Hertha BSC Hertha BSC
deadline-day banner
Kay Bernstein
Geburtsdatum 30.09.1980
Alter 43
Nat. Deutschland  Deutschland
Funktion ---
Akt. Verein ---

Kay Bernstein [✝]

26.06.2022 - 16:26 Uhr
Kay Bernstein [✝] |#1851
22.06.2023 - 18:21 Uhr
Zitat von 030berlinstand
Zitat von DrDeDre

Zitat von 030berlinstand

Den Fehler mit den Finanzen hat er doch eingesehen und bestätigt. Das darf man aber nicht schwarz-weiß sehen.

Du kommst in ein Konstrukt rein, wo es hauptamtliche Verantwortliche für den Bereich Finanzen gibt, wo man eigentlich davon ausgehen sollte ,dass es kurzfristige und mittelfristige Planungen geben sollte und diese von den Personen auch an den Präsidenten weiter getragen werden.

Wie groß wäre wohl der Aufschrei hier/ medial und extern gewesen, wenn eines der ersten Amtshandlungen eines Präsidenten die Hinzunahme eines externen Finanzexperten/ einer Unternehmensberatung gewesen wäre? Würde man nicht die handelnden Personen diskreditieren?
...
/quote]
Sorry, aber das ist Kokolores bzw. du versuchst das (Nicht-)Handeln zu relativieren/entschuldigen.

1) Es muss für einen Präsidenten egal sein, was andere über dessen Handeln denken, wenn es aber das richtige ist.
Oder anders ausgesagt, er darf doch nicht zwingend erforderliches Handeln deshalb nicht ausführen, weil es einen Aufschrei geben könnte.
Was ist das denn für ein unsinniges Argument?

2) In meinem Umfeld hätte es keinen Aufschrei geben, im Gegenteil. Man wusste ja, dass es Hertha seitDekaden finanzielle schlecht geht und man wusste auch durch die Bilanzen, dass es zur Wahl finanziell sehr schlecht um Hertha stand.
Da hätte man definitiv nicht aufgeschrien, im Gegenteil, es wurde erwaret, dass er selbst sich einen Überblick verschafft, ggffs mit externer Expertise.

3) Es ist seine Hauptaufgabe bzw. die des Präsidiums, die GF zu überwachen.
Wenn er da nicht macht, dann ist seine Position überflüssig.
In der Schule sagt man Note 6, am Thema vorbei.


Hast du meinen ersten Satz überhaupt wahrgenommen?

Es geht hier nicht um Relativierung - es geht hier darum, dass bei Hertha ein Umfeld existent war, der es einen nicht gerade leicht gemacht hat. Stichwort Maulwurf. Zudem arbeitest du immernoch mit Menschen, die auf gewisse Dinge unterschiedlich handeln und es bestimmt nicht leicht ist, moderat zu handeln.

Sofern in seinen Gedanken anfangs die externe Hilfe bei der Einschätzung der finanziellen Lage/ des Ausblicks keine Rolle gespielt hat, dann nochmals - ist es ihm definitiv vor zuwerfen.

Der Grad zwischen interne Arbeit und externe Hilfe ist aber auch nicht so trivial zu beantworten, denn da brauchst wirklich Expertise.

Wenn ich mir den damaligen Versuch mit Hertha als Startup von einer Hamburger Marketing-Agentur anschaue, dann muss ich einfach mit dem Kopf schütteln.

In meiner Welt ist Verkauf, Marketing und Finanzen immernoch Chefsache und du solltest für dein Unternehmen/ Projekt einen klaren Plan und vor allem Überblick haben.

Vertrauen ist ok - Kontrolle besser und da war zu naiv im Glauben, dass er Reisende noch hinter sich bringen kann.
Als Laie weiß ich aber auch nicht, wie teuer eine solche sanierungsbedingte Beratung ist und inwieweit ein Präsident das eigenständig angehen kann.

Aber da wisst ihr ja bestimmt mehr...


Ja, ich habe deinen ersten Satz wahrgenommen.

Nur finde ich ihn unpassend.

Das ist eben kein "kleiner Fehler", wo man sagen kann, dass man diesen eingesteht und alles ist tutti.
Das war ein existenzgefährdener schwerer Fehler, er hat die Hauptaufgabe seines Amtes eben einfach nicht gemacht.
Und das kann und muss man dann auch so klar festhalten und bewerten.

