| Geburtsdatum | 04.02.1982 |
|---|---|
| Alter | 44 |
| Nat. |
Deutschland |
| Funktion | Trainer |
| Akt. Verein | Vereinslos |
Heiner Backhaus [Trainer]
07.07.2025 - 12:24 Uhr
Automatisch generierter Diskussionsthread
12.08.2025 - 08:55 Uhr
Zitat von besserwerden
... Mut will er sehen von den Spielern, dieser soll, so der Wunsch, häufiger belohnt als bestraft werden. "Wir müssen immer mehr Lust haben auf ein drittes Tor, auch beim Stand vom 2:2, als Angst, dass wir dann noch ein drittes kriegen", so der Coach. Wenn’s mal schiefgeht? "Dann kriegen wir mal ein drittes, aber in unserer Art." Und nicht nach dem Motto: „Wir machen jetzt alles dicht und gucken mal. Das kann ich auch gar nicht coachen, dafür stehe ich gar nicht." ...
aus: https://www.kicker.de/backhaus-zuendet-braunschweig-an-die-koennen-doch-alle-bekloppt-sein-1137417/artikel
Ich hoffe, der Pfitzner nimmt sich das zum Vorbild. Der war bisher der schlechteste Trainer, den wir hatten (Eintracht - Saarbrücken 0:2).
... Mut will er sehen von den Spielern, dieser soll, so der Wunsch, häufiger belohnt als bestraft werden. "Wir müssen immer mehr Lust haben auf ein drittes Tor, auch beim Stand vom 2:2, als Angst, dass wir dann noch ein drittes kriegen", so der Coach. Wenn’s mal schiefgeht? "Dann kriegen wir mal ein drittes, aber in unserer Art." Und nicht nach dem Motto: „Wir machen jetzt alles dicht und gucken mal. Das kann ich auch gar nicht coachen, dafür stehe ich gar nicht." ...
aus: https://www.kicker.de/backhaus-zuendet-braunschweig-an-die-koennen-doch-alle-bekloppt-sein-1137417/artikel
Ich hoffe, der Pfitzner nimmt sich das zum Vorbild. Der war bisher der schlechteste Trainer, den wir hatten (Eintracht - Saarbrücken 0:2).
Junge Junge Junge. Hast du nur so völlig wilde Aussagen drauf? Einen Trainer anhand genau eines Spieles zu bewerten ist ja mal völlig bescheuert. Im Spiel davor haben wir mit ihm gewonnen und damit hatte zu dem Zeitpunkt niemand mehr gerechnet.
Schlechtere Trainer fallen mir auch ohne Probleme ein: Vasic, Pedersen oder auch Meyer.
Backhaus Art gefällt mir bisher sehr gut, ich hoffe wir bekommen noch ein bisschen mehr Ideen beim Spiel mit dem Ball und können defensiv noch etwas stabiler werden, dann dürfte einer ruhigeren Saison wenig im Wege stehen.
12.08.2025 - 13:08 Uhr
Ich finde, wir sollten nun die Euphorie mitnehmen. Ja, wir spielen vielleicht nicht den schönsten Fußball, aber unverdient waren beide Siege nicht. Beim Spiel gegen MD hatten wir etwas Glück in der ersten Halbzeit, aber in der zweiten Halbzeit haben wir denen absolut den Schneid abgekauft. Gegen Fürth waren wir auch nicht schlechter und es kann auf beide Seiten kippen, wobei die ersten beiden Tore auch gut rausgespielt waren. HB hat die Mannschaft angezüdet und es ist auch sein Verdienst, dass wir nun mit 6 Punkten gestartet sind. Ich finde es macht Spaß mit der Mannschaft.
Und anstatt zu sagen „Gucken wie es wird wenn wir öfter verlieren“, lieber mit der Einstellung reingehen „Mal schauen wann wir mal verlieren, denn mit der Einstellung kann unsere Mannschaft jeden schlagen“.
Ich möchte einfach damit sagen, dass wir lange nicht mehr in so einer Situation waren und wir die Situation nun mal für uns nutzen sollten und auf der Euphoriewelle mal weiter reiten sollten. Vielleicht haben wir dann die 40 Punkte schneller zusammen und können ab dem 28. Spieltag für die zweite Liga planen.
Ich bin zumindest froh, dass wir so gestartet sind und bis stolz auf die Mannschaft und den Staff. Wir haben keine Sterne vom Himmel gespielt und trotzdem gewonnen. Das ist einerseits positiv, da wir uns immer noch verbessern können. Andererseits ist es positiv, weil die Grundtugenden stimmen und wir nun Selbstvertrauen und keine Negativität im Umfeld haben.
Also Löwen, mal die Euphorie mitnehmen und uns nicht kleiner machen, als wir sind.
Und anstatt zu sagen „Gucken wie es wird wenn wir öfter verlieren“, lieber mit der Einstellung reingehen „Mal schauen wann wir mal verlieren, denn mit der Einstellung kann unsere Mannschaft jeden schlagen“.
Ich möchte einfach damit sagen, dass wir lange nicht mehr in so einer Situation waren und wir die Situation nun mal für uns nutzen sollten und auf der Euphoriewelle mal weiter reiten sollten. Vielleicht haben wir dann die 40 Punkte schneller zusammen und können ab dem 28. Spieltag für die zweite Liga planen.
Ich bin zumindest froh, dass wir so gestartet sind und bis stolz auf die Mannschaft und den Staff. Wir haben keine Sterne vom Himmel gespielt und trotzdem gewonnen. Das ist einerseits positiv, da wir uns immer noch verbessern können. Andererseits ist es positiv, weil die Grundtugenden stimmen und wir nun Selbstvertrauen und keine Negativität im Umfeld haben.
Also Löwen, mal die Euphorie mitnehmen und uns nicht kleiner machen, als wir sind.
