Starzugang erklärt Transfer
Dzeko bei Vorstellung auf Schalke: „Ich habe den ersten Kontakt gesucht“
©FC Schalke 04
Edin Dzeko ist da beim FC Schalke 04. Am Donnerstag wurde der 39 Jahre alte Stürmer nicht nur als Neuzugang mit Vertrag bis Saisonende verkündet, sondern stellte sich im Anschluss direkt den Fragen der Medien. Der frühere Wolfsburger hat im Revier einen Hype ausgelöst wie lange kein Neuzugang vor ihm, laut Pressesprecher Alex Jacob sind schon mehrere Tausend Trikots der neuen Nummer 10 verkauft worden. Dass Dzeko überhaupt zum Zweitliga-Spitzenreiter gekommen ist, gilt schon vor seinem ersten Leistungsnachweis als Transfercoup. Vom Wechsel überzeugen musste ihn laut eigener Aussage niemand.
„Ich habe den ersten Kontakt gesucht“, sagte Dzeko. Er habe „vom ersten Tag an“ zu Schalke 04 wechseln wollen „und der Mannschaft helfen. Es ist einfach schade, dass der Verein in der 2. Bundesliga spielt.“ Vom ersten Kontakt an „wollte ich nur Schalke haben“. Viele, mit denen er darüber und auch seine anderen Optionen – darunter Ligue-1-Klub Paris FC – gesprochen hatte, hätten gesagt: „Du bist krank. Aber ich bin nicht krank, sondern 100 Prozent da. Seit meiner Zeit in Wolfsburg war Schalke für mich ein großartiger Verein. Das Stadion, die Fans, es war immer geil, hier zu spielen. Ich habe viel mit Miron Muslic, Nikola Katic und auch Sead Kolasinac gesprochen. Mein Vater hat gesagt: Geh! Ich habe mit Bajramovic und Barbarez (Ex-Bundesliga-Profis und Trainergespann der bosnischen Nationalmannschaft; Anm. d. Red.) gesprochen. Keiner hat gesagt: ‚Mach es nicht.‘“
Dzekos Wechsel von der AC Florenz nach Gelsenkirchen verläuft ohne Ablöse und ist auch in Sachen Gehalt für den Aufstiegsanwärter dem Vernehmen nach risikoarm (alle Details zum Transfer lest ihr hier). Dass er im März 40 Jahre alt werde und damit zum ersten Zweitliga-Profi in diesem Alter seit 2012 avancieren dürfte, spiele in seinen Gedanken keine Rolle: „Das Einzige, was für mich zählt, ist das, was auf dem Platz passiert. In zwei Monaten werde ich 40 sein, das ist wahr. Alles, was ich in meiner Karriere gemacht habe, habe ich auf dem Platz gezeigt.“
Dzeko über Eingewöhnung und Schalkes Aufstiegsambitionen
An eine große Eingewöhnungszeit glaubt der Bundesliga-Torschützenkönig von 2010 (22 Tore für Wolfsburg) nicht: „Ich habe schon viel gesehen und erlebt in meiner Karriere.“ Er sei sich sicher, dass er Schalke „viel geben“ könne. Ob er schon am Sonntag (13:30 Uhr) gegen den 1. FC Kaiserslautern mitwirken werden? „Wir müssen sehen, wie der Trainer plant und was das Beste für Schalke ist. Ich freue mich erst einmal, dass ich mit der Mannschaft morgen trainieren kann.“ Die Vormittagseinheit wird öffentlich stattfinden.
Und das Thema Aufstieg, nach dem sich Verein und Fans so sehnen? Dzeko: „Die Rückrunde ist immer schwieriger als die Hinrunde. Überall, wo ich gespielt habe. Schalke ist Erster, jetzt gibt es etwas mehr Druck. Wir müssen immer von Spiel zu Spiel zu schauen. Weiter nach vorn zu blicken, bringt nichts. Kaiserslautern ist das wichtigste Spiel der Saison. Wenn das vorbei ist, ist Bochum das wichtigste Spiel der Saison.“
Lediglich darüber, warum es in Florenz nicht so klappen wollte, mochte Dzeko nicht reden. Im Sommer von Fenerbahce zurück in die Serie A, wo er mit der Roma und Inter Erfolg hatte, gekommen, traf der Torjäger für die Viola nur zweimal in 18 Partien, war in der Liga meist höchstens Joker und lediglich in der Conference League gesetzt. „Schwer zu sagen“, so Dzeko. „Ich will nicht zu viel über dieses Thema reden. Es ist nicht so gelaufen, wie ich wollte, wie Florenz wollte. Das ist auch mal eine andere Erfahrung. Jetzt bin ich hier und schaue nach vorne.“

Hinweis:
Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du Transfermarkt als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.
Füge Transfermarkt hier als bevorzugte Quelle hinzu.