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Taktiktisch

10.08.2003 - 13:30 Uhr
Taktiktisch |#601
04.12.2011 - 20:24 Uhr
Zitat von Payday:

Klingt sehr spannend aber auch schwer umzusetzen. Für uns jedenfalls zu schwierig.
Was würde ich drum geben wieder einen Trainer zu haben, der an solchen taktischen Details arbeitet. So was macht mir einfach Spass und das vermisse ich doch sehr.


Wird in Hamburg seit Fink dort ist auch praktiziert. Entweder Kacar oder Rincon gehen entsprechend zwischen die IV während des Spielaufbaus. Wenn eine verunsicherte Hamburger Mannschaft das so schnell lernen kann - immerhin jetzt zu Hause 2 mal zu 0 - dann dürfte es schon machbar sein. Eben für so etwas würde sich die Winterpause ja anbieten, aber vermutlich schmeissen wir da wieder Tannenbäume durch die Gegend statt mal speziellen Focus auf das spielerische zu legen.

Und ja, ich weiss das die Fitness wichtig ist. Aber aus den Berichten der Traningslager im Sommer war ja bereits zu erahnen, dass man extrem wenig Augenmerk auf die Spielformen gelegt hat. Das sollte man, gerade nach den letzten Auftritten, im Winter mal etwas ändern.

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41.21.1.

"Evolutionstheorie: wir stammen vom Affen ab.
Falsch Charles, der Mensch stammt von Waffen ab"

Dieser Beitrag wurde zuletzt von wacken am 04.12.2011 um 20:25 Uhr bearbeitet
Taktiktisch |#602
04.12.2011 - 20:24 Uhr
Mein Post bezog sich auf die Defensivarbeit. Am Spielaufbau muss noch gefeilt werden, wobei man da gleich mit einem Reibeisen anfangen sollte.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#603
04.12.2011 - 20:49 Uhr
Zitat von adailton:
Mein Post bezog sich auf die Defensivarbeit. Am Spielaufbau muss noch gefeilt werden, wobei man da gleich mit einem Reibeisen anfangen sollte.
Es ging aber doch lediglich um den Spielaufbau.

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A legend leaves the stage, Steven Gerrard, the beating heart of Liverpool Football Club
Taktiktisch |#604
10.12.2011 - 23:40 Uhr
Ich habe mir mal Gedanken zu dem 4-2-3-1 gemacht, dass zu Zeit als das Nonplusultra gilt und von fast jeden Verein eingesetzt wird. Zu den Spielertypen die es bei Hertha BSC gibt passt es nicht. Sehr oft wird der mangelnde bis gar nicht vorhandene Spielaufbau genannt. Ein weiteres Problem ist die große Lücke die zwischen den beiden 6ern und der offensiven dreier Reihe klafft.

In der 2.Bundesliga haben sich die gegnerischen Mannschaften als taktisches Mittel gegen ihre Unterlegenheit oft hinten rein gestellt. Lustenberger und Niemeyer konnten so ihre Position höher interpretieren und sich in das Angriffsspiel mit einschalten. Entlastungsangriffe wurden antizipiert. In der 1. Bundesliga steht der Gegner nicht mehr so tief. Ottl und Niemeyer haben viel Arbeit mit dem Zustellen von Räumen und den beackern des ballführenden Spielers. Offensiv werden sie sofort angegriffen, so dass sie kaum Platz für den Spielaufbau haben. Auch sind beide nicht unbedingt als defensive Spielmacher zu betrachten.

Der Spielaufbau erfolgt nicht nur durch die Mitte, sondern auch aus der Defensive über die beiden Außenverteidiger. Lell und Kobiashvili besitzen die Qualität diese Rolle auszuüben. Durch ihre Offensivpartner können sie ihre Fähigkeiten nicht umsetzen. Mit Ausnahme von Raffael (der kein Flügelspieler ist) und Ebert, arbeiten die Offensivspieler zu wenig gegen den Ball. Das liegt aber auch daran, dass alle anderen Offensivspieler Stürmer sind oder in ihrer Profikarriere waren. Das taktische Mittel bei Ballverlust sofort den Gegner unter Druck zu setzen, Pressing, wird von einzelnen Spielern, aber nicht von der kompletten Offensive umgesetzt.

