Marcel Schäfer [4]
08.01.2009 - 15:37 Uhr
06.08.2011 - 17:34 Uhr
Was war denn das für eine schöne Ecke?? :D :D :D Nicht schlecht! Auch wenn Rensing nicht glücklich aussah, freut es mich für den Ex-Erklärbären, das er nach 3 Jahren wieder getroffen hat :)
06.08.2011 - 18:15 Uhr
Unfassbar, dass auch wir mal so ein "kurioses" Tor schießen.. häufig kassieren wir ja eher solche Dinger.. Glückwunsch ... Zudem freut es mich, dass er sich auch mal wieder getraut hat in den Strafraum reinzuziehen und sogar mit dem schwachen Fuß zu schießen... ob der Schuss nun gut war oder nicht, er muss weiter solche Akzente setzen... Insgesamt natürlich auch stark verbessert im Gegensatz zu Leipzig, wobei man auch sagen muss, dass Köln gegen unsere Taktik in der 1. HZ wirklich sehr schwach gepsielt hat und nicht wirklich wusste was sie tun sollen..
06.08.2011 - 18:19 Uhr
Ich fand ihn in der ersten Halbzeit offensiv viel zu schwach, defensiv war es über weite Strecken okay, aber nicht gut. In der zweiten Halbzeit war er offensiv deutlich stärker! Solide Leistung!
06.08.2011 - 18:29 Uhr
Zitat von Johannes3105:
Könnte mir vorstellen, dass das eine Anweisung Magaths war. Es war ja richtig auffallend, dass er sich in der ersten Halbzeit total zurückgehalten hat.
Kann sein. Erstmal defensiv gut stehen und dann kontern...
Aber es kam absolut nichts. Von daher glaube ich nicht daran, dass er sich komplett zurückhalten sollte.
Selbst Hasebe hat offensiv deutlich mehr gemacht (in der 1. Hz.).
Zweite Halbzeit war dann deutlich dynamischer und zielstrebiger, aber einige Flanken dürfen noch besser kommen. Aber ich will auch nicht zu viel meckern... :)
Könnte mir vorstellen, dass das eine Anweisung Magaths war. Es war ja richtig auffallend, dass er sich in der ersten Halbzeit total zurückgehalten hat.
Kann sein. Erstmal defensiv gut stehen und dann kontern...
Aber es kam absolut nichts. Von daher glaube ich nicht daran, dass er sich komplett zurückhalten sollte.
Selbst Hasebe hat offensiv deutlich mehr gemacht (in der 1. Hz.).
Zweite Halbzeit war dann deutlich dynamischer und zielstrebiger, aber einige Flanken dürfen noch besser kommen. Aber ich will auch nicht zu viel meckern... :)
06.08.2011 - 18:51 Uhr
Zitat von derspielmacher:
Zitat von Johannes3105:
Könnte mir vorstellen, dass das eine Anweisung Magaths war. Es war ja richtig auffallend, dass er sich in der ersten Halbzeit total zurückgehalten hat.
Kann sein. Erstmal defensiv gut stehen und dann kontern...
Aber es kam absolut nichts. Von daher glaube ich nicht daran, dass er sich komplett zurückhalten sollte.
Selbst Hasebe hat offensiv deutlich mehr gemacht (in der 1. Hz.).
Zweite Halbzeit war dann deutlich dynamischer und zielstrebiger, aber einige Flanken dürfen noch besser kommen. Aber ich will auch nicht zu viel meckern... :)
Fand ich komisch. Muss eine Anweisung gewesen sein. Hat sich sehr zurück gehalten. Dennoch in Ordnung auch wenn seine ersten 3 Flanken ne glatte 6 waren ;)
Zitat von Johannes3105:
Könnte mir vorstellen, dass das eine Anweisung Magaths war. Es war ja richtig auffallend, dass er sich in der ersten Halbzeit total zurückgehalten hat.
Kann sein. Erstmal defensiv gut stehen und dann kontern...
Aber es kam absolut nichts. Von daher glaube ich nicht daran, dass er sich komplett zurückhalten sollte.
Selbst Hasebe hat offensiv deutlich mehr gemacht (in der 1. Hz.).