13.08.2025 - 10:21 Uhr
Ich gehe völlig mit @bsjunge . Viele vergessen schnell, woher wir kommen und wie es uns in den letzten Jahren ging – sowohl spielerisch als auch in Bezug auf die Qualität der Spiele. Ich habe seit Langem endlich mal wieder eine Mannschaft auf dem Feld gesehen, die den Kampf von der ersten Sekunde an angenommen hat. Natürlich klappt vieles noch nicht, aber das ist völlig normal. Backhaus hat zur Personalie Tempelmann völlig richtig gesagt: Der Junge hat fast die gesamte Vorbereitung verpasst, hat neue Mitspieler um sich herum und muss sich nun höher positionieren – das braucht einfach Zeit. Trotzdem sehe ich Fortschritte, kleine, aber sie sind da.
Ich weiß nicht, ob viele schon vergessen haben, wie wir unter DS gespielt haben. Selbst im Ballbesitz war das ein extrem langsames Spiel. Man hat den Ball hin- und hergeschoben, ohne jegliche kreative Ideen nach vorne. Unter DS war es immer eine Lotterie, ob die Mannschaft liefern würde oder nicht. Mal brannte die Mannschaft, mal hingen die Köpfe schon nach ein paar Fehlpässen nach unten.
Unter HB versucht man deutlich schneller zu spielen. Der Ball läuft schneller durch die Kette, und dass dabei öfter Fehler passieren, ist völlig in Ordnung. Es fehlen einfach noch Automatismen, die mehr als nur acht Wochen brauchen.
Für mich ist bisher das Wichtigste bei HB seine Power und Überzeugung, die er der Mannschaft auf dem Platz gibt (und auch den Spielern auf der Bank). Jeder brennt und gibt sein Maximum. Szabo war letzte Saison nach seiner Verletzung total schwach – seine Kopfballtimings waren katastrophal. Jetzt hat man in seinen 40–50 Minuten in den letzten beiden Spielen plötzlich gesehen, dass Szabo doch Fußball spielen kann.
Conteh ist ein weiteres Beispiel: DS hat es nie geschafft, ihn mental vorzubereiten. Unter HB liefert er plötzlich ab.
Diese Liga ist so ausgeglichen, und die Mannschaften liegen qualitativ so nah beieinander, dass manchmal Dinge wie der Glaube an sich selbst über Sieg oder Niederlage entscheiden. Aktuell überzeugt mich HB genau in diesem Punkt. Wenn man das beibehalten und zusätzlich noch spielerisch zulegen kann, dann kann man sagen, dass wir endlich einen Schritt nach vorne gemacht haben, anstatt ständig auf der Stelle zu treten. Solche Dinge sollte man aber nach 17 und 34 Spieltagen analysieren.
Ich weiß nicht, ob viele schon vergessen haben, wie wir unter DS gespielt haben. Selbst im Ballbesitz war das ein extrem langsames Spiel. Man hat den Ball hin- und hergeschoben, ohne jegliche kreative Ideen nach vorne. Unter DS war es immer eine Lotterie, ob die Mannschaft liefern würde oder nicht. Mal brannte die Mannschaft, mal hingen die Köpfe schon nach ein paar Fehlpässen nach unten.
Unter HB versucht man deutlich schneller zu spielen. Der Ball läuft schneller durch die Kette, und dass dabei öfter Fehler passieren, ist völlig in Ordnung. Es fehlen einfach noch Automatismen, die mehr als nur acht Wochen brauchen.
Für mich ist bisher das Wichtigste bei HB seine Power und Überzeugung, die er der Mannschaft auf dem Platz gibt (und auch den Spielern auf der Bank). Jeder brennt und gibt sein Maximum. Szabo war letzte Saison nach seiner Verletzung total schwach – seine Kopfballtimings waren katastrophal. Jetzt hat man in seinen 40–50 Minuten in den letzten beiden Spielen plötzlich gesehen, dass Szabo doch Fußball spielen kann.
Conteh ist ein weiteres Beispiel: DS hat es nie geschafft, ihn mental vorzubereiten. Unter HB liefert er plötzlich ab.
Diese Liga ist so ausgeglichen, und die Mannschaften liegen qualitativ so nah beieinander, dass manchmal Dinge wie der Glaube an sich selbst über Sieg oder Niederlage entscheiden. Aktuell überzeugt mich HB genau in diesem Punkt. Wenn man das beibehalten und zusätzlich noch spielerisch zulegen kann, dann kann man sagen, dass wir endlich einen Schritt nach vorne gemacht haben, anstatt ständig auf der Stelle zu treten. Solche Dinge sollte man aber nach 17 und 34 Spieltagen analysieren.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von dteslaru13 am 13.08.2025 um 11:22 Uhr bearbeitet
26.08.2025 - 12:21 Uhr
Nach der ersten Euphoriewelle ist es in diesem Thread sehr ruhig geworden. Sicher, alle waren froh über dei 6 Punkte in den ersten beiden Spielen und ich denke, die meisten haben dies auch richtig eingeordnet. Nun, ein Spiel weiter scheinen wir doch nun wieder mit der Realität konfrontiert zu sein.
Für ein erstes Fazit scheint es noch zu früh, aber einiges fällt schon auf:
(1) Vor der Saison hatte ich u.a. darauf gehofft von dem für die Eintracht typischen Verletzungspech verschont zu bleiben. Hat leider nicht lange angehalten, erst Raebiger, dann Tempelmann, beide werden wir wohl länger nicht spielen sehen, dann wohl noch Jäkel, von dem wir nicht wissen, was bei ihm genau ist, komisch, dass das nicht kommuniziert wird.
Die Ausfälle könnten natürlich einen negativen Impact auf die sportliche Bilanz von Backhaus ausüben, zurechnen kann man ihm dies nicht.
