Ballbesitz und kommen immer auf Werte von 60 oder 70 Prozent, aber sie spielen deswegen auch relativ wenige Torchancen heraus. Die müssen sie dann aber auch verwandeln. Das fällt Barcelona mit Messi allerdings leichter, als der spanischen Nationalmannschaft.
Das klingt danach, als ob Sie das Spiel von Barcelona, dem Bayern-Gegner im Champions-League-Halbfinale, nicht unbedingt als das Nonplusultra betrachten würden.
Es gibt Untersuchungen in Ländern von acht Weltmeistern. Da stellte sich heraus, dass mehr als 80 Prozent der Tore nach weniger als fünf Pässen erzielt werden. Das heißt im Prinzip: Je schneller man vor das gegnerische Tor kommt, desto besser. Und genau das macht Barcelona eben nicht. Die halten den Ball über 20, 30 Ballkontakte lang. Dann ist es in der Regel schwerer zum Abschluss zu kommen, weil der Gegner viel mehr Zeit hat, sich massiert zu organisieren. Barca beherrscht dies trotzdem und ist deshalb die weltbeste Klubmannschaft. Nachahmen aber ist schwer.
Wie unterscheidet sich das Spiel Barcelonas von Real Madrid, auf das Borussia Dortmund im Champions-League-Halbfinale trifft.
Mourinho praktiziert mit Real Madrid auch dieses Vertikalspiel, aber anders. Auf einer massierten Abwehr aufbauend lässt er schnell und vor allem gezielt in die Spitze spielen. Dort wird der Ball gesichert und gehalten, die anderen Mannschaftsteile rücken schnell nach und dann wird der Abschluss gesucht. Er praktiziert effizienten Fußball, das Ergebnis steht über allem, der Erfolg gibt ihm recht.
News aus der Champions League
Vor dem CL-Viertelfinale: In Manchester grassiert die nackte Angst
Vor Duell mit dem FCB: Empfindliche Strafe der UEFA für den FC Bayern
Wegen Fan-Plakaten: Empfindliche Strafe der UEFA für den FC Bayern
"Auf geht's Madrid" : Real ist heiß auf Revanche gegen den BVB
Champions League: Ergebnisse und Termine der Königsklasse
Von der Spielanlage sind sich Real Madrid und Dortmund ziemlich ähnlich oder?
Jein, Dortmund praktiziert im Prinzip auch ein Vertikalspiel, aber wenig mit langen Bällen. Sie kommen auch über Kurzpässe, lassen den Ball klatschen und bauen ständig Dreiecke. Der BVB kann über die Flügel aber auch durch die Mitte kombinieren. Sie haben mit Reus und Götze sehr spielstarke, schnelle, wendige Spieler. Sie geben dem ganzen noch eine individuelle Variationsmöglichkeit, erinnern auch an Barcelona.
Wie schätzen Sie Dortmunds Chancen in der Königsklasse ein?
Ich bin überzeugt davon, dass Dortmund letzte Saison die Champions-League gewonnen hätte, wenn sie Weihnachten in diesem Wettbewerb überlebt hätten. Die waren überragend letztes Jahr. Dieses Jahr scheinen sie nicht ganz so stabil zu sein, dafür aber noch unberechenbarer. Man muss abwarten.
Jürgen Klopp hat in Dortmund in wenigen Jahren eine internationale Spitzenmannschaft geformt. Wie sehen Sie seinen Werdegang?
Eine Spiel-Philosophie ist wie eine dunkle Materie, die mit ihrer großen Dichte alles anzieht. Eine Mischung aus Fachkompetenz und Emotionalität. Diese Mischung holt aus den Spielern alles raus. Sie schafft Identifikation, ein gemeinsames Bewusstsein, hohe Leistungsbereitschaft, Spaß an der Arbeit. Und genau das hat Jürgen Klopp hinbekommen. Er hat eine so dichte Atmosphäre geschaffen, in der jeder in den Bann gezogen und eine Bewegung losgetreten wird. Genau das ist der Punkt, an den ein Verein hinkommen muss. Wenn man dann noch wirtschaftlich vernünftig arbeitet, kommt auch der langfristige Erfolg. Dortmund bleibt auf unbestimmte Zeit ein Kontrahent der Bayern.
