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Lucien Favre [Trainer]

12.03.2014 - 14:53 Uhr
Lucien Favre [Trainer] |#1881
10.02.2015 - 23:49 Uhr
Zitat von rainer71
Zitat von Oskar01
Ohne Frage ist Favre ein guter Trainer und der Verein und wir Fans haben ihm viel zu verdanken.
Trotzdem habe ich einen Hals mit dem Durchmesser eines 80 Liter Bierfasses.
Einige finden es cool wenn jemand in einem italienischen Restaurant nach einem spanischen Wein verlangt. Ich weiß nicht ob es cool ist, in einem unserer Fanshops nach einem Trikot der Domstädter zu fragen.
Den teuersten Transfer eines Vereins quasi spieltaktisch auszubooten ist grenzwertig, aber in der EL mit einer Rumpftruppe aufzulaufen weil man sich über das Verpassen der CL ärgert, ist dem Verein und den Fans gegenüber zumindest respektlos. Da ist nichts aber auch gar nichts cool dran.
Wenn ich die Tabelle richtig interpretiere, ist in dieser Saison trotz mittelmäßiger Leistungen die CL drin. Ob es anderen auch aufgefallen ist weiß ich nicht, auf dem Platz kann ich es jedenfalls nicht feststellen. Aber gut das wir eine langfristige Strategie und anpreschende Philosophie haben. Übrigens wird da verstärkt auf die Jugend gesetzt. Dazu bedarf es aber etwas Mut.
Nochmal, es geht um die CL, aber wir wollen in der Winterpause keine unnötige Konkurrenzsituation schaffen und mit einer B-Lösung geben wir uns ja nicht ab, auch wenn die A-Lösung nicht zu realisieren ist. Stattdessen finden wir die Spielweise eines Innenverteidigers zu körperbetont. Was Letzteres betrifft, scheinen Standards irgendwie von Wichtigkeit zu sein, nur unsere eigenen nicht.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es um die CL geht. Und wir spielen uninspirierten, leidenschaftslosen Rasenschach. Es ist Trainersache Lösungen zu finden. Unter Hinweis auf den Murmeltiertag, scheint er keine adäquate Lösungen finden zu können. Mal hinterfragen, ob die eigene Philosophie Fußball spielen zu lassen der Situation angepasst ist, könnte auf jeden Fall nicht schaden, wird Favre aber nicht in den Sinn kommen. Und der Mannschaft wieder Spielfreude zu vermitteln wohl auch nicht. Passt wohl nicht ins taktische Konzept (Korsett). Ist aber auch zu blöd, dass du Gegner hast die einfach nicht verstehen wollen. Möglicherweise geht es nicht nur den Gegnern so.
Wäre schön wenn jetzt nicht der Hinweis käme, zu berücksichtigen wo wir herkommen. Ich sehe lieber in die Richtung in die wir könnten.
Und es bringt auch nichts die Gegner überdimensional darzustellen damit die eigene Leistung stimmt.


Favre ist also schlecht für Gladbach, weil er privat lieber spanischen Wein als italienische Plörre trinkt? (Was er privat tut, ist völlig irrelevant; und es gibt nun wahrlich Skandalöseres als einen Liebhaber von spanischem Wein).

Weil er de Jong nicht eingesetzt hat, damit Gladbach nicht mit einem Standfußballer und damit quasi einem Mann weniger auf dem Platz steht? (Über de Jong ist schon mehr als genug diskutiert worden; die alleinige Schuld nur bei Favre zu suchen, ist nicht zielführend. Fehleinkäufe gibt es immer und überall).

Weil Du den Lügenmärchen in der Boulevardpresse glaubst, er hätte mit Absicht in der EL nur eine B-Elf eingesetzt (die ja dann immerhin schon nach dem vorletzten Spieltag souverän für die Gruppenphase qualifiziert war)? Kein einziger seriöser Trainer setzt absichtlich eine schlechte Elf ein; das ist ein Mythos bei Trollen und Hatern.

Weil er keinen Rumpelfüßler wie Zambrano haben will, der qualitativ kaum besser als Brouwers ist? (Und wo Gladbach derzeit mit Stranzl, Jantschke, Alvaro Dominguez, Brouwers und Schulz bereits genug IV hat).