(2) Ebenfalls fast typisch sind die vielen roten Karten für die Eintracht, 2 nach 3 Spielen, 2* Abwehrspieler. Es fiel und fällt ja auf, dass die Eintrachtspieler häufig ungeschickt im Zweikampfverhalten sind, wenn ich nur mal an das ständige Trikotziehen von Polter denke, aber auch bei diversen anderen Spielern. Bei Breunig mögen auch noch die Fitnessrückstände hinzukommen, bei Ehlers klar die Übermotivation seinen Stockfehler auszugleichen.
Vielleicht hängt einzelnen aber auch zusätzlich mit der von Backhaus geforderten Intensität („Zweikampfhärte“) zusammen alles zu geben, ein bißchen mehr „kühler Kopf“ wäre m.E. angebracht. (In eine ähnliche Kategorie fällt die Unkonzentriertheit beim 2:0/Freistoß in Karlsruhe). Intensität alleine reicht nicht, daran muss Backhaus arbeiten.
(3) Die Konsequenzen aus (1) und (2) legen offen, dass der Kader (noch) sehr dünn ist, wenn man bedenkt, dass einige Kadermitglieder keine Perspektive haben. Es sind noch ein paar Tage, hoffen wir, dass der Kader nicht qualitativ aufgestockt wird, ansonsten wird Backhaus darunter leiden.
(4) Backhaus kommuniziert ziemlich offensiv und eindringlich, um seine Einstellung zum Spiel, Taktik usw. darzulegen. Worte wie „viel PS“, „mentale Stärke“, „Intensität unverhandelbar“ oder „Laufarbeit“ sin da prägend, von Entwicklung eine aktiven, spielerischen Taktik hört man nichts. Entsprechend sehen die Spiele auch in weiten Teilen aus, dass Offensivspiel ist geprägt von langen Bällen und dem Hoffen, dass Yardimci und Conteh es irgendwie lösen. Es hat ja u.a. gegen Fürth geklappt, aber als alleiniges offensives Stilelement ist es zu wenig, wie Karlsruhe gezeigt hat, die mit 2 bärenstarken IVern wie Franke und Rapp antraten, da benötigt es auch andere Elemente. I.d.Z. ist m.E. Backhaus klar gefordert sich und die Mannschaft schnell weiterzuentwickeln.
Insgesamt ist klar, dass die Eintracht über die Körperlichkeit kommen muss, aber man kann erwarten und auch verlangen, dass der Trainer die Spieler dazu bringt auch überlegt zu agieren, den Kopf oben zu behalten, die Grundlage dafür zu schaffen, dass das Offensivspiel auch von spielerischen Elementen getragen wird, reine Intensität wird nicht ausreichen. Aktuell ist bei mir noch eine Grundskepsis vorhanden, ob dies gelingt.
Für ein erstes Fazit scheint es noch zu früh, aber einiges fällt schon auf:
(1) Vor der Saison hatte ich u.a. darauf gehofft von dem für die Eintracht typischen Verletzungspech verschont zu bleiben. Hat leider nicht lange angehalten, erst Raebiger, dann Tempelmann, beide werden wir wohl länger nicht spielen sehen, dann wohl noch Jäkel, von dem wir nicht wissen, was bei ihm genau ist, komisch, dass das nicht kommuniziert wird.
Die Ausfälle könnten natürlich einen negativen Impact auf die sportliche Bilanz von Backhaus ausüben, zurechnen kann man ihm dies nicht.
(2) Ebenfalls fast typisch sind die vielen roten Karten für die Eintracht, 2 nach 3 Spielen, 2* Abwehrspieler. Es fiel und fällt ja auf, dass die Eintrachtspieler häufig ungeschickt im Zweikampfverhalten sind, wenn ich nur mal an das ständige Trikotziehen von Polter denke, aber auch bei diversen anderen Spielern. Bei Breunig mögen auch noch die Fitnessrückstände hinzukommen, bei Ehlers klar die Übermotivation seinen Stockfehler auszugleichen.
Vielleicht hängt einzelnen aber auch zusätzlich mit der von Backhaus geforderten Intensität („Zweikampfhärte“) zusammen alles zu geben, ein bißchen mehr „kühler Kopf“ wäre m.E. angebracht. (In eine ähnliche Kategorie fällt die Unkonzentriertheit beim 2:0/Freistoß in Karlsruhe). Intensität alleine reicht nicht, daran muss Backhaus arbeiten.
(3) Die Konsequenzen aus (1) und (2) legen offen, dass der Kader (noch) sehr dünn ist, wenn man bedenkt, dass einige Kadermitglieder keine Perspektive haben. Es sind noch ein paar Tage, hoffen wir, dass der Kader nicht qualitativ aufgestockt wird, ansonsten wird Backhaus darunter leiden.
(4) Backhaus kommuniziert ziemlich offensiv und eindringlich, um seine Einstellung zum Spiel, Taktik usw. darzulegen. Worte wie „viel PS“, „mentale Stärke“, „Intensität unverhandelbar“ oder „Laufarbeit“ sin da prägend, von Entwicklung eine aktiven, spielerischen Taktik hört man nichts. Entsprechend sehen die Spiele auch in weiten Teilen aus, dass Offensivspiel ist geprägt von langen Bällen und dem Hoffen, dass Yardimci und Conteh es irgendwie lösen. Es hat ja u.a. gegen Fürth geklappt, aber als alleiniges offensives Stilelement ist es zu wenig, wie Karlsruhe gezeigt hat, die mit 2 bärenstarken IVern wie Franke und Rapp antraten, da benötigt es auch andere Elemente. I.d.Z. ist m.E. Backhaus klar gefordert sich und die Mannschaft schnell weiterzuentwickeln.
Insgesamt ist klar, dass die Eintracht über die Körperlichkeit kommen muss, aber man kann erwarten und auch verlangen, dass der Trainer die Spieler dazu bringt auch überlegt zu agieren, den Kopf oben zu behalten, die Grundlage dafür zu schaffen, dass das Offensivspiel auch von spielerischen Elementen getragen wird, reine Intensität wird nicht ausreichen. Aktuell ist bei mir noch eine Grundskepsis vorhanden, ob dies gelingt.