Zweite Halbzeit war dann deutlich dynamischer und zielstrebiger, aber einige Flanken dürfen noch besser kommen. Aber ich will auch nicht zu viel meckern... :)
Fand ich komisch. Muss eine Anweisung gewesen sein. Hat sich sehr zurück gehalten. Dennoch in Ordnung auch wenn seine ersten 3 Flanken ne glatte 6 waren ;)
06.08.2011 - 18:58 Uhr
Ja gab häufiger Situationen wo man dachte: Jetzt überläuft der Schäfer den Gegner gleich und nichts passierte. In der 2. HZ traute er sich dann mehr, aber Salihamidzic setzte ihn auch selten ein.
05.10.2011 - 18:13 Uhr
Interview mitm Erklärbär:
1:0 für Facebook
Interview mit Marcel Schäfer
Der Verteidiger des VfL Wolfsburg über Menschlichkeit im Profifußball, den Burnout von Ralf Rangnick, die Belastung, ständig im Blickpunkt zu stehen und den Versuch, sein Bild in der Öffentlichkeit mit Hilfe einer Fanseite im Internet aktiv mitzubestimmen.
Marcel Schäfer (27) stammt aus dem unterfränkischen Straßbessenbach bei Aschaffenburg – und aus einer fußballverrückten Familie: Sein Vater Markus war lange Jahre Trainer beim Spessartklub TuS Frammersbach, heute betreut er das Kreisliga-Team seines Heimatvereins SpVgg Wintersbach. Sein Debüt in der Fußball-Bundesliga gab Marcel Schäfer 2003 für den TSV 1860 München. Seit 2007 spielt der Linksverteidiger für den VfL Wolfsburg, mit dem er 2009 überraschend deutscher Meister wurde. Im Interview mit dieser Zeitung spricht der achtmalige Nationalspieler jedoch nicht über Fußball an sich, sondern über soziale Netzwerke im Internet wie etwa Facebook – und den Versuch, sein Bild in der Öffentlichkeit auf diesem Wege aktiv mitzubestimmen.
Frage: Herr Schäfer, seit kurzem betreiben Sie bei Facebook eine eigene Fanseite. Nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um Ihr Bild in der Öffentlichkeit zu steuern?
Marcel Schäfer: In gewisser Weise, ja. Es ist leider so, dass du als Sportler, speziell als Profifußballspieler, in der Öffentlichkeit von Medien und Fans oft nur nach der Leistung auf dem Platz be- und verurteilt wirst. Nach dem Motto: Wenn du verlierst, hast du auch einen schlechten Charakter. Man darf aber den Menschen nie außer acht lassen. Ob ich gut oder schlecht spiele, lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wie ich als Mensch bin. Mit Facebook habe ich die Möglichkeit, dass mich die Fans besser kennenlernen können und erfahren, wie ich ticke.
Das ist Ihnen wichtig?
Schäfer: Ja. Mir ist es nicht egal, wie Leute über mich denken. Denn oft entsteht einfach ein falsches Bild. Nehmen Sie den Fall Diego: Da wurde immer wieder in der Boulevard-Presse geschrieben, dass er eine Diva sei und wir als Mannschaft ein Problem mit ihm gehabt hätten. Das hat aber überhaupt nicht gestimmt. Diego hat sich in einem Fall falsch verhalten, okay. Aber wir hatten nie ein Problem mit ihm. Im Gegenteil, er hat sich stets zu Wort gemeldet. Die Mannschaft war ihm nicht egal.
Sie hätten das Bild auch korrigieren und über Zeitungen und Medien öffentlich machen können.
Schäfer: Ich habe es versucht. Aber ich hatte den Eindruck, die Presse hatte überhaupt kein Interesse an der Wahrheit. Diva Diego, das war für Sie die Geschichte, die viel mehr zog. Über Facebook beispielsweise kann ich jetzt solchen Geschichten authentisch begegnen. Es ermöglicht mir sozusagen die Führung, das 1:0.
Ihr öffentliches Bild zu steuern: Ist das die einzige Motivation?
Schäfer: Nein. In der vergangenen Saison, als wir gegen den Abstieg gekämpft haben, haben uns die echten Fans wahnsinnig unterstützt. Für mich waren die Gefühle viel intensiver als bei der Meisterschaft 2009. Es ging damals um sehr viel, und mit Facebook habe ich jetzt die Möglichkeit, den Fans etwas zurückzugeben.
Sind Sie sensibel?