Weil Du tatsächlich glaubst, er würde die Spieler nicht motivieren können und nur schlechte Stimmung verbreiten, obwohl wirklich ausnahmslos alle Spieler, die mit ihm arbeiten und gearbeitet haben, nur Gutes über die Arbeit mit ihm sagen?

Sorry, aber wer sich seine Meinung wohl nur durch das Studium von Hetzartikeln der Bild und anderer Schundblätter bildet, braucht sich über einen dicken Hals nicht zu wundern. rolleyes


Ich hab nach dem Satz mit dem Fanshop nich weitergelesen ...zwinker
Lucien Favre [Trainer] |#1882
11.02.2015 - 00:51 Uhr
Ich habe nur die letzten Posts gelesen, habe aber das Gefühl, dass die Diskussion hier ein wenig in die falsche Richtung treibt.

Es obliegt nur den sportlich Verantwortlichen ein Urteil, welches Personal in welcher Situation bzw. welchem Spiel auf dem Platz steht. Wir können hier als Fans sicher heiß und innig Meinungen austauschen. Aber ein Trainer macht mit Sicherheit nicht vorsätzlich "Fehler" um dem Verein zu schädigen.

Grade im Wechselspiel mit drei Wettbewerben hat die Vergangenheit gezeigt, was mit Vereinen unserer "Gewichtsklasse" passiert, wenn sie nicht schonend mit den Ressourcen des Kaders umgeht: Hipp - Hipp - Hurra in internationalen Spielen, "abkacken" in der Liga und umgekehrt. In Summer hat Favre das ganz gut angelegt. Wir verfügen nun einmal nicht über 24 international bzw. national gleichwertige Spieler und von daher ist alles was zur Zeit "passiert" immer ein Kompromiss - ergänzt durch aktuelle Einflüsse wie Verletzungen, Formschwankungen und taktische Feinheiten.

Im Prinzip ist es auch ein glücklicher Umstand, dass wir eine Klare Linie in der Spielanlage haben, uns an "unseren" Fähigkeiten anlehnen und die Veränderungen nur marginal sind. Herr im eigenen (taktischen) Haus.

Und dennoch kann ich Favre an diesem Punkt Kritik nicht ersparen. Offensichtlich hat unser taktisches Haus nur ein Stockwerk und DAS mach die Situation auch gefährlich. Wir sind inzwischen ein Gegner, den sich jedes Team noch ein wenig genauer anschaut, als das im Profifußball ohnehin schon üblich ist. Und ich für meinen Teil erwarte daher an dieser Stelle taktische Alternativen, einen Plan "B" oder "C" der uns in die Lage versetzt auf eine andere Art Antworten auf taktische Züge unserer Gegner zu suchen und auch zu finden.