Momentan sind Sie frei auf dem Markt. Wann wird man Uwe Rapolder wieder irgendwo im bezahlten Fußball sehen?
Es heißt immer Rapolder sei ein Supertrainer, aber... Dieses 'aber' ist sehr groß geschrieben. Ich habe irgendein Schieflagen-Image bekommen und obwohl es falsch ist, kann ich nichts dagegen machen. Vielleicht muss ich ins Ausland gehen, um wieder eine echte Chance zu bekommen. Ich weiß, was ich kann und beobachte den Fußball intensiv.
Käme auch ein Job als Sportdirektor in Frage?
Ja natürlich. Ich hab ein Wirtschaftsstudium in der Schweiz erfolgreich absolviert und spreche mehrere Sprachen. Ich bin gut vernetzt, war bei vielen Vereinen und habe mich zuletzt für ein Buchprojekt mit Trainern wie Klopp, Ferguson, Mancini, Hitzfeld und Eriksson lange ausgetauscht. Was mich an der Arbeit eines Sportdirektors reizen würde, ist durch perspektivische, ganzheitliche Arbeit an der strategischen Ausrichtung eines Vereins mitzuarbeiten. In vielen Vereinen muss erst noch eine Fußball-Philosophie verankert werden, um überhaupt langfristig Erfolg zu haben. Das läuft normal über den Sportdirektor.
Ein Mann, der so lange im Geschäft ist, hat der eigentlich auch einen Lieblingsverein?
Mein Lieblingsverein als kleiner Junge war 1860 München. Leider werden sie es auch dieses Jahr nicht schaffen aufzusteigen, was ich sehr schade finde. 1860 muss natürlich in die Bundesliga. Das wäre auch für den FC Bayern gut. Derbys sind nun mal das Salz in der Suppe und München ist im Prinzip die Fußballhauptstadt Deutschlands.
Mein Top Kandidat. Herr Rapolder, das Wort Konzepttrainer ist heute in aller Munde. Was viele nicht wissen: Sie waren der Erste, der in Deutschland so genannt wurde.
Das war im Jahr 2004, als ich Trainer bei Arminia Bielefeld war. Jürgen Klopp, Ralf Rangnick und ich waren etwas später die drei Protagonisten des Konzepttrainers. Wir waren die Modernisierer des deutschen Fußballs, wenn man so will. Jürgen Klinsmann und Joachim Löw haben das später national salonfähig gemacht. Dann hat diese Art zu Arbeiten eine viel größere Aufmerksamkeit bekommen, weil die Nationalmannschaft auch so gearbeitet hat.
Bundesliga - Videos
Frankfurt will Wölfe-Bankdrücker Helmes
Van Buyten vor Verlängerung. Diego bleibt ein Wolf. zum Video
Worauf basiert die Arbeit eines Konzepttrainers?
Hier geht es vor allem um das Spiel gegen den Ball. Forechecking, Pressing, das Spiel vom eigenen Strafraum fernhalten. Das muss mit der gesamten Mannschaft organisiert stattfinden. Auch das Spiel mit Ball läuft nach festen Prinzipien ab und wird methodisch einstudiert. Ralf Rangnick und die Stuttgarter Schule verfolgten ebenfalls diese Philosophie.
Was war das Neue, das Sie diesem System hinzugefügt haben?
Ich habe verstärkt das Eintrainieren von Automatismen vorangetrieben. Also zusätzlich zum Spiel gegen den Ball das Spiel mit dem Ball weiterentwickelt. So dass bei Ballgewinn sofort bestimmte Spielzüge eingeleitet wurden und blind abgelaufen sind. Das trug vor allen Dingen der Entwicklung des Spiels Rechnung, das immer schneller wurde, weil die Spielräume durch taktisches Verhalten verkürzt wurden. Die Zeiten, in denen sich ein Spielmacher in alle Ruhe orientieren konnte, waren damals eigentlich schon vorbei.
