Taktiktisch
10.08.2003 - 13:30 Uhr
20.07.2024 - 10:57 Uhr
Quelle: www.kicker.de
So reagiert Hertha auf die Ausfälle von Reese und Sessa
(....)
In den Spielen ohne Reese, der im Dezember und Januar wegen einer Coronavirus-Infektion gefehlt hatte, tat sich Hertha in der Vorsaison auffallend schwer. Jetzt ist einer der ersten Aufträge des neuen Trainers, personell und womöglich auch taktisch die richtigen Ideen zu entwickeln, um den Schlüsselspieler zu ersetzen.
(....)
Auch eine Variante: Dass Fiel vom bisher praktizierten 4-3-3 abweicht und ohne Reese zumindest temporär auf ein 4-4-2 mit flacher Vier und zwei Spitzen setzt.
(....)
Ein Schwerpunkt für die neun Tage in Tirol: das Anlaufen. "Wir wollen hier noch einige Dinge einbringen, im Anlaufen, aber auch mit dem Ball", erklärte Fiel,(....)
Der Kicker bringt ein (temporäres) 4-4-2 mit flacher Vier ins Spiel
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In den Spielen ohne Reese, der im Dezember und Januar wegen einer Coronavirus-Infektion gefehlt hatte, tat sich Hertha in der Vorsaison auffallend schwer. Jetzt ist einer der ersten Aufträge des neuen Trainers, personell und womöglich auch taktisch die richtigen Ideen zu entwickeln, um den Schlüsselspieler zu ersetzen.
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Auch eine Variante: Dass Fiel vom bisher praktizierten 4-3-3 abweicht und ohne Reese zumindest temporär auf ein 4-4-2 mit flacher Vier und zwei Spitzen setzt.
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Ein Schwerpunkt für die neun Tage in Tirol: das Anlaufen. "Wir wollen hier noch einige Dinge einbringen, im Anlaufen, aber auch mit dem Ball", erklärte Fiel,(....)
26.08.2024 - 10:06 Uhr
Quelle: spielverlagerung.de
Eine Rote Karte vermiest den guten Matchplan von Enochs – MX
(.....)
Die Hertha begann die Partie im Vergleich zum überzeugenden 5:1-Sieg im DFB-Pokalspiel in Rostock mit zwei Änderungen in der Startaufstellung. Neuzugang Schuler ersetzte als zentraler Stürmer den zu Hoffenheim abgewanderten Tabakovic, während Ernst wieder als Torhüter für den Pokalkeeper Gersbeck zwischen die Pfosten rückte. In der 4-3-3-Grundordnung übernahm Demme die Rolle des tiefstehenden Spielmachers vor den Innenverteidigern Gechter und Kempf, wobei er als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Mittelfeld agierte. Im Spielaufbau lastete die Hauptverantwortung auf den beiden Innenverteidigern Gechter und Kempf, die breiter als üblich positioniert waren, um das Spiel von hinten heraus zu gestalten. Unterstützung erhielten sie dabei durch die abkippenden Halbraumspieler Karbownik und Maza, die durch ihre Bewegungen das Aufbauspiel in das zweite Drittel unterstützten.(.....)
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Die Hertha begann die Partie im Vergleich zum überzeugenden 5:1-Sieg im DFB-Pokalspiel in Rostock mit zwei Änderungen in der Startaufstellung. Neuzugang Schuler ersetzte als zentraler Stürmer den zu Hoffenheim abgewanderten Tabakovic, während Ernst wieder als Torhüter für den Pokalkeeper Gersbeck zwischen die Pfosten rückte. In der 4-3-3-Grundordnung übernahm Demme die Rolle des tiefstehenden Spielmachers vor den Innenverteidigern Gechter und Kempf, wobei er als Verbindungsspieler zwischen Abwehr und Mittelfeld agierte. Im Spielaufbau lastete die Hauptverantwortung auf den beiden Innenverteidigern Gechter und Kempf, die breiter als üblich positioniert waren, um das Spiel von hinten heraus zu gestalten. Unterstützung erhielten sie dabei durch die abkippenden Halbraumspieler Karbownik und Maza, die durch ihre Bewegungen das Aufbauspiel in das zweite Drittel unterstützten.(.....)
Zitat von spielverlagerung.de
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Demme wird isoliert
Das zentrale Element im Defensivspiel der Regensburger war jedoch die Isolation von Diego Demme. Demme war in den vorangegangenen Spielen häufig der zentrale Aufbauspieler bei Hertha BSC. Um seine Wirkung zu minimieren, wurde er im Pressing gezielt von Viet markiert. Gleichzeitig positionierten sich Kühlwetter und Viet eng und flach zueinander. Wenn Kühlwetter dann bogenförmig auf den ballführenden Innenverteidiger anlief, erzeugte er einen Deckungsschatten, der die Anspielstation zu Demme im Sechserraum blockierte. Diese doppelte Absicherung führte dazu, dass Demme im Spiel weitgehend isoliert wurde. In seiner Frustration suchte er häufiger halbräumige Positionen auf, doch auch hier reagierte der Jahn flexibel und passte seine Markierungen entsprechend an.
(.....)
Durch die gezielte Fokussierung auf Diego Demme im Zentrum schuf Hertha BSC zwei Überzahlsituationen an den Flügeln. Einerseits konnte Kenny durch seine halbräumige Positionierung weit aufrücken und zusammen mit Winkler eine 2-gegen-1-Überzahl gegen Schönfelder erzeugen. Diese Überzahl wurde jedoch durch ein geschicktes horizontales Verschieben der Regensburger Viererkette und Innenverteidigung neutralisiert. Andererseits ergab sich ballfern eine 3-gegen-2-Überzahl durch den breiten Kempf sowie Zeefuik und Scherhant. Diese breite Staffelung verschaffte ihnen zwar Abstand zu Pröger und Saller, sorgte aber auch dafür, dass der Weg zum Ball zu lang war, um schnell und effektiv zu verschieben.