Schäfer: Teilweise ist die Öffentlichkeit, in der wir stehen, schon belastend. Wenn du nach einem verlorenen Spiel beispielsweise zum Einkaufen gehst und von fremden Leuten gefragt wirst, warum du dich heute überhaupt auf die Straße traust. Sicher, das gehört zum Geschäft und wir müssen damit umgehen können. Aber die Entwicklung halte ich trotzdem für bedauerlich.
Jüngst hat sich Schalkes Trainer Ralf Rangnick zu einem Burnout bekannt und sich eine Auszeit genommen. Hat Sie der Fall berührt?
Schäfer: Ja, weil ich denke, dass ich ein ähnlicher Typ bin wie er. Ich beschäftige mich auch oft mit mir. Aber als Sportler kann man es einfach nicht immer jedem recht machen. Oft kommt ja das Argument: 'Ihr verdient so viel Geld, ihr müsst das aushalten.' Aber Geld hat nichts damit zu tun. Geld macht nicht glücklich. Die Leute sollten einmal einsehen, dass wir auch nur Menschen sind, die in ihrem Beruf Erfolg haben und akzeptiert werden wollen.
Ist Ralf Rangnick ein Einzelfall?
Schäfer: Ich denke, die Dunkelziffer ist viel höher. Ich kann mir vorstellen, dass sich viele aus Angst vor den Folgen nicht zu ihrer Krankheit bekennen. Was hat sich denn nach dem Fall Robert Enke geändert? Nichts. Ich kann mich gut an die Appelle erinnern, menschlicher miteinander umzugehen. Aber bezeichnend war für mich wenige Tage nach Enkes Tod unser Länderspiel gegen die Elfenbeinküste, in dem Mario Gomez damals gnadenlos ausgepfiffen worden ist. Das war unglaublich.
Das Spiel war damals in Gelsenkirchen, vielleicht pfiffen die Schalke-Fans nur den Bayern-Stürmer aus. Rivalität gehört zum Fußball.
Schäfer: Rivalität ja, Feindschaft nein. Denken Sie an die WM 2010. Da haben alle deutschen Fans den Bayernspielern zugejubelt. Das sollte ich als Fan nie vergessen, wenn der FC Bayern drei Monate später als Gegner ins Stadion kommt. Das hat nichts damit zu tun, dass man immer seinem eigenen Klub die Daumen drückt.
Bei Facebook sind Sie nicht der einzige Fußballspieler: Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger oder auch Ihr Trainer Felix Magath haben erfolgreiche Fanseiten. Magath etwa hat über Facebook auch schon Neuigkeiten verbreitet, bevor sie in Zeitungen oder im Fernsehen vermeldet werden konnten.
Schäfer: Meine Aktivität dreht sich aber nicht darum, Neuigkeiten exklusiv zu verbreiten. Bei Magath war es sicher auch eine Intension, sein öffentliches Bild zu ändern und mal eine andere Seite zu zeigen. Die Presse hat ihn ja als Quälix abgestempelt.
Auf Ihrer Fanseite kommunizieren Sie aktiv mit den Fans. Nutzen Sie Facebook auch privat?
Schäfer: Ich freue mich über jeden Fan, der schreibt und die Seite macht mir wirklich Spaß. Aber mein Privatleben halte ich grundsätzlich aus der Öffentlichkeit heraus. Deshalb wird es auch in Facebook beispielsweise keine Bilder von meiner Familie geben. Aber es ist ein tolles Medium, um mit den Fans zu kommunizieren. Neulich hat sich sogar ein alter Schulkollege aus Unterfranken gemeldet, der jetzt in Australien lebt. Es ist toll, wie leicht und unkompliziert man auch über solche Distanzen hinweg Kontakte halten kann. Wir planen jetzt sogar irgendwann ein Klassentreffen.
Sie veranstalten auf Ihrer Facebook-Seite auch Gewinnspiele, bei denen Sie VIP-Karten oder Trikots verlosen. Zahlen Sie das selbst?
Schäfer: Ja. Vom Verein stehen jedem Spieler pro Saison 20 Trikots zu. Alles darüber hinaus, zahle ich selbst. Wenn man die Trikot-Wechsel mit Gegenspielern mit einrechnet, komme ich leicht auf 60, 70 Trikots im Jahr.
Wer prüft das beim VfL Wolfsburg?
Schäfer: Der Zeugwart führt eine Strichliste.
Nutzen Sie auch andere Errungenschaften der neuen Medienwelt: Twitter, SMS, E-Mail . . .