Warum lässt er sich dann in dieses wichtige Amt wählen, wenn er diese wichtige Aufgabe nicht angeht?
Für Fahradtouren oä da hätte es dieses Amtes nicht gebraucht, das hätte er auch anders organisieren können.
Und für die Strukturen ist/sind die GF da.
Das er hierbei . seinen eigenen Aussagen zu Folge - den/dem GF ordentlich reingefunkt hat, das stört dich nicht, aber bei den Finanzen da soll er es laut deiner Meinung aber nicht tun.
Das passt doch hinten und vorne nicht, was du suggerieren willst.
Kay Bernstein [✝] |#1852
23.06.2023 - 18:05 Uhr
Zitat von InsideOut
Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


DrDeDre will nicht, dass Schiller und Gegenbauer „ins Boot“ geholt werden, wenn es darum geht die Verantwortlichen zu finden für unsere prekäre Lage. Er möchte, dass alles an Bernstein hängenbleibt. Dass ist offensichtliches Bashing

•     •     •

Most people do not listen with the intent to understand, they listen with the intent to reply ...
Kay Bernstein [✝] |#1853
23.06.2023 - 18:45 Uhr
Zitat von Ron-D

Zitat von InsideOut

Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


DrDeDre will nicht, dass Schiller und Gegenbauer „ins Boot“ geholt werden, wenn es darum geht die Verantwortlichen zu finden für unsere prekäre Lage. Er möchte, dass alles an Bernstein hängenbleibt. Dass ist offensichtliches Bashing

Was ein Blödsinn.
Und unredlich dazu. Wer das WOrt Bashing nutzt, der will idR gar keinen Diskurs, der will nur diesen sabotieren.

Schiller habe ich immer kritisiert (genauso Gegenbauer) und es ist zweifellos, dass dieser dem Verein finanziell extrem geschadet hat.
Ich habe nie etwas anderes ausgesagt. Nie. Nirgends.

Da ändert aber nichts daran, dass Bernstein eben auch (bisher) sehr überschaubar agiert hat.
Und das willst du scheinbar negieren bzw. jeden Diskurs darüber sabotieren und jeder Kritik an Bernstein so die Legitimation entziehen.


Darf man das Handeln von Menschen nicht kritisieren, wenn die Vorgänger katastrophal waren?
Egal, wie schlecht der Nachfolger auch agieren mag?
Ist es das, was du aussagen willst?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DrDeDre am 23.06.2023 um 18:51 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1854
26.06.2023 - 07:40 Uhr
Hertha-Boss Bernstein im Interview: "Wir legen gerade eine Vollbremsung hin"

"Hertha ist auf dem Weg zurück in die Realität"
Auch wenn der drohende Lizenzentzug abgewendet werden konnte, sieht der Präsident den Traditionsklub weiterhin in einer überaus schwierigen finanziellen Lage. "Hertha liegt immer noch auf der Intensivstation", erklärt Bernstein. "Der Unterschied zu 2022: Es stehen jetzt mehr Ärzte und mehr Helfer am Bett." Und weiter: "Hertha ist auf dem Weg zurück in die Realität und inzwischen hier und da gezwungenermaßen im Notbetrieb. Wir haben jetzt feste Budgetgrenzen, die wir - egal, was passiert - nicht sprengen werden." Der Klub erfahre "viel Zuspruch, das treibt uns an. Aber wahr ist auch: Hertha ist noch nicht über den Berg."

....
Kay Bernstein [✝] |#1855
26.06.2023 - 10:29 Uhr
Zitat von CAPTAINstonie
Hertha-Boss Bernstein im Interview: "Wir legen gerade eine Vollbremsung hin"

"Hertha ist auf dem Weg zurück in die Realität"
Auch wenn der drohende Lizenzentzug abgewendet werden konnte, sieht der Präsident den Traditionsklub weiterhin in einer überaus schwierigen finanziellen Lage. "Hertha liegt immer noch auf der Intensivstation", erklärt Bernstein. "Der Unterschied zu 2022: Es stehen jetzt mehr Ärzte und mehr Helfer am Bett." Und weiter: "Hertha ist auf dem Weg zurück in die Realität und inzwischen hier und da gezwungenermaßen im Notbetrieb. Wir haben jetzt feste Budgetgrenzen, die wir - egal, was passiert - nicht sprengen werden." Der Klub erfahre "viel Zuspruch, das treibt uns an. Aber wahr ist auch: Hertha ist noch nicht über den Berg."

....