(.....)
Keine Progression über Überladungen
Wie bereits erwähnt, ist eine immer wiederkehrende und durchaus logische taktische Maßnahme von Hertha BSC die Flügelüberladung, die durch die mannorientierte Verteidigung des Gegners Räume im Zentrum schaffen soll. Diese Strategie war für Hertha grundsätzlich vielversprechend, da Kombinationen zwischen den technisch versierten Spielern im tiefen Aufbau oder Momente individueller Durchbruchsqualität eine erhebliche Raumüberbrückung hätten ermöglichen können.
Doch dazu kam es kaum. Demme und die Halbraumspieler zogen zwar bei der tiefen Überladung weit ins Zentrum und nahmen dabei ihre direkten Gegenspieler mit, aber sie versuchten selten, gemeinsam einen Raum effektiv zu überladen. Es fehlte nahezu völlig an einer Anbindung untereinander, obwohl sich eine Dreiecksbildung zwischen diesen Akteuren angeboten hätte. Erschwert wurde dies durch die Intensität, mit der das Regensburger Mittelfeld die Hertha-Mittelfeldspieler attackierte, sobald diese zwischen den Linien oder in den Überladungsmomenten an den Ball kamen. Besonders hervorzuheben ist hier Andreas Geipl, der in dieser Partie in defensiver Hinsicht eines seiner besten Spiele zeigte. Er verhinderte, dass Karbownik Raum hatte, um den Ball anzunehmen und sich aufzudrehen, wodurch der Halbraumspieler seine Stärken
im Verbindungsspiel zwischen dem zweiten und letzten Drittel nicht zur Geltung bringen konnte und gezwungen war, den Ball zurückzuspielen.
Die Regensburger verstanden genau, wann ein Herausrücken sinnvoll war und wann es lediglich Räume öffnen würde. Sie waren optimal auf die möglichen Aktionen der Hertha-Spieler vorbereitet. Ein gutes Beispiel dafür ist Scherhant, der sich zwar immer sehr breit für mögliche Seitenverlagerungen bei einer Überladung auf der rechten Seite positionierte. Doch Saller erkannte, dass der Druck auf der bespielten Seite so groß war, dass eine direkte Seitenverlagerung unwahrscheinlich und eine breite Positionierung daher unnötig war.
(.....)
Das Umschalten von der Überladung auf die isolierte Seite erfolgte bei Hertha zu langsam und zu wenig dynamisch, was es dem SSV Jahn ermöglichte, schnell wieder genügend Spieler hinter den Ball zu bringen.
Fehlende Koordination des Offensivspiels
Hertha BSC war am Samstagnachmittag besonders dann gefährlich, wenn Maza und Scherhant durch gezielte Rotationen und Bewegungen in engen Räumen gemeinsam mit Schuler die Mannorientierungen des SSV Jahn Regensburg gezielt ausmanövrierten. Diese drei Spieler zeigten bereits beim ersten Ballkontakt nach einem Zuspiel klare und präzise Auftaktbewegungen, was den Jahn zu einem intensiveren Pressing zwang und es Hertha ermöglichte, mehr Dynamik und Tiefenstaffelung in das eigene Spiel zu bringen.
Allerdings litt das Offensivspiel der Hertha insgesamt unter einer unzureichenden Vernetzung der einzelnen Spieleraktionen. In den meisten Situationen waren nur zwei oder drei Spieler aktiv in die Ballzirkulation eingebunden, wodurch es an Verbindungen in den nächsten Spielfeldabschnitt fehlte. Es mangelte an Unterstützung durch ein nachrückendes Mittelfeld sowie an explosiven Bewegungen in den ballnahen Raum, was die Angriffe berechenbarer machte. Besonders auffällig war dies auf den Flügeln, wo vor allem Zeefuik versuchte, ins letzte Drittel vorzurücken und Druck auf die Defensive auszuüben. Diese Aktionen wurden jedoch oft durch die defensive Zuordnung des Jahn neutralisiert.
Die offensive Flexibilität der Hertha war zwar vorhanden, doch die Koordination der Laufwege ließ zu wünschen übrig. Die Bewegungen der Spieler ergänzten sich selten optimal, sodass auf die erste Aktion eines Spielers nur selten eine unterstützende Anschlussbewegung folgte. Häufig zogen die Flügelspieler in das Zentrum, während die Spieler im Strafraum sich eher auf Hereingaben einstellten, anstatt dynamische Laufwege zu kreuzen oder Räume zu besetzen. Erst in der zweiten Halbzeit war eine Verbesserung in Form von häufigeren überkreuzenden Laufwegen zu beobachten, die die Regensburger Defensive stärker forderten.
(.....)
Im Detail wich diese jedoch von den vorherigen Wochen ab: Saller rückte häufiger in das Zentrum ein und agierte als Halbraumverteidiger in einer Dreierkette neben Ballas. Diese taktische Anpassung überraschte die Mannschaft von Christian Fiel, die sich eher auf ein Aufbauspiel über zwei breit aufgestellte Innenverteidiger eingestellt hatte.
Durch diese taktische Modifikation musste Winkler nicht nur den Flügel gemeinsam mit Schönfelder abdecken, sondern auch Breunig in Schach halten, sofern Schuler nicht den Deckungsschatten halten konnte. Im Gegensatz zur anderen Seite, wo Maza Ballas markierte und Scherhant Saller zugeteilt war, musste Winkler eine anspruchsvolle Doppelrolle übernehmen. In der Praxis stellte dies zwar weniger ein Problem dar, theoretisch ergab sich jedoch die Gefahr einer 2-gegen-1-Situation: Da Breunig und Schönfelder beide sehr breit spielten, wurde Winkler gezwungen, ebenfalls weit nach außen zu rücken. Dies vergrößerte die Abstände zwischen den Verteidigungsreihen und öffnete Passwege in die Zwischenräume zu einem zurückfallenden Kother. Zudem positionierte sich Winkler aufgrund seiner Rolle etwas höher, was Schönfelder bei seinen frühen Läufen in die Tiefe einen Vorteil verschaffte.
