Finanzierung der Hertha
26.01.2010 - 17:25 Uhr
22.04.2010 - 01:03 Uhr
Habe das mit der Lizenzauflage leider nur beiläufig mitbekommen, aber hätte nicht gedacht, dass das so groß hier thematisiert werden würde oO...
Sehe da nach wie vor keinen Grund zur Panik... Da fielen mir auf Anhieb genügend Lösungen ein, die sich kurzfristig realisieren ließen... Von daher wird es die nächste Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Profifussball geben...
Sehe da nach wie vor keinen Grund zur Panik... Da fielen mir auf Anhieb genügend Lösungen ein, die sich kurzfristig realisieren ließen... Von daher wird es die nächste Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Profifussball geben...
22.04.2010 - 11:41 Uhr
Wieviel werden wir wohl von der Stadt Berlin kriegen? 10, 15mios ungefähr?
Zitat von dpa:
Die drohende Insolvenz des Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen ist vorerst abgewendet. Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro.
Zitat von dpa:
Die drohende Insolvenz des Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen ist vorerst abgewendet. Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro.
22.04.2010 - 11:56 Uhr
Zitat von randberliner:
Wieviel werden wir wohl von der Stadt Berlin kriegen?
:D
Ich tippe eher auf Sondersteuererhebung zum Ausgleich der verminderten Auswärtsfananzahl.
Wieviel werden wir wohl von der Stadt Berlin kriegen?
:D
Ich tippe eher auf Sondersteuererhebung zum Ausgleich der verminderten Auswärtsfananzahl.
22.04.2010 - 15:40 Uhr
Zitat von racer:
Zitat von randberliner:
Wieviel werden wir wohl von der Stadt Berlin kriegen? 10, 15mios ungefähr?
Zitat von dpa:
Die drohende Insolvenz des Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen ist vorerst abgewendet. Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro.
In Berlin??? Antwort: 0 Euro
Und das ist auch gut so, ansonsten koennten wir doch nicht mehr ueber Schalke meckern, oder?
Berlin hat uns in den letzten Jahren schon mit etlichen finanziellen Erleichterungen in Millionenhöhe unterstützt:
- Bewilligung des Austritts aus der defizitären Olympiastadion GmbH
- Nachlass bei der Miete für das Olympiastadion
- Stundungen von Steuerverpflichtungen
Zitat von randberliner:
Wieviel werden wir wohl von der Stadt Berlin kriegen? 10, 15mios ungefähr?
Zitat von dpa:
Die drohende Insolvenz des Fußball-Zweitligisten Alemannia Aachen ist vorerst abgewendet. Die Stadt Aachen übernimmt eine Ausfallbürgschaft über 5,5 Millionen Euro.
In Berlin??? Antwort: 0 Euro
Und das ist auch gut so, ansonsten koennten wir doch nicht mehr ueber Schalke meckern, oder?
Berlin hat uns in den letzten Jahren schon mit etlichen finanziellen Erleichterungen in Millionenhöhe unterstützt:
- Bewilligung des Austritts aus der defizitären Olympiastadion GmbH
- Nachlass bei der Miete für das Olympiastadion
- Stundungen von Steuerverpflichtungen
22.04.2010 - 16:31 Uhr
Zitat von racer:
er Aachen oder Schalke als Beispiele heranzieht) verstehe ich etwas anderes als einen Nachlass auf Stadiongebuehren zu geben und solche hat es in Berlin m.W.n bisher nicht gegeben.
In Aachen gab es auch nur eine Bürgschaft über die genannte summe, den Kredit muss sich die Alemannia dann natürlich selber über eine Bank etc. holen und auch selbst abzahlen. Die Bürgschaft greift ja nur im falle der Insolvenz.
Die Stadt hat das auch nur gemacht, weil sie selber beim Stadionneubau mit im Boot sitzt und bei einer Pleite der Alemannia auf einem erheblichen Batzen dieser Investitionen sitzen bleibt. _Zusätzlich_ zu den dann zu erwartenden Ausfällen bei Steuern, Mietzahlungen, Imageschaden der Stadt etc. Daher und nur daher war es sinnvoll für die Stadt, die Bürgschaft zu leisten.
Die Lage liegt also etwas anders als bei einem "normalen" Klub wie etwa der Hertha, wo die Stadt aktuell nicht auch noch Investor ist in einem Großprojekt, den Klub betreffend.
er Aachen oder Schalke als Beispiele heranzieht) verstehe ich etwas anderes als einen Nachlass auf Stadiongebuehren zu geben und solche hat es in Berlin m.W.n bisher nicht gegeben.
In Aachen gab es auch nur eine Bürgschaft über die genannte summe, den Kredit muss sich die Alemannia dann natürlich selber über eine Bank etc. holen und auch selbst abzahlen. Die Bürgschaft greift ja nur im falle der Insolvenz.
Die Stadt hat das auch nur gemacht, weil sie selber beim Stadionneubau mit im Boot sitzt und bei einer Pleite der Alemannia auf einem erheblichen Batzen dieser Investitionen sitzen bleibt. _Zusätzlich_ zu den dann zu erwartenden Ausfällen bei Steuern, Mietzahlungen, Imageschaden der Stadt etc. Daher und nur daher war es sinnvoll für die Stadt, die Bürgschaft zu leisten.
Die Lage liegt also etwas anders als bei einem "normalen" Klub wie etwa der Hertha, wo die Stadt aktuell nicht auch noch Investor ist in einem Großprojekt, den Klub betreffend.
22.04.2010 - 21:15 Uhr
Zitat von Berliner1:
ich würde mal gerne die ganz genaue Zahl der Verbindlichkeiten wissen. das würde mich sehr interessieren.
Die rede war von 30 Mio nicht von 39 :o
Die genaue Zahl ist 28.959.335,09 (Stand:30.06.2008) "offene Schulden". Diese Summe dürfte aber über die letzten 1,5 Jahre noch etwas gestiegen sein.
Aber es gibt noch einen Posten in der Bilanz, in der man die Hälfte der Hertha_Schulden hat verschwinden lassen. Die Hertha Rechte GmbH hält 38,86Mio EUR an Hertha BSC. Jedoch sind diese 38,86Mio real gar nicht vorhanden, sondern sind eine "Luftbuchung" um die Bilanz des Vereins "sauberzumachen".
Das ist der gleiche Mist, worüber man sich bei S04 so beschwert hat, dass Geld über 10Ecken auf Konten von irgendwelchen Tochtergesellschaften gelandet ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die gesamten SChulden (offene und Luftbuchung) in etwa heute zwischen 70 und 80Mio EURO Schulden liegen werden.
Die DFL interessiert aber nur die Bilanz des Vereins, nicht aber die Bilanzen der gesamten "Hertha-Gruppe"...
ich würde mal gerne die ganz genaue Zahl der Verbindlichkeiten wissen. das würde mich sehr interessieren.
Die rede war von 30 Mio nicht von 39 :o
Die genaue Zahl ist 28.959.335,09 (Stand:30.06.2008) "offene Schulden". Diese Summe dürfte aber über die letzten 1,5 Jahre noch etwas gestiegen sein.
Aber es gibt noch einen Posten in der Bilanz, in der man die Hälfte der Hertha_Schulden hat verschwinden lassen. Die Hertha Rechte GmbH hält 38,86Mio EUR an Hertha BSC. Jedoch sind diese 38,86Mio real gar nicht vorhanden, sondern sind eine "Luftbuchung" um die Bilanz des Vereins "sauberzumachen".
Das ist der gleiche Mist, worüber man sich bei S04 so beschwert hat, dass Geld über 10Ecken auf Konten von irgendwelchen Tochtergesellschaften gelandet ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die gesamten SChulden (offene und Luftbuchung) in etwa heute zwischen 70 und 80Mio EURO Schulden liegen werden.