Sind dann auch immer wieder die gleichen Fragen und entsprechend die gleichen Antworten und Floskeln. 0 Inhalt
Kay Bernstein [✝] |#1856
26.06.2023 - 10:58 Uhr
Zitat von DrDeDre
Zitat von Ron-D

Zitat von InsideOut

Zitat von Starslayer

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ron-D

Zitat von DrDeDre

Zitat von Ebert88

Zitat von Ron-D

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Skjelbred-Fan

Zitat von DrDeDre

Zitat von Curryeck

Zitat von

Und prinzipiell ist die Idee einer Gehaltsobergrenze ja aus mehreren Punkten attraktiv:
Zum einen verhindert sie finanzielle Debakel wie bei Hertha, 1860, Aachen usw.
...
Zum anderen würde es - je nachdem wie die Obergrenze dann konkret ausformuliert ist - zu mehr Parität führen, da es sich große Vereine nicht mehr einfach so leisten können, Spieler überbezahlt auf die Bank zu setzen.
...
Insgesamt funktioniert das mit dem salary Cap im amerikanischen Sport ja auch sehr gut. Mittelfristig muss der Fußball sich ja auch mal überlegen, wie er die zunehmende Monopolisierung der nationalen und internationalen Ligen eindämmt. Eine Gehaltsobergrenze wäre da meiner Meinung nach eine der realistischsten Optionen.


Wo hätte denn die Gehaltsobergrenze gelegen, die das Debakel von Hertha verhindert hätte? Die Spanne bei den Gehaltsausgaben zwischen den Vereinen ist riesengross. NIemals hätten Bayern, Dortmund, Leipzig etc. solch einer niedrigen Obergrenze zugestimmt. Wäre die Gehhaltsobergrenze zu hoch, hätte das Hertha nicht gerettet. Und international wäre das genauso. Barca, Real und Atletico würden z.B. in Spanien nicht zustimmen. Es gibt europaweit kein Gremium, das eine Gehaltsobergrenze festlegen könnte.

Die US-Sportligen sind Quasi-Monopolisten, die DFL konkurriert aber mit der Premier League, La Liga, Serie A. In den US-Ligen gilt eine einheitliche Salary Cap für alle Teams. Das funktioniert aber nur, weil alle Teams einen Besitzer haben. Da gibt es kein 50+1. Hätte jede Mannschaft in der DFL einen Scheich als Besitzer der theoretisch unendlich Geld in die Mannschaft pumpen könnte, würde eine Obergrenze Sinn machen. Ausserdem müsste die Champions-League abgeschafft werden, die das ökonomische Gefälle zwischen den Vereinen noch vergrößert hat. In den US-Ligen gibt es sowas nicht.

Laut "Sportico.com" hat jedes NFL-Team in der Saison 2021 gut 345 Millionen US-Dollar an nationalen Einnahmen erhalten, das berichten Liga-interne Quellen. In der Summe enthalten sind nationale Medienrechte, Ligasponsoring sowie geteilte Einnahmen und Lizenzgebühren von verschiedenen Tochtergesellschaften. Die NFL ist das Produkt und wird zentral vermarktet. Unter den Voraussetzungen funktioniert auch ein Salary-Cap.

Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was Bernstein jetzt versucht ist, die Schuld auf Umstände, Vorgänger, etc. zu schieben.


Na wer auch sonst ist denn für die aktuelle Misere verantwortlich? Bernstein hat Windhorst nicht in den Verein geholt. Bernstein hat nicht Klinsmann in den Aufsichtsrat geholt. Bernstein hat Klinsmann nicht zum Trainer gemacht. Bernstein hat auch nicht überteuerte Spieler verpflichtet und Corona - das wie ein Brandbeschleuniger gewirkt hat - hat Bernstein auch nicht gezüchtet. Bernstein hat auch nicht Bobic verpflichtet. Kurz gesagt: Dass 374 Windhorst-Millionen jetzt weg sind und Hertha trotzdem finanziell miserabel da steht, kann man an Bernstein nun am allerwenigsten festmachen. Mir wird das Ganze auch zu sehr auf die Person des Präsidenten reduziert, denn er alleine wird keine Entscheidungen durchwinken können, wenngleich sein Wort natürlich Gewicht hat.