Mein taktisches Konzept gegen Mannschaften mit 4er Abwehrkette und Doppel 6 sieht folgendermaßen aus:

Im Sturmzentrum wie bisher Lasogga. Seine Aufgabe ist aber nicht nur das Toreschießen, sondern das Beschäftigen und damit das Binden der beiden Innenverteidiger. Lässt er sich immer wieder in das Offensive Mittelfeld zurückfallen. Müssen die Innenverteidiger oder einer ihm entweder folgen und damit die Zuordnung auflösen. Oder wenn sie die Formation halten eine Unterzahl im Mittelfeld in Kauf nehmen.

Wie bereits erwähnt sind im Kader sehr viele gelernte Stürmer. In meinen Konzept würde ich die auch als Stürmer auf den Flügeln einsetzen, die sich aber immer wieder ins offensive Mittelfeld auf den Flügeln fallen lassen. Von den Defensivaufgaben würden sie soweit freigestellt werden, dass sie nur die beiden Außenverteidiger an ihren Offensivdrang hindern oder stören müssen.

In der Abwehr gibt es eine 2er Abwehrkette bestehend aus den beiden Innenverteidigern. Die Außenverteidiger agieren als Wingbacks und bilden mit einem 6er in einer Reihe eine 3er Kette vor der Abwehr. Bei Ballbesitz würde immer einer der drei defensiven Mittelfeldspieler sich in die Abwehr in einer 3er Kette zurückfallen lassen. Die beiden anderen Akteure sich in den Angriff mit einschalten beziehungsweise im Mittelfeld absichern. In Defensiven Situationen könnten sich die beiden Wingbacks als Außenverteidiger in einer 4er Kette zurückfallen lassen und der der 6er die Löcher in der Abwehr schließen. Das klingt sehr offensiv, würde aber eine Überzahl im Mittelfeld erzeugen und drei Spieler würden defensiv abwechselnd für den Spielaufbau zuständig sein. Auf den Innenverteidiger Postionen stelle ich mir Hubnik und Niemeyer vor. In der defensiven 3er Reihe Kobiashvili, Lustenberger und Lell.

Verbleiben noch zwei Positionen. Zwei zentrale 8er die variable agieren. Die Aufgabe des einen 8ers (Ottl) müsste sich Offensiv immer wieder freilaufen um eine Anspielposition anzubieten, um das Spiel von der einen auf die andere Seite verlagern zu können. Und defensiv bei Ballverlust die Lauf oder Passwege des Gegners zustellen. Eine Art vorgezogener 6er der sich bei bei Bedarf in die Defensive fallen lassen kann. Der andere 8er interpretiert seine Rolle offensiver und ist für den Spielaufbau zuständig und kann immer wieder in die Spitze hinter Lasogga vorstoßen. Raffael könnte den offensiven 8er geben. Die zurückgezogene Position hätte den Vorteil, dass die beiden gegnerischen 6 wenn sie ihre Positionen halten keinen direkten Gegenspieler haben, oder wenn sie Raffael früher angreifen Lücken zwischen ihnen und der eigenen Abwehr reißen, die dann von den Flügelstürmern genutzt werden könnten.

Auf dem Papier wäre es ein 2-3-2-2-1 mit Kraft im Tor. Hubnik und Niemeyer in der Innenverteidigung. Lell und Kobiashvili auf den defensiven Flügeln. Lustenberger auf der 6. Ottl und Raffael im zentralen Mittelfeld als 8er. Ramos und ein weiterer Spieler (Ebert, Rukavytsya, Ben-Hatira, Torun, Ronny) als Flügelstürmer und Lasogga im Sturmzentrum. Mit der geballten Kraft im Mittelfeld müssten die Spieler auch nicht mehr lange Bälle aus der Defensive schlagen, sondern könnten mit spielerischen Mitteln und der Überzahl an Spielern durch Pässe vor das Tor des Gegners kommen.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#605
11.12.2011 - 01:01 Uhr
Klingt für mich ein bisschen wie das Märchen von der eierlegenden Wollmilchsau. Würde es dieses Patentrezept geben, wären wir wohl alle heilfroh.