Schäfer: Natürlich habe ich ein Smartphone, mit dem ich zwei-, dreimal am Tag auf meine Facebook-Seite gehe. Am Computer nutze ich Seiten wie Amazon, auf denen man sehr bequem Sachen bestellen kann. Bei Twitter bin ich nicht aktiv.
Und wie sieht's mit gedruckten Zeitungen aus?
Schäfer: Ich habe es mir abgewöhnt, Artikel über mich zu lesen. Ich konnte das nicht trennen und habe mir die Journalistenmeinungen viel zu sehr zu Herzen genommen. Regelmäßig schaue ich in die Online-Ausgabe meiner Heimatzeitung aus Aschaffenburg. Gerne lese ich den Focus oder Stern View. Ehrlicherweise finde ich es schön, etwas Gedrucktes in der Hand zu haben.
Quelle: http://www.mainpost.de/sport/Fussball-1-0-fuer-Facebook;art98,6360480
1:0 für Facebook
Interview mit Marcel Schäfer
Der Verteidiger des VfL Wolfsburg über Menschlichkeit im Profifußball, den Burnout von Ralf Rangnick, die Belastung, ständig im Blickpunkt zu stehen und den Versuch, sein Bild in der Öffentlichkeit mit Hilfe einer Fanseite im Internet aktiv mitzubestimmen.
Marcel Schäfer (27) stammt aus dem unterfränkischen Straßbessenbach bei Aschaffenburg – und aus einer fußballverrückten Familie: Sein Vater Markus war lange Jahre Trainer beim Spessartklub TuS Frammersbach, heute betreut er das Kreisliga-Team seines Heimatvereins SpVgg Wintersbach. Sein Debüt in der Fußball-Bundesliga gab Marcel Schäfer 2003 für den TSV 1860 München. Seit 2007 spielt der Linksverteidiger für den VfL Wolfsburg, mit dem er 2009 überraschend deutscher Meister wurde. Im Interview mit dieser Zeitung spricht der achtmalige Nationalspieler jedoch nicht über Fußball an sich, sondern über soziale Netzwerke im Internet wie etwa Facebook – und den Versuch, sein Bild in der Öffentlichkeit auf diesem Wege aktiv mitzubestimmen.
Frage: Herr Schäfer, seit kurzem betreiben Sie bei Facebook eine eigene Fanseite. Nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um Ihr Bild in der Öffentlichkeit zu steuern?
Marcel Schäfer: In gewisser Weise, ja. Es ist leider so, dass du als Sportler, speziell als Profifußballspieler, in der Öffentlichkeit von Medien und Fans oft nur nach der Leistung auf dem Platz be- und verurteilt wirst. Nach dem Motto: Wenn du verlierst, hast du auch einen schlechten Charakter. Man darf aber den Menschen nie außer acht lassen. Ob ich gut oder schlecht spiele, lässt keine Rückschlüsse darauf zu, wie ich als Mensch bin. Mit Facebook habe ich die Möglichkeit, dass mich die Fans besser kennenlernen können und erfahren, wie ich ticke.
Das ist Ihnen wichtig?
Schäfer: Ja. Mir ist es nicht egal, wie Leute über mich denken. Denn oft entsteht einfach ein falsches Bild. Nehmen Sie den Fall Diego: Da wurde immer wieder in der Boulevard-Presse geschrieben, dass er eine Diva sei und wir als Mannschaft ein Problem mit ihm gehabt hätten. Das hat aber überhaupt nicht gestimmt. Diego hat sich in einem Fall falsch verhalten, okay. Aber wir hatten nie ein Problem mit ihm. Im Gegenteil, er hat sich stets zu Wort gemeldet. Die Mannschaft war ihm nicht egal.
Sie hätten das Bild auch korrigieren und über Zeitungen und Medien öffentlich machen können.
Schäfer: Ich habe es versucht. Aber ich hatte den Eindruck, die Presse hatte überhaupt kein Interesse an der Wahrheit. Diva Diego, das war für Sie die Geschichte, die viel mehr zog. Über Facebook beispielsweise kann ich jetzt solchen Geschichten authentisch begegnen. Es ermöglicht mir sozusagen die Führung, das 1:0.
Ihr öffentliches Bild zu steuern: Ist das die einzige Motivation?