26.08.2025 - 13:35 Uhr
Was mich von allen Entscheidungen bislang am Meisten gewundert hatte, war der Move Tempelmann quasi mit in den Sturm zu stellen. Je nach dem wie die Spieler mal positioniert wurden, stand Tempelmann derart hoch als wäre er ein 10er oder hängender Stürmer.
Das beschneidet ihn meiner Ansicht nach in seiner allergrößten Stärke. Er hatte im vergangenen Jahr auf der 8 wahnsinnig viele Läufe aus der eigenen Tiefe gestartet, wo er nur schwer bis gar nicht für den Gegenspieler vom Ball zu trennen war.
Und schloss dann entweder selbst ab, was er auch aus 20-30 Metern hervorragend macht, oder spielte dann einen Querpass auf freie Spieler, bzw. verlagerte das Spiel erfolgreich auf die Flügel. Absolut gar nichts dergleichen konnte man bislang von ihm sehen, weil er einfach auf einer ähnlichen Höhe wie Conteh bereits kurz hinter dem gegnerischen Strafraum die Spieler anlaufen soll.
Klar kann das trotzdem funktionieren, aber ich sehe Tempelmann als den insgesamt komplettesten Feldspieler den wir haben. Ihn so offensiv aufzustellen beschneidet ihn vieler seiner anderen Stärken und macht ihn eher eindimensional.
___________
Von seinem sonstigen Eindruck in den Interviews und PK gefällt mir bislang, dass Backhaus keine Angst davor hat anzuecken und auch mal Dinge zu sagen, die vielleicht unpopulär sind. So fand ich das Statement zu Union Berlin beispielsweise auf der PK sehr ehrlich, als er quasi sagte: "So möchte ich nicht Fußball spielen." Ganz tief hinten rein stellen ist nicht.
Das sind zumindest mal klare Ansagen. Ob das der beste Weg ist, um Spiele als Underdog zu gewinnen, sei mal dahingestellt. 3 Spiele sind jedenfalls auch noch nicht annähernd genug Info um wirklich bewerten zu können, wie man Backhaus und seine Ideen einzuordnen hat. Erst recht nicht, bei 2 roten Karten und größeren Ausfällen wie dem von Tempelmann.
Die sehr schmale Ersatzbank kommt seinem Spielstil jedenfalls in Braunschweig absolut gar nicht entgegen. Derzeit befürchte ich, wenn es einen Grund geben könnte wieso das hier nicht klappen "könnte", dann am Ehesten noch die fehlenden Rotationsmöglichkeiten. Sein Pressing ist schon sehr intensiv, gerade in vorderster Reihe.
Bei einem Spieler wie Sebastian Polter wird es in dem Alter und der Statur keine ganzen 45 Minuten möglich sein auch nur -annähernd- auf ein Pensum zu kommen wie Yardimci. Das wird so mit dem Kader vermutlich noch sehr frustrierend für Backhaus und sind erstmal Dinge, an denen er auch keine Schuld trägt.
Aber Lösungen finden, das wird er als verantwortlicher Trainer letztendlich irgendwie müssen.
Das beschneidet ihn meiner Ansicht nach in seiner allergrößten Stärke. Er hatte im vergangenen Jahr auf der 8 wahnsinnig viele Läufe aus der eigenen Tiefe gestartet, wo er nur schwer bis gar nicht für den Gegenspieler vom Ball zu trennen war.
Und schloss dann entweder selbst ab, was er auch aus 20-30 Metern hervorragend macht, oder spielte dann einen Querpass auf freie Spieler, bzw. verlagerte das Spiel erfolgreich auf die Flügel. Absolut gar nichts dergleichen konnte man bislang von ihm sehen, weil er einfach auf einer ähnlichen Höhe wie Conteh bereits kurz hinter dem gegnerischen Strafraum die Spieler anlaufen soll.
Klar kann das trotzdem funktionieren, aber ich sehe Tempelmann als den insgesamt komplettesten Feldspieler den wir haben. Ihn so offensiv aufzustellen beschneidet ihn vieler seiner anderen Stärken und macht ihn eher eindimensional.
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Von seinem sonstigen Eindruck in den Interviews und PK gefällt mir bislang, dass Backhaus keine Angst davor hat anzuecken und auch mal Dinge zu sagen, die vielleicht unpopulär sind. So fand ich das Statement zu Union Berlin beispielsweise auf der PK sehr ehrlich, als er quasi sagte: "So möchte ich nicht Fußball spielen." Ganz tief hinten rein stellen ist nicht.
Das sind zumindest mal klare Ansagen. Ob das der beste Weg ist, um Spiele als Underdog zu gewinnen, sei mal dahingestellt. 3 Spiele sind jedenfalls auch noch nicht annähernd genug Info um wirklich bewerten zu können, wie man Backhaus und seine Ideen einzuordnen hat. Erst recht nicht, bei 2 roten Karten und größeren Ausfällen wie dem von Tempelmann.
Die sehr schmale Ersatzbank kommt seinem Spielstil jedenfalls in Braunschweig absolut gar nicht entgegen. Derzeit befürchte ich, wenn es einen Grund geben könnte wieso das hier nicht klappen "könnte", dann am Ehesten noch die fehlenden Rotationsmöglichkeiten. Sein Pressing ist schon sehr intensiv, gerade in vorderster Reihe.
Bei einem Spieler wie Sebastian Polter wird es in dem Alter und der Statur keine ganzen 45 Minuten möglich sein auch nur -annähernd- auf ein Pensum zu kommen wie Yardimci. Das wird so mit dem Kader vermutlich noch sehr frustrierend für Backhaus und sind erstmal Dinge, an denen er auch keine Schuld trägt.
Aber Lösungen finden, das wird er als verantwortlicher Trainer letztendlich irgendwie müssen.
26.08.2025 - 15:02 Uhr
Zitat von Obdachlose
Komisch. Ich habe von dem angeblich intensiven Pressing jetzt noch nicht soviel gesehen.