Die letzten Spiele zeigen wie eingeschränkt unser Repertoire an der Stelle ist. Es mag Gründe geben, weshalb Favre nicht auf Alternativen in der Taktik setzen will. Es ist sicher in der Lage, diese zu entwickeln.
Aber ggf. ist es "DAS" was uns von etablierten Spitzenteams noch unterscheidet: Wir können es wohl mit dem vorhandenen Personal noch nicht sicher umsetzen.
Lucien Favre [Trainer] |#1883
11.02.2015 - 07:26 Uhr
Zitat von kripsmann
Ich habe nur die letzten Posts gelesen, habe aber das Gefühl, dass die Diskussion hier ein wenig in die falsche Richtung treibt.
Es obliegt nur den sportlich Verantwortlichen ein Urteil, welches Personal in welcher Situation bzw. welchem Spiel auf dem Platz steht. Wir können hier als Fans sicher heiß und innig Meinungen austauschen. Aber ein Trainer macht mit Sicherheit nicht vorsätzlich "Fehler" um dem Verein zu schädigen.
Grade im Wechselspiel mit drei Wettbewerben hat die Vergangenheit gezeigt, was mit Vereinen unserer "Gewichtsklasse" passiert, wenn sie nicht schonend mit den Ressourcen des Kaders umgeht: Hipp - Hipp - Hurra in internationalen Spielen, "abkacken" in der Liga und umgekehrt. In Summer hat Favre das ganz gut angelegt. Wir verfügen nun einmal nicht über 24 international bzw. national gleichwertige Spieler und von daher ist alles was zur Zeit "passiert" immer ein Kompromiss - ergänzt durch aktuelle Einflüsse wie Verletzungen, Formschwankungen und taktische Feinheiten.
Im Prinzip ist es auch ein glücklicher Umstand, dass wir eine Klare Linie in der Spielanlage haben, uns an "unseren" Fähigkeiten anlehnen und die Veränderungen nur marginal sind. Herr im eigenen (taktischen) Haus.
Und dennoch kann ich Favre an diesem Punkt Kritik nicht ersparen. Offensichtlich hat unser taktisches Haus nur ein Stockwerk und DAS mach die Situation auch gefährlich. Wir sind inzwischen ein Gegner, den sich jedes Team noch ein wenig genauer anschaut, als das im Profifußball ohnehin schon üblich ist. Und ich für meinen Teil erwarte daher an dieser Stelle taktische Alternativen, einen Plan "B" oder "C" der uns in die Lage versetzt auf eine andere Art Antworten auf taktische Züge unserer Gegner zu suchen und auch zu finden.
Die letzten Spiele zeigen wie eingeschränkt unser Repertoire an der Stelle ist. Es mag Gründe geben, weshalb Favre nicht auf Alternativen in der Taktik setzen will. Es ist sicher in der Lage, diese zu entwickeln.
Aber ggf. ist es "DAS" was uns von etablierten Spitzenteams noch unterscheidet: Wir können es wohl mit dem vorhandenen Personal noch nicht sicher umsetzen.


Vielleicht kann es die Mannschaft, aber............
Lucien Favre [Trainer] |#1884
11.02.2015 - 08:08 Uhr
Zitat von ToBorusse
Zitat von kripsmann
Ich habe nur die letzten Posts gelesen, habe aber das Gefühl, dass die Diskussion hier ein wenig in die falsche Richtung treibt.
Es obliegt nur den sportlich Verantwortlichen ein Urteil, welches Personal in welcher Situation bzw. welchem Spiel auf dem Platz steht. Wir können hier als Fans sicher heiß und innig Meinungen austauschen. Aber ein Trainer macht mit Sicherheit nicht vorsätzlich "Fehler" um dem Verein zu schädigen.
Grade im Wechselspiel mit drei Wettbewerben hat die Vergangenheit gezeigt, was mit Vereinen unserer "Gewichtsklasse" passiert, wenn sie nicht schonend mit den Ressourcen des Kaders umgeht: Hipp - Hipp - Hurra in internationalen Spielen, "abkacken" in der Liga und umgekehrt. In Summer hat Favre das ganz gut angelegt. Wir verfügen nun einmal nicht über 24 international bzw. national gleichwertige Spieler und von daher ist alles was zur Zeit "passiert" immer ein Kompromiss - ergänzt durch aktuelle Einflüsse wie Verletzungen, Formschwankungen und taktische Feinheiten.
Im Prinzip ist es auch ein glücklicher Umstand, dass wir eine Klare Linie in der Spielanlage haben, uns an "unseren" Fähigkeiten anlehnen und die Veränderungen nur marginal sind. Herr im eigenen (taktischen) Haus.
Und dennoch kann ich Favre an diesem Punkt Kritik nicht ersparen. Offensichtlich hat unser taktisches Haus nur ein Stockwerk und DAS mach die Situation auch gefährlich. Wir sind inzwischen ein Gegner, den sich jedes Team noch ein wenig genauer anschaut, als das im Profifußball ohnehin schon üblich ist. Und ich für meinen Teil erwarte daher an dieser Stelle taktische Alternativen, einen Plan "B" oder "C" der uns in die Lage versetzt auf eine andere Art Antworten auf taktische Züge unserer Gegner zu suchen und auch zu finden.
Die letzten Spiele zeigen wie eingeschränkt unser Repertoire an der Stelle ist. Es mag Gründe geben, weshalb Favre nicht auf Alternativen in der Taktik setzen will. Es ist sicher in der Lage, diese zu entwickeln.
Aber ggf. ist es "DAS" was uns von etablierten Spitzenteams noch unterscheidet: Wir können es wohl mit dem vorhandenen Personal noch nicht sicher umsetzen.