Was Bernstein aber grundsätzlich meint, ist wohl, dass das ständige Rattenrennen ein Ende haben muss. Vereine wie Bayern, Dortmund und Leipzig haben sich, teils mit fußballfremden Kapital, teils durch die ungleichmäßige TV-Geldverterteilung bzw der exorbitanten CL-Einnahmen einen großen Wettbewerbsvorteil verschafft, den ein Verein wie Hertha nur schwer aufholen konnte. Dass Leute wie Gegenbauer und Co. sich dann bemüßigt fühlen, um diese Lücke mittels eines Investors zu schließen, kann man gewissermaßen vielleicht nachvollziehen. Aber dieses Ansinnen hat den Verein letztlich nicht nachhaltig sondern ruinös handeln lassen. Ich glaube, das sollte der Kern der Aussage sein.

Zitat von DrDeDre

Warum man jetzt auf den letzten Drücker aber Geld auftreiben muss, wo er ja schon 13 Monate im Amt ist, das lässt er unerwähnt. Da hat man auch nach Gegenbauer/Schiller und der Geldverbrennung die eigenen Hausaufgaben nicht gemacht, wenn man jetzt noch Gelder auftreiben muss für zB die Anleihe.


Naja, wie will ein Präsident in 13 Monaten Amtszeit einen kompletten Turnaround hinbekommen, wenn die Verträge schon vorher gemacht wurden und aus noch immer laufenden Verträgen nicht rauskommst? Die einzige Möglichkeit wäre evtl gewesen, dass das Präsidium gegenüber Bobic mal ein Stop-Schild setzt, was der exzessiven Neueinstellung von immer neuen Mitarbeitern betrifft, die während der Amtszeit des aktuellen Präsidiums eingestellt wurden. Aber sonst? Auf die 40 Mio.-Anleihe hatte Bernstein keinen Einfluss. Die hat er nicht auflegen lassen und er kann jetzt nur zuschauen, wie der Termin der Fälligkeit immer näher rückt. Genauso hat er es nicht zu verantworten, dass Hertha Spieler mit überhöhten Gehälter an der Backe hat, deren Verträge vor seiner Amtszeit geschlossen wurden und die man nun nicht mehr los wird. Bei Bobic hat die Vereinsführung die Notbremse gezogen, was womöglich auch nicht für eine finanzielle Entlastung sorgen wird. Die Kosten galoppieren immer weiter und das wird sich erst ändern, wenn die Altverträge - wie auch immer - enden.

Die aktuelle Vereins-Führung hat einfach noch mit den ganzen Fehlentscheidungen zu kämpfen, die uns die Herren Klinsmann, Gegenbauer, Preetz und Bobic eingebrockt haben. Das aktuelle Präsidium, oder von mir aus Kay Bernstein, kann man nur für die Entscheidungen verantwortlich machen, die sie selbst aus freien Stücken getroffen haben. Mit "aus freien Stücken" ist gemeint, dass auch eine alternative (bessere) Entscheidungs-Option möglich gewesen wäre und nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hatte. Hier kann man gerne die Bobic-Entlassung anführen, weil es möglicherweise besser gewesen wäre, ihn früher zu feuern. Auch an den Entscheidungen pro Weber, Zecke und Dardai wird sich Bernstein bzw das Präsidium messen lassen müssen.


Wer spricht denn von kompletten Tournaround?
Ich habe ja sogar geschrieben, dass ein ausgeglichener Haushalt "dank" der Vorgänger nicht möglich war.


Aber Bernstein hätte den Turnaround ja schon vor 13 Monaten einleiten können, oder etwa nicht?
Hertha hat aber augenscheinlich erst vor wenigen Wochen, definitiv viel zu spät angefangen, Maßnahmen einzuleiten die die Liquidität sichern, die die Lizenz der kommenden Saison ermöglichen.
Das Fälligkeitsdatum der Anleihe war bekannt, die teuren Einstellungen zB von C.Jahn, die hat Bernstein mindestens mitzuverantworten.

Egal, wie mies die Vorgänger waren und wie mies die Ausgangslage war, er hat ja mit Amtsantritt nicht dagegengesteuert, im Gegenteil sogar hat Hertha unter weitere Gelder ausgegeben, die nicht mit schon vorhanden Verträgen der Vorgänger rechtzufertigen sind.


Schiller, Preetz, Gegenbauer waren eine absolute Katastrophe mit ihrem Handeln.
Bobic hat ebenso nichts positiv bewirkt.