Wie hat sich das Spiel seitdem weiterentwickelt?
Jetzt läuft es im Prinzip durch Kombinationen im Verbund ab. Das muss nicht immer das schnelle Spiel in die Spitze sein. Das können auch Dreiecke sein, die immer wieder gebaut werden müssen. Und das berühmte Tiki-Taka der Spanier ist schon wieder eine Weiterentwicklung.
Wie würden Sie diesen Spielstil der spanischen Nationalmannschaft und des FC Barcelona genau beschreiben?
Sie spielen den Ball zwar auch oft vertikal, also in Richtung des gegnerischen Tors, aber es ist nicht mehr so, dass sie mit fünf, sechs Ballkontakten vor dem gegnerischen Tor auftauchen wollen. Sie wollen vielmehr über Ballbesitz zum Erfolg kommen. Eigentlich spielen Spanien mehr und Barcelona eher weniger einen Verteidigungsfußball. Sie sagen sich: Solange wir den Ball haben, kann der Gegner kein Tor schießen. Sie spielen also für den Ballbesitz und kommen immer auf Werte von 60 oder 70 Prozent, aber sie spielen deswegen auch relativ wenige Torchancen heraus. Die müssen sie dann aber auch verwandeln. Das fällt Barcelona mit Messi allerdings leichter, als der spanischen Nationalmannschaft.
Das klingt danach, als ob Sie das Spiel von Barcelona, dem Bayern-Gegner im Champions-League-Halbfinale, nicht unbedingt als das Nonplusultra betrachten würden.
Es gibt Untersuchungen in Ländern von acht Weltmeistern. Da stellte sich heraus, dass mehr als 80 Prozent der Tore nach weniger als fünf Pässen erzielt werden. Das heißt im Prinzip: Je schneller man vor das gegnerische Tor kommt, desto besser. Und genau das macht Barcelona eben nicht. Die halten den Ball über 20, 30 Ballkontakte lang. Dann ist es in der Regel schwerer zum Abschluss zu kommen, weil der Gegner viel mehr Zeit hat, sich massiert zu organisieren. Barca beherrscht dies trotzdem und ist deshalb die weltbeste Klubmannschaft. Nachahmen aber ist schwer.
Wie unterscheidet sich das Spiel Barcelonas von Real Madrid, auf das Borussia Dortmund im Champions-League-Halbfinale trifft.
Mourinho praktiziert mit Real Madrid auch dieses Vertikalspiel, aber anders. Auf einer massierten Abwehr aufbauend lässt er schnell und vor allem gezielt in die Spitze spielen. Dort wird der Ball gesichert und gehalten, die anderen Mannschaftsteile rücken schnell nach und dann wird der Abschluss gesucht. Er praktiziert effizienten Fußball, das Ergebnis steht über allem, der Erfolg gibt ihm recht.
News aus der Champions League
Vor dem CL-Viertelfinale: In Manchester grassiert die nackte Angst
Vor Duell mit dem FCB: Empfindliche Strafe der UEFA für den FC Bayern
Wegen Fan-Plakaten: Empfindliche Strafe der UEFA für den FC Bayern
"Auf geht's Madrid" : Real ist heiß auf Revanche gegen den BVB
Champions League: Ergebnisse und Termine der Königsklasse
Von der Spielanlage sind sich Real Madrid und Dortmund ziemlich ähnlich oder?
Jein, Dortmund praktiziert im Prinzip auch ein Vertikalspiel, aber wenig mit langen Bällen. Sie kommen auch über Kurzpässe, lassen den Ball klatschen und bauen ständig Dreiecke. Der BVB kann über die Flügel aber auch durch die Mitte kombinieren. Sie haben mit Reus und Götze sehr spielstarke, schnelle, wendige Spieler. Sie geben dem ganzen noch eine individuelle Variationsmöglichkeit, erinnern auch an Barcelona.
