?Teurer als Malen: Roma holt Bolognas Castro – Dovbyk geht entgegengesetzten Weg
Während die AS Roma mit Konstantinos Koulierakis (22) und dem VfL Wolfsburg nach ersten Gerüchten in der Nacht (alle Infos im Artikel) mittlerweile Einigkeit erzielt haben soll, steht ein Neuzugang für den Sturm nun offiziell fest. Santiago Castro (21) wechselt innerhalb der Serie A vom FC Bologna zu den Giallorossi, bei denen er einen Vertrag bis 2031 erhält. Den von Roma-Trainer Gian Piero Gasperini wenig geliebten Artem Dovbyk (29) zieht es leihweise in die entgegengesetzte Richtung.
35 Millionen Euro kostet der Argentinier Castro, der vor rund anderthalb Jahren schon einmal für die Nationalmannschaft berufen wurde, aber noch auf sein Debüt wartet. 2 Mio. Euro können durch Boni noch hinzukommen, Bologna wird an einem möglichen Weiterverkauf mit 10 Prozent an der Ablöse beteiligt. Bei den Rossoblu avanciert Castro zum viertteuersten Abgang der Vereinsgeschichte. Bei den für je über 40 Mio. Euro transferierten Riccardo Calafiori (2024/25 zum FC Arsenal), Joshua Zirkzee (2024/25 zu Man United) und Dan Ndoye (2025/26 nach Nottingham) hatten sich die Ex-Klubs FC Basel und FC Bayern allerdings teure Beteiligungen in den Vertrag schreiben lassen. Bei seinem Wechsel von Jugendklub Vélez Sarsfield hatte Bologna für Castro inklusive Boni 13,2 Mio. Euro in die Hand genommen.
Auf Römer Seite ist Castro der bisher teuerste Zugang des Sommers. Der Champions-League-Teilnehmer hatte zuvor nur die geliehenen Donyell Malen (27) für 25 Mio. Euro von Aston Villa und Daniele Ghilardi (23) für 8 Mio. Euro von Hellas Verona fest verpflichtet. An Malens Seite stürmt Castro dann in der kommenden Saison. Der Ex-Dortmunder schlug nach seinem Wintertransfer ein wie kein im Januar verpflichteter Stürmer vor ihm jemals: In 18 Serie-A-Partien erzielte Malen 14 Tore und zwei Vorlagen und hatte damit großen Einfluss auf die Rückkehr der Hauptstädter in die Königsklasse.
Seit Januar 2024 erzielte Castro für Bologna in 105 Spielen 22 Tore und bereitete 13 weitere vor. Der Argentinier gilt als ähnlicher Spielertyp wie der Kolumbianer Luis Muriel (35), der unter Gasperini bei Atalanta in 184 Partien an 96 Toren direkt beteiligt war: Schnell, kampf- und laufstark.
Quasi-Tausch mit Castro: Dovbyk von Roma nach Bologna
Bologna und der neue Trainer Domenico Tedesco bekommen durch den Ukrainer Dovbyk einen direkten Ersatz. Der 29-Jährige war 2024 für 41,1 Mio. Euro inklusive Boni vom FC Girona nach Rom gewechselt, wo sein Vertrag noch bis 2029 läuft. Die Rossoblu sicherten sich eine Kaufoption in Höhe von etwa 17 Mio. Euro für den 41-fachen Nationalspieler und zahlen dem Vernehmen nach zwei Drittel des Gehalts.
Dovbyk hatte bei der Roma ein gutes erstes Jahr mit zwölf Toren in der Serie A, nach dem Trainerwechsel zu Gasperini kam er aber auch verletzungsbedingt nie wieder wirklich in Form. In 14 Partien 2025/26 traf er nur dreimal. Inklusive Länderspiele verpasste er über die Spielzeit 33 Partien wegen Oberschenkelverletzungen.
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