Die DFL interessiert aber nur die Bilanz des Vereins, nicht aber die Bilanzen der gesamten "Hertha-Gruppe"...
23.04.2010 - 00:30 Uhr
Zitat von herthinho2310:
Ich gebe mich geschlagen und dann sind wir ja wirklich alle auf einer Linie! :p
ist beim Lesen wohl irgendwie anders bei mir rübergekommen, als du es gemeint hast ;)
Ja sorry, wollte niemanden "schlagen" oder so ;) ging nur drum, dass ich ein bissl stinkig war, weil dein Beitrag davor eine Wiederholung eines anderen war und dazu der unglückliche Vergleich, aber passt jetzt. :)
Zitat von SerbCon:
Sehe da nach wie vor keinen Grund zur Panik... Da fielen mir auf Anhieb genügend Lösungen ein, die sich kurzfristig realisieren ließen... Von daher wird es die nächste Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Profifussball geben...
Die Frage ist aber nicht, ob Dir die Lösungen einfallen, sondern ob sie unseren Verantwortlichen einfallen, und ob sie zweitens dann überhaupt realisierbar sind. Diese Lösungen beinhalten ja mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Partei außerhalb des Vereins, sei es Bank, Sponsor oder Senat. ;)
Wird man sehen ob das so sicher ist.
Immerhin ist Ingo Schiller nicht einmal in der Lage gewesen in der Saison 08/09 die Erfolgsprämien miteinzuplanen.
Da sieht man mal wieder, dass bei Hertha die "defensive Planung", die immer wieder wie eine Phrase vor sich hergeschoben wurde, eine blanke Lüge ist.
Defensive Planung würde so aussehen:
Erfolgsprämienzahlung:
34 BL-Spiele x 14 maximal einsetzbare Spieler x ( Einsatzprämie + Punktprämie + Siegprämie)
je nachdem wie genau das geregelt ist im Detail, aber wahrscheinlich gibts nichteinmal eine einheitliche Prämienregelung :rolleyes
Das selbe nochmal für 6 DFB-Pokal-Spiele und 15 UEFA Cup-Spiele.
Es ist mir echt schleierhaft wie dämlich man sein muss, um sich bei den Prämien zu verplanen.
Alleine dieser Punkt reicht mir aus, um Ingo Schiller für völlig unqualifiziert zu halten und jegliches weiteres Vertrauen gar nicht erst zu erteilen. (die Oly-Eröffnungsfeier lassen wir lieber ganz weg, würde noch düsterer für ihn aussehen sonst)
Zitat von racer:
Und das ist auch gut so, ansonsten koennten wir doch nicht mehr ueber Schalke meckern, oder?
Wer wie Hertha das Geld zu 90% nur für Spieler rausgeworfen hat und neben Nürnberg der einzige Bundesligist ohne reines Fußballstadion ist, der sollte lieber ganz ruhig sein.
Zitat von racer:
Zitat von Spaetzle:
Berlin hat uns in den letzten Jahren schon mit etlichen finanziellen Erleichterungen in Millionenhöhe unterstützt:
- Bewilligung des Austritts aus der defizitären Olympiastadion GmbH
- Nachlass bei der Miete für das Olympiastadion
- Stundungen von Steuerverpflichtungen
Unter aktiver Hilfe (und ich glaube danach ist gefragt wenn man hier Aachen oder Schalke als Beispiele heranzieht) verstehe ich etwas anderes als einen Nachlass auf Stadiongebuehren zu geben und solche hat es in Berlin m.W.n bisher nicht gegeben.
Zitat von racer:
Und da liegt der Hund begraben (bzw. der Unterschied): Partner in einer Investition mit dem Klub. ;)
Dir ist schon klar, dass Hertha sich anfangs am Neubau des Olympiastadions beteiligt hatte, aber schnell wegen Geldmangel ausstieg, und die Stadt Berlin die Hertha Anteile übernahm.
Im Klartext heißt dies, das wir vom Bundes- und Berliner Steuerzahler ein Fünfsterne-Final-WM-Stadion hingestellt bekommen haben, für das wir wenig bis gar nichts investiert haben.
Wir zahlen nur eine Miete, und selbst die ist mickrig. Kannst ja mal nachfragen ob alle Bittsteller vom Senat und Bund so nett behandelt werden wie wir. :rolleyes
Also nehm endlich die Vereinsbrille ab und schalt dein Denkzentrum mal an, was dies im Klartext bedeutet! Die Stadt (und der Bund) ist durch das Stadion sehr wohl Investitionspartner von Hertha BSC!
Nur mit dem Unterschied, dass wir selber keine Eigeninitiative gezeigt haben, auch weil wir kein Geld hatten (und haben) um z.B. über einen Neubau eines reines Fußballstadions an anderer Stelle mitreden zu können!
Der Unterschied zu Schalke und Aachen ist, dass die eben wirklich etwas investiert haben, währrenddessen wir zu arm dafür waren und es immer bleiben werden!
Letztlich ist Hertha aus der Stadionsache finanziell fein rausgekommen! Nur hat man sonst eben auch alles andere falsch gemacht.
Zitat von Payday:
Das kann man so nicht sagen. Hertha hat an die Rechte Gmbh den "Firmenwert" für ca. 40 Mio verkauft und hat daher eine Forderung i.H.v. 40 Mio in der Bilanz stehen. Dieser trick diente dazu, das EK um 40 Mio zu erhöhen, um einen Konkurs wegen Überschuldung abzuwenden. Verbindlichkeiten gegenüber einem dritten bestehen hier nicht. Die rechte GmbH "schuldet" Hertha 40 Mio. Da steckt real nichts dahinter.
Die wirklichen Verbindlichkeiten belaufen sich auf ca. 33 Mio und sind von der Höhe unproblematisch. Das größte Problem für herthas Finanzen sind die verträge mit sport five, die sich leider im Abstiegsfall um die Zeitdauer der 2.Ligazugehörigkeit verlängern.
Du hast eine Sache nicht beachtet. Die unterschiedlichen Bilanzstichtage.
31. Juni vs. 31. Dezember
So ist es möglich, dieses nicht vorhandene Eigenkapital zwischen der KGaA und der Rechte GmbH hin- und herzuschieben um kurzfristig die Insolvenz zu vermeiden.
Eine genaue Bilanzierung der Schulden ist so eben gar nicht möglich, da alle Tochterunternehmen den selben Bilanzstichtag haben müssten um reinen Tisch machen zu können.
Und so kann man eben nicht sagen, dass da "nichts dahinter" steckt. Erstens ist dieser "Firmenwert" bzw. die "Nutzungs- und Vermarktungsrechte" fiktiv, da
Zitat
Der Ausweis des Anlagevermögens betrifft gegen Gesellschaftsrechte eingebrachte Nutzungs- und Vermarktungsrechte für die Zeiträume 1.7.2009 bis 30.6.2024 bzw. 1.7.2010 bis 30.6.2025.
für diese Zeiträume gar nicht feststeht inwieweit Hertha BSC sich nutzen und vermarkten lässt. Eine Reihe von Variablen, Inflationsrate, Zinsentwicklung, Sky-Fernsehgeld-Vertrag, Ligazugehörigkeit und damit sportlicher Erfolg, Zuschauerinteresse usw. stehen in den Sternen.
Zweitens muss man nach deutschem Recht solche immateriellen Werte gegen Entgelt erwerben, und kann sie sich nicht blanco selbst eintragen. Dies ist also bei genauerer Betrachtung strafbar.
Drittens steckt sehr wohl etwas dahinter, denn wozu glaubst du, wird man diesen letzten Ausweg der "kreativen Buchführung" gewählt haben?
Richtig, um nichtvorhandenes Eigenkapital vorzugaukeln. Hast du ja schon selber erwähnt.
Nun ist die Frage warum sowas notwendig gewesen wäre, wenn doch von den Verbindlichkeiten her kein weiterer Bedarf bestand?
