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Fussball International

11.07.2012 - 18:48 Uhr
Fussball International |#1791
08.01.2016 - 10:07 Uhr
"Es ist eine fundamentale Entscheidung"

Regelhüter unterstützen Einführung des Videobeweises

Videobeweis oder nicht? Diese Frage kursiert im Fußball in den letzten Jahren immer häufiger. Nun haben die Direktoren des "International Football Association Board" eine "starke Empfehlung" ausgesprochen, den Videobeweis in mehreren Versuchen zu testen - dies teilte der Weltverband FIFA am Donnerstagabend nach einer Sitzung in London mit.
Finde ich gut das man scheinbar doch in der Neuzeit angekommen ist
Fussball International |#1792
08.01.2016 - 11:18 Uhr
Bin ich sehr zwiegespalten. Kommt immer auf die tatsächliche Durchführung an aber derzeit sehe ich da mehr Risiken der Amerikanisierung als Vorteile. Zweifelhafte Entscheidungen bleiben das Salz in der Suppe oder was passiert bei einem Nicht-Abseits, wo der Spieler alleine auf den Torwart zuläuft? Soll ausgeklammert sein oder wird es nur geprüft, wenn der Ball im Netz liegt? Dann Umkehrschluss immer durchlaufen, Ball reinmachen und Strafe oder Tor abwarten.... schief Wie oft wird geprüft? Wie lange?

Nächste Frage dann bis welche Liga? 1.+2. oder auch 3.? Was ist in der RL, wo es auch um richtig Geld geht? Können das die Vereine stemmen?
Fussball International |#1793
08.01.2016 - 11:49 Uhr
Es wird endlich Zeit, zu diesem Thema die Technik zuzulassen und den Videobeweis einzuführen.
Verhindert wurde das bis dato vor allem durch das FIFA/UEFA-Regelboard, welches größtenteils von alten Männern besetzt ist. Der Fußball muß auch technisch mit der Zeit gehen - in Fragen des Gesellschatfsrechtes kann die FIFA / UEFA nicht selbst entscheiden, da ist heute der Europäische Gerichtshof zuständig (Bosman-Urteil und aktuelle Diskussion über durch Spieler kündbare Arbeitsverträge).
Zurück zur Technik: Der Eishockey Sport zeigt seit mind. 10-15 Jahren, wie man solch einen Videobeweis einsetzten kann. Funktioniert super, keinen Stress und es geht auch groß keine Zeit verloren.
Gewonnen allerdings wird - und das ist das gröte und entscheidende Argument pro Videobeweis - die GERECHTIGKEIT, welche im Sport auch FAIRNESS genannt wird.
Das Spiel wird immer schneller, das Geld immer mehr, sodass diese Werte geschützt werden müssen.
Von mir aus gerne und so schnell wie möglich - getestet wird ja schon lange (aktuell z.B. KNVB / Niederlande). Jeder Schiedsrichter sollte sich freuen, wenn er ein zusätzliches Mittel an die Hand bekommt, richtige Entscheidungen treffen zu können.

•     •     •

Wenn mich jemand sucht .... ich bin zu weit gegangen.
Fussball International |#1794
09.01.2016 - 08:49 Uhr
Zitat von Dahlin

Bin ich sehr zwiegespalten. Kommt immer auf die tatsächliche Durchführung an aber derzeit sehe ich da mehr Risiken der Amerikanisierung als Vorteile. Zweifelhafte Entscheidungen bleiben das Salz in der Suppe oder was passiert bei einem Nicht-Abseits, wo der Spieler alleine auf den Torwart zuläuft? Soll ausgeklammert sein oder wird es nur geprüft, wenn der Ball im Netz liegt? Dann Umkehrschluss immer durchlaufen, Ball reinmachen und Strafe oder Tor abwarten.... schief Wie oft wird geprüft? Wie lange?

Nächste Frage dann bis welche Liga? 1.+2. oder auch 3.? Was ist in der RL, wo es auch um richtig Geld geht? Können das die Vereine stemmen?


Ich gehe davon aus das erst einmal nur Wettberwerbe der FIFA "betroffen" sein werden und ähnlich wie bei der Torkamera dann so genannte Feldversuche in diversen Ligen hinzu kommen. Der Vorteil ist das die Technik schon verbaut ist, also keine enormen Extrakosten dazu kommen. Und im Text steht ja auch:
Zitat von usernick

Der Videobeweis soll nur auf Tor- und Elfmeterentscheidungen beschränkt sein. Außerdem könnte er bei Platzverweisen zur Hilfe genommen werden, dass kein falscher Spieler des Feldes verwiesen wird.