Das empfand ich unter Scherning ähnlich. Meistens machen auch einige nicht oder deutlich verspätet mit, was letztendlich zum Verpuffen führt.
Daß die Bank qualitativ extrem dünn ist, stimmt natürlich trotzdem.
Komisch. Ich habe von dem angeblich intensiven Pressing jetzt noch nicht soviel gesehen.
Das empfand ich unter Scherning ähnlich. Meistens machen auch einige nicht oder deutlich verspätet mit, was letztendlich zum Verpuffen führt.
Daß die Bank qualitativ extrem dünn ist, stimmt natürlich trotzdem.
Was aber genau erwartest du? Dass man das ganze Spiel non-stop läuft? Das kann keine Mannschaft der Welt machen und ist unrealistisch. Trotzdem bin ich der Meinung, dass das Spiel von Eintracht deutlich intensiver geworden ist. Diese Intensität war sehr gut, vor allem live im Stadion gegen Fürth zu sehen.
Was die Mannschaft aktuell an Power zeigt, hat sie unter Scherning vielleicht ein einziges Mal gegen den HSV gezeigt. Ansonsten war die Taktik von DS eher passiver eingestellt, die Kette stand sehr tief und abwartend. Unter HB ist es genau das Gegenteil: Die Dreierkette steht hoch, teilweise sogar 60 Meter vom eigenen Tor entfernt. Die Innenverteidiger versuchen sofort, den Stürmer zu stören und so hoch wie möglich zu pressen. Yardimci hat bisher 82 Sprints gemacht und setzt die Innenverteidiger ständig unter Druck. Dass Heußer fast 14 km pro Spiel läuft, muss ich wohl gar nicht extra erwähnen.
Man muss sich halt überlegen: HB hat bisher drei Spiele bei uns gemacht – zwei davon gewonnen. Es braucht noch mehr Zeit, bis vielleicht die endgültige Idee des Trainers klar erkennbar ist. Nach drei Spielen schon etwas zu hinterfragen, finde ich etwas übertrieben. Dazu kommt, dass die Mannschaft in jedem Spiel Moral gezeigt hat: In Magdeburg zu zehnt super verteidigt und sogar, mit Glück, ein Tor gemacht. Gegen Fürth ein tolles Spiel geliefert und nach dem Ausgleich in der 90. Minute weiter Gas gegeben. Nach dem Gegentor gegen den KSC hat Eintracht bisher ihre besten 25 Minuten gespielt.
Ich persönlich sehe schon, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Nun sollten wir auch mal ein bisschen Geduld haben und nicht zu viel erwarten – von einer Mannschaft, die vor ein paar Monaten fast in die 3. Liga abgestiegen ist.
01.09.2025 - 11:08 Uhr
Zitat von Obdachlose
Man sollte Yardimci vielleicht etwas weniger pressen und sprinten lassen, weil der viel zu früh platt ist und mit Szabo und Polter dann vorn auch nichts mehr geht. Und das nach regelmäßig 50 Minuten.
Man sollte Yardimci vielleicht etwas weniger pressen und sprinten lassen, weil der viel zu früh platt ist und mit Szabo und Polter dann vorn auch nichts mehr geht. Und das nach regelmäßig 50 Minuten.
Dir ist aber klar, dass unsere Taktik alleine da durch schon nicht mehr funktionieren würde? Eine Taktik ist immer ein Gesamtkonstrukt und funktioniert nur wenn alle einzelne Teile sich gut in das Gesamte fügen.
Wenn die Defensive so hoch schiebt und die letzte Kette hoch steht ist es essenziell, dass von dem vordersten Mann sehr intensiv angelaufen wird damit der Gegner nicht einfach so einen wohl überlegten und unbedrängten Ball hinter diese Kette spielen kann. Was meinst du denn eigentlich warum man ihn so aggressiv anlaufen lässt? Bestimmt nicht „aus Prinzip“.
Wenn du jetzt damit aufhörst von ganz vorne so agressiv anzulaufen muss die letzte Kette wieder tiefer fallen. Das würde dafür sorgen, dass die gegnerischen Stürmer nicht mehr 1 zu 1 gestellt werden können. Wenn sich die Positionen gegen den Ball vom Stürmer und von der Defensive ändert muss man ja kein Hellseher sein um zu verstehen, dass sich das Mittelfeld somit auch anpassen muss – und schon hast du ein komplett neues Prinzip welches du spielst.
Klar könnte man die Pressinglinie weiter nach hinten verschieben – aber das ist halt einfach nicht die Art vom Fußball welche der Trainer verfolgt. Das ist als würdest du sagen Guardiola Mannschaften sollten weniger Ballbesitz haben und mehr lange Bälle schlagen – ja kann auch funktionieren – ist aber einfach was komplett anderes. Backhaus hat ja schon einige male erwähnt, dass unter ihm die volle Intensität nicht verhandelbar ist – das hat er ja nicht durch Zufall immer wieder betont. Yardimci ist bisher noch voll im Soll. Am Wochenende hat er Tor Nummer 2 aus 4 Spielen nur um Zentimeter verpasst. Wenn wir es schaffen im Laufe der Saison unsere Idee zu festigen und Yardimci besser einzusetzen dann wird er auch öfter butzen. Speziell jetzt am Wochenende gab es ja noch 2-3 Momente wo der letzte Pass nicht ankommt – sonst hätte er gefährlich werden können. Solche Momente (z.B. Bälle von außen) müssen wir einfach besser zu ende spielen. Da ist auch egal ob Yardimci 60 Minuten vorher alles agressiv anläuft.
20.09.2025 - 22:48 Uhr
Zitat von besserwerden
Spieltag 6 (1:4 gegen Elversberg):
Verletzungspech und Rote Karten: individuelle Ausfälle. Ich sehe keinen systemischen Fehler, der Backhaus anzulasten wäre.
Es ist ein Lernprozeß.