Solange die Firmen der "Hertha Gruppe" :D keine einheitliche Bilanz mit selben Stichtagsdaten erstellen, muss davon ausgegangen werden, dass die volle Höhe des selbst aktivierten Wertes nur zur Schuldenverschleierung dient.
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Ich gebe mich geschlagen und dann sind wir ja wirklich alle auf einer Linie! :p
ist beim Lesen wohl irgendwie anders bei mir rübergekommen, als du es gemeint hast ;)
Ja sorry, wollte niemanden "schlagen" oder so ;) ging nur drum, dass ich ein bissl stinkig war, weil dein Beitrag davor eine Wiederholung eines anderen war und dazu der unglückliche Vergleich, aber passt jetzt. :)
Zitat von SerbCon:
Sehe da nach wie vor keinen Grund zur Panik... Da fielen mir auf Anhieb genügend Lösungen ein, die sich kurzfristig realisieren ließen... Von daher wird es die nächste Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch weiterhin Profifussball geben...
Die Frage ist aber nicht, ob Dir die Lösungen einfallen, sondern ob sie unseren Verantwortlichen einfallen, und ob sie zweitens dann überhaupt realisierbar sind. Diese Lösungen beinhalten ja mit großer Wahrscheinlichkeit eine weitere Partei außerhalb des Vereins, sei es Bank, Sponsor oder Senat. ;)
Wird man sehen ob das so sicher ist.
Immerhin ist Ingo Schiller nicht einmal in der Lage gewesen in der Saison 08/09 die Erfolgsprämien miteinzuplanen.
Da sieht man mal wieder, dass bei Hertha die "defensive Planung", die immer wieder wie eine Phrase vor sich hergeschoben wurde, eine blanke Lüge ist.
Defensive Planung würde so aussehen:
Erfolgsprämienzahlung:
34 BL-Spiele x 14 maximal einsetzbare Spieler x ( Einsatzprämie + Punktprämie + Siegprämie)
je nachdem wie genau das geregelt ist im Detail, aber wahrscheinlich gibts nichteinmal eine einheitliche Prämienregelung :rolleyes
Das selbe nochmal für 6 DFB-Pokal-Spiele und 15 UEFA Cup-Spiele.
Es ist mir echt schleierhaft wie dämlich man sein muss, um sich bei den Prämien zu verplanen.
Alleine dieser Punkt reicht mir aus, um Ingo Schiller für völlig unqualifiziert zu halten und jegliches weiteres Vertrauen gar nicht erst zu erteilen. (die Oly-Eröffnungsfeier lassen wir lieber ganz weg, würde noch düsterer für ihn aussehen sonst)
Zitat von racer:
Und das ist auch gut so, ansonsten koennten wir doch nicht mehr ueber Schalke meckern, oder?
Wer wie Hertha das Geld zu 90% nur für Spieler rausgeworfen hat und neben Nürnberg der einzige Bundesligist ohne reines Fußballstadion ist, der sollte lieber ganz ruhig sein.
Zitat von racer:
Zitat von Spaetzle:
Berlin hat uns in den letzten Jahren schon mit etlichen finanziellen Erleichterungen in Millionenhöhe unterstützt:
- Bewilligung des Austritts aus der defizitären Olympiastadion GmbH
- Nachlass bei der Miete für das Olympiastadion
- Stundungen von Steuerverpflichtungen
Unter aktiver Hilfe (und ich glaube danach ist gefragt wenn man hier Aachen oder Schalke als Beispiele heranzieht) verstehe ich etwas anderes als einen Nachlass auf Stadiongebuehren zu geben und solche hat es in Berlin m.W.n bisher nicht gegeben.
Zitat von racer:
Und da liegt der Hund begraben (bzw. der Unterschied): Partner in einer Investition mit dem Klub. ;)
Dir ist schon klar, dass Hertha sich anfangs am Neubau des Olympiastadions beteiligt hatte, aber schnell wegen Geldmangel ausstieg, und die Stadt Berlin die Hertha Anteile übernahm.
Im Klartext heißt dies, das wir vom Bundes- und Berliner Steuerzahler ein Fünfsterne-Final-WM-Stadion hingestellt bekommen haben, für das wir wenig bis gar nichts investiert haben.
Wir zahlen nur eine Miete, und selbst die ist mickrig. Kannst ja mal nachfragen ob alle Bittsteller vom Senat und Bund so nett behandelt werden wie wir. :rolleyes
Also nehm endlich die Vereinsbrille ab und schalt dein Denkzentrum mal an, was dies im Klartext bedeutet! Die Stadt (und der Bund) ist durch das Stadion sehr wohl Investitionspartner von Hertha BSC!
Nur mit dem Unterschied, dass wir selber keine Eigeninitiative gezeigt haben, auch weil wir kein Geld hatten (und haben) um z.B. über einen Neubau eines reines Fußballstadions an anderer Stelle mitreden zu können!
Der Unterschied zu Schalke und Aachen ist, dass die eben wirklich etwas investiert haben, währrenddessen wir zu arm dafür waren und es immer bleiben werden!
Letztlich ist Hertha aus der Stadionsache finanziell fein rausgekommen! Nur hat man sonst eben auch alles andere falsch gemacht.
Zitat von Payday:
Das kann man so nicht sagen. Hertha hat an die Rechte Gmbh den "Firmenwert" für ca. 40 Mio verkauft und hat daher eine Forderung i.H.v. 40 Mio in der Bilanz stehen. Dieser trick diente dazu, das EK um 40 Mio zu erhöhen, um einen Konkurs wegen Überschuldung abzuwenden. Verbindlichkeiten gegenüber einem dritten bestehen hier nicht. Die rechte GmbH "schuldet" Hertha 40 Mio. Da steckt real nichts dahinter.
Die wirklichen Verbindlichkeiten belaufen sich auf ca. 33 Mio und sind von der Höhe unproblematisch. Das größte Problem für herthas Finanzen sind die verträge mit sport five, die sich leider im Abstiegsfall um die Zeitdauer der 2.Ligazugehörigkeit verlängern.
Du hast eine Sache nicht beachtet. Die unterschiedlichen Bilanzstichtage.
31. Juni vs. 31. Dezember
So ist es möglich, dieses nicht vorhandene Eigenkapital zwischen der KGaA und der Rechte GmbH hin- und herzuschieben um kurzfristig die Insolvenz zu vermeiden.
Eine genaue Bilanzierung der Schulden ist so eben gar nicht möglich, da alle Tochterunternehmen den selben Bilanzstichtag haben müssten um reinen Tisch machen zu können.
Und so kann man eben nicht sagen, dass da "nichts dahinter" steckt. Erstens ist dieser "Firmenwert" bzw. die "Nutzungs- und Vermarktungsrechte" fiktiv, da
Zitat
Der Ausweis des Anlagevermögens betrifft gegen Gesellschaftsrechte eingebrachte Nutzungs- und Vermarktungsrechte für die Zeiträume 1.7.2009 bis 30.6.2024 bzw. 1.7.2010 bis 30.6.2025.
für diese Zeiträume gar nicht feststeht inwieweit Hertha BSC sich nutzen und vermarkten lässt. Eine Reihe von Variablen, Inflationsrate, Zinsentwicklung, Sky-Fernsehgeld-Vertrag, Ligazugehörigkeit und damit sportlicher Erfolg, Zuschauerinteresse usw. stehen in den Sternen.
Zweitens muss man nach deutschem Recht solche immateriellen Werte gegen Entgelt erwerben, und kann sie sich nicht blanco selbst eintragen. Dies ist also bei genauerer Betrachtung strafbar.
Drittens steckt sehr wohl etwas dahinter, denn wozu glaubst du, wird man diesen letzten Ausweg der "kreativen Buchführung" gewählt haben?