Wie schätzen Sie Dortmunds Chancen in der Königsklasse ein?
Ich bin überzeugt davon, dass Dortmund letzte Saison die Champions-League gewonnen hätte, wenn sie Weihnachten in diesem Wettbewerb überlebt hätten. Die waren überragend letztes Jahr. Dieses Jahr scheinen sie nicht ganz so stabil zu sein, dafür aber noch unberechenbarer. Man muss abwarten.
Jürgen Klopp hat in Dortmund in wenigen Jahren eine internationale Spitzenmannschaft geformt. Wie sehen Sie seinen Werdegang?
Eine Spiel-Philosophie ist wie eine dunkle Materie, die mit ihrer großen Dichte alles anzieht. Eine Mischung aus Fachkompetenz und Emotionalität. Diese Mischung holt aus den Spielern alles raus. Sie schafft Identifikation, ein gemeinsames Bewusstsein, hohe Leistungsbereitschaft, Spaß an der Arbeit. Und genau das hat Jürgen Klopp hinbekommen. Er hat eine so dichte Atmosphäre geschaffen, in der jeder in den Bann gezogen und eine Bewegung losgetreten wird. Genau das ist der Punkt, an den ein Verein hinkommen muss. Wenn man dann noch wirtschaftlich vernünftig arbeitet, kommt auch der langfristige Erfolg. Dortmund bleibt auf unbestimmte Zeit ein Kontrahent der Bayern.
Momentan sind Sie frei auf dem Markt. Wann wird man Uwe Rapolder wieder irgendwo im bezahlten Fußball sehen?
Es heißt immer Rapolder sei ein Supertrainer, aber... Dieses 'aber' ist sehr groß geschrieben. Ich habe irgendein Schieflagen-Image bekommen und obwohl es falsch ist, kann ich nichts dagegen machen. Vielleicht muss ich ins Ausland gehen, um wieder eine echte Chance zu bekommen. Ich weiß, was ich kann und beobachte den Fußball intensiv.
Käme auch ein Job als Sportdirektor in Frage?
Ja natürlich. Ich hab ein Wirtschaftsstudium in der Schweiz erfolgreich absolviert und spreche mehrere Sprachen. Ich bin gut vernetzt, war bei vielen Vereinen und habe mich zuletzt für ein Buchprojekt mit Trainern wie Klopp, Ferguson, Mancini, Hitzfeld und Eriksson lange ausgetauscht. Was mich an der Arbeit eines Sportdirektors reizen würde, ist durch perspektivische, ganzheitliche Arbeit an der strategischen Ausrichtung eines Vereins mitzuarbeiten. In vielen Vereinen muss erst noch eine Fußball-Philosophie verankert werden, um überhaupt langfristig Erfolg zu haben. Das läuft normal über den Sportdirektor.
Ein Mann, der so lange im Geschäft ist, hat der eigentlich auch einen Lieblingsverein?
Mein Lieblingsverein als kleiner Junge war 1860 München. Leider werden sie es auch dieses Jahr nicht schaffen aufzusteigen, was ich sehr schade finde. 1860 muss natürlich in die Bundesliga. Das wäre auch für den FC Bayern gut. Derbys sind nun mal das Salz in der Suppe und München ist im Prinzip die Fußballhauptstadt Deutschlands.
10.04.2014 - 12:46 Uhr
Quelle: www.mdr.de
Wie Pressesprecher Neubauer dem MDR bestätigte, wird Erfolgscoach Tomas Brdaric den Verein verlassen. Bei einer Pressekonferenz soll am Freitagmittag mitgeteilt werden, ob Brdaric noch bis Saisonende in Neustrelitz bleibt oder ab sofort den Trainerstuhl räumt.(...) Aktuell taucht der Name Brdaric auch im Umfeld von Hansa Rostock auf. Die Ostseestädter suchen nach der Entlassung von Coach Bergmann einen neuen Übungsleiter.
Nachtigall ick hör dir trapsen. .;)
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