Aber Herrich und Bernstein haben deshalb ja keinen Freifahrtschein und hätten eher und besser gegensteuern können.
Aus dieser Verantwortung können die sich nicht mit dem Verweis auf die Vorgänger entziehen.
Bernstein ist angetreten mit dem Wissen um die finanzielle Schieflage des Vereins. Warum er erst vor wenigen Wochen Maßnahmen einleitet, wie Hertha zu ausreichend Geld für die neue Saison kommt, das kann, nein das muss man kritisieren. Jetzt muss man auf den letzten Drücker, mit miesester Verhandlungsposition Geldgeber finden.
Vor einem Jahr, da wäre alles leichter gewesen und man hätte viel mehr Zeit gehabt.


Und noch was:
Wenn du meinst, dass das Hertha-Dilemma erst mit Windhort und Klinsmann anfing, dann bist du immernoch schlecht informiert.
Hertha war vorher auch schon stark defitzität Jaht für Jahr.
Ohne KKR wären die Lichter wohl ausgegangen - das war eigentlich nichts anderes, als ein Kredit.
Ohne Tennor hätte man KKR nicht bezahlen können.

Das ist ein strukturelles Proböem über mehrere Dekaden.


Jepp, mit deinem letzten Absatz gebe ich Dir absolut Recht. KKR hat die zuvor erwirtschafteten Defizite zugekleistert und durch Windhorst bzw der Anleihe wurde das KKR-Problem gelöst. Aber daran sieht man, wie ereignisreich es bei uns in den letzten 4 Jahren abseits des Rasens war. Da hat man sowas nicht mehr direkt auf dem Schirm, weil es gefühlt 30 Jahre her ist augen-zuhalten


Die letzten 4 Jahre, genau darum geht es. Deswegen bringt das Bashing gegen Bernstein nichts, weil die Schulden und Zahlungsverpflichtungen zu 90% schon vor der Bobic-Zeit verursacht wurden. Langfristige Verträge, Gehälter und Schulden.
Da kann man nicht mal eben so gegensteuern, wie das einige naive User hier immer wieder Bernstein unterschieben wollen. Der Krug ist schon vor Jahren in den Brunnen gefallen und zwar so tief, dass da niemand mehr rangekommen wäre.


Die Anleihe wurde doch aufgenommen um KKR abzulösen, nur dadurch konnte Tennor/Windhorst einsteigen. Ich weiß halt wirklich nicht, warum man von den 374 Mio. nicht die 40 für die Anleihe zur Seite geschafft hat. Dann hätte man diese jetzt Problemlos Ablösen können. Hat wirklich jemand geglaubt, dass wir in diesem Zeitraum einen Überschuss von 40 Millionen erwirtschaften? Und das ist es, was mich am meisten aufregt. Die dafür Verantwortlichen Personen sind alle weg und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden! Bernstein kann dafür tatsächlich gar nichts und woher er innerhalb von einem Jahr soviel Geld hätte auftreiben sollen müssen mir seine Kritiker erstmal erklären.


Warum hat Bernstein das Sanieringskonzept erst vor wenigen Wochen gestartet, statt schon direkt nach Amtsantritt?
Den Schuh muss er sich sehr wohl anziehen.

Er hätte in diesem Jahr nicht alle finanziellen Probleme ins Gegenteil Lenten können, klar, dafûr war die Ausgangslage der Vorgänger zu mies.
Aber das erwartet auch keiner, auch wenn dir Bernstein-Verteidiger das suggerieren wollen.

Es gibt aber eben noch viel Platz zwischen komplettem, gelingenem Tournaround und einem weiter hin steigendem Personaletat (inklusive Jahns einstellung).



Und, wenn du das Nichtablösen der 40 Mio Anleihe zu früheren Zeiten kritisieren, dann hast du Recht, aber du Zeit at auch, dass du die finanzielle Situation unserer Hertha noch nicht verstanden hast:
Die 40-Mio Anleihe ist ja nur ein Teil des Problems.
Die Ausgaben sind zu groß, für Spieler, aber auch Geschaftsstelle, Bankbürgschaften weg, Hauptsponsor fehlt, etc.
Alles geht man jetzt auf den letzten Drücker an..