Richtig, um nichtvorhandenes Eigenkapital vorzugaukeln. Hast du ja schon selber erwähnt.
Nun ist die Frage warum sowas notwendig gewesen wäre, wenn doch von den Verbindlichkeiten her kein weiterer Bedarf bestand?
Solange die Firmen der "Hertha Gruppe" :D keine einheitliche Bilanz mit selben Stichtagsdaten erstellen, muss davon ausgegangen werden, dass die volle Höhe des selbst aktivierten Wertes nur zur Schuldenverschleierung dient.
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Konnopke am 23.04.2010 um 00:42 Uhr bearbeitet
23.04.2010 - 09:29 Uhr
Zitat von Konnopke:
...
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Den Vergleich finde ich gut, glaube aber, dass viele gar nicht den "springenden Punkt" erkennen:
Ich baue dein Beispiel noch einmal etwas um, damit klar wird, was die Hertha sich eigentlich selbst damit angetan hat.
Basis ist Konnopke´s Beispiel oben:
Der "springende Punkt" ist einfach, dass man für das "Mietkonto" einfach einen "x-beliebigen" Wert angesetzt hat. Man hat einfach vermutet, was die Rechte wert sein könnten und hat sie der Rechte GmbH verkauft. Geld ist nie geflossen, aber die Forderung an die Rechte GmbH hält den Verein am Leben.
Eine Gesamtbilanz (etwa wie die großen KOnzerne aufstellen müssen) würde zeigen, dass da sehr wohl an die 80Mio "Miese" rumliegen, wenn man "alles in einen Topf wirft". Wenn man etwas "Ahnung" von Bilanzen hat, erkennt man schnell, dass der Verein Hertha BSC eine Eigenkapitalquote aufweist, die in der freien Wirtschaft für 4 Insolvenzen reicht...
Welches Unternehmen kann denn mit einer Eigenkapitalquote von 1,4% überleben...?!
Richtig, KEINS!!!!
...
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Den Vergleich finde ich gut, glaube aber, dass viele gar nicht den "springenden Punkt" erkennen:
Ich baue dein Beispiel noch einmal etwas um, damit klar wird, was die Hertha sich eigentlich selbst damit angetan hat.
Basis ist Konnopke´s Beispiel oben:
Der "springende Punkt" ist einfach, dass man für das "Mietkonto" einfach einen "x-beliebigen" Wert angesetzt hat. Man hat einfach vermutet, was die Rechte wert sein könnten und hat sie der Rechte GmbH verkauft. Geld ist nie geflossen, aber die Forderung an die Rechte GmbH hält den Verein am Leben.
Eine Gesamtbilanz (etwa wie die großen KOnzerne aufstellen müssen) würde zeigen, dass da sehr wohl an die 80Mio "Miese" rumliegen, wenn man "alles in einen Topf wirft". Wenn man etwas "Ahnung" von Bilanzen hat, erkennt man schnell, dass der Verein Hertha BSC eine Eigenkapitalquote aufweist, die in der freien Wirtschaft für 4 Insolvenzen reicht...
Welches Unternehmen kann denn mit einer Eigenkapitalquote von 1,4% überleben...?!
Richtig, KEINS!!!!
23.04.2010 - 09:49 Uhr
Zitat von correctly:
Zitat von herthinho2310:
Zitat von Konnopke:
...
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Den Vergleich finde ich gut, glaube aber, dass viele gar nicht den "springenden Punkt" erkennen:
Ich baue dein Beispiel noch einmal etwas um, damit klar wird, was die Hertha sich eigentlich selbst damit angetan hat.
Basis ist Konnopke´s Beispiel oben:
Der "springende Punkt" ist einfach, dass man für das "Mietkonto" einfach einen "x-beliebigen" Wert angesetzt hat. Man hat einfach vermutet, was die Rechte wert sein könnten und hat sie der Rechte GmbH verkauft. Geld ist nie geflossen, aber die Forderung an die Rechte GmbH hält den Verein am Leben.
Eine Gesamtbilanz (etwa wie die großen KOnzerne aufstellen müssen) würde zeigen, dass da sehr wohl an die 80Mio "Miese" rumliegen, wenn man "alles in einen Topf wirft". Wenn man etwas "Ahnung" von Bilanzen hat, erkennt man schnell, dass der Verein Hertha BSC eine Eigenkapitalquote aufweist, die in der freien Wirtschaft für 4 Insolvenzen reicht...
Welches Unternehmen kann denn mit einer Eigenkapitalquote von 1,4% überleben...?!
Richtig, KEINS!!!!
Dann ist es ja doppelt interessant, dass es Wirtschaftsprüfer aber auch der DFB, abgesegnet haben??
Das ist ganz einfach:
Es ist ja nicht verboten... Rechte, Patente und Lizenzen kann man kaufen und verkaufen!
Aber man erweckt nur den Schein, dass da Geld wirklich vorhanden ist. Die 38Mio, die die Rechte GmbH der Hertha "schuldet" wirkt sich so auf die Bilanz aus, dass sie annähernd ausgeglichen ist.
Aber das wird sicher ändern, wenn die Hertha absteigt. Dann müssten nämlich diese Rechte neu bewertet werden und es klar, dass die Rechte an einem "Zweitliga-Klub" lange nicht mehr so viel wert sind wie Rechte an einem 1.Liga-Klub, also wird man auf dieser Position auch einen großen "Sprung" machen...
Zitat von herthinho2310:
Zitat von Konnopke:
...
Fändest du es denn gar nicht suspekt, wenn ich mir als Hauseigentümer ein Konto mit selbst gewähltem Guthaben erstellen würde, das sich auf eventuelle Mieteinnahmen für die nächsten 15 Jahre bezieht, obwohl ich nichtmal weiß, ob ich überhaupt Mieter finden werde? Zur Krönung überweise ich dieses Guthaben auf mein aktuelles Girokonto um eine Sicherheit für einen Kredit zur Abbezahlung des selben Hauses vorzugaukeln. :D
Den Vergleich finde ich gut, glaube aber, dass viele gar nicht den "springenden Punkt" erkennen:
Ich baue dein Beispiel noch einmal etwas um, damit klar wird, was die Hertha sich eigentlich selbst damit angetan hat.
Basis ist Konnopke´s Beispiel oben:
Der "springende Punkt" ist einfach, dass man für das "Mietkonto" einfach einen "x-beliebigen" Wert angesetzt hat. Man hat einfach vermutet, was die Rechte wert sein könnten und hat sie der Rechte GmbH verkauft. Geld ist nie geflossen, aber die Forderung an die Rechte GmbH hält den Verein am Leben.
Eine Gesamtbilanz (etwa wie die großen KOnzerne aufstellen müssen) würde zeigen, dass da sehr wohl an die 80Mio "Miese" rumliegen, wenn man "alles in einen Topf wirft". Wenn man etwas "Ahnung" von Bilanzen hat, erkennt man schnell, dass der Verein Hertha BSC eine Eigenkapitalquote aufweist, die in der freien Wirtschaft für 4 Insolvenzen reicht...
Welches Unternehmen kann denn mit einer Eigenkapitalquote von 1,4% überleben...?!
Richtig, KEINS!!!!
Dann ist es ja doppelt interessant, dass es Wirtschaftsprüfer aber auch der DFB, abgesegnet haben??
Das ist ganz einfach:
Es ist ja nicht verboten... Rechte, Patente und Lizenzen kann man kaufen und verkaufen!
Aber man erweckt nur den Schein, dass da Geld wirklich vorhanden ist. Die 38Mio, die die Rechte GmbH der Hertha "schuldet" wirkt sich so auf die Bilanz aus, dass sie annähernd ausgeglichen ist.
Aber das wird sicher ändern, wenn die Hertha absteigt. Dann müssten nämlich diese Rechte neu bewertet werden und es klar, dass die Rechte an einem "Zweitliga-Klub" lange nicht mehr so viel wert sind wie Rechte an einem 1.Liga-Klub, also wird man auf dieser Position auch einen großen "Sprung" machen...