Generell wird aber grade bei Elfern oft kontrovers diskutiert. ZUmal einige Schiris den Elfe geben aber ein anderer nicht. Fallbeispiel Berührung im 16er. Heutzutage reicht ja oft eine Berührung alleine aus das ein Stürmer wie umgetreten fällt. Das entscheidet dann die persönlichen Präferenz eines Schiris.

Generell aber darf man sich vielleicht bei vielen Situationen mehr Klarheit wünschen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von franko1904 am 09.01.2016 um 08:52 Uhr bearbeitet
Fussball International |#1795
09.01.2016 - 10:26 Uhr
Also wenn man den Wahnsinn bei den Ablösesummen bzgl. der PL anprangert muss man mal Richtung Fernost schauen. Auf TM wurde ja frisch die Top Elf der bisherigen Transfers gepostet und da tauchen 2 Chinesen auf die intern wechselten. MW je im niedrigen 6 stelligen Bereich. Gewechselt für 2,4 und über 7 Mio Überrascht
http://www.transfermarkt.de/lu-zhang/transfers/spieler/148164
http://www.transfermarkt.de/haifeng-ding/transfers/spieler/150014

Dazu dann der Renato Augusto Deal für 9 Mio.
Fussball International |#1796
09.01.2016 - 10:28 Uhr
Zitat von Augenzeuge-Rio
Es wird endlich Zeit, zu diesem Thema die Technik zuzulassen und den Videobeweis einzuführen.
Verhindert wurde das bis dato vor allem durch das FIFA/UEFA-Regelboard, welches größtenteils von alten Männern besetzt ist. Der Fußball muß auch technisch mit der Zeit gehen - in Fragen des Gesellschatfsrechtes kann die FIFA / UEFA nicht selbst entscheiden, da ist heute der Europäische Gerichtshof zuständig (Bosman-Urteil und aktuelle Diskussion über durch Spieler kündbare Arbeitsverträge).
Zurück zur Technik: Der Eishockey Sport zeigt seit mind. 10-15 Jahren, wie man solch einen Videobeweis einsetzten kann. Funktioniert super, keinen Stress und es geht auch groß keine Zeit verloren.
Gewonnen allerdings wird - und das ist das gröte und entscheidende Argument pro Videobeweis - die GERECHTIGKEIT, welche im Sport auch FAIRNESS genannt wird.
Das Spiel wird immer schneller, das Geld immer mehr, sodass diese Werte geschützt werden müssen.
Von mir aus gerne und so schnell wie möglich - getestet wird ja schon lange (aktuell z.B. KNVB / Niederlande). Jeder Schiedsrichter sollte sich freuen, wenn er ein zusätzliches Mittel an die Hand bekommt, richtige Entscheidungen treffen zu können.


Ich denke, dass man Eishockey und Fussball schwer miteinander vergleichen kann, da im Eishockey sowieso schon zich Unterbrechungen völlig normal sind.

Wird m.E. sehr schwierig sein, solche Viedeobeweise in einem Fussballspiel gekonnt zu integrieren.
Und gerecht wird es sicher nich zugehn, da untere Spielklassen wohl kaum in den "Genuss" dieser Sache kommen werden.
Insofern kann aus meiner Sich hier keine Rede von Gerechtigkeit sein ..., im Gegenteil, die Schere zwischen "Arm und Reich" wird damit weiter auseinander klaffen ...

•     •     •

"Politik rettet die Welt wohl nicht."
Reinhold Messner
Fussball International |#1797
09.01.2016 - 11:25 Uhr
Zitat von Antares
Zitat von Augenzeuge-Rio

Es wird endlich Zeit, zu diesem Thema die Technik zuzulassen und den Videobeweis einzuführen.
Verhindert wurde das bis dato vor allem durch das FIFA/UEFA-Regelboard, welches größtenteils von alten Männern besetzt ist. Der Fußball muß auch technisch mit der Zeit gehen - in Fragen des Gesellschatfsrechtes kann die FIFA / UEFA nicht selbst entscheiden, da ist heute der Europäische Gerichtshof zuständig (Bosman-Urteil und aktuelle Diskussion über durch Spieler kündbare Arbeitsverträge).
Zurück zur Technik: Der Eishockey Sport zeigt seit mind. 10-15 Jahren, wie man solch einen Videobeweis einsetzten kann. Funktioniert super, keinen Stress und es geht auch groß keine Zeit verloren.
Gewonnen allerdings wird - und das ist das gröte und entscheidende Argument pro Videobeweis - die GERECHTIGKEIT, welche im Sport auch FAIRNESS genannt wird.
Das Spiel wird immer schneller, das Geld immer mehr, sodass diese Werte geschützt werden müssen.
Von mir aus gerne und so schnell wie möglich - getestet wird ja schon lange (aktuell z.B. KNVB / Niederlande). Jeder Schiedsrichter sollte sich freuen, wenn er ein zusätzliches Mittel an die Hand bekommt, richtige Entscheidungen treffen zu können.