(....)
Hertha BSC nutzte die daraus resultierenden Räume und die defensiven Schwächen des Jahn nach einer zuvor eher verhaltenen Leistung konsequent aus und agierte in der wenig verbliebenen Folgezeit souverän, was schließlich zu einem 2:0-Sieg gegen Regensburg führte.
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Demme wird isoliert
Das zentrale Element im Defensivspiel der Regensburger war jedoch die Isolation von Diego Demme. Demme war in den vorangegangenen Spielen häufig der zentrale Aufbauspieler bei Hertha BSC. Um seine Wirkung zu minimieren, wurde er im Pressing gezielt von Viet markiert. Gleichzeitig positionierten sich Kühlwetter und Viet eng und flach zueinander. Wenn Kühlwetter dann bogenförmig auf den ballführenden Innenverteidiger anlief, erzeugte er einen Deckungsschatten, der die Anspielstation zu Demme im Sechserraum blockierte. Diese doppelte Absicherung führte dazu, dass Demme im Spiel weitgehend isoliert wurde. In seiner Frustration suchte er häufiger halbräumige Positionen auf, doch auch hier reagierte der Jahn flexibel und passte seine Markierungen entsprechend an.
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Durch die gezielte Fokussierung auf Diego Demme im Zentrum schuf Hertha BSC zwei Überzahlsituationen an den Flügeln. Einerseits konnte Kenny durch seine halbräumige Positionierung weit aufrücken und zusammen mit Winkler eine 2-gegen-1-Überzahl gegen Schönfelder erzeugen. Diese Überzahl wurde jedoch durch ein geschicktes horizontales Verschieben der Regensburger Viererkette und Innenverteidigung neutralisiert. Andererseits ergab sich ballfern eine 3-gegen-2-Überzahl durch den breiten Kempf sowie Zeefuik und Scherhant. Diese breite Staffelung verschaffte ihnen zwar Abstand zu Pröger und Saller, sorgte aber auch dafür, dass der Weg zum Ball zu lang war, um schnell und effektiv zu verschieben.
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Keine Progression über Überladungen
Wie bereits erwähnt, ist eine immer wiederkehrende und durchaus logische taktische Maßnahme von Hertha BSC die Flügelüberladung, die durch die mannorientierte Verteidigung des Gegners Räume im Zentrum schaffen soll. Diese Strategie war für Hertha grundsätzlich vielversprechend, da Kombinationen zwischen den technisch versierten Spielern im tiefen Aufbau oder Momente individueller Durchbruchsqualität eine erhebliche Raumüberbrückung hätten ermöglichen können.
Doch dazu kam es kaum. Demme und die Halbraumspieler zogen zwar bei der tiefen Überladung weit ins Zentrum und nahmen dabei ihre direkten Gegenspieler mit, aber sie versuchten selten, gemeinsam einen Raum effektiv zu überladen. Es fehlte nahezu völlig an einer Anbindung untereinander, obwohl sich eine Dreiecksbildung zwischen diesen Akteuren angeboten hätte. Erschwert wurde dies durch die Intensität, mit der das Regensburger Mittelfeld die Hertha-Mittelfeldspieler attackierte, sobald diese zwischen den Linien oder in den Überladungsmomenten an den Ball kamen. Besonders hervorzuheben ist hier Andreas Geipl, der in dieser Partie in defensiver Hinsicht eines seiner besten Spiele zeigte. Er verhinderte, dass Karbownik Raum hatte, um den Ball anzunehmen und sich aufzudrehen, wodurch der Halbraumspieler seine Stärken
im Verbindungsspiel zwischen dem zweiten und letzten Drittel nicht zur Geltung bringen konnte und gezwungen war, den Ball zurückzuspielen.
Die Regensburger verstanden genau, wann ein Herausrücken sinnvoll war und wann es lediglich Räume öffnen würde. Sie waren optimal auf die möglichen Aktionen der Hertha-Spieler vorbereitet. Ein gutes Beispiel dafür ist Scherhant, der sich zwar immer sehr breit für mögliche Seitenverlagerungen bei einer Überladung auf der rechten Seite positionierte. Doch Saller erkannte, dass der Druck auf der bespielten Seite so groß war, dass eine direkte Seitenverlagerung unwahrscheinlich und eine breite Positionierung daher unnötig war.
(.....)
Das Umschalten von der Überladung auf die isolierte Seite erfolgte bei Hertha zu langsam und zu wenig dynamisch, was es dem SSV Jahn ermöglichte, schnell wieder genügend Spieler hinter den Ball zu bringen.
Fehlende Koordination des Offensivspiels
Hertha BSC war am Samstagnachmittag besonders dann gefährlich, wenn Maza und Scherhant durch gezielte Rotationen und Bewegungen in engen Räumen gemeinsam mit Schuler die Mannorientierungen des SSV Jahn Regensburg gezielt ausmanövrierten. Diese drei Spieler zeigten bereits beim ersten Ballkontakt nach einem Zuspiel klare und präzise Auftaktbewegungen, was den Jahn zu einem intensiveren Pressing zwang und es Hertha ermöglichte, mehr Dynamik und Tiefenstaffelung in das eigene Spiel zu bringen.