24.04.2010 - 03:15 Uhr
Zitat von racer:
Also mein Denkzentrum ist eigentlich immer an, aber danke fuer den "netten" Hinweis. Damit waeren wir wieder bei der Diskussion wer sich was erlauben darf... :rolleyes
Aber da dies ja scheinbar eine legitime Aussage ist (ich beschaenke mich jetzt nur noch aufs zitieren solcher), erwidere ich Dir mal mit gleichen Worten das Dein Denkzentrum wohl aus war als Du mir Deinen Post geschrieben hast
Bist du dir da sicher? Ich habe mir mal den Thread nochmal von vorne angetan und es fällt auf, dass du auf gute, ausführliche Argumentationsketten und Fakten von geschätzten, erfahrenen Usern wie Example, SAMsg, Spaetzle und anderen nur antwortest, dass dies alles falsch sei und du sowieso alles besser wissen würdest.
Das legt die Vermutung nahe, dass du in diesem Thread einfach zu faul bist deine grauen Zellen einzusetzen.
Daher der Seitenhieb. :)
Weitere Animositäten und (bevorstehende?) Kleinkriege können wir gern auch per PN bereinigen.
Nun zum Thema:
Zitat von racer:
1 Wer wollte dennn eine WM in Deutschland?
2 Wer hat von der WM profitiert?
3 Und wer wollte ein Finale in Berlin?
4 Und wo sind die ganzen Einnahmen (der Stadt bzw. des DFB) denn hingeflossen?
1 Der DFB Mitte der Neunziger (um '94-'96 herum glaub ich) und die politische Führung.
2 Die FIFA? Und Frau Merkel in ihren Jubelposen?
3 Die politische Führung?
4 Welche Einnahmen?
Die WM hat ersteinmal nur gekostet. Den Bund und die beteiligten Städte.
Die paar Einnahmen aus der Gastronomie bzw. die paar Steuern sind wohl nichts gegen die hunderte Millionen an Stadionfinanzierung quer durchs Land.
Die Fernsehgelder und die Ticketeinnahmen wandern jedenfalls immer in die Schweiz.
Auf dem Gros der Kosten bleiben die Länder bzw. die Steuerzahler sitzen. Eine wirkliche Kosten-Nutzen-Analyse hat es nie gegeben, wird es auch nicht, die Bilanz wäre einfach nicht verhältnismäßig. Letztlich war es nur ein Image-Ding. "Nation branding" :D
Zitat von racer:
Oh ja richtig, bei keiner dieser Antworten faellt der Name Hertha. Also wofuer sollen wir uns bedanken?
Ohne die WM, den Bund und das Land Berlin, bzw. 250 Mio. € an Steuergeldern wäre das Olympiastadion mittlerweile immernoch auf dem Stand von davor.
Mehr oder weniger erbärmlich, nicht wahr?
Vor allem bist du scheinbar nicht in der Lage zu umreißen, welche Möglichkeiten im Bereich der Einnahmen das Stadion bietet, eine Infrastruktur, die Hertha nie im Leben alleine zu Stande gebracht hätte
Zitat von http://www.olympiastadion-berlin.de/index.php?id=182:
VIP Bereiche:
76 Räumlichkeiten, davon 50 10er Logen, 8 20er Logen, 3 Executive Clubs (Block L, P und D), 13 Skyboxen, 4.226 Business Seats
Wieviel hatte das "alte" Olympiastadion davon zu bieten?
Zitat von racer:
5 Das wir auf Jahre hinaus kein Fussballstadion haben werden?
6 Das im Olympiastadion vergleichsweise wenig Stimmung aufkommt?
7 Das wir eine ziemlich hohe Miete zu zahlen haben? Aber na klar, fuer die "uneigennuetzige" Renovierung sollen wir uns bedanken weil die ja auch den Zweck hatte Hertha ein renoviertes Stadion zur Verfuegung zu stellen... :rolleyes
5 Das mit dem reinen Fußballstadion hat der Verein bzw. seine Führung wohl ebenfalls zu verantworten. Wie die Entscheidungsfindungen und Argumentationen damals hinter den Türen abgelaufen sind, kann keiner genau sagen.
Letztlich muss man konstatieren, dass die damalige Vereinsführung wohl weder konsequent genug auf diese für Hertha erstrebenswerte Lösung gepocht hat, noch hatte sie wirkliche Argumente zur Hand. Eine schon damals klamme aber großmäulige Hertha mit Forderungen, jedoch ohne wirkliche Argumente diese Diskussion zu ihren Gunsten entscheiden zu können.
Denn mal ehrlich, wie hätte die Alternative ausgesehen?
Das Oly komplett abreißen?
Dann hätte der Denkmalschutz einen Tobsuchtsanfall bekommen. (hat er ja auch so schon)
Die Laufbahn weg und in ein Fußballstadion umwandeln?
Dann hätte das Olympische Komitee den Status und Namen "Olympiastadion" aberkannt, und dies wollten die Herrn von der Stadt nicht, man hatet die Illusion an zweite Olympische Sommerspiele damals wohl noch nicht aufgegeben.
So. Und Hertha?
Hatte Hertha ein passendes Bau-Grundstück parat?
Hatte Hertha Kapital zum Kauf so eines Grundstücks?
Hatte Hertha auch nur ein Drittel des Kapitals zum Bau eines neuen Stadions?
Hatte Hertha auch nur ein Viertel des Kapitals für die erforderlichen Infrakturmaßnahmen zur Erfüllung der sicherheits- und baurechtlichen Auflagen der Stadt? (Parkplätze, Verkehrssituation, etc.)
Hatte Hertha von sich aus Eigeninitiative beim Thema Stadionneubau gezeigt?
Nein.
Hertha hatte nie gute Argumente.
Und GENAU DESWEGEN, können wir von Glück reden, dass wir dieses Stadion renoviert/saniert bekommen haben (im Prinzip ist es ja doch ein völliger Neubau von Grund auf).
Denn die 250 Mio. € hätten Bund und Stadt jeweils anteilig, sicherlich besser nutzen können. Berlin muss sich kaputt sparen und allerhand sinnvollen Projekten und Institutionen die Unterstützung streichen, aber Geld für ein Prestigestadion mit anschließendem Profifußball war da, und schon damals hatte man im Blick, dass Hertha nunmal der einzige Nutzer werden würde.
Und wenn du die Investitionspartnerschaft so vehement bestreitest, wie erklärst du dir dann die Tatsache, dass sich Hertha anfangs beteiligen wollte bzw. es sogar tat?
Letztlich war es für Hertha die bequemste Lösung. Mit geringstmöglichem eigenen Aufwand die Einnahmesituation durch Logen, etc. deutlich verbessern zu können.
Sicherlich hatte so kurz nach dem Wiederaufstieg auch keiner der Hertha-Verantwortlichen damals den Weitblick, um die historische Tragweite dieser Entscheidung erkennen zu können. Denn nun wird man wohl (je nachdem ob man finanziell vor die Hunde geht) auf ewig in dem Stadion spielen.
6 Again, ohne das Dach würde die Stimmung noch mieser sein. Ich weiß noch am letzten Spieltag 02/03 (Nando 2 Tore gegen den FCK ;)) wie sehr ich vom "Schallen" des noch nicht komplett über der Ostkurve geschlossenen Daches begeistert war.
Sicherlich nicht mit einem reinem Fußballstadion zu vergleichen, aber deutlich besser als vorher.
Vor allem die Europapokalspiele, da ist die Stimmung seltsamerweise immer top, weil da auch nur die kommen, die Lust haben selber Stimmung zu machen.