Schäfer: Nein. In der vergangenen Saison, als wir gegen den Abstieg gekämpft haben, haben uns die echten Fans wahnsinnig unterstützt. Für mich waren die Gefühle viel intensiver als bei der Meisterschaft 2009. Es ging damals um sehr viel, und mit Facebook habe ich jetzt die Möglichkeit, den Fans etwas zurückzugeben.
Sind Sie sensibel?
Schäfer: Teilweise ist die Öffentlichkeit, in der wir stehen, schon belastend. Wenn du nach einem verlorenen Spiel beispielsweise zum Einkaufen gehst und von fremden Leuten gefragt wirst, warum du dich heute überhaupt auf die Straße traust. Sicher, das gehört zum Geschäft und wir müssen damit umgehen können. Aber die Entwicklung halte ich trotzdem für bedauerlich.
Jüngst hat sich Schalkes Trainer Ralf Rangnick zu einem Burnout bekannt und sich eine Auszeit genommen. Hat Sie der Fall berührt?
Schäfer: Ja, weil ich denke, dass ich ein ähnlicher Typ bin wie er. Ich beschäftige mich auch oft mit mir. Aber als Sportler kann man es einfach nicht immer jedem recht machen. Oft kommt ja das Argument: 'Ihr verdient so viel Geld, ihr müsst das aushalten.' Aber Geld hat nichts damit zu tun. Geld macht nicht glücklich. Die Leute sollten einmal einsehen, dass wir auch nur Menschen sind, die in ihrem Beruf Erfolg haben und akzeptiert werden wollen.
Ist Ralf Rangnick ein Einzelfall?
Schäfer: Ich denke, die Dunkelziffer ist viel höher. Ich kann mir vorstellen, dass sich viele aus Angst vor den Folgen nicht zu ihrer Krankheit bekennen. Was hat sich denn nach dem Fall Robert Enke geändert? Nichts. Ich kann mich gut an die Appelle erinnern, menschlicher miteinander umzugehen. Aber bezeichnend war für mich wenige Tage nach Enkes Tod unser Länderspiel gegen die Elfenbeinküste, in dem Mario Gomez damals gnadenlos ausgepfiffen worden ist. Das war unglaublich.
Das Spiel war damals in Gelsenkirchen, vielleicht pfiffen die Schalke-Fans nur den Bayern-Stürmer aus. Rivalität gehört zum Fußball.
Schäfer: Rivalität ja, Feindschaft nein. Denken Sie an die WM 2010. Da haben alle deutschen Fans den Bayernspielern zugejubelt. Das sollte ich als Fan nie vergessen, wenn der FC Bayern drei Monate später als Gegner ins Stadion kommt. Das hat nichts damit zu tun, dass man immer seinem eigenen Klub die Daumen drückt.
Bei Facebook sind Sie nicht der einzige Fußballspieler: Manuel Neuer, Bastian Schweinsteiger oder auch Ihr Trainer Felix Magath haben erfolgreiche Fanseiten. Magath etwa hat über Facebook auch schon Neuigkeiten verbreitet, bevor sie in Zeitungen oder im Fernsehen vermeldet werden konnten.
Schäfer: Meine Aktivität dreht sich aber nicht darum, Neuigkeiten exklusiv zu verbreiten. Bei Magath war es sicher auch eine Intension, sein öffentliches Bild zu ändern und mal eine andere Seite zu zeigen. Die Presse hat ihn ja als Quälix abgestempelt.
Auf Ihrer Fanseite kommunizieren Sie aktiv mit den Fans. Nutzen Sie Facebook auch privat?
Schäfer: Ich freue mich über jeden Fan, der schreibt und die Seite macht mir wirklich Spaß. Aber mein Privatleben halte ich grundsätzlich aus der Öffentlichkeit heraus. Deshalb wird es auch in Facebook beispielsweise keine Bilder von meiner Familie geben. Aber es ist ein tolles Medium, um mit den Fans zu kommunizieren. Neulich hat sich sogar ein alter Schulkollege aus Unterfranken gemeldet, der jetzt in Australien lebt. Es ist toll, wie leicht und unkompliziert man auch über solche Distanzen hinweg Kontakte halten kann. Wir planen jetzt sogar irgendwann ein Klassentreffen.
Sie veranstalten auf Ihrer Facebook-Seite auch Gewinnspiele, bei denen Sie VIP-Karten oder Trikots verlosen. Zahlen Sie das selbst?