Spieltag 6 (1:4 gegen Elversberg):
Verletzungspech und Rote Karten: individuelle Ausfälle. Ich sehe keinen systemischen Fehler, der Backhaus anzulasten wäre.
Es ist ein Lernprozeß.
Sorry, das sehe ich anders. Es kann nicht sein, dass die Hälfte der Spieler nach 60-70 Minuten vollkommen platt sind. Yardimci und Conteh sind kurz vor der Auswechslung nicht mal mehr zum Einwurf gegangen um sich anzubieten, weil sie nicht mehr laufen konnten. Und dann bringst du Polter und Szabo, was dein Pressing sozusagen vorne ab absurdum führt. Stattdessen lässt du volle Banane alle vorne drauf gehen, damit die beiden in Position kommen. Und das ist mit schweren Beinen auch nicht so einfach.
Gelb-Rot war genau dem anzulasten, was Backhaus in der Pressekonferenz verlauten hat lassen. Fairnesspreise gibt es nur für Verlierer und so. Das war ein Hochrisiko-Tackle mit Vorbelastung, obwohl da noch die IVs standen - warum?
Zum System: weder ging es heute konsequent zur Grundlinie und es wurde geflankt, noch kamen reihenweise Flanken aus dem Halbfeld. Und wenn, dann zu lang. Es wurde auf die AVs (und das auch noch ziemlich dürftig) aufgebaut, bis dann mal ein Steckpass kam.
Elversberg hat das heute clever gemacht, aber trotzdem denke ich nicht, dass man Backhaus hier nichts anlasten kann.
29.09.2025 - 15:00 Uhr
Gegen eine Mannschaft welche in einem engen 4-1-2-1-2 spielt stellten wir um auf ein 3-5-2 mit 10er statt 6er (der 10er ist dazu noch unser schnellster Stürmer der in den letzten Wochen der einzige war der ab und zu die letzte Linie bedrohen konnte und entsprechend natürlich mehr auf Läufe in die Tiefe aus ist als die eigene Mitte zu verteidigen) und das erste was vielen einfällt ist wieder darüber zureden wir hätten zu wenig Qualität auf dem Platz?
Es wäre ja erstmal ganz schön wenn wir mit den Spielern welche wir im Kader haben keine groben taktischen Fehler machen würden. Wenn wir das System so umstellen, dass wir auf einmal nur noch 2 ZM haben gegen einen Gegner welcher 4 Spieler in der Zentrale hat ist es doch völlig logisch, dass wir diese Räume nicht geschlossen bekommen. Wenn wir dann noch gegen den Ball mit den 3 offensiven vorne anlaufen und die 8er auch hochschieben entsteht genau das was man in diesem Spiel gesehen hat: Ein 40 Meter Loch zwischen Mittelfeld und letzter Reihe. Münster hat bewusst viele Spieler im eigenen Spielaufbau zurückgezogen um unsere Zentrale vor zu locken und in unserer letzten Reihe 3x 1 gegen 1 zu isolieren. Genau so sind die Tore entstanden. Münster saugt unseren Druck auf und kann ihn ganz ohne Probleme überspielen und überbrückt den leeren Raum in der Mitte dann einfach mit einem Pass. Jetzt hast du 3x 1gg1 in letzter Linie was IMMER Brand gefährlich ist. Das 1:0 zeigt es perfekt – damit daraus Gefahr entsteht musst du nicht mal wirklich was falsch machen. Ehlers gewinnt den Zweikampf eigentlich, der Ball bleibt aber durch Glück beim Gegner. Da kann auch Sergio Ramos stehen, wenn der Ball so glücklich beim Gegner bleibt hast du Pech gehabt – du musst sowas halt schon vorher verhindern und nicht versuchen das auf letzter Linie zu verteidigen denn dort hast du dann überhaupt kein „Sicherheitspolster“ mehr. Genau die gleichen Situationen haben auch für die roten Karten von Breunig und Köhler gesorgt. Isolierte 1gg1 Duelle auf letzter Linie. Sowas ist einfach immer sau gefährlich. Genau das sind die Risiken des „Backhaus Fußballs“ – das ist bekannt. Das Ziel ist aber diese Risiken zu minimieren weil man es durch die positiven Seiten dieser Art von Fußball verhindert. Leider haben wir die positiven Aspekte überhaupt nicht und laufen hinten regelmäßig komplett ins offene Messer. In jedem Spiel gibt es mindestens 3 solcher Aktionen. Ja solche Situationen kann man auch noch verteidigen – es wie gesagt aber einfach immer gefährlich. Jede Woche bringen wir uns damit regelmäßig in Bedrängnis aber wir ändern es nicht weil die Spielidee über allem steht. Diese Rechnung geht aber nicht auf. Wenn das Ergebnis der Rechnung ist, dass wir mehr negative als positive Aspekte haben dann ist das Ergebnis nunmal ein negatives.
In diesem Spiel gab es in der ersten Halbzeit schon 3-4 dieser Aktionen und trotzdem ändern wir Halbzeit überhaupt nichts. Das ist einfach Wahnsinn. Nur weil ich es mir in der Theorie anders vorstelle kann ich doch nicht eiskalt ignorieren was tatsächlich auf dem Platz passiert.
Bevor mir jetzt jemand kommt „Wer soll es denn besser machen / wenn soll man aufstellen“ ganz einfach – irgendwen! Alles ist besser als in diesem Raum niemanden zu haben! Wir haben ja bewusst auf den 3. Mann in diesem Raum verzichtet. Stell Breunig mit in die IV und Flick, Köhler und Marie ins ZM. Lass Köhler in der IV (den ins ZM zustellen und Flick in die IV war von vornerein ein Fehler – warum macht man sich jetzt wieder diese Baustelle auf und lässt es nicht so wie es bisher besser funktioniert hat?) und stell einen Gomez, Kaufmann, Bell Bell oder WEN AUCH IMMER mit ins ZM. Alles ist besser als den klaren 6er aufzugeben und nur noch 2 ZM zu haben wenn man weiß, dass der Fokus im Gegner von der Mitte liegt. Wofür habe / wollte ich eine „Holding 6“ wenn ich diese auflöse gegen einen Gegner mit Fokus auf die Zentrale?