Außerdem nützt den Bayern auch ihre tolle Arena in puncto Stimmung wenig, wenn man den Mund denn nur gegen ManU bzw. ab dem CL-Viertelfinale aufbekommt (meine jetzt nicht die Südkurve).
Ich vertrete ja die Meinung, dass man in jedem Stadion der Welt eine geniale Stimmung bei entsprechender Auslastung und Motivation der Zuschauer hinbekommt.
Nur zweifel ich ein wenig an der Begeisterungsfähigkeit des Berliner Publikums abseits des harten Kerns. Stimmung würde wohl in einem Fußballstadion genauso sein, nur eben lauter.
Lautstärke ist aber nicht automatisch mit besserer Stimmung gleichzusetzen.
Aber gut, dazu könnte ich selber noch Romane schreiben...
7 Wie definierst du "ziemlich hohe Miete"? Im Verhältnis zur...Gratisnutzung???
Oder etwa doch zur Abzahlung eines eigenen Kredits für einen Stadionneubau?
Frag mal in Gelsenkirchen oder München nach den jährlichen Stundungszahlungen, da kommt einem die Oly-Miete doch mehr als angemessen vor.
Nochmal generell:
Zitat von Konnopke:
Die Stadt (und der Bund) ist durch das Stadion sehr wohl Investitionspartner von Hertha BSC!
Nur mit dem Unterschied, dass wir selber keine Eigeninitiative gezeigt haben, auch weil wir kein Geld hatten (und haben) um z.B. über einen Neubau eines reines Fußballstadions an anderer Stelle mitreden zu können!
Der Unterschied zu Schalke und Aachen ist, dass die eben wirklich etwas investiert haben, währrenddessen wir zu arm dafür waren und es immer bleiben werden!
Meckern, mies machen und undankbar sein geht immer. Auch ich bin nicht vollends glücklich mit dem Oly.
NUR: Wie sind wir in diese Situation gekommen? Richtig, lies in der Vereinschronik nach, das vereinseigene reine Fußballstadion (die Plumpe :() musste vor langer Zeit veräußert werden, seitdem sind wir langfristiger Nutzer und Mieter des Olys.
Unsere Vereinsführung hat die Finanzen also schonmal verbockt.
Was wäre denn, wenn es das Oly nie gegeben hätte? Wo würden wir dann spielen?
Wenn man wie Hertha des öfteren Probleme mit den Finanzen hat, und der Pleite wiederholt nur knapp entkommen ist, sollte man vielleicht das eigene Maul, die Berliner Schnauze, nicht zu weit aufreißen.
Schon gar nicht, wenn es darum geht über andere Clubs zu richten. Das da Einiges im Argen liegt, hat mit Hertha nichts zu tun, und wer im Glashaus sitzt sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen. (Außerdem interessiert man sich für andere Vereine ja eh meist nur oberflächlich, um da wirklich treffende Analysen abgeben zu können)
Im Übrigen, würdest du dich mit Stadionbaufinanzierung mal etwas beschäftigen (und ich meine nicht die kleinen Billigvarianten, sondern die über 40.000), würdest du einsehen, dass dies für einen Verein faktisch einem finanziellen Selbstmord gleichkommt.
Stadien sind einfach schweineteuer, sowohl im Bau als auch im Unterhalt, dazu die ganzen Auflagen von der Stadt.
Profitabel betreiben ist schwer bis unmöglich, nicht umsonst sind die wenigsten Stadien auf der Welt in Privatbesitz.
Hat ein einziger Club in Italien ein eigenes Stadion? Nein und das trotz reicher Mäzen/Clubbesitzer nicht.
Gutes Beispiel sind auch die USA. Sei es NFL-Stadium, MLB-Ballpark oder NBA/NHL-Arena, meistens werden die Hauptkosten der Neubauten auf die Städte abgewalzt, die überlegen sich dann neue Steuern um die Dinger dann irgendwie finanzieren zu können.
Selbes Spiel überall auf der Welt, Gewinne werden privatisiert, Infrastruktur/Schulden hat die Gemeinschaft zu Tragen.
Einziges halbwegs positives Beispiel ist das Emirates Stadium. Nur mit so einem langfristigem Sponsoringpartner im Boot ist es auch nur ansatzweise möglich gewesen das zu realisieren (auch wenn der Standort London und die Preise dort eh nochmal ne andere Geschichte sind).
Trotzdem hat auch Arsenal enorm dran zu knabbern.
Zitat von racer:
Was zum Teufel hat denn Hertha mit all dem und vor allem mit dem Austragungsort Olympiastadion als WM-Finale und mit der zwangslaeufig faelligen Renovierung zu tun??? Antwort: Gar nichts!
Leider falsch, schau mal in unsere Bilanzen rein (müsstest du ja gut kennen so voll wie du den Mund immer nimmst), und lese was dazu steht:
Zitat
Das Berliner Olympiastadion, das bekannteste deutsche Stadion, welches während der Fußball-Weltmeisterschaft neben vier Vorrundenspielen und einem Viertelfinalspiel auch Austragungsstätte für das Finale war, ist weiterhin auch Spielstätte der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Es bietet 74.500 überdachte Plätze, 88 Logen (ca. 1.000 Plätze), 15 Sky-Boxen (ca. 130 Plätze) und ca. 4.000 Business-Seats. Hertha BSC GmbH & Co. KGaA geht für die Folgejahre weiterhin von möglichen Ertragssteigerungen in diesem Bereich aus.
:D
Bei keiner Vertragsverlängerung mit einem Hauptsponsor wird vergessen zu betonen wie wichtig das Stadion als Strahl- und Bekanntheitsfaktor ist. Und nach all den Jahrzehnten ist es nunmal ein Teil von Herthas Identität.
Wer die Marketingleute kennt, wird sich vorstellen können wieviel Brimborium, Blabla und Tamtam die bei jeder Präsentation mit interessierten Sponsoren veranstalten werden, um letztlich nur zwei starke Pfunde (aus ihrer Sicht) von der "Marke" Hertha BSC zu präsentieren:
-Hauptstadt-Standort
-WM-Final-Stadion
Sie werden nicht müßig dies immer wieder zu betonen, ob es wirklich was bringt :D sei dahingestellt, letztlich müssen wir beide es wohl objektiv gesehen einfach anerkennen, dass ein WM-Final-Stadion dem Verein mehr Vermarktungspotenzial einbringt als der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport-Park. Denn sein wir ehrlich, dies ist die einzige Alternative.
Hertha BSC profitiert also eindeutig.
Zitat von racer:
Und an alle anderen: bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Fan vom Olympiastadion, aber diese Verknuepfung als eine Leistung der Stadt (oder des Bundes bzw. der Steuerzahler) fuer Hertha darzustellen ist einfach purer Unsinn.
Wie erklärst du sonst die Finanzierung? Alle WM-Standorte bis auf Leipzig wurden letztlich auch mit dem nachnutzenden Verein im Hinterkopf geplant.
Sicherlich ist es eine Leistung zumindest auch in zweiter Instanz für Hertha. Denn es war vorher klar, dass der Verein Hauptnutzer war (seit den Sechzigern, mit Unterbrechungen :() und auch in Zukunft bleiben würde.
Schau dich in der Liga um, informiere dich, du wirst sehen, es gibt wenige Vereine, die so wenig zu ihrem Stadion beigetragen haben wie wir und vielerorts wird es uns zurecht als Wettbewerbsvorteil ausgelegt, zumindest in finanzieller Hinsicht, dass Hertha eben wenig selbst investieren brauchte (bei gleichzeitiger hoher Logen-Zahl und nur um die geht es ja letztlich bei den Neubauten).
Aber gut, scheinbar sind dir die Interessen der Heimatstadt des Vereins einfach völlig egal, und jeder, der Hertha BSC und seinen Anhängern nicht die Wünsche von den Augen abliest und diese dann gratis auf dem Silbertablett serviert, deiner Dankbarkeit, oder zumindest Anerkennung, nicht würdig.