Allerdings litt das Offensivspiel der Hertha insgesamt unter einer unzureichenden Vernetzung der einzelnen Spieleraktionen. In den meisten Situationen waren nur zwei oder drei Spieler aktiv in die Ballzirkulation eingebunden, wodurch es an Verbindungen in den nächsten Spielfeldabschnitt fehlte. Es mangelte an Unterstützung durch ein nachrückendes Mittelfeld sowie an explosiven Bewegungen in den ballnahen Raum, was die Angriffe berechenbarer machte. Besonders auffällig war dies auf den Flügeln, wo vor allem Zeefuik versuchte, ins letzte Drittel vorzurücken und Druck auf die Defensive auszuüben. Diese Aktionen wurden jedoch oft durch die defensive Zuordnung des Jahn neutralisiert.
Die offensive Flexibilität der Hertha war zwar vorhanden, doch die Koordination der Laufwege ließ zu wünschen übrig. Die Bewegungen der Spieler ergänzten sich selten optimal, sodass auf die erste Aktion eines Spielers nur selten eine unterstützende Anschlussbewegung folgte. Häufig zogen die Flügelspieler in das Zentrum, während die Spieler im Strafraum sich eher auf Hereingaben einstellten, anstatt dynamische Laufwege zu kreuzen oder Räume zu besetzen. Erst in der zweiten Halbzeit war eine Verbesserung in Form von häufigeren überkreuzenden Laufwegen zu beobachten, die die Regensburger Defensive stärker forderten.
(.....)
Im Detail wich diese jedoch von den vorherigen Wochen ab: Saller rückte häufiger in das Zentrum ein und agierte als Halbraumverteidiger in einer Dreierkette neben Ballas. Diese taktische Anpassung überraschte die Mannschaft von Christian Fiel, die sich eher auf ein Aufbauspiel über zwei breit aufgestellte Innenverteidiger eingestellt hatte.
Durch diese taktische Modifikation musste Winkler nicht nur den Flügel gemeinsam mit Schönfelder abdecken, sondern auch Breunig in Schach halten, sofern Schuler nicht den Deckungsschatten halten konnte. Im Gegensatz zur anderen Seite, wo Maza Ballas markierte und Scherhant Saller zugeteilt war, musste Winkler eine anspruchsvolle Doppelrolle übernehmen. In der Praxis stellte dies zwar weniger ein Problem dar, theoretisch ergab sich jedoch die Gefahr einer 2-gegen-1-Situation: Da Breunig und Schönfelder beide sehr breit spielten, wurde Winkler gezwungen, ebenfalls weit nach außen zu rücken. Dies vergrößerte die Abstände zwischen den Verteidigungsreihen und öffnete Passwege in die Zwischenräume zu einem zurückfallenden Kother. Zudem positionierte sich Winkler aufgrund seiner Rolle etwas höher, was Schönfelder bei seinen frühen Läufen in die Tiefe einen Vorteil verschaffte.
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Hertha BSC nutzte die daraus resultierenden Räume und die defensiven Schwächen des Jahn nach einer zuvor eher verhaltenen Leistung konsequent aus und agierte in der wenig verbliebenen Folgezeit souverän, was schließlich zu einem 2:0-Sieg gegen Regensburg führte.
@Max-djb Autor: MX von spielverlagerung.de analysiert die Taktik/Formationen/Systeme vom Spiel Hertha-Jahn ausführlich, lesenswert und treffend .
18.10.2024 - 12:42 Uhr
Quelle: www.bild.de
Für den Heimsieg
:
Fiel wirft sein System um
(....)
Deshalb wirft Fiel sein System um! Die Zeichen verdichten sich, dass er erstmals mit einer Dreierkette im Abwehrverbund agieren wird. Der Trainer auf BILD-Nachfrage: „Wir werden einen Mix spielen.“
:
Fiel wirft sein System um
(....)
Deshalb wirft Fiel sein System um! Die Zeichen verdichten sich, dass er erstmals mit einer Dreierkette im Abwehrverbund agieren wird. Der Trainer auf BILD-Nachfrage: „Wir werden einen Mix spielen.“
Zitat von bild.de
Bedeutet: Die zentralen Abwehrspieler werden wohl Pascal Klemens, Toni Leistner (rechts) und Marton Dardai (links) in einer Dreierkette sein. Im Ballbesitz, also beim Spielaufbau, schaltet sich Klemens dann häufig ins Mittelfeld ein, erzeugt Überzahl.
In der Verteidigung wird aus der Dreier- eine Fünferkette. Der rechte und linke Außenspieler lassen sich dabei in die Abwehrkette fallen. Marschroute: Bloß kein Gegentor kassieren.(....)
Bedeutet: Die zentralen Abwehrspieler werden wohl Pascal Klemens, Toni Leistner (rechts) und Marton Dardai (links) in einer Dreierkette sein. Im Ballbesitz, also beim Spielaufbau, schaltet sich Klemens dann häufig ins Mittelfeld ein, erzeugt Überzahl.
In der Verteidigung wird aus der Dreier- eine Fünferkette. Der rechte und linke Außenspieler lassen sich dabei in die Abwehrkette fallen. Marschroute: Bloß kein Gegentor kassieren.(....)
31.03.2025 - 11:15 Uhr
Quelle: m.bild.de
Leitl plant den dritten Sieg in Folge!