Kobiashvili und Lell werden so schon genug überlaufen, auch wenn sie sich nicht in die Offensive mit einschalten. Wenn beide nun offensive Außenverteidiger geben, die sich bei Bedarf defensiv in die Viererkette integrieren, bei Ballbesitz allerdings offensiv agieren, ist das genau das, was jeder Verein mit einer 4er-Kette machen will.

Du löst eine 6er-Position auf (Ottl auf die defensive 8) und willst damit die Offensive variabler gestalten. Ich sehe das Problem genau andersherum. In den letzten Spielen haben uns weder ein noch zwei oder drei Tore gereicht, um ein Spiel zu gewinnen. Wir bekommen einfach zu viele Gegentreffer und das liegt meines Erachtens auch an einem unterdurchschnittlichen defensiven Mittelfeld. Das dann auch noch auf eine Position zu beschränken, wäre für mich ein Schritt in die falsche Richtung.

Sollte Ottl sich bei gegnerischem Ballbesitz zurückfallen lassen, dann haben wir genau die Situation, die wir jetzt auch haben, einen offensiveren und einen defensiveren Sechser. Wobei ich bei der Kombination Lustenberger/Ottl eher Lustenberger als den offensiven Part sehe.

Was die Defensivarbeit der Flügelspieler im Mittelfeld angeht, willst du diese von Defensivaufgaben befreien. Das ist quasi die angeordnete Variante von dem, was sie im Moment eh schon machen.

Ich würde im Winter versuchen, Ramos vorn als Sturmspitze zu integrieren. Lasogga hat zwar auf dem Papier die meisten Tore erzielt, in mehr als der Hälfte der Spiele hängt er allerdings nur in der Luft. Desweiteren ist er nicht sehr passsicher, wenn es auf engen Raum geht.

Rukavytsya hat mir von allen Back-Ups bisher am besten gefallen. Allerdings können wir, was die Defensivleistungen angeht, zwischen Torun, Ben-Hatira und dem Australier zwischen Not und Elend wählen. Seine Schnelligkeit kann allerdings immer wieder eine Waffe sein und seine Standards sind wenigstens ab und an gefährlich.

Ich hoffe auf Lustenberger, der sich im Winter aufdrängen könnte, wenn er verletzungsfrei bleibt. Seine Leistung scheint im Moment einfach nicht auszureichen, ich möchte aber Ottl eigentlich nicht mehr länger in der Startelf sehen. Bei einem evtl. Trainerwechsel sehe ich die Chancen auf einen Platz für Lustenberger höher als aktuell bei Babbel. Völlig ohne Wertung, was die Trainerposition angeht, ich weiß im Moment nicht, was in dieser Hinsicht das beste für den Verein wäre.

Für die Rückrunde würde mir also folgendes System sinnvoll erscheinen:
Kraft
Lell - Hubnik - Mijatovic - Kobiashvili
Lustenberger - Niemeyer
Ebert - Raffael - Rukavytsya
Ramos

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Hertha, Berliner Sport-Club (Hertha B.S.C.) e. V.
Taktiktisch |#606
11.12.2011 - 06:16 Uhr
Wir brauchen einen spielstarken offensiven 6er und Flügelspieler in guter Form sowie AV, die sich mit nach vorn einschalten. Da das bei uns nur sehr eingeschränkt zutrifft, ist es sicher legitim, über andere Systeme nachzudenken.
Niemeyer sollte aber auf der 6 bleiben. Für die IV geht ihm mMn die Kopfballstärke ab. Wie seht ihr das?
Taktiktisch |#607
11.12.2011 - 09:05 Uhr
Sehe ich nicht so. Niemeyer ist kopfballstark. Bei eigenen Standards ist er einer der Kopfballspieler im gegnerischen Strafraum. Tore sind glaube ich auch dabei entstanden. Niemeyer als Innenverteidiger, Ottl und Lustenberger auf der 6, könnten die Probleme die in der Innenverteidigung nach der Verletzung von Franz und den mangelnden Spielaufbau aus dem Defensiven Mittelfeld beheben. Die Personalie Lustenberger wäre damit ebenfalls entschärft.