Nee, ist genau andersrum: die Frage muss lauten, warum haben Gegenbauer und Schiller samt Aufsichtsrat nicht die Sanierungen eingeleitet???
Schiller hat sich vom Hof gemacht und der Aufsichtsrat hat anscheinend nichts gewusst oder er hat sich unwissend gestellt, was die finanzielle Dringlichkeit angeht. Ansonsten hätte Bernstein garantiert sofort reagiert. Die ganze Sache scheint mir sehr gut in die Überschrift „gespaltener Verein“ zu passen. Wichtige Informationen zu verschweigen, um Andere auflaufen zu lassen ist doch typisch unser Verein


Das ist doch wieder Realtivierung hoch 10, weil man unbedingt Bernstein einen Freifahrtschein ausstellen will.
Wieder wird vermengt und werden andere Nichtleistungen anderer Personen mit ins Boot geholt.

Bernsteins Wirken kann und muss man aber isoliert von anderen Personen vor seiner Amtszeit bewerten.

Egal, was andere vorher für einen Bockmist verzapft haben und selbst wenn man glaubt, dass Schiller, AR und alle anderen Bernstein haben bewusst auflaufen lassen, dann trägt er für seine Amtszeit trotzdem die Verantwortung.
Er muss als Chef die Zahlen ja selbst prüfen, es ist sein Job solche Dinge zu wissen.

Davon ab, war es ja bei seinem Amtsantritt bekannt auch ihm, das sagte er ja sogar - dass der Verein finanziell nicht alles im Lot hat.
Da MUSS er sich selbst ein Bild verschaffen. Und wenn ihm dafür die Kompetenz fehlt, dann engagiert er eben externe Fachleute.
DAS wäre sein Job gewesen. Mit Amtantritt.
Und er hat sich ja in der Geschäftsstelle sogar niedergelassen. Was macht er da den ganzen Tag?
Er ist lieber Rad gefahren, etc.


Das stimmt doch so überhaupt nicht. Du tust so als ob Bernstein für alles alleine verantwortlich ist und das stimmt nun mal einfach nicht.

Kay Bernstein ist Präsident des eV und damit Vorsitzender des Präsidiums. Das Präsidium hat aber noch ein paar Mitglieder mehr, also Bernstein ist da kein Alleinunterhalter. Des Weiteren ist er auch nicht nur für die Abteilung Fußball verantwortlich, der eV hat noch ein paar andere Sportarten, für die er, als Präsident des eV die Verantwortung trägt. Dann gibt es da einen Aufsichtsrat, jeweils für den eV und die KGaA, wer da wo drin sitzt, kannst du easy selbst googeln, ohne deren Zustimmung kann der Präsident garnichts machen.

Das was du da beschreibst, ist genau das was die 50+1 Regel verhindern soll, nämlich das ein einzelner hier das Sagen hat. Ich weiß, es ist nicht leicht zu ertragen, dass es nicht so einfach ist und man nicht so ohne weiteres den einen Schuldigen anprangern kann. Hier in dem Verein haben in den letzten, locker 10 Jahren, soviele Kontrollinstanzen versagt, das man eigentlich schon heulen könnte und vom Vorsatz ausgehen muss.

Aber nochmal kurz zurück zum Präsidium. Das einzige was das Präsidium machen kann, um Einfluß auf die Geschäfte der KGaA zu nehmen, ist deren Geschäftsführer bestellen. Das hat man getan, in dem man Thomas Herrich zum neuen Geschäftsführer ernannt hat und das ging nur mit der Zustimmung des Aufsichtsrates, deren Vorsitz hat Hr. Frank Brüggemann.

Das bedeutet, wenn Hertha BSC die Lizenz für die 2. Liga nicht erhält, dann ist dafür nicht Bernstein verantwortlich, sondern Thomas Herrich. Für den Sektor der Finanzen der KGaA ist, soweit ich das herausfinden konnte, Björn Bäring verantwortlich und sportlicher Leiter ist Benjamin Weber.

Du kannst das Präsidium nun dafür verantwortlich machen diese Leute eingesetzt zu haben, aber nicht Bernstein alleine.

Was ich sagen will, die Führung eines Fussballvereins ist komplex und kompliziert. Weit komplizierter als ihr das hier gerne darstellen wollt, auf eurer lächerlichen Suche nach dem einen Schuldigen, den es halt nicht gibt. Der Rest dieser "Diskusionskultur" hier basiert auf nackter Unkenntnis darüber, wie Fussballvereine wie Hertha BSC eigentlich geführt werden und an Hand deines Postes kann man das wunderbar sehen.