Waren nach dem Erfolg über Karlsruhe die Abwehrsorgen noch groß, kann der Coach jetzt wieder etwas durchatmen. Leitl zu BILD: „Ich gehe davon aus, dass Pascal Klemens und Linus Gechter Mitte der Woche wieder ins Training einsteigen.“
Ich packe es mal hier rein. Gechter und Klemens scheinen doch fit zu werden. Das klingt schon mal beruhigend.Waren nach dem Erfolg über Karlsruhe die Abwehrsorgen noch groß, kann der Coach jetzt wieder etwas durchatmen. Leitl zu BILD: „Ich gehe davon aus, dass Pascal Klemens und Linus Gechter Mitte der Woche wieder ins Training einsteigen.“
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Kalla89 am 31.03.2025 um 11:16 Uhr bearbeitet
17.07.2025 - 13:07 Uhr
Quelle: www.kicker.de
Brennpunkt System
Trainer Leitl will sein 3-5-2 aus der Rückrunde, mit dem er Hertha deutlich stabilisiert hat, fortführen. Er setzt in der Vorbereitung aus Mangel an Sturmoptionen aber auf ein 3-4-2-1 mit zwei Zehnern hinter einer zentralen Spitze. "Dafür steht das Personal zur Verfügung", sagt der Coach.
Trainer Leitl will sein 3-5-2 aus der Rückrunde, mit dem er Hertha deutlich stabilisiert hat, fortführen. Er setzt in der Vorbereitung aus Mangel an Sturmoptionen aber auf ein 3-4-2-1 mit zwei Zehnern hinter einer zentralen Spitze. "Dafür steht das Personal zur Verfügung", sagt der Coach.
22.07.2025 - 15:58 Uhr
Quelle: www.tagesspiegel.de
(....)Im Trainingslager hat Leitl verkündet, dass er an dem System der Vorsaison mit zwei Stürmern festhalten wolle. Bisher aber musste er mangels Kandidaten improvisieren und hat unter anderem eine Variante mit einem Stürmer und zwei Zehnern in seinem Schatten ausprobiert.
Zitat von Stefan Hermanns
Leitl selbst brachte nun am Dienstag die Option ins Spiel, mit drei Angreifern in vorderster Line zu spielen: mit Kownacki im Zentrum, Fabian Reese auf links und Michael Cuisance auf rechts.
„Wir haben Optionen jetzt“, sagte er. (....)
Leitl selbst brachte nun am Dienstag die Option ins Spiel, mit drei Angreifern in vorderster Line zu spielen: mit Kownacki im Zentrum, Fabian Reese auf links und Michael Cuisance auf rechts.
„Wir haben Optionen jetzt“, sagte er. (....)
05.08.2025 - 07:48 Uhr
Quelle: www.berliner-kurier.de
Achtung, Hertha! Die Zweite Liga hat den Reese-Code geknackt
Schalke liefert für die Konkurrenz die Blaupause, wie man Herthas Fabian Reese wirkungslos macht.
Sehe ich sehr ähnlich. Sobald es gegen Qualität geht und oder einen vernünftigen Plan, war Reese meist vollständig abgeschaltet. Das uns nicht jeder Gegner so bloßstellen wird davon dürfen wir allerdings auch ausgehen. Trotzdem sollte jedem klar sein, dass er alleine nicht der Schlüssel und Heilsbringer sein wird. Da kann er hier noch so gut entlohnt werden und der Hype ins unermessliche steigen. Schalke liefert für die Konkurrenz die Blaupause, wie man Herthas Fabian Reese wirkungslos macht.
Er hat eine gewisse Qualität, doch die ist begrenzt und das wird gerade gegen gute Gegner immer wieder schnell sichtbar.
Vom Typ her ist er trotzdem die perfekte Identifikationsfigur und ein echter Leader, nur dürfen seine Mitspieler sich nicht dahinter in Luft auflösen.
Leitl muss schnellstens zeigen, dass er Variante b&c im Kescher hat und auch in der Lage ist, diese ggf. seinen Jungs so an die Hand zu geben das sie im Spiel reagieren und
umstellen können.
Noch hat mich das nicht wenig überzeugt, ich hoffe wir werden da zeitnah eine Entwicklung sehen, ansonsten werden wir auch in dieser Saison schnell den Ansprüchen hinterherlaufen.
10.08.2025 - 19:19 Uhr
Quelle: www.berliner-kurier.de
Cuisance blieb wieder mal blass, obwohl der Franzose so viel kann. Nach der Pause zeigte er es für eine Viertelstunde.
Zitat von Gruenschnabel
Ich glaube so sollten wir die Kontrolle übers Spiel bekommen. Anstatt Paul dann Demme oder Eichhorn und im Zentrum können sie sich variabel verhalten, genau wie Cui und Fabian. Spielt Cuisance weiter nur 30 Minuten Fußball muss er halt mal runter.
Ich glaube so sollten wir die Kontrolle übers Spiel bekommen. Anstatt Paul dann Demme oder Eichhorn und im Zentrum können sie sich variabel verhalten, genau wie Cui und Fabian. Spielt Cuisance weiter nur 30 Minuten Fußball muss er halt mal runter.
Hier wird eines unser großen Probleme auch nochmal beschrieben und auf den Punkt gebracht.
17.08.2025 - 14:36 Uhr
Quelle: www.herthabsc.com
Um mal ein Beispiel zu nennen: Unser U19-Spiel gegen Leipzig (4:0) kommt unserer Idealvorstellung des eigenen Spiels schon sehr nahe.
Zitat von zizouBSC
Genau da liegt für mich der Knackpunkt: Hertha redet seit Jahren von „attraktivem Fußball“ und einer klaren Spielidee, aber ehrlich gesagt wirkt das Ganze ziemlich planlos. Eine echte Philosophie zieht sich durch den ganzen Verein, unabhängig davon, wer gerade Trainer ist - und so etwas sehe ich bei uns nicht.
Bestes Beispiel: das 4-3-3. Keiner weiß bis heute, wer das überhaupt entschieden hat. Preetz? Bobic? Bernstein? Irgendwer mit Berater im Hinterzimmer? Und vor allem: Woran wird eigentlich gemessen, ob das funktioniert? An der Jugend? An den Profis? Oder daran, ob man überhaupt mal eine Spielkultur entwickelt? Solange da keine klaren Antworten kommen, bleibt das alles nur leeres Gerede.
