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Kasper Hjulmand
Geburtsdatum 09.04.1972
Alter 54
Nat. Dänemark  Dänemark
Funktion Trainer
Akt. Verein Vereinslos

Kasper Hjulmand

09.09.2025 - 09:06 Uhr
Kasper Hjulmand |#851
30.05.2026 - 22:47 Uhr
Vielleicht ist ja auch die Trennung noch nicht unbedingt durch. Was ist wenn sich kein guter Trainer findet? Vielleicht macht man ja doch mit ihm weiter. Ich befürworte das nicht, aber bei unserem Glück mit neuen Trainern ( gerade nach dem letzten Jahr ) wäre ich auch vorsichtig 😂
Kasper Hjulmand |#852
30.05.2026 - 22:58 Uhr
Ich hätte tatsächlich auch eher weniger was dagegen mit ihm weiter zu machen, bevor man hier mit der siebten Lösung antanzt.

•     •     •

¯\_(•-•)_/¯
Kasper Hjulmand |#853
31.05.2026 - 06:58 Uhr
Zitat von juced
Ich hätte tatsächlich auch eher weniger was dagegen mit ihm weiter zu machen, bevor man hier mit der siebten Lösung antanzt.

Die Sicht kann ich nachvollziehen weil sich allle vor den Korkuts oder Herrlichs dieser Welt fürchten. Aber die Gründe sich von Hjulmand zu trennen sind ja weiter existent. Dazu wäre er doch von vorne herein ohne Autorität. Das wäre eine Notnagelnummer ohnegleichen. Eine Idee wertes machen soll habe ich allerdings auch nicht.
Kasper Hjulmand |#854
31.05.2026 - 08:09 Uhr
Zitat von Bayerfan1991

Zitat von juced

Ich hätte tatsächlich auch eher weniger was dagegen mit ihm weiter zu machen, bevor man hier mit der siebten Lösung antanzt.

Die Sicht kann ich nachvollziehen weil sich allle vor den Korkuts oder Herrlichs dieser Welt fürchten. Aber die Gründe sich von Hjulmand zu trennen sind ja weiter existent. Dazu wäre er doch von vorne herein ohne Autorität. Das wäre eine Notnagelnummer ohnegleichen. Eine Idee wertes machen soll habe ich allerdings auch nicht.

Halte KH auch grundsätzlich für einen fähigen Trainer mit dem ich in einem Vakuum leben könnte, aber vor dem Hintergrund der letzten Saison würde ich mir eine Änderung auf der Trainerbank wünschen. Es überwiegen bei mir die Zweifel, dass er das Team selbst mit einer kompletten Vorbereitung wirklich weiter bringen kann. Dazu die Unruhe mit einigen Spielern (ohne hier beurteilen zu wollen von wem das ausging), verbesserungswürdiges Ingame-Coaching/Auswechslungen und die, aus meiner Position, unverständliche Nichtberücksichtigung einiger Spieler.
Denke mit KH weiter zu machen würde auch einige personelle Änderungen bei den Spielern bedeuten die man sich mit einem neuen Trainer sparen könnte. Wie sehen denn z.B. Tape, Equi oder auch Badé ihre Chancen wenn der Trainer nächste Saison wieder KH heißt?
Dieser Beitrag wurde zuletzt von highbury04 am 31.05.2026 um 08:10 Uhr bearbeitet
Kasper Hjulmand |#855
31.05.2026 - 12:08 Uhr
Kann mir auch nicht wirklich eine besserung vorstellen, wenn KH die Vorbereitung übernimmt. Ich hatte das Gefühl je mehr er Zeit hatte desto schlechter sind wir geworden, oder habt ihr eine Besserung gesehen, nachdem wir aus der Champions Leauge ausgeschieden sind. Hätte mir da eine deutliche Besserung erhofft.
Kasper Hjulmand |#856
31.05.2026 - 12:37 Uhr
Zitat von Philipp1904
Kann mir auch nicht wirklich eine besserung vorstellen, wenn KH die Vorbereitung übernimmt. Ich hatte das Gefühl je mehr er Zeit hatte desto schlechter sind wir geworden, oder habt ihr eine Besserung gesehen, nachdem wir aus der Champions Leauge ausgeschieden sind. Hätte mir da eine deutliche Besserung erhofft.


