Guter Mann für Wolfsburg und nebenbei einen potentiellen Konkurrenten im Aufstiegsrennen sportlich geschwächt.
Woher kennt man diese Taktik wohl
Nach drei Jahren steht der Abschied von Kapitän Fabian Reese von Hertha BSC fest. Den 28 Jahre alten Offensivspieler zieht es zum von Berlin aus gut erreichbaren VfL Wolfsburg, mit dem er die Mission direkter Wiederaufstieg realisieren will und bei dem er bis 2030 unterschrieb. Für den Linksaußen erhält der Hauptstadtklub, der in die 2. Bundesliga in der kommenden Saison gegen Reese antreten wird, eine Ablöse, die knapp unter der Summe liegt, die er für Top-Talent Kennet Eichhorn eingestrichen hat.
Dem Vernehmen nach werden etwa 8 Millionen Euro für Reese fällig, Eichhorn hatte per Klausel 9 Millionen eingebracht. Damit wird der gebürtige Kieler zum zweitteuersten Zugang der Geschichte der 2. Bundesliga. Platz eins hat der frühere Nürnberger Stefanos Tzimas inne. Der griechische Angreifer war zunächst per Kaufoption für 18 Mio. Euro fest verpflichtet worden, ehe er kurz danach für mindestens 26,5 Mio. Euro vom Club an Brighton weiterverkauft wurde.
Hertha verbucht einen offenbar sehr nötigen Transfergewinn, nachdem man Reese 2023 ablösefrei von Holstein Kiel zu sich geholt hatte. Laut dem „Kicker“ muss ein Überschuss von etwa 15 Mio. Euro erzielt werden. Insgesamt bestritt der Rechtsfuß 91 Partien für die Alte Dame, in denen ihm 35 Tore und 31 Vorlagen gelangen. Mit 3.210 Spielminuten und elf Treffern war er in der zurückliegenden Saison Herthas Dauerbrenner unter den Feldspielern und Top-Torschütze. Seinen Marktwert schraubte er bis auf seinen persönlichen Bestwert von 5 Mio. Euro hoch. Trotz seines Status galt er bei Hertha nicht als unverkäuflich, da sein kolportiertes Monatsgehalt von 150.000 Euro für den klammen Verein zu hoch ausgefallen sein soll. In Wolfsburg soll er künftig mit etwa 2 Mio. Euro im Jahr noch etwas mehr verdienen.
„Der Entschluss für einen Wechsel ist mir, was man sicher verstehen kann, nicht unbedingt leichtgefallen. Doch es ist eine sehr bewusste Entscheidung gewesen, die mich sehr glücklich macht. Die Art und Weise, wie der VfL um mich gekämpft hat, empfinde ich als große Wertschätzung. Das hochprofessionelle Umfeld, aber auch die Werte, die hier vom Verein, von Volkswagen und von den Menschen drumherum vertreten werden, waren ausschlaggebend für mich. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass das der richtige Schritt ist für mich“, sagte Reese.
Sportdirektor Primin Schwegler ergänzte: „Fabian war in den vergangenen Jahren einer der stärksten Spieler der 2. Bundesliga. Er ist ein absoluter Leistungsträger und bringt nicht nur starke Offensivqualitäten mit, sondern auch ein außergewöhnliches Maß an Einsatzbereitschaft, Führungsstärke und Mentalität. Wir freuen uns sehr auf ihn.“
Beim VfL Wolfsburg ist Reese nach dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga Neuzugang Nummer drei. Zuvor hatten die Wölfe bereits Elvis Rexhbecaj zurückgeholt und sich die Dienste von Darmstadts Mittelstürmer Fraser Hornby gesichert. Auf der Gegenseite sollen die Verkäufe der Stars rund um Kamil Grabara, Mohamed Amoura und Lovro Majer insgesamt an die 100 Mio. Euro einbringen.
Als Ersatz für Reese hat Hertha laut der „Bild“ den 19-jährigen Deniz Zeitler im Visier. Der Ingolstädter ist noch ohne Einsatz für die Profis der TSG Hoffenheim und schaffte für die Zweitvertretung 15 Treffer und zwei Vorlagen in 38 Drittliga-Partien. Der beidfüßige Zeitler sei der Wunschkandidat der Berliner.
Gerücht
D. Zeitler
Linksaußen
TSG Hoffenheim
Hertha BSC
Bundesliga
2. Bundesliga
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