Vielleicht kann es die Mannschaft, aber............


Ich finde das sind alles persönliche Gedankengänge die durchaus Ihre Berechtigung haben, jedoch weiß keiner was intern wirklich vorgeht.

Ich habe in der letzten Saison Favre ebenfalls kritisiert aufgrund fehlender Personalrochaden und mich mehrmals geärgert das er es scheinbar noch nicht einmal versucht hat. Einige User waren der Meinung es lag am vorhandenen Personal, es gäbe zu wenig qualitative Alternativen. Ich sah es anders, muss aber nun eindeutig sagen das ich mich geirrt habe.

In dieser Saison wird das Personal rotiert wie ich es selten erlebt habe, fast jeder, bis auf ein paar Ausnahmen kommt auf eine mehr oder weniger regelmäßige Einsatzzeit und erfährt im Gegenzug eine Schonungszeit. Das kommt dem Aspekt das wir auf drei Hochzeiten tanzen sehr entgegen und bin auch der Überzeugung das dies ein Grund dafür ist warum der Tanz immer noch anhält.

Es wird gesagt die Wechsel wären stets Positionsgebunden und die taktische Ausrichtung während eines Spiels ändere sich nicht egal ob wir führen oder zurückliegen, egal ob wir aufgrund von Gegenpressing überhaupt nicht aus unserer Hälfte rauskommen oder aber ob wir durch eine gegnerische Betonmauer nicht hindurch gelangen. Das mag so sein, das ist momentan auch so und sicher ist Favre dafür auch verantwortlich da er als Trainer die Marschroute vorgibt.

Aber dieses als Favre´s mangelnder Kompetenz oder aber Starsinnigkeit festzumachen ist für mich eine falsche Sichtweise. Favre wird sich mit Sicherheit Gedanken gemacht haben und taktische Varianten überdacht haben, aber ob er zu dem Schluss gekommen ist das diese mit dem Personal nicht optimal zu spielen sind oder aber das er der Meinung ist dem Gegner unser Spiel aufzwingen zu müssen....das weiß allein nur er selbst.

Wir sind "schlecht" in die Rückrunde gekommen, spielerisch wie ich klar sagen möchte, die Bilanz nach 3 Spielen jedoch 6 Punkte auf dem Konto zu haben ist in erster Linie für die Tabelle wichtig, nix anderes. Das war in den Vorjahren weis Gott anders wo wir den Kontakt nach oben abreißen lassen mussten.

Und mal ehrlich, Schalke hat enorm defensiv gestanden und es wirklich gut gespielt. Ohne den individuellen Fehler hätte es das Unentschieden gegeben....es entscheiden immer die Nuancen / Details..grins

Wir sind auf einem guten Weg, dieser ist aber noch lange nicht zu Ende...das gilt für die Mannschaft, das gilt für Max und natürlich auch für unseren Trainer...man lernt nie aus

Mund abputzen, weitermachen...

in diesem Sinne....

Lg Saint

•     •     •

** Dies ist meine Signatur **

Lucien Favre [Trainer] |#1885
11.02.2015 - 08:43 Uhr
Für mich ist Favre immer noch das Beste, was uns hätte passieren können. Aber an ihm gibt es durchaus auch Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann, bzw. wo ER eventuell sich verändern müßte.

Man fragt sich ja derzeit, wie es die Augsburger schaffen, die Liga so zu rocken?
Habe mir am Sonntag mal die Aufstellung angeschaut, Weinzierl stellt extreeeemm mutig auf:

Ji, Werner, Altintop und Bobadilla
sind mit unseren 4 Offensiven zu vergeichen

Aber dann:
Baier UND Höjbjerg,
die beide ihre Rolle sehr offensiv auslegen, ABER trotzdem nach hinten richtig viel leisten.
Das wäre vergleichbar, wenn bei uns Stindl und Junuzovic im DM spielen würden.

Hier haken jetzt ca. 30% aller TM-Borussen komplett aus, weil sie - genau wie in Augsburg - mit einer Gegentorflut rechnen. Das heißt es nämlich nicht.
Hier wäre ich schon glücklich, wenn Favre seinen übervorsichtigen Habitus - stets mit 2 def. 6ern zu spielen - etwas aufbricht, indem er z.B.: einen Stindl (den ich als DEN Königstransfer ansehen würde) die 8 spielen lassen würde, und dafür die 4er-Kette defensivstark aufstellt.