Es ist gefühlt immer schlimmer geworden. Die grauenvollen Höhepunkte gab es dann in Köln (trotz des Sieges ein furchtbar schlechtes Spiel) und in Stuttgart. Aber ganz ehrlich: mit hjulmand machen wir auf gar keinen Fall weiter. Wie soll das denn gehen? Das wäre ja so als würdest du zu deiner Frau sagen „ich date jetzt mal 3 Monate und wenn ich keine finde, bleibe ich bei dir“…das kann mir im Leben funktionieren
Kasper Hjulmand |#857
31.05.2026 - 14:21 Uhr
Ich bin ein bisschen zwiegespalten.

Grundsätzlich scheinen ROLFES&Co ja der Überzeugung zu sein (speziell auch) auf der Trainerbank neue Impulse setzen zu müssen. Und die haben mehr Ahnung als ich und noch großen Kredit nach der Ära ALONSO inklusive Double.

Auf der anderen Seite war die Saison für den Trainer HJULMAND auch maximal ungünstig.

- nicht nur keine Vorbereitung, sondern ein Kaltstart nach ein paar Spieltagen
- ein fertiger Kader auf welchen er keinen Einfluss nehmen konnte
- ein wenig eingespielter Kader und vielen neuen Spielern, ohne Automatismen aufgrund des massiven Umbruchs, inklusive Abgängen von Leistungsträgern wie TAH, HINCAPIE und WIRTZ
- CL-Kontrahenten wie FCB, BVB, RBL, VFB, die durchaus weniger mit (den oben beschriebenen) Problemen zu kämpfen hatten als B04 … RBL bspw. ohne Doppelbelastung

Hätte es ein anderer Trainer besser hinbekommen als HJULMAND? Who knows.

Klar hätte ich mir gewünscht, dass wir am Ende in die CL einziehen, aber unter den o.g. Umständen hat HJULMAND imho durchaus ein wenig mehr Respekt verdient, als er hier zum Teil bekommt. Er hätte sich das ganze ja auch nicht zwingend „geben“ müssen, sondern hätte fein weiter beim dänischen Verband bleiben können.

Also von meiner Seite gibt es großes Dankeschön, auch wenn nicht alles so geklappt habt, wie wir uns das alle erhofft haben.
Kasper Hjulmand |#858
31.05.2026 - 14:34 Uhr
Zitat von Yellowpress
Ich bin ein bisschen zwiegespalten.

Grundsätzlich scheinen ROLFES&Co ja der Überzeugung zu sein (speziell auch) auf der Trainerbank neue Impulse setzen zu müssen. Und die haben mehr Ahnung als ich und noch großen Kredit nach der Ära ALONSO inklusive Double.

Auf der anderen Seite war die Saison für den Trainer HJULMAND auch maximal ungünstig.

- nicht nur keine Vorbereitung, sondern ein Kaltstart nach ein paar Spieltagen
- ein fertiger Kader auf welchen er keinen Einfluss nehmen konnte
- ein wenig eingespielter Kader und vielen neuen Spielern, ohne Automatismen aufgrund des massiven Umbruchs, inklusive Abgängen von Leistungsträgern wie TAH, HINCAPIE und WIRTZ
- CL-Kontrahenten wie FCB, BVB, RBL, VFB, die durchaus weniger mit (den oben beschriebenen) Problemen zu kämpfen hatten als B04 … RBL bspw. ohne Doppelbelastung

Hätte es ein anderer Trainer besser hinbekommen als HJULMAND? Who knows.

Klar hätte ich mir gewünscht, dass wir am Ende in die CL einziehen, aber unter den o.g. Umständen hat HJULMAND imho durchaus ein wenig mehr Respekt verdient, als er hier zum Teil bekommt. Er hätte sich das ganze ja auch nicht zwingend „geben“ müssen, sondern hätte fein weiter beim dänischen Verband bleiben können.

Also von meiner Seite gibt es großes Dankeschön, auch wenn nicht alles so geklappt habt, wie wir uns das alle erhofft haben.