Schäfer: Ja. Vom Verein stehen jedem Spieler pro Saison 20 Trikots zu. Alles darüber hinaus, zahle ich selbst. Wenn man die Trikot-Wechsel mit Gegenspielern mit einrechnet, komme ich leicht auf 60, 70 Trikots im Jahr.
Wer prüft das beim VfL Wolfsburg?
Schäfer: Der Zeugwart führt eine Strichliste.
Nutzen Sie auch andere Errungenschaften der neuen Medienwelt: Twitter, SMS, E-Mail . . .
Schäfer: Natürlich habe ich ein Smartphone, mit dem ich zwei-, dreimal am Tag auf meine Facebook-Seite gehe. Am Computer nutze ich Seiten wie Amazon, auf denen man sehr bequem Sachen bestellen kann. Bei Twitter bin ich nicht aktiv.
Und wie sieht's mit gedruckten Zeitungen aus?
Schäfer: Ich habe es mir abgewöhnt, Artikel über mich zu lesen. Ich konnte das nicht trennen und habe mir die Journalistenmeinungen viel zu sehr zu Herzen genommen. Regelmäßig schaue ich in die Online-Ausgabe meiner Heimatzeitung aus Aschaffenburg. Gerne lese ich den Focus oder Stern View. Ehrlicherweise finde ich es schön, etwas Gedrucktes in der Hand zu haben.
Quelle: http://www.mainpost.de/sport/Fussball-1-0-fuer-Facebook;art98,6360480
Dieser Beitrag wurde zuletzt von 21_Petrov am 05.10.2011 um 18:15 Uhr bearbeitet
05.10.2011 - 18:38 Uhr
Sehr interessant finde ich die Passage über Diego.
Gerade weil Schäfer es zum wiederholten male sagt scheint für mich klar, dass es da wenig Probleme zwischen Diego und der Mannschaft gab, so wie es die Presse und andere Personen uns immer weismachen wollten.
Die Chance zur Wiedergutmachung und Versöhnung hat bestanden, nur wurde sie leider nicht genutzt.
Ansonsten zu Schäfer:
Mir gefällt diese Facebookaktivität gut. Das Ziel näher an die Fans heranzurücken klappt bei mir :)
Gerade weil Schäfer es zum wiederholten male sagt scheint für mich klar, dass es da wenig Probleme zwischen Diego und der Mannschaft gab, so wie es die Presse und andere Personen uns immer weismachen wollten.
Die Chance zur Wiedergutmachung und Versöhnung hat bestanden, nur wurde sie leider nicht genutzt.
Ansonsten zu Schäfer:
Mir gefällt diese Facebookaktivität gut. Das Ziel näher an die Fans heranzurücken klappt bei mir :)
05.10.2011 - 18:52 Uhr
Diese Einfälle von Schäfer gefallen mir sehr gut, kommt ja häufiger vor das er den Schulterschluss mit den Fans sucht. Gefällt mir. :D
05.10.2011 - 20:19 Uhr
Tja.. sollte Magath am Ende des Jahres nicht mehr unser Trainer sein, was wohl auf die weiteren Leistungen in dieser Saison ankommt, könnte es ja evtl. zu einer Rückkehr von Diego kommen..
Mich würde es nicht unbedingt stören, sollte seinerseits der Wille da sein... Ja er hat einen Fehler gemacht, allerdings wissen wir bis heute nicht, ob er sich nicht doch am nächsten Tag oder Tage darauf bei der Mannschaft und dem Verein entschuldigt hat...
Er hat auf dem Platz bis auf diesen Tag alles gegeben, was man von vielen anderen leider nicht behaupten kann... das hätte ich z. B. von einem Diego am wenigsten erwartet.. für mich war er vorher jemand, der sich im Rückstand vielleicht hängen lässt... aber er ist immer voran gegangen..
Schauen wir mal..
Mich würde es nicht unbedingt stören, sollte seinerseits der Wille da sein... Ja er hat einen Fehler gemacht, allerdings wissen wir bis heute nicht, ob er sich nicht doch am nächsten Tag oder Tage darauf bei der Mannschaft und dem Verein entschuldigt hat...
Er hat auf dem Platz bis auf diesen Tag alles gegeben, was man von vielen anderen leider nicht behaupten kann... das hätte ich z. B. von einem Diego am wenigsten erwartet.. für mich war er vorher jemand, der sich im Rückstand vielleicht hängen lässt... aber er ist immer voran gegangen..
Schauen wir mal..
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