Weinzierl geht aber noch weiter:
Als RV spielte - aus der Not heraus - Kohr, eigentlich im OM zuhause, und, er machte das sehr gut.
Als LV Feulner, der ebenfalls nach vorne was bewegen kann.

Stellt Euch vor, wir würden dann noch Wendt UND Johnson aufstellen, was das für eine Offensivpower wäre.
Für Favre wäre das NIEMALS eine Option, aber genau das finde ich schade.

Hätten wir dann noch so einen Rumpelfußballer wie Zambrano (schönen Gruß @ Rainer71), der in meinen Augen der beste verfügbare IV der Liga ist (und das noch ablösefrei) ((das mußte jetzt sein ;))) dann könnte man noch eher ins Risiko gehen.

Favre - und hier gebe ich Franko recht - wird wohl immer zaghaft und vorsichtig bleiben, weil er eine Gegentorallergie hat. Aber dafür haben wir - durch ihn - traumhafte Verhältnisse, weil zumindest von der CL träumen zu dürfen, ist ein Privileg, was unseren Coach in das gleiche Regal stellt, wie Weisweiler und Lattek. Und das ist schon zu Lebzeiten fast schon wieder legendär.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von vanlent am 11.02.2015 um 08:47 Uhr bearbeitet
Lucien Favre [Trainer] |#1886
11.02.2015 - 08:51 Uhr
Favre predigt ja immer die Geduld ,Geduld auf die eine richtig gute Chance zum Tor .Nur nicht in Hektik verfallen und selber Fehler machen und nervös werden.Selbst ab der 80 Minute ,würde er nie die defensive vernachlässigen .
Er ist so ein Fachmann und weiß was er tut .
Wir schießen ja trotzdem noch kurz vor Schluss Tore ,ohne die Brechstange rausholen zu müssen,oder haben noch Chancen zum Ausgleich.Wir werden bei Rückstand schon offensiver ,aber kontrolliert ,spielen dann nicht alles oder nichts.
Wir sollten uns als Fans auch in Geduld üben ,dann haben wir in den nächsten Jahren auch vielleicht mal kleine erfolge .
Lg

•     •     •

Fussball ist die schönste Nebensache der Welt.
Lucien Favre [Trainer] |#1887
11.02.2015 - 12:27 Uhr
Schönen Dank an kripsmann, Saint und vanlent! Sehr schöne, niveauvolle Posts, so macht das echt Spaß. Natürlich ist Favre das Beste, was uns passieren konnte und er wird es auch erst mal bleiben. Das können wir jetzt noch 1000 mal erwähnen und wie dankbar wir doch sind usw...

Aber ganz ehrlich, Kritik muss doch wohl erlaubt sein. Und grade in erfolgreichen Zeiten, wo man Ruhe und das Geld hat, muss man hinterfragen. Denn so kann man in aller Ruhe den Laden "lenken". Einmal in eine Negativspirale gekommen MUSS vieles direkt funktionieren und man steht unter enormem Druck. Es ist bestimmt nicht besser, erst dann drüber nachzudenken.

Von mir aus kann Favre ewig bleiben, denn so gefällt es mir deutlichst besser als in den Zeiten, als es in einem Zeitraum von 15 Jahren das Schönste war, unter Frontzeck auf Tabellenplatz 12 ins Ziel zu fahren. Das Gesamtpaket Favre ist verdammt gut, keine Frage. Trotzdem erwarte ich aber, dass er mal "anderes" macht, was unorthodoxes versucht (zB nicht immer nur gezwungen werden bei Reus/Korb/...), sondern auch mal Mut zum Risiko. In Schalke wäre ich zB mit großem Kampf und einem zusätzlichen Konter-Gegentor zufriedener gewesen, als auf diese Art und Weise.

Und an die, die jetzt direkt wieder Reflexartig von "abgehoben" usw sprechen möchten, auch bei meinem Szenario hätten wir auf Schalke keinen Punkt geholt, also nix Champions League, nix zu hohe Erwartungen!!!