Es wird auch vergessen, dass er im Pokal im Halbfinale gg. Bayern gescheitert ist (Alonso letzte Saison mit dem Meisterteam im Halbfinale gegen Bielefeld), das er diese Saison in der CL gegen Arsenal wesentlich besser aussah, als Alonso letzte Saison gleiche Runde gegen Bayern. Und bis 32. Spieltag auf Platz 4. Am Ende verdient EL, aber die Gemengelage war diese Saison extrem heftig. Das hätte auch komplett in die Hose gehen können, zumal fast alle teuren Neuzugänge wie Bade, Tillman, Fernandez oder Ben Seghir quasi komplett verpufft sind und unterm Strich allesamt völlige Enttäuschungen waren, also Ablösetechnisch fast 120 Mill. € (!) quasi den Lokus runtergespült. Denke auch, dass es hier def. den Wechsel geben wird, aber Hjulmand sollte mMn nicht sooo kritisch gesehen werden, wie es teilweise wird. Die Probleme dieser Saison waren def. die vielen Fehlentscheidungen der Entschädungsträger über ihn, auf dem Platz mit leider zu vielen ganz schlechten Transfers und die absurde Trainerentscheidung gen ten Hag.
Kasper Hjulmand |#859
31.05.2026 - 14:44 Uhr
Zitat von Yellowpress
Ich bin ein bisschen zwiegespalten.

Grundsätzlich scheinen ROLFES&Co ja der Überzeugung zu sein (speziell auch) auf der Trainerbank neue Impulse setzen zu müssen. Und die haben mehr Ahnung als ich und noch großen Kredit nach der Ära ALONSO inklusive Double.

Auf der anderen Seite war die Saison für den Trainer HJULMAND auch maximal ungünstig.

- nicht nur keine Vorbereitung, sondern ein Kaltstart nach ein paar Spieltagen
- ein fertiger Kader auf welchen er keinen Einfluss nehmen konnte
- ein wenig eingespielter Kader und vielen neuen Spielern, ohne Automatismen aufgrund des massiven Umbruchs, inklusive Abgängen von Leistungsträgern wie TAH, HINCAPIE und WIRTZ
- CL-Kontrahenten wie FCB, BVB, RBL, VFB, die durchaus weniger mit (den oben beschriebenen) Problemen zu kämpfen hatten als B04 … RBL bspw. ohne Doppelbelastung

Hätte es ein anderer Trainer besser hinbekommen als HJULMAND? Who knows.

Klar hätte ich mir gewünscht, dass wir am Ende in die CL einziehen, aber unter den o.g. Umständen hat HJULMAND imho durchaus ein wenig mehr Respekt verdient, als er hier zum Teil bekommt. Er hätte sich das ganze ja auch nicht zwingend „geben“ müssen, sondern hätte fein weiter beim dänischen Verband bleiben können.

Also von meiner Seite gibt es großes Dankeschön, auch wenn nicht alles so geklappt habt, wie wir uns das alle erhofft haben.


Eine grundlegende Frage vorweg: Bist du ehrlich der Überzeugung, dass Platz 6 unter diesen Rahmenbedingungen nicht auch von jedem anderen Bundesliga-Trainer mit einem der teuersten Kader der Liga erreichbar gewesen wäre? Vor der Saison waren wir vom Marktwert doch sogar vor den Leipzigern oder gleichauf.

Wenn man das einmal nüchtern einordnet, wird der Umbruch oft etwas zu stark als universelle Erklärung herangezogen. Fakt ist Leverkusen bewegt sich seit Jahren im oberen Segment der Bundesliga-Kaderwerte, also im direkten Umfeld von Bayern, Dortmund und mit Abstrichen Leipzig. Ein Kader dieser Kategorie landet normalerweise nicht im Bereich Platz 6, wenn die sportliche Gesamtstruktur halbwegs stabil funktioniert.

Die Punkte, die du ansprichst, kein richtiger Saisonvorlauf, Kaltstart, viele neue Spieler, fehlende Automatismen sind absolut valide als Erschwernis. Aber im modernen Profifußball sind genau solche Konstellationen eher die Regel als die Ausnahme. Entscheidend ist dann, wie schnell eine klare spielerische Struktur implementiert wird und ob sich die Mannschaft im Saisonverlauf stabilisiert oder entwickelt.

Und genau da liegt der Knackpunkt, über die Saison hinweg war eher das Gegenteil zu beobachten. In der Hinrunde konnte man noch deutlich die Grundlagen und Automatismen aus der vorherigen Trainerära erkennen, inklusive gewisser Grundmechanismen im Spielaufbau und in der Pressingstruktur. In der Rückrunde hingegen wirkte es zunehmend inkonsistent, teilweise sogar regressiv sowohl was Spielkontrolle als auch Entwicklung einzelner Spieler betrifft. Das ist dann weniger eine reine Kaderfrage, sondern eine Frage der Implementierung und Weiterentwicklung durch das Trainerteam. Und "Menschenfänger" scheint er ja auch nicht wirklich gewesen zu sein, wenn so viele Spieler im Kader unzufrieden sind.