Dazu passt: Gespielt wurde das 4-3-3 ja fast nie. Schwarz hat es kurz probiert, Fíel etwas länger, aber ansonsten war man so getrieben von den Misserfolgen, dass die Trainer, die kurzfristig immer wieder einspringen mussten, komplett davon abgerückt sind. Leitl macht aktuell sein Ding - was ja völlig legitim ist, weil er dafür geholt wurde. Wenn er die Spieler für sein System nicht bekommt, ist das ein Fehler im Management, nicht beim Trainer.
Wenn man mal nach Ajax schaut, sieht man, wie so etwas eigentlich aussehen müsste. Da gibt es ein System und eine Idee, die seit Jahrzehnten durchgezogen wird. Spieler, Trainer, Transfers – alles wird dieser Linie untergeordnet. Deswegen weiß da jeder, wofür der Klub steht. Bei uns dagegen wirkt es, als hätte man irgendwann beschlossen, „4-3-3 ist modern, das machen wir jetzt“, ohne zu überlegen, ob man das überhaupt durchhalten kann.
Thomas Broich wäre für mich vielleicht einer gewesen, dem ich so ein Konzept wirklich zugetraut hätte. Aber leider hat es ihn bei uns ja auch nicht besonders lange gehalten.
Am Ende bleibt: Das Problem ist nicht, ob wir 4-3-3 oder 3-5-2 spielen. Das Problem ist, dass Hertha seit Jahren zwischen kurzfristigen Zielen, je nach Stimmungslage mal Aufstieg und mal Klassenerhalt und irgendwelchen mittelfristigen Floskeln hin- und herpendelt. Und solange da keine klare Linie erkennbar ist, werden wir auch weiter Spieler holen, die irgendwie gut klingen, aber am Ende nicht ins große Ganze passen.
Und das fällt für mich dann vornehmlich in den Verantwortungsbereich von Benni. Als Sportdirektor verantwortet er ja mehr als nur die Transfers, allerdings ist von außen betrachtet davon leider kaum was zu sehen.
Zitat von Moppy
Mir fehlt bei Benny die klare Ausrichtung. Für was comitted er sich denn jetzt? Das angestrebte 4-3-3, was man auch aus der Jugend spielt um die Spieler dort schneller und besser integrieren zu können? Die Fünferkette mit Schienenspielern. Wir kaufen gefühlt für nichts von beidem einen vernünftigen Kader. Der erste offensive Außenspieler, der mit Perspektive im Winter langfristig unterschrieben hat, haut ab, weil wir jetzt gar keine offensive Außen mehr spielen und er null Einsatzchancen sieht. Ich sag nicht, dass das ein oder andere besser ist. Aber wir müssen halt einen Weg gehen und mit Überzeugung dran bleiben und im Moment fehlt mir von Benny Weber genau das, die Kommunikation und klare Ausrichtung auf einen langfristigen Weg. Nur gute Namen und Einzelspieler zu holen bringt dich am Ende auch nicht weiter.
Mir fehlt bei Benny die klare Ausrichtung. Für was comitted er sich denn jetzt? Das angestrebte 4-3-3, was man auch aus der Jugend spielt um die Spieler dort schneller und besser integrieren zu können? Die Fünferkette mit Schienenspielern. Wir kaufen gefühlt für nichts von beidem einen vernünftigen Kader. Der erste offensive Außenspieler, der mit Perspektive im Winter langfristig unterschrieben hat, haut ab, weil wir jetzt gar keine offensive Außen mehr spielen und er null Einsatzchancen sieht. Ich sag nicht, dass das ein oder andere besser ist. Aber wir müssen halt einen Weg gehen und mit Überzeugung dran bleiben und im Moment fehlt mir von Benny Weber genau das, die Kommunikation und klare Ausrichtung auf einen langfristigen Weg. Nur gute Namen und Einzelspieler zu holen bringt dich am Ende auch nicht weiter.
Genau da liegt für mich der Knackpunkt: Hertha redet seit Jahren von „attraktivem Fußball“ und einer klaren Spielidee, aber ehrlich gesagt wirkt das Ganze ziemlich planlos. Eine echte Philosophie zieht sich durch den ganzen Verein, unabhängig davon, wer gerade Trainer ist - und so etwas sehe ich bei uns nicht.
Bestes Beispiel: das 4-3-3. Keiner weiß bis heute, wer das überhaupt entschieden hat. Preetz? Bobic? Bernstein? Irgendwer mit Berater im Hinterzimmer? Und vor allem: Woran wird eigentlich gemessen, ob das funktioniert? An der Jugend? An den Profis? Oder daran, ob man überhaupt mal eine Spielkultur entwickelt? Solange da keine klaren Antworten kommen, bleibt das alles nur leeres Gerede.
Dazu passt: Gespielt wurde das 4-3-3 ja fast nie. Schwarz hat es kurz probiert, Fíel etwas länger, aber ansonsten war man so getrieben von den Misserfolgen, dass die Trainer, die kurzfristig immer wieder einspringen mussten, komplett davon abgerückt sind. Leitl macht aktuell sein Ding - was ja völlig legitim ist, weil er dafür geholt wurde. Wenn er die Spieler für sein System nicht bekommt, ist das ein Fehler im Management, nicht beim Trainer.
Wenn man mal nach Ajax schaut, sieht man, wie so etwas eigentlich aussehen müsste. Da gibt es ein System und eine Idee, die seit Jahrzehnten durchgezogen wird. Spieler, Trainer, Transfers – alles wird dieser Linie untergeordnet. Deswegen weiß da jeder, wofür der Klub steht. Bei uns dagegen wirkt es, als hätte man irgendwann beschlossen, „4-3-3 ist modern, das machen wir jetzt“, ohne zu überlegen, ob man das überhaupt durchhalten kann.