•     •     •

"Ich habe 3 Kinder und kein Geld, warum kann ich nicht keine Kinder haben und 3 Geld!?"
Homer Simpson

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Duffman_BMG am 11.02.2015 um 12:29 Uhr bearbeitet
Lucien Favre [Trainer] |#1888
11.02.2015 - 13:28 Uhr
Zitat von vanlent
Für mich ist Favre immer noch das Beste, was uns hätte passieren können. Aber an ihm gibt es durchaus auch Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann, bzw. wo ER eventuell sich verändern müßte.
Man fragt sich ja derzeit, wie es die Augsburger schaffen, die Liga so zu rocken?
Habe mir am Sonntag mal die Aufstellung angeschaut, Weinzierl stellt extreeeemm mutig auf:
Ji, Werner, Altintop und Bobadilla
sind mit unseren 4 Offensiven zu vergeichen
Aber dann:
Baier UND Höjbjerg,
die beide ihre Rolle sehr offensiv auslegen, ABER trotzdem nach hinten richtig viel leisten.
Das wäre vergleichbar, wenn bei uns Stindl und Junuzovic im DM spielen würden.
Hier haken jetzt ca. 30% aller TM-Borussen komplett aus, weil sie - genau wie in Augsburg - mit einer Gegentorflut rechnen. Das heißt es nämlich nicht.
Hier wäre ich schon glücklich, wenn Favre seinen übervorsichtigen Habitus - stets mit 2 def. 6ern zu spielen - etwas aufbricht, indem er z.B.: einen Stindl (den ich als DEN Königstransfer ansehen würde) die 8 spielen lassen würde, und dafür die 4er-Kette defensivstark aufstellt.
Weinzierl geht aber noch weiter:
Als RV spielte - aus der Not heraus - Kohr, eigentlich im OM zuhause, und, er machte das sehr gut.
Als LV Feulner, der ebenfalls nach vorne was bewegen kann.
Stellt Euch vor, wir würden dann noch Wendt UND Johnson aufstellen, was das für eine Offensivpower wäre.
Für Favre wäre das NIEMALS eine Option, aber genau das finde ich schade.
Hätten wir dann noch so einen Rumpelfußballer wie Zambrano (schönen Gruß @ Rainer71), der in meinen Augen der beste verfügbare IV der Liga ist (und das noch ablösefrei) ((das mußte jetzt sein ;))) dann könnte man noch eher ins Risiko gehen.
Favre - und hier gebe ich Franko recht - wird wohl immer zaghaft und vorsichtig bleiben, weil er eine Gegentorallergie hat. Aber dafür haben wir - durch ihn - traumhafte Verhältnisse, weil zumindest von der CL träumen zu dürfen, ist ein Privileg, was unseren Coach in das gleiche Regal stellt, wie Weisweiler und Lattek. Und das ist schon zu Lebzeiten fast schon wieder legendär.

Klasse Post vanlent! Bin zwar grundsätzlich nicht immer deiner Meinung (z.B. Zambrano ;)), aber deine Argumentationen gerade mit dem Beispiel Augsburg find ich wirklich hervorragend!

Ich sehe unser Kernproblem auch im zu defensiv ausgerichteten zentralen MF. Xhaka ist bei uns hier einfach gesetzt, was ich auch gut finde, denn er setzt auch wichtige offensive Aspekte, aber von unserem zweiten Sechser kommt einfach zu wenig. Ein Kramer in Topform hat uns geholfen, aber in seiner letzten Form reicht das einfach nicht. Vom spielerisch eingeschränkten Nordtveit fang ich jetzt lieber nicht an. Ich bin mir sicher, wenn Xhaka einen Baier, Hojbjerg, Stindl, Junuzovic oder Pascal Groß an seiner Seite hätte würde bei uns offensiv viel mehr laufen und vor allem unsere beiden Stürmer könnten sich auf ihre wesentlichen Aufgaben kümmern anstatt den Ball immer tief in der eigenen Hälfte einzusammeln. Evtl. ist Dahoud ja einer, der diese Lücke auch füllen kann, aber ich kann es nicht einschätzen, ob er hierfür die "Qualität" besitzt.