Zur "Respekt"-Einordnung: Natürlich kann man anerkennen, dass Hjulmand in eine schwierige Situation gekommen ist. Aber „außerordentlicher Respekt“ setzt normalerweise entweder eine klare Überperformance oder eine sichtbare positive Entwicklung unter erschwerten Bedingungen voraus. Beides ist aus rein sportlicher Sicht schwer eindeutig zu belegen, wenn die Saison am Ende eher stagniert oder rückläufig verläuft.

Und das Argument mit Dänemark trägt für mich ebenfalls nur begrenzt. Er war dort Nationaltrainer in einer etablierten Rolle aber der Schritt zu einem Klub wie Leverkusen ist objektiv ein sportlicher und finanzieller Aufstieg. Dass der Verbleib im Nationalteam eine gleichwertige oder sogar attraktivere Option gewesen sein soll, wirkt im Nachhinein eher konstruiert als realistisch. hat er nicht auch 1 Jahr vor dem Engagement den Hut gezogen? Der SVB ist der größte Verein gewesen den er jemals trainiert hat. Und das wird auch für den Rest seiner Karriere so bleiben wenn man mich fragt.

Unterm Strich bleibt für mich deshalb weniger die Frage, ob die Rahmenbedingungen schwierig waren, das waren sie zweifellos sondern ob die sportliche Entwicklung über die Saison hinweg dem Anspruch eines Kaders dieser Kategorie entsprochen hat. Und genau da darf man durchaus kritisch bleiben, ohne die Ausgangslage zu ignorieren.

Er wird niemandem in Erinnerung bleiben, das sagt schon viel aus. Ich bin der Meinung, dass es wenige Trainer gibt, die es schlechter gemacht hätten. Ich hoffe und bete, dass wir einen Neustart auf der Trainerposition wagen. Alles andere wäre eine Farce. Hjulmand ist nicht das alleinige Problem, bei weitem nicht aber durchaus eine zentrale Figur in der aktuellen Misere.
Kasper Hjulmand |#860
31.05.2026 - 14:47 Uhr
Zitat von Farbenstadt
Zitat von Yellowpress

Ich bin ein bisschen zwiegespalten.

Grundsätzlich scheinen ROLFES&Co ja der Überzeugung zu sein (speziell auch) auf der Trainerbank neue Impulse setzen zu müssen. Und die haben mehr Ahnung als ich und noch großen Kredit nach der Ära ALONSO inklusive Double.

Auf der anderen Seite war die Saison für den Trainer HJULMAND auch maximal ungünstig.

- nicht nur keine Vorbereitung, sondern ein Kaltstart nach ein paar Spieltagen
- ein fertiger Kader auf welchen er keinen Einfluss nehmen konnte
- ein wenig eingespielter Kader und vielen neuen Spielern, ohne Automatismen aufgrund des massiven Umbruchs, inklusive Abgängen von Leistungsträgern wie TAH, HINCAPIE und WIRTZ
- CL-Kontrahenten wie FCB, BVB, RBL, VFB, die durchaus weniger mit (den oben beschriebenen) Problemen zu kämpfen hatten als B04 … RBL bspw. ohne Doppelbelastung

Hätte es ein anderer Trainer besser hinbekommen als HJULMAND? Who knows.

Klar hätte ich mir gewünscht, dass wir am Ende in die CL einziehen, aber unter den o.g. Umständen hat HJULMAND imho durchaus ein wenig mehr Respekt verdient, als er hier zum Teil bekommt. Er hätte sich das ganze ja auch nicht zwingend „geben“ müssen, sondern hätte fein weiter beim dänischen Verband bleiben können.

Also von meiner Seite gibt es großes Dankeschön, auch wenn nicht alles so geklappt habt, wie wir uns das alle erhofft haben.


Eine grundlegende Frage vorweg: Bist du ehrlich der Überzeugung, dass Platz 6 unter diesen Rahmenbedingungen nicht auch von jedem anderen Bundesliga-Trainer mit einem der teuersten Kader der Liga erreichbar gewesen wäre? Vor der Saison waren wir vom Marktwert doch sogar vor den Leipzigern oder gleichauf.