Thomas Broich wäre für mich vielleicht einer gewesen, dem ich so ein Konzept wirklich zugetraut hätte. Aber leider hat es ihn bei uns ja auch nicht besonders lange gehalten.
Am Ende bleibt: Das Problem ist nicht, ob wir 4-3-3 oder 3-5-2 spielen. Das Problem ist, dass Hertha seit Jahren zwischen kurzfristigen Zielen, je nach Stimmungslage mal Aufstieg und mal Klassenerhalt und irgendwelchen mittelfristigen Floskeln hin- und herpendelt. Und solange da keine klare Linie erkennbar ist, werden wir auch weiter Spieler holen, die irgendwie gut klingen, aber am Ende nicht ins große Ganze passen.
Und das fällt für mich dann vornehmlich in den Verantwortungsbereich von Benni. Als Sportdirektor verantwortet er ja mehr als nur die Transfers, allerdings ist von außen betrachtet davon leider kaum was zu sehen.
Broich, Borst, Thiam , Fredi und Arne
Zitat von usernick
Im ersten Pflichtspiel als blau-weißer U19-Cheftrainer setzte Oliver Reiß zum Auftakt der A-Junioren-Bundesliga 2022/23 gegen RasenBallsport Leipzig
Im ersten Pflichtspiel als blau-weißer U19-Cheftrainer setzte Oliver Reiß zum Auftakt der A-Junioren-Bundesliga 2022/23 gegen RasenBallsport Leipzig
https://www.herthabsc.com/de/nachrichten/2022/08/u19-spielbericht-bscrbl-2223
Auf der HP finden sich noch die (vereinseigenen) Interviews mit denen , wo das alles erläutert wird
Pablo Thiam
Matthias Borst
Thomas Broich im Hertha OnAir-Podcasts
Broich im Gespräch mit herthabsc.com im Trainingslager in Polen
Das klingt natürlich alles prima und hat viele valide Punkte.
Richtig viel Taktik (auch verschiedene Systeme) hatten für mich in den letzten 15 Jahren auch nur
Favre und Luhukay trainiert bzw. entwickelt.
Babbel hatte zwar das "neue" 4-1-4-1 damals , Bruno hatte auch ein paar Taktiken und eine (für Hertha) neue Philosophie
Wie sagte Luhukay das mal ganz passend 2012
Zitat von Luhukay
....)
„Es wird dauern“, sagt Luhukay, der aber auch bei Rückschlägen nicht von seinem Offensivkonzept abweichen will.
„Wenn ich dann plötzlich auf Defensive umstelle, dauert das wieder Wochen, bis die Spieler umlernen, dabei hatten sie gerade Fortschritte gemacht.“
Wer dabei spielt, ist dem Trainer auch gar nicht so wichtig. Er wechselte in der Vorbereitung alle Spieler durch, statt eine Elf einzuspielen. Ob 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System sei ihm auch egal, das sei das Gleiche, nur ein Spieler stünde etwas höher oder tiefer.(....)
....)
„Es wird dauern“, sagt Luhukay, der aber auch bei Rückschlägen nicht von seinem Offensivkonzept abweichen will.
„Wenn ich dann plötzlich auf Defensive umstelle, dauert das wieder Wochen, bis die Spieler umlernen, dabei hatten sie gerade Fortschritte gemacht.“
Wer dabei spielt, ist dem Trainer auch gar nicht so wichtig. Er wechselte in der Vorbereitung alle Spieler durch, statt eine Elf einzuspielen. Ob 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System sei ihm auch egal, das sei das Gleiche, nur ein Spieler stünde etwas höher oder tiefer.(....)
Zitat von tagesspiegel
....)
Beobachter vergleichen Luhukays Training schon mit Lucien Favre
„Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappt bei uns schon richtig gut“, sagt Luhukay. Ohnehin ist der Trainer, obgleich Kind der niederländischen Fußballschule, kein Freund von endlosen Ballstaffetten. „Viel Ballbesitz allein bringt dir gar nichts ohne Effizienz“, sagt er. In Augsburg hätte er meist weniger Ballbesitz gehabt und trotzdem gute Resultate erzielt. Nun ist es aber absehbar, dass sich viele Zweitligamannschaften gegen Hertha zurückziehen und dem Favoriten den Ball überlassen werden. „Da brauchen wir auch Geduld, Ballsicherung und gepflegtes Kombinationsspiel“, sagt Luhukay, „aber wir müssen uns dabei durch Läufe Lücken und Räume erarbeiten.“
Bei Ballbesitz sollen die Spieler nicht auf einer Höhe stehen, sondern sich verteilen. „Je enger wir bei Ballbesitz zusammen stehen, desto besser kann der Gegner uns verteidigen“, sagt Luhukay. Gerade die zwei Stürmer sollen durch Pendelbewegungen immer wieder Verteidiger ins Mittelfeld locken und Lücken in die Abwehr reißen. Die Außenbahnspieler sollen die Flügelpositionen eher halten und nach drei Sekunden abspielen. „Wenn wir Räume schaffen in der Tiefe und der Breite, dann muss der Gegner sich verschieben", sagt Luhukay, "dann können wir Steilpässe oder Diagonalbälle in die entstehenden Schnittstellen spielen.“ Das sieht dann, wenn es klappt, nach sehr einfachen Spielzügen mit wenigen Pässen aus. „Total unkompliziert, aber sehr effizient“, schwärmt Luhukay. Auch durch die Mitte. „Viele glauben, das Zentrum sei am leichtesten für den Gegner zu verteidigen, aber wenn wir uns gut bewegen, werden wir viele Tore durch die Mitte erzielen“, verspricht er. Wenn sich ein Spieler mal nicht gut bewegt, dann rüffelt Luhukay ihn schon einmal mit Sprüchen wie: „Du stehst wie ein Pfosten still.“
Kundige Beobachter vergleichen ihn und sein Training schon mit Favre, Rangnick oder Tuchel. Ob die Spieler, von denen viele später dazukamen, das alles auf Anhieb verstehen? „Es wird dauern“, sagt Luhukay, der aber auch bei Rückschlägen nicht von seinem Offensivkonzept abweichen will. „Wenn ich dann plötzlich auf Defensive umstelle, dauert das wieder Wochen, bis die Spieler umlernen, dabei hatten sie gerade Fortschritte gemacht.“ Wer dabei spielt, ist dem Trainer auch gar nicht so wichtig. Er wechselte in der Vorbereitung alle Spieler durch, statt eine Elf einzuspielen. Ob 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System sei ihm auch egal, das sei das Gleiche, nur ein Spieler stünde etwas höher oder tiefer.