Nochmal zum Vergleich Augsburg: Ein wichtiger Punkt warum deren Defensive trotz offensiver Ausrichtung so gut funktioniert, ist einfach, dass sich auch die Offensiven durch Kampf und Laufstärke stark in die Defensive einmischen. Technisch ist unsere Offensive der Augsburger zwar meilenweit überlegen, ich sehe bei uns aber doch den ein- oder anderen "Schönwetterkicker". Hier würde ich mir einfach ein wenig mehr erhoffen. Die Zweikampfquote von Hazard z.B. ist einfach unterirdisch.
Lucien Favre [Trainer] |#1889
11.02.2015 - 14:13 Uhr
Ich teile duchaus einige der Kritikpunkte, die hier kundgetan werden.

Trotzdem sollte man nicht vergessen, dass z.B. letzte Saison oft/viel bemängelt (v.a. von den Medien) wurde, dass Favre zu wenig rotiert und immer nur die selben Spieler spielen lässt. Diese Saison wird er genau hierfür dann wieder überschwänglich gefeiert, als hätte er das Rotationssystem erfunden.

Ich finde, dass man eigentlich ganz gut sehen kann, dass Favre sich über die Jahre hinweg bei unserer Borussia auch als Trainer weiterentwickelt hat und bin daher auch positiv gestimmt, dass einige der momentanen Kritikpunkte evtl. schon nächste Saison der Vergangenheit angehören.

Dennoch wäre ich froh darüber, wenn sich jemand findet, der Favre in seiner "Züricher Zeit" beobachtet hat und etwas über die dortige Einbindung von Jugendspieler unter Favre schreiben könnte.
Lucien Favre [Trainer] |#1890
11.02.2015 - 21:39 Uhr
Mir geht es nicht um das, was erreicht wurde, sondern um das, was wir mit Stand jetzt in dieser Saison erreichen könnten. Uns ­bietet sich wohlmöglich die einzige Chance in den nächsten Jahren, um Platz drei mitzuspielen. Jetzt ist nicht die Zeit um die Helden und deren Erfolge zu beweihräuchern, sondern die Ärmel hochzukrempeln den Hintern aus dem Quark zubekommen, um die Herausforderung der Qualifikation zur CL anzunehmen. Irgendwie scheint sich die weichgespülte ­Frotteehandtuch-Mentalität rund um den Verein breitgemacht zu haben. Alle fühlen sich wohl und sind zufrieden mit dem Erreichten. Und weil unser Held so gar nicht mit Kritik umgehen kann und er seine Macht im Spiel um de Jong eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, finden wir es einfach toll, was er macht. Vielleicht denken wir sogar darüber nach ­den Verein in VFL Lucien Favre geb. im Jahr des Herrn 1957 umzubenennen.
Wir spielen zwanzig Minuten mehr oder weniger nach vorn, in der Hoffnung auf einen Torerfolg, ziehen uns zurück und warten auf Fehler der Gegner. Im Hinblick auf den möglichen Erfolg einfach zu wenig, nein jämmerlich.
Ist das wirklich alles was wir anzubieten haben?
Wo ist die Spielfreude, der Spielwitz, die Leidenschaft usw., usw.?
Und dabei kann man nicht behaupten, dass Favre die Mannschaft nicht erreicht oder sie nicht motivieren könnte. Nein die Mannschaft spielt tapfer und unbeirrt ­den vorgegeben Stiefel runter. Gut sieht irgendwie etwas blutleer aus, aber haben wir Geduld und Vertrauen. Es sind ja noch einpaar Spiele und die nächste Saison kommt bestimmt.
Selbst die defensive Spielweise ist irgendwo nachzuvollziehen, da wir in der Innenverteidigung nicht gerade auf Rosen gebettet sind.
Konkurrenzsituationen und B-Lösungen sind ja nicht unser Ding. Da kann es passieren, dass man in zwei Transferperioden nicht zum Zuge kommt. Übrigens erhöht eine fortwährende, quantitative Aufzählung der IVs nicht deren Qualität.
Und genau genommen könnte so ein kurzfristiger Erfolg wie das Erreichen der CL, ja kontraproduktiv hinsichtlich der langfristig angelegten Vereinsphilosophie sein und den Masterplan gehörig ins Wanken bringen. Man denke nur an andere Vereine, denen das nicht gut bekommen ist.
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