Also mein Denkzentrum ist eigentlich immer an, aber danke fuer den "netten" Hinweis. Damit waeren wir wieder bei der Diskussion wer sich was erlauben darf... :rolleyes
Aber da dies ja scheinbar eine legitime Aussage ist (ich beschaenke mich jetzt nur noch aufs zitieren solcher), erwidere ich Dir mal mit gleichen Worten das Dein Denkzentrum wohl aus war als Du mir Deinen Post geschrieben hast
Bist du dir da sicher? Ich habe mir mal den Thread nochmal von vorne angetan und es fällt auf, dass du auf gute, ausführliche Argumentationsketten und Fakten von geschätzten, erfahrenen Usern wie Example, SAMsg, Spaetzle und anderen nur antwortest, dass dies alles falsch sei und du sowieso alles besser wissen würdest.
Das legt die Vermutung nahe, dass du in diesem Thread einfach zu faul bist deine grauen Zellen einzusetzen.
Daher der Seitenhieb. :)
Weitere Animositäten und (bevorstehende?) Kleinkriege können wir gern auch per PN bereinigen.
Nun zum Thema:
Zitat von racer:
1 Wer wollte dennn eine WM in Deutschland?
2 Wer hat von der WM profitiert?
3 Und wer wollte ein Finale in Berlin?
4 Und wo sind die ganzen Einnahmen (der Stadt bzw. des DFB) denn hingeflossen?
1 Der DFB Mitte der Neunziger (um '94-'96 herum glaub ich) und die politische Führung.
2 Die FIFA? Und Frau Merkel in ihren Jubelposen?
3 Die politische Führung?
4 Welche Einnahmen?
Die WM hat ersteinmal nur gekostet. Den Bund und die beteiligten Städte.
Die paar Einnahmen aus der Gastronomie bzw. die paar Steuern sind wohl nichts gegen die hunderte Millionen an Stadionfinanzierung quer durchs Land.
Die Fernsehgelder und die Ticketeinnahmen wandern jedenfalls immer in die Schweiz.
Auf dem Gros der Kosten bleiben die Länder bzw. die Steuerzahler sitzen. Eine wirkliche Kosten-Nutzen-Analyse hat es nie gegeben, wird es auch nicht, die Bilanz wäre einfach nicht verhältnismäßig. Letztlich war es nur ein Image-Ding. "Nation branding" :D
Zitat von racer:
Oh ja richtig, bei keiner dieser Antworten faellt der Name Hertha. Also wofuer sollen wir uns bedanken?
Ohne die WM, den Bund und das Land Berlin, bzw. 250 Mio. € an Steuergeldern wäre das Olympiastadion mittlerweile immernoch auf dem Stand von davor.
Mehr oder weniger erbärmlich, nicht wahr?
Vor allem bist du scheinbar nicht in der Lage zu umreißen, welche Möglichkeiten im Bereich der Einnahmen das Stadion bietet, eine Infrastruktur, die Hertha nie im Leben alleine zu Stande gebracht hätte
Zitat von http://www.olympiastadion-berlin.de/index.php?id=182:
VIP Bereiche:
76 Räumlichkeiten, davon 50 10er Logen, 8 20er Logen, 3 Executive Clubs (Block L, P und D), 13 Skyboxen, 4.226 Business Seats
Wieviel hatte das "alte" Olympiastadion davon zu bieten?
Zitat von racer:
5 Das wir auf Jahre hinaus kein Fussballstadion haben werden?
6 Das im Olympiastadion vergleichsweise wenig Stimmung aufkommt?
7 Das wir eine ziemlich hohe Miete zu zahlen haben? Aber na klar, fuer die "uneigennuetzige" Renovierung sollen wir uns bedanken weil die ja auch den Zweck hatte Hertha ein renoviertes Stadion zur Verfuegung zu stellen... :rolleyes
5 Das mit dem reinen Fußballstadion hat der Verein bzw. seine Führung wohl ebenfalls zu verantworten. Wie die Entscheidungsfindungen und Argumentationen damals hinter den Türen abgelaufen sind, kann keiner genau sagen.
Letztlich muss man konstatieren, dass die damalige Vereinsführung wohl weder konsequent genug auf diese für Hertha erstrebenswerte Lösung gepocht hat, noch hatte sie wirkliche Argumente zur Hand. Eine schon damals klamme aber großmäulige Hertha mit Forderungen, jedoch ohne wirkliche Argumente diese Diskussion zu ihren Gunsten entscheiden zu können.
Denn mal ehrlich, wie hätte die Alternative ausgesehen?
Das Oly komplett abreißen?
Dann hätte der Denkmalschutz einen Tobsuchtsanfall bekommen. (hat er ja auch so schon)
Die Laufbahn weg und in ein Fußballstadion umwandeln?
Dann hätte das Olympische Komitee den Status und Namen "Olympiastadion" aberkannt, und dies wollten die Herrn von der Stadt nicht, man hatet die Illusion an zweite Olympische Sommerspiele damals wohl noch nicht aufgegeben.
So. Und Hertha?
Hatte Hertha ein passendes Bau-Grundstück parat?
Hatte Hertha Kapital zum Kauf so eines Grundstücks?
Hatte Hertha auch nur ein Drittel des Kapitals zum Bau eines neuen Stadions?
Hatte Hertha auch nur ein Viertel des Kapitals für die erforderlichen Infrakturmaßnahmen zur Erfüllung der sicherheits- und baurechtlichen Auflagen der Stadt? (Parkplätze, Verkehrssituation, etc.)
Hatte Hertha von sich aus Eigeninitiative beim Thema Stadionneubau gezeigt?
Nein.
Hertha hatte nie gute Argumente.
Und GENAU DESWEGEN, können wir von Glück reden, dass wir dieses Stadion renoviert/saniert bekommen haben (im Prinzip ist es ja doch ein völliger Neubau von Grund auf).
Denn die 250 Mio. € hätten Bund und Stadt jeweils anteilig, sicherlich besser nutzen können. Berlin muss sich kaputt sparen und allerhand sinnvollen Projekten und Institutionen die Unterstützung streichen, aber Geld für ein Prestigestadion mit anschließendem Profifußball war da, und schon damals hatte man im Blick, dass Hertha nunmal der einzige Nutzer werden würde.
Und wenn du die Investitionspartnerschaft so vehement bestreitest, wie erklärst du dir dann die Tatsache, dass sich Hertha anfangs beteiligen wollte bzw. es sogar tat?
Letztlich war es für Hertha die bequemste Lösung. Mit geringstmöglichem eigenen Aufwand die Einnahmesituation durch Logen, etc. deutlich verbessern zu können.
Sicherlich hatte so kurz nach dem Wiederaufstieg auch keiner der Hertha-Verantwortlichen damals den Weitblick, um die historische Tragweite dieser Entscheidung erkennen zu können. Denn nun wird man wohl (je nachdem ob man finanziell vor die Hunde geht) auf ewig in dem Stadion spielen.
6 Again, ohne das Dach würde die Stimmung noch mieser sein. Ich weiß noch am letzten Spieltag 02/03 (Nando 2 Tore gegen den FCK ;)) wie sehr ich vom "Schallen" des noch nicht komplett über der Ostkurve geschlossenen Daches begeistert war.
Sicherlich nicht mit einem reinem Fußballstadion zu vergleichen, aber deutlich besser als vorher.
Vor allem die Europapokalspiele, da ist die Stimmung seltsamerweise immer top, weil da auch nur die kommen, die Lust haben selber Stimmung zu machen.
Außerdem nützt den Bayern auch ihre tolle Arena in puncto Stimmung wenig, wenn man den Mund denn nur gegen ManU bzw. ab dem CL-Viertelfinale aufbekommt (meine jetzt nicht die Südkurve).