Ich habe wirklich sowas von die Schnauze voll von Trainern welche ignorieren was auf dem Platz passiert und keinerlei taktische Anpassungen für massive Probleme vornehmen weil für sie die eigene Spielidee über allem steht bzw. diese einfach keinen Plan B haben. Ich rede dabei sogar nur über das Spiel gegen den Ball. Wir sind jetzt schon wieder auf bestem Wege die schlechteste Defensive der Liga zustellen.
Dass das Spiel mit Ball ein Problem wird war von Anfang an klar. Da will ich garnicht nach einem Plan B fragen da ich dafür noch nicht einmal einen „Plan A“ gesehen habe.
Aber klar liegt es wieder an der Qualität der Spieler, dass wir taktisch daher gespielt werden. Danach auf der PK geht Ende doch sogar darauf ein, dass deren Matchplan genau aufgegangen ist das was sie sich für das Spiel vorgenommen haben genau aufgegangen ist. Dann liegt es also an der Qualität? Letztes Jahr zur gleichen Zeit wurde bei uns darüber gemeckert wie schlecht ein Jaeckel ist. Gestern war genau er einer von 2 IV die dafür gesorgt haben, dass wir absolut chancenlos waren. Aber klar liegt es daran, dass es einen 2 Klassen Unterschied zwischen unserem Kader und dem von Münster gibt – denn auf dem Platz waren das 2 Klassen. Wie wohl jedes Jahr hat anscheinend jedes andere Team wieder so viel mehr Qualität als wir, ist doch ganz logisch. Wir brauchen 20 gute 2. Liga Spieler und 5 1. Ligaspieler um in der 2. Liga mal nicht gegen den Abstieg zu spielen. Genau so funktioniert das.
Es wäre wirklich schön wenn wir endlich diese „Mentalität über alles“ schei…. loswerden würden denn damit schaffen wir seit Jahren keinerlei Entwicklung. Es ist 2025, der Fußball hat sich taktisch so weit entwickelt, dass man nicht mehr durch „Mentalität und Einsatz“ alles regelt – wenn das alles ist was man zu bieten hat wird man taktisch gerne mal so dahin gespielt wie es jetzt schon wieder der Fall war. Genau das war der „Worstcase“ mit einer Backhaus Verpflichtung und wir sind jetzt schon wieder kurz davor alle Befürchtungen zu erfüllen. Man muss sich nochmal klar machen – man hat nur gegen Stuttgart gespielt. Gegen Führt war vielleicht noch 1 Halbzeit okay. Bei dem Rest waren die Ergebnisse teilweise sogar noch besser als die Auftritte und das heißt viel denn die Ergebnisse waren auch nicht toll.
Es wäre ja erstmal ganz schön wenn wir mit den Spielern welche wir im Kader haben keine groben taktischen Fehler machen würden. Wenn wir das System so umstellen, dass wir auf einmal nur noch 2 ZM haben gegen einen Gegner welcher 4 Spieler in der Zentrale hat ist es doch völlig logisch, dass wir diese Räume nicht geschlossen bekommen. Wenn wir dann noch gegen den Ball mit den 3 offensiven vorne anlaufen und die 8er auch hochschieben entsteht genau das was man in diesem Spiel gesehen hat: Ein 40 Meter Loch zwischen Mittelfeld und letzter Reihe. Münster hat bewusst viele Spieler im eigenen Spielaufbau zurückgezogen um unsere Zentrale vor zu locken und in unserer letzten Reihe 3x 1 gegen 1 zu isolieren. Genau so sind die Tore entstanden. Münster saugt unseren Druck auf und kann ihn ganz ohne Probleme überspielen und überbrückt den leeren Raum in der Mitte dann einfach mit einem Pass. Jetzt hast du 3x 1gg1 in letzter Linie was IMMER Brand gefährlich ist. Das 1:0 zeigt es perfekt – damit daraus Gefahr entsteht musst du nicht mal wirklich was falsch machen. Ehlers gewinnt den Zweikampf eigentlich, der Ball bleibt aber durch Glück beim Gegner. Da kann auch Sergio Ramos stehen, wenn der Ball so glücklich beim Gegner bleibt hast du Pech gehabt – du musst sowas halt schon vorher verhindern und nicht versuchen das auf letzter Linie zu verteidigen denn dort hast du dann überhaupt kein „Sicherheitspolster“ mehr. Genau die gleichen Situationen haben auch für die roten Karten von Breunig und Köhler gesorgt. Isolierte 1gg1 Duelle auf letzter Linie. Sowas ist einfach immer sau gefährlich. Genau das sind die Risiken des „Backhaus Fußballs“ – das ist bekannt. Das Ziel ist aber diese Risiken zu minimieren weil man es durch die positiven Seiten dieser Art von Fußball verhindert. Leider haben wir die positiven Aspekte überhaupt nicht und laufen hinten regelmäßig komplett ins offene Messer. In jedem Spiel gibt es mindestens 3 solcher Aktionen. Ja solche Situationen kann man auch noch verteidigen – es wie gesagt aber einfach immer gefährlich. Jede Woche bringen wir uns damit regelmäßig in Bedrängnis aber wir ändern es nicht weil die Spielidee über allem steht. Diese Rechnung geht aber nicht auf. Wenn das Ergebnis der Rechnung ist, dass wir mehr negative als positive Aspekte haben dann ist das Ergebnis nunmal ein negatives.
In diesem Spiel gab es in der ersten Halbzeit schon 3-4 dieser Aktionen und trotzdem ändern wir Halbzeit überhaupt nichts. Das ist einfach Wahnsinn. Nur weil ich es mir in der Theorie anders vorstelle kann ich doch nicht eiskalt ignorieren was tatsächlich auf dem Platz passiert.