Ich finde ihr nehmt euch da beide nicht viel. Ich verstehe den Punkt von DrDeDre, als auch von dir, Starslayer.
Ich sehe in den Ausführungen allerdings nicht, dass DrDeDre Bernstein als allein Verantwortlichen darstellt.
Und du hast recht Starslayer, was die Verantwortlichkeiten betrifft. Für mich klingt es bei dir aber grade so, als würdest du Bernstein bzw. vielmehr den Präsidenten des Vereins, und somit auch unseren ehemaligen Präsidenten, von jeglicher Verantwortung frei sprechen.
Bernstein kann das alles alleine nicht umkehren, richtig. Dafür bräuchte er die Unterstützung bzw. Zustimmung der jeweiligen Gremien. Aber beispielsweise öffentlich zu äußern die Saison sei durchfinanziert halte ich für sehr schwierig. Und da bin ich der Meinung, dass Bernstein sich so weit hätte informieren müssen, um solche Aussagen nicht zu tätigen. Wenn sich jemand der finanziellen Situation nicht zu 100 % bewusst ist, sollten solche Aussagen nicht getroffen werden.


DrDeDre will nicht, dass Schiller und Gegenbauer „ins Boot“ geholt werden, wenn es darum geht die Verantwortlichen zu finden für unsere prekäre Lage. Er möchte, dass alles an Bernstein hängenbleibt. Dass ist offensichtliches Bashing

Was ein Blödsinn.
Und unredlich dazu. Wer das WOrt Bashing nutzt, der will idR gar keinen Diskurs, der will nur diesen sabotieren.

Schiller habe ich immer kritisiert (genauso Gegenbauer) und es ist zweifellos, dass dieser dem Verein finanziell extrem geschadet hat.
Ich habe nie etwas anderes ausgesagt. Nie. Nirgends.

Da ändert aber nichts daran, dass Bernstein eben auch (bisher) sehr überschaubar agiert hat.
Und das willst du scheinbar negieren bzw. jeden Diskurs darüber sabotieren und jeder Kritik an Bernstein so die Legitimation entziehen.


Darf man das Handeln von Menschen nicht kritisieren, wenn die Vorgänger katastrophal waren?
Egal, wie schlecht der Nachfolger auch agieren mag?
Ist es das, was du aussagen willst?


Ich kenne mich auf diesem Feld nicht aus und gerne würde ich wissen, wie Präsidenten anderer Vereine das tägliche Geschäft handhaben und welche Kontrollmechanismen wann greifen.

Glaube jedoch nicht, dass die finanziellen Themen operativ im Handlungsbereich eines Präsidenten liegen. Auch bei Bayern gibt es dafür einen abgestellten Finanzvorstand und war nicht operativ in Persona von Uli vertreten.

Bei Hertha haben wir es mit einem Kollektivversagen zu tun gehabt und nur die absoluten Profis mit reinem Gewissen hätten gleich zum Anfang die richtigen Fragen/ Gedankengänge und das notwendige Handeln gehabt.

Was mir schleierhaft ist, dass man auf gewisse Aussagen vertraut hat...gab es da keine fachgerechte Übergabe von Schiller zu Herrich/ Bobic? Wie haben diese GF miteinander denn gearbeitet und wo waren unsere RA in den Gremien, die über die Verträge schauen? Waren sie im Land der Träume und spielten Malen nach Zahlen?
War Herrich nie in die Durchfinanzierung der kommenden Saisons eingebunden?

Gerne kann hier jemand von euch mal rein schreiben, was eine finanzielle Bestandsaufnahme durch eine externe Unternehmensberatung innerhalb von 3 Monaten kostet. Denn das wäre wahrscheinlich die beste Lösung gewesen, auch wenn auch diese Beratung fehlerhaft sein kann.

Mit der Bezeichnung Intensivstation trifft es bei Hertha ganz gut und bei einer Genesung kann es auch mal für eine Zeit schlimmer werden.

Hoffen wir mal, dass wir genesen und leider müssen wir durch diese Zeit durch.

Im Fußball reichen 1-3 Menschen aus, um den Verein erfolgreich zu hebeln. Siehe leider Union mir Ruhnert und Fischer.