Ich vertrete ja die Meinung, dass man in jedem Stadion der Welt eine geniale Stimmung bei entsprechender Auslastung und Motivation der Zuschauer hinbekommt.
Nur zweifel ich ein wenig an der Begeisterungsfähigkeit des Berliner Publikums abseits des harten Kerns. Stimmung würde wohl in einem Fußballstadion genauso sein, nur eben lauter.
Lautstärke ist aber nicht automatisch mit besserer Stimmung gleichzusetzen.
Aber gut, dazu könnte ich selber noch Romane schreiben...
7 Wie definierst du "ziemlich hohe Miete"? Im Verhältnis zur...Gratisnutzung???
Oder etwa doch zur Abzahlung eines eigenen Kredits für einen Stadionneubau?
Frag mal in Gelsenkirchen oder München nach den jährlichen Stundungszahlungen, da kommt einem die Oly-Miete doch mehr als angemessen vor.
Nochmal generell:
Zitat von Konnopke:
Die Stadt (und der Bund) ist durch das Stadion sehr wohl Investitionspartner von Hertha BSC!
Nur mit dem Unterschied, dass wir selber keine Eigeninitiative gezeigt haben, auch weil wir kein Geld hatten (und haben) um z.B. über einen Neubau eines reines Fußballstadions an anderer Stelle mitreden zu können!
Der Unterschied zu Schalke und Aachen ist, dass die eben wirklich etwas investiert haben, währrenddessen wir zu arm dafür waren und es immer bleiben werden!
Meckern, mies machen und undankbar sein geht immer. Auch ich bin nicht vollends glücklich mit dem Oly.
NUR: Wie sind wir in diese Situation gekommen? Richtig, lies in der Vereinschronik nach, das vereinseigene reine Fußballstadion (die Plumpe :() musste vor langer Zeit veräußert werden, seitdem sind wir langfristiger Nutzer und Mieter des Olys.
Unsere Vereinsführung hat die Finanzen also schonmal verbockt.
Was wäre denn, wenn es das Oly nie gegeben hätte? Wo würden wir dann spielen?
Wenn man wie Hertha des öfteren Probleme mit den Finanzen hat, und der Pleite wiederholt nur knapp entkommen ist, sollte man vielleicht das eigene Maul, die Berliner Schnauze, nicht zu weit aufreißen.
Schon gar nicht, wenn es darum geht über andere Clubs zu richten. Das da Einiges im Argen liegt, hat mit Hertha nichts zu tun, und wer im Glashaus sitzt sollte bekanntlich nicht mit Steinen werfen. (Außerdem interessiert man sich für andere Vereine ja eh meist nur oberflächlich, um da wirklich treffende Analysen abgeben zu können)
Im Übrigen, würdest du dich mit Stadionbaufinanzierung mal etwas beschäftigen (und ich meine nicht die kleinen Billigvarianten, sondern die über 40.000), würdest du einsehen, dass dies für einen Verein faktisch einem finanziellen Selbstmord gleichkommt.
Stadien sind einfach schweineteuer, sowohl im Bau als auch im Unterhalt, dazu die ganzen Auflagen von der Stadt.
Profitabel betreiben ist schwer bis unmöglich, nicht umsonst sind die wenigsten Stadien auf der Welt in Privatbesitz.
Hat ein einziger Club in Italien ein eigenes Stadion? Nein und das trotz reicher Mäzen/Clubbesitzer nicht.
Gutes Beispiel sind auch die USA. Sei es NFL-Stadium, MLB-Ballpark oder NBA/NHL-Arena, meistens werden die Hauptkosten der Neubauten auf die Städte abgewalzt, die überlegen sich dann neue Steuern um die Dinger dann irgendwie finanzieren zu können.
Selbes Spiel überall auf der Welt, Gewinne werden privatisiert, Infrastruktur/Schulden hat die Gemeinschaft zu Tragen.
Einziges halbwegs positives Beispiel ist das Emirates Stadium. Nur mit so einem langfristigem Sponsoringpartner im Boot ist es auch nur ansatzweise möglich gewesen das zu realisieren (auch wenn der Standort London und die Preise dort eh nochmal ne andere Geschichte sind).
Trotzdem hat auch Arsenal enorm dran zu knabbern.
Zitat von racer:
Was zum Teufel hat denn Hertha mit all dem und vor allem mit dem Austragungsort Olympiastadion als WM-Finale und mit der zwangslaeufig faelligen Renovierung zu tun??? Antwort: Gar nichts!
Leider falsch, schau mal in unsere Bilanzen rein (müsstest du ja gut kennen so voll wie du den Mund immer nimmst), und lese was dazu steht:
Zitat
Das Berliner Olympiastadion, das bekannteste deutsche Stadion, welches während der Fußball-Weltmeisterschaft neben vier Vorrundenspielen und einem Viertelfinalspiel auch Austragungsstätte für das Finale war, ist weiterhin auch Spielstätte der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA. Es bietet 74.500 überdachte Plätze, 88 Logen (ca. 1.000 Plätze), 15 Sky-Boxen (ca. 130 Plätze) und ca. 4.000 Business-Seats. Hertha BSC GmbH & Co. KGaA geht für die Folgejahre weiterhin von möglichen Ertragssteigerungen in diesem Bereich aus.
:D
Bei keiner Vertragsverlängerung mit einem Hauptsponsor wird vergessen zu betonen wie wichtig das Stadion als Strahl- und Bekanntheitsfaktor ist. Und nach all den Jahrzehnten ist es nunmal ein Teil von Herthas Identität.
Wer die Marketingleute kennt, wird sich vorstellen können wieviel Brimborium, Blabla und Tamtam die bei jeder Präsentation mit interessierten Sponsoren veranstalten werden, um letztlich nur zwei starke Pfunde (aus ihrer Sicht) von der "Marke" Hertha BSC zu präsentieren:
-Hauptstadt-Standort
-WM-Final-Stadion
Sie werden nicht müßig dies immer wieder zu betonen, ob es wirklich was bringt :D sei dahingestellt, letztlich müssen wir beide es wohl objektiv gesehen einfach anerkennen, dass ein WM-Final-Stadion dem Verein mehr Vermarktungspotenzial einbringt als der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sport-Park. Denn sein wir ehrlich, dies ist die einzige Alternative.
Hertha BSC profitiert also eindeutig.
Zitat von racer:
Und an alle anderen: bitte nicht falsch verstehen, ich bin auch ein Fan vom Olympiastadion, aber diese Verknuepfung als eine Leistung der Stadt (oder des Bundes bzw. der Steuerzahler) fuer Hertha darzustellen ist einfach purer Unsinn.
Wie erklärst du sonst die Finanzierung? Alle WM-Standorte bis auf Leipzig wurden letztlich auch mit dem nachnutzenden Verein im Hinterkopf geplant.
Sicherlich ist es eine Leistung zumindest auch in zweiter Instanz für Hertha. Denn es war vorher klar, dass der Verein Hauptnutzer war (seit den Sechzigern, mit Unterbrechungen :() und auch in Zukunft bleiben würde.
Schau dich in der Liga um, informiere dich, du wirst sehen, es gibt wenige Vereine, die so wenig zu ihrem Stadion beigetragen haben wie wir und vielerorts wird es uns zurecht als Wettbewerbsvorteil ausgelegt, zumindest in finanzieller Hinsicht, dass Hertha eben wenig selbst investieren brauchte (bei gleichzeitiger hoher Logen-Zahl und nur um die geht es ja letztlich bei den Neubauten).
Aber gut, scheinbar sind dir die Interessen der Heimatstadt des Vereins einfach völlig egal, und jeder, der Hertha BSC und seinen Anhängern nicht die Wünsche von den Augen abliest und diese dann gratis auf dem Silbertablett serviert, deiner Dankbarkeit, oder zumindest Anerkennung, nicht würdig.
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