Wenn man das einmal nüchtern einordnet, wird der Umbruch oft etwas zu stark als universelle Erklärung herangezogen. Fakt ist Leverkusen bewegt sich seit Jahren im oberen Segment der Bundesliga-Kaderwerte, also im direkten Umfeld von Bayern, Dortmund und mit Abstrichen Leipzig. Ein Kader dieser Kategorie landet normalerweise nicht im Bereich Platz 6, wenn die sportliche Gesamtstruktur halbwegs stabil funktioniert.

Die Punkte, die du ansprichst, kein richtiger Saisonvorlauf, Kaltstart, viele neue Spieler, fehlende Automatismen sind absolut valide als Erschwernis. Aber im modernen Profifußball sind genau solche Konstellationen eher die Regel als die Ausnahme. Entscheidend ist dann, wie schnell eine klare spielerische Struktur implementiert wird und ob sich die Mannschaft im Saisonverlauf stabilisiert oder entwickelt.

Und genau da liegt der Knackpunkt, über die Saison hinweg war eher das Gegenteil zu beobachten. In der Hinrunde konnte man noch deutlich die Grundlagen und Automatismen aus der vorherigen Trainerära erkennen, inklusive gewisser Grundmechanismen im Spielaufbau und in der Pressingstruktur. In der Rückrunde hingegen wirkte es zunehmend inkonsistent, teilweise sogar regressiv sowohl was Spielkontrolle als auch Entwicklung einzelner Spieler betrifft. Das ist dann weniger eine reine Kaderfrage, sondern eine Frage der Implementierung und Weiterentwicklung durch das Trainerteam. Und "Menschenfänger" scheint er ja auch nicht wirklich gewesen zu sein, wenn so viele Spieler im Kader unzufrieden sind.

Zur "Respekt"-Einordnung: Natürlich kann man anerkennen, dass Hjulmand in eine schwierige Situation gekommen ist. Aber „außerordentlicher Respekt“ setzt normalerweise entweder eine klare Überperformance oder eine sichtbare positive Entwicklung unter erschwerten Bedingungen voraus. Beides ist aus rein sportlicher Sicht schwer eindeutig zu belegen, wenn die Saison am Ende eher stagniert oder rückläufig verläuft.

Und das Argument mit Dänemark trägt für mich ebenfalls nur begrenzt. Er war dort Nationaltrainer in einer etablierten Rolle aber der Schritt zu einem Klub wie Leverkusen ist objektiv ein sportlicher und finanzieller Aufstieg. Dass der Verbleib im Nationalteam eine gleichwertige oder sogar attraktivere Option gewesen sein soll, wirkt im Nachhinein eher konstruiert als realistisch. hat er nicht auch 1 Jahr vor dem Engagement den Hut gezogen? Der SVB ist der größte Verein gewesen den er jemals trainiert hat. Und das wird auch für den Rest seiner Karriere so bleiben wenn man mich fragt.

Unterm Strich bleibt für mich deshalb weniger die Frage, ob die Rahmenbedingungen schwierig waren, das waren sie zweifellos sondern ob die sportliche Entwicklung über die Saison hinweg dem Anspruch eines Kaders dieser Kategorie entsprochen hat. Und genau da darf man durchaus kritisch bleiben, ohne die Ausgangslage zu ignorieren.

Er wird niemandem in Erinnerung bleiben, das sagt schon viel aus. Ich bin der Meinung, dass es wenige Trainer gibt, die es schlechter gemacht hätten. Ich hoffe und bete, dass wir einen Neustart auf der Trainerposition wagen. Alles andere wäre eine Farce. Hjulmand ist nicht das alleinige Problem, bei weitem nicht aber durchaus eine zentrale Figur in der aktuellen Misere.


Ich finde den Umbruch schon nicht zu vernachlässigen. Man hat mit Tah den Abwehrchef, mit Xhaka den Chef im Mittelfeld, mit Wirtz den überragenden Spieler und mit Frimpong einen sehr wichtigen Spieler abgegeben. Dazu dann noch zahlreiche weitere Abgänge und extrem viele Zugänge, die teils kurzfristig kamen. Das ist schon ne Herausforderung daraus ein Team zu formen, dass direkt wieder oben mitspielen kann. Gibt sicher nicht wenig Szenarien, in dem so eine Mannschaft erstmal zusammenfällt.

2002/2003 sind mit Ballack und Ze Roberto zwei Schlüsselspieler gegangen und man wäre in der Folgesaison fast abgestiegen. Das war vielleicht auch extrem, aber sollte man schon nicht so auf die leichte Schulter nehmen, was ein so krasser Umbruch bedeutet.
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