Bevor mir jetzt jemand kommt „Wer soll es denn besser machen / wenn soll man aufstellen“ ganz einfach – irgendwen! Alles ist besser als in diesem Raum niemanden zu haben! Wir haben ja bewusst auf den 3. Mann in diesem Raum verzichtet. Stell Breunig mit in die IV und Flick, Köhler und Marie ins ZM. Lass Köhler in der IV (den ins ZM zustellen und Flick in die IV war von vornerein ein Fehler – warum macht man sich jetzt wieder diese Baustelle auf und lässt es nicht so wie es bisher besser funktioniert hat?) und stell einen Gomez, Kaufmann, Bell Bell oder WEN AUCH IMMER mit ins ZM. Alles ist besser als den klaren 6er aufzugeben und nur noch 2 ZM zu haben wenn man weiß, dass der Fokus im Gegner von der Mitte liegt. Wofür habe / wollte ich eine „Holding 6“ wenn ich diese auflöse gegen einen Gegner mit Fokus auf die Zentrale?
Ich habe wirklich sowas von die Schnauze voll von Trainern welche ignorieren was auf dem Platz passiert und keinerlei taktische Anpassungen für massive Probleme vornehmen weil für sie die eigene Spielidee über allem steht bzw. diese einfach keinen Plan B haben. Ich rede dabei sogar nur über das Spiel gegen den Ball. Wir sind jetzt schon wieder auf bestem Wege die schlechteste Defensive der Liga zustellen.
Dass das Spiel mit Ball ein Problem wird war von Anfang an klar. Da will ich garnicht nach einem Plan B fragen da ich dafür noch nicht einmal einen „Plan A“ gesehen habe.
Aber klar liegt es wieder an der Qualität der Spieler, dass wir taktisch daher gespielt werden. Danach auf der PK geht Ende doch sogar darauf ein, dass deren Matchplan genau aufgegangen ist das was sie sich für das Spiel vorgenommen haben genau aufgegangen ist. Dann liegt es also an der Qualität? Letztes Jahr zur gleichen Zeit wurde bei uns darüber gemeckert wie schlecht ein Jaeckel ist. Gestern war genau er einer von 2 IV die dafür gesorgt haben, dass wir absolut chancenlos waren. Aber klar liegt es daran, dass es einen 2 Klassen Unterschied zwischen unserem Kader und dem von Münster gibt – denn auf dem Platz waren das 2 Klassen. Wie wohl jedes Jahr hat anscheinend jedes andere Team wieder so viel mehr Qualität als wir, ist doch ganz logisch. Wir brauchen 20 gute 2. Liga Spieler und 5 1. Ligaspieler um in der 2. Liga mal nicht gegen den Abstieg zu spielen. Genau so funktioniert das.
Es wäre wirklich schön wenn wir endlich diese „Mentalität über alles“ schei…. loswerden würden denn damit schaffen wir seit Jahren keinerlei Entwicklung. Es ist 2025, der Fußball hat sich taktisch so weit entwickelt, dass man nicht mehr durch „Mentalität und Einsatz“ alles regelt – wenn das alles ist was man zu bieten hat wird man taktisch gerne mal so dahin gespielt wie es jetzt schon wieder der Fall war. Genau das war der „Worstcase“ mit einer Backhaus Verpflichtung und wir sind jetzt schon wieder kurz davor alle Befürchtungen zu erfüllen. Man muss sich nochmal klar machen – man hat nur gegen Stuttgart gespielt. Gegen Führt war vielleicht noch 1 Halbzeit okay. Bei dem Rest waren die Ergebnisse teilweise sogar noch besser als die Auftritte und das heißt viel denn die Ergebnisse waren auch nicht toll.
29.09.2025 - 18:46 Uhr
Zitat von DonSilencio
– man hat nur gegen Stuttgart gespielt. Gegen Führt war vielleicht noch 1 Halbzeit okay. Bei dem Rest waren die Ergebnisse teilweise sogar noch besser als die Auftritte und das heißt viel denn die Ergebnisse waren auch nicht toll.
– man hat nur gegen Stuttgart gespielt. Gegen Führt war vielleicht noch 1 Halbzeit okay. Bei dem Rest waren die Ergebnisse teilweise sogar noch besser als die Auftritte und das heißt viel denn die Ergebnisse waren auch nicht toll.
Ich bin ja im Großen und Ganzen bei deinem Beitrag bei dir.....aber der letzte Absatz ist Nonsens!
Ja, wir haben gegen Magdeburg und Fürth glücklich gewonnen. Dennoch hat die Mannschaft, gerade auch in Anbetracht dass es die ersten Saisonspiele eines neu zusammengestellten Teams waren, in beiden Spielen eine ansprechende Leistung gezeigt....jedenfalls besser, als du es darstellst.
In Karlsruhe und Darmstadt, bei 2 Spitzenmannschaften mit Aufstiegsambitionen, darf man und kann man verlieren wenn amn mit Ach und Krach die Klasse gehalten hat....ABER: In meinen Augen waren wir mindestens gleichwertig mit beiden Teams und haben die Spiele mehr oder weniger unglücklich verloren. Ich jedenfalls empfand die Mannschaftsleistung in beiden Spielen INSGESAMT als sehr gut!
....auch gegen Bielefeld haben wir unter Berücksichtigung des Pokalspiels sicherlich NICHT enttäuscht.
Ja, gegen Elversberg gab es dann einen Schritt zurück (nach recht stabiler Anfangsphase)
....gegen Münster waren es dann schon 3 Schritte rückwärts
....aber zu behaupten, wir haben NUR gegen Stuttgart gut gespielt, entspricht sicherlich NICHT der Realität.....oder ich habe halt eine andere Wahrnehmung als du!
....und nein, ich bin KEIN Befürworter von Backhaus gewesen, sondern habe ihm ganz neutral gegenübergestanden
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