30.07.2026 - 09:25 | Quelle: Romano/Marca/fr12/TM | Lesedauer: unter 3 Min.
AS Rom
Konstantinos Koulierakis
Angeliño vor Spanien-Rückkehr 

Nächster VfL-Abgang: Gespräche mit Roma über Koulierakis – AS bietet auch für Read

Nächster VfL Wolfsburg-Abgang: Gespräche mit Roma über Koulierakis
©IMAGO

Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg winken die nächsten Millionen-Einnahmen. Nach den Verkäufen von unter anderem Patrick Wimmer (25, Hoffenheim), Lovro Majer (28, AEK) und Co. für insgesamt 22,75 Millionen Euro deutet sich auch bei Konstantinos Koulierakis eine Lösung an. Laut übereinstimmenden Berichten aus Italien stehen die Wölfe in fortgeschrittenen Verhandlungen mit der AS Rom über den 22 Jahre alten Innenverteidiger.



Im Gespräch ist demnach eine Ablöse in Höhe von 15 Millionen Euro für den griechischen Nationalspieler. Dazu, wie genau diese Summe aufgeteilt wäre, gibt es noch keine stichhaltigen Informationen. Die Ablöse läge deutlich unter Koulierakis‘ Marktwert von 25 Mio. Euro, wiederum aber über dem 2024 an Jugendklub PAOK gezahlten Beitrag von 11,75 Mio. Euro. Koulierakis wäre der teuerste Abgang in diesem Sommer.



Spätestens seit dem Abstieg gilt der Defensivspieler als heißer Verkaufskandidat, um das finanzielle Loch unter anderem aus der Verteilung des TV-Gelds zu stopfen – trotz eines Vertrages bis 2029. Koulierakis stand zuletzt laut Transfermarkt-Gerüchteküche auch im Fokus von Crystal Palace, Benfica Lissabon oder Juventus Turin. Konkret wurde es jedoch nicht.



In Rom hat man gute Erinnerungen an griechische Innenverteidiger. Traianos Dellas (50), Europameister von 2004, bestritt zwischen 2002 und 2005 67 Spiele für die Giallorossi, Konstantinos Manolas (35) gar 206 von 2014 bis 2019. Koulierakis wäre für den Champions-League-Teilnehmer der erste echte Neuzugang nach den festen Verpflichtungen von Donyell Malen (27) und Daniele Ghilardi (23). Ein weiterer Defensivspieler könnte mit Givairo Read folgen.


AS Roma bietet neben Koulierakis auch für Read


Der Rechtsverteidiger von Feyenoord Rotterdam weckt europaweit Interesse, bisher galt Oliver Glasners Nottingham Forest als Favorit auf eine Verpflichtung. Laut dem vereinsnahen Portal „fr12.nl“ hat die Roma mittlerweile aber ein finanziell attraktiveres Paket für den 20-Jährigen geschnürt als die aus England gebotenen rund 21 Mio. Euro Ablöse und 20 Mio. Euro Gehalt exklusive Boni über fünf Jahre. Unklar sei aber, ob das reicht, um Feyenoord zu überzeugen, das mit Read eigentlich zu verbesserten Bezügen über 2029 hinaus verlängern wolle. Beim U21-Nationalspieler galt auch Bayern München lange als Interessent. In Rom könnte er den nach Vertragsende zu Juventus abgewanderten Zeki Çelik (29) ersetzen.


Marktwert
Givairo Read
G. Read Rechter Verteidiger
25,00 Mio. €


Angeliño vor Wechsel von Roma zu Depor


Die Saison nicht in der italienischen Hauptstadt verbringen wird derweil wohl Ex-Bundesliga-Profi Angeliño. Wie die „Marca“ in Form Morettos berichtet, steht der 29 Jahre alte Linksverteidiger erstmals seit 2017 vor einer Rückkehr in seine spanische Heimat. Aufsteiger Deportivo A Coruña werde Angeliño mit einer Kaufoption über 2 Mio. Euro für ein Jahr ausleihen.



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Lok123 VfB Stuttgart Lok123 04.08.2026 - 11:39
Zitat von Sonntagsschuss
Zitat von Lok123

Ingesamt, aber nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Financial Fairplay mal wieder kaum Ernstzunehmen ist.

Die Roma gehört einem Multimilliardär, der völlig offen dafür wäre, deutlich mehr Millionen in die Roma zu pumpen, als er es ohnehin schon getan hat. FFP verhindert dies ziemlich effektiv. Insgesamt hat die Roma in den letzten Jahren auch hart darauf hingearbeitet, wieder FFP-Konformität zu erreichen, weshalb es eben wahrscheinlich "nur" zu einer Geldstrafe und einer reduzierten A-Liste oder so kommen wird.

Ich gehe schwer davon aus, dass die Roma "gerne" einen Spieler verkauft hätte, um wirklich sauber aus dem Settlement Agreement herauszukommen. Es ist nun wirklich nicht so, dass man das FFP nicht ernstgenommen hätte. Ich kann aber total nachvollziehen, dass man nicht gewillt dazu war, einen Star zu verschenken.


Danke dir für deine Perspektive – Um das direkt klarzustellen: Mein Satz war absolut nicht als reines Roma-Bashing gedacht, und ich bin da im Detail auch viel zu weit weg, um mir ein abschließendes Urteil über alle internen Abläufe anzumaßen. Du hast vollkommen recht, dass FFP zumindest verhindert, dass die finanzielle Spirale bei manchen Klubs völlig unkontrolliert nach oben eskaliert.