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Fußball ist ein System von 22 Elementen, bestehend aus zwei Subsystemen von jeweils elf Elementen, das sich innerhalb eines vorgegebenen Raumes bewegt und einer Reihe von Einschränkungen unterworfen ist. Sind beide Subsysteme leistungsgleich, muss das Ergebnis ein Unentschieden sein. Ist eines stärker, müsste es gewinnen.
Die Leistungsfähigkeit eines Subsystems ist größer als die Summe der Elemente aus denen es besteht. Es geht weniger um Individuen als die Verbindung zwischen ihnen.
Taktiktisch |#608
11.12.2011 - 09:45 Uhr
Also ich habe letztens von einer Variante im Spielaufbau gelesen , bei dem der defensive 6er sich in die Mittel als Libero zurückfallen lässt und man dann im Ballbesitz mit einer Dreierkette spielt , womit die AVs beide nach vorne rücken könnten.
Mit Niemeyer haben wir doch den perfekten Spieler für diese "taktische finesse".

Ich wäre echt mal gespannt, wenn wir auf einen ähnlichen Spielaufbau umstellen würden
Die rechte Seite mit Ebert und Lell ist bereits eingespielt und hat besonders am Anfang der Saison zu überzeugen gewusst.

In der Defensivarbeit sollten wir m.M.n. im Mittelfeld mal öfter das taktische Foul begehen.
Grade bei schnellen Angriffen wie Kontern sind wir ungeordnet und anfällig (bspw. Derdiyoks Tor nach Sams vorarbeit)
Wichtig ist ja das Spieler wie Sam kein Tempo aufnehmen dürfen sondern entweder gestört oder "gelegt" werden müssen. Das ist ein Faktor wie man unsere Defensive besser aussehen lassen könnte , denn Hubnik hat auch grade ein Formtief und das Mijatovic nicht der schnellste und beweglichste ist wissen wir auch

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HA-HO-HE Hertha BSC !!!

Erste Liga, wir sind wieder da !
Taktiktisch |#609
11.12.2011 - 10:52 Uhr
Zitat von adailton:
Sehe ich nicht so. Niemeyer ist kopfballstark. Bei eigenen Standards ist er einer der Kopfballspieler im gegnerischen Strafraum. Tore sind glaube ich auch dabei entstanden. Niemeyer als Innenverteidiger, Ottl und Lustenberger auf der 6, könnten die Probleme die in der Innenverteidigung nach der Verletzung von Franz und den mangelnden Spielaufbau aus dem Defensiven Mittelfeld beheben. Die Personalie Lustenberger wäre damit ebenfalls entschärft.


Niemeyer in der IV und wir bekommen jedes zweite Spiel nen Elfer gegen uns ausgesprochen. Der ist dafür zu rustikal, das wäre sehr riskant.

Mir ist Lusti lieber. Dann würde unser Spielaufbau nicht immer so behäbig von statten gehen. Man könnte ihn bereits von hinten ankurbeln und mit Ronny als DM neben Niemeyer würde man der Ideenarmut entgegenwirken.

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In memoriam
bones
Taktiktisch |#610
11.12.2011 - 12:03 Uhr
Zitat von adailton:
Auf dem Papier wäre es ein 2-3-2-2-1 mit Kraft im Tor. Hubnik und Niemeyer in der Innenverteidigung. Lell und Kobiashvili auf den defensiven Flügeln. Lustenberger auf der 6. Ottl und Raffael im zentralen Mittelfeld als 8er. Ramos und ein weiterer Spieler (Ebert, Rukavytsya, Ben-Hatira, Torun, Ronny) als Flügelstürmer und Lasogga im Sturmzentrum. Mit der geballten Kraft im Mittelfeld müssten die Spieler auch nicht mehr lange Bälle aus der Defensive schlagen, sondern könnten mit spielerischen Mitteln und der Überzahl an Spielern durch Pässe vor das Tor des Gegners kommen.

Das hatten wir schonmal letzte Saison, damals haben wirs 4-1-4-1 genannt ;)
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