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Beobachter vergleichen Luhukays Training schon mit Lucien Favre
„Das Umschalten von Abwehr auf Angriff klappt bei uns schon richtig gut“, sagt Luhukay. Ohnehin ist der Trainer, obgleich Kind der niederländischen Fußballschule, kein Freund von endlosen Ballstaffetten. „Viel Ballbesitz allein bringt dir gar nichts ohne Effizienz“, sagt er. In Augsburg hätte er meist weniger Ballbesitz gehabt und trotzdem gute Resultate erzielt. Nun ist es aber absehbar, dass sich viele Zweitligamannschaften gegen Hertha zurückziehen und dem Favoriten den Ball überlassen werden. „Da brauchen wir auch Geduld, Ballsicherung und gepflegtes Kombinationsspiel“, sagt Luhukay, „aber wir müssen uns dabei durch Läufe Lücken und Räume erarbeiten.“
Bei Ballbesitz sollen die Spieler nicht auf einer Höhe stehen, sondern sich verteilen. „Je enger wir bei Ballbesitz zusammen stehen, desto besser kann der Gegner uns verteidigen“, sagt Luhukay. Gerade die zwei Stürmer sollen durch Pendelbewegungen immer wieder Verteidiger ins Mittelfeld locken und Lücken in die Abwehr reißen. Die Außenbahnspieler sollen die Flügelpositionen eher halten und nach drei Sekunden abspielen. „Wenn wir Räume schaffen in der Tiefe und der Breite, dann muss der Gegner sich verschieben", sagt Luhukay, "dann können wir Steilpässe oder Diagonalbälle in die entstehenden Schnittstellen spielen.“ Das sieht dann, wenn es klappt, nach sehr einfachen Spielzügen mit wenigen Pässen aus. „Total unkompliziert, aber sehr effizient“, schwärmt Luhukay. Auch durch die Mitte. „Viele glauben, das Zentrum sei am leichtesten für den Gegner zu verteidigen, aber wenn wir uns gut bewegen, werden wir viele Tore durch die Mitte erzielen“, verspricht er. Wenn sich ein Spieler mal nicht gut bewegt, dann rüffelt Luhukay ihn schon einmal mit Sprüchen wie: „Du stehst wie ein Pfosten still.“
Kundige Beobachter vergleichen ihn und sein Training schon mit Favre, Rangnick oder Tuchel. Ob die Spieler, von denen viele später dazukamen, das alles auf Anhieb verstehen? „Es wird dauern“, sagt Luhukay, der aber auch bei Rückschlägen nicht von seinem Offensivkonzept abweichen will. „Wenn ich dann plötzlich auf Defensive umstelle, dauert das wieder Wochen, bis die Spieler umlernen, dabei hatten sie gerade Fortschritte gemacht.“ Wer dabei spielt, ist dem Trainer auch gar nicht so wichtig. Er wechselte in der Vorbereitung alle Spieler durch, statt eine Elf einzuspielen. Ob 4-4-2-, 4-2-3-1- oder 4-3-3-System sei ihm auch egal, das sei das Gleiche, nur ein Spieler stünde etwas höher oder tiefer.
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https://www.tagesspiegel.de/sport/so-wird-aufgestiegen-3532567.html
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Donhelli am 17.08.2025 um 14:54 Uhr bearbeitet
28.08.2025 - 08:23 Uhr
Quelle: www.rbb24.de
(...)Ausgerechnet vor einem Spiel, das Hertha fast schon gewinnen muss, liegt ein Puzzle mit vielen fehlenden Teilen auf dem Tisch im Trainerbüro von Stefan Leitl. Sieben Berliner Feldspieler fallen aktuell aus, allen voran die Berliner Defensive ist massiv geschwächt.
Zitat von .rbb24.de
Durch Niklas Kolbes Rippenbruch fehlt Hertha nach John Brooks ein zweiter fest eingeplanter Innenverteidiger.
Dennoch ist eine Umstellung von der Dreier- auf eine Viererkette keine Option für Trainer Leitl.
"Wir müssen das Mittelfeld weiter mit absichern, weil uns aktuell auch kein gelernter Sechser zur Verfügung steht", sagte er am Mittwoch.
Durch Niklas Kolbes Rippenbruch fehlt Hertha nach John Brooks ein zweiter fest eingeplanter Innenverteidiger.
Dennoch ist eine Umstellung von der Dreier- auf eine Viererkette keine Option für Trainer Leitl.
"Wir müssen das Mittelfeld weiter mit absichern, weil uns aktuell auch kein gelernter Sechser zur Verfügung steht", sagte er am Mittwoch.
Verstehe ich nicht so ganz die Umstellung von der Dreier- auf eine Viererkette kategorisch auszuschließen .
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