Worauf ich im Kern eigentlich hinauswill, ist die allgemeine Wirkung und Anreizstruktur des Financial Fairplay. Das Grundproblem bleibt doch, dass in der Branche ständig neue Schlupflöcher erfunden werden. Vereine, die sich strikt an die Regeln halten, haben im Zweifel das Nachsehen gegenüber denjenigen, die das Regelwerk kreativer auslegen oder das Risiko einer Strafe ganz bewusst einkalkulieren. Wenn ein Klub jetzt sehenden Auges in ein FFP-Vergehen läuft, weil eine reduzierte A-Liste oder eine Geldstrafe am Ende das kleinere Übel ist, als einen Leistungsträger wie Soulé unter Wert zu verkaufen, legt das eine fundamentale Schwachstelle im System offen. Wenn die angedrohte Strafe am Ende weniger schwer wiegt als der sportliche oder wirtschaftliche Verlust eines Notverkaufs, verfehlt die Sanktion schlichtweg ihre abschreckende Wirkung.

Ich habe aus Roma-Sicht volles Verständnis dafür, dass man die eigenen Stars nicht verschenkt. Aus Sicht der Regeltreue und des fairen Wettbewerbs halte ich das aber für hochgradig problematisch. Meiner Meinung nach müssten die Konsequenzen der UEFA so spürbar sein, dass Klubs gar keine andere Wahl haben, als die gesetzten Fristen einzuhalten – selbst wenn das bedeutet, einen Spieler unter Marktwert abzugeben. Solange kalkulierte Regelbrüche eher wie eine einkalkulierbare Nutzungsgebühr wirken und sich andere Großklubs ohnehin durchmogeln, bleibt im Sinne des fairen Wettbewerbs einfach dieser faden Beigeschmack.
Sonntagsschuss AS Rom Sonntagsschuss 04.08.2026 - 10:15
Zitat von Lok123
Ingesamt, aber nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Financial Fairplay mal wieder kaum Ernstzunehmen ist.

Die Roma gehört einem Multimilliardär, der völlig offen dafür wäre, deutlich mehr Millionen in die Roma zu pumpen, als er es ohnehin schon getan hat. FFP verhindert dies ziemlich effektiv. Insgesamt hat die Roma in den letzten Jahren auch hart darauf hingearbeitet, wieder FFP-Konformität zu erreichen, weshalb es eben wahrscheinlich "nur" zu einer Geldstrafe und einer reduzierten A-Liste oder so kommen wird.

Ich gehe schwer davon aus, dass die Roma "gerne" einen Spieler verkauft hätte, um wirklich sauber aus dem Settlement Agreement herauszukommen. Es ist nun wirklich nicht so, dass man das FFP nicht ernstgenommen hätte. Ich kann aber total nachvollziehen, dass man nicht gewillt dazu war, einen Star zu verschenken.
Lok123 VfB Stuttgart Lok123 04.08.2026 - 09:10
Zitat von Sonntagsschuss
Zitat von jantjis

Zitat von Lok123

An die AS Rom Experten:

Ich dachte man müsste bis 31. Juli (und das ist ja bereits mit einer zusätzlichen Fristverlängerung von einem Monat, die ursprünglich Deadline war der 30. Juni) Auflagen der Fifa bezüglich des Financial Fairplays erfüllen (weswegen ja auch Soulé teuer verkauft werden soll). Wie kann man dann bereits mit Transfers in der Größenordnung planen, wenn ein Abgang Soulés noch nicht einmal feststeht?


Dachten/denken wir alle. Aktuell weiß Keiner wie die Roma sich mit der UEFA einigen wird oder geeinigt hat. Eine Strafe wird wohl kommen, dürfte mMn aber nicht so hoch ausfallen.

Hier gilt es Verkäufe von Käufen zu trennen. Die UEFA hat wegen der WM eine Fristverlängerung für Verkäufe möglich gemacht, sprich diese durften noch nachträglich an den alten Jahresbericht (Stichtag 30. Juni) "angehängt" werden.
Käufe fallen aber wie gehabt ins neue Geschäftsjahr, welches mit dem 1. Juli begonnen hat.

Da die Roma letztlich das Ziel des Settlement Agreements verfehlt hat, wird es definitiv zu Strafen kommen. Diese könnten aber theoretisch von der Schwere her geringer ausfallen, als wenn jetzt ein Star notgedrungen für eine "geringer" Summe "verschenkt" worden wäre, als er eigentlich Wert ist.

Ende Oktober/Anfang November werden wir mehr wissen.


Danke für die Ausführungen, das ergibt Sinn.

So gesehen aus Sicht der Roma natürlich sinnvoll wenn man mit der Strafe vergleichsweise besser wegkommt.

Ingesamt, aber nur ein weiteres Beispiel dafür, dass Financial Fairplay mal wieder kaum Ernstzunehmen ist.
Autor
Matteo
Marius Soyke
TM-Username: Matteo

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Alle Beiträge des Autors
Konstantinos Koulierakis
AS Rom
Konstantinos Koulierakis
Geb./Alter:
28.11.2003 (22)
Nat.:  Griechenland
Akt. Verein:
AS Rom
Vertrag bis:
30.06.2031
Position:
Innenverteidiger
Marktwert:
25,00 Mio. €
Givairo Read
Feyenoord Rotterdam
Givairo Read
Geb./Alter:
02.06.2006 (20)
Nat.:  Niederlande Suriname
Akt. Verein:
Feyenoord Rotterdam
Vertrag bis:
30.06.2029
Position:
Rechter Verteidiger
Marktwert:
25,00 Mio. €
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