Ich bin davon überzeugt, dass in unserer Situation fast nur Dardai den Wiederaufstieg schaffen kann. Wir werden da kein Hurra-Fußball erleben, sondern uns dem spielerischen Vermögen der 2.Liga anpassen und sehr unangenehm zu bespielen sein.
Kay Bernstein [✝] |#1858
01.07.2023 - 08:33 Uhr
Zitat von McDuffy

Quelle: www.n-tv.de
a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html
https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html

Interview bei n-tv


Hatte sein Interview auch als erste Frühstückslektüre gelesen gehabt. Muss sagen das ich seine ganze Art, wie er uns mitnimmt, echt positiv finde. Zudem gefallen mir seine Gedanken und Argumente. Dieses teilhaben lassen, gab es vor ihm nicht, da wurde einfach kein Wert drauf gelegt. Es wurde eigentlich immer alles fein im stillen Kämmerlein kommuniziert und der Fan wurde schön auf Distanz gehalten.

Egal wie es gerade um uns steht, ich bin echt froh das der Wind sich gedreht hat. Die Art wie Gegenbauer aber auch Preetz den Fan mitgenommen haben, konnte ich nie nachvollziehen. Das mehr geht als Mitgliederversammlung um den Fan mitzunehmen, wird durch Kay endlich sichtbar. daumen-hoch

•     •     •

Tellerrand bestimmst nur Du allein

Dieser Beitrag wurde zuletzt von Gruenschnabel am 01.07.2023 um 08:53 Uhr bearbeitet
Kay Bernstein [✝] |#1859
01.07.2023 - 08:41 Uhr
Zitat von Gruenschnabel
Zitat von McDuffy

Quelle: www.n-tv.de
a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html
https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html

Interview bei n-tv


Hatte sein Interview auch als erste Frühstückslektüre gelesen gehabt. Muss sagen das ich seine ganze Art, wie er uns mitnimmt, echt positiv finde. Zudem gefallen mir seine Gedanken und Argumente. Sowas gab es vor ihm nicht, da wurde einfach kein Wert drauf gelegt. Alles fein im stillen Kämmerlein kommunizieren und den Fan ja schön auf Distanz halten.

Egal wie es gerade um uns steht, ich bin echt froh das der Wind sich gedreht hat. Die Art wie Gegenbauer aber auch Preetz den Fan mitgenommen haben, konnte ich nie nachvollziehen. Das mehr geht als Mitgliederversammlung um den Fan mitzunehmen, wird durch Kay endlich sichtbar. daumen-hoch

DU hast es gut ! ! !
Ich sehe das leider nicht ganz so rosarot ! ! !

•     •     •

Hertha ist Liebe und LEIDENschaft.
Im schlimmsten Fall eine sexuelle Ausrichtung.
—————————————-
Der Kluge lernt aus allem und von jedem,
der Normale aus seinen Erfahrungen
und der Dumme weiß alles besser.

Sokrates
Kay Bernstein [✝] |#1860
01.07.2023 - 09:46 Uhr
Zitat von Der-Neue

Zitat von Gruenschnabel

Zitat von McDuffy

Quelle: www.n-tv.de
a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"a href="https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html" class="intforum track_me" target="_blank" style="background-color:transparent;"https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html
https://www.n-tv.de/sport/Der-Fall-Lars-Windhorst-hat-mir-die-Augen-geoeffnet-article24230364.html

Interview bei n-tv


Hatte sein Interview auch als erste Frühstückslektüre gelesen gehabt. Muss sagen das ich seine ganze Art, wie er uns mitnimmt, echt positiv finde. Zudem gefallen mir seine Gedanken und Argumente. Sowas gab es vor ihm nicht, da wurde einfach kein Wert drauf gelegt. Alles fein im stillen Kämmerlein kommunizieren und den Fan ja schön auf Distanz halten.

Egal wie es gerade um uns steht, ich bin echt froh das der Wind sich gedreht hat. Die Art wie Gegenbauer aber auch Preetz den Fan mitgenommen haben, konnte ich nie nachvollziehen. Das mehr geht als Mitgliederversammlung um den Fan mitzunehmen, wird durch Kay endlich sichtbar. daumen-hoch

DU hast es gut ! ! !
Ich sehe das leider nicht ganz so rosarot ! ! !

Manchen Fans reicht die verbreitete Stimmung und das gesprochene Wort. Für Andere ist das reale Handeln und die erzeugten Ergebnisse der Maßstab.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Borse am 01.07.2023 um 09:52 Uhr bearbeitet
  Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?

  Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Diesen Beitrag alarmieren
  Lesezeichen
  Abonnierte Threads
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Guter Beitrag
  Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.
Widerruf Tracking & Cookies

Du hast erfolgreich deine Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die du zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt hast. Du kannst dich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden. Bitte beachte, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wende dich diesbezüglich an datenschutz@transfermarkt.de.