Ich denke, dass man Eishockey und Fussball schwer miteinander vergleichen kann, da im Eishockey sowieso schon zich Unterbrechungen völlig normal sind.

Wird m.E. sehr schwierig sein, solche Viedeobeweise in einem Fussballspiel gekonnt zu integrieren.
Und gerecht wird es sicher nich zugehn, da untere Spielklassen wohl kaum in den "Genuss" dieser Sache kommen werden.
Insofern kann aus meiner Sich hier keine Rede von Gerechtigkeit sein ..., im Gegenteil, die Schere zwischen "Arm und Reich" wird damit weiter auseinander klaffen ...


Wobei man es ab der Regionalliga tatsächlich noch mit Fußballromantik abwiegeln kann, da es dort wirklich noch rein um Sport geht.
Bei den Kosten für das Hawkeye ist wohl damit zu rechnen, daß das auch in dritter und zweiter Liga finanziell noch schwierig werden könnte. Wobei m.E. selbst da noch der Sport überwiegt und der Geldregen in gewisser Weise eine Art Soliausfluss der Bundesliga ist, auch, um den ganzen Apparat am Laufen zu halten.
Machen wir uns nichts vor: die erste Bundesliga ist in erster Linie ein Kampf zwischen Unternehmen und hier sind in meinen Augen dringend Mechanismen für einen faireren Wettbewerb nötig. Es ist keine neidinduziertes Verschwörungstheorie, daß gewisse Vereine von den Pfeifen- und Fahnenträgern bevorteilt und andere immer wieder benachteiligt werden.
Hierbei ist auch auffällig, daß es selten oder nie wirklich um sportliche Belange geht. München hat es eigentlich nicht nötig, aber das Aushängeschild der Marke Fußballdeutschland schiebt der Verband gern noch weiter an. In Gelsenkirchen brauchte man jahrelang die CL-Einnahmen, um sich am noch einen offenen Auge bei der Lizenzvergabe vorbeizudrängeln. Die immensen Ausgaben, um in die lausitzer Provinz zu einem Auswärtsspiel zu fahren, wollte man den gewünschten Vereinen möglichst kurz aufbürden. Freiburg als eine Art Marktverweigerer hat die Quittung mittlerweile auch wieder bekommen. Etc.

An dieser Lobbygeschichte scheint sich auch über Jahre nichts zu ändern, selbst wenn gerade bei uns mal endlich jemand das Rückgrat hätte, auch wenn es womöglich ein Kampf gegen Windmühlen wäre, Schiedsrichter abzulehnen/ ein paar Beschwerden bzgl. Leistungen und Ansetzungen nach Frankfurt zu schicken.
Daneben ist mir auch absolut schleierhaft, was toll daran sein soll, den eigenen Verein verlieren zu sehen, sich aber darüber aufregen zu können, daß das Siegtor unberechtigt wegen Abseits aberkannt wurde. Alles Scheinargumente.

Insofern wäre es m.E. - wie beim American Football oder Tennis - sinnvoll, jedem Trainer (beim Tennis Spieler) eine gewisse Anzahl an einforderbarer Videoüberprüfung zuzugestehen. Es ist auch Unfug, daß durch angebliches Zerreißen des Spiels die Emotionen gemindert würden. Vielmehr wäre doch das Gegenteil der Fall - doppelte Emotionen und je nach Konstellation auch äußerst konträre.

Weshalb sollte man das von Seiten des Verbandes nicht wollen, ein funktionierendes System vorausgesetzt? Man würde das Lobbysystem unterbinden und dadurch womöglich mittelbar finanzielle Einbußen hinnehmen, wenn etwa ein Verein wie der HSV samt Anhang und Finanzpotential der ersten Liga fern bliebe.

•     •     •

Folge denen, die die Wahrheit suchen, misstraue jenen, die sie meinen gefunden zu haben.
Fussball International |#1798
11.01.2016 - 09:24 Uhr
Es gibt aber zu den angesprochenen Sportarten doch einen großen Unterschied, der einen Videobeweis im Fußball in der Praxis vergleichsweise schwierig gestaltet. Im Tennis muss der Spieler sofort das Spiel unterbrechen und den Beweis anfordern, in den meisten Fällen ist da aber der Ballwechsel eh vorbei und zudem ein einzelner Punkt dort nicht so relevant. Im Football gibt es nach jedem Spielzug, also letztlich alle paar Sekunden eine Unterbrechung. Wie soll man im Fußball jetzt eine strittige Abseitsentscheidung handhaben? Weiterspielen bis eine Spielunterbrechung eintritt? Und was dann? Da müsste man schon eine gute Idee haben wie das umsetzbar wäre, aber ganz so einfach geht es meiner Meinung nach nicht.

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Die Seele brennt!
Fussball International |#1799
11.01.2016 - 09:34 Uhr
Zitat von Snellius
Es gibt aber zu den angesprochenen Sportarten doch einen großen Unterschied, der einen Videobeweis im Fußball in der Praxis vergleichsweise schwierig gestaltet. Im Tennis muss der Spieler sofort das Spiel unterbrechen und den Beweis anfordern, in den meisten Fällen ist da aber der Ballwechsel eh vorbei und zudem ein einzelner Punkt dort nicht so relevant. Im Football gibt es nach jedem Spielzug, also letztlich alle paar Sekunden eine Unterbrechung. Wie soll man im Fußball jetzt eine strittige Abseitsentscheidung handhaben? Weiterspielen bis eine Spielunterbrechung eintritt? Und was dann? Da müsste man schon eine gute Idee haben wie das umsetzbar wäre, aber ganz so einfach geht es meiner Meinung nach nicht.


Ich finde es recht billig (nicht böse gemeint) sich darauf auszuruhen, dass es viel zu schwer wäre das Spiel dafür zu unterbrechen. Man kann auch einfach dem 4. Offiziellen mehr "Macht" geben und ihm einen Fernseher an die Linie stellen. Dann könnte man es sogar noch so handhaben, wie im Tennis und eine Art Veto Recht des Trainers nutzen, welches er x-mal einsetzen kann und x-1 abgezogen wird, wenn er falsch lag. Eine Diskussion auf dem Spielfeld dauert eh so lange (und treibt die Aggression hoch), dass die Zeit auch auf einen Videobeweis verwendet werden könnte. Die Torlinientechnik ist ja eh nur so ein Alibi-Move gewesen, welcher wenig Nutzen hatte aber gut was gekostet hat.
Fussball International |#1800
11.01.2016 - 09:39 Uhr
Zitat von Revlisgeek
Zitat von Snellius

Es gibt aber zu den angesprochenen Sportarten doch einen großen Unterschied, der einen Videobeweis im Fußball in der Praxis vergleichsweise schwierig gestaltet. Im Tennis muss der Spieler sofort das Spiel unterbrechen und den Beweis anfordern, in den meisten Fällen ist da aber der Ballwechsel eh vorbei und zudem ein einzelner Punkt dort nicht so relevant. Im Football gibt es nach jedem Spielzug, also letztlich alle paar Sekunden eine Unterbrechung. Wie soll man im Fußball jetzt eine strittige Abseitsentscheidung handhaben? Weiterspielen bis eine Spielunterbrechung eintritt? Und was dann? Da müsste man schon eine gute Idee haben wie das umsetzbar wäre, aber ganz so einfach geht es meiner Meinung nach nicht.


Ich finde es recht billig (nicht böse gemeint) sich darauf auszuruhen, dass es viel zu schwer wäre das Spiel dafür zu unterbrechen. Man kann auch einfach dem 4. Offiziellen mehr "Macht" geben und ihm einen Fernseher an die Linie stellen. Dann könnte man es sogar noch so handhaben, wie im Tennis und eine Art Veto Recht des Trainers nutzen, welches er x-mal einsetzen kann und x-1 abgezogen wird, wenn er falsch lag. Eine Diskussion auf dem Spielfeld dauert eh so lange (und treibt die Aggression hoch), dass die Zeit auch auf einen Videobeweis verwendet werden könnte. Die Torlinientechnik ist ja eh nur so ein Alibi-Move gewesen, welcher wenig Nutzen hatte aber gut was gekostet hat.


Wie soll den das Veto-Recht laufen? Erklär mir das mal bitte am Beispiel eines Abseitspfiffes.

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